Forum: Haus & Smart Home AV-Receiver- Tonaussetzer durch "Netzschwankungen"?


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von Kuhni K. (kuhnikuehnast)


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Hi!
Ich habe ein Problem:
mein Marantz SR5010 (AV-Receiver) hat immer wieder Tonaussetzer. Ich 
konnte die Ursache jetzt etwas "eindämmen"- diese treten auf bei:
- Ein- und Ausschalten der Kühlschränke
- ein- und Ausschalten der Klimaanlage

Jetzt muss ich natürlich davon ausgehen, dass nicht alle anderen Geräte 
defekt sind sondern eher der Marantz eine Diva ist was 
"Stromschwankungen" angeht... Genau kann ich das auch nicht 
verifizieren, dazu fehlen mir die Messgeräte (evtl. Spitzenspannungen 
die durch das ein- und ausschalten des Verbrauchers (Kompressors) 
entstehen? etc...?)

Meine logische Idee wäre jetzt, ggf. irgend einen Zwischenstecker zu 
besorgen, der so etwas rausfiltern kann und dann vor den Marantz 
geklemmt wird.
Gibt es sowas? (ich hoffe auch in "nicht zu teuer" :-) )

oder habt ihr andere Ideen was die Ursache sein könnte?

lg kuhni

von Michael B. (laberkopp)


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Kuhni K. schrieb:
> Meine logische Idee wäre jetzt, ggf. irgend einen Zwischenstecker zu
> besorgen, der so etwas rausfiltern kann

Es gibt da eine Reihe
https://www.amazon.de/Dynavox-HiFi-Netzfilter-Mehrfach-Steckdose-Steckpl%C3%A4tzen-LED-Kontrollleuchte/dp/B076Q7R396/ref=asc_df_B076Q7R396/

oder ein 230/230V Trenntrafo, oder ein einfacher Selbstbau

https://www.amazon.de/EMI-Leistungsfilter-Unidirektionaler-AC-Doppelpolfilter-Automatisierungsger%C3%A4te-CW4L2-20A-T/dp/B099DJHBSD/ref=asc_df_B099DJHBSD/

aber achte drauf dass ALLE Geräte deiner Anlage hinter diesem Filter 
stecken und nicht einzelne angeschlossene Geräte von woanders 
reinbringen weil der Netzstecker nicht vom Filter kommt. Eventuell 
reicht schon eine gemeinsame Steckdosenleiste, ganz ohne Netzfilter wenn 
Antenne und eventuell ins System (SmartTV) gehendes Internet (WLAN?) 
keine weitere Erdverbindung haben.

von Kuhni K. (kuhnikuehnast)


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Hmm... das wird dann ganz schön schwierig in Summe... (Da gibts ja noch 
LAN-Kabel, TV, PC (im anderen Raum), Kabel-Radio,...

Würde so etwas zum Testen auch funktionieren:

https://www.amazon.de/NETZFILTER-ZWISCHENSTECKER-Schutzkontakt-Stecker-hochfrequente-St%C3%B6rspannungen-0423x0000/dp/B01DWC8PG8/ref=sr_1_5?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&crid=2ESGSWG1BKXIO&keywords=Netzfilter&qid=1694767761&sprefix=netzfilter%2Caps%2C125&sr=8-5&th=1

Dann würde ich so einen Stecker mal zum Testen bestellen und erst mal 
nur den AV-Receiver einstecken, oder?

lg kuhni


bzw. weitere Frage: gibt es eine "einfache und kostengünstige" 
Möglichkeit, dass ich mir die "Ursachen" irgendwie monitoren lasse? 
(z.B. einfach zu bastelndes Raspberry-Pi-Messgeräts-Dings das so etwas 
aufnimmt und dann ausgelesen werden kann?) - sprich: ich schau fern bis 
der Ton aussetzt und kann dann die Messwerte (vermutlich 
Spannungsverlauf) auslesen)?

lg kuhni

von Harald K. (kirnbichler)


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Man könnte stattdessen den defekten Receiver reparieren. Denn genau das 
ist er: Defekt.

Wenn bereits einfache kurzzeitige Netzstörungen für Tonaussetzer sorgen, 
ist das Netzteil defekt, d.h. die dort vorhandenen Puffer-Elkos sind nur 
noch mechanische Attrappen.

Da mit irgendwelchem Zwischenstecker-Netzfilter-Voodoo zu hantieren, 
ändert wenig bis nichts.

von Kuhni K. (kuhnikuehnast)


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Harald K. schrieb:
> Man könnte stattdessen den defekten Receiver reparieren. Denn genau das
> ist er: Defekt.
>
> Wenn bereits einfache kurzzeitige Netzstörungen für Tonaussetzer sorgen,
> ist das Netzteil defekt, d.h. die dort vorhandenen Puffer-Elkos sind nur
> noch mechanische Attrappen.
>
> Da mit irgendwelchem Zwischenstecker-Netzfilter-Voodoo zu hantieren,
> ändert wenig bis nichts.

Ok, das wäre natürlich auch eine Idee- vermutlich würde das 
kostentechnisch aber einem Totalschaden des Receivers gleich kommen 
oder?

Ärgerlich, dass ich das nicht bemerkt habe... Ich dachte immer, der 
Verstärker ist halt ne Diva oder die Gebäudeverkabelung ist nicht der 
Wahnsinn...

Jetzt steh ich vor 2 Problemen:

1. Verstärker reparieren lassen- vermutlich einem Totalschaden 
gleichkommend bei den Reparaturkosten...

2. evtl. mir mit einem "Netzfilter" helfen, der die Arbeit der defekten 
Kondensatoren im Receiver übernimmt...?

lg kuhni

von Harald K. (kirnbichler)


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Kuhni K. schrieb:
> 2. evtl. mir mit einem "Netzfilter" helfen, der die Arbeit der defekten
> Kondensatoren im Receiver übernimmt...?

Wie soll das ein Netzfilter können? Der müsste letztlich eine USV sein, 
um Schwankungen, Störungen etc. auf der Netzleitung zu kompensieren.

Fangen wir mal anders an. Was für ein Gebäude ist das? Kann da die 
Elektroinstallation so marode sein, daß durch das Einschalten von 
Klimaanlage oder Kühlschränken die Netzspannung für > 20msec mehr oder 
weniger komplett wegbricht?

Kuhni K. schrieb:
> Ich dachte immer, der Verstärker ist halt ne Diva

So kann man defekte Geräte natürlich auch wegerklären.

von Kuhni K. (kuhnikuehnast)


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Harald K. schrieb:
> Kuhni K. schrieb:
>> 2. evtl. mir mit einem "Netzfilter" helfen, der die Arbeit der defekten
>> Kondensatoren im Receiver übernimmt...?
>
> Wie soll das ein Netzfilter können? Der müsste letztlich eine USV sein,
> um Schwankungen, Störungen etc. auf der Netzleitung zu kompensieren.
>
> Fangen wir mal anders an. Was für ein Gebäude ist das? Kann da die
> Elektroinstallation so marode sein, daß durch das Einschalten von
> Klimaanlage oder Kühlschränken die Netzspannung für > 20msec mehr oder
> weniger komplett wegbricht?

Gebäude ist aus dem Jahr 2000 - Mehrfamilienhaus- da müsste die 
Installation ja keine Probleme bereiten... (bzw. müssten andere Geräte 
ja auch Fehler aufweisen (Fernseher  Pc ...)


> Kuhni K. schrieb:
>> Ich dachte immer, der Verstärker ist halt ne Diva
>
> So kann man defekte Geräte natürlich auch wegerklären.
Ich hab zuvor in einer alten Wohnung (50er Jahre) gewohnt und dachte 
immer, das liegt wirklich an der Elektroinstallation (Schutzleiter gabs 
nicht, ... )

Und mit dem Umzug hatte man sich irgendwie dran gewöhnt- jetzt ist es 
mir nur wieder aufgefallen und nervt doch ziemlich...

eigentlich möchte ich (sofern Sonos endlich mal ein Setup mit Soundbar + 
Frontlautsprecher zulässt) auf Sonos wechseln- würde aber bis zur 
Umsetzung gern bei dem AV-Receiver bleiben. (eigentlich so wenig Kosten 
wie möglich investieren)

lg kuhni

: Bearbeitet durch User
von H. H. (Gast)


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Kuhni K. schrieb:
> Gebäude ist aus dem Jahr 2000 - Mehrfamilienhaus- da müsste die
> Installation ja keine Probleme bereiten...

Erst vor wenigen Monaten hab ich bei Freunden den Verteiler in Ordnung 
bringen müssen, der wurde vor wenigen Jahren installiert. Einige Klemmen 
hatte der Meister seines Fachs schlicht nicht angezogen, dadurch hat es 
geschmort und durch den Anlaufstrom des Kühlschranks gab es ordentlich 
Spannungsabfall.


> (bzw. müssten andere Geräte
> ja auch Fehler aufweisen (Fernseher  Pc ...)

Sind halt weniger knapp auf Kante genäht als der Receiver.

von Kuhni K. (kuhnikuehnast)


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H. H. schrieb:
> Kuhni K. schrieb:
>> Gebäude ist aus dem Jahr 2000 - Mehrfamilienhaus- da müsste die
>> Installation ja keine Probleme bereiten...
>
> Erst vor wenigen Monaten hab ich bei Freunden den Verteiler in Ordnung
> bringen müssen, der wurde vor wenigen Jahren installiert. Einige Klemmen
> hatte der Meister seines Fachs schlicht nicht angezogen, dadurch hat es
> geschmort und durch den Anlaufstrom des Kühlschranks gab es ordentlich
> Spannungsabfall.
>
>
>> (bzw. müssten andere Geräte
>> ja auch Fehler aufweisen (Fernseher  Pc ...)
>
> Sind halt weniger knapp auf Kante genäht als der Receiver.

Da wären wir ja wieder beim anderen Thema:
- gibts irgendwie ne möglichkeit kostengünstig die Fehler zu "tracken" 
Sprich per Raspberry-Pi oder ähnliches nen Oszilloskop-Bausatz oder so 
(weiß jetzt auch nicht genau was da sinnig wäre) und der zeichnet 
kontinuierlich auf bis der Fehler auftritt?

lg kuhni

von Gunnar F. (gufi36)


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Kuhni K. schrieb:
> gibts irgendwie ne möglichkeit kostengünstig die Fehler zu "tracken"
> Sprich per Raspberry-Pi oder ähnliches nen Oszilloskop-Bausatz oder so
> (weiß jetzt auch nicht genau was da sinnig wäre) und der zeichnet
> kontinuierlich auf bis der Fehler auftritt?

Einen sach- und fachkundigen Bekannten (mit ausreichend Bier) bestechen, 
dass er*innen mal vor Ort misst, schaut und das beurteilt. Die meisten 
dieser Art verfügen über entsprechendes Equipment, sind hinreichend 
bestechlich und können somit weiterhelfen. Die von Dir angesprochenen 
Bausätze: eher nicht. Liegt dann aber auch nicht unbedingt am Equipment, 
sondern zumeist auch (überwiegend) am Bediener.

von Achim H. (anymouse)


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Kuhni K. schrieb:
> mein Marantz SR5010 (AV-Receiver) hat immer wieder Tonaussetzer.

Wie lange dauern die Aussetzer denn?

Der Marantz erfindet die Töne vermutlich nicht von selbst -- außer bei 
einem Einmessprogramm.

Wie bekommt der denn das Signal? Könnte es vielleicht sein, dass die 
Einschaltimpulse (und zwar sowohl Unterspannung als auch Stromimpulse) 
in das Signal einstreuen?


Da wäre wirklich ein Messgerät interessant, welches auf recht einfache 
Weise die derzeitige Stromnetzqualität mitzeichnet.

von Kuhni K. (kuhnikuehnast)


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Die Aussetzer sind eigentlich nur ganz kurz- wie ein "Schluckauf". 
Manchmal verstellt sich da verrückterweise dann auch die 
Ton-Einstellung...

Aufgefallen ist mir heute, dass es vermutlich wirklich nur der 
AV-Receiver ist (Spotify über Spotify-Connect mit dem Marantz verbunden- 
ich meine, da gab es auch einen Aussetzer... leider alles nicht so 
richtig reproduzierbar...

Wie sähe denn so eine Messung aus?
Bzw. nach was für einem Menschen muss ich suchen, der so etwas macht? 
:-) (habe da leider keinen Bekannten an der Hand...)

lg kuhni

von Gunnar F. (gufi36)


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Kuhni K. schrieb:
> Wie sähe denn so eine Messung aus?
> Bzw. nach was für einem Menschen muss ich suchen, der so etwas macht?
> :-) (habe da leider keinen Bekannten an der Hand...)

OMG... Der sollte zwei Arme, zwei Beine... Ne jetzt, warum nennst du 
nicht deinen Wohnort? Hier im Forum gibt es viele davon. Kannst auch 
einen Trafo nehmen, daran einen Lautsprecher über (geraten) 330nF 
klemmen. Dann hörst du die Störung.

von Michael B. (laberkopp)


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Kuhni K. schrieb:
> und erst mal nur den AV-Receiver einstecken,

Da meine Theorie nicht ist, dass die Netzversorgung zusammenbricht, 
sondern nur dass Störungen drauf sind die den Receiver zum resetten 
bringen, können die Störungen über jede Erdverbindung kommen, also nützt 
es nichts, nur die Stromversorgung eines Geräts zu filtern.

Die anderen haben ja die Theorie eines satten Spannungseinbruchs, 
zumindest klassische Glühlampen an derselben Steckdose müssten dann 
deutlich flackern.

: Bearbeitet durch User
von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Kuhni K. schrieb:
> sondern eher der Marantz eine Diva ist was
> "Stromschwankungen" angeht...

Bei so einem ultrakomplizierten Gerät würde ich als allererstes die 
eingesteckten Platinen alle mal bewegen und innen schauen, ob ans 
Chassis geschraubte Masseleitungen immer noch fest sind. Das Teil hat 
noch fast kein  Alter, bei knapp 10 Jahren dürften die Elkos von diesem 
namhaften Hersteller noch lange nicht defekt sein.

mfg

von Michael B. (laberkopp)


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Kuhni K. schrieb:
> Verstärker reparieren lassen

Wieso, ist er denn kaputt gegangen, sprich: hat er früher besser 
funktioniert ?

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Kuhni K. schrieb:
> Marantz SR5010 (AV-Receiver)

Hier findet man noch ein paar allgemeine Infos über das imposante Gerät:

https://www.hifi-regler.de/shop/marantz/marantz_sr5010-100006858-sg.php

"Anzahl der Endstufen: 7
Ausgangsleistung (8 Ohm, 20 Hz - 20 kHz, 0,08% Klirr, 2 Kanäle) 120 W
Ausgangsleistung (6 Ohm, 1 kHz, 0,7% Klirr, 2 Kanäle): 140 W
Ausgangsleistung (6 Ohm, 1 kHz, 1% Klirr, 1 Kanal): 180 W"

Der Rest ist ein Computer mit nachgeschalteten sieben diskreten 
Endstufen, die sich die Netzteilleistung aufteilen müssen, was aber bei 
erhöhter Zimmerlautstärke noch nicht mal relevant wäre.

"hierfür wurden die Marantz eigenen HDAMs (Hyper Dynamische Amplifier 
Module) mit Stromgegenkopplungs-Topologie verwendet."
Das muß etwas ganz tolles sein.

"Power consumption No-Sound (ECO on / off) in W: 45 W / 75 W
Standby -Stromverbrauch in W: 0,2 W"
Also recht viel und davon wird es warm. Manche Kondensatoren vielleicht 
auch.

"Gewicht: 10 kg"
Eigentlich wenig für den riesen Kasten. Schaltnetzteil?

70% Leistungsgarantie
Damit wird man leben können.

mfg

: Bearbeitet durch User
von Mann Fred (Gast)


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Kuhni K. schrieb:
> (Da gibts ja noch
> LAN-Kabel, TV, PC

Wenn das Wetter ungünstig ist dann reicht eine Bewegung mit der Maus, um 
den Empfang zu stören.

von Harald K. (kirnbichler)


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Michael B. schrieb:
> Wieso, ist er denn kaputt gegangen, sprich: hat er früher besser
> funktioniert ?

Wenn er sich so verhält wie beschrieben, also bei verhältnismäßig 
leichten Störungen im Stromnetz derartig ausfällt, dann ist er kaputt. 
Ob er das schon ab Werk war oder ob er sich irgendwann dazu entschieden 
hat, wird der Threadstarter wissen.

Es gibt zwar ein Geschäftsmodell, wo technisch unwissenden viel Geld aus 
der Tasche gezogen wird ("Audiophile"), um ab Werk mangelhafte Geräte 
klanglich durch Eingriffe in die Netzversorgung zu "verbessern", aber 
jeder, der auch nur einen Funken Sachverstand hat, weiß, daß es zu den 
elementaren Aufgaben eines Netzteils in einem Audiogerät gehört, 
Spannungsschwankungen und auch andere Netzstörungen im haushaltsüblichen 
Umfang zu kompensieren.

Schafft es das Gerät nicht, ist es als defekt zu betrachten, auch wenn 
es vergoldete Toslinkbuchsen und oberschenkeldicke Lautsprecherkabel 
verwenden mag, und auch, wenn es drölfzigtausend Euro gekostet hat.

Erst, wenn so ein Gerät in stark von haushaltsüblichen Bedingungen 
abweichenden Umfeld betrieben wird (an Notstromgenerator, der kein 
sinusförmiges Netzsignal zur Verfügung stellt, oder auf Einödhöfen in 
Rumänien, wo Spannungseinbrüche >> 20% auftreten), darf es das akustisch 
bemerkbar machen.

von Kuhni K. (kuhnikuehnast)


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Gunnar F. schrieb:
> OMG... Der sollte zwei Arme, zwei Beine... Ne jetzt, warum nennst du
> nicht deinen Wohnort? Hier im Forum gibt es viele davon. Kannst auch
> einen Trafo nehmen, daran einen Lautsprecher über (geraten) 330nF
> klemmen. Dann hörst du die Störung.

Das hört sich natürlich cool an! Komme aus Gießen (Hessen)- evtl. gibts 
hier ja jemand, der sich das mal anschauen könnte?


Michael B. schrieb:
> Die anderen haben ja die Theorie eines satten Spannungseinbruchs,
> zumindest klassische Glühlampen an derselben Steckdose müssten dann
> deutlich flackern.

Flackern tritt nicht auf... Auch keine Aussetzer bei anderen Geräten die 
ich fststellen konnte...

Michael B. schrieb:
> Wieso, ist er denn kaputt gegangen, sprich: hat er früher besser
> funktioniert ?

Ist mir leider nicht mehr ganz in Erinnerung... Ich hatte das ziemlich 
schnell auf die schlechte Hausleitungen geschoben und gut... Jetzt in 
der neuen Wohnung fällt es eben auf und die Erklärung fällt mir schwerer 
:-D

M. T. schrieb:
> Wenn das Wetter ungünstig ist dann reicht eine Bewegung mit der Maus, um
> den Empfang zu stören.

Darum geht es ja nicht... Es geht eher darum, dass an einen AV-Receiver 
eben mehrere Geräte angeschlossen sind, die Störungen verursachen 
können...

Harald K. schrieb:
> Michael B. schrieb:
>> Wieso, ist er denn kaputt gegangen, sprich: hat er früher besser
>> funktioniert ?
>
> Wenn er sich so verhält wie beschrieben, also bei verhältnismäßig
> leichten Störungen im Stromnetz derartig ausfällt, dann ist er kaputt.
> Ob er das schon ab Werk war oder ob er sich irgendwann dazu entschieden
> hat, wird der Threadstarter wissen.
>
> Es gibt zwar ein Geschäftsmodell, wo technisch unwissenden viel Geld aus
> der Tasche gezogen wird ("Audiophile"), um ab Werk mangelhafte Geräte
> klanglich durch Eingriffe in die Netzversorgung zu "verbessern", aber
> jeder, der auch nur einen Funken Sachverstand hat, weiß, daß es zu den
> elementaren Aufgaben eines Netzteils in einem Audiogerät gehört,
> Spannungsschwankungen und auch andere Netzstörungen im haushaltsüblichen
> Umfang zu kompensieren.
>
> Schafft es das Gerät nicht, ist es als defekt zu betrachten, auch wenn
> es vergoldete Toslinkbuchsen und oberschenkeldicke Lautsprecherkabel
> verwenden mag, und auch, wenn es drölfzigtausend Euro gekostet hat.
>
> Erst, wenn so ein Gerät in stark von haushaltsüblichen Bedingungen
> abweichenden Umfeld betrieben wird (an Notstromgenerator, der kein
> sinusförmiges Netzsignal zur Verfügung stellt, oder auf Einödhöfen in
> Rumänien, wo Spannungseinbrüche >> 20% auftreten), darf es das akustisch
> bemerkbar machen.

Das ist durchaus ein Argument! Wenn ich den jetzt aber in ein 
Marantz-Reparatur-Studio gebe kann ich mir davon vermutlich auch gleich 
einen neuen kaufen... :-(

lg kuhni

von Thomas R. (thomasr)


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In Gießen gibt es in der Ederstr. 13 ein Repair Cafe. Vielleicht 
versuchst du es dort einmal?

von Dirk J. (dirk-cebu)


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Thomas R. schrieb:
> ... ein Repair Cafe

Die können doch nur Sicherungen wechseln...

von Frank E. (Firma: Q3) (qualidat)


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Ich denke nicht, dass es primär ein Problem der Stromversorgung ist. Für 
viel wahrscheinlicher halte ich es, dass die digitale Steuerung des 
Receivers durch Impulse aus dem Netz gestört wird.

Dass die durch das Netzteil (oder eine andere Leitung, angeschlossen am 
Receiver?) durchkommen und Verwirrung stiften, ist allerdings genau so 
wenig in Ordung ...

von Thomas R. (thomasr)


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Dirk J. schrieb:
> Thomas R. schrieb:
>> ... ein Repair Cafe
>
> Die können doch nur Sicherungen wechseln...

Danke für die Blumen 😳

Zumindest bei uns sind u.a. ein Radartechniker der BW, ein weiße Ware 
Elektromeister und ein RFT Meister engagiert.
Aber tatsächlich ist manchmal allein aus Zeitmangel nicht alles möglich 
was eine richtige Werkstatt leisten könnte.

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