Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Hameg HM8142 Reparatur und Diskussion


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von Vanye R. (vanye_rijan)


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Moin Leute,

Ich repariere gerade ein HM8142 Netzteil von Hameg und wollte da mal ein 
paar Meinungen einholen.

Fehlerbild: Es laeuft ueber Stunden vollkommen normal, dann aber kann
es sein das der Kanal2 anstatt der eingestellen +10V ploetzlich
-6.5V ausgibt. Das ist natuerlich eine Freude fuer jede angeschlossene
Schaltung. :-D

Komplettes Servicemanual:
https://elektrotanya.com/hameg_hm8142_power_supply_sm.pdf/download.html

Ich haenge aber mal nur die Seite von Kanal2 an. (Schaltplan.pdf)

Funktionsweise Netzteil:
Das Netzteil gibt mit zwei DACs Sollspannung und Sollstrom vor,
danach kommt der analoge Teil. Das Netzteil ist ein 
2-Quadrantennetzteil. Im prinzip ist das also ein Leistungsnetzteil oder 
eine Audioendstufe.
Realisiert ist das mit einem OP=IC255=TLC252 welcher dann eine 
Leistungsstufe ansteuert. Realisiert wurde das indem der OP am Ausgang 
einfach mit 2k gegen Masse belastet wurde und dann ueber seinen 
Eingangsstrom die jeweiligen Transistoren regelt.
Ich weiss das dieses Konzept in den 90ern populaer war. Das Netzteil 
selber ist von 1989. (BTW: TL431, gedreht auf 4.05V als Referenz, seufz)
Hab ich aber schon lange nicht mehr gesehen.
Hat dieses Konzept spezielle Vorteile?

Laut Servicemanual hat die positive Spannung am Ladeelko 37V. Ich hab da 
49V, die negative Spannung hat -6V, ich hab -7V. Allerdings kann das 
Netzteil
nur 110V und 220V und keine 230. Trotzdem finde ich 49V schon etwas 
heftig.
Andererseits habe ich ein sehr fruehes Netzteil, vielleicht sogar das 
Teil vom Tisch den Entwicklers. :-)

Eine negative Ausgangsspannung konnte ich mir nur vorstellen wenn etwas
in der Gegend von T255 und T253, ueber dem Opamp, ausfaellt. Ich hab am 
C vom T253 bei Ausfall auch -6V gemessen.

Laut Schaltbild sind beide Transistoren BC640. Bei mir ist aber T255 ein 
BC557, aber das Layout der Platine passt dazu! Die beiden Teile haben ja 
eine unterschiedliche Anschlussbelegung. Das wurde wohl von Hameg 
spaeter mal auf den BC640 geaendert.

Loetstellen der Transistoren sahen gut aus und hatte ich auch vor ein 
paar
Tagen schonmal ausgeloetet. Trotzdem viel mir auf das die 
Ausgangsspannung
lustig rumwanderte wenn man ein bisschen auf T253=BC640 rumdrueckte. 
HAHA!


Ich hab beide Transistoren ausgeloetet und in den Transistortester 
gesteckt.
Dabei viel auf das der BC640 eine Ube von 1.71V hatte. Hm?????
Siehe auch Messung2.pdf

Natuerlich hab ich keinen BC640 rumliegen. Der ist aber wohl identisch
mit BCP53, nur anderes Gehaeuse. BCP52, anderes Gehaeuse, aber nur 60V
liegt rum. Also erstmal was lustiges gebastelt.
Bild: Transistor_BCP52.jpg

Damit funktioniert die Schaltung perfekt! Allerdings hat sie das
vorher auch mit dem alten Transistor manchmal ueber Stunden!

Allerdings wird mein Aushilftransistor 145Grad warm!
Bild: Transistor_hot1.jpg
Dabei wuerde ich denken das mein Bastelkonzept eher besser
ist wie ein Original BC640.
Aber der Bursche muss auch einiges an Spannung verbraten!
Und um die Fuesse rum des BC640 sieht man auch das die Platine
eine leichte Sonnenbraeune entwickelt hat. Das Netzteil muss als
sehr lange mit hoher Temperatur am Transistor gelaufen haben.

Jetzt hab ich aber noch den ersten Kanal wo der Original BC640 drin
ist. Der hat nur 85Grad. Hm??? Wie das?
Kann es sein das die Schaltung noch einen weiteren Fehler hat welcher
den Ruhestrom erhoeht? Aber sich in keinsterweise auf die Funktionsweise
auswirkt?

Was mir auffaellt, mit VR253 wird der Ruhestrom eingestellt. Der
soll auf 6mV eingestellt werden. Macht man das so wandert die
Spannung langsam auf 8mV rauf, stellt man dann auf 6V runter wandert
sie langsam auf 5mV runter.
Einfach eine Folge des heissen T253?
Hab noch nicht rausgefunden wo dieser Spannungsabfall gemessen wird,
aber ist auf jedenfalls nicht so stabil wie es laut Abgleichanleitung
sein sollte. ich hab es derzeit auf 6mV +/- 2mV laufen, sollwert
laut Kalibrieranleitung sind aber +/- 0.5mV.
Ups...sehe sogar gerade waehrend ich das hier schreibe das die 
Testspannung auf 10mV hochgelaufen ist. Aber sie wandert immer rauf und 
runter mit einer Zeitkonstante 5-10s. Sieht nach Temperatur aus.

Noch einer eine Idee woran das liegen kann?

Vanye

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Vanye R. schrieb:
> Laut Schaltbild sind beide Transistoren BC640. Bei mir ist aber T255 ein
> BC557

Das ist aber merkwürdig. Ein 100mA Transistor, der spätter mal auf eine 
1A Type geändert wurde, klingt schon sehr verdächtig.
Passiert der Fehler eigentlich nur mit Last am Kanal 2 oder auch mal 
einfach im Leerlauf?

Vanye R. schrieb:
> Das Netzteil
> selber ist von 1989. (BTW: TL431, gedreht auf 4.05V als Referenz, seufz)

Warum 'seufz'? Der TL431 ist doch ein recht zuverlässiges, bewährtes 
Bauteil - und es gab ihn damals eben auch schon.

: Bearbeitet durch User
von Vanye R. (vanye_rijan)


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Noch ein Nachtrag, die beiden Messpunkte TP7, TP8 fuer den
Ruhestrom kommen von R276 (oder 278, schlecht lesbar).
Jedenfalls der 0.33R/1W am T251/TIP33C.

Also mit anderen Worten, das ist wirklich der Ruhestrom der
Endstufe. Hm...wie kann die so thermisch instabil sein?

Vanye

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Passiert der Fehler eigentlich nur mit Last am Kanal 2 oder auch
> mal einfach im Leerlauf?

Passiert auch im Leerlauf. Ich vermute aber mal das dieses Problem jetzt
durch den Austausch des Transistor behoben ist.

Problem scheint mir derzeit nur der instabile Ruhestrom zu sein.

> und es gab ihn damals eben auch schon.

Es gab aber auch schon Referenzspannungsquellen mit 4.095V die man nicht
extra mit zwei Widerstaenden von 2.5 auf 4.05V pruegeln musste.

Vanye

von H. H. (Gast)


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Miss doch mal wieviel Strom der Teil aufnimmt. Dazu bietet sich ja der 
51 Ohm Widerstand (R268?/R168?) an.

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Dazu bietet sich ja der 51 Ohm Widerstand (R268?/R168?) an.

Gute Idee. Beide Kanaele auf 15V/2mA, keine Last

Kanal1 (also der funktionierende)

R177: 1.44V  --> 28.2mA
R166: 1.45V  --> 28.4mA

Kanal2:

R277: 2.18V  --> 42.7mA
R268: 2.14V  -->  45.5mA  Hier war schon mal einer dran, da ist ein 47R 
drin.

HM..okay, sieht verdaechtig aus. Aber wieso.

Man muesste vielleicht mal den Strom durch die D267 und D266 mit dem
jeweils anderen Kanal vergleich. Sieht nach Arbeit aus, seufz. :)

Hab mal die Versorgung IC255/IC155 Pin8 gemessen. Kanal2 10.6V,
Kanal1 11.9V. Aber an Pin4 Kanal2: 4.44V, Kanal1 5.3V.
Also beide OPVs laufen mit 6.1 oder 6.6V. Sieht normal aus.

An den beiden 10R Widerstaenden R270/R276 faellt 0.4V ab,
passt also zu den 45mA. Am Kanal1 R170/R176 sind es 0.25V.

Sieht so aus als wenn ein erhoeter Strom durch den Querzweig fliesst.
Also D266 oder die Endstufen selber.

Allerdings, beider Kanaele sind ja auf 6mV Spannungabfall ueber
R278/R178 also 0.33R, damit 18mA eingestellt.

Hm...ich muss noch was denken und messen....

Vanye

von H. H. (Gast)


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Vanye R. schrieb:
> Sieht nach Arbeit aus, seufz.

Ohne den Vergleichskanal wäre es viel mühevoller.

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Ohne den Vergleichskanal wäre es viel mühevoller.

Klar, waer aber auch besser wenn der Schaltplan etwas besser gescannt 
waere.
Ausserdem hast du gesehen das beide Kanaele unterschiedliche DACs haben?
Das hat dazu gefuehrt das die beide Kanaele komplett neu geroutet haben.
Und die Bauteilbezeichnungen sind natuerlich immer unter den Bauteilen.

Ausserdem frag ich mich gerade wie stark wohl meine Schaltung vom 
Schaltplan abweicht. Im Plan ist ja bei beiden Kanaelen eine 7.5V 
Z-Diode oben am Transistor. Bei mir ist da jeweils eine 33V Z-Diode 
ueber die auch 34V abfallen.

Und die beknackte D266 1N4149 finde ich nirgendwo. Herrgottsacra!

Gleich werf ich das Teil in den Rhein-Herne Kanal wo es seine letzte
Ruhe auf einen 1985 geklauten Opel Manta findet. :-D

Das einzige was mich nur echt erstaunt das der MK48Z02 noch Saft zu
haben scheint. 30Jahre sind fuer den ja nicht schlecht.

Vanye

von H. H. (Gast)


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Vanye R. schrieb:
> Gleich werf ich das Teil in den Rhein-Herne Kanal wo es seine letzte
> Ruhe auf einen 1985 geklauten Opel Manta findet. :-D

§168 StGB beachten!


> Das einzige was mich nur echt erstaunt das der MK48Z02 noch Saft zu
> haben scheint. 30Jahre sind fuer den ja nicht schlecht.

Unglaublich!

von Vanye R. (vanye_rijan)


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Hm..ich glaub ich stell das Dingen erst mal weg und meditiere darueber.

Das Problem ist, das Servicemanual bezieht sich auf ein Board 910521,
auf meinem Board steht aber 890714. Auch wenn vieles gleich ist,
manches ich doch anders.
Der Transistor T250 an VR253 zum einstellen des Ruhestroms ist
laut Schaltplan ein BC639 mit ECB. Bei mir ist das aber wieder
ein Transistor mit CBE. Also wohl BC237 oder 547. Ich sehe
von dem aber nur die Loetaugen weil der auf der Oberseite
im Kuehlkoerper steckt. Der regelt also wohl den Strom
in Abhaengigkeit von der Temperatur nach. Was mich aber wundert,
die haben ein Loch in ihren dicken Kuehltunnel gebohrt und denn auf
die Platine mit Transistor aufgelegt. Der Transistor steht dann
frei im inneren des Luftstroms. Das ist doch murks. Ich will
doch eigentich die Temperatur des Kuehlkoerpers wissen weil da
auch die Endstufen drauf sind. Deshalb sieht man wohl die
Ruhestroeme und auch die Offsetspannung am Ausgang mit ein paar
Millivolt und einer Zeitkonstante von 10-15s immer rauf und
runter gehen.

Ansonsten funktioniert es jetzt aber. Vielleicht war das aber
auch immer so und das war der Grund wieso sie das spaeter ueberarbeitet
haben.

Mein selbstgebauter Transistor wird aber so warm das man das
Platinenstueck was ich da zur Kuehlung drangeloetet habe leicht
verschieben kann. Der schwimmt also im Loetzinn, haelt aber
tapfer durch. Der muss wohl so an die 2W verheizen. :-D

Vanye

von Jochen F. (jamesy)


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Wenn es spezielle Fragen zur Reparatur oder der Hardware gibt, kann ich 
eventuell aushelfen. Ich habe eventuell weiterführende Informationen 
hier, die bei der Reparatur helfen können. Auf jeden Fall nicht geeignet 
für den "Kanalwurf"... ;-)

von Jörg R. (solar77)


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Vanye R. schrieb:
> Ansonsten funktioniert es jetzt aber. Vielleicht war das aber
> auch immer so und das war der Grund wieso sie das spaeter ueberarbeitet
> haben.

Schreibe mal die Firma Rohde und Schwarz an. Frage dort nach einem 
Servicemanual zu genau Deinem NT. Vor Jahren habe ich das mit Erfolg aus 
gemacht, für ein anderes Messgerät.

Vermutlich gibt es mehrere Revisionsstände für das Layout und die 
Schaltung.

Ich würde auch versuchen bereits getauschte Bauteile durch Originalteile 
zu ersetzen. Du hast ja zum Glück einen 2ten Kanal als Referenz.

Feines Netzgerät, kann auch als elektronische Last eingesetzt werden. 
Das Teil hatte ich vor Jahren auch mal, habe es aber leider verkauft.

Viel Erfolg bei der weiteren Fehlersuche👍

: Bearbeitet durch User
von Jörg R. (solar77)


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Vanye R. schrieb:
> Ich repariere gerade ein HM8142 Netzteil von Hameg und wollte da mal ein
> paar Meinungen einholen.
>
> Fehlerbild: Es laeuft ueber Stunden vollkommen normal, dann aber kann
> es sein das der Kanal2 anstatt der eingestellen +10V ploetzlich
> -6.5V ausgibt. Das ist natuerlich eine Freude fuer jede angeschlossene
> Schaltung. :-D

Bleibt der Fehler dann bestehen, oder wechselt das NT wieder auf den 
eingestellten Wert, ohne es vorher auszuschalten? Deine 
Fehlerbeschreibung könnte auch auf ein thermisches Problem hinweisen.

von Vanye R. (vanye_rijan)


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So, hab gerade nochmal etwas gemessen und gedacht. (Siehe Anhang)

Ich hab mit Sicherheit nicht die Schaltung wie sie im  Servivemanual 
steht. Da wurde auf jedenfall etwas ueberarbeitet.

Allerdings denke ich das sie grundsaetzlich funktionieren sollte. Sie 
hat ja auch mal funktioniert. Genauer gesagt funktioniert sie jetzt ja 
auch wieder! Sie  ist Temperaturmaessig halt sehr sehr heiss. Sozusagen 
kurz vor dem abdampfen, aber sie funktioniert. Kommt jetzt genau das 
raus was rauskommen soll.
Ich glaub nur nicht das die so lange funktionieren wird.

Ich denke langsam der entscheidende Punkt sie die von mir gemessenen 
+47.8V und -7.4V direkt nach Gleichrichter und Ladeelko. Laut 
Servicemanual sollten da +37V und -6V anliegen. Niemand ist doch so 
bloed ein Netzteil aus dem maximal 30V rauskommen mit fast 50V zu 
betreiben. Wenn da 10V weniger rauskommen wuerden dann wuerde sofort 
alles kaelter laufen und wuerde dann funktionieren.

Aber wieso? Trafo mit ein paar defekten Wicklungen im Primaerkreis?
Immerhin sind beide Spannungen etwa Faktor 1.2 zu hoch.

Mir kam da gerade so der fiese Gedanke die 51R in der Zwischensiebung
auf 250R zu vergroessern um der Ansteuerung das schwitzen abzugewoehnen. 
:)

> Wenn es spezielle Fragen zur Reparatur oder der Hardware gibt, kann
> ich eventuell aushelfen.

Hast du so ein Teil denn mal von innen gesehen? Wie schon oben gesagt,
ich glaube das ist Vorserienmodell vom Schreibtisch des Entwickler. Das 
sieht teilweise darin aus wie in einem tuerkischen Fernseher. Ich kann 
nicht glauben das sowas bei Hameg in Serie gelaufen ist. Allerdings 
waren die Teile wohl eher selten.

> Schreibe mal die Firma Rohde und Schwarz an.

Witzbold. Die Reden nicht mal mit Privatleuten wenn du einen 
begruendeten Garantiefall eines neuen aktuellen Oszis hast.

> Bleibt der Fehler dann bestehen, oder wechselt das NT wieder auf den
> eingestellten Wert, ohne es vorher auszuschalten?

Der hat manchmal willkuerlich hin und her gewechselt. Aber das hab ich 
jetzt sehr wahrscheinlich behoben indem ich den BC640 ausgetausch hatte. 
Dem wurde ja Ube von 0.65V auf 1.7V weichgekocht.
Das Problem ist also jetzt nicht die Funktion! Das Netzteil 
funktioniert, aber die Ansteuerung ist halt so warm das es klar ist das 
dies nicht lange so bleiben wird. Da wuerde ich mich nie trauen was 
teures anzuschliessen.

Aber wisst ihr was an dem Netzteil wirklich kacke ist? Die schwarzen 
Sensebuchsen links und rechts von den Ausgaengen. Ich weiss nicht wie 
oft ich da schon beim messen versehentlich mein Massekabel drin hatte.

Vanye

von Carsten S. (dg3ycs)


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Hi,

Vanye R. schrieb:
>> Schreibe mal die Firma Rohde und Schwarz an.
>
> Witzbold. Die Reden nicht mal mit Privatleuten wenn du einen
> begruendeten Garantiefall eines neuen aktuellen Oszis hast.

ICh will jetzt nicht zu 100% ausschließen das sich da in den letzten 2,3 
Jahren etwas grundsätzlich geändert hat, aber ich kenne es eher so das 
durchaus ernsthaft versucht wurde weiterzuhelfen.

Wenn gleich es bei Hameg da noch einmal eine andere Hausnummer war.

Ist aber sicher auch eine Frage des Tons... ;-)

Vanye R. schrieb:
>> Wenn es spezielle Fragen zur Reparatur oder der Hardware gibt, kann
>> ich eventuell aushelfen.
>
> Hast du so ein Teil denn mal von innen gesehen? Wie schon oben gesagt,
> ich glaube das ist Vorserienmodell vom Schreibtisch des Entwickler.

Wenn ich ihn jetzt nicht verwechsle, dann hat er die 
"Entwicklerschreibtische" und was bei Hameg da drauf stand recht gut aus 
der Nähe gekannt.

EDIT: Zitatverwechslung beseitigt...
Gruß
Carsten

: Bearbeitet durch User
von Vanye R. (vanye_rijan)


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So, hab mal den R268 51R(Schaltplan)/47(real) im oberen Zweig durch 347R 
ersetzt. Am Transistor kommen jetzt nur noch 40V an. Immer noch etwas 
hoch, aber Schaltung laeuft gut und Transi wird wesentlich weniger warm. 
Von 145 auf 80Grad runter und Ruhestrom sieht jetzt auch stabiler aus.

Den hat wohl schon mal jemand ersetzt weil ihm der Original 51R 
verkokelt ist. Nach dem ausloeten hab ich gesehen das es da schonmal 
gebrutzelt hat.

Vanye

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Ist aber sicher auch eine Frage des Tons... ;-)

Ich hab vor zwei Wochen bei R&S einen Garantieantrag gestellt weil mein 
RTB zicken machte. Antwort war das sie nicht mit Privatleuten reden und 
alles ueber meinen Handler zu laufen habe.


> Wenn ich ihn jetzt nicht verwechsle, dann hat er die
> "Entwicklerschreibtische"

Ich weiss, meine Quelle auch. .-)

> und was bei Hameg da drauf stand recht gut aus der Nähe gekannt.

Ja, aber hier kommt noch erschwerend hinzu das dieses Netzteil 
vermutlich in Frankreich entwickelt wurde. Jedenfalls sind im SM hier 
und da noch ein paar franzoesiche Worte die sie vergessen haben zu 
uebersetzen.

Vanye

von Volker B. (Firma: L-E-A) (vobs)


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Vanye R. schrieb:

> Ich denke langsam der entscheidende Punkt sie die von mir gemessenen
> +47.8V und -7.4V direkt nach Gleichrichter und Ladeelko. Laut
> Servicemanual sollten da +37V und -6V anliegen. Niemand ist doch so
> bloed ein Netzteil aus dem maximal 30V rauskommen mit fast 50V zu
> betreiben.

Naja wenn's für 220V-10% ausgelegt war und nun mit 230V+10% betrieben 
wird, passt das m.E. schon. Schade, dass die HM8142 keinen Wahlschalter 
für 240V besitzen, wie andere Geräte dieser Serie.

Grüßle,
Volker

von H. H. (Gast)


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Volker B. schrieb:
> Schade, dass die HM8142 keinen Wahlschalter
> für 240V besitzen, wie andere Geräte dieser Serie.

Vorschalttrafo nehmen.

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Vorschalttrafo nehmen.

Klaro, ich hau mir da noch so ein Klopper dahinter.

Nene, wenn schon dann Trafo extrahieren, in die Tonne kloppen
und ein schnuckeliges Flyback da rein. Kann man auch gleich sehen
ob man es drauf hat und wieder auf 10mV kommt. :-)

Nee, schaun wir erstmal wie weit ich mit meiner Widerstandsloesung 
komme.

Vanye

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Naja wenn's für 220V-10% ausgelegt war und nun mit 230V+10% betrieben
> wird, passt das m.E. schon.

Das ist Unsinn. Willst du nochmal selber drueber nachdenken wieso? :)

Wenn einer der nicht voll bloed war ein Netzteil entwickelt hat
dann hat er das fuer 220V +/- 10% ausgelegt und dann wuerde das
mit 230V klarkommen. Erinnere dich, man hat damals beim Umstieg
die Nennspannung erhoeht und die Toleranzen verringert weil sonst
vermutlich 10% der Etechnik in Deutschland ausgefallen waer.

Also entweder habe ich hier wirklich ein Entwicklungsmuster wo
man noch einen falschen Trafo drin hatte. Vielleicht hat man ja
urspruenglich mal geplant 0-40V zu bauen.

Oder der Trafo hat irgendeinen Schaden am Eingang.


Ich persoenlich glaube uebrigens eher an ersteres. Weil die Kiste
hat fuer ihre bescheidenen 2x30W einen bemerkenswerten dicken
Kuehltunnel mit geregelten Luefter.

Vanye

von Jörg R. (solar77)


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Carsten S. schrieb:
> Hi,
>
> Vanye R. schrieb:
>>> Schreibe mal die Firma Rohde und Schwarz an.
>>
>> Witzbold. Die Reden nicht mal mit Privatleuten wenn du einen
>> begruendeten Garantiefall eines neuen aktuellen Oszis hast.
>
> ICh will jetzt nicht zu 100% ausschließen das sich da in den letzten 2,3
> Jahren etwas grundsätzlich geändert hat, aber ich kenne es eher so das
> durchaus ernsthaft versucht wurde weiterzuhelfen.
>
> Wenn gleich es bei Hameg da noch einmal eine andere Hausnummer war.

Die Messgerätesparte von Hameg hat Rohde & Schwarz 2005 übernommen. 
Meine Anfrage zu einem Messgerät habe ich 2020 an Rohde & Schwarz 
gestellt. Von dort habe ich auch das gewünschte Servicemanual erhalten. 
Das Messgerät war noch mit Hameg gelabelt.
Vielleicht war es eine Ausnahme, vielleicht war es Glück..ich weiß es 
nicht.

Bei Statron habe ich vor einiger Zeit ebenfalls eine Anfrage gestellt, 
zu einer elektronischen Last. Einige User kennen den Thread dazu 
vielleicht noch. Von Statron habe ich zwar keine Unterlagen bekommen, 
aber wertvolle Tipps und Hinweise. Dazu habe ich selektierte 
Transistoren zu einem moderaten Preis von dort erhalten.

In neiden Anfragen habe ich mich als Hobbyelektroniker bezeichnet und 
freundlich mein Anliegen formuliert.

> Ist aber sicher auch eine Frage des Tons... ;-)
Eben;-)

@TO
Du kannst mich gerne als Witzbold titulieren. Wenn Du überall so 
auftrittst wie hier wundert es mich nicht wenn Du auf Ablehnung stößt.

Du schreibst in der Titelzeile auch etwas von diskutieren, antwortest 
auf Kommentare aber so..

Vanye R. schrieb:
>> Wenn es spezielle Fragen zur Reparatur oder der Hardware gibt, kann
>> ich eventuell aushelfen.
>
> Hast du so ein Teil denn mal von innen gesehen?

..oder so..

> Vorschalttrafo nehmen.
Klaro, ich hau mir da noch so ein Klopper dahinter.

..oder titulierst User die helfen möchten eben als Witzbold.

Der Zitierte sollte übrigens zu erkennen sein;-(

Ich habe das NT übrigens schon von innen gesehen. Super aufgeräumt, fast 
keine Kabel.

Hier noch ein Link wo ich an Deiner Stelle auch mal Anfragen würde:

https://www.sky-messtechnik.de/

Fragen kosten nix, nur etwas Zeit für eine Mail.

: Bearbeitet durch User
von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Du kannst mich gerne als Witzbold titulieren. Wenn Du überall so
> auftrittst wie hier wundert es mich nicht wenn Du auf Ablehnung stößt.

Ich stosse nirgendwo auf ablehnung, sondern bin ein anerkanntes und 
geschaetztes Mitglied unserer Gesellschaft. .-)

> Vielleicht war es eine Ausnahme, vielleicht war es Glück..ich weiß es
> nicht.

Ich glaube du nimmst deine Erfahrungen wichtiger wie meine. Bei mir ist 
es umgekehrt.
Wenn ich also sage das die sich nicht mit Privatpersonen abgeben dann 
ist das ein belegbarer Fakt. Aber wieso bist du nicht bereit auch mal 
anderen zu glauben?

Erlaube mir mal ein Zitat aus der Antwort von R&S:

---
Sehr geehrter Herr [...],

wir wickeln keine Servicevorgänge direkt mit Privatkunden ab. Da sich 
das Gerät noch im Garantiezeitraum befindet, wenden Sie sich am Besten 
an den Distributor, bei dem Sie das Gerät erworben haben.
---

Im uebrigen, kann man das SM bei denen runterladen, es ist dann dasselbe 
was man bei der elektrichen Tanya downloaden kann wo ich in der ersten 
Mail den Link gepostet habe. Nicht wirklich hilfreich weil zu neu und 
bereits vorhanden.

> > Hast du so ein Teil denn mal von innen gesehen?
> ..oder so..

Das ist eine sehr berechtigte Frage. Den nur jemand der das Geraet von 
innen gesehen hat waere in der Lage die Fragestellung ob es sich um ein 
fruehes Bastelgeraet handelt, zu beantworten.

> > Vorschalttrafo nehmen.
> Klaro, ich hau mir da noch so ein Klopper dahinter.
>..oder titulierst User die helfen möchten eben als Witzbold.

Das kann man doch wohl nicht ernst meinen oder? Denke doch bitte mal 
darueber nach! Du sagst du kennst das Geraet? Dann weiss du ja wie gross 
der Trafo darin ist. Willst du ernsthaft noch mal so ein fetten Klopper 
in der Gegend rumstehen haben? Mal abgesehen das ein Trafo fuer 230V mit 
einem Uebersetzungsverhaeltnis von 1:1.2 nicht gerade vom Himmel faellt. 
Da wuerde dann der Moment kommen wo man das Netzteil einfach in den 
Muell wirft und sich ein neues kauft.

Im uebrigen auch nicht notwendig. ICh habe es jetzt repariert indem ich 
in beiden Kanaelen den 51R in der positiven Filterung durch 350R ersetz 
habe. Damit laeuft die Regelung nun 40V und nicht 49V und wird nur noch 
leicht warm. Ich hab es jetzt komplett neu kalibiert und es laeuft so 
wie es sein soll.

> Ich habe das NT übrigens schon von innen gesehen. Super aufgeräumt,
> fast keine Kabel.

Das ist schoen, aber jetzt zu spaet weil ich das Geraet nun wieder 
zusammengebaut und in mein Messregal integriert habe. Sonst haette ich 
mal ein Foto zum vergleich geschickt. Einer von mehreren(!) Punkten die 
mich z.B verwundert haben, aus dem Trafo kommt ja der Kupferlackdraht 
der Windungen welche zusaetzlich eine doppelte Isolierung haben. 
Ausgefuehrt mit so einen in Lack getraenkten Glasisolierschlauch wie das 
frueher mal ueblich war. Ein Teil dieser Draehte beruehrt das Gehaeuse. 
Die waren soweit durchgeschubbert das der man den Kupferlackdraht durch 
die Isolierung gesehen hat. Das hat mich sehr gewundert weil das 
eigentlich bei dieser Art der Isolierung nur vorkommen sollte wenn man 
es sehr oft aufmacht.
Ein anderer Punkt der verwundert, es gibt im Kuehltunnel ein sehr langen 
breiten reingefraessten Schlitz, der aber danach wieder mit "Tesafilm" 
verschlossen wurde.
Ist aber ohne Bild schwer nachzuvollziehen und nachdem es nun ja wieder 
perfekt funktioniert will ich es nicht schon wieder aufschrauben.

Vanye

von Vanye R. (vanye_rijan)


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Nachdem die Kiste nun problemlos laeuft vielleicht eine kleine Bewertung 
falls noch jemand anderes ueberlegt sich den dicken Hobel zu kaufen.
Ich hab auch mal ein Bild von der Front angehaengt.

Technisch ist es erstmal ein brauchbares und gutes Labornetzteil mit 
sauber geregelter Spannung. Rauschen liegt so, grob ueberschlagen mit 
Oszi im Bereich 1mV bei 10khz BW. Wobei ich mir da schon nicht sicher 
bin ob ich nicht eher das Rauschen vom Oszi sehe. :-D
Gut ist auch das Verhalten bei Lastsprung.
Beide Einzelnetzteile sind untereinander potentialfrei und lassen sich 
parallel und seriell nutzen.

Fuer ein Labornetzteil also eigentlich nichts erwaehnenswertes, aber in 
Zeiten wo die Leute dazu tendieren sich moeglich billige 
Chinaschaltnetzeile als "Labornetzteil" in die Bude zu stellen 
vielleicht doch. .-)

Jetzt mal zu den Besonderheiten:

Eingestellt wird die Spannung ueber einen Encoder oder zwei Tasten. 
Erstaunlich ist das der Encoder auch nach 30Jahren noch funktioniert und 
sich auch gut anfuehlt beim Drehen. Das schafft Rigol nicht. Nachteilig 
ist eventuell das man ganz schoen kurbeln muss um von 5V auf 30V zu 
kommen. Aber wie oft kommt das vor. Wer oft verstellt wird aber ein Poti 
besser finden.
Einstellen lassen sich 10mV und 1mA Schritte. Die haelt das Geraet auch 
ein.
Etwas schade das es nicht 2-3 Speichertasten gibt wie z.B beim Korad3005

Eine weitere Besonderheit ist das sich das Geraet programmieren laesst. 
Dafuer brauch man eine Tastatur die damals Sonderzubehoer war, also wohl 
eher selten sein wird. Ausserdem wer will schon alles von Hand eingeben? 
Dasselbe laesst sich auch ueber GPIB, oder USB mit einem USB-GPIB 
Adapter machen, allerdings kann man dann auch schnell was auf dem PC 
zusammenklicken und die Steuerung von dort machen.
Sehr schoen ist das das Netzteil Modulationseingaenge auf der Rueckseite 
bietet. Da kann man dann einfach seinen AWG anschliessen und beliebige 
Kurven abfahren. Allerdings, wenn ich das richtig sehe, hebt man damit 
die Potentialtrennung auf! Also erst denken dann stoepseln.

Echt nervig finde ich die Senseausgaenge und die Farbgebung. Die Kiste 
verwendet blau fuer GND und schwarz fuer beide Sense. Da versteckt man 
sich oefters mal. Ich glaub bis Weihnachten bin ich weichgekocht und bau 
die aus. :)

Es gibt noch ein drittes Netzteil fuer 5V. Vielleicht gelegentlich ganz 
nett, aber 5V sind heute nicht mehr Zeitgemaess. Wenn ich richtig 
gerechnet habe dann muesste man R247 einen 4.7k parallel schalten damit 
da 3.3V raus kommen. Hab ich aber noch nicht probiert. Besser waer 
vielleicht ein Umschalter in einem Loch wo mal eine Sense-Bananenbuchse 
war....

Es gibt einen temperaturgeregelten Luefter. Der ist 10x leiser wie das 
war Rigol oder Korad heutzutage ab Werk liefern, aber schlechter wie das 
was Tek vor 30Jahren gebaut hat. Man hoert das Teil also schon etwas 
saeuseln.
Ausserdem ganz schoen ueberdimensioniert wenn man bedenkt das frueher 
mal Netzteile mit 30V/2A mit einem oder zwei 3055 auf einem passiven 
Kuehlkoerper normal waren. Es gibt aber auch keine Bereichsumschaltung 
am Trafo. Das ganze ist vermutlich der steuerbarkeit geschuldet. Wenn 
man kontinierlich die Spannung durchfahren will dann will man vermutlich 
nicht eine Anzapfung am Trafo umschalten.

Die ICs darin sind gesockelt. Sowas gibt es heute auch nicht mehr!

Vanye

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Vanye R. schrieb:
> Die ICs darin sind gesockelt. Sowas gibt es heute auch nicht mehr!

Das hat HAMEG bei den Oszis dankbarerweise auch gemacht. Und dazu 
gebräuchliche IC's verwendet, nix Proprietäres.

Interessanter Bericht von Dir. Gratulation auch zur gelungenen 
Reparatur.

von Rüdiger B. (rbruns)


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von Vanye R. (vanye_rijan)


Angehängte Dateien:

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Das Bild zeigen einen lustigen kleinen Test. Damit kann man gleichzeitig 
seine Kalibrierung ueberpruefen, die Funktionalitaet testen und 
herausfinden welchen Widerstand eigentlich die eigenen Laborkabel so 
haben. Fuer irgendwas muss 2Q ja gut sein. :-)


> Die Tastatur:

Nicht schlecht. Mit den Infos koennte man sich die Tastatur nachbauen.


Vanye

von Jörg R. (solar77)


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Vanye R. schrieb:
>> Vielleicht war es eine Ausnahme, vielleicht war es Glück..ich weiß es
>> nicht.
>
> Ich glaube du nimmst deine Erfahrungen wichtiger wie meine. Bei mir ist
> es umgekehrt.
> Wenn ich also sage das die sich nicht mit Privatpersonen abgeben dann
> ist das ein belegbarer Fakt. Aber wieso bist du nicht bereit auch mal
> anderen zu glauben?

Ich sage nicht das ich Dir nicht glaube. Ich habe halt andere 
Erfahrungen gemacht. Vielleicht rufe ich anders in den Wald..


Vanye R. schrieb:
> Fuer ein Labornetzteil also eigentlich nichts erwaehnenswertes, aber in
> Zeiten wo die Leute dazu tendieren sich moeglich billige
> Chinaschaltnetzeile als "Labornetzteil" in die Bude zu stellen
> vielleicht doch. .-)

Du vergleichst Äpfel mit Birnen. Die letzte Version Deines HM8142 war 
das HM8143. Das wurde zuletzt für über 2000,- Euro verkauft. Ein 
brauchbares Rigol kostet 500,- Euro, ein für viele Anwendungen 
ausreichendes Konrad keine 100,- Euro. Mit dem Korad betreibe ich einen 
WS2812B LED-Streifen von mehren Metern Länge wo Dein HM8142 versagt, 
weil es den Strom nicht schafft. Selbiges gilt für viele andere 
Anwendungen mit LEDs usw.

Nicht falsch verstehen, ich bin ein Freund von guter Messtechnik. Man 
sollte aber fair bleiben. Ich denke der Begriff "Chinaschrott" wird 
gerne überstrapaziert.

Und..ein Porsche ist schneller als ein Dacia, kostet aber auch ein 
Vielfaches. Von A nach B bringt einen der Dacia am Ende aber auch:-)


> Die ICs darin sind gesockelt. Sowas gibt es heute auch nicht mehr!

Vermutlich weil heute fast nur noch SMD-Bauteile verwendet werden, auch 
bei Rohde & Schwarz.

: Bearbeitet durch User
von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Du vergleichst Äpfel mit Birnen. Die letzte Version Deines HM8142 war

Absonderlicher Vorwurf fuer jemanden...

> das HM8143. Das wurde zuletzt für über 2000,- Euro verkauft. Ein
> brauchbares Rigol kostet 500,- Euro, ein für viele Anwendungen
> ausreichendes Konrad keine 100,- Euro.

...der ein kleines 100Euro Single-Korad mit einem dreifach Netzteil 
vergleicht von der Moeglichkeit das als Last zu verwenden garnicht zu 
reden.

Ich hab im uebrigen das KA3005 auf dem HM8143 drauf gestapelt. Glaub 
mir, da gibt es wenig Gemeinsamkeiten aus des Elektronen aus GND 
rauskommen.
Beide Kisten haben ihre Berechtigung.

Vanye

von Jörg R. (solar77)


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Vanye R. schrieb:
>> Du vergleichst Äpfel mit Birnen.

Wer? Du solltest beim zitieren erkennen lassen wen Du zitierst.

> Die letzte Version Deines HM8142 war
>
> Absonderlicher Vorwurf fuer jemanden...
>
>> das HM8143. Das wurde zuletzt für über 2000,- Euro verkauft. Ein
>> brauchbares Rigol kostet 500,- Euro, ein für viele Anwendungen
>> ausreichendes Konrad keine 100,- Euro.
>
> ...der ein kleines 100Euro Single-Korad mit einem dreifach Netzteil
> vergleicht..

Dazu kommt das Du meinen Kommentar aus dem Zusammenhang reißt. Ich habe 
keinen direkten Vergleich zwischen dem HM.. und dem Korad gezogen. Daher 
hier noch mal mein Kommentar in komplett:

Jörg R. schrieb:
> Du vergleichst Äpfel mit Birnen. Die letzte Version Deines HM8142 war
> das HM8143. Das wurde zuletzt für über 2000,- Euro verkauft. Ein
> brauchbares Rigol kostet 500,- Euro, ein für viele Anwendungen
> ausreichendes Konrad keine 100,- Euro. Mit dem Korad betreibe ich einen
> WS2812B LED-Streifen von mehren Metern Länge wo Dein HM8142 versagt,
> weil es den Strom nicht schafft. Selbiges gilt für viele andere
> Anwendungen mit LEDs usw.

„..ein für viele Anwendungen ausreichendes Korad..“!

Auf Rigol gehst Du gar nicht ein. Sehr unsachlich. Beispiel DP832, 
3-Fach NT, 195W Gesamtleistung.


> von der Moeglichkeit das als Last zu verwenden garnicht zu reden.

Ja, 1A je Kanal. Schöne Funktion. Wer heute mit Akkus arbeitet oder ein 
NT testen möchte kommt damit aber nicht weit.


> Ich hab im uebrigen das KA3005 auf dem HM8143 drauf gestapelt. Glaub
> mir, da gibt es wenig Gemeinsamkeiten aus des Elektronen aus GND
> rauskommen.

Den Satz verstehst auch nur Du selbst.

Das Korad KA3005D gibt es derzeit bei Reichelt übrigens für 59,- Euro.


> Beide Kisten haben ihre Berechtigung.

Genau, wenigstens dass erkennst Du.


Du hast im Titel ausdrücklich zur Diskussion aufgerufen. Warum lässt Du 
nicht andere Meinungen zu? Du betreibst ein Bashing gegen preiswerte 
Netzteile, zitierst, bewusst oder unbewusst, falsch und bist eigentlich 
nur vo Deiner Meinung überzeugt.

PS: Ich habe übrigens 2 Netzteile von Keysight. Für die meisten 
Anwendungen des täglichen Bedarfs reicht allerdings das Korad oder ein 
kleines von AIM TTI.

: Bearbeitet durch User
von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Ja, 1A je Kanal. Schöne Funktion. Wer heute mit Akkus arbeitet oder
> ein NT testen möchte kommt damit aber nicht weit.

Das mag fuer dich gelten, andere Leute haben andere Beduerfnisse. Ich 
arbeite gerade an einem SMU das 6V, vielleicht 12V koennen soll und nur 
100 oder 250mA. DAfuer aber sonst alles was man von einer SMU erwartet. 
Das reicht mir und dem Kollegen mit dem ich das durchziehe aus, andere 
Leute andere Beduerfnisse!

> Du hast im Titel ausdrücklich zur Diskussion aufgerufen.

Nun, es waere schon halbwegs sinnvoll beim Topic zu bleiben oder? Wuerde 
ich ueber die Geheimnisse eines Korad reden wollen haette ich ein 
anderes Subject gewaehlt. Hinzu kommt noch das sich deine anderen 
Netzteile nicht mit einem HM8142 vergleichen lassen weil sie kein 2Q 
koennen und damit eine andere Schaltungstechnik haben.

> Warum lässt Du nicht andere Meinungen zu? Du betreibst ein Bashing
> gegen preiswerte Netzteile, zitierst, bewusst oder unbewusst,
> falsch und bist eigentlich nur vo Deiner Meinung überzeugt.

Schonmal ueberlegt kalt Duschen zu gehen? Irgendwas stimmt mit deiner 
Weltsicht nicht. Wenn du deine diskutieren willst dann mach doch einen 
Thread auf und nenn den "All my circuits" .-)

> Das Korad KA3005D gibt es derzeit bei Reichelt übrigens für 59,- Euro.

Finde ich zu teuer. Das HM8142 hat nur 25 gekostet. Okay, war ja auch 
defekt. :-D

> PS: Ich habe übrigens 2 Netzteile von Keysight.

Ich nicht. Mir reicht das ich bergeweise von dem Rotz auf Arbeit habe. 
Mich nervt die Bedienung sehr. (z.B E3621A) Aber wenn du dich besser 
fuehlst, dein Schwanz ist groesser! Zufrieden?

Vanye

von Vanye R. (vanye_rijan)


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Um beim Subject zu bleiben, man koennte ja mal diskutieren wieso
Hameg das Teil damals nicht als 4Q sondern nur als 2Q gebaut hat. Die 
Schaltung bietet ja schon alles was man dafuer braucht. Selbst der 
Kuehlkoerper ist gross genug. Eigentlich haetten sie nur die negative 
Versorgung von -7 auf -35V erhoehen muessen.
Aber ich vermute mal das die DACs die Begrenzung sind. Mit 12Bit waren 
dann keine 10mV Schritte mehr machbar gewesen und 14Bit waeren 
vermutlich deutlich teurer gewesen.
BTW: Gut kalibriert ist das Netzteil deutlich besser 1mV/100uA, 
allerdings sieht man dann die Schritte vom DAC beim drehen am Knobb. 
Zusammen mit der Programmierbarkeit ist das Teil im Prinzip ein SMU fuer 
Arme. Also eigentlich ein Geheimtip. .-)

Vanye

von Udo K. (udok)


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Vanye R. schrieb:
> Zusammen mit der Programmierbarkeit ist das Teil im Prinzip ein SMU fuer
> Arme. Also eigentlich ein Geheimtip. .-)

Das Hameg ist sicher ein gutes Netzteil, aber keine SMU.  Eine SMU ist 
für andere Anwendungen gebaut.  Der Stromausgang einer SMU ist 
mindestens gleichbedeutend zum Spannungsausgang.  Daher hat eine SMU 
keinen Ausgangskondensator, und ist leider auch nur mit kleinen 
Lastkondensatoren stabil (20 nF typisch). Da geht es eher drum, kleine 
Ströme bei hohen Spannungen zu messen, während ein Netzteil 
hauptsächlich ein möglichst niederohmiger Spannungsausgang ist.  Eine 
SMU ist als allgemeines Labornetzteil unbrauchbar.
Eine SMU hat aber die Anforderung mindestens Mikroampere messen zu 
können, und das mit der Genauigkeit eines 6.5 Digit Multimeters.  Die 
besseren Geräte können auch alle Pulsmessungen.

: Bearbeitet durch User
von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Das Hameg ist sicher ein gutes Netzteil, aber keine SMU.

Naja, fuer Arme! Es ist natuerlich keine vollwertige SMU, aber
fuer vieles erstmal ausreichend.

> Daher hat eine SMU keinen Ausgangskondensator, und ist leider
> auch nur mit kleinen Lastkondensatoren stabil

Wo siehst du den Ausgangskondensator oben im Schaltplan?
Da ist ja nur ein Boucherotglied mit 10R/100nF am Ausgang.
Also kein Vergleich sagen wir mal mit einem Korad oder Rigol. .-)

> Die Kosten für ein 4-Quadranten Netzteil sind deutlich höher
> als für ein gewöhnliches Netzteil.

Das weiss ich, deshalb muss ich fuer privat auch selber eines machen. 
.-)

> Nicht nur brauchts du eine doppelte
> Spannungsversorgung, sondern auch einen richtig fetten Kühlkörper, da
> eine Umschaltung der Trafowicklungen wegen der Programmierbarkeit nicht
> in Frage kommt und im Betrieb als Senke die gesamte Leistung verheizt
> werden muss.

All das ist mir auch klar und ist beim Hameg schon so vorhanden! Bis auf 
die relativ geringe negative Spannung von nur -7V.

> und das mit der Genauigkeit eines 6.5 Digit Multimeters.

Wie gesagt: "fuer Arme"!

Vanye

von Udo K. (udok)


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Vanye R. schrieb:
> Das weiss ich, deshalb muss ich fuer privat auch selber eines machen.
> .-)

Na ja, wenn dir langweilig ist :-)  Wenn du ein konkretes Problem lösen 
möchtest, tut es vielleicht auch ein altes Keithley 228 (noch mit Relays 
anstatt mit CMOS Schalter).  Die kosten jedenfalls viel weniger als ein 
Nachbau.

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Na ja, wenn dir langweilig ist :-)

Man muss das als intellektuelle Stimulation sehen. So wie manche
Kreuzwertraetzel machen oder einen Dackel halten. :-D

Aber ich gebe zu, nachdem ich jetzt das HM8142 habe wuerde ich sowas 
nicht wirklich krass dringend brauchen. Aber das HM ist sowieso nur 
zufaellig bei mir gelandet.

Vanye

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