Ich habe zufällig zur Einrichtung meines DYNDNS auf einem Vodafone Kabel Station Router eine Recht interessante Funktion gefunden, das ganze nennt sich "Host Exposure".
Das bedeutet das der Netzwerkteilnehmer im Prinzip über eine Mac-Adresse ungefiltert ohne Firewall an eine öffentliche IPv6 Adresse gebunden werden kann da die eigene öffentliche ipv6 eine /64 ist.
Komisch das mir die Funktion vorher nie aufgefallen ist.
Gibts bei Fritzens auch, ebenfalls unter "Exposed Host". Bei IPv4 kriegt dieser Host per NAT alles, was der Fritz nicht selbst braucht oder was Portforwarding hat. Bei IPv6 fällt NAT weg und es geht alles.
Kann man als eine Art Autoinstaller für Parasiten betrachten, wenn man nicht sehr genau weiss, was man tut.
Das Handy ist mit meinen Wurstfingern immer etwas störrisch, dazu kommt dann noch autovervollständigung und die kleine Schrift zum drüber lesen.
Ich gelobe Besserung und schreibe hier nur noch am PC.
Jo, sicherheitstechnisch sollte man natürlich auf Serverniveau sein, ich benutze sowieso nur Port 22 für rsync. Da habe ich mich aber auch erschrocken als sofort die Apache Default Seite aufblitzte. LOL
Und da fällt schon mal die erste Sicherheitsschranke... Port 22 ist für SSH und RSYNC läuft über SSH. Das wäre das letzte was ich öffentlich zugänglichen machen würde wollen.
Das wäre das letzte was ich öffentlich
zugänglichen machen würde wollen.
Man sollte dann natürlich beim Ball bleiben und die Sicherheits-Ticker mitlesen. Wie alle Protokolle erwischt es ab und zu auch SSH. Im sshd oder der Firewall des Servers kann man dazu noch IP-Einschränkungen machen, wenn man das nicht für die ganze Welt öffnen will, sondern nur für bestimmte Gegenstellen.
Im sshd oder der Firewall des Servers kann man dazu noch
IP-Einschränkungen machen, wenn man das nicht für die ganze Welt öffnen
will, sondern nur für bestimmte Gegenstellen.
Port 22 war nur ein Synonym für einen beliebigen Port und natürlich steht es jedem Offen, ob er ein schwieriges Passwort speichert oder einen ssh-key benutzt den er ja trotzdem auch Speichern muss. Man kann sich auch im Security Wahn mit einem Port Triggering oder einem VPN vorweg einwählen da der port garnicht öffentlich ist. Oder halt einfach mit ssh-key einloggen, und dann für sudo ein zusätzliches Passwort wählen.
Vielleicht installiere ich auch einfach OpenMediavault, das Webinterface setze ich auf Port 3333 oder so, nur im lokalen Netzwerk erreichbar.
Dann mache ich einen ssh-key Login als Dynamischen Port Tunnel als Proxy für meinen vorkonfigurierten Browser.
Man verbindet sich direkt mit der IP-Adresse des internen Geräts. Genauso wie dein PC sich mit einem Server im Internet verbindet.
Da kein NAT genutzt wird, ist das eine von aussen adressierbare offizielle Adresse. Die Freigabe als exposed host sorgt nur dafür, dass sich die Firewall des Routers nicht in den Weg stellt.
Habe den Port 22 im Router freigegeben und konnte den Linux-Rechner im LAN über eine IPv6-Adresse von außerhalb (Strato-Server) kontaktieren. Ganz reingekommen bin ich noch nicht, da ich mit Keys + Passphrase arbeite, aber das ist das kleinere Problem.
Das heißt also, mein Internet-Provider Vodafone empfängt Internet-Verkehr, der für meine interne IPv6-Adresse bestimmt ist und leitet diesen korrekt weiter?
Bin beeindruckt.
Eine solche Portfreigabe ist allerdings deutlich weniger drastisch - und meist sinnvoller - als ein exposed host.
Bei IPv6 gibt es zwar organisatorisch ein innen und aussen im Netz, nicht aber technisch. Du sitzt mit jedem Gerät direkt im Internet. Nur die Firewall verhindert (normalerweise) eine Verbindungsaufnahme von aussen nach innen.
Bei IPv4 ist das anders, weil aus Mangel an Adressen NAT verwendet werden muss. Das verhindert von Haus aus eine Verbindungsaufnahme von aussen nach innen.
Man benötigt bei neueren Anschlüssen wohl den Business Tarif, weil ein normaler Anschluss wohl ein getunnelter IPV4 ist. (Light)
Bei der Vodafone-Station müsste man dann "only Modem" aktivieren und ein besseres Gerät zur Konfiguration als WiFi Router benutzen. (Soweit ich das in Foren gelesen habe)
Bzw. sich gleich eine Fritzbox cable kaufen/mieten.
Bei mir hatte es funktioniert, jetzt irgendwie nicht mehr.
Bei IPv4 ist das anders, weil aus Mangel an Adressen NAT verwendet
werden muss.
Technisch nicht notwendig, aber natürlich bei den meisten Heimnetzen so.
Im Prinzip war IPv4 früher™ natürlich auch mal genau so, wie IPv6 jetzt wieder ist: ein Host gleich eine IP-Adresse. Wie du schon schreibst, Unterscheidung zwischen "außen" und "innen" macht dann lediglich ein Firewall.
(OK, IPv6 schweint nun dank "privacy extensions" in die andere Richtung herum: ein Host gleich immer wieder eine neue IP-Adresse.)
Man benötigt bei neueren Anschlüssen wohl den Business Tarif, weil ein
normaler Anschluss wohl ein getunnelter IPV4 ist. (Light)
Es geht um IPv6. Da ist dem Kunden ein Prefix zugeordnet, z.B /56. DS Lite ist echtes IPv6, nur das IPv4 ist sehr speziell. Um ausschließlich IPv6 Dienste anzubieten, ist IPv4 nicht erforderlich.
Vodafone Station, wo man die Exposure sehr
einfach einstellen kann, siehe Screenshot.
Ist nicht identisch mit dem, was Fritz darunter versteht. Also
aufpassen.
Deutlicher ausgedrückt: Fritz stellt einen exposed host ohne jede Einschränkung ins Internet, also mit allen Ports. Obige Vodafone Station scheint nur einzelne Ports freizugeben.
Statische Adressen sind auch in IPv6 nicht polizeilich verboten. :)
Schon klar, ich benutze ja selbst eine. ;-) Aber bei einem Laptop will man ja schon dynamische Zuweisungen haben, damit man ihn hin und her tragen kann, aber hätte vielleicht doch gern in einem konkreten Netz auch eine halbwegs stabile Adresse, um sich per ssh einloggen zu können. Wenn das OS nach dem Upgrade dann die "permanente" Adresse neu auswürfelt, ist das irgendwie ärgerlich.
Das heißt also, mein Internet-Provider Vodafone empfängt
Internet-Verkehr, der für meine interne IPv6-Adresse bestimmt ist und
leitet diesen korrekt weiter?
Die "interne" IPv6 ist nicht intern sondern eine öffentliche. Sowas wie NAT was es noch bei IPv4 gab kann man sich daher sparen.
Man bekommt auch nicht nur eine einzelne IP zugewiesen sondern ein ganzes Netz. Bei Vodafone meist ein /59 und das wären dann:
590.295.810.358.705.651.712 (https://www.netz-der-netze.info/ipv6-matrix/)
IPv6en die du intern verteilen könntest. Müsste also für den Anfang erstmal reichen ;-)
Ich habe eine ziemlich neue Vodafone Station, wo man die Exposure sehr
einfach einstellen kann, siehe Screenshot.
Hier geht es nicht. (Habe Vodafone gefragt) Man bekommt eine IpV6 und keine IPV4, man benötigt einen Dual stack anschluss mit dedizierter IPV4 damit das funktioniert.
In 3 Bundesländern, meines ausgeschlossen kann man einfach den Support für Dual stack anrufen.
Das wirklich blöde ist, das man die Funktionen im Router hat und man keine Warnung bekommt, aber diese nur im lokalen Netzwerk funktioniert :-D
Man bekommt in meinem Bundesland aber eine automatische IPv4 und damit Dualstack wenn man die Vodafone Station in den Bridge Modus (nur Modem) versetzt, oder eine kabel Fritzbox mit einer speziellen Produktnummer nachkauft.
Das ist halt auch noch jeweils nach stand der Technik des Bundeslandes.
Bei mir funktioniert es jetzt doch wie es soll ohne extra Geräte..
ich habe das schonmal ansatzweise ausprobiert und es funktionierte. Dann wollte ich die Tage meinen Rock-5b ans Netz bringen und es ging nichts.
Dann habe ich "Anonym" bei Vodafone angefragt und die oben gepostete Antworten erhalten.
Vielleicht lag es am Netzwerk, wegen Umzug hatte ich nur WLAN und habe heute ein Kabel nachinstalliert, und siehe da -> mein Homeserver ist wieder über dyndns erreichbar.