STM32F4: Wiederholgenauigkeit der 12-Bit-ADCs?

OP #7502085
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Da ich gerade keinen STM hier habe um das auszuprobieren, frage ich einfach mal: ich möchte Daten mit dem internen 12-Bit-ADC samplen, zur Erhöhung der Genauigkeit akkumuliere ich immer 8 Messwerte. Meine Fragen:

Wenn ich das mit zwei identischen Eingangsspannungen direkt nacheinander mache, welche Abweichung ist im ermittelten Wert maximal zu etwarten?

Wenn ich das mit zwei identischen Eingangsspannungen einmal mit einem neu gestarteten (kalten) Chip und einmal mit einem warmen Chip in einer ebenfalls warm gelaufenen Umgebung mache, welche Abweichung ist im ermittelten Wert maximal zu etwarten?

Gast #7502088
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Vermutlich kommen hier nur wieder sinnfreie Antworten wie "Schau ins Datenblatt."

Es ist schwierig, genaue Zahlen für die maximale Abweichung anzugeben, da dies von verschiedenen Faktoren abhängt, einschließlich des spezifischen Mikrocontrollers, der Umgebung und der Messbedingungen.

#7503387
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Vielleicht ist diese Application Note für Dich interessant: https://www.st.com/resource/en/application_note/an2834-how-to-get-the-best-adc-accuracy-in-stm32-microcontrollers-stmicroelectronics.pdf

Außerdem fand ich unter dem Suchbegriff "stm32 adc best practices" nicht nur obige AN, sondern auch sonst noch weitere Seiten, die sich mit dem ADC unter STM32 näher beschäftigen und sehr vielversprechend aussahen. Ist vielleicht auch interessant für Dich: https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&q=stm32+adc+best+practices

Viele Grüße

Igel1

#7503416
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Willi W. schrieb:

Da ich gerade keinen STM hier habe um das auszuprobieren, frage ich einfach mal: ich möchte Daten mit dem internen 12-Bit-ADC samplen, zur Erhöhung der Genauigkeit akkumuliere ich immer 8 Messwerte. Meine Fragen:

Wenn ich das mit zwei identischen Eingangsspannungen direkt nacheinander mache, welche Abweichung ist im ermittelten Wert maximal zu etwarten?

Das Datenblatt schreibt was dazu unter 5.1.1 Minimum and maximum values:
"Based on characterization, the minimum and maximum values refer to sample tests and represent the mean value plus or minus three times the standard deviation (mean±3Σ)."

bzw unter 5.1.2 Typical values: "Typical ADC accuracy values are determined by characterization of a batch of samples from a standard diffusion lot over the full temperature range, where 95% of the devices have an error less than or equal to the value indicated (mean±2Σ)."

Egal ob Du das "ausprobierst" oder dich auf die von ST gemessenen Werte (Datenblatt) verlässt, musst du noch immer mit Abweichungen von ±3Σ bzw. ±2Σ vom Mittelwert rechen (im Fall von 5.1.2 sogar nur für 95% der getesteten Samples) - also in beiden Fällen, wie für Rauschwerte halt üblich, "statistische Angaben".

Deine Frage "welche Abweichung ist im ermittelten Wert maximal zu erwarten?" lässt sich damit in dieser absoluten Form nicht beantworten.

Unter Umständen hilft dir aber die "Faustformel zur Umrechnung von eff-Rauschen in pp-Rauschen" weiter: UR(pp) = 3..7 * UR(eff).

#7503434
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Johnny B. schrieb:

Du kannst soviel akkumulieren/mitteln wie du willst, die Genauigkeit erhöht sich dadurch nicht. Nur die Auflösung wird grösser.

Das stimmt so - als absolute Aussage - nicht ganz: Durch Akkumulieren/Mitteln vermindert sich die Bandbreite des Signals, damit auch die Rauschbandbreite und somit das effektive Rauschen.

Ob sich's auswirkt hängt letztendlich an der spektralen Verteilung des Rauschens. Nachrichtentechnik halt - aber das versteht eh nicht jeder ...

#7503450
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Harald W. schrieb:

Dazu kommen noch die Fehler der vor dem Analogeingang verwendeten Bauelemente. So eine Überabtastung kann allerdings die Dimensio- nierung des Antialiasingfilters vereinfachen.

... so man denn "geeignet" mittelt, sprich digital Tiefpass-filtert - weil man sich sonst beim Dezimieren einen neuen Alias einfängt.

In vielen Fällen bleibt ein Alias-Problem geflissentlich, oft aber auch aus Ignoranz, unberücksichtigt.

#7503499
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Harald W. schrieb:

Joe L. schrieb:

... so man denn "geeignet" mittelt, sprich digital Tiefpass-filtert - weil man sich sonst beim Dezimieren einen neuen Alias einfängt.

Das ein Aliasingfilter immer analog sein muss, hatte ich jetzt als bekannt vorausgesetzt. :-)

Das muss es nicht! Eine langatmige Erklärung erspare ich mir aber.

Falls es interessiert, schau Dir mal gescheite (!) Sigma/Delta-Wandler an, wie z.B. Cirrus CS5321/22, und welcher Aufwand dort mit digitalen Antialias-Filtern (CS5322) - wegen der Dezimierung (= digitale "Neu"-Abtastung) - getrieben wird, und was damit möglich ist. Siehe auch Anlage ...

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