Hallo,
ich habe eine Frage bezüglich Regelungstechnik und der experimentelle Modellbildung (Systemidentifikation). Mich interessiert es wie in der Praxis tatsächlich eine Modellbildung der Regelstrecke erfolgt. Ich beziehe mich dabei auf LTI-Systeme. Wir hatten in der Uni gelernt, dass man für die Regelstrecke entweder Differentialgleichungen aufstellt mit der man das System physikalisch beschreiben kann. Wenn das System zu komplex ist, kann man auch die Systemidentifikation (BlackBox) verwenden. Black box Modelle werden ja verwendet, wenn die Physik des Systems nicht genau bekannt oder zu komplex ist um einfach modelliert zu werden. Durch experimentelle Modellbildung (Systemidentifikation) kann ein Modell des Systems abgeleitet werden, das für die Regler Entwicklung erforderlich ist.
Ich stelle mir die Frage wie man in der Praxis konkret vorgeht um z.B. ein Modell für die Regelstrecke des Dieselmotors zu erstellen.
Im Grunde habe ich zwei Fragen:
- Wird bei solchen komplexen Systemen die Regelstrecke meistens mit dem „White Box Model“ beschrieben, also mittels Differentialgleichungen? Oder kommt da auch die Systemidentifikation "Black Box Model" zum Einsatz?
- Wird die Systemidentifikation „Black Box Model“ in der Praxis oft eingesetzt?