Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik # Jemand Erfahrung mit den neuen Rigol DHO 800er


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
von Dirk (bad_boy)


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Hallo Leute,

hat der ein oder andere schon Erfahrungen gemacht mit den neuen Rigol 
DHO 800er Oszis ?

Vorallem was die (laut Youtube Videos) gefundenen Bugs betrifft ?
Gabs da schon ein passendes Update der Firmware ?

Überlege mir gerade so eines zu zulegen (DHO804), bin aber noch unsicher 
ob die Bugs vielleicht ein Problem darstellen könnten, wenn Rigol diese 
nicht beseitigt.

Also jemand Erfahrung mit den Geräte ?

Über Infos würde ich mich freuen! :-)

Und vorweg. Ein anderes Gerät kommt für mich erstmal nicht infrage, da 
es eigentlich genau das ist was sowohl Preislich (bis 500 Euro), mit 
Touchscreen, wie auch Leistungsmäßig und den Möglichkeiten des 
Anschlusses von Maus und größerem Touchscreen und dem VESA 
Montagemöglichkeit perfekt passen würde.

Grüße

Dirk

von Manfred L. (egonotto)


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Hallo,

im EEVblog gibt es sehr viel über die neuen Rigols.

Z.B. Hat sich Martin72 ein DHO804 zugelegt. 
https://www.eevblog.com/forum/testgear/rigol-dho804-test-and-compare-thread/

Der Besitzer dieser Seiten hat ein Video über das DHO814 gemacht.
https://youtu.be/S8jrpCoZyx8?si=QqN7GloJOE248uEK

Sehr eigenartig ist, dass bei 3 oder 4 Kanälen die Speichertiefe maximal 
1 MSample ist.

MfG
egonotto

von Dirk (bad_boy)


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Danke für die Infos.
Werde ich mir mal zu Gemüte führen. :-)

Gruss

Dirk

von Stefan K. (stk)


Angehängte Dateien:

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Manfred L. schrieb:
> Sehr eigenartig ist, dass bei 3 oder 4 Kanälen die Speichertiefe maximal
> 1 MSample ist.

Rigol will halt die teureren DHO900 Modelle verkaufen und hat die 800er 
etwas eingeschränkt. Mit den im EEVblog-Forum zu findenden DHO800/DHO900 
UNLOCK TOOLS kommt man beim DHO804 auf 10 Mpts bei drei oder vier 
Kanälen, 25 Mpts bei zwei Kanälen und 50 Mpts bei einem Kanal.
Mit den Tools kann man auch die Bandbreite beim DHO804 auf die 100MHz 
des DHO814 setzen.

WiFi funktioniert mit einem einfachen TP-Link TL-WN725N Nano USB WLAN 
Stick oder anderen mit RTL8188EUS Chipsatz.
In die Android Einstellungen kommt man mit einer angeschlossenen 
Tastatur mit Windows-Taste und "N".

Eine Netzwerkverbindung zu dem Oszilloskop ist nützlich: auf dem Gerät 
läuft ein Webserver über den sich das Gerät bedienen lässt, ein 
ftp-Server über den sich Bilder und Aufzeichnungen herunterladen lassen 
und ein adb-daemon.

von Dirk (bad_boy)


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Stefan K. schrieb:
> Mit den im EEVblog-Forum zu findenden DHO800/DHO900
> UNLOCK TOOLS kommt man beim DHO804 auf 10 Mpts bei drei oder vier
> Kanälen, 25 Mpts bei zwei Kanälen und 50 Mpts bei einem Kanal.
> Mit den Tools kann man auch die Bandbreite beim DHO804 auf die 100MHz
> des DHO814 setzen.

Kannst du mir genau sagen wo ich das Tool da in dem langen Thread finde 
(link zu dem direkten Eintrag?). Leider kann ich mit all den Einträgen 
nicht allzuviel anfangen, da mein Englisch sehr eingerostet ist.

Habe es mal mit Google Translate versucht, aber was dabei rauskam, war 
noch schlimmer als der englische Text (Scope = Zielfernrohr). ;-)

Danke.

von Bernd G. (Gast)


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Zum Bild: das Teil gehört genau wie mein unlängst erworbener MSO5104 in 
die Klasse der Breitstrahloszillografen. Igitt.

von Harald K. (kirnbichler)


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Das müsste das hier sein:
1
DHO800/DHO900 UNLOCK TOOLS
2
3
1) Install GOLang distribution
4
5
2) In the "run_DHO_Tools.bat":
6
- set the GO installation directory path
7
- set the IpAddress variable (your scope's address is on the IO tab 
8
  of the "Utility" window)
9
- change options list, if DHO900
10
- change scopeID, if DHO900
11
- if you don't want to create a backup file and pull it to the 
12
  computer, delete line 35, or make it comment like this:
13
rem call "adb\05 make Backup And pull it - adb rm updateGEL, sh buildGEL, pull.bat"
14
15
3) Run the "run_DHO_Tools.bat"
16
17
4) Send the generated SCPI commands to the scope via the SCPI 
18
  browser tab, opened by the script. Common command view:
19
20
:SYSTem:OPTion:INSTall DHOX00-<option>@XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX
21
22
Scope reboot is not needed.
23
24
5) Check BW limit on the "About" tab and the memory depth 
25
   (for the DHO804) on the "Options" tab of the "Utility" window.
26
27
PS: To remove installed options use the "adb\03 adb remove ALL options.bat" 
28
file or the ":SYSTem:OPTion:UNINstall" command from p268 of the 
29
DHO800/DHO900 Programming Guide.
30
31
UPDATE REASON: extending the description text.

1) GOLang installieren

2) In der Batchdatei "run_DHO_Tools.bat" folgendes einstellen:
- Installationspfad von GO
- IP-Adresse des Oszilloskops (sieht man im "IO"-Tab des 
"Utility"-Fensters)
- Optionsliste anpassen, wenn DHO900
- scopeID anpassen, wenn DHO900
- Wenn Backup nicht benötigt wird, Zeile 35 löschen oder mit "rem" 
auskommentieren

3) Batchdatei "run_DHO_Tools.bat" ausführen

4) Die erzeugten SCPI-Kommandos über den SCPI-Browser-Tab an das 
Oszilloskop senden.

Kommandos sehen aus wie

:SYSTem:OPTion:INSTall 
DHOX00-<option>@XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX 
XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX

Oszilloskop muss nicht neu gestartet werden.

5) Bandbreiteneinstellung im "About"-Tab prüfen
   Speichertiefe (für DHO804) im "Options"-Tab des "Utility"-Fensters 
prüfen.


https://www.eevblog.com/forum/testgear/hacking-the-rigol-dho800900-scope/msg5148330/#msg5148330

von Dirk (bad_boy)


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Dankeschön ! :-)

Aber was ist GOLang ? eine Linux distro ?
Oder verstehe ich das mal wieder was falsch.

von Harald K. (kirnbichler)


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Dirk K. schrieb:
> Aber was ist GOLang ? eine Linux distro ?

Eine Programmiersprache. Noch eine. Heißt eigentlich "Go", da das aber 
für viele Suchmaschinen zu kurz ist, wird alternativ "golang" verwendet.

https://go.dev/


Warum es nottut, für jeden Furz eine neue Programmiersprache zu erfinden 
...

von Dirk (bad_boy)


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Vielen vielen Dank!!!
Hauptsache ich muss nicht selbst programmieren. ;-)

von Stefan K. (stk)


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Harald K. schrieb:
> Das müsste das hier sein:

Genau das. Ich hatte gesehen, dass die Google-Suche nach "DHO800/DHO900
UNLOCK TOOLS" nur einen Treffer im EEVblog-Forum liefert und hatte 
deshalb auf den direkten Link verzichtet.

Harald K. schrieb:
> 2) In der Batchdatei "run_DHO_Tools.bat" folgendes einstellen:
> - Installationspfad von GO

Das hatte bei mir irgendwie nicht funktioniert. Ich habe die Zeile 
auskommentiert und den Path in den Umgebungsvariablen gesetzt

Harald K. schrieb:
> 4) Die erzeugten SCPI-Kommandos über den SCPI-Browser-Tab an das
> Oszilloskop senden.

Dabei die SCPI-Kommandos aus der erzeugten SCPI_commands_generated.txt 
Datei nehmen und nicht aus dem Terminal-Fenster um nicht irrelevante 
Zeichen einzufügen.

: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Stefan K. schrieb:
> beim DHO804 auf die 100MHz des DHO814 setzen.

Meisten ist es so, dass man eine Produktionslinie faehrt, die Modell 
0814 produzieren. Wenn bei den Tests das Geraet HFmaessig schlechter 
abschneidet, wird es als 0804 gelabelt und programmiert. Fuer den 
Heimgebrauch, waere das aber egal.

von Harald K. (kirnbichler)


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Dieter D. schrieb:
> Wenn bei den Tests das Geraet HFmaessig schlechter
> abschneidet, wird es als 0804 gelabelt und programmiert.

Nein. So komplex sind die HF-Eingangsstufen nicht, daß man da irgendwas 
"selektieren" müsste. Die Geräte sind exakt baugleich mit exakt 
denselben elektrischen Eigenschaften, und nur die Softwarekonfiguration 
unterscheidet sich.

Das ist bei Rigol nichts neues, die machen das schon lange so.

von Sinus T. (micha_micha)


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Dave hat in seinem Video auch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das 
800er Fontend exakt mit dem 900er übereinstimmt, lediglich einige 
Kapazitäten könnten unterschiedlich sein. Ansonsten gibt es keinerlei 
Unterschiede.

von Dirk (bad_boy)


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Habe mich nun doch für ein Rigol DHO1074 entschieden. Denn zum Black 
Friday hat Rigol darauf 40% Rabatt gegeben und da machten dann die 230.- 
Euro mehr den Braten auch nicht mehr fett.

Wichtig war mir da vorallem das größere Display. Nicht unbedingt die 
höheren Leistungsdaten.

Denn auch ich bin nun leider in einem Alter, wo größere Schrift schon 
ein Vorteil ist. ;-)

Danke nochmals für die Infos.

von Manfred L. (egonotto)


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Hallo,

viel Spaß.

MfG
egonotto

von Mi N. (msx)


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Dirk K. schrieb:
> Denn auch ich bin nun leider in einem Alter, wo größere Schrift schon
> ein Vorteil ist. ;-)

Ein größerer Bildschirm bedeuet, daß noch mehr kleine Schrift darauf 
passt. Vielleicht hörst Du ja auch nicht mehr gut, daß der Lüfter nicht 
nervt ;-)
Bescheiden finde ich 1+1 Knopf für vier Kanäle.

von Harald K. (kirnbichler)


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Mi N. schrieb:
> Ein größerer Bildschirm bedeuet, daß noch mehr kleine Schrift darauf
> passt.

Da gibt es zwei Möglichkeiten: Vernünftige Brille aufsetzen oder aber 
den HDMI-Ausgang des Oszilloskops verwenden und den 65"-Fernseher 
dranhängen.

von Peter D. (peda)


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Dirk K. schrieb:
> Vorallem was die (laut Youtube Videos) gefundenen Bugs betrifft ?

Warum verlinkst Du das Video nicht, sollen alle erst mühsam rumsuchen?
Bzw. noch besser ein Textseite, dann muß man nicht mit drögen Videos 
seine Zeit verschwenden.

von Harald K. (kirnbichler)


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Dirk K. schrieb:
> Habe mich nun doch für ein Rigol DHO1074 entschieden. Denn zum Black
> Friday hat Rigol darauf 40% Rabatt gegeben und da machten dann die 230.-
> Euro mehr den Braten auch nicht mehr fett.

Danke. Echt danke dafür. Musste (denn heute ist Donnerstag) 
Deinetwegen jetzt Geld ausgeben. Echt klasse.

(Die Ermäßigung gibt es auch heute noch, auch bei Batronix. Die können 
zwar erst in ein paar Wochen liefern, 713 EUR sind aber trotzdem ein 
überzeugendes Argument)

von Stefan K. (stk)


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Bis vor kurzem hießen die Rigol DHO noch HDO, nur die 800er und 900er 
hießen von Markteinführung an DHO. Falls Informationen zum DHO1074 
gesucht werden also auch nach HDO1000 suchen.

von Harald K. (kirnbichler)


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Stefan K. schrieb:
> Bis vor kurzem hießen die Rigol DHO noch HDO

Irgendein anderer Hersteller verwendet wohl HDO schon länger und wird 
Rigol mehr oder weniger freundlich gebeten haben, darauf zu verzichten.

von Dirk (bad_boy)


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> Dirk K. schrieb:
>> Denn auch ich bin nun leider in einem Alter, wo größere Schrift schon
>> ein Vorteil ist. ;-)
>
> Ein größerer Bildschirm bedeuet, daß noch mehr kleine Schrift darauf
> passt. Vielleicht hörst Du ja auch nicht mehr gut, daß der Lüfter nicht
> nervt ;-)

Also so klein ist die Schrift nicht. Ich konnte sie noch gut lesen.

Mi N. schrieb:
> Bescheiden finde ich 1+1 Knopf für vier Kanäle.

Das machen doch inzwischen sehr viele Hersteller so, mit wenigen Knöpfen 
viele Kanäle bedienen. Und bei dem Rigol klappt das eigentlich ziemlich 
gut. Ich hatte zumindest keine Probleme damit.

Peter D. schrieb:
> Dirk K. schrieb:
>> Vorallem was die (laut Youtube Videos) gefundenen Bugs betrifft ?
>
> Warum verlinkst Du das Video nicht, sollen alle erst mühsam rumsuchen?
> Bzw. noch besser ein Textseite, dann muß man nicht mit drögen Videos
> seine Zeit verschwenden.

https://www.youtube.com/results?search_query=dho800+bug

Harald K. schrieb:
> Danke. Echt danke dafür. Musste (denn heute ist Donnerstag)
> Deinetwegen jetzt Geld ausgeben. Echt klasse.
>
> (Die Ermäßigung gibt es auch heute noch, auch bei Batronix. Die können
> zwar erst in ein paar Wochen liefern, 713 EUR sind aber trotzdem ein
> überzeugendes Argument)

Oh Entschuldigung. Wollte natürlich nicht dafür sorgen, das dein 
Kontostand nun (wie meines auch) um 713 Euro leichter geworden ist. ;-)

Aber bei dem Preis konnte man einfach nicht nein sagen. Habe meines auch 
bei Batronix gekauft, aber wohl noch Glück gehabt, das ich noch eines 
aus Lagerbestand ergattern konnte, so das es gestern angekommen ist.

Was jetzt wohl noch interessant wäre, das Hacking von dem Teil. Also 
nicht da wer weiß was raus zu machen ala 4000er serie, sondern nur die 
Zusatzoptionen frei zu schalten. Habe da zwar schon bei EEVBlog was 
darüber gefunden.

https://www.eevblog.com/forum/testgear/hacking-the-hdo1khdo4k-rigol-12-bit-scope/msg4796459/#msg4796459

Aber blicke leider noch nicht durch. Das sieht für mich fast so aus wie 
die Programmiersprache "C" oder sowas.

Mal weiter lesen was da so drin steht. Vieleicht verstehe ich es ja 
irgendwann.

von Stefan K. (stk)


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Dirk K. schrieb:
> Aber blicke leider noch nicht durch. Das sieht für mich fast so aus wie
> die Programmiersprache "C" oder sowas.

Go, wie bei den DHO800/DHO900 UNLOCK TOOLS.
rgtool1000.txt sieht ahnlich aus wie rgtoolMod.go aus dem 
hdo-tools-master Verzeichnis des DHO800_900_ToolBundle.
Nutz das Oszilloskop doch erst einmal so wie es ist. Spätestens wenn 
Harald dann seins hat kann er dir beim Freischalten der Optionen helfen.

von Harald K. (kirnbichler)


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Dirk K. schrieb:
> Das sieht für mich fast so aus wie
> die Programmiersprache "C" oder sowas.

Nee, das ist so eine Zeitgeist-Hipstersprache. Muss man heute nehmen, um 
sich von den anderen abzuheben. Das ist "Go" (auch "golang" genannt).

Und wie ich dem eevblog-Thread entnehmen kann, muss man auch noch das 
Android-Entwicklungssystem installieren. Warum auch immer. Ist 
vermutlich auch so ein Zeitgeist-Hipsterding.

Tja, das gute alte "riglol" für DS1054Z war dagegen viel simpler.

von Stefan K. (stk)


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Harald K. schrieb:
> Und wie ich dem eevblog-Thread entnehmen kann, muss man auch noch das
> Android-Entwicklungssystem installieren.

Nur den Android Debug Bridge (adb) Teil davon und der kann ohne 
Installation direkt genutzt werden. Beim den DHO800/DHO900 UNLOCK TOOLS 
ist er dazugepackt. Für die HDO(DHO)1000 Reihe habe ich noch kein 
enstprechendes Paket gesehen.

: Bearbeitet durch User
von Carsten S. (dg3ycs)


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Harald K. schrieb:
> Dirk K. schrieb:
>> Habe mich nun doch für ein Rigol DHO1074 entschieden. Denn zum Black
>> Friday hat Rigol darauf 40% Rabatt gegeben und da machten dann die 230.-
>> Euro mehr den Braten auch nicht mehr fett.
>
> Danke. Echt danke dafür. Musste (denn heute ist Donnerstag)
> Deinetwegen jetzt Geld ausgeben. Echt klasse.

Echt jetzt... Das sind "Kollegen" hier!
Da schaut man nichtsahnend ins Forum und schon ist man wieder viel Geld 
für neues Spielzeug los. Der Dirk sollte sich Schämen! ;-)

Aber das hat mir endlich die Entscheidung abgenommen.
Ich habe als Ergänzung zu meinem MSO5k ja schon seit einigen Tagen mit 
den DHO8/9 geliebäugelt und konnte mich nicht entscheiden ob es mit den 
Aufpreis für die LA Schnittstelle beim 9er wert ist (ich habe den LA 
Zusatz selbst ja schon fürs 5k...)
Aber das hat jetzt den Ausschlag gegeben. Der Größere Schirm und die 
10MHz Ref. in bei etwas besseren Leistungsdaten haben dann den Ausschlag 
gegeben.
(der 10MHz Ref. in ist auch das erste was ich nach Ablauf der Garantie 
beim 5k nachrüsten werde)

Harald K. schrieb:
> (Die Ermäßigung gibt es auch heute noch, auch bei Batronix. Die können
> zwar erst in ein paar Wochen liefern, 713 EUR sind aber trotzdem ein
> überzeugendes Argument)

Ich hatte heute noch mit Batronix telefoniert weil die die Bestellung 
versehentlich auf den "falschen" Kundendatensatz gebucht hatten. (Auch 
meiner, aber anderer Kontext. Kann passieren und war schnell korrigiert)

Da sagte man mir das wenn es glatt läuft ggf. schon in der nächsten 
Woche der Nachschub da ist. (Wie gesagt, die Auskunft war nach 
Bestellung)
Mal abwarten wann das Spielzeug nun da ist ;-)

Gruß
Carsten

von Harald K. (kirnbichler)


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Carsten S. schrieb:
> Da sagte man mir das wenn es glatt läuft ggf. schon in der nächsten
> Woche der Nachschub da ist.

Das würd' mich jetzt grad' gar nicht stören.

von Dirk (bad_boy)


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Stefan K. schrieb:
> Nutz das Oszilloskop doch erst einmal so wie es ist. Spätestens wenn
> Harald dann seins hat kann er dir beim Freischalten der Optionen helfen.

Hatte ich vor. Aber interessieren würde mich das schon, wie man die 
Optionen freischalten kann. Denn Rigol muss das ja auch irgendwie mit 
einer Datei oder so machen. Denke ich mal.

Carsten S. schrieb:
> Harald K. schrieb:
>> Danke. Echt danke dafür. Musste (denn heute ist Donnerstag)
>> Deinetwegen jetzt Geld ausgeben. Echt klasse.
>
> Echt jetzt... Das sind "Kollegen" hier!
> Da schaut man nichtsahnend ins Forum und schon ist man wieder viel Geld
> für neues Spielzeug los. Der Dirk sollte sich Schämen! ;-)

Ich schäme mich in Grund und Boden und stelle mich in die Ecke wie man 
das früher in der Schule immer machen musste. ;-)

Stellt euch mal vor, ich hätte das am Begin der 40% Aktion gepostet. Was 
dann wohl hier los wäre und ich müsste mich tief in den Wald in den 
Bergen verstecken vor Scham. ;-)

von Harald K. (kirnbichler)


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Rigol selbst verkauft das Gerät wohl nach wie vor vergünstigt:

https://rigolshop.eu/dho1074.html

(jedenfalls jetzt, Samstag 2.12., kurz vor 12 noch)

Dieser Shop sitzt auch in Deutschland.

Dirk K. schrieb:
> Denn Rigol muss das ja auch irgendwie mit
> einer Datei oder so machen. Denke ich mal.

Die generieren aus der Seriennummer einen Code, den man mit einem 
SCPI-Kommando übertragen muss.

Das steht so im Handbuch auf S. 37 (51/269)
https://rigolshop.eu/downloadable/download/attachment/id/34774/

: Bearbeitet durch User
von 900ss (900ss)


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In den Niederlanden gibt es das Scope auch für den Preis:

https://eleshop.eu/rigol-dho1074.html

von Dirk (bad_boy)


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Harald K. schrieb:
> Rigol selbst verkauft das Gerät wohl nach wie vor vergünstigt:
>
> https://rigolshop.eu/dho1074.html
>
> (jedenfalls jetzt, Samstag 2.12., kurz vor 12 noch)
>
> Dieser Shop sitzt auch in Deutschland.

Also Batronix hat zwar wohl noch auf der HP den günstigen Preis, aber 
wenn man das Oszi in den Warenkorb schiebt, dann steht da 999.- exkl. 
MWST. Also  da ist der Preis wieder auf normaler Höhe.

Harald K. schrieb:
> Die generieren aus der Seriennummer einen Code, den man mit einem
> SCPI-Kommando übertragen muss.
>
> Das steht so im Handbuch auf S. 37 (51/269)
> https://rigolshop.eu/downloadable/download/attachment/id/34774/

Also denke ich mal, das dieses GO skript da wohl nichts anderes macht ?

900ss D. schrieb:
> In den Niederlanden gibt es das Scope auch für den Preis:
>
> https://eleshop.eu/rigol-dho1074.html

Das ist da nur nicht lieferbar und das schon seit Anfang der Aktion. 
Wollte da ja erst kaufen, aber das Datum wann das wieder lieferbar ist, 
verschiebt sich immer und immer wieder weiter nach hinten. Deshalb bin 
ich bei Batronix gelandet.

von Harald K. (kirnbichler)



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Dirk K. schrieb:
> Also Batronix hat zwar wohl noch auf der HP den günstigen Preis, aber
> wenn man das Oszi in den Warenkorb schiebt, dann steht da 999.- exkl.
> MWST. Also  da ist der Preis wieder auf normaler Höhe.

Was auch immer Du mit "auf der HP" meinen magst, aber schon in der 
Übersicht über die DHO1000-Serie steht nur der Normalpreis (s. Anhang)

Nur im <title>-Tag steht noch was von "Angebotspreis" (daher der 
Dateiname des Anhangs).

Dirk K. schrieb:
> Also denke ich mal, das dieses GO skript da wohl nichts anderes macht ?

So sieht es aus. Warum das jetzt ausgerechnet in Go geschrieben sein 
muss, warum man dafür irgendwelches Android-Zeug braucht, entzieht sich 
meinem Verständnis.

Da kommt die Seriennummer des Oszilloskops 'rein, und es fallen ein paar 
Zeilen SCPI-Kommandos raus. Müsste sich also genauso wie riglol in 
Javascript machen lassen, und das kann jeder ohne irgendwelche 
zusätzlichen Softwareinstallationen nutzen - denn das versteht jeder* 
Webbrowser.


*) wenn man von solchen Exoten wie lynx absieht.

von Dirk (bad_boy)


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Harald K. schrieb:
> Was auch immer Du mit "auf der HP" meinen magst, aber schon in der
> Übersicht über die DHO1000-Serie steht nur der Normalpreis (s. Anhang)
>
> Nur im <title>-Tag steht noch was von "Angebotspreis" (daher der
> Dateiname des Anhangs).

Als ich gestern Abend nochmals geschaut hatte, waren da noch die 
Angebotspreise auf der HP in der Ansicht. Dann müssen die das wohl Heute 
geändert haben.

Harald K. schrieb:
> So sieht es aus. Warum das jetzt ausgerechnet in Go geschrieben sein
> muss, warum man dafür irgendwelches Android-Zeug braucht, entzieht sich
> meinem Verständnis.
>
> Da kommt die Seriennummer des Oszilloskops 'rein, und es fallen ein paar
> Zeilen SCPI-Kommandos raus. Müsste sich also genauso wie riglol in
> Javascript machen lassen, und das kann jeder ohne irgendwelche
> zusätzlichen Softwareinstallationen nutzen - denn das versteht jeder*
> Webbrowser.

Da ich weder GO noch Javascript kann, stellt sich mir leider diese Frage 
erst garnicht. ;-)

von Sebastian H. (sebastian_h802)


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Weiß jemand ob man den LA nachträglich freischalten kann? Die Hardware 
scheint ja beim 800 identisch zum 900 zu sein oder?. Nur die blende 
vorne verdeckt die Pins.

von Jörg R. (solar77)


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Dirk K. schrieb:
> Harald K. schrieb:
>> Was auch immer Du mit "auf der HP" meinen magst, aber schon in der
>> Übersicht über die DHO1000-Serie steht nur der Normalpreis (s. Anhang)
>>
>> Nur im <title>-Tag steht noch was von "Angebotspreis" (daher der
>> Dateiname des Anhangs).
>
> Als ich gestern Abend nochmals geschaut hatte, waren da noch die
> Angebotspreise auf der HP in der Ansicht. Dann müssen die das wohl Heute
> geändert haben.

Das war auch so. Es gab für kurze Zeit eine Differenz zwischen dem Preis 
auf der Website und dem im Warenkorb. Das ist mir auch aufgefallen.

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> So sieht es aus. Warum das jetzt ausgerechnet in Go geschrieben
> sein muss, warum man dafür irgendwelches Android-Zeug braucht,
> entzieht sich meinem Verständnis.

Naja, ist halt gerade so eine Modesprache. Ich wuerde auch in meiner
Lieblingssprache programmieren wenn ich etwas schreibe und nicht
in einer Sprache die andere Leute cool finden.

Man muss das ja nicht nutzen. Im Zweifel programmiert man es sich
selber nochmal in "seiner" Sprache nach wenn man sich dadurch
ueberfordert fuehlt.

Vanye

von 900ss (900ss)


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Dirk K. schrieb:
> 900ss D. schrieb:
>> In den Niederlanden gibt es das Scope auch für den Preis:
>> https://eleshop.eu/rigol-dho1074.html
>
> Das ist da nur nicht lieferbar und das schon seit Anfang der Aktion.

Da steht expected 4. Dec, also Montag. Ich glaub das jetzt mal. Und für 
die Ersparnis warte ich auch noch etwas obwohl ich es auch gerne 
Weihnachten hier hätte. ;) Und etwas warten ist besser als nicht 
bestellbar :)

Aber bei Rigol direkt scheint es das ja auch noch zu geben. Ich hatte es 
auch am lieber bei Batronix gekauft, habe mit denen mal sehr gute 
Erfahrungen gemacht (also nach dem Kauf).

: Bearbeitet durch User
von Dirk (bad_boy)


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900ss D. schrieb:
> Da steht expected 4. Dec, also Montag. Ich glaub das jetzt mal. Und für
> die Ersparnis warte ich auch noch etwas obwohl ich es auch gerne
> Weihnachten hier hätte. ;) Und etwas warten ist besser als nicht
> bestellbar :)

Da stand aber vorher bei den Geräte was von "in 10 Days", danach stand 
da "1. Dec" und nun steht da "Expected on 4 Dec" bei den 1000er und bei 
dem 804 (was ich ja zuerst haben wollte) ist der Zeitraum sogar noch 
größer geworden "Expected on 15 Dec".

900ss D. schrieb:
> Aber bei Rigol direkt scheint es das ja auch noch zu geben. Ich hatte es
> auch am lieber bei Batronix gekauft, habe mit denen mal sehr gute
> Erfahrungen gemacht (also nach dem Kauf).

Also ich würde die Wartezeit auch in Kauf nehmen, nachdem ich das Teil 
nun ausprobiert habe und bin begeistert. :-)

von Carsten S. (dg3ycs)


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900ss D. schrieb:
> Aber bei Rigol direkt scheint es das ja auch noch zu geben. Ich hatte es
> auch am lieber bei Batronix gekauft, habe mit denen mal sehr gute
> Erfahrungen gemacht (also nach dem Kauf).

Die ganze Aktion soll, zumindest was die ausgestaltung der Bedingungen 
angeht, wohl eher kurzfristig kommuniziert worden sein.
Es kann sein das dies auch für die "Verlängerung" gilt und deshalb 
einfach noch nicht überall (z.B. Batronix) im Angebot abgebildet ist 
weil Wochenende.

Wenn man denn gerne bei einem bestimmten Händler kaufen möchte und jetzt 
nicht vorher eine Frist abläuft kann man natürlich auch immer einfach 
nachfragen. OK, am WE natürlich schwierig.

DAvon abgesehen habe Batronix bei mir/uns auch im Rahmen von mehreren 
Käufen/Erprobungen einen positiven Eindruck hinterlassen und deshalb 
ziehe ich es auch vor darüber einzukaufen.
Nicht nur des eigenen Vorteils wegen sondern auch aus der Überzeugung 
das man den guten Service den ein Anbieter bietet auch dadurch 
honorieren sollte das man auch weiterhin mit dem Zusammenarbeitet.
Natürlich nicht um jeden Preis, aber wenn der Preisunterschied 
überschaubar ist und erst recht wenn es gar keinen gibt, dann definitiv.
(Gilt jetzt nicht nur für Batronix sondern ist meine generelle 
Einstellung. Egal ob Händler, Handwerker oder Versicherung)

Gruß
Carsten

von Harald K. (kirnbichler)


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Carsten S. schrieb:
> und deshalb ziehe ich es auch vor darüber einzukaufen.

Ja, das versuche ich auch so zu handhaben. Mal sehen, wann mein 1074 
ankommt ... als ich es bei Batronix bestellte, war irgendwas von 11-21 
Tagen die Rede, jetzt steht da 21-40 Tage.

Meine letzte größere Investition (ein Objektiv für meine Kamera) habe 
ich aus ähnlichem Grund beim lokalen Händler gekauft, und nicht beim 
Versender. Preislich hätte das keinen Unterschied gemacht, und der 
Versender hätte noch den Vorteil der 14tägigen Rückgabe gehabt, aber ... 
"support your local dealer".

Und nicht den Kerl, für dessen Potenzersatz in Rotterdam 'ne historische 
Hebebrücke zerlegt werden sollte.

von Harald K. (kirnbichler)


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Der vergünstigte Preis übrigens ist jetzt bei Batronix auch wieder 
verfügbar - damit kostet das DHO1074 lustigerweise weniger als das 
DHO1072 ...

von Markus B. (dalotel)


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Über Amazon ist das 1072 immer noch für 486€ zu haben, als deutlich 
günstiger als das 1074.

von Harald K. (kirnbichler)



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In der Tat. Erstaunlich. Aber mit nur zwei Kanälen ist das Gerät auch 
arg kastriert.

https://www.amazon.de/dp/B0BJ2NYKNL

Und das bizarre ist, daß das Rigol selbst ist, die das verkaufen (s. 
Anhang)

(Anhang wiederholt wg. idiotischem Dateinamen, den die Forensoftware 
wohl abschneidet - Firefox hat das hier erzeugt:
1
Screenshot 2023-12-05 at 12-33-06 RIGOL DHO1072 Digitaloszilloskop 2 analoge und 1 EXT-Kanal 12 Bit 70 MHz 2 GSa_s 1.500.000 wfms_s 50 Mpts 10 1'' Touch-Display 3 Jahre Garantie Amazon.de Gewerbe Industrie & Wissenschaft.png
)

: Bearbeitet durch User
von Carsten S. (dg3ycs)


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Harald K. schrieb:
> In der Tat. Erstaunlich. Aber mit nur zwei Kanälen ist das Gerät auch
> arg kastriert.

Wenn ich sicher wäre das es funktioniert, dann würde ich es ja sogar zum 
Preis von 400 euro (netto) kaufen um einen zweiten ADC+Periepherie für 
die Umwandlung DHO1074->DHO4404 (ohne Aktive-Probe anschluss halt) zu 
bekommen ;-)

Wäre ja kein schlechter Deal mit einem Haufen Ersatzteilvorrat obendrauf 
;-)

: Bearbeitet durch User
von Harald K. (kirnbichler)


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Carsten S. schrieb:
> Umwandlung DHO1074->DHO4404

So reizvoll das auch erscheint, das dürfte eine wüste Bastelnummer 
werden.

von Mi N. (msx)


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Dirk K. schrieb:
> Aber bei dem Preis konnte man einfach nicht nein sagen. Habe meines auch
> bei Batronix gekauft, aber wohl noch Glück gehabt, das ich noch eines
> aus Lagerbestand ergattern konnte, so das es gestern angekommen ist.

Und kannst Du schon etwas berichten? Wie sieht die 12-Bit Kurve 
tatsächlich aus? Bei 800 Bildpunkten (< 10 Bit) für die Y-Achse kann es 
ja passieren, daß der eff. ADC-Wert genau zwischen zwei Punkten liegt 
und die Kurve garnicht angezeigt wird. Da müßte man dann Rauschen 
addieren ;-)

von Harald K. (kirnbichler)


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Mi N. schrieb:
> Bei 800 Bildpunkten (< 10 Bit) für die Y-Achse

Abgesehen davon, daß die effektive Vertikalauflösung aufgrund der immer 
eingeblendeten Dekoelemente nochmal ein gutes Stück geringer ist -- 
glaubst Du, so ein DSO funktioniert so, daß es immer den Vollausschlag 
des ADC auf die Vertikalauflösung des Displays skaliert?

von Mi N. (msx)


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Harald K. schrieb:
> glaubst Du,

Ich bin kein gläubiger Mensch. Ich sehe nur, was im Stiefel liegt.

Mi N. schrieb:
> Und kannst Du schon etwas berichten?

Ganz vergessen: Wie laut ist das Teil?

von Harald K. (kirnbichler)


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Mi N. schrieb:
> Ich sehe nur, was im Stiefel liegt.

Wenn in den ein DHO1074 passt, hast Du aber wirklich große Füße.

von 900ss (900ss)


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Also der Nikolaus hat Wort gehalten, mein Scope kam heute Abend hier an. 
:)
Ich hatte keine Stiefel rausgestellt ;)

Mi N. schrieb:
> Ganz vergessen: Wie laut ist das Teil?

Leider für mich etwas enttäuschend. Ich hatte die Hoffnung, dass es 
leiser als ein Rigol DS2072A ist. Leider nein.

Aber ansonsten nach dem ersten Einschalten macht die Bedienung einen 
recht guten Eindruck. Wie genau es misst muss sich noch zeigen. Erstmal 
bin ich angenehm überrascht (bis auf den Lüfter).

: Bearbeitet durch User
von Harald K. (kirnbichler)


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900ss D. schrieb:
> Also der Nikolaus hat Wort gehalten, mein Scope kam heute Abend hier an.

Bei mir meinen sie, daß ich noch zwei Tage aushalten müsste, aber 
andererseits:

> HINWEIS: Aufgrund der aktuell hohen Paketmenge und erschwerten
> Wetterbedingungen kann es bei Ihnen vor Ort zu starken Verzögerungen
> bei der Auslieferung Ihrer Sendung kommen. Wir bitten in diesem Fall
> um Ihre Geduld.

Das heißt dann eher nächster Dienstag statt Freitag.

von Dirk (bad_boy)


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Mi N. schrieb:
> Und kannst Du schon etwas berichten? Wie sieht die 12-Bit Kurve
> tatsächlich aus? Bei 800 Bildpunkten (< 10 Bit) für die Y-Achse kann es
> ja passieren, daß der eff. ADC-Wert genau zwischen zwei Punkten liegt
> und die Kurve garnicht angezeigt wird. Da müßte man dann Rauschen
> addieren ;-)

Also ich konnte das DSO1074 bisher nur 2 Stunden lang ausprobieren und 
das was mich als erstes interessierte war natürlich die Touchscreen 
Bedienung.

Denn ich möchte darauf hinweisen, das ich bisher nur in einer reinen 
Hobbyliga (untere Preisklasse) bei solche Geräte unterwegs war. Deshalb 
kann ich nur Aussagen treffen wie die groben Unterschiede zu meinen 
bisherigen Geräten sind.

Bisher waren meine Geräte Hantek, Owon, Tektronix (tds1002 gebraucht 
gekauft für kleines Geld), Philips/Fluke PM3xxx. Also Preislich doch ein 
wenig reichlich unterhalb dessen, was das Rigol DHO1074 normal kosten 
würde.

Leider hatte ich ja mit einem Rigol DHO804 den Platzbedarf kalkuliert 
und dieses sollte an meinem Mikroskop Arm montiert werden, dank des VESA 
100 Montagemöglichkeit. Doch das fehlt dem DSO1074 ja und das Gewicht 
ist auch eine ganz andere Klasse. Deshalb muss ich erstmal Platz mäßig 
bei mir umstellen, denn das DSO1074 ist doch um einiges Größer als meine 
alten Oszis oder das DHO804. Aus meiner Sicht, ist das schon ein echter 
Brocken. Aber für euch dürfte das wohl eher normal sein. ;-)

Was mir aber auch direkt auffiel ist, das der Lüfter (wie auch schon 
900ss schrieb) nicht gerade leise ist. Lauter als ich es von meinen 
billigen Hantek oder Owon´s gewohnt bin. Aber ich muss auch dazu sagen, 
das es für mich keine allzu große Rolle spielt, da bei mir in der 
Werkstatt eh, wenn ich am rumwuseln bin, ein Fernseher mit läuft.

Die Startzeit ist wie bei den anderen vergleichbar. Die tun sich dabei 
nichts.

Die Touchbedienung klappte bei mir sehr gut. Die Reaktionszeit war 
vergleichbar mit einem normalem Tablet. Ab und an musste ich zwei mal 
drauf tippen bis es das entsprechende Menü öffnete. Kann aber auch an 
meinen Wurstfingern liegen.

Da mein Englisch ja nicht das Beste ist, habe ich dann das Oszi auf 
Deutsch umgestellt. Um Gottes willen, war ein Fehler!

Teilweise sind die deutschen Übersetzungen zu lang, so das die Hälfte 
des Wortes fehlte und statt dessen nur noch "..." am Ende stand. Also 
schnell wieder auf Englisch umgestellt.

Ausprobiert habe ich es dann auf unserem Wohnzimmertisch mit einem 
kleinen China Funktionsgenerator des Typs FY6600, eingestellt auf 1Vss 
Sinus auf 2 Kanäle mit 1 MHz und habe dann mal versucht, das nach zu 
machen, was Dave (EEVblog) mit seinem Test gemacht hat um die 
Treppenstufen der DACs anzeigen zu lassen. Und das klappte wirklich, ich 
konnte das rauschen wunderbar sehen. Die Frage ist dann natürlich ob das 
Rauschen von der Oszi Eingangsstufe kommt, oder von dem FY6600 selbst.

Auf meine Alten 8 bitter Oszis sieht man zwar die Stufen wenn man Glück 
hat, aber von Rauschen ist da nichts zu sehen.

Habe mir dann auch die FFT Messung vorgenommen und im Vergleich mit den 
Owon's sehen die Owon's aus wie aus der Steinzeit. Sowohl was de 
Refreshrate anbelangt, wie auch von den Möglichkeiten, wie man 
reinzoomen kann und wie flott alles von der Hand geht.

Für mich zumindest sind die Unterschiede, zwischen meinen alten 8 Bit 
Oszis und dem DHO1074, echt schon gewaltig. Das ist für mich so, als ob 
ich bisher nur einen Fiat Panda gefahren bin und nun einen dicken 
Bentley fahre. ;-)

Auch wenn es vielleicht noch den einen oder anderen Fehler haben mag, 
aber gegenüber meinem Hantek und den beiden Owon´s sind die Unterschiede 
für mich Welten!

Viele der auf EEVblog Forum hingewiesenen Fehler sind für mich, bei dem 
was ich damit messen will, eh nicht so relevant (hauptsächlich Audio 
Messungen und ab und an vielleicht mal an einem Arduino messen und mehr 
auch nicht).

In den nächsten Tagen schaue ich mal wo und wie ich Platz dafür schaffen 
kann, auf meinem Werkstattregal. Denn mit so einem dicken Ding hatte ich 
ja nicht gerechnet, sollte ja nur ein kleines DHO804 werden. Tja so kann 
man sich irren. ;-)

Ich zumindest würde das auf dem ersten Blick und was ich damit 
ausprobieren konnte nicht wieder hergeben. Vorallem wenn ich bedenke, 
was es gekostet hat und was es normal kosten würde.

Oder wie sagte Gollum mal : "Wir wollen ihn! Wir brauchen ihn! Wir 
müssen ihn haben, den Schatz! " ;-)

Weitere Messungen kann ich erst machen, nach einem kleinen 
Umbau/Umstellen von den anderen Geräten.

Aber interessieren würde mich trotzdem noch wie man die anderen Optionen 
frei schaltet, auch wenn ich die bei dem was ich damit messen will, 
wahrscheinlich eh nicht brauchen werde. Aber was man hat, hat man. ;-)

von 900ss (900ss)


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Dirk K. schrieb:
> Viele der auf EEVblog Forum hingewiesenen Fehler

Hast du bitte einen Link dazu? Die Suchmaschine hat mir leider nichts 
passendes gezeigt.

von Mi N. (msx)


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900ss D. schrieb:
> Leider für mich etwas enttäuschend. Ich hatte die Hoffnung, dass es
> leiser als ein Rigol DS2072A ist. Leider nein.

Bei meinem MSO5xxx habe ich den Lüfter auf Gummipuffer gesetzt, wie sie 
früher in PCs verwendet wurden. Das hat richtig viel gebracht. Das MSO 
hat allerdings den Luftaustausch an der Rückseite. Bei seitlicher 
Lüftung ist der Geräuschpegel vermutlich höher.

Wegen der Gewährleistung mache ich mir nicht in die Hose. Zum einen 
erwarte ich so schnell keinen Defekt und zum anderen würde 
beispielsweise an einem defekten Drehregler/Touch/... kaum der leise 
Lüfter als Verweigerungsgrund dienen können.

von 900ss (900ss)


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Mi N. schrieb:
> Bei meinem MSO5xxx habe ich den Lüfter auf Gummipuffer gesetzt

Danke, guter Hinweis. Ich muss mal schauen, wie der Lüfter bei dem Scope 
gebaut ist. Sitze gerade nicht davor.

Allerdings ist die Garantie dann sicher hin, egal ob der Lüfter etwas 
mit einem Drehgeber zu tun hat. Das würde mich sehr wundern wenn Rigol 
sich da nicht rauswindet im Falle eines Falles.

von Mi N. (msx)


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900ss D. schrieb:
> Allerdings ist die Garantie dann sicher hin, egal ob der Lüfter etwas
> mit einem Drehgeber zu tun hat. Das würde mich sehr wundern wenn Rigol
> sich da nicht rauswindet im Falle eines Falles.

Das sehe ich nicht so. Gewährleistung ist keine Gnade des Herstellers.
Rigol wird da vielleicht auch auf seinen (guten?) Ruf achten.

Was ich nicht verstehe, daß diese Gummipuffer nicht standardmäßig 
verwendet werden. Laute, vibrierende Lüfter fest auf Metallrahmen zu 
verschrauben, ist voll daneben. Man könnte es ja als Option anbieten: 1 
Euro Aufpreis.

von Harald K. (kirnbichler)


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Mi N. schrieb:
> Das sehe ich nicht so. Gewährleistung ist keine Gnade des Herstellers.

Gewährleistung ist eine gesetzliche Verpflichtung des Händlers.

Ein mit einem "Garantiesiegel" verklebtes Gerät zu öffnen dürfte 
allerdings auch Auswirkungen auf die Gewährleistung haben.

Du hast an dem Gerät herumgebastelt, Du müsstest nachweisen, daß 
ausgeschlossen werden kann, daß der Defekt des Gerätes nicht durch Deine 
Bastelei verursacht wurde.

Zwar ist uns hier völlig klar, daß eine geänderte Lüftermontierung oder 
auch ein ersetzter Lüfter das nicht auslösen kann, aber wer weiß schon, 
wie grob- oder feinmotorisch hier der eine oder andere zur Sache geht?

Leb' zwei Jahre lang mit dem lauten Lüfter.

von Carsten S. (dg3ycs)


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Mi N. schrieb:
> Wegen der Gewährleistung mache ich mir nicht in die Hose. Zum einen
> erwarte ich so schnell keinen Defekt und zum anderen würde
> beispielsweise an einem defekten Drehregler/Touch/... kaum der leise
> Lüfter als Verweigerungsgrund dienen können.

900ss D. schrieb:
> Allerdings ist die Garantie dann sicher hin, egal ob der Lüfter etwas
> mit einem Drehgeber zu tun hat. Das würde mich sehr wundern wenn Rigol
> sich da nicht rauswindet im Falle eines Falles.

Hier muss man etwas auf die Begrifflichkeiten achten.
Gewährleistung und Garantie keinesfalls durcheinanderwerfen.
(Insbesondere NICHT bei der Inanspruchnahme da man dann die Leistung 
bekommt die man anfragt und sich die Rechte/Kompensation da durchaus 
erheblich zwischen Gewährleistung und Garantie unterscheiden können. 
Meist ist es bei Gewährleistung besser, aber nicht immer)

Wir haben in der EU als Privatkunden bei Neugeräten immer Anspruch auf 2 
Jahre Gewährleistung. Dieser Anspruch richtet sich gegen den Verkäufer 
der das dann seinerseits mit dem Hersteller klären muss.
Die Bedingungen bei der Gewährleistung sind ziemlich klar vorgegeben und 
"einfach mal rausreden" ist da zumindest in den ersten 6 Monaten nicht 
denn da muss der Händler(in weiterer Folge ggf. der Hersteller) 
NACHWEISEN das der Fehler definitiv nicht von ihm verursacht wurde.
Da ein beschädigtes Garantiesiegel sicher keinen Fehler auslösen kann 
und auch nicht automatisch bedeutet das das Gerät verändert wurde, nicht 
einmal das es geöffnet wurde, ist das nicht wirklich ein zulässiger 
Ablehnungsgrund.

Anders sieht es in den folgenden 1 1/2 Jahren aus. Da musst du, falls es 
hart auf hart kommt und der Anspruchsgegner den Anspruch ablehnt, 
nachweisen das der Fehler definitiv nicht von dir selbst verursacht 
wurde...
Vielfach wird drauf verzichtet und die Hersteller behandeln es die 
ganzen zwei Jahre so das ausser bei ganz offensichtlich vom Nutzer 
verursachten Schäden sie sich in der Pflicht sehen (weshalb der Händler 
als Anspruchsgegner auch kein Problem damit hat das genau so zu 
handhaben! Er reicht ja nur durch)
Allerdings KÖNNTE hier ein fehlendes/defektes Garantiesiegel den 
Unterschied machen und im Falle eines Falles eben doch der Nachweis 
gefordert sein das man eben nicht selbst der Verursacher war.
Da das, wenn überhaupt, nur mit einem Sachverständigengutachten geht 
dessen Kosten oft den Wert des GErätes weit übersteigen ist das meist 
ziemlich unrealistisch diesen WEg auch zu gehen.

Ein unbeschädigtes Garantiesiegel hingegen ist ein sehr starkes Argument 
gerade FÜR einen selbst. Schließlich schließt es ausser bei Schäden 
direkt in der Eingangsstufe oder Sturzschäden o.ä. jegliche Verursachung 
durch den Anwender ziemlich gut aus!

Neben der Gewährleistung gibt es die freiwillig erteilte Garantie.
Die kann vom HErsteller oder einem Händler ausgesprochen werden, es 
können auch mehrere Nebeneinander existieren.
Es gibt durchaus Anbieter die vorteilhafte Garantien aussprechen
(So werden oder zumindest wurden Fritzboxen von AVM auf basis ihrer 
freiwillig ausgesprochenen Fünfjahresgarantie ja bei Ausfall z.b. wegen 
des Elkoproblems ja auch  4,5 Jahre nach Kauf noch Ersetzt/repariert)

Und es gibt sehr sehr sehr viele Garantieen die nur dafür gedacht sind 
in der Werbung gut auszusehen, die bei Blick in die Bedingungen aber das 
Papier nicht wert sind auf dem die stehen. TEilweise sehr nahe an 
Kundentäuschung sind. Weil entweder die Bedingungen um die in Anspruch 
zu nehmen so sind das es völlig unrealistisch ist diese zu erfüllen oder 
aber weil die Garantierten Leistungen so uninteressant bzw. 
Unwirtschaftlich sind. Das sind dann so Dinge wie das die tolle 10 
Jahresgarantie eigentlich nur die reinen Ersatzteilkosten abdeckt, man 
aber sowohl Arbeitskosten wie auch Versand in beide Richtungen selbst 
zahlen soll.
Da kostet dann die Reparatur für den 8 Jahre alten 300Euro Billig-TV mit 
allen Kosten eigentlich 320 Euro, von denen dann 4 Euro für den defekten 
Schalttransistor abgezogen werden...

Rigol gibt für in vielen (allen?) Regionen eine 3 Jahresgarantie auf die 
Grundgeräte und 1 Jahr auf Zubehörteile (Probe etc.). Auch in der EU
Die Einjahresgarantie ist wegen der eh schon vorhandenen Gewährleistung 
in der EU uninteressant.
Anders sieht es bei der Dreijahresgarantie für das Grundgerät aus.
Die Garantiebedingungen und versprochenen Leistungen sind fair 
(Kostenlose Instandsetzung, Kunde zahlt nur das eigene Porto zum EU 
Service Center welches nach diversen Berichten wohl hier in Deutschland 
liegt.
Daher bietet die Garantie für das dritte Jahr vermutlich schon einen 
gewissen Mehrwert... Wie groß der tatsächlich ist hängt aber natürlich 
von der Umsetzung in der Praxis ab zu der ich nichts sagen kann.
(Interessanterweise gehört ein unbeschädigtes Garantiesiegel nicht zu 
den schriftlichen Anspruchsbedingungen bzw. ein zerstörtes/fehlendes 
nicht zu den Ausschlussbedingungen. Wie es in der Praxis ist...? Keine 
Ahnung)

Harald K. schrieb:
> Ein mit einem "Garantiesiegel" verklebtes Gerät zu öffnen dürfte
> allerdings auch Auswirkungen auf die Gewährleistung haben.
Nach EU Recht nicht...

> Du hast an dem Gerät herumgebastelt, Du müsstest nachweisen, daß
> ausgeschlossen werden kann, daß der Defekt des Gerätes nicht durch Deine
> Bastelei verursacht wurde.
Nee, auch das nicht. Zumindest nicht in den ersten sechs Monaten sofern 
nicht zumindest ein Zusammenhang zumindest sehr wahrscheinlich ist.
Aber gerade im Zusammenhang mit Lüftern kann man bei vielen Fehlern 
schnell eine Wahrscheinlichkeit konstruieren, zumindest wenn deren 
Position mehr als nur minimalst verändert wird, eine eigene Regelung 
oder Drosselung vorgenommen wird oder der Lüfter durch einen leiseren 
mit vielleicht minimal anderem Luftdurchsatz getauscht wird.
Ungenügende Kühlung (viele moderne Messgeräte werden schon so warm 
genug), da ist der durch Überhitzung ausgelöste Fehler schnell plausibel 
gemacht.

Ja nach dem wie sehr mich der Lüfter wirklich stört und wie viel Wert 
ein Messgerät hat würde ich daher bei allem was mehr als ein paar Euro 
kosten schon eine Zeit abwarten bis ich da was Hardwaremäßig 
modifiziere.
Bei Geräten dieser Preisklasse aber, egal wie es ist, immer MINDESTENS 
die ersten sechs Monate. Alleine schon um die erste Flanke der 
Badewannenkurve (Zeit der häufigen Frühausfälle) hinter mir zu haben.
Bei meinem DS1054z habe ich knapp über sechs Monate gewartet, mein MSO5k 
wird frühestens in einem Jahr (ende Gewährleistung) modifiziert, 
vielleicht auch erst in zwei Jahren.
Dann aber schon etwas deutlicher, ein 10MHz ref. in sollte schon sein 
wenn ein GPDSO direkt daneben steht und den Rest der Messtechnik 
versorgt ;-)

Gruß
Carsten

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Carsten S. schrieb:
> Die Bedingungen bei der Gewährleistung sind ziemlich klar vorgegeben und
> "einfach mal rausreden" ist da zumindest in den ersten 6 Monaten nicht
> denn da muss der Händler(in weiterer Folge ggf. der Hersteller)
> NACHWEISEN das der Fehler definitiv nicht von ihm verursacht wurde.

Kleine Ergänzung, weil Du mehrfach von einer Beweislastumkehr nach sechs 
Monaten schreibst: Diese findet inzwischen erst nach zwölf Monaten 
statt, außer bei lebenden Viechern.

https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__477.html

Der Verkäufer haftet für Mängel, welche bei Gefahrübergang vorhanden 
waren. Allerdings wird nach § 477 BGB "vermutet", dass die Ware bereits 
bei Gefahrübergang mangelhaft war, wenn sich der Mangel innerhalb eines 
Jahres bei der Sache zeigt.

von Harald K. (kirnbichler)


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Carsten S. schrieb:
> Ja nach dem wie sehr mich der Lüfter wirklich stört und wie viel Wert
> ein Messgerät hat würde ich daher bei allem was mehr als ein paar Euro
> kosten schon eine Zeit abwarten bis ich da was Hardwaremäßig
> modifiziere.

Eben. Und das DHO1074 ist zwar mit 713 EUR äußerst günstig, aber doch so 
teuer, daß man sich mit Aktionen zurückhalten möchte, die Ärger in 
Garantie-/Gewährleistungsfällen machen können.

Übrigens hat sich DHL gerade überschlagen und trotz der Ankündigung, 
erst morgen und erst recht nicht bei Wetter zu liefern, hier gerade ein 
Paket abgeworfen ...

von Mi N. (msx)


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Harald K. schrieb:
> Übrigens hat sich DHL gerade überschlagen und trotz der Ankündigung,
> erst morgen und erst recht nicht bei Wetter zu liefern, hier gerade ein
> Paket abgeworfen ...

Dann viel Spaß damit!

Grundsätzlich rede ich von Gewährleistung, alles andere kann recht 
diffus daherkommen. Primär geht es bei Garantie wohl darum, erst einmal 
persönliche Daten abzugreifen ;-)
Viele kaufen hier vermutlich bei Batronix. Die Leute dort schätze ich 
als kompetent ein, die Probleme verstehen und sich sicherlich nicht mit 
faulen Ausreden die Kundschaft vom Leibe halten wollen.

von 900ss (900ss)


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Carsten S. schrieb:
> Hier muss man etwas auf die Begrifflichkeiten achten.

Dir scheint langweilig zu sein.

Wäre schön wenn hier die Rechtsberatung jetzt wieder aufhören kann :)

von Ich A. (alopecosa)


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Harald K. schrieb:
> Dirk K. schrieb:
>> Das sieht für mich fast so aus wie
>> die Programmiersprache "C" oder sowas.
>
> Nee, das ist so eine Zeitgeist-Hipstersprache. Muss man heute nehmen, um
> sich von den anderen abzuheben. Das ist "Go" (auch "golang" genannt).
>

Die Zeitgeist-Hipstersprache gibts seit >10 Jahren. Ging wohl an dir 
vorbei mittlerweile.. Aber klar, was der Bauer nicht kennt...
Abgesehen davon ist Go zumindest C-ähnlich.

Beschwer dich bei den Schweizern und Google dafür ...

> Und wie ich dem eevblog-Thread entnehmen kann, muss man auch noch das
> Android-Entwicklungssystem installieren. Warum auch immer. Ist
> vermutlich auch so ein Zeitgeist-Hipsterding.

Woran mag das wohl liegen... Hmm.. Warte.. Achja. Daran das die 
DHO800/900 Android als Unterbau haben vielleicht?!.. Ach na sowas.

> Tja, das gute alte "riglol" für DS1054Z war dagegen viel simpler.

Tja, das 1054 war eben auch noch simpler.

Wie man sich allerdings generell über Aufwand beschweren kann, der 
entsteht in dem man eine eigentlich illegale Softwareänderung an einem 
Gerät vornimmt um dadurch KOSTENLOS in den Genuss von Features zu kommen 
die sonst einen Haufen Geld kosten... erschließt sich mir definitiv 
nicht.

Vor allem da der Aufwand überschaubar ist (wenn es inkl, Download 5 min 
sind, ist es viel...)

Tja. Da hat wohl die heutige Mentalität zugeschlagen...

von Harald K. (kirnbichler)


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Ich A. schrieb:
> Woran mag das wohl liegen... Hmm.. Warte.. Achja. Daran das die
> DHO800/900 Android als Unterbau haben vielleicht?!

Um aus einer Seriennummer einen Textstring zu erzeugen, braucht man 
keinen Android-Unterbau.

von Harald K. (kirnbichler)


Angehängte Dateien:

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Was Lüfter angeht: DHO1000 hat offenbar zwei davon, die kann man von 
außen sehen. Sitzen neben und unterhalb der Netzwerkbuchse.

Sieht man auch im Teardown-Video aus Australien, ich hab's da mal 
eingekringelt.

von Dirk (bad_boy)


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900ss D. schrieb:
> Dirk K. schrieb:
>> Viele der auf EEVblog Forum hingewiesenen Fehler
>
> Hast du bitte einen Link dazu? Die Suchmaschine hat mir leider nichts
> passendes gezeigt.

Klar, eines der Threads war der hier :

https://www.eevblog.com/forum/testgear/new-rigol-hdo1000-12-bit-dso-bugs/msg4516160/#msg4516160

von Carsten S. (dg3ycs)


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Dirk K. schrieb:
> 900ss D. schrieb:
>> Dirk K. schrieb:
>>> Viele der auf EEVblog Forum hingewiesenen Fehler
>>
>> Hast du bitte einen Link dazu? Die Suchmaschine hat mir leider nichts
>> passendes gezeigt.
>
> Klar, eines der Threads war der hier :
>
> 
https://www.eevblog.com/forum/testgear/new-rigol-hdo1000-12-bit-dso-bugs/msg4516160/#msg4516160

Ist halt mal wieder eine "typische" Rigol-Markteinführung wie wir sie 
schon so oft erlebt haben.

Bei allen drei Gerätefamilien die gerade hier bei mir stehen war es ja 
mit dem Modell genau so. (DS100z, DG800/900, MSO5000/MSO7000)

1. Es wird eine neue Geräteserie entwickelt die von der Hardware 
zumindest zum Preis des Basismodells echt gut ist. Allerdings ist die 
Firmware zu Verkaufsbeginn eine echte Bugparty. Teilweise sind selbst 
Basisfunktionen nahezu unbrauchbar...

2. Die Kunden beschweren sich, in Reviews, Foren und auch Berichten von 
Bekannten die es ausprobieren mehren sich negativen Kommentare. 
Frustrierte Käufer (besonders der teureren Versionen) steigen Rigol aufs 
Dach, geben die Geräte in der TEstphase zurück etc.

3. Rigol bessert nach, die Software wird nach und nach solider und die 
verbleibenden Bugs betreffen nur noch immer exotischere Kombinationen.
Das Gerät ist so langsam ein echt brauchbares Gerät zu einem sehr 
annehmbaren Preis (Zumindest in der Basisversion)

4. Obwohl das Gerät mittlerweile Brauchbar ist kauft es niemand weil so 
viele vorherige Käufer schlechte Erfahrungen gemacht haben. Also wird 
der PReis mehr oder weniger Deutlich angepasst. Zeitweise oder dauerhaft 
um die Geräte jetzt in den MArkt zu drücken, die Verkaufszahlen zu 
erhöhen und hoffentlich durch die jetzt größere Chance auf gute 
Erfahrungen das Image der Serie wieder auf Vordermann zu bringen.

5. Für die Geräte die sich jetzt in gewissen Stückzahlen verkaufen 
werden nun auch noch weiterhin bei Bedarf weitere Updates mit 
Funktionsverbesserungen und auch der Behebung von zumindest einem Teil 
der unbedeuteren Bugs angeboten... Aber egal wie, das Preisniveau der 
Markteinführung kann auch bei Rücknahme der großen Preissenkung nicht 
mehr dauerhaft durchgesetzt werden....

Im Moment sind wir bei den DHO1074 in diesem Ablauf ziemlich sicher bei 
Stufe vier.
Viele der in diesem und anderen Threads beschriebenen Probleme sind 
behoben.
Die FEhler die jetzt noch kommen sind meist sehr speziell und die 
meisten User würden viele von denen im normalen Einsatz gar nicht 
bemerken da nur bei Kombination mehrerer Faktoren auftretend... Sieht 
man ja auch gut in dem Thread.

Was halt noch unsicher ist, das ist ob auch wirklich Stufe 5 kommt, also 
das auch wenn die wirklichen Probleme abgearbeitet sind noch weiter 
verbessert wird oder das Interesse/die Manpower von seiten Rigols 
komplett in andere Projekte geht. Das ist wohl ein wenig Glücksspiel, 
aber wenn man bereits in der Stufe vier ist und das Gerät bis auf ein 
paar sehr spezielle Konstellationen voll funktioniert, dann ist das 
Risiko ja sehr überschaubar.

Für die "early Adaptors" ist so ein Ablauf naürlich ärgerlich. Aber im 
Grunde sollte sich der Kunde der etwas warten kann über diese 
Entwicklung doch freuen. SChließlich spart man dadurch einiges an Geld, 
das dann in andere Spielzeuge investiert werden kann ;-)

Gruß
Carsten

: Bearbeitet durch User
von Gustl B. (-gb-)


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Was ist eigendlich die -3 dB DHO1074 und wie schnelle Signale kann man 
bei 4 aktiven Kanälen noch gut sehen? Die dann nurnoch wirksamen 500 
MSample/s je Kanal sind schon echt wenig. Und leider haben selbst die 
teuren DHO4000 bei 4 aktiven Kanälen nurnoch 1 GSample/s je Kanal. Für 
die maximal angegebenen 800 MHz Bandbreite reicht das schon nichtmehr.

von Randy (r_w)


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hallo,

zur info: die "black friday aktion" geht weiter:

DHO1000 Black Friday Promotion
Get a discount on the Rigol DHO1000 series!
(Valid until December 31, 2023)

https://www.batronix.com/shop/rigol/DHO1000.html


gruss,
-- randy

von Ich A. (alopecosa)


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Harald K. schrieb:
> Ich A. schrieb:
>> Woran mag das wohl liegen... Hmm.. Warte.. Achja. Daran das die
>> DHO800/900 Android als Unterbau haben vielleicht?!
>
> Um aus einer Seriennummer einen Textstring zu erzeugen, braucht man
> keinen Android-Unterbau.

Du hast es ganz offensichtlich nicht begriffen, bzw. dir entweder gar 
nicht angeschaut was dieses "toolset" überhaupt genau macht oder es 
einfach nicht verstanden.

Aber ist ok.

Aber vielleicht bekommt man den Key den man braucht um den Textstring zu 
erzeugen von dem Gerät auch durch Magie...
1
@echo off
2
cd "%~dp0"
3
adb pull /rigol/data/Key.data ../

von Harald K. (kirnbichler)


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Gustl B. schrieb:
> Was ist eigendlich die -3 dB DHO1074

Was schon? Die Bandbreite liegt bei 70 MHz.

Wenn man das Ding auf 100 oder 200 MHz "aufbohrt", liegt die Bandbreite 
entsprechend bei 100 oder 200 MHz.

Im "hacking"-Thread auf eevblog gibt es auch zwei Screenshots, die das 
gleiche Signal bei unterschiedlichen Bandbreiten zeigen.

https://www.eevblog.com/forum/testgear/hacking-the-hdo1khdo4k-rigol-12-bit-scope/msg5207655/#msg5207655

> und wie schnelle Signale kann man bei 4 aktiven Kanälen noch
> gut sehen? Die dann nurnoch wirksamen 500 MSample/s je Kanal
> sind schon echt wenig.

Klar, 500 Ms/s sind bei 200 MHz Bandbreite nicht doll. Aber wer in 
diesem Frequenzbereich unterwegs ist /und auch mehr als zwei Kanäle 
braucht/, der muss dann halt in den sauren Apfel beißen und was teureres 
kaufen.

Bei solchem Anspruchsdenken immer dran denken:
Das Ding kostet in der 70-MHz-Ausführung nur 713 Eur.

von Harald K. (kirnbichler)


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Ich A. schrieb:
> Du hast es ganz offensichtlich nicht begriffen, bzw. dir entweder gar
> nicht angeschaut was dieses "toolset" überhaupt genau macht oder es
> einfach nicht verstanden.

Danke für den Hinweis. Ja, wenn da nicht einfach nur die Seriennummer 
eingetippt werden muss, dann ist das klar. Werd' ich wohl übersehen 
haben, mich irritierte ja schon die Hipsterprogrammiersprache.

von Gustl B. (-gb-)


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Harald K. schrieb:
> Wenn man das Ding auf 100 oder 200 MHz "aufbohrt", liegt die Bandbreite
> entsprechend bei 100 oder 200 MHz.

Das ist eben bei anderen Geräten des Herstellers nicht der Fall. Das 
MSO5000 auf 350 MHz freigeschaltet hat den -3 dB Punkt weit über den 350 
MHz. Siehe auch
https://www.eevblog.com/forum/testgear/review-rigol-mso5000-tests-bugs-questions/75/

Daher die Frage zu dem hier.

von Harald K. (kirnbichler)


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Gustl B. schrieb:
> Das ist eben bei anderen Geräten des Herstellers nicht der Fall.

OK, dann konstruier' bitte nicht aus meiner Aussage, daß das, was ich 
"Bandbreite" nenne, etwas mit dem "3dB-Punkt" zu tun hätte. So hab' ich 
das nicht gemeint.

Es ist vielmehr zu vermuten, daß es sich so verhält, wie von Dir 
beschrieben, und nicht so, wie aus meiner Formulierung interpretiert.

Wenn ich mich nicht völlig irre, ist das Analogfrontend von DHO1000 und 
DHO4000 sich sehr, sehr ähnlich, und DHO4000 hat maximal 800 MHz 
Bandbreite.

Interessanterweise taucht im Eingangskonfigurationsmenü des DHO1000 ein 
umschaltbarer 50Ω-Eingang auf, den man nur nicht einschalten kann ... 
vorhanden ist er aber wohl, wie man dem "Hacking"-Thread entnehmen kann. 
Man kann wohl Teile der Firmware des 4000 umfrickeln, daß sie auf dem 
2000 läuft, nur fällt die dann auf die Schnauze, weil zwei ADCs fehlen.
Aber die 50Ω lassen sich schalten (das macht wohl ein Relais, das man 
auch klicken hören kann) ...

Mal sehen, ob Rigol (oder jemand mit viel Zeit) die vorhandene, aber 
fehlende Funktionalität nachrüstet.

: Bearbeitet durch User
von Dirk (bad_boy)


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Gustl B. schrieb:
> Was ist eigendlich die -3 dB DHO1074 und wie schnelle Signale kann man
> bei 4 aktiven Kanälen noch gut sehen?

Leider bringen meine Funktionsgeneratoren gerade mal 60Mhz. Da steigt 
der Funktionsgenerator eher aus als das DSO1074.

Was ich mir wohl nun näher ansehen werde, ist die Rückwand von dem 1074.
Auch ein schöner Rücken kann entzücken. ;-)

So wie es aussieht kann man da ja wohl ein Akkupack dran klemmen, 
zumindest bei den 4000er Modellen. Aber die Rückwand ist bei beiden 
gleich. Und die schreit mich gerade zu an, da was im 3D Druck zu machen 
um das Oszi an einem VESA 100 Montageadapter klemmen zu können. Dann 
könnte ich das vielleicht doch noch an meinem Mikroskoparm aufhängen. 
:-)

von Vanye R. (vanye_rijan)


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Harald K. schrieb:
> Mal sehen, ob Rigol (oder jemand mit viel Zeit) die vorhandene, aber
> fehlende Funktionalität nachrüstet.

Kippschalter fuer das Relais nachruesten? :-D

Vanye

von Ich A. (alopecosa)


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Harald K. schrieb:
> Ich A. schrieb:
>> Du hast es ganz offensichtlich nicht begriffen, bzw. dir entweder gar
>> nicht angeschaut was dieses "toolset" überhaupt genau macht oder es
>> einfach nicht verstanden.
>
> Danke für den Hinweis. Ja, wenn da nicht einfach nur die Seriennummer
> eingetippt werden muss, dann ist das klar. Werd' ich wohl übersehen
> haben, mich irritierte ja schon die Hipsterprogrammiersprache.

In dem Fall sorry für meine "krawallorientierte" Ausdrucksweise.

Das Batchfile listet zunächst die vorhandenen Lizenzen auf dem Oszi und 
macht ein backup, holt sich dann ein key-file vom oszi um damit die SCPI 
Kommandos zu generieren und listet dann als Abschluss nochmal alle 
installierten Lizenzen im Oszi auf.

Das man hier auf adb setzt liegt darin begründet das eben die Geräte 
einen Android Unterbau haben.

Aber eigentlich sollte man die platform-tools von Android garnicht 
installieren müssen, da zumindest die adb.exe mitgeliefert wird.
Das ganze sollte also eigentlich auch so laufen.

von Manfred L. (egonotto)


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Gustl B. schrieb:
> Was ist eigendlich die -3 dB DHO1074 und wie schnelle Signale kann man
> bei 4 aktiven Kanälen noch gut sehen? Die dann nurnoch wirksamen 500
> MSample/s je Kanal sind schon echt wenig. Und leider haben selbst die
> teuren DHO4000 bei 4 aktiven Kanälen nurnoch 1 GSample/s je Kanal. Für
> die maximal angegebenen 800 MHz Bandbreite reicht das schon nichtmehr.

Hallo,

bei meinem DHO1074 ist die Bandbreite etwa 85 MHz.

MfG
egonotto

von No Y. (noy)


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Ich bin in Schwierigkeiten.. :-D
Soll ich einen DHO804 (gehackt auf DHO814) oder einen DHO1074 als 
Ergänzung zu meinem MSO5354 nehmen?
Ich weiß, dass es derzeit den Rabatt für den DHO1074 gibt, aber dann ist 
es immer noch fast 1/3 mehr obendrauf. Und ob ich die "besseren" 
Spezifikationen brauche??
Und auf meinem Schreibtisch ist der Platz begrenzt. Die Größe des DHO804 
ist wirklich schön/passend.

Ich möchte es eigentlich nur wegen den 12Bit haben um mal Schaltregler 
oder ggf. mehr aus meiner Stromzange "rauszubekommen"..

Halt die Sachen bei denen 12 Bit ganz nett sind (aber brauche ich sie 
wirklich??)
Für meine Hauptarbeit (digitale Sachen) mag ich die >350 MHz BW / 8GS 
des MSO5k schon ganz gerne. Mehr Bandbreite wäre noch besser aber dann 
wird / wurde es halt schnell teurer.. Bzw. dann kommen ja aktive Probes 
dazu usw.

von Mi N. (msx)


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No Y. schrieb:
> Soll ich einen DHO804 (gehackt auf DHO814) oder einen DHO1074 als
> Ergänzung zu meinem MSO5354 nehmen?

Angesichts der verlockenden Preise hatte ich mir die Frage auch gestellt 
und letztlich mit 'nein' beantwortet.
Ob es die 12 Bit in der Praxis überhaupt bringen ist fraglich. Gut, 14 
Tage testen und dann ggf. zurückschicken, wäre eine Option. Aber hohe 
Bandbreite finde ich doch wichtiger als ein wenig weniger Rauschen der 
Darstellung - woher es auch immer kommen mag. Die angezeigten Kurven zu 
interpretieren, nimmt einem auch dieses Gerät nicht ab.
Die Geräusche der beiden kleinen Lüfter, auch noch seitlich und 
vermutlich ausblasend angeordnet, wird man nur schwer reduzieren können. 
Gerade beim konzentrierten Arbeiten nervt mich das.

von Harald K. (kirnbichler)


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DHO1074 hat neben den vier Kanälen einen separaten externen 
Triggereingang. Das Display ist nicht nur größer, sondern hat auch eine 
höhere Auflösung (1280x800 statt 1024x600). Die Samplerate beträgt 2 
statt 1.25 GHz, der Samplespeicher kann auf 100 statt 50 MPts 
"aufgebohrt" werden ...

Aber: Das Gerät ist halt auch deutlich größer, und es kann nicht 
netzunabhängig betrieben werden (DHO804 braucht nur 'ne 
USB-PD-Powerbank, die 12V liefern kann).

Und die zwei Lüfter sind auch durchaus hörbar. Sie sind, weil in einer 
Standardbauform, leichter zu ersetzen als der "Notebooklüfter" des 
DHO804 (wie laut/unangenehm der ist, kann ich nicht einschätzen, ich 
hab' noch kein DHO804 in natura gesehen/gehört).

Das DHO1074 bietet wohl einige interessante "Hack"-Ansätze, die über die 
Optionsfreischalterei hinausgehen. Da es exakt dieselbe Platine 
verwendet wie die DHO4000-Serie, ist beispielsweise das Analogfrontend 
exakt dasselbe (mit 800 MHz Bandbreite), und der schaltbare 
50-Ohm-Abschluss ist auch vorhanden, nur bietet aus unerfindlichen 
Gründen die Software diese Option nicht an (in der graphischen Übersicht 
wird die Option sogar dargestellt, sie ist nur ausgegraut ...).

Im eevblog-Forum sind ein paar Leute unterwegs, die sich recht eingehend 
mit der Firmware des Gerätes beschäftigen, vielleicht, vielleicht 
kommt dabei ja auch was für den normalen Anwender 'rüber.

Das DHO804 ist auch schon so bearbeitet worden, und da hat schon jemand 
rausgefunden, wie man es als Videoplayer nutzen kann (Ton via 
USB-Audiointerface). Jaaa, das braucht man mit einem Oszilloskop. Klar.


Da Du schon ein schnelles Oszilloskop hast, ist das 804 als Zweitgerät 
vielleicht tatsächlich zu bevorzugen.

von No Y. (noy)


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Kann das DHO800 auch den 14/16 Bit "mode"?
Ansonsten ist der 10MHz Ref in ganz nett in Kombination mit meinem GPSDO 
welcher den Frequenzgenerator und meinen Siglent VNA/ Spectrum Analyzer 
speist.. Wobei wie Sinnvoll ist das bei der niedrigen Bandbreite? Beim 
MSO5k wäre es "netter" gewesen..

Aber stimmt schon zusammengefasst wären eigentlich nur die 12bit / 
rauschen interessant..
Alles andere wäre mein MSO5k vermutlich für mich besser..
Wobei mich eher selten interessiert wie viel Rauschen dabei ist bei dem 
Digital Kram. Und mit 8bit wurde auch vieles entwickelt was auch heute 
noch gut läuft.. :-D

Ggf. bin ich auch nur im "Geld raus Modus"...

: Bearbeitet durch User
von Markus (schimaiw)


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Moin,

eine simple Frage. Ich benötige u.a. auch Aufzeichnungen über mehrere 
Stunden. Vom Datenblatt kann das 800er 500s/div, also bei 10 div. 5000s.
Um zu wissen ob das die Grenze ist, müßte ich die kleinste einstellbare 
Abtastrate kennen. Steht nicht in den docs
Kann da jemand helfen ?

Frohe Festtage wünscht
Markus

von Manfred L. (egonotto)


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Hallo,

vermutlich geht direkt nicht mehr. Es ist auch die Frage, wie man es 
startet.
Aber im Record Modus könnte man das überlisten. Dann hat man halt 
Lücken, und es ist die Frage wie genau die Zeitinformation ist. Es 
müsste halt jemand mit einem DHO800 mal probieren. Und eine andere Frage 
ist, wie man dann an die Daten kommt.
Beim DHO1074 könnte man die externe Triggerung, oder die Netztriggerung 
verwenden.
Mit dem DHO1074 könnte man dann (mit Lücken) an die 4960000 s kommen. 
Mit einer Abtastrate von 100 Hz mit einen Kanal.

MfG
egonotto

: Bearbeitet durch User
von Carsten S. (dg3ycs)


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No Y. schrieb:
> Ich bin in Schwierigkeiten.. :-D
> Soll ich einen DHO804 (gehackt auf DHO814) oder einen DHO1074 als
> Ergänzung zu meinem MSO5354 nehmen?
Das mit den "Entscheidungsschwierigkeiten" merkt man, bei immerhin 
(mindestens) drei gleichlauten Postings (1x hier, 2x EEVBlog)

> Für meine Hauptarbeit (digitale Sachen) mag ich die >350 MHz BW / 8GS
> des MSO5k schon ganz gerne. Mehr Bandbreite wäre noch besser aber dann
> wird / wurde es halt schnell teurer.. Bzw. dann kommen ja aktive Probes
> dazu usw.

Ging mir im Prinzip genau so, wobei ich lange überlegt habe ob ich nicht 
ein 804er oder 904 nehmen soll. Wegen des LA-Ports, habe ja den LA 
Tastkopf...
(Der AWG ist ja leider nur bei den noch mal teureren S Modellen 
tatsächlich bestückt)

Das Angebot für die DHO1074 hat mir dann die Entscheidung abgenommen.
Wobei die Bildschirmgröße halt einerseits ein gewichtes Pro Argument 
war, die Gesamtgröße des Gerätes aber der Grund war warum ich doch noch 
etwas gezögert habe.
Entschieden für das 1000er habe ich mich dann aber, wie ich weiter oben 
in Thread schon geschrieben habe, wegen des Ref. Eingangs und halt auch 
weil ich mir noch einmal die Bilder und Youtube Videos angesehen habe 
und bei der fensterorientierten Darstellung ich Zweifel hatte ob das 
wirklich für mich noch so optimal ist alles so klein zu haben.
Es sind doch u.U. deutlich mehr Infos auf dem Bildschirm möglich als 
noch beim DS1054z. So seit 1-2 Jahren brauche ich ja tatsächlich öfter 
die Lesebrille bei der Elektronikarbeit. Und das wird wohl nicht besser 
werden...

Leider hat es dann doch noch etwas länger gedauert bis das Gerät endlich 
angekommen ist, (Mittwoch) und dann bin ich erst gestern dazu gekommen 
etwas damit zu spielen. Daher kann ich ausführlicheres erst nach den 
Feiertagen schreiben.
Aber ich habe gestern schon mal angefangen erste Vergleiche zwischen den 
drei etwas "besseren" Geräten zu machen die ich im direkten Einsatz habe 
(Beruflich ein SDS2000x-Plus, Privat halt ein MSO5k und das DHO )
Ich habe mal Fotos und Screenshot angehangen.

Und ich muss sagen ich bereue die Entscheidung nicht und denke das das 
Größere Display definitiv eine gute Wahl war. Die beiden Geräte ergänzen 
sich auch recht gut was ihrer jeweiligen Stärken und Schwächen angeht.

Was man auf den Bildern sieht:
Ich habe mit dem DG800-AWG zwei Signale erzeugt, einmal 3,5MHz mit 2mVpp 
(High-Z) und einmal 5MHz mit 5Vpp (High-Z). Optisch erkennt man bei 
diesem Verhältnis im Zeitbereich das vorhandensein der 3,5MHz da nicht 
mehr!

Diese habe ich über einen Koppler zusammengeführt und dann über weitere 
Koppler an die vier GEräte weiterverteilt. Leider sind die ersten beiden 
Koppler in der Kette nicht wirklich für diese Frequenzen geeignet, daher 
ist es nicht strickt 50 Ohm...
Die Eingänge sind jeweils mit 50Ohm abgeschlossen (2x Rigol extern, 2x 
Siglent intern) und davor sitzt ein 10dB Dämpfungsglied.

Was halt sofort (und bei der Bedienung) ins Auge fällt ist das die DHO 
GUI WESENTLICH moderner und polierter Wirkt als die doch etwas altbacken 
wirkende MSO5000 GUI.

Gerade wenn es darum geht viele Informationen gleichzeitig auf den 
Bildschirm zu bringen ist diese VIEL Aufgeräumter als beim 5K.
Auch die Auflösung des DA Wandlers merkt man deutlich.
Habe leider keine Screenshots gemacht, aber ich habe die beiden Signale 
auch einmal mit den Ausgangswerten 2mVpp/10Vpp über einen Koppler und je 
20dB Dämpfungsglieder auf die beiden Rigol gegeben. (denselben Vergleich 
DHO vs. Siglent mache ich mal nach den Feiertagen)
Beim DHO war auch dabei das 3,5MHz Signal klar in der FFT erkennbar, 
wärend es beim 5K natürlich nichts mehr zu wollen gab. Beide Geräte 
waren dabei jeweils im HiRes Mode.

Was gibt es noch zu sagen:
Das DHO und das MSO5k sind, wie auf den Bildern zu sehen, von der Größe 
praktisch identisch. Leider (für mich) hat das DHO seine 
Lüftungsöffnungen bekanntlich an der Seite so das ich es bei meinem 
Setup NICHT je nach Bedarf auf den Platz des MSO5k stellen kann. Das 
wusste ich aber ja schon vorher.

Die Lüfter sind tatsächlich sehr deutlich zu hören. Ein Rauschen im 
mittleren Frequenzbereich das ähnlich klingt und von der Lautstärke ist 
wie bei vielen älteren Brand-A Skopes.

Im Vergleich ist es lauter als der Siglent SA, aber leiser als meine 
anderen beiden SA (Der Anritsu MS2601 und HP 8591E) Auch etwas lauter 
als das MSO5000.Da es Frequenzmäßig im mittleren Bereich liegt 
(rauschen, nicht Heulen/Pfeifen) aber durchaus erträglich.
Ich werde aber trotzdem, wie bei vielen anderen Geräten von mir, jetzt 
eine gewisse Zeitspanne abwarten und dann alles in Richtung "leiser" 
umrüsten (Gummidämpfer, ggf. andere Lüfter)

Die Bedienung empfinde ich als Flüssig, wenn auch erst einmal ungewohnt. 
Aber auch dieses Konzept gefällt mir besser als beim SDS2000X+ (Da mag 
ich die Bedienung gar nicht, das ist aber reine Geschmackssache)

Ansonsten weiteres nach den Feiertagen da jetzt die Familie ruft...

No Y. schrieb:
> Ggf. bin ich auch nur im "Geld raus Modus"...

Ja, dieser Modus ist ein Problem ;-) War bei mir auch aktiv.
Und das besonders schlimme war ja das es erst einmal gedauert hat bis 
das Spielzeug da war und ich so förmlich genötigt wurde mir für die 
Zwischenzeit zum Trost noch den neuen Spekki zu kaufen.

Gruß
Carsten

von Carsten S. (dg3ycs)


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Nachtrag:
Ich habe festgestellt das ich bei meinem MSO ein Signal auf 4,7MHz habe. 
Das ist mir früher nie aufgefallen. Dem bin ich noch nicht nachgegangen 
und es kann gut sein das es tatsächlich von extern kommt. Auch wenn es 
auf den anderen Geräten nicht auftaucht.

Oder hat jemand der anderen MSO5K besitzer dieses Signal auch, so das es 
eine Eigenstörung ist?

EDIT Nachtrag 2:
Nur zur Info: In den obigen Bildern laufen alle Geräte gerade OHNE die 
Nutzung des 10MHz REF Eingangs...

Markus schrieb:
> Ich benötige u.a. auch Aufzeichnungen über mehrere
> Stunden. Vom Datenblatt kann das 800er 500s/div, also bei 10 div. 5000s.
> Um zu wissen ob das die Grenze ist, müßte ich die kleinste einstellbare
> Abtastrate kennen. Steht nicht in den docs
> Kann da jemand helfen ?

Würde für eine solche Messung nicht ein simples Multimeter mit 
Loggingfunktion (entweder intern oder halt als externe Abfrage über 
Laptop, Raspi etc) mehr Sinn machen?
Zwischen einigen zehn ms und Stunden zwischen den Abtastzeitpunkten kann 
man da ja dann völlig frei wählen!

Gruß
Carsten

: Bearbeitet durch User
von Gustl B. (gustl_b)


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Carsten S. schrieb:
> Ich habe festgestellt das ich bei meinem MSO ein Signal auf 4,7MHz habe.

Eingang kurzschließen oder 50 Terminierung dran und dann nochmal gucken.

von Armin X. (werweiswas)


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Meins kam auch gestern und ich bin, was das "Low Noise" angeht, ein 
wenig konsterniert!
So vel gefritzel auf dem Bildschirm hatte ich nicht erwartet!
Weder bei dem internen Testsignal mit einem 10:1 Tastkopf auf Kanal1 
(mit den Rigol Tastköpfen siehts nicht besser aus) noch bei dem mit 1M 
abgeschlossenen Kanal 3 bzw dem kurzgeschlossenen Kanal 4.
Dabei habe ich noch nicht mal den kleinsten Messbereich gewählt.

Allerdings haben die mir so wie es aussieht eine alte Möhre geschickt. 
Laut Info ist das Gerät von 14.12.2022 und die Firmware den Stand 
00.02.04 aufweist.

Ich will da doch nicht gleich mit FW-Updates rumschlagen müssen und wenn 
schon neu auch mit aktueller Hardware.

: Bearbeitet durch User
von Markus (schimaiw)


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Carsten S. schrieb:

> Würde für eine solche Messung nicht ein simples Multimeter mit
> Loggingfunktion (entweder intern oder halt als externe Abfrage über
> Laptop, Raspi etc) mehr Sinn machen?
> Zwischen einigen zehn ms und Stunden zwischen den Abtastzeitpunkten kann
> man da ja dann völlig frei wählen!
>
> Gruß
> Carsten

@ Carsten.
Natürlich geht das. Ich frage mich aber warum scope Hersteller keine 
langsamen Abtastraten bereitstellen ( runter bis z.B. 1/s). Dann wäre 
das Thema gegesssen. Erst bei den billigen Hand-Scopes (e.g. Owon) 
findet man das.

von Carsten S. (dg3ycs)


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Hi,

Armin X. schrieb:
> Meins kam auch gestern und ich bin, was das "Low Noise" angeht, ein
> wenig konsterniert!
> So vel gefritzel auf dem Bildschirm hatte ich nicht erwartet!

ACHTUNG: Einstellungen beachten!
Du must bedenken das dein Skope auf voller Bandbreite mit normaler 
Erfassung steht. Und das Rauschen ist nun einmal (auch) massiv von der 
Bandbreite abhängig.
Daher wird ein 1GHz Skope das mit voller Bandbreite in Echtzeit erfasst 
und dabei gerade mal 1µV Rauschpegel hat leider, egal wie viel Geld man 
investiert, auch ein Traum bleiben.

Aus diesem Grund wurden verschiedene Optionen erfunden um den 
Rauschpegel deutlich zu reduzieren die bei dir aber gerade nicht aktiv 
sind.

Die erste und wichtigste Option ist die Bandbreitenbegrenzung.
Die von anderen (z.B. auf EEVBlog) gemachten Angaben für die geringen 
Rauschspegel und auch die Screenshots die diese Pegel zeigen sind alle 
mit aktiviertem 20MHz Tiefpass gemacht. (Schnellere Geräte wie z.B. das 
MSO 5K haben noch ein paar mehr Frequenzen zur Auswahl so das man bei 
Bedarf an geringem Rauschen mit der gerade noch ausreichenden 
Tiefpassfrequenz arbeiten kann)

Dann bietet das Gerät noch einen HighRes Mode mit dem ebenfalls das 
Rauschen reduziert wird (wobei dieser Modus auch Einfluss auf die 
Bandbreite haben kann)

Und als letztes gibt es noch den Average Modus der zwar den größten 
Einfluss auf den angezeigten Rauschpegel hat, aber halt etwas "ausser 
Konkurenz" ist das dieser nur für sich wiederholenden Signalen 
verwendbar ist.

Diese Modi können und sollen, je nach Bedarf und Wissensstand des 
Nutzers, einzeln oder in Kombination verwendet werden!

Armin X. schrieb:
> Dabei habe ich noch nicht mal den kleinsten Messbereich gewählt.
JAIN...
Der 1mV/Div Bereich ist elektrisch gesehen schon der kleinste Bereich!
Hier ist die maximale Empfindlichkeit des Eingangs schon erreicht.
Der 0,5mV Bereich bedeutet das mit der selben Empfindlichkeit wie bei 
1mV/Div erfasst wird, dann vor der Darstellung auf dem Bildschirm aber 
um faktor 2 vergrößert werden. Also ein reiner Zoom...


Armin X. schrieb:
> Weder bei dem internen Testsignal mit einem 10:1 Tastkopf auf Kanal1
> (mit den Rigol Tastköpfen siehts nicht besser aus) noch bei dem mit 1M
> abgeschlossenen Kanal 3 bzw dem kurzgeschlossenen Kanal 4.

Ich habe mal ein paar Beispielscreenshots mit einem ähnlichen Aufbau bei 
ähnlichen Einstellungen gemacht um die Einflüsse der verschiedenen Modi 
zu zeigen.

Für alle Screenshots gilt:
Kanal 1:
Internes Prüfsignal über die mitgelieferten Probes in Stellung 1:10

Kanal 2:
Rauschen, Eingang kurzgeschlossen.
(Short meines VNA...)

Kanal 3:
Rauschen, 50 Ohm abschluss

Kanal 4:
Rauschen, Eingang offen

Alles auf einem 70MHz Gerät in Originalzustand!
(DHO1074)

Die jeweiligen Einstellungen sind auf dem Screenshot erkennbar.
Dabei sind folgende Kombinationen erfasst:

1. Normaler Erfassungsmodus, keine zusätzliche Bandbbegrenzung aktiv

2. Normaler Erfassungsmodus, 20MHz Tiefpass aktiv

3. HigRes Erfassungsmodus, keine zusätzliche Bandbbegrenzung aktiv

4. HigRes Erfassungsmodus, 20MHz Tiefpass aktiv

5. Average Aktiv, Mittelung über 64 Sample

Bis auf Kanal 1 je mit Vertikaleinstellung 500µV/DIV

Armin X. schrieb:
> Allerdings haben die mir so wie es aussieht eine alte Möhre geschickt.
> Laut Info ist das Gerät von 14.12.2022 und die Firmware den Stand
> 00.02.04 aufweist.
>

Sind auch die Angaben meines Gerätes. Wobei es sich da nicht um das 
Baudatum sondern den Revisionsstand der Software handelt
(HW ist bei mir Rev. 2)

Für das Baudatum liegt es näher sich am Datum des Kalibrierzertifikats 
zu orientieren. Dies ist bei mir von Ende März '23.
Nicht Produktionsfrisch gerade vom Fließband, aber weit entfernt von 
"alte Möhre". Zumal ja auch die gesamte Logistik in der Zwischenzeit 
passiert ist...

Armin X. schrieb:
> Ich will da doch nicht gleich mit FW-Updates rumschlagen müssen und wenn
> schon neu auch mit aktueller Hardware.

"Alte" Hardware ist eine Sache, zumindest wenn das Re-design nicht der 
Kostenoptimierung sondern der Bug-Behebung dient. Nur reden wir hier von 
Geräten die, je nach Logistikkette, vor Versand ab Werk wohl kein halbes 
Jahr auf Lager lagen. Das ist nicht "alt".

Aber in Hinblick auf die Software denke ich das es den allermeisten 
genau so wie mir geht das wir am liebsten gerade NICHT die neueste 
SW-Version haben sondern die älteste Version von der wir problemlos 
beliebig auf alle neueren bis zur aktuellen Version Updaten können.
Dann hat man die FREIE WAHL mit welcher man Arbeiten möchte. Nicht immer 
sind die letzten Versionen die besten. Gerade wenn es um das Thema 
"Hackoptionen" Geht immer wichtig zu beachten.
Wäre doof wenn da plötzlich ein Türchen verschlossen ist nur weil die 
Firmware zu neu und ein Downgrade nicht möglich ist.

Gruß
Carsten

: Bearbeitet durch User
von Carsten S. (dg3ycs)


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Markus schrieb:
> @ Carsten.
> Natürlich geht das. Ich frage mich aber warum scope Hersteller keine
> langsamen Abtastraten bereitstellen ( runter bis z.B. 1/s). Dann wäre
> das Thema gegesssen.

Abtastraten sind bei einem Skope ja bloß abhängige Variablen, nichts was 
man gezielt einstellt. Diese ergeben sich aus X Ablenkung und 
Speichertiefe.
Daher müsstest du korrekterweise Fragen warum die Hersteller keine 
Möglichkeit für noch langsameren X-Ablenkzeiten bereitstellen.

Und da muss man sagen das es wohl so ist das man da irgenwann einfach 
das übliche Anwendungsgebiet für ein Skope verlässt. Das bedeutet zwar 
nicht das es überhaupt niemanden gibt der dies nutzen würde, aber doch 
das der Kreis der Anwender für die das relevant wäre reichlich klein 
ist.

Wenn man bedenkt das die DHO1000 z.b. bereits jetzt schon 1000s/div als 
langsamste Einstellung bieten, also mehr als 2,5h für eine Schirmbreite, 
dann wird auch verständlich um welche extremen Zeiten es geht.
Das war immer schon das Gebiet anderer Geräte, damals von 
Datenschreibern mit Papierstreifen oder Trommeln, heute von 
Datenloggern.

Oszilloskope sind Geräte die eigentlich für die Erfassung von vielen 
schnell wechselnden Messerten mit eingeschränkter Genauigkeit vorgesehen 
sind. Die ganze Erfassungstechnik ist dafür ausgelegt.
Man darf nicht vergessen das die (zahlenmäßig) meisten heute aktuellen 
Geräte gerade mal etwas im Bereich von 6-7 ENOB haben, selbst teure 
Markengeräte mit 10 oder 12Bit ADC sind meist noch deutlich unter 10 
ENOB.

Also ein vielfaches schlechter als Multimeter derselben oder auch nur 
der halben Preisklasse. Wird jetzt die Erfassungrate zu langsam, dann 
verliert ein Oszilloskop alle seine Vorteile gegenüber z.b. einem 
solchen Multimeter, behält aber alle seine Nachteile (Auflösung, 
Energieverbrauch, Platz, Geräusche, Kosten)

Natürlich könnte man Argumentieren das es ja trotzdem nichts mehr kosten 
Würde das einfach einzubauen für die paar wenigen die dann dafür das 
Skope nehmen wollen, aber ganz so ist es ja auch nicht.
Von der Hardware geht es sicher ohne Mehrkosten, aber es muss halt auch 
in der Software realisiert werden, Ganz schnell ist man da dann in dem 
Bereich wo evtl. schon mal der eine oder andere Timer der für die 
üblichen Sampleraten ohne Probleme reicht einen Überlauf hat. Das kann 
man natürlich abfangen aber dann muss man wieder noch mehr Optionen und 
Sonderfälle in die Software einbauen.
Und alles was man in der Software einbaut muss ja dann auch noch 
getestet und bei späteren Erweiterungen wieder getestet werden.
Und nicht zuletzt steht das dann als Option immer im Auswahlmenü, 
braucht da Platz, muss Auswählbar sein etc. Das wird wieder den einen 
oder anderen Nutzer stören wenn da die Menüs mit aus "seiner" Sicht 
unsinnigen Features vollgepackt sind.
Wie geschrieben: Für Anwendungen für die man seit Jahrzehnten mit Erfolg 
eine ganz andere, günstigere, energiesparendere und leisere Geräteklasse 
verwendet.

> Erst bei den billigen Hand-Scopes (e.g. Owon)
> findet man das.

Diese Handskopes sind ja wieder eine etwas andere GEräteklasse. Sie 
sollen ja nicht den vollen Einsatzbereich eines Desktopskopes abdecken 
sondern sind von der Zielanwendung ein Zwitter als Handmultimeter und 
Skope.
Historisch eigentlich aus Multimetern mit Graphikfunktion für die 
Trenddarstellung entstanden. Eine Trendanzeige die gerade für 
Loggingfunktionen gedacht war, aber wegen der geringen Geschwindigkeit 
die damals volldigital in Klinkergröße auf LCD nur möglich war, kaum als 
Oszilloskop zu bezeichnen.
Bandbreiten im Bereich einstelliger MHz waren schon gut...

Gruß
Carsten

von Manfred L. (egonotto)


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Carsten S. schrieb:
> ACHTUNG: Einstellungen beachten!

Hallo,

das Rauschen ist verglichen mit anderen DHO1074 bei 20 MHz BW sehr 
gering. Vermutlich hast Du Firmware 00.02.04.

MfG
egonotto

: Bearbeitet durch User
von Mi N. (msx)


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Carsten S. schrieb:
> Die jeweiligen Einstellungen sind auf dem Screenshot erkennbar.
> Dabei sind folgende Kombinationen erfasst:

Danke für die Kurven. Gerade bei den empfindlichen Bereichen gibt es 
deutliche Vorteile zu den MSO5xyz, wenn man es braucht. Bei Bedarf wird 
man ansonsten kleine Signalspannungen passend vorverstärken oder ein 
älteres Scope mit geringer Bandbreite aus dem Schrank holen ;-)

von Carsten S. (dg3ycs)


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Hi,

Manfred L. schrieb:
> das Rauschen ist verglichen mit anderen DHO1074 bei 20 MHz BW sehr
> gering. Vermutlich hast Du Firmware 00.02.04.

Ich habe die weiter oben geposteten Screenshots mit meinem Skope im 
Auslieferzustand gemacht, der ja in der Tat die V. 02.04 beinhaltete.

Da es mich jetzt mal interessiert hat (und ich ja eh Updaten wollte) 
habe ich nun mal das Update auf 02.07 gemacht und erneut gemessen.
Zusätzlich habe ich probehalber auch einfach mal vorrübergehend die 
Bandbreite erhöht (Liz. Code liegt ja hier, aber so lange kein Bedarf 
ist muss er ja nicht dauerhaft drauf sein...)

Daher hier die Screenshots zum Vergleich 70MHz vs. 200MHz Bandbreite im 
"Normalmodus" und ohne 20MHz Filter.
Daneben habe ich auch noch einmal die anderen Optionen (HighREs und 
20MHz bei 70MHz Gerät) durchgespielt und Angehangen. Bei diesen 
Screenshots gilt bis auf die FW-Version dieselbe Einstellung wie bei den 
Screenshots gestern.

Mit 200MHz BW habe ich das ebenfalls durchgespielt, hier egaben sich 
aber weder für den HighRes noch für den 20MHz Tiefpassfiltermodus eine 
Änderung gegenüber der originalen 70MHz Konfiguration.
(Durch diese Optionen und mit den eingestellten Parametern ist die 
effektive Bandbreite ja sowieso bereits unterhalb 70MHz)

Gruß
Carsten

: Bearbeitet durch User
von Carsten S. (dg3ycs)


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BTW -Für die NichtAnleitungsLeser:
Da ja öfter im Zusammenhang mit diesem Gerät von einem DC - Offset bei 
den Kanälen geschrieben wird: Auch wenn die stärke der Auswirkungen zu 
einem gewissen Teil wohl mit  einer FW-Version und der SelfCal 
zusammenhängt, so gibt es aber rein Technisch bedingt durchaus einen 
mehr oder weniger starken DC Offset in der Empfindlichsten Einstellung 
zu beobachten.
(Bei mir etwa zweistelliger µV Bereich!)

Dieser Offset ist dabei auch temperaturabhängig so das er auch nicht 
ganz vermieden werden kann so lange man nicht dafür Sorge trägt das das 
Gerät immer bei ganu gleicher Umgebungstemperatur nach erreichen des 
thermischen Beharrungszustandes, der teilweise erst nach Stunden 
erreicht wird, verwendet wird.
Dieser Temp. Bedingte Offset ist dabei keine Besonderheit dieser Geräte 
sondern bei allen Geräten ab einer gewissen Auflösung vorhanden. Ist 
Prinzipbedingt. Es ist lediglich so das je nach Anwendung und 
Geräteklasse halt eine mehr oder weniger genaue Temperaturkompensation 
der Messwerte zusätzlich vorgenommen wird. Aber bei breitbandigen 
Oszilloskopen im vierstelligen Preisbereich ist das alles andere als 
verbreitet.

Um diesen Temperaturbedingten Offset manuell ausgleichen zu können (z.b. 
weil man nicht das Warmlaufen ganz abwarten möchte) haben diese Geräte 
deshalb die Möglichkeit dies manuell zu korrigieren.
Im Kanalmenü für die Vertikalen Einstellungen findet sich deshalb ein 
Menüpunkt BIAS mit dem das Feinjustiert werden kann. Die Pfeiltasten 
haben einen Schrittweite von 20µV, kleinere (und größere) Werte können 
über die Bildschirmtastatur eingegeben werden. Die unter BIAS gemachten 
Einstellungen wirken sich auch direkt auf die Messwerte aus!

Diese BIAS Einstellung (für den Temperaturabhängigen Offset) ist dabei 
NICHT mit der ebenfalls vorhandenen Offset Einstellung zu 
verwechseln die nichts anderes ist als die Einstellung der Position auf 
dem Bildschirm für die Angezeigte Kurve (was es seit jeher als Poti bei 
praktisch allen Oszilloskopen gibt)
(Also: Bias verändert/korrigiert die Messwerte, Offset nur die 
Anzeigeposition)

: Bearbeitet durch User
von Dirk (bad_boy)


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Hier gibts nun auch eine wirklich einfache Anleitung zum Hacken der 
DHO1k und DHO4K um die weiteren Optionen frei zu schalten.

https://www.eevblog.com/forum/testgear/hacking-the-hdo1khdo4k-rigol-12-bit-scope/msg5241057/#msg5241057

Und endlich verständlich erklärt. :-)

von Robert M. (r0bm)


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Dirk K. schrieb:
> Hier gibts nun auch eine wirklich einfache Anleitung zum Hacken der
> DHO1k und DHO4K um die weiteren Optionen frei zu schalten.
>
> 
https://www.eevblog.com/forum/testgear/hacking-the-hdo1khdo4k-rigol-12-bit-scope/msg5241057/#msg5241057
>
> Und endlich verständlich erklärt. :-)

Als kleinen Hinweis, speziell für Win7 Nutzer, die letzte Version des GO 
Compilers die sich noch unter Win7 installieren lässt, ist v1.20.12.

Damit sich die mit dem GO Compiler generierten Optionen (BW7T2 und RLU) 
direkt aus dem Terminal-Fenster (oder Windows Powershell) kopieren 
lassen, muss in den Terminaleigenschaften, unter Bearbeitungsoptionen, 
der Quick-Edit Modus aktiviert sein.

Darauf achten die Bandbreitenoption (BW7T2) vor der Speichererweiterung 
(RLU) zu installieren. Andersherum hat es hier nicht geklappt.

Unbedingt auch die kaputte FlatTop FFT Fensterfunktion reparieren:

https://www.eevblog.com/forum/testgear/hacking-the-hdo1khdo4k-rigol-12-bit-scope/msg5202903/#msg5202903

von No Y. (noy)


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Danke Carsten für die Infos.
Ja hab an 3 Stellen die Anfrage gestellt um verschiedene Meinungen zu 
bekommen.
Langsam wird die Zeit knapp..
Aber aus Platzgründen würde es wenn wohl eher ein 800er..
Aber da mein altes Hameg HMO3524 welches dann eigentlich gehen sollte / 
Platz machen soll für das 800er aber vermutlich besser ist / halt 
erstmal noch reicht.. Werde ich wohl erstmal bei dem bleiben.
Rauschen ist dort auch eher niedrig..
Gibt daher einfach zu wenig "Verbesserung" 8bit / 12Bit aktuell..

von Dirk (bad_boy)


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Robert M. schrieb:
> Als kleinen Hinweis, speziell für Win7 Nutzer, die letzte Version des GO
> Compilers die sich noch unter Win7 installieren lässt, ist v1.20.12.
>
> Damit sich die mit dem GO Compiler generierten Optionen (BW7T2 und RLU)
> direkt aus dem Terminal-Fenster (oder Windows Powershell) kopieren
> lassen, muss in den Terminaleigenschaften, unter Bearbeitungsoptionen,
> der Quick-Edit Modus aktiviert sein.
>
> Darauf achten die Bandbreitenoption (BW7T2) vor der Speichererweiterung
> (RLU) zu installieren. Andersherum hat es hier nicht geklappt.
>
> Unbedingt auch die kaputte FlatTop FFT Fensterfunktion reparieren:

Vielen Dank für die Infos ! :-)

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