Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik wie Funktion Quarz ohne Oszi prov. prüfen


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von Unwichtig (noname_user)


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Mahlzeit ins Forum,
Nur zur Vorwarnung, die Suche ergab nichts hier auf dem Board, es ist 
also wohl ein neues Thema u. damit Problem.
Wie könnte man die standard- also prinzipielle eigentliche 
Funktionalität eines Quarzes in Flachbauausführung ohne Oszi noch 
testen, ohne dass genau die Frequenz noch eingehalten sein muß.
Also nur ob der Quarz an sich noch schwingt, weil das zu vermuten ist 
bei dem Gerät bzgl. grober Stoßeinwirkung (Paketversand), aber keine 
sichtbaren Risse oder Mängel auf der Platine.
Zur Verfügung stehen ein DMM, u. vllt. noch ein 2. baugleiches Gerät, 
was ich dann wohl mal mit einer Vergleichsmessung heranziehen muß?
Hat sowas schon mal jemand mit diesen einfachen Mittel, also nur mit 
einem DMM geschafft, oder ist das zwecklos?

von Steve van de Grens (roehrmond)


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Die Aufgabe des Quarzes ist, auf einer bestimmten Frequenz zu schwingen, 
wenn er dazu angeregt wird. Du kommst also nicht umhin, einen Oszillator 
zu bauen. Der muss aber von seinen Bauteilen her zum Quarz passend sein, 
sonst schwingt der Quarz nicht.

Ein gebrochener Quarz wird wahrscheinlich auch schwingen, aber auf einer 
ganz anderen Frequenz. Ohne passenden Oszillator und Frequenzmessung 
wirst du Brüche nicht sicher erkennen können.

: Bearbeitet durch User
von Harald K. (kirnbichler)


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Wenn es ein Quarz und kein Quarzoszillator ist, wirst Du mit einem 
Multimeter gar nichts ausrichten können.

Du wirst den Quarz zum Schwingen bringen (die übliche Schaltung mit 
einem 74HC04 reicht) und den Ausgang an einen (bzw mehrere kaskadierte) 
Binärzähler anlegen müssen, dessen langsamsten Ausgang Du mit einer LED 
verbindest. Die Anzahl der Zählerstufen sollte natürlich irgendwie zur 
Frequenz des Quarzes passen.

Blinkt sie, kann der Quarz schwingen.

Wenn Du als Binärzähler einen 74HC4060 verwendest, kannst Du auch dessen 
integrierten Oszillator verwenden, um damit den Quarz anzusteuern.

Der '4060 teilt die Quarzfrequenz an seinem langsamsten Ausgang durch 
2^14, also 16384.

von Gunnar F. (gufi36)


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Unwichtig schrieb:
> Hat sowas schon mal jemand mit diesen einfachen Mittel, also nur mit
> einem DMM geschafft, oder ist das zwecklos?

Hiermit geht das:
ebay Artikel: 204502092396

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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wenn der Quarz in einem der Radiobereich schwingen soll,
kann man ein Radio nehmen, dicht daneben stellen
und die besagte Freq einstellen.
Bei korrekter Funktion des Quarzes
sollte man es im Radio entsprechend hören können

von Michael (Firma: HW Entwicklung) (mkn)


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Unwichtig schrieb:
> die standard- also prinzipielle eigentliche
> usw.usw.usw
Kurzform:
Wie kann man einen Quarzoszillator mit dem DMM testen?

-> Garnicht.
Brauchste auch nicht, denn:

Unwichtig schrieb:
> grober Stoßeinwirkung (Paketversand)
Also Transportschaden oder das Gerät ging vorher schon nicht.
Warum in Teufels namen soll eigentlich gerade das kleinste und 
leichteste Bauteil einen Ditsch wegen einem Stoß abbekommen?

von Helmut -. (dc3yc)


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Du könntest auch die Zweipolparameter mit einem nanoVNA messen. Mit 
einem Multimeter eher nicht.

von Günter L. (Firma: Privat) (guenter_l)


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Benutze eine Quarzoszillatorschaltung die zum Quarz
passt. So eine Testschaltung ist auf einer Lochrasterplatte
schnell aufgebaut. Siehe Anhang.

von Dietrich L. (dietrichl)


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Günter L. schrieb:
> Benutze eine Quarzoszillatorschaltung die zum Quarz
> passt. So eine Testschaltung ist auf einer Lochrasterplatte
> schnell aufgebaut. Siehe Anhang.

Und wie stellt er mit seinem DMM dann fest, dass die Testschaltung 
schwingt?

von Unwichtig (noname_user)


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Michael schrieb:
> Also Transportschaden oder das Gerät ging vorher schon nicht.
> Warum in Teufels namen soll eigentlich gerade das kleinste und
> leichteste Bauteil einen Ditsch wegen einem Stoß abbekommen?

Weil du keinen Plan von Fehlersuche hast, so einfach!

Das Gerät ging vor dem Versand, und um mal die sinnfreien Fragen oder 
Tips zu beenden, da sind 2x Prozessoren drauf, Typ ist erstmal Wurscht, 
nur zu jedem ist ein Quarz zugeordnet, was macht dann wohl der Quarz an 
dem Prozi?
Ein Bild anbei, das Gerät hat nun eine viel zu hohe Stromaufnahme über 
den Anschluss durch den es versorgt wird, schließt man ein zusätzl. 
Netzteil an leuchten zwar alle LEDs im Lampentest, aber mehr passiert 
nicht, das Gerät bootet nicht mehr.
Ergo wo könnte der Fehler liegen wenn dies nach einem Paketversand 
auftritt u. optisch nichts zu erkennen ist?
Es geht hier absolut nicht um Messungen sondern um die Fehlerursache, 
also vllt. noch mal das Eingangs- Startposting von mir lesen?
Und bitte verschont mich mit solchen Anleitungen um etwas zur Funktion 
zu bringen oder den Quarz zu testen, der sollte einfach nur in der 
Schaltung funktionieren, oder dass man ihn da drin als defekt messen 
kann.
Es sind auch noch gleiche Geräte als Ersatzteilspender vorhanden, nur 
muß ich nun langsam mal sehen wo der Fehler als Ursache liegt.

Da hätte ich wohl ganz oben noch tiefer auf das Gerät eingehen sollen, 
weil hier nur Leute mit Funk- und HF-Technik das in Verbindung bringen?
Es sind hochkomplex µC die ihre Arbeit verweigern, die Typen kann ich 
nun auf dem Foto auch nicht mehr ablesen, einer ist von Siemens PSB ....

: Bearbeitet durch User
von Helmut -. (dc3yc)


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Unwichtig schrieb:
> nur
> muß ich nun langsam mal sehen wo der Fehler als Ursache liegt.

Na dann nimm einen Oszi und messe, ob der Oszillator am Proz schwingt! 
10:1 oder 100:1-Tastkopf benutzen, damit die kapazitive Belastung nicht 
zu groß wird! Ist doch keine Quantentechnik, so ein Quarz!

von Harald K. (kirnbichler)


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Helmut -. schrieb:
> Na dann nimm einen Oszi

Hat er nicht:

Unwichtig schrieb:
> Zur Verfügung stehen ein DMM, u. vllt. noch ein 2. baugleiches Gerät,
> was ich dann wohl mal mit einer Vergleichsmessung heranziehen muß?

von No Y. (noy)


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Wenn der Fehler mit "Nach dem Versand eine viel zu hohe Stormaufnahme" 
zu beschrieben ist, glaube ich kaum das der Quarz dir da irgendwas 
sagt..
Eher im Bereich der Schaltregler nach "losen" Bauteilen suchen.
Gerade dickere Spulen mal vorsichtig seitlich "anpieksen" und schauen ob 
die dann abfallen..

Ansonsten allgemein eher alles dicke / schwere prüfen ob noch fest oder 
abgefallen..

Wenn es mal ein ganz harter Stoß war ggf. auch Keramikkondensatoren auf 
Crack prüfen..
Eher im Bereich der Schaltregler suchen. Du sagst ja am Eingang Spannung 
drauf -> Zu hohe Stromaufnahme..
Hinterm Eingang irgendwo einspeisen -> Erstmal ok , bootet aber nicht..

Irgendwo ein Supervisor der die Spannung überwacht am Eingang?


Ansonsten Quarz vermessen macht man am besten mit einem Spectrum 
Analyzer + Fieldprobe..
Zumindest wenn man es professionell wissen muss. Oder mit einer sehr 
hoch impedanten Probe mit wenig Kapazität.. Also eher sowas wie ne 
Aktive Probe für >> GHz..

Jede kleine Kapazität verstimmt den Quarz.. Zumindest wird das so 
ermittelt wenn wir Quarze (meißt 24/25/50 MHz) ausmessen lassen, 
incircuit am zu speisenden IC..

Und dann wird noch die Leistungsaufnahme des Quarz gemessen mit einer 
"Stromzange" um zu sehen ob der Quarz nicht vom IC "überfahren" wird..

: Bearbeitet durch User
von Horst S. (Firma: Chaos Ltd) (hst)


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Wenn er doch nur wissen will, ob der Quarz schwingt, geht das sehr wohl 
mit einem DMM und drei Bauteilen.

von Steve van de Grens (roehrmond)


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Unwichtig schrieb:
> Und bitte verschont mich mit solchen Anleitungen um etwas zur Funktion
> zu bringen oder den Quarz zu testen

geht es dir gut?

von Unwichtig (noname_user)


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Ey Leute ich wollte keine Wissenschaft draus machen, und die optische 
Prüfung auf Bauteilebene hat kein Ergebnis gebracht, außer dass die ca. 
40 V auf ca. 20 hinterm Schaltregler einbrechen, die LEDs im Lampentest 
festhängen aber nur ganz schwach leuchten.
Ein paar SMD Sub-Mini-Transen werden recht warm am altmodisch separat 
aufgebauten Schaltregler, der Trafo dahinter macht schon Geräusche, beim 
Drauffassen wird er leiser, zu messen war nur dass am Eingang noch alles 
passt u. hinterm Schaltregler statt ca. 34 nur noch 17 V anliegen.
So, u. was zieht da nun zu viel Strom wenn die beiden oder ein Quarz 
nicht läuft, doch sicherlich die µC weil noch im Booten oder Starten?
Dass SMD-C´s durch Erschütterungen defekt gehen wäre mir auch neu, wobei 
da so gelbe Teufel bei sind.

von Yalu X. (yalu) (Moderator)


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Wenn ich das richtig sehe, hat der Quarz eine Frequenz von 7,68 MHz.
Neuere, nicht ganz lausige DMMs können solche Frequenzen direkt messen.

Wenn der Quarz nicht schwingt, heißt das aberh noch lange nicht, dass er
kaputt ist, denn der Defekt kann auch anderswo in der Schaltung liegen.

Um den Quarz sicher als Fehlerursache zu identifizieren, muss er
ausgebaut und getrennt vom ganzen Rest geprüft werden, oder er wird
testweise durch ein anderes, nachweislich intaktes Exemplar ersetzt.

Ersatzquarze sind nach Aussage des TE ja gleich mehrere verfügbar:

Unwichtig schrieb:
> Es sind auch noch gleiche Geräte als Ersatzteilspender vorhanden, nur
> muß ich nun langsam mal sehen wo der Fehler als Ursache liegt.

von Yalu X. (yalu) (Moderator)


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Unwichtig schrieb:
> Ey Leute ich wollte keine Wissenschaft draus machen, und die optische
> Prüfung auf Bauteilebene hat kein Ergebnis gebracht, außer dass die ca.
> 40 V auf ca. 20 hinterm Schaltregler einbrechen, die LEDs im Lampentest
> festhängen aber nur ganz schwach leuchten.
> Ein paar SMD Sub-Mini-Transen werden recht warm am altmodisch separat
> aufgebauten Schaltregler, der Trafo dahinter macht schon Geräusche, beim
> Drauffassen wird er leiser, zu messen war nur dass am Eingang noch alles
> passt u. hinterm Schaltregler statt ca. 34 nur noch 17 V anliegen.

Ok, dann liegt es wohl nicht am Quarz.

von Jens M. (schuchkleisser)


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Unwichtig schrieb:
> So, u. was zieht da nun zu viel Strom wenn die beiden oder ein Quarz
> nicht läuft, doch sicherlich die µC weil noch im Booten oder Starten?

Da würde ich eher davon ausgehen, das die Stromaufnahme geringer ist, 
weil noch keine Hardware initialisiert ist und auch sonst noch keine 
Funktion gegeben ist.

Wenn das Ding einen Lampentest hat, kann man den ja mit einem 
funktionierenden Gerät vergleichen. Die Zeiten des Aufleuchtens (oder 
eines Piepsers oder bis ein Relais klickt oder so) sollten etwa gleich 
sein, wenn das grob abweicht ist's der Quarz.
Aber ehrlich: ein HC49 mag es nicht, lose auf Fliesen zu fallen.
Mit einer LP dahinter sieht man dieser garantiert an das sie nicht weich 
gelandet ist, und bevor der Quarz zerbricht sind andere Teile ab.
Bei Vibrationen das gleiche: Bis so ein Quarz bricht, brauchts viel. Das 
sieht man woanders auch.
Und wenn sich irgendwas bewegt beim Einschalten, ist der Quarz schonmal 
noch so weit in Ordnung das es schwingt.

Von daher: ESD? Betrug durch den Empfänger?

von H. H. (Gast)


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Unwichtig schrieb:
> Dass SMD-C´s durch Erschütterungen defekt gehen wäre mir auch neu,

Anderen nicht.


> wobei da so gelbe Teufel bei sind.

Satanist?

von Steve van de Grens (roehrmond)


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Unwichtig schrieb:
> was zieht da nun zu viel Strom wenn die beiden oder ein Quarz
> nicht läuft, doch sicherlich die µC weil noch im Booten oder Starten?

Ich gehe davon aus, dass dein Mikrocontroller in CMOS Technologie 
aufgebaut ist. Ohne Takt nehmen CMOS Bauteile (annähernd) gar keinen 
Strom auf.

Viele Mikrocontrollern starten mit einem internen R/C Oszillator. Dort 
wird der Quarzoszillator dann per Software eingeschaltet. Es kann 
natürlich viele Gründe geben, dass die Software nicht läuft.

: Bearbeitet durch User
von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


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Yalu X. schrieb:

> Wenn ich das richtig sehe, hat der Quarz eine Frequenz von 7,68 MHz.
> Neuere, nicht ganz lausige DMMs können solche Frequenzen direkt messen.

Ähem, nicht wirklich. Zumindest nicht die Vertreter dieser Gattung, mit 
denen ich bisher zu tun hatte. Viel zu große Eingangskapazität. Reicht 
locker aus, um übliche Oszillatorschaltungen so sehr zu belasten, dass 
die Schwingbedingung nicht mehr gegeben ist.

Fertige Quarzoszillatoren mit eingebauter Treiberstufe kann man hingegen 
mit diesen Dingern tatsächlich problemlos messen. Sogar über 10MHz. Da 
kann man dann zwar nicht mehr die Frequenz messen, aber immerhin noch 
feststellen, dass irgendeine >10Mhz rauskommt, also zumindest noch 
herausfinden, ob da irgendwas schwingt.

von CA (Gast)


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Horst S. schrieb:
> Wenn er doch nur wissen will, ob der Quarz schwingt, geht das sehr wohl
> mit einem DMM und drei Bauteilen.

Deine Schaltung kann nicht funktionieren, die Diode hängt völlig in der 
Luft, hat keinerlei Bezugspotential.

Aber prinzipiell geht das mit z.B. der Schaltung in meinem Bild.

Ein simpler, aber sehr hilfreicher HF-Tastkopf um jegliche Art von HF 
aufzuspüren.

Für einen Quarz zum Schwingen zu bringen braucht es dann nurnoch einen 
Transistor und ein bißchen Hühnerfutter.

von Bernd G. (Gast)


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Unwichtig schrieb:
> Und bitte verschont mich mit solchen Anleitungen um etwas zur Funktion
> zu bringen oder den Quarz zu testen, der sollte einfach nur in der
> Schaltung funktionieren, oder dass man ihn da drin als defekt messen
> kann.

Abhilfe: den billigsten Oszi kaufen, den es gibt und reingucken. Der 
hier würde es bereits tun: 
https://www.reichelt.de/digital-speicher-oszilloskop-10-mhz-2-kanaele-peaktech-1401-p321523.html?&trstct=pol_7&nbc=1

von Steve van de Grens (roehrmond)


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CA schrieb:
> Aber prinzipiell geht das mit z.B. der Schaltung in meinem Bild.

Wie das wohl der Quarz findet, wenn er plötzlich 5000 mal mehr 
Last-Kapazität sieht, als normal?

von Michael (Firma: HW Entwicklung) (mkn)


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Unwichtig schrieb:
> Weil du keinen Plan von Fehlersuche hast, so einfach!
😂😂😂👍

Klasse!
Nicht man ein Oszi, will einen Quarz mit DMM messen, weil die 
Stromaufnahme viel zu hoch ist...
Also mehr geht nicht.
Jetzt hör aber bitte auf.
Ich hab schon Seitenstiche vom Lachen.

von Horst S. (Firma: Chaos Ltd) (hst)


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CA schrieb:
> Deine Schaltung kann nicht funktionieren, die Diode hängt völlig in der
> Luft, hat keinerlei Bezugspotential.

Wo du recht hast, hast du recht. Hatte die zweite Diode vergessen.

Steve van de Grens schrieb:
> Wie das wohl der Quarz findet, wenn er plötzlich 5000 mal mehr
> Last-Kapazität sieht, als normal?

Man kann C1 durchaus auf 10pF reduzieren, wenn das DMM die üblichen 10MO 
hat.

von Steve van de Grens (roehrmond)


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Horst S. schrieb:
> Man kann C1 durchaus auf 10pF reduzieren

Dann muss man allerdings bei der Wahl der Dioden aufpassen. Sonst kommt 
da hinten nichts Sinnvolles mehr heraus.

von CA (Gast)


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Steve van de Grens schrieb:
> Wie das wohl der Quarz findet, wenn er plötzlich 5000 mal mehr
> Last-Kapazität sieht, als normal?

Man muss nich direkt am Quarz messen.
Einen Oszillator braucht es eben und an selbigem gibt es auch 
verschiedene "Angriffspunkte".

Horst S. schrieb:
> Hatte die zweite Diode vergessen.

Hatte ich mir gedacht. Ist halt schon lange her....:-)

Steve van de Grens schrieb:
> Dann muss man allerdings bei der Wahl der Dioden aufpassen. Sonst kommt
> da hinten nichts Sinnvolles mehr heraus.

Nein, muss man nicht aufpassen. Heutige Transistoren schwingen sehr 
stabil und für das Detektieren von HF reicht auch eine simple 4001.

Solch einen "HF-Tastkopf" hatte ich schon in den 70er Jahren benutzt und 
er war mir immer eine sehr wertvolle Hilfe.

Man kann damit nicht "messen", sondern nur detektieren. Das reicht in 
den meisten Fällen aus um überhaupt HF nachzuweisen.

Damit habe ich die meisten Schwingkreise auf Maximum trimmen können.

von Steve van de Grens (roehrmond)


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>> Man kann C1 durchaus auf 10pF reduzieren
>> Dann muss man allerdings bei der Wahl der Dioden aufpassen. Sonst kommt
>> da hinten nichts Sinnvolles mehr heraus.

CA schrieb:
> Nein, muss man nicht aufpassen. Heutige Transistoren schwingen sehr
> stabil und für das Detektieren von HF reicht auch eine simple 4001.

Ich meinte den Fall, wenn die Dioden mehr parasitäre Kapazität als die 
Kondensatoren. Die 1N4001 hat 15 pF, und ich denke sie ist für so hohe 
Frequenzen ohnehin völlig ungeeignet. Da ist die reverse recovery time 
nicht mal spezifiziert.

Die 1N4001 ist "For use in general purpose rectification of power 
supplies, inverters, converters, and freewheeling diodes application".

Meintest du vielleicht eine simple 1N4148?

: Bearbeitet durch User
von CA (Gast)


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Steve van de Grens schrieb:
> Ich meinte die Kapazität der Dioden, wenn man den Kondensator auf 10 pF
> reduziert. Die 1N4001 hat 15 pF, und ich denke sie ist für so hohe
> Frequenzen ohnehin völlig ungeeignet. Da ist die reverse recovery time
> nicht mal spezifiziert.

Aus dir spricht der Theoretiker, ohne es je ausprobiert zu haben :-)

Aus der Praxis kann ich dir aber berichten, daß das keine Rolle spielt.

Bau´ so ein Ding nach und spiele damit herum. Du wirst staunen.

von Joe (Firma: Wessibisser) (joe_l794)


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https://de.aliexpress.com/item/1005005777361750.html
Bausatz, 3,73 inkl. Versand + ca. 3 Wochen warten

oder

https://github.com/Alexeyj4/Quartz_tester_wireless
Schaltplan und Software eines anderen Quartz-Testers

Ich habe oben den. Reicht zur Identifizierung und Funktionstest, also 
voellig fuer meine Zwecke ausreichend.

: Bearbeitet durch User
von CA (Gast)


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Joe schrieb:
> https://de.aliexpress.com/item/1005005777361750.html
> Bausatz, 3,73 inkl. Versand + ca. 3 Wochen warten
>
> oder
>
> https://github.com/Alexeyj4/Quartz_tester_wireless
> Schaltplan und Software eines anderen Quartz-Testers

Thema total verfehlt!

Unwichtig schrieb:
> Zur Verfügung stehen ein DMM, u. vllt. noch ein 2. baugleiches Gerät,

von Wolf17 (wolf17)


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Wenn nur ein DVM zur Verfügung steht, würde ich im 200mVDC Bereich den 
Überstrom auf den Leiterbahnen verfolgen, wo er hingeht. Ein 
Vergleichsgerät existiert ja.
Oder wird ausser der Versorgung schon was spürbar heiß?

Zum Quarztest mit Oszillator: Danach weis man, ob er funktioniert. Man 
weis aber nicht ob er am µC funktioniert.
Einfach in die funktionierende Schaltung einsetzen, ob die dann noch 
geht.

: Bearbeitet durch User
von CA (Gast)


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Habe jetzt gerade mal meinen uralten HF-Tastkopf (HF-Detektor) aus der 
Schublade gekramt um ein Szenario nachzustellen.

Die Spule rechts gehört zu meinem Dipper und die schwarze Zigarre ist 
der HF-Tastkopf; darinnen befindet sich die von mir gezeigte Schaltung. 
Dioden: Feld, Wald und Wiese.

Ich muss nichteinmal irgendetwas kontaktieren, die Nähe zu einer Quelle 
reicht völlig aus.

Der HF-Detektor ist äußerst empfindlich.

Kann ich jedem nur empfehlen, auch wenn es darum geht, einem Verstärker 
das Schwingen nachzuweisen.

von Joe (Firma: Wessibisser) (joe_l794)


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CA schrieb:
> Thema total verfehlt!
>
> Unwichtig schrieb:
>> Zur Verfügung stehen ein DMM, u. vllt. noch ein 2. baugleiches Gerät,

Jo mei, i glaab i brech'zamm. A Wahnsinn. Glaubst Du so ein "uralter" 
Tastkopf laesst sich bei jedem so einfach rauskramen? Und wenns nicht 
schwingt, weiss er immer noch nicht ob der Quartz in Ordnung ist.

Dann der oberlehrerhafte Knallerton. Na du bist vielleicht ´ne Ausgabe. 
Das ist sogar hier selten. Ausserdem habe ich aehnliche Wort-Erguesse 
von dir schon oefters hier im Forum gelesen. Laesst du eigentlich 
niemals andere Loesungen gelten? Glaube nicht das der Mann nicht mal 
dreifuffzig hat. Meinste deine Teile und der Aufwand kaemen billiger?

von CA (Gast)


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Joe schrieb:
> Jo mei, i glaab i brech'zamm. A Wahnsinn....

Allerliebst 😂

von Michael M. (michaelm)


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Joe schrieb:
> Jo mei, i glaab i brech'zamm. A Wahnsinn. Glaubst Du so ein "uralter"
> Tastkopf laesst sich bei jedem so einfach rauskramen? Und wenns nicht
> schwingt, weiss er immer noch nicht ob der Quartz in Ordnung ist....

Wenn der Fragesteller im Eingangsbeitrag sagt, er habe nur die und die 
Einfachst-Messmittel, dann sei es so. Punkt.
Deinen Schmarrrn kannst' für dich behalten.

Jedenfalls lässt solch ein einfacher HF-Tastkopf (nach Mitschreiber 
"CA") in wenigen Sekunden auf einem Weißblech- oder CU-Rest aufbauen; 
und: Er funktioniert sogar.
Wer hätte das gedacht? ;-)

Wer es komfortabler bzw. umfangreicher braucht:
UKW-Berichte 1/92 "MES-FETischismus II" lesen oder
z.B. mal nach "Zucconi Probes" gockeln...

von Unwichtig (noname_user)


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Also Leute, kriegt euch wieder mal ein, bitte!
Neuester Stand mit einem Zusatznetzteil fährt das Gerät bis in den 
"Lampentest", da bleibt es aber nun mal dauerhaft stehen, danach sollten 
eigentlich die beiden oder nur einer der µC ihr Programm abfahren durch 
Booten, machen sie aber nicht.
Also Strom kommt wohl genug an um die ganzen LED´s zum vollen 
Aufleuchten zu bringen, es kann also nicht an der Stromversorgung allein 
liegen.
Der Hersteller rückt natürlich auch nicht mehr an Infos raus, ich solle 
es dort einschicken zur Rep.!

von Joe (Firma: Wessibisser) (joe_l794)


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Unwichtig schrieb:
> Der Hersteller rückt natürlich auch nicht mehr an Infos raus, ich solle
> es dort einschicken zur Rep.!

Da ist das Porto schon teurer, als der Quartztester. LOL!

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