Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Analog Multimeter Hung Chang HC-2010BZ


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von Peter T. (Firma: schon lange insolvent) (wonderboy8051)


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Ich würde dieses gerne wieder gängig machen, Batterien, diese waren 1993 
abgelaufen habe ich getauscht. Im 10k Widerstandsbereich wird bei 
offenen Meßklemmen permanent ca. 350k angezeigt. In den DC Bereichen 
geht der Zeiger bei offenen Meßklemmen leicht ins negative. Mit einem 
DVM messe ich je nach DC-Bereich an den offenen Meßklemmen eine 
DC-Spannung von 800mV im 10V Bereich.

Bei Elektrotanya finde ich nur den Schaltplan von 5050. Vielleicht hat 
ja jemand die alten Manuals sorgfältig in Aktenordner abgeheftet und ist 
so nett, diesen hier zu veröffentlichen? :-)

von Achim M. (minifloat)


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Leckage über die Platinenoberfläche, weil

Peter T. schrieb:
> Batterien, diese waren 1993 abgelaufen

... und eventuell aus-gelaufen.

Zerlegen und Saubermachen wäre eine Option...

mfg mf

von Peter T. (Firma: schon lange insolvent) (wonderboy8051)


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Achim M. schrieb:
>> Batterien, diese waren 1993 abgelaufen
>
> ... und eventuell aus-gelaufen.
> Zerlegen und Saubermachen wäre eine Option...

Ach, wenn es alles immer so einfach wäre, aber die Realität ist 
kontraintuitiv!!!
Die Batterien sind kein Stück ausgelaufen, das Gerät ist im Inneren 
klinisch sauber!

von Harald K. (kirnbichler)


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von Motopick (motopick)


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> https://www.aliexpress.com/item/1005004510878362.html

Das Instrument des TO hat 30k/V und du kommst hier mit solchem Muell.

von Harald W. (wilhelms)


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Motopick schrieb:


> Das Instrument des TO hat 30k/V und du kommst hier mit solchem Muell.

Es hat 20kOhm pro Volt, ein typischer Wert für normale Multimeter
damals, die eher preisgünstig waren. Ich denke allerdings auch,
das sich die Reparatur eines solchen Instruments nicht lohnt. Das
in einem Parallelthread angebotene Unigor ist jedenfalls deutlich
besser.

von Manfred P. (pruckelfred)


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Harald W. schrieb:
> Ich denke allerdings auch,
> das sich die Reparatur eines solchen Instruments nicht lohnt.

Blödsinn, es macht einfach Freude, alte Schätzchen zu retten.

Ich habe zwei japanische Analogmultimeter, eines sogar mit 50k/V. Beide 
werden nicht mehr benutzt, aber ich mag sie trotzdem nicht in den Müll 
geben.

von Harald W. (wilhelms)


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Manfred P. schrieb:

>> Ich denke allerdings auch,
>> das sich die Reparatur eines solchen Instruments nicht lohnt.
>
> Blödsinn, es macht einfach Freude, alte Schätzchen zu retten.

"Schätzchen" sind z.B. das angesprochene Unigor oder ähnliche
Multimeter mit Genauigkeit 1%. Nicht aber das Instrument des TEs.

von Heinrich K. (minrich)


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Peter T. schrieb:
> Ich würde dieses gerne wieder gängig machen

das ist sein gutes Recht, nach seinen! persönlichen! Vorlieben zu 
entscheiden.

Die letzte Zahlenstelle weglassen, dann wird ein HunhChang HC201 daraus, 
dessen Schaltplan liegt auf radiomuseum(dot)org. Auch für 
Nichtmitglieder ist der Schaltplan in der Vorschau erahnbar.

Es dürfte sich um dasselbe Multimeter handeln.

von Andrew T. (marsufant)


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Peter T. schrieb:
> In den DC Bereichen
> geht der Zeiger bei offenen Meßklemmen leicht ins negative. Mit einem
> DVM messe ich je nach DC-Bereich an den offenen Meßklemmen eine
> DC-Spannung von 800mV im 10V Bereich.

Dann hast Du entweder eine fehlerhafte Messung
oder
einen Feinschluss über Platine und Kontakte, die den Batteriekreis auf 
den DC Bereich legen.

Letzteres kannst du prüfen, wenn Du alle 3 Batterien aus dem Gerät 
entfernst, und Deinen Test wiederholst. Keine Zeigerausschlag heisst 
dann: Feinschluss suchen .-)

von Michael X. (Firma: vyuxc) (der-michl)


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Ich hatte das Modell mit den Transistorchecker, ansonsten wohl 
Baugleich. Das Ding sollte im Strom/Spannungsbereich ohne Batterien 
auskommen. Der 9V-Block ist für die Widerstandsmessung.
Mich verwundern die beiden Mignonzellen.

von Peter T. (Firma: schon lange insolvent) (wonderboy8051)


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Michael X. schrieb:
> Mich verwundern die beiden Mignonzellen.

Die liefern kräftige Ströme für die niederohmigen Widerstandsbereiche. 
Sind mit dem 9V Block in Reihe, so hat der hochohmige Widerstandsbereich 
sogar 12V

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Eines der Probleme ist doch der fehlende Plastikeinsatz zur Nullpunkt 
Einstellung des Instruments. Den musste erstmal finden können. Und 
hinter diesem Plastikeinsatz scheint jede Menge Dreck ein Zuhause zu 
haben. Das ist besonders schön, weil er direkt in die Drehspulmimik 
gerieselt ist. Damit erklärt sich auch zwanglos ein klemmender Zeiger.
Wenn das jetzt noch Metallspäne waren, dann Gute Nacht, Marie.

: Bearbeitet durch User
von Heinrich K. (minrich)


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Der Zusatz BZ zur Modellbezeichnung 2010 steht für den extra vorhandenen 
Summer = buzzer. Ein akustischer Durchgangsprüfer als extra 
Messbereichs-Schalterstellung. Dafür sind die kräftigen Mignonzellen.

von Harald W. (wilhelms)


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Matthias S. schrieb:

> Eines der Probleme ist doch der fehlende Plastikeinsatz zur Nullpunkt
> Einstellung des Instruments

Ohne Gehäuse sollte das kein Problem sein. Wenn der Nullpunkt
wieder stimmt, sollte der auch über einige Jahre stabil sein.
Das Loch sollte man allerdings mit einem Tesafilmstreifen o.ä.
verschliessen.

> hinter diesem Plastikeinsatz scheint jede Menge Dreck ein
> Zuhause zu haben. Das ist besonders schön, weil er direkt
> in die Drehspulmimik gerieselt ist. Damit erklärt sich auch
> zwanglos ein klemmender Zeiger.

Es gibt da so Gummibälle mit einem "Rüssel" aus Gummi. Damit
kann man Staub und vielleicht auch Messingspäne gut wegpusten.

> (Zitat leicht verändert)
> Wenn das jetzt noch Eisenspäne waren, dann Gute Nacht, Marie.

Eisenspäne wird man aus dem Luftspalt wohl kaum rausbekommen.
Das einzige, was mir dazu einfällt, wäre ein Stück ölgetränk-
tes Küchenpapier durch den Luftspalt ziehen. Aber ob das hilft
weiss ich nicht.

von Peter T. (Firma: schon lange insolvent) (wonderboy8051)


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Matthias S. schrieb:
> Eines der Probleme ist doch der fehlende Plastikeinsatz zur Nullpunkt
> Einstellung des Instruments. Den musste erstmal finden können. Und
> hinter diesem Plastikeinsatz scheint jede Menge Dreck ein Zuhause zu
> haben.

Äh ne, ist ne optische Täuschung. Der Schlitz für die 
Nullpunkteinstellung ist da, aber arg verschlissen. Kein Problem, 
Nullpunkt lässt sich einstellen. Ich weiss nur noch nicht ob mein 
Meßgerät nun passiv oder mit einem 2-Transistor-Differenzverstärker ist 
wie das 5050

von Hannes J. (Firma: _⌨_) (pnuebergang)


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Ehrlich? Mach den ekelhaften Dreck erst mal runter. Das macht doch 
keinen Spaß an so etwas rumzuwerkeln.

Dann zeig uns mal die Bauteileseite der Platine. Ich wette von wegen
> klinisch sauber
Der Dreck wird da schön durchgesifft sein.

So, und wenn du es wirklich ernst meinst und sich kein Schaltplan 
findet, dann zeichnest du ihn dir selber raus. Was wird da schon drin 
sein? Pro Messbereich ein Widerstand, plus ein bisschen Aufschlag. Also 
ca. 25 bis 30 Widerstände.

Für die Spannungsbereiche jeweils eine Gruppe von Widerständen in Reihe, 
welche Spannungsteiler bilden (einmal für DC, einmal für AC). Die 
Strombereich und die Widerstandsbereiche mit Gruppen umschaltbaren 
Shunt-Widerständen. Alles ziemlich regelmäßig und vorhersagbar.

Dazu die prominent beworbenen Dioden. Vielleicht eine, vielleicht zwei. 
Die ganze Magie steckt im Bereichswahlschalter.

von Heinrich K. (minrich)


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Peter T. schrieb:
> Ich weiss nur noch nicht ob mein Meßgerät nun passiv oder mit einem
> 2-Transistor-Differenzverstärker ist wie das 5050

Dann guck halt seitlich auf die Bestückungsseite der Platine. Sind alles 
bedrahtete Bauteile, Transistoren wirst Du doch noch erkennen, oder?

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