Habe mir letztens ein neues 230/12V Netzteil gekauft, weil das alte bei Umstellung von Halogen auf LED schöne Flickerdisco gemacht hat.
Ich hab beim bestellen nicht so genau aufgepasst, und mich dann gewundert, warum das neue Netzteil AC Output hat.
LED sind ja nunmal prinzipbedingt Dioden, warum macht man ein AC/AC Netzteil, wenn es denn dediziert für LED ist?
Mit dem Oszi angeschaut, das Netzteil macht Rechteck mit ca 22Khz, aber oszilliert die Amplitunde mit 100Hz?
Es muss ja irgendeinen Grund für den ganzen Aufwand geben, aber er erschließt sich mir nicht...
Das alte Netzteil schaut ganz ähnlich aus, hat aber 35W Mindestlast - ich vermute das war der Grund für das Geflacker bei 4*3W LED
Mit dem Oszi angeschaut, das Netzteil macht Rechteck mit ca 22Khz, aber
oszilliert die Amplitunde mit 100Hz?
Es muss ja irgendeinen Grund für den ganzen Aufwand geben, aber er
erschließt sich mir nicht...
Spart den Ladekondensator nach dem Eingangsbrueckengleichrichter und macht dann auch noch primaerseitig "schoeneren" Stromverlauf.
Schreib doch mal den Typ des Netzteils dazu, alles andere ist Stochern im Nebel.
Es wäre z.B. möglich, das das Netzteil für tunable white LEDs ist, wo ww & cw antiparallel liegen und abwechselnd mit unterschiedlicher Periodendauer angesteuert werden.
Mit dem Oszi angeschaut, das Netzteil macht Rechteck mit ca 22Khz, aber
oszilliert die Amplitunde mit 100Hz?
Es muss ja irgendeinen Grund für den ganzen Aufwand geben, aber er
erschließt sich mir nicht...
Einfach weil das 22kHz Schaltnetzteil aus ungesiebt gleichtgerichteter Netzspannung betrieben wird --
da sind halt doppelte Netzfrequenz (daher 100Hz) die den 22kHz Wandler 100 mal pro Sekunde bestromen.
Der "Aufwand" ist also schlicht der Verzicht auf den primärseitigen Siebelko.
Ist schon seit Jahrzehnten üblich z.B. bei "einfachen" Hf-Netzteilen für die Halogen-12V-Lampen.
Das ist wohl ein Netzteil, das anstatt eines Eisentrafos einen Ferrit-trafo benutzt.
Die 230V werden per Brücke gleichgerichtet, aber den Ladekondensator spart man sich schon mal. Eine Schaltelektronik macht aus dem pulsierenden DC eine 20kHz-Spannung. Bei 20kHz kann man einen Ferrit-Trafo verwenden, der wesentlich weniger Windungen pro V braucht und damit wesentlich weniger Kupfer benötigt.
Halogen Leuchtmitteln macht das komische Spannungsgemisch sekundär überhaupt nichts aus, bei LED-Schaltungen gibts halt Probleme.
Letzten Endes hat dieses Netzeil nur das Gewicht und den Kupferaufwand eines Schaltnetzteils und nicht das wesentlich größere eines 50-Hz-netzteils.
Klar folgt der der gleichgerichteten aber nicht gesiebten Netzspannung,
OK, das erklärt die 100Hz - klar... Und ich hab überlegt, warum man das extra aufmoduliert. Jetzt verstehe ich auch den Kommentar mit dem eingesparten Kondensator auf Primärseite.
Da deine LED wohl Ersatz für Halogenglühbirnen sein sollen (GU5.3?),
haben sie schnelle Gleichrichter und funktionieren damit.
Komplett richtig getippt.
Schön und qualitätsvoll ist aber anders.
Es passt eh nicht gut in den vorhandenen Sockel. Ich werde es durch ein DC Schaltnetzteil tauschen. Die LED können AC und DC.
Moderne LED-Leuchten sind nicht Phasenabschnitt/Anschnitt/Zuschnitt/Beschnitt etc. dimmbar, sondern haben ihren eigenen CC-LED-Driver mit der schon integrierten Dimmfunktion. Und deswegen ist für die LED-Deckenleuchten leider auch eine Fernbedienung notwendig.
Beachte: Diese "elektronischen Halogen-Trafos" haben in der Anleitung eine Angabe über die maximale Kabellänge bis zum Leuchtmittel, und dürfen nur an Schienen-Systemen (mit geringem Abstand zwischen den Leitern) und nicht an Seilsystemen betrieben werden... Sonst leuchten irgendwann alle LEDs im Zimmer, egal ob angeschlossen oder noch im Karton.
Beachte: Diese "elektronischen Halogen-Trafos" haben in der Anleitung
eine Angabe über die maximale Kabellänge bis zum Leuchtmittel, und
dürfen nur an Schienen-Systemen (mit geringem Abstand zwischen den
Leitern) und nicht an Seilsystemen betrieben werden... Sonst leuchten
irgendwann alle LEDs im Zimmer, egal ob angeschlossen oder noch im
Karton.
:-) Nette Art Störstrahlung zu beschreiben. Die Anleitung war recht mager, um nicht zu sagen nichtexistent.
Aber alles klar, ein Grund mehr ihn zu tauschen. In der Tat hängt er schon nicht mehr am Netz ;-)
Danke noch mal an alle die beigetragen haben. Immer nett hier etwas neu zu verstehen.