Forum: Haus & Smart Home Siemens Kühl/Gefrier-Kombi defekt


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von Werner F. (wernerf)


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Hallo Gemeinde,
meine 11 Jahre alte Siemens Kühl/Gefrier-Kombi KI38SA65/03 kühlt nicht 
mehr. 2 EP-Händler wollten mir einreden, der Kompressor sei defekt und 
es müsse ein neues Gerät her. Für Details haben sie sich erst gar nicht 
interessiert.
Inzwischen habe ich die Ansteuerplatine des Kompressors 
(Inverter-Platine) mit einer selbst gebastelten Batterie-betriebenen 
Kippstufe mit 110 Hz bei knapp 4V angesteuert und der Kompressor lief 
und hat auch gekühlt.
Vom Steuermodul des Kühlgerätes liegen an der Zuleitung zum Inverter 
weniger als 100mV. Der Kompressor wird also nicht angesteuert.

Zur Historie muss ich noch erklären:
Zuerst gab es am Bedien-Display keine Anzeige mehr, der Gefrierteil hat 
aber noch gekühlt. Also habe ich ein neues Steuermodul für 160€ besorgt 
und eingebaut. Danach hat das Gerät scheinbar einwandfrei funktioniert. 
Als ich es vor dem Einbau in die Küchenwand nochmal testen wollte, lief 
es ein paar Minuten, hat dann mehrfach hintereinander das Magnetventil 
angesteuert (klack-klack-klack-klack), einen Alarm angezeigt und seither 
kühlt die Kiste nicht mehr. Das Display funktioniert, die Temperaturen 
für Kühl- und Gefrierteil werden angezeigt und können auch verändert 
werden.
Das Magnetventil dient wohl zum Umschalten des Kühlkreises zwischen 
Kühl- und Gefrierteil. Wenn ich es kurz mit 230V ansteuere, klackt es, 
scheint also zu arbeiten. Es hat einen Widerstand von 3,2kOhm.

Hat jemand eine Idee?

von Steve van de Grens (roehrmond)


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Schon wieder so ein Gerät, das besser einen herkömmlichen Bimetall 
Thermostat haben sollte.

Man könnte meinen, das die Hersteller absichtlich empfindliche 
kurzlebige Elektronik einbauen.

von Werner F. (wernerf)


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3 Minuten nach dem Eröffnen des Themas war Deine Antwort da. Hut ab!!!
Die Bimetall-Streifen aus der Elektro-Steinzeit verchwinden aber nicht 
ohne Grund. Die Firmen reagieren zu Recht auf den Wunsch der Kunden, 
nicht mehr sinnlos eine Menge Energie zu verschleudern. Genau das soll 
nämlich durch die Elektronik erreicht werden und das tut sie auch. 
Moderne Elektronik ist kein Selbstzweck. Oder würdest Du lieber 
weiterhin ein Auto mit Vergaser und ohne ABS fahren, also jede Menge 
mehr Sprit zahlen, noch schlechtere Abgaswerte produzieren und wenns 
kritisch wird an einem Baum enden?

Aber Schluss mit diesem Nebenthema. Mein Kühlschrank samt den sog. 
Elektro-Reperaturspezialisten bereiten schon genug Frust. Den will ich 
am besten durch eine erfolgreiche Reparatur in ein Erfolgserlebnis 
verwandeln, statt 1300€ für ein neues Gerät rauszuschmeißen und den 
Planeten mit einen weiteren Elektrogerät zuzumüllen. Jemand eine Idee 
dazu?

von H. H. (Gast)


Angehängte Dateien:

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Netzteil schon geprüft?

von Werner F. (wernerf)


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Erst mal danke für die rasante Reaktion auf meine PM!

Netzteil: Jein. Die 230V kommen über den Netzschalter und das Netzteil 
am Inverter an und sind am Netzteil an den Steckerkontakten, wo ich sie 
erwarten würde, auch vorhanden. Die Steuerelektronik im Kopf des Gerätes 
wird mit Strom versorgt und die Lampe im Gerät brennt auch.
Leider gibt's auf dem Netzteil genau wie auf den anderen Platinen 
keinerlei hilfreiche Aufdrucke, die erahnlen ließen, wo welche 
Niederspannungen sein sollten. Deshalb "jein".
Kann natürlich sein, dass da was defekt ist, aber: 1. Der Kompressor 
lief natürlich mit Energie aus dem Netzteil (zusammen mit meiner 
Batterie-Ansteuerung), 2. Das ganze Gerät lief nach dem Austausch der 
Steuer-Elektronik und hat auch gekühlt.
Keine Ahnung, was ich am Netzteil noch kontrollieren könnte.
Am liebsten würde ich die Steuerplatine überprüfen, aber wie?
Und wie sicher kann ich sein, dass nicht doch das Magnetventil defekt 
ist oder ich ein Problem in den Kälteleitungen habe?

von H. H. (Gast)


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Netzteil wohl in Ordnung. Gibt es denn eine Fehlermeldung?

von Werner F. (wernerf)


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Ja, die konnte ich gerade eben erstmals herauskitzeln.
Wenn man beim Einschalten die "super"-Taste eine Weile festhält, geht er 
wohl in eine Art Diagnose-Modus. Im Display erscheint nach ein paar 
Sekunden LO, kurz danach E3. Wenn man die Taste loslässt, erscheint P0.

Die Fehlercodes, dies Siemens hier anbietet, sind leider nicht 
hilfreich: 
https://www.siemens-home.bsh-group.com/de/supportdetail/product/KI38SA65/03#/Tabs=section-firstaid/
Was anderes habe ich bisher nicht zu den Codes gefunden.

Als das Problem ursprünglich auftrat (s. erster Beitrag oben) gab es 
einen Alarm (AL in der Anzeige).

Die beiden NTCs im Kühl- und Gefrierteil habe ich heute überprüft. Die 
sind ok. Einen dritten habe ich nirgends gefunden, obwohl ein 
identisches Adernpärchen an der Steuerplatine ankommt.

von H. H. (Gast)


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Der dritte Fühler (Fehler E3) ist defekt, und gemeinerweise nicht 
austauschbar. Ersatz durch einen 1,4kOhm Widerstand oder 
Umprogrammierung der Steuerung ist der übliche "Trick".

von Werner F. (wernerf)


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Und wo finde ich den dritten Fühler?
Und wo könnte ich den Widerstand einbauen?

Übrigens: Die beiden NTCs, die ich gemessen habe, sind so ohne weiteres 
auch nicht mit den von BSH angebotenen sauteuren Ersatzfühlern 
austauschbar. Meine sind nämlich verschweißt und der Anschluss 
verschwindet in der Gerätewand. Wenn einer defekt wäre, müsste man ihn 
abschneiden und den neuen entweder anlöten oder an das Kabel Kabelschuhe 
für den neuen anquetschen.

von Werner F. (wernerf)


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Ich krieg die Motten.
Die Kiste läuft zum ersten mal seit fast 2 Wochen wieder und ich weiß 
nicht wirklich warum. Aber die Sache ist mehrschichtig und die beiden 
Fragen oben interessieren mich wirklich immer noch sehr (und weitere, 
s.u.).

Was ist passiert?
Ich weiß, dass es außer P0 noch weitere Test-Diagnose-Programme gibt und 
habe ohne Erfolg versucht, P1...P9 zu finden. Nach diversen Versuchen 
mit Abschalten, warten, "SUPER"- und andere Tasten drücken und halten 
etc. (eben rumgeklickt wie der DAU), fing der Kompressor auf einmal an 
zu brummen, er wurde warm, die Kühlschleifen auf der Geräte-Rückwand 
auch, und der Kühlteil hat gekühlt.
Allerdings wurde am Display "AL", also ein Alarm angezeigt. Den konnte 
ich zwar mit der Alarm-Taste meistens (aber nicht immer) wegdrücken, 
nach dem Schließen der Kühlschranktür und dem erneuten Öffnen war er 
aber wieder da.
Irgendwann hat wohl der Kühlteil die Solltemperatur erreicht (die 
Rückwand innen war schon leicht frostig), als es einen akustischen 
Daueralarm gab. Gerät aus- und wieder eingeschaltet - alles tot wie die 
ganze Zeit zuvor.
Eine Weile gewartet, wieder eingeschaltet - wieder kühlt er und zeigt 
AL.
Übrigens, wenn ich dann auf die Alarm-Taste gedrückt habe, wurde kurz 
"24" angezeigt, was nichts mit einer Temperatur zu tun hat. Ein 
Fehlercode?

Jetzt, nach ca. einer Stunde, sind Kühl- UND Gefrierteil kalt, der 
Kompressor ist aus (aber immer noch ziemlich heiß!) und es ist kein 
Alarm in Sicht.

Ein Wunder? Magie? Gnade des einsichtigen Universums?
Freuen wir uns nicht zu früh, dafüt gibt es zu viele Ungereimtheiten.

Außer den beiden Fragen aus meinem vorigen Post wüsste ich noch gerne, 
woher die Erleuchteten dieser Welt (z.B. hhinz) denn wissen, was sie 
wissen. Bitte sag jetzt nicht einfach aus Erfahrung.
Wo steht, was E3 bedeutet, wo steht, wo der dritte NTC ist und was ein 
echter Service-Techniker so wissen muss (und was die üblichen 
Platinen-auf-Verdacht-Tauscher nicht wissen und auch nicht wissen 
wollen, damit die Rechnung möglichst teuer wird)?

von H. H. (Gast)


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Werner F. schrieb:
> Bitte sag jetzt nicht einfach aus Erfahrung.

Eben das, und früher Zugriff auf werksinterne Unterlagen.


> Wo steht, was E3 bedeutet, wo steht, wo der dritte NTC ist und was ein
> echter Service-Techniker so wissen muss (und was die üblichen
> Platinen-auf-Verdacht-Tauscher nicht wissen und auch nicht wissen
> wollen, damit die Rechnung möglichst teuer wird)?

Das steht im Service Manual für den Werkskundendienst.


E3 müsste der Verdampferfühler im Kühlabteil sein, eingeschäumt wie der 
Verdampfer auch.

.

von Werner F. (wernerf)


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Noch mehr Fragen:
Der Kompressor-Deckel hat eine Temp. von 48°C (hätte mir fast die Finger 
verbrannt), an der obersten Wärme-/Kühlschleife an der Rückseite des 
Gerätes messe ich 35,5°.
Ist das bedenklich oder ok?
Vielleicht habe ich ja doch ein Problem mit dem Kühlkreislauf und der 
Rest ist nur Symptomatik?

Und wo soll ich den Widerstand reinlöten / klemmen, falls die Probleme 
wieder kommen?
Und wie kommt ein Normalo-Endkunde an ein Service-Handbuch?

von H. H. (Gast)


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48°C sind ganz normal.

Den Widerstand einfach anstelle des Fühlers anklemmen.

An die Service Manual kommt man nur heran wenn jemand gegen die 
Verschwiegenheitserklärung verstoßen hat. Man kann z.B. bei Elektrotanya 
oder Eserviceinfo suchen.

von Werner F. (wernerf)


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Sorry, ich habs noch nicht kapiert. Wo genau ist denn der Fühler 
angeklemmt?
Bisher habe ich nur den Stecker, der in das Bedien-/Steuermodul gesteckt 
wird. Dort sind 3 identisch aussehende Adernpaare, die bei offenem, 
abgeschaltetem Gerät und Zimmertemperatur ca. 5kOhm haben. Die beiden 
NTCs, die ich lokalisieren konnte, hab ich in warmes Wasser getaucht und 
gesehen, dass der Widerstand an 2 der Adernpaare abnahm, beim 
Herausnehmen aus dem Wasser ist er wieder gestiegen. Also ging ich davon 
aus, dass das dritte Adernpaar auch ein NTC sein könnte. Aber da ist 
nirgends eine Möglichkeit, was zu ändern oder an-/umzuklemmen. Der 
Stecker geht in eine Steckerleiste auf der Mini-Platine, komplet mit 
Mikro-SMDs bestückt. Wo könnte man da einen Widerstand anklemmen?
Soll ich die Adern abschneiden und einen normalen Widerstand statt 
dessen auf die Kabelstummel am Stecker löten?
So war das doch sicher nicht gemeint, oder?

von H. H. (Gast)


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Werner F. schrieb:
> So war das doch sicher nicht gemeint, oder?

Doch, so war das gemeint.

Mach es aber reversibel.

von Werner F. (wernerf)


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OK, ich mach jetzt folgendes:
Die Kiste bleibt erst mal im Beobachtungsmodus - Im Kühlteil hat es 
z.Zt. 8°C, im Gefrierteil -9,5°C. Eingestellt sind 8° bzw. -17°C. Ich 
werde das ganze jetzt mal 1 1/2 Tage verfolgen. Hoffentlich taucht nicht 
wieder ein Alarm auf, vielleicht beim Umschalten des Kühlkreislaufes 
zwischen Kühl- und Gefrierteil.
Das mit dem Widerstand für den dritten Sensor halte ich mir noch offen. 
Außerdem werde ich morgen nochmal den Widerstand am Anschluss des 
dritten Sensors messen. Nachdem ja die Temp. viel kälter ist, sollte der 
R-Wert deutlich größer werden.
Alles sehr mysteriös, aber so lange es funzt, was soll's.
Ich werde auf jeden Fall wieder berichten.
Einstweilen ein mega Danke schön für die hervorragend kompetente 
Unterstützung!!!

: Bearbeitet durch User
von Steve van de Grens (roehrmond)


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Werner F. schrieb:
> 3 Minuten nach dem Eröffnen des Themas war Deine Antwort da.

War Zufall, ich hatte mich gerade eingeloggt und einen anderen Beitrag 
mit ähnlichem Thema zu beantworten (dort ging es um die hohe Ausfallrate 
elektronischer Toaster).

> Die Bimetall-Streifen aus der Elektro-Steinzeit verchwinden aber nicht
> ohne Grund. Die Firmen reagieren zu Recht auf den Wunsch der Kunden,
> nicht mehr sinnlos eine Menge Energie zu verschleudern. Genau das soll
> nämlich durch die Elektronik erreicht werden und das tut sie auch.

Meine einfachen Geräte ohne SchnickSchnack fallen sehr viel seltener aus 
(eigentlich gar nicht) als die moderneren Geräte von Bekannten. Was 
nützt ein bisschen Energie sparen, wenn man dafür viel häufiger neue 
Geräte kaufen muss?

Was die gleichmäßigere Temperatur angeht: Brauche ich nicht. Meine 
Lebensmittel halten auch ohne Elektronik lange genug. Ich glaube davon 
kann man eh nur profitieren, wenn man die Türe zuschraubt damit sie 
niemand öffnet.

> Würdest Du lieber weiterhin ein Auto mit Vergaser und ohne ABS fahren

Ich hatte lange ein Motorrad mit Vergaser, der machte nie Probleme.

ABS ist ein anderes Thema (Sicherheit), das passt nun aber nicht zum 
Kühlschrank. Der wird durch moderne Elektronik nicht sicherer.

> also jede Menge mehr Sprit zahlen

Ich glaube du überschätzt da den Spar-Effekt einer Einspritzung. So 
schlecht waren die Motoren damals nicht. Mein altes Motorrad brauchte 3 
Liter auf 100 km. Ich habe inzwischen ein neues mit Einspritzung, das 
tatsächlich sparsamer ist. Nämlich 2,5 Liter auf 100 Kilometer, macht im 
Jahr weniger als 30 Liter Ersparnis. "Jede Menge" ist das nicht. Das 
modernere Fahrzeug ist hingegen im Einkauf und Unterhalt teurer als die 
Ersparnis. Rein finanziell also nicht lohnend, aber für die Umwelt 
hoffentlich besser.

> Den will ich am besten durch eine erfolgreiche Reparatur in ein
> Erfolgserlebnis verwandeln, statt 1300€ für ein neues Gerät
> rauszuschmeißen

Siehst du, für so viel Geld würde ich niemals einen Kühlschrank kaufen. 
Gute Geräte ohne Schnickschnack kosten < 500 €. Für die 800 € Differenz 
kannst du das weniger Effiziente Gerät ziemlich lange laufen lassen.

Ja, mehr Strom ist nicht gut für die Umwelt. Doch die Produktion der 
Elektronik (die meiner gar nicht hat) belastet auch die Umwelt.

> und den Planeten mit einen weiteren Elektrogerät zuzumüllen.

Dein Reparaturversuch ist ganz sicher lobenswert und auch für die Umwelt 
gut. Ich hätte es ebenfalls versucht.

> Mein Kühlschrank samt den sog.
> Elektro-Reperaturspezialisten bereiten schon genug Frust.

Tut mir Leid, mein erster Beitrag war nicht hilfreich, dir bessere Laune 
zu machen.

: Bearbeitet durch User
von Werner F. (wernerf)


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Hey roehrmond, da bist Du ja wieder.

Nix für ungut, nicht nötig auf jedes Detail im einzelnen einzugehen. 
Jedenfalls ist es nett, dass Du noch um Aufklärung bemüht bist.
Ich würde aktuell auch keine 1300€-Kiste kaufen, aber das war die 
angebotene Alternative vom (in-)kompetenten EP-Partner als 
Nachfolgemodell für meine 11 Jahre junge Kiste. Dabei handelt es sich um 
eine Kühl-Gefrier-Kombi, die Du vergleichbar kaum für 500€ bekommen 
wirst.

Ja, und Mopped-Spezi bin ich auch und der wirkliche Vorteil von 
Einspriztern sind neben moderater Sprit-Ersparnis eben die Abgas-Werte. 
Heutigen Abgas-Normen würde man mit den alten Vergasern nicht erreichen, 
auch wenn ich es cool fand, früher lieber Vergaser einzustellen und das 
2-Rad wieder zum Laufen zu bringen, als vor einer Black-Box zu sitzen...

Schönen Tach noch-;)

von Werner F. (wernerf)


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Update:
Nach 2 Tagen Testlauf ohne Probleme habe ich den Kühlschrank wieder in 
seine Nische in der Küchenwand eingebaut. Kaum war er drin, hat er 
wieder gestreikt. Er wollte nicht anspringen und hat nachdem er es doch 
tat wieder jede Menge Alarme angezeigt. Mit welcher Tasten-Kombi ich ihn 
dann zum Anspringen gebracht habe, weiß ich immer noch nicht, weil es so 
viele Versuche gab (und ich ja wusste, dass er es kann). Seither läuft 
er wieder und die Lebensmittel sind wieder drin. Wenn ich allerdings den 
Testmodus starte, bringt er immer noch den Fehler E3. Den Einbau des von 
hhinz empfohlenen Widerstandes habe ich mir trotzdem noch aufgehoben, 
weil das Gerät momentan ja läuft.
Wie man sieht, ist die Situation zwar einerseits befriedigend (immerhin 
musste ich kein neues Gerät kaufen), aber auch irgendwie ungut, denn es 
gibt zu viele Unklarheiten. Vieles ist einfach suspekt.

Hier noch der Diagnose-Modus:
Gerät ausschalten und kurz warten. "super"-Taste gedrückt halten, Gerät 
einschalten und die Taste weiter gedrückt halten. Bei mir wurde dann 
nacheinander LO und E3 angezeigt. "super"-Taste loslassen. P0 wird 
angezeigt. Nun kann man mit "super" den Wert von P0 anzeigen und mit der 
rauf/runter-Taste zu P1 wechseln etc. Bei mir ergaben sich folgende 
Werte:
P0: 00
P1: 00
P2: 00
P3: 25
P4: 08
P5: 13
P5: -14
P7: -88 + ">" ("super"-Anzeige) + Alarmton
P8: 11
P9: 00 + Alarmton
Nachdem der Wert für P9 angezeigt wurde, ist das Gerät wieder im 
normalen Betriebsmodus.
Wenn man die Sequenz mehrfach durchläuft ändern sich die Werte für P3, 
P4 und P6 jedes mal.
Jetzt wäre es schön, wenn uns jemand die Bedeutung der Werte erklären 
könnte (hhinz?)

von Werner F. (wernerf)


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Überprüfung des Kompressors und des Inverters (sog. Anlaufplatine):
Anfangs wollten mir 2 Elektrohändler am Telefon weiß machen, dass der 
Kompressor defekt sei und sich eine Reparatur nicht lohne. Ein weiterer 
meinte aber, wenn der Komrpessor nicht anspringt, aber auch nicht warm 
wird, sei er vermutlich nicht defekt.
Bei mir ist der Kompressor ein VEMZ 9C von Embraco aus Brasilien und der 
Inverter eine VCC3 2456 02 Platine der Embraco Elektronik-Tochter EECON 
aus China.
Zuerst habe ich 7 der Kondensatoren auf dem Inverter auf Verdacht 
erneuert, weil das normalerweise bei einem Defekt die üblichen 
Verdächtigen sind. Die Platine sah zwar aus wie neu, aber Kondensatoren 
(v.a. größere Elkos) können auch schon vor dem Totalausfall durch 
Alterung ihren Wert verlieren und zu Störungen führen. 3 der 7 
Kondensatoren waren SMD-Elkos. Die kann man mit einer Zange wie Zähne 
ziehen. Übrig bleibt jeweils die kleine Bodenplatte aus Plastik und die 
beiden Anschlüsse, die man dann einfach auslöten kann. Als Ersatz sind 
SMDs ungeeignet, weshalb ich normale Radial-Elkos von Panasonic 
eingelötet habe.
Ob das ganze wirklich nötig war, weiß ich nicht, weil ich erst danach 
meine Testschaltung mit einem NE 555 TEX Timer-IC auf einem Steckbrett 
aufgebaut habe. Der IC wurde so beschaltet, dass er 110Hz mit ca. 60% 
Tastung lieferte. Das ganze wurde mit einer 9V-Batterie betrieben.
Die originale Steuerleitung habe ich von der Inverterplatine abgezogen 
und durch den Ausgang meiner Timer-Schaltung ersetzt. Die 
Stromversorgung des Inverters kam weiterhin vom Kühlschrank. Nach dem 
Einschalten sprang der Kompressor sofort an.
Noch ein Hinweis: Der Kompressor läuft nur zusammen mit dem Inverter. 
Versuche, ihn ohne Inverter direkt mit 230V zu betreiben, zerstören ihn 
(schreibt der Hersteller jedenfalls).
Ich hoffe, das hilft jemand.

von H. H. (Gast)


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Werner F. schrieb:
> Jetzt wäre es schön, wenn uns jemand die Bedeutung der Werte erklären
> könnte (hhinz?)

Ich muss da leider passen. Das würde im Servicemanual stehen, aber da 
komm ich leider nicht mehr ran. Frag doch mal im Forum von Teamhack.

von Rolf (rolf22)


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Werner F. schrieb:
> der wirkliche Vorteil von Einspriztern sind neben moderater Sprit-Ersparnis
> eben die Abgas-Werte.

Vom Moppeds weiß ich es nicht, mein 40-km/h-Moped hat früher 3 Liter 
Gemisch verbraucht.

Aber mein 34-PS-Käfer hat jedenfalls doppelt soviel Benzin gebraucht wie 
mein heutiger Aygo (der übrigens deutlich schneller ist und auch etwas 
schneller gefahren wird.).

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