Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Arbeitsvertrag


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von Zo R. (hsch1978)


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Guten Morgen,

ich habe einen Arbeitsvertrag erhalten, diesen habe ich leider nicht 
unterschrieben. Im nach hinein hätte ich den Arbeitsvertrag doch 
unterschreiben sollen. Manchmal sind es Entscheidungen, die nichts mit 
der Arbeit/Tätigkeit zu tun haben, sondern aufgrund familiärer 
Situtationen. Gibt es hier eventuell Personen denen es genauso ergangen 
ist?

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Ich hätte den Cent der gestern auf dem Boden lag nicht aufheben sollen.
Dabei schoss mir das aber mal richtig ins Kreuz

von Ada J. Quiroz (inschnier)


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wow

von Joe J. (j_955)


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Zo R. schrieb:
> ibt es hie

Ich hab mal unterschrieben und dann hinterher dann doch entschieden, bei 
meinem damaligen AG zu bleiben. Hatte auch etwas Angst vor dem, was auf 
mich zukommt. Und ein Druckmittel, um mehr Gehalt durchzusetzen.

Habe dann also dem neuen potenziellen Arbeitgeber bescheid gestossen, 
das ich doch nicht will(Stellen-Ghosting). Hatte also auch meine Gründe.

Egal wie du dich entscheidest, es gibt kaum was was du hinterher nicht 
wieder irgendwie korrigieren kannst. Du weißt ohnehin nicht, was auf 
dich zugekommen wäre. Manchmal kommen die Dinge dann ganz anders als 
gedacht.

PS:
Ein Jahr später war ich dann doch weg. Die Konditionen waren 
vergleichbar, Tätigkeit hat mir definitiv mehr zugesagt.

: Bearbeitet durch User
von Zo R. (hsch1978)


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Ok Danke für deine Mitteilung.

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Zo R. schrieb:
> ich habe einen Arbeitsvertrag erhalten
Einfach so? Aus dem Nichts heraus? Oder wolltest du vom jetzigen 
Arbeitgeber weg und hattest dich deshalb woanders beworben? Und dir 
dann, als es drauf ankam, deinen jetzigen Job einfach nur 
"schöngesoffen" im Sinne von "so schlecht ist es hier auch nicht und wer 
weiß, was da noch auf mich zukommt..."?

> Gibt es hier eventuell Personen denen es genauso ergangen ist?
Was meinst du, für dich daraus ableiten zu können, wie es ganz anderen 
Personen mit völlig anderem Background und Lebenslauf bei völlig anderen 
Arbeitsgebern ergangen ist?

: Bearbeitet durch Moderator
von Cyblord -. (cyblord)


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Joe J. schrieb:
> Habe dann also dem neuen potenziellen Arbeitgeber bescheid gestossen,
> das ich doch nicht will(Stellen-Ghosting). Hatte also auch meine Gründe.

Bescheid geben ist das Gegenteil von Ghosting.

von Zo R. (hsch1978)


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Ich suche schon länger nach einem neuen Job. Der Grund dafür ist, das es 
in der Firma eine starke Fluktation gab und ich nicht so ganz mit den 
jungen Chef klarkomme. Ich habe dann nachdem ich den Vetrag erhalten 
habe doch die positiven Seiten von dem aktuellen Arbeitgeber gesehen. 
Ich bin nicht so entscheidungsfreudig wie andere Personen.

: Bearbeitet durch User
von Rolf (rolf22)


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Lothar M. schrieb:
>> Gibt es hier eventuell Personen denen es genauso ergangen ist?

> Was meinst du, für dich daraus ableiten zu können, wie es ganz anderen
> Personen mit völlig anderem Background und Lebenslauf bei völlig anderen
> Arbeitsgebern ergangen ist?

Die korrekte Antwort auf die Frage wäre ja einfach "Ja", und jeder kennt 
diese Antwort.
Es geht also wahrscheinlich eher darum, über die Sache reden zu können. 
Siegmund lässt grüßen.

von Joachim B. (jar)


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Joe J. schrieb:
> PS:
> Ein Jahr später war ich dann doch weg.

bei mir waren es 4 Jahre, tote Pferde zu reiten hat oft keinen Sinn, 
aber die 4 Jahre brachten halt mehr Abfindung.

: Bearbeitet durch User
von Rolf (rolf22)


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Cyblord -. schrieb:

> Bescheid geben ist das Gegenteil von Ghosting.

Und "Bescheid stoßen" bedeutet im Deutschen "jemanden verbal grob 
angreifen".

von Michael (Firma: HW Entwicklung) (mkn)


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Zo R. schrieb:
> Ich bin nicht so entscheidungsfreudig wie andere Personen.
Ganz offensichtlich nicht.
Selbst zum Jammern benötigst Du noch Gleichgesinnte.

Du bist sooo unglücklich mit dem neuen Chef, sucht sooo lange schon 
einen neuen Job, aber als der da ist, siehst Du die Vorteile des Jobs 
den Du schon lange hasst (?!) nur um gleich darauf wieder in Tränen 
auszubrechen das Du nicht doch gegangen bist.

Ich kann mir lebhaft vorstellen worin Dein Zerwürfniss mit dem neuen 
Chef besteht.

Nur mal so als Denkanstoss:
Eines der Hauptanzeichen für eine Depression ist übrigens eklatante 
Entscheidungsunfähigkeit die bis zum völlig Stillstand gehen kann.
Denk mal drüber nach ob das Dein eigentliches Problem sein könnte.
Im Job, in der Familie, im Freudeskreis.
Das ist nämlich gut behandelbar.
Die meisten ziehen es aber vor das Problem zu leugnen und absolut 
garnichts zu tun was ihre Lage verbessern könnte.

von Joe J. (j_955)


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Wer hier mitliest, braucht hinterher definitiv eine Therapie.
:-=)

: Bearbeitet durch User
von Michael (Firma: HW Entwicklung) (mkn)


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Joe J. schrieb:
> Wer hier mitliest, braucht hinterher definitiv eine Therapie.
> :-=)

Ich dachte das hier sei die Therapie?

von Unwichtig (noname_user)


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Joe J. schrieb:
> Wer hier mitliest, braucht hinterher definitiv eine Therapie.
> :-=)
Ja klar, aber meist von den total asozialen Antworten wie z.B. einem wie 
dem mkn. Der nicht mal weiß dass Depressionen kein Lust- oder 
Modezustand ist, sondern gesundheitlich ganz schön an die Nieren geht.

von Percy N. (vox_bovi)


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Unwichtig schrieb:
> Der nicht mal weiß dass Depressionen kein Lust- oder
> Modezustand ist, sondern gesundheitlich ganz schön an die Nieren geht.

Eine derartige Verharmlosung habe ich dem Beitrag auch nicht entnehmen 
können, wenngleich

Michael schrieb:
> Die meisten ziehen es aber vor das Problem zu leugnen und absolut
> garnichts zu tun was ihre Lage verbessern könnte.

sicherlich insoweit das,eigentliche Problem leugnet, als ein 
wesentliches Symptom als vom Willen abhängig dargestellt wird.

von Michael (Firma: HW Entwicklung) (mkn)


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Unwichtig schrieb:
> wie
> dem mkn. Der nicht mal weiß dass Depressionen kein Lust- oder
> Modezustand ist
Na was Du so alles rausliest.
Gerade WEIL diese Erkrankung so ernsthafte Auswirkungen hat, muss man 
sich den Tatsachen stellen wenn man wesentliche Hauptmerkmale an sich 
findet.
Denn das da was nicht stimmt im Leben, das fällt den Betroffenen ja auf.
Nur entwickeln manche zwar erhebliche Energie sich jeglicher Erkenntniss 
zu verweigern, jedoch absolut keine, dargebotete Hilfe auch zu nutzen 
sich daraus zu befreien.

Und das ist eben was Psychologen gut kennen.
Jeder muss seinen individuellen Tiefpunkt erreichen ab dem er bereit ist 
was zu tun.
Dem einen reicht es Job und Frau zu verlieren, der andere vegetiert 
weiter dahin und säuft sich lieber zu tode als mal den Arsch 
hochzubekommen.
Und bis zum letzten Atmezug noch die Weigerung anzuerkennen das es da 
ein Problem gibt um das man sich kümmern muss.
Für nicht wenige ist das offensive Leiden auch längst zum Selbstzweck 
geworden.
Solange sie leiden, hören ihnen die Leute zu und sie fühlen sich weniger 
allein. Sie finden immer wieder jemanden der ihnen helfen will, sich 
dabei verschleisst und dann gegen einen anderen ersetzt wird.
So wird der Erkrankte zur Krankheit für sein Umfeld. Sein Leiden wird 
über das leben der anderen gestülpt und frisst ihre Energie.
Aber das sehen sie nicht und das ist ihnen auch egal, denn ihnen geht es 
ja noch sooo viel schlechter.
Psychisch Erkrankte können extrem egoistisch und zerstörerisch sein.
Nur kommt dieser Fluch mit tränennassen Augen und zitternder Stimme und 
appeliert an das gute Herz seiner Mitmenschen, weil das der Strohhalm 
ist an den er sich klammert.
Nur mit schwimmen fängt der nie an. Der zieht nur Strohhalme mit sich 
runter.

Nur weil jemand psychisch erkrankt ist, entbindet ihn das nicht von 
jeglicher Eigenverantwortung.
Deswegen schaffen es einige und andere schaffen es nicht.
Und von denen die nicht bereit sind an dem Problem zu arbeiten, muß man 
sich fernhalten.
Co Abhängigkeit:
Der Erkrankte kann sich dieses Ausmaß seiner Erkrankung überhaupt nur 
leisten, weil es Mensche in seinem Umfeld gibt die ihm das ermöglichen.
Und die definieren sich oft schon so sehr mit der Hilfe, das sie ohne 
garnicht mehr können.
Beide schaden sich gegenseitig, würden das aber vehement bestreiten.

Also nein, Du liegst komplett falsch in Deiner Deutung.

von Zo R. (hsch1978)


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Das Thema hier triftet total ab. Was hat das mit Depressionen zu tun?

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Man sollte nicht immer so schreiben, wie man redet.

von Lars R. (lrs)


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Michael schrieb:
> [...]
Danke. Gut beschrieben und interessant zu lesen.

Zo R. schrieb:
> Das Thema hier triftet total ab. Was hat das mit Depressionen zu tun?
Passiert bei Diskussionen. Fand den Beitrag von Michael interessant.

Zwei Aspekte zu Deiner Eingangsfrage:

A. Vielleicht warst Du noch nicht so weit.

B. Auch im besten Job, der aktuell verfügbar sein mag, sind irgendwelche 
Dinge nicht optimal. Ohne Referenz/Vergleich ist das nicht trivial zu 
bewerten. Wenn man nicht ohnehin ständig den Job wechselt, dann kann es 
schon sein, dass man mit einem Job-Wechsel seine Situation 
verschlechtert. Es gibt zwar Empfehlungen bzgl. Gehalt und Karriere, 
aber so einfach ist das nicht immer, bei mir zumindest.

Massiv besser bezüglich ALLER Job-relevanten Faktoren war das neue 
Angebot vielleicht nicht, wenn private Faktoren den Ausschlag dagegen 
brachten.

von Rbx (rcx)


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Zo R. schrieb:
> ich habe einen Arbeitsvertrag erhalten, diesen habe ich leider nicht
> unterschrieben. Im nach hinein hätte ich den Arbeitsvertrag doch
> unterschreiben sollen.

Ich verstehe den Zusammenhang nicht. Ich meine, man tritt doch nicht mit 
dem Arbeitsvertrag in der Hand die neue Stelle an.
Wenn man allerdings ein zu unterschreibendes Dokument verschickt, 
welches keine Unterschrift hat, dann ist das auf jeden Fall auch eine 
wichtige Kommunikation mit entsprechendem Missdeutungspotential.

von Unwichtig (noname_user)


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Michael (Firma: HW Entwicklung) (mkn) 01.12.2023 04:36
Absoluter Quark u. total von oben herab ... so labern immer die welche 
solche Umstände zu verantworten haben.
Nun mal als Erklärung, wenn dir Michael einer voll eine reinzieht u. du 
dabei umkippst u. dich dann jemand findet u. dir in den Arsch tritt u. 
zu dir sagt smuliere nicht u. hebe deinen Arsch hoch u. tue was, dann 
begreifst du was deine Denkweise als absolut hinrissig erklärt!

von Michael (Firma: HW Entwicklung) (mkn)


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Unwichtig schrieb:
> von oben herab
Nein mein Lieber.
Du hast ja absolut keine Ahnung wie viel Erfahrung aus meinen Worten 
spricht.

Aber wer sich noch in der Phase des 'keiner hat mich lieb, alle sind 
gegen mich, ich bin der ärmse Hase von allen' befindet, sieht natürlich 
nur pöse Anfeindungen.
Das ist ja das Wesen der Depression.
Nur kommt man dem mit noch mehr Güte, noch mehr Hilfe, noch mehr 
Rücksichtname nicht bei.
Irgendwan muss mal jemand sagen:
'Nun mach oder mach Schluss aber hör auf in diesem ätzenden 
Zwischenzustand zu verharren an dem sich absolut garnichts mehr bewegt.'

Denn es mag dich jetzt vollkommen aus den Socken hauen, aber auch andere 
Menschen haben nicht nur auf der Sonnenseite gelebt und sind durch 
finsterste Täler geschritten, auch andere haben jeden Tag Probleme denen 
sie sich stellen müssen, auch andere übernehmen jeden Tag Verantwortung 
für sich und andere.
Und wer das dauerhaft einfach nicht auf die Kette bekommt, sich aber 
auch keine professionelle Hilfe sucht, keine Therapie beginnt, sondern 
einfach nur allen anderen auf den Sack geht damit, der muss dann 
vielleich auch mal darüber nachdenken wohin die Reise denn nun gehen 
soll.

Und wenn man sagt: 'Okay, dann nicht, das habt ihr nun davon das mich 
keiner mehr durchschleppen wollte.'
Dann ist das eben so.
Wer sein Leben als dauerhafte Belastung empfindet ohne Anspruch oder 
Möglichkeit das zu ändern, der hat das Recht dazu sich dem nicht weiter 
auszusetzen.
Oder er kann es wenigsten mal ernsthaft versuchen, weil er ja nichts zu 
verlieren hat ausser sein Leben.
Und das was der gerade führt ist ja kein Leben.
Also was war gleich die Frage?

Wie anders will man den Kreislauf aus 'alles Schwarz, jede Richtung 
Doof, hier gehts mir wenigstens gleichbleibend schlecht' denn bitteschön 
anders durchbrechen.
Auf Rosen gebettet und sanft getragen von einem Ritter in glänzender 
Rüstung?
Quatsch! Auf die Füsse und los.
Anders gehts nicht.

Mal daran gedacht wie egoistisch das ist von allen anderen immer 
Rücksichtname zu verlangen?
Mal gefragt wie deren Tag war, ob die Eltern im Sterben liegen, die 
Rechnungen sich stapeln, das Kind drogenabhängig ist?
Nee, natürlich nicht, denn es geht einem ja sooo schlecht, das die 
anderen mal schön alle Rücksicht nehmen können.
Meinst Du alle anderen leben im Glücksbärchiland?

Das ist nicht von oben herab, das ist mitten ins Gesicht von einem der 
schon auf beiden Seiten dieses Problems stand und die Schnautze voll hat 
von dieser falschen Rücksichtname die doch nur Feigheit ist.

von Alexander (alecxs)


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Auch wenn es mit dem Thema nichts zu tun hat, beeindruckt mich deine 
Sozialkompetenz die du hier zu Tage bringst. Depressionen können auch 
versteckt sein. Zwei Freundinnen meiner Frau von denen ich es nie 
gedacht hätte, haben sich umgebracht (19 + 27) und zwar akribisch 
geplant. Ein Bekannter sogar im Lockdown (42).

von Percy N. (vox_bovi)


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Alexander schrieb:
> Auch wenn es mit dem Thema nichts zu tun hat, beeindruckt mich deine
> Sozialkompetenz die du hier zu Tage bringst.

Sozialkompetenz wie auch Einfühlungsvermögen und psychologische 
Fachkenntnisse erkennt man zumeist am beherzten Auftreten; wer sich 
seiner Sache sicher ist, hat keinen Grund, sein Licht unter den Scheffel 
zu stellen, und sei es auch dir trübste Funzel: jeder noch so kleine 
Ansatzpunkt für Kritik könnte die Gegenseite auf die Idee bringen, als 
ewige Wahrheit dargestellte Postulate in Frage zu stellen.

Gern verbunden mit der allgemeinverbindlichen Erklärung, dieses oder 
jenes habe noch niemandem geschadet (wie man insbesondere an demjenigen, 
der diese Behauptung aufstellt, erkennen könne) ...

von Daniel D. (danielduese)


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Das sind doch alles Psychologiestudenten, die hier solche Beiträge 
posten wie der TO. Die wissen schon warum gerade in diesem Forum.

von Michael (Firma: HW Entwicklung) (mkn)


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Alexander schrieb:
> Zwei Freundinnen meiner Frau von denen ich es nie
> gedacht hätte, haben sich umgebracht (19 + 27) und zwar akribisch
> geplant. Ein Bekannter sogar im Lockdown (42).

Okay.
Und was hat denen das ganze Mitleid und die ewige Rücksichtnahme ihrer 
Umwelt nun gebracht?
Hat Dein 'oh bloß nichts sagen und betreten zur Seite schauen' sie nicht 
retten können?

von Alexander (alecxs)


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Michael schrieb:
> Und was hat denen das ganze Mitleid und die ewige Rücksichtnahme ihrer
> Umwelt nun gebracht?

Gab es nicht. Es waren fröhliche ausgeglichene Mädels für jeden Spaß zu 
haben. Gut die eine war manchmal bisschen sarkastisch, aber sonst keine 
Anzeichen einer Depression. Der Freund hat ebenfalls nicht gejammert, er 
nahm einfach nur die Nachrichten zu wörtlich und dachte Corona sei das 
Ende der Welt.

: Bearbeitet durch User
von Michael (Firma: HW Entwicklung) (mkn)


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Alexander schrieb:
> Es waren fröhliche ausgeglichene Mädels
Nein, offensichtlich nicht.
Es ist die Erwartungshaltung der Umwelt, die nur beschissenes Mitleid 
und feige Rücksichtnahme kennt, statt einem offenen Wort und der 
Anerkennung das eine Depression eine Krankheit wie jede andere ist und 
die sehr viele Faszetten und Abstufungen hat.
Nur tut eben nicht der Zahn weh, sondern der Verstand spielt einem böse 
Streiche und torpediert eine positive Lebenseinstellung.
Und wie beim Zahn gibt es das stehte und nervige Ziehen was einem den 
Tag versaut und es gibt den Notfall bei dem der Schmerz so groß ist das 
man bereit ist einfach alles zu tun das er endet.
Nur darf man nicht zugeben das man stehst traurig und niedergeschlagen 
ist, das Leben als anstrengend und freudlos erlebt.
Das man sich in selbstverletzendes Verhalten stürzt um sich abzulenken 
und was zu spüren. Ob Extremsport, herumficken oder die diversen Süchte. 
Alles das gleiche Spiel. Alles nur nicht zur Ruhe kommen und sich selbst 
begegnen.

Dadurch spielen manche dann eine Show vor, stehts fröhlich, stehst 
positiv.
Denn Ihr Umfeld erwartet das von ihnen.
Unverstand und Rückzug, wenn sie nicht gut drauf sind.
Weil Depression eben KEIN offenes Thema ist.
Und das liegt eben auch daran das man sofort angekarrt wird wenn man 
offen darüber spricht und etwas anderes als falsches Mitleid und ganz, 
ganz viel 'eidideidie, armer Hase' zu zeigen und als einzigen Rat zu 
geben das man da ja garnichts zu sagen kann weil das ist ja so furchtbar 
und schlimm und niemand könne sich das ja vorstellen.
Dabei können sich das enorm viele Leute sehr, sehr gut vorstellen weil 
sie da bereits waren, aber eben niemanden davon erzählen weil sie nicht 
als schwach, krank, bemitleidenswert gesehen werden wollen.

Und wer ständig eine Show spielt, laugt dabei aus. Weiß nicht mehr wer 
er ist, denn die Person die er vorgibt zu sein ist er nicht.
Also kennt ihn niemand, er nichtmal sich selbst.
Und wenn dann das Dauerüberlastungssyndrom zuschlägt, der allseits 
bekannte und beliebte Burnout, der  dann bricht das Kartenhaus zusammen.
Und ein möglicher Ausweg ist dann der, sich dem NICHT zu stellen.
NICHT an sich zu arbeiten.
NICHT sich der Umwelt offenbaren müssen.
Also WEITERHIN Versteck spielen, weil der reale Tod weniger schlimm 
erscheint als der soziale.

Und daran hat die Gesellschaft durchaus einen Anteil.
Weil sie sich dem Thema nicht stellt und als völlig normale Krankheit 
behandelt.

Beitrag #7555929 wurde vom Autor gelöscht.
von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Alexander schrieb:
> Depressionen können auch versteckt sein

Die wirklich schlimmsten Depressionen
treten bei Fussballern auf

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Alexander schrieb:
> Gab es nicht.

Bei den Fällen, die ich kenne, gab es diese schon.

> Es waren fröhliche ausgeglichene Mädels für jeden Spaß zu
> haben. ....
> Der Freund hat ebenfalls nicht gejammert, ...

Genau das Gleiche sagten die Personen, die einfach nicht hinter die 
Kulissen schauen können. Meistens interessiert diese Personen vorwiegend 
der Fun. Ähnliches liest man auch aus den Posts zu A K.

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