Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Universelles Akku Ladegerät.


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von Michael P. (pongpong)


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Hallo zusammen,

im Laufe der Jahre hat man einige mehr oder minder brauchbare Akku
Ladegeräte im Bestand. Da mein Ur-altes Conrad NiMH Ladegerät "CPU 
Multicharger" doch schon wirklich in die Jahre gekommen ist, suche ich 
ein möglichst universelles Ladegerät.

Wunschvorstellung wäre ein Prozessorgesteuertes Hauptgerät an dem 
entsprechende Ladeadapter: 4/8 x NiMh (Enneloop), Lithium Ionnen Akkus, 
NiCd Akkus, 9V Block ... usw. usw. angeschlossen werden können.

Natürlich mir entsprechender Einzelzellenüberwachung, Refresh usw. ...

Ich bin jetzt schon seit einigen Tagen am recherchieren, doch ich finde 
da nichts vernünftiges. Bei Conrad gab es vor einigen Jahren einmal so 
ein Ladegerät was in die Richtung geht. Gibts wohl nimmer ...

Habt ihr Ideen oder Empfehlungen? Gibts soetwas überhaupt?

Wenn ja: Welches Gerät/Serie käme hier in Frage
Wenn nein: Was kann man als Alternative empfehlen?

Viele Grüße
Michael

: Verschoben durch Moderator
von Monk (roehrmond)


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Kaufe für deine Nickel und LiIo Akkus besser separate passende 
Ladegeräte. Eierlegende Wollmilchsäue sind erfahrungsgemäß entweder 
schweineteuer oder schlecht.

9V Akkus lassen sich durch ihren Aufbau bedingt nicht vernünftig laden, 
da sie keinen Anschluss für einen Balancer haben. Deswegen überlassen es 
die meisten Ladegeräte dem Benutzer, die Ladezeit grob zu schätzen.

Auch das Entladen der 9V Akkus ist problematisch, weil man nicht 
zuverlässig erkennen kann, wann die schwächste Zelle entladen ist.

Da nützt auch keine Prozessor gesteuerte "Intelligenz".

: Bearbeitet durch User
von Michael P. (pongpong)


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Hallo Steve,

danke Dir! Das ist natürlich ein wirkliches Argument!

Was für Ladegeräte würdest Du empfehlen?

Gruß
Michael

von Rainer W. (rawi)


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Michael P. schrieb:
> Wenn ja: Welches Gerät/Serie käme hier in Frage
> Wenn nein: Was kann man als Alternative empfehlen?

Wenn du dieses Thema hier unter "Mikrocontroller" einordnest, vermute 
ich mal, dass du dabei entsprechende Hintergedanken hattest.
Die kommerziell verfügbaren Ladegeräte nutzen auch nur die auf dem Markt 
verfügbaren Chips. Warum baust du dir nicht ein modulares System, dass 
du entsprechend deiner Lade- und Leistungswünschen anpassen kannst. 
Steuerung einfach über kleine Mikrocontroller, die dann letztendlich die 
Sache sogar "smart" machen können, indem die Zentrale dir die 
Akkuzustände mittels aus dem SmartHome-Bereich verfügbare Apps deinen 
Wünschen entsprechen übersichtlich auf dem Smartphone präsentieren 
können. Dass erspart dir am Ladegerät aufwändige Anzeigen, so dass die 
Sache dort sehr einfach gehalten werden kann, ohne dass du auf 
detaillierte Informationen und eventuell Statistiken zu deinen Akkus 
verzichten musst. Selbst kleine QR-Code Lesemodule gibt es für kleines 
Geld, um die Akkus individuell identifizierbar und elektronisch 
erfassbar zu machen.

von Monk (roehrmond)


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Michael P. schrieb:
> Was für Ladegeräte würdest Du empfehlen?

Meine Geräte mit denen ich zufrieden bin kann man nicht mehr kaufen. An 
der Stelle mus ich daher passen.

von Michael P. (pongpong)


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Hallo Rainer,

leider reicht mein KnowHow hierzu nicht aus! Besteht ja nicht nur aus 
Hardware, sodnern auch auch einen großen Teil Software, damit das dann 
auch wirklich "smart" wird ...

Gruß
Michael

von Peter M. (Gast)


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Schau Dir dieses Gerät einmal an:
nger.at/de/Akkus/Ladegeraete-Netzgeraete/Ladegeraete/Ladegeraete-DC-12-5 
0V/GRAUPNER-POLARON-EX-800W-COMPUTER-LADEGERAET/9776875

Gibt es nicht mehr als Neugerät. Man findet, falls es passt, bestimmt 
Gebrauchte für einen vernünftigen Preis.
Mir ist so ein Gerät vor langer Zeit zugelaufen. Funktioniert sehr gut. 
Die Bedienung ist gewöhnungsbedürftig.

von Ralf X. (ralf0815)


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Peter M. schrieb:
> Schau Dir dieses Gerät einmal an:
> nger.at/de/Akkus/Ladegeraete-Netzgeraete/Ladegeraete/Ladegeraete-DC-12-5 
0V/GRAUPNER-POLARON-EX-800W-COMPUTER-LADEGERAET/9776875
>
> Gibt es nicht mehr als Neugerät. Man findet, falls es passt, bestimmt
> Gebrauchte für einen vernünftigen Preis.
> Mir ist so ein Gerät vor langer Zeit zugelaufen. Funktioniert sehr gut.
> Die Bedienung ist gewöhnungsbedürftig.

Zigfach bei Modellbau/sporthändlern erhältlich.
Aber rund 400,-€ ohne NT muss einem dann der Spass auch wert sein.

Z.B.:
https://www.vogel-modellsport.de/Graupner-POLARON-EX-800W-Computer-Ladegeraet.htm?SessionId=&a=article&ProdNr=1-S2011&p=142

von Mark S. (voltwide)


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9V-Akkus in NiMH-Technik sind leer wenn man sie braucht und haben wohl 
noch weniger Kapazität als die 9V-Alkali-Blöcke beim Discounter. 
9V-Akkus habe ich mir einfach abgewöhnt. Übrig bleiben da bei mir nur 
noch AA- und AAA enelopes und 18650-er LiIon-Zellen. Die kann man mit 
einem EXTAR 4-Schacht-Lader bequem laden. Zum Thema Eigenbau - der 
scheitert schlicht daran, dass man die universellen Batterieschächte mit 
LangFederKontakt wohl kaum selbst realisieren kann.

von Manfred P. (pruckelfred)


Angehängte Dateien:

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Mark S. schrieb:
> 9V-Akkus in NiMH-Technik sind leer wenn man sie braucht
Ja!

> Zum Thema Eigenbau - der
> scheitert schlicht daran, dass man die universellen Batterieschächte mit
> LangFederKontakt wohl kaum selbst realisieren kann.

Kreativität ist gefragt. Für AAA-AA-18650 habe ich Halter parallel 
geschaltet.

NiMH AAA-AA lade ich klassisch mit Konstantstrom und Schaltuhr, auch da 
je vier Halter parallel und Buchsen, dass ich eine, zwei, drei oder vier 
in Serie greifen kann.

Ich hatte mal vom Ali ein lebensgefährliches Ladeteil gekauft mit dem 
Ziel, nur den variablen Halter zu verbauen. Wurde nichts, das Gebilde 
ist so klapperig, dass es nicht gut kontaktiert.

von Walta S. (walta)


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Ich verwende einen iMax b6 und das Ladegerät vom IKEA. Bin zufrieden.

Walta

von Michael P. (pongpong)


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Hallo zusammen,

erst einmal herzlichen Dank für eure Beiträge.

Ihr habt mich überzeugt! Die "Eierlegende-Woll-Milch-Sau" gibt es wohl 
auch auf gutem Grund nicht. Ich werde mich mal umsehen, was man da so 
aktuell an Ladegeräten nimmt.

Wenn jemand noch Tips/Empfehlungen für ein wirklich gutes Gerät hat oder 
auch eine "Negativempfehlung", bitte nur her damit! :-)

Viele Grüße
Michael

von 900ss (900ss)


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https://www.skyrc.com/MC3000_Charger

Solide und robust. Lediglich die Schiebekontakte in den Schächten 
verkanten leicht, das nervt hin und wieder. Die Taster zur Bedienung 
könnten auch besser sein. Die knacken recht laut beim Betätigen.
Es hat einen Lüfter der beim Akku Zyklus (laden/entladen/laden) je nach 
Entladestrom schon mal anspringt.

Ich bin zufrieden. Mit ca. 100€ kein Schnapper aber es ist das Geld 
wert.

Generell findet man brauchbare Ladegeräte eher bei den Modellbauern. Ich 
habe noch ein Junsi 4010. Ist nicht mehr günstig. Wenn man sich da die 
Ladeschächte für Rundzellen für baut, hat man ein recht universelles 
Ladegerät. Es gibt auch "kleinere" Varianten des Gerätes.

: Bearbeitet durch User
von Alexander S. (esko) Benutzerseite


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Gibt es NiMH-Ladegeräte, die nicht nach deltaU abschalten, sondern nach 
der Temperatur?

von Monk (roehrmond)


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Alexander S. schrieb:
> Gibt es NiMH-Ladegeräte, die nicht nach deltaU abschalten, sondern nach
> der Temperatur?

Sicher gibt es, aber nur wenige und teuer. Da muss man sich dan schon 
fragen, ob man wirklich so viele Euro mehr ausgeben soll, damit ein paar 
Akkus ein Jahr länger halten. Rein rechnerisch lohnt es nicht oft schon 
nicht, und genau deswegen sind die Geräte selten.

: Bearbeitet durch User
von Alexander S. (esko) Benutzerseite


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Man müsste nur ein "normales Ladegerät" mit vier magnetischen 
Thermometern ausrüsten. Der Magnet hält es an der Batteriezelle.

Solche Magnetfühler kosten Made in Germany als Einzelstück mit PT100 und 
Vierleiterdrähten gerade mal 11 €:

www.sensorshop24.de/magnetischer-anlegefuehler   (Anlegefühler)

von Michael B. (laberkopp)


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Alexander S. schrieb:
> Gibt es NiMH-Ladegeräte, die nicht nach deltaU abschalten, sondern
> nach der Temperatur?

Ja, dazu muss der Akku aber in einem Gehäuse mit der Ladeelektronik 
stecken, damit die Temperatur reproduzierbar genau genug gemessen werden 
kann.

War in den 70-80gern ziemlich verbreitet, damals noch NiCd.

von Uli S. (uli12us)


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Manche ModellbauLG haben einen Anschluss für einen Temperatursensor. 
Generell können diese LG so gut wie alles laden, was es gibt. Lediglich 
soll es eine Sorte Akku geben, die tatsächlich 1,5V Nennspannung hat. 
Was das für ne Sonderlocke ist, fällt mir grade nicht ein, jedenfalls 
braucht man dafür ein spezielles und aus der Erinnerung recht teures LG.

von Peter M. (r2d3)


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Hallo Michael P.,

Michael P. schrieb:
> Ich bin jetzt schon seit einigen Tagen am recherchieren, doch ich finde
> da nichts vernünftiges. Bei Conrad gab es vor einigen Jahren einmal so
> ein Ladegerät was in die Richtung geht. Gibts wohl nimmer ...

dann hast Du nicht in die DSE-FAQ geguckt.

Manfred Winterhoff zitiert hierin mit dem Satz einen µc-Foristen:

> SKYRC MC3000 "Die Mutter aller Rundzellenlader" aber fast 100 EUR, lädt
> auch NiZn

:)

Nach meiner Erfahrung zeigen die Schächte jedoch gerne Kontaktprobleme.

Ich kenne keinen anderen Rundzellenlader, bei dem die Ladeparameter 
soweit parametrisierbar sind.

: Bearbeitet durch User
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