Niklas G. schrieb:
Ich kenne nur solche der letzteren Art.
Ich kenne beides, gute und schlechte Fälle.
Viele haben sich eine Cloud aufschwatzen lassen, obwohl dafür gar kein Bedarf bestand und die dorthin migrierte Software dafür schlecht geeignet ist.
In solchen Fällen bringt die Cloud unnötige Komplexität. Jemand, der meinen Chef beriet, sagte treffend: Tun sie sich das nur dann an, wenn sie es wirklich brauchen.
Die Möglichkeit, auf Knopfdruck horizontal zu skalierem ist zum Beispiel verlockend, aber wenn man sie nicht braucht, dann ist der damit verbundene Overhead eine ständige teure Last. Zudem ist es teuer, die Hoheit über die Daten zu behalten, wenn man einen der drei großen Dienstleister verwendet. Andererseits ist eigenes Personal zum Betrieb einer eigenen vernünftigen Cloud ebenfalls teuer. Zum Betrieb gehört ja auch, einen ziemlich hohen Stapel an abhängigen Programmen aktuell zu halten und sicher zu konfigurieren. Da ist ständig Bewegung drin.
Wenn du es schaffst, einem Mittelständischen Unternehmen eine Migration zu einer Cloud zu verkaufen, dann hast du damit gleich mehreren Leuten einen langfristigen Job besorgt. Denn so eine Cloud hält sich nicht selbst am Laufen.
Um auf den Auslöser dieser Seiten-Diskussion zurück zu kommen: Die IT versteht es ganz gut, Cloud System zu vermarkten und damit ihre Jobs zu erhalten. Als Programmierer bin ich ein direkter Profiteur dieses Wahnsinns.