ADS1115, Datenblatt

OP #7557582
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Liebes Forum.

Ich habe mir bei Temu ein ADS1115 Breakout-Board (wie das von Adafruit) bestellt und dann wie im Example-Code (https://github.com/adafruit/Adafruit_ADS1X15) an einen Arduino angeschlossen.

Da die Dinger bei Temu nur 3 € gekostet haben, habe ich mal alles mögliche ausprobiert. Es ist sogar möglich, dass ich von + 4,5 V bis - 4,5 V alle möglichen Spannungen messen kann (differentieller Modus). Die Spannungen sind auch korrekt (an drei 1,5 V Blöcken in Serie kontrolliert). Also ich kann 4,5 V verpolen wie ich will und nichts geht kaputt. Eine spezielle Schaltung verwende ich ebenfalls nicht.

Nur laut Datenblatt sollte das gar nicht gehen, da der Spannungsbereich in meinem Bereich von -4,5 V bis + 4,5 V = 9 V ist. Laut Datenblatt ist aber nur GND-0,3 V bis VDD + 0,3 (und VDD sind bei mir einfach die 5V vom Arduino) möglich. Habe ich vielleicht das Datenblatt falsch gelesen?

Kann es sein, dass irgendeine Schaltung im ADC kurz die Polung überprüft und dann beim Multiplexer die Polung wieder verändert um den ADC nicht zu beschädigen?

Bin leider kein Experte und hatte zuvor noch nie was mit ADC probiert.

Nur ich möchte das Prinzip dahinter verstehen, wie der ADC das macht oder ob da in der Library von Adafruit eine Schutzfunktion eingebaut ist. Bei Single ended verpolt wird der ADC zerstört (was zu erwarten war). ADC wird enorm heiß und Werte bleiben hängen.

Liebe Grüße Stefan

Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #7557591
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Stefan L. schrieb:

Nur laut Datenblatt sollte das gar nicht gehen

Richtig, vor allem wegen der Schutzdioden im Multiplexer.

Stefan L. schrieb:

die Spannungen sind auch korrekt (an drei 1,5 V Blöcken in Serie kontrolliert).

Du hast da also potentialfreie 4,5V aus 3 einzelnen Primärzellen? Und schließt die einmal "so herum" und einmal "anders herum" zwischen 2 Eingangspins an?

Also ich kann 4,5 V verpolen wie ich will und nichts geht kaputt.

Dann miss doch mal die Spannung an den verwendeten Eingängen gegen GND. Denn gegen GND ist die im Datenblatt ja auch spezifiziert.

Oder andersrum: das Ganze funktioniert nur, so lange diese -4,5V keinen Bezug zum GND haben.

Angehängte Dateien:
#7557594
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Wenn P = 0V und N = 5V --> Udiff = -5V Wenn P = 5V und N = 0V --> Udiff = +5V

Der mögliche Voltage-Span wäre hier also 10V.

wichtig ist allerdings, dass gegenüber GND keine negativen Spannungen auftreten und die Spannung bezogen auf GND die VDD nicht überschreitet. So ganz habe ich das aus der Prosa nicht herauslesen können. Ein Schaltplan deines Aufbaus wäre sehr hilfreich.

OP #7557748
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Vielen Dank für die vielen Antworten.

Genau. Die Batterien (3*1,5 V in Serie = 4,5 V) sind in keiner Weise mit GND verbunden, sondern es findet eine Messung statt, wo die Pole niemals mit GND in Berührung kommen (kein Plus-Pol und kein Minus-Pol).

  • Plus-Pol der Batterien an A0
  • Minus-Pol der Batterien an A1

oder umgekehrt, um die Polarität zu verändern.

Vielen Dank für die Antworten. Das hat mir sehr geholfen. Stefan

Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #7557886
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Stefan L. schrieb:

sondern es findet eine Messung statt, wo die Pole niemals mit GND in Berührung kommen (kein Plus-Pol und kein Minus-Pol).

Dann "zieht" sich der Eingang des ADC automatisch in den erlaubten Bereich (das kannst du wie schon gesagt mit dem Multimeter messen). Wenn du da aber jemals einen Bezugspunkt aka. Masse ins Spiel bringst, dann gibt's Rauch.

#7558345
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Stefan L. schrieb:

Die Batterien (3*1,5 V in Serie = 4,5 V) sind in keiner Weise mit GND verbunden, sondern es findet eine Messung statt, wo die Pole niemals mit GND in Berührung kommen

Geht nicht.

Der ADC misst eine Spannung. Und was sagst Du wenn der Physiklehrer fagt: "Was ist Spannung?" - Eine Potential Differenz.

Ohne Bezugspotential (Masse/GND) kannst Du die Batteriespannung gar nicht messen.

Zeichne Dir mal den Schaltplan auf. Damit sieht man sowas einfacher.

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