Forum: Fahrzeugelektronik Suche Empfehlung für Ladegerät


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von Hans L. (holzwurm56)


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Hallo,
kann mir jemand ein KFz-Ladegerät für 12 + 24Volt Batterien empfehlen?
Es sollte nach dem Beenden des Ladevorgangs automatisch auf Erhaltungs-
ladung umschalten. Auserdem sollte es eine Regenerierungs- bzw 
Desulfatierungsfunktion haben. Wichtig wäre ein deutsche 
Bedienungsanleitung,
englisch ging zur Not auch noch, aber mit polnisch und chinesisch komme
ich nicht klar.
MfG
Hans

: Bearbeitet durch User
von Peter P. (peterpo)


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von C. D. (derschmied)


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Hans L. schrieb:
> Auserdem sollte es eine Regenerierungs- bzw Desulfatierungsfunktion
> haben.

Vergiss das, das ist Humbug. Kommt aus der gleichen Ecke wie Voodoo, 
Regentanz & Horoskop.

DerSchmied

von Michael B. (laberkopp)


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Hans L. schrieb:
> Auserdem sollte es eine Regenerierungs- bzw Desulfatierungsfunktion
> haben

Das wird schwer. Seriös gibt es das nicht.

Achte drauf, dass sich das Gerät zwischen 13.8/14.4 (Blei) und 
14.4/14.8V (Calcium) umschalten lässt. Auch Autos muss man heute den 
Autoakkutyp mitteilen.

von Michael O. (michael_o)


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Oder Kauf was gescheites von Victron z.B. mein 12V 17A Lader in IP67 
lädt auch im stärksten regen, bekommt auch Tiefentladenes wieder hoch 
und zeigt alles was er macht auf dem Handy. Gibts es zwar nicht für 
12€fünfzig aber ist halt solide Technik.

mfG
Michael

von Klaus W. (mfgkw)


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Für alles bleiähnliche nehme ich fast ausschließlich ein schnödes 
Labornetzteil, auch wenn ich diverse Ladegeräte von Ctek und Eufab habe.

Maximalstrom und Maximalspannung je nach Akku einstellen und passt; mehr 
braucht ein Bleiakku nicht (und mehr machen Lichtmaschine und Regler 
seit Jahrzehnten in Autos auch nicht).

von Uli S. (uli12us)


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Ja aber aufpassen, manche LG mögens nicht, wenn man die ausgeschaltet 
anschliesst. Also immer erst das LG anschalten, erst dann verbinden.

von H. H. (Gast)


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Michael B. schrieb:
> Hans L. schrieb:
>> Auserdem sollte es eine Regenerierungs- bzw Desulfatierungsfunktion
>> haben
>
> Das wird schwer. Seriös gibt es das nicht.

Bleihütte.

von Holger R. (holgerr)


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Hans L. schrieb:
> Hallo,
> kann mir jemand ein KFz-Ladegerät für 12 + 24Volt Batterien empfehlen?
> Es sollte nach dem Beenden des Ladevorgangs automatisch auf Erhaltungs-
> ladung umschalten. Auserdem sollte es eine Regenerierungs- bzw
> Desulfatierungsfunktion haben. Wichtig wäre ein deutsche
> Bedienungsanleitung,
> englisch ging zur Not auch noch, aber mit polnisch und chinesisch komme
> ich nicht klar.
> MfG
> Hans
Ich liebe/hasse diese Forum
Warum schreibt der TO nicht warum's geht ?
Motorradbatterie, LKW oder PKW Batterie
HolgerR

von Joe (Gast)


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Holger R. schrieb:
> Warum schreibt der TO nicht warum's geht ?
> Motorradbatterie, LKW oder PKW Batterie

Er schreibt 12 und 24V. Meinst du nicht, das wäre ein starkes Indiz für 
LKW und PKW?

von Hans L. (holzwurm56)


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Ich habe mir jetzt mal dieses bestellt: 
https://www.dino-kraftpaket.de/batterieladegeraet-12v-25a-12a-6a-2a-automatisches-kfz-ladegeraet-erhaltungsladegeraet-campingfunktion.html
Ich werde dann mal über meine Erfahrungen berichten.
MfG
Hans

von Joe (Gast)


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Habe ein C3 von Bosch für Motorrad und Auto. Ich bin begeistert von 
Funktion und Verarbeitung. Schau doch mal, ob du was von Bosch für deine 
Bedürfnisse bekommst.
Die Teile sind durchdacht und sauber konstruiert.

von Jörg P. R. (jrgp_r)


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Ich benutze eins von Würth. Macht 12V + 24V und ist Kompakt. Hat sogar 
noch eine "Jump Start" Funktion.

von Michael B. (laberkopp)


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Jörg P. R. schrieb:
> Ich benutze eins von Würth. Macht 12V + 24V und ist Kompakt. Hat
> sogar noch eine "Jump Start" Funktion.

Und ist sicher nicht von Würth entwickelt oder hergestellt worden.

von Holger R. (holgerr)


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Joe schrieb:
> Er schreibt 12 und 24V. Meinst du nicht, das wäre ein starkes Indiz für
> LKW und PKW?
PKW mit 24 V ist schon die Ausnahme.
Viele LKW Batterien lassen sich auch mit 12 Laden, denn sie haben oft 2 
x 12 Volt in Reihe.
Motorrad- und Rasenmäher-Batterien mit 12 Volt werden oft von PKW 
Ladegeräten gekillt.
Motorrad- und Rasenmäher-Batterien haben oft sehr hohe Entladungströme, 
aber geringe zulässige Ladeströme.

Holger R. schrieb:
> Ich liebe/hasse diese Forum
> Warum schreibt der TO nicht warum's geht ?
> Motorradbatterie, LKW oder PKW Batterie
Wenn ich einen Akku mit 12Volt/44Ah aufladen möchte, brauche ich ein 
anderes Ladegerät als für meinen Unimog mit 24Volt/220AH.
HolgerR

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Uli S. schrieb:
> Ja aber aufpassen, manche LG mögens nicht, wenn man die ausgeschaltet
> anschliesst. Also immer erst das LG anschalten, erst dann verbinden.

Interessant. Das kannte ich nicht, habe es stets umgekehrt gemacht, 
bisher kein Problem, auch nicht beim vollständig entladenen Akku. Typ 
meines Ladegeräts schaue ich morgen bei Tageslicht nach.

Wäre aber an einer technischen Erläuterung interessiert, warum das 
Ladegerät vor dem Anschließen eingeschaltet werden sollte. Danke schon 
mal für die Erklärung.

von Joachim B. (jar)


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Rainer Z. schrieb:
> Wäre aber an einer technischen Erläuterung interessiert, warum das
> Ladegerät vor dem Anschließen eingeschaltet werden sollte.

einige Ladegeräte nicht alle, Genaueres in der Bedienungsanleitung.

1. Rückstrom minimieren
2. Das Ladegerät kann kaputte Zellen erkennen und ggffs. die notwendige 
Ladespannung bevor es mit dem Laden beginnt.
3. alles geraten

Ich weiss ich bin auch ein Anleitungslesenverweigerer aber manchmal ist 
es empfehlenswert, nur ist mir deswegen auch noch kein Ladegerät 
gestorben.
(kein Wunder bei einer einstelligen Zahl von Ladegeräten, 3 Stück um 
genau zu sein)

: Bearbeitet durch User
von Ralf X. (ralf0815)


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Uli S. schrieb:
> Ja aber aufpassen, manche LG mögens nicht, wenn man die ausgeschaltet
> anschliesst. Also immer erst das LG anschalten, erst dann verbinden.

Das hast Du vom Hörensagen, aber den Sinn nicht begriffen.

Kfz-Ladegeräte kann man anschliessen, wann und wie man (richtig gepolt) 
lustig ist, lediglich bei einigen alten/professionellen mit 
Spannungsschaltern sollte man ggf. vorher die richtige Spannung 
einstellen.

"Irgendwelche" unbekannte Netzteile/LNG/etc. sollte man vor dem 
Verbinden mit dem Akku einschalten und sicherstellen, dass die 
Ausgangsspannung die temporäre Spannung des zu ladenden  Akkus 
übersteigt.
Beim Trennen in diesem Fall auch erst trennen und dann das LG/LG 
ausschalten.
Dabei sollte auch gesichert sein, dass es zu keiner Unterbrechung der 
Versorgungsspannung während Bestehen der Verbindung kommt...

von Ralf X. (ralf0815)


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Rainer Z. schrieb:
> Uli S. schrieb:
>> Ja aber aufpassen, manche LG mögens nicht, wenn man die ausgeschaltet
>> anschliesst. Also immer erst das LG anschalten, erst dann verbinden.
>
> Interessant. Das kannte ich nicht, habe es stets umgekehrt gemacht,
> bisher kein Problem, auch nicht beim vollständig entladenen Akku. Typ
> meines Ladegeräts schaue ich morgen bei Tageslicht nach.

Bei einem Kfz-Ladegerät grundsätzlich kein Problem.

> Wäre aber an einer technischen Erläuterung interessiert, warum das
> Ladegerät vor dem Anschließen eingeschaltet werden sollte. Danke schon
> mal für die Erklärung.

Gerade viele LNG bieten keine oder nur geringe Absicherung gegen 
Rückspannung/Strom, da es ansonsten Einfluss auf die Regelung und/oder 
Anzeigewerte gibt.
Ob das LNG Rückspannung verträgt und in welcher Höhe, steht evtl. in der 
Bedienungsanleitung.


Ggf. ist eine Schutzdiode zwischen den Ausgängen montiert, die wie bei 
z.B. Autoradios den Strom bei vertauschen der Polarität kurzschliesst 
und DORT ggf. die Sicherung raushaut.
Das LNG KANN so eine Schutz-/Ableitdiode habe, aber keine Sicherung.
Ein zu hoher Strom lässt die Diode verdampfen, anschliessend kann mehr 
passieren..
Das Szenario betrifft aber nur falsche Polarität...

: Bearbeitet durch User
von Max M. (Gast)


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Nenne mir eins.
Das hört man immer wieder, aber mir, in 45 Jahren, ist noch nie eins 
untergekommen.
Falls es dabei kaputt geht, super, dann hätte es sowieso für die Tonne.


Uli S. schrieb:
> Ja aber aufpassen, manche LG mögens nicht, wenn man die
> ausgeschaltet
> anschliesst. Also immer erst das LG anschalten, erst dann verbinden.

von Yalu X. (yalu) (Moderator)


Angehängte Dateien:

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Rainer Z. schrieb:
> Wäre aber an einer technischen Erläuterung interessiert, warum das
> Ladegerät vor dem Anschließen eingeschaltet werden sollte. Danke schon
> mal für die Erklärung.

Ich habe mal den ersten Google-Treffer zu

  labornetzgerät schaltplan

als Beispiel genommen:

  http://hpm-elektronik.de/nt30-4-netzteil.htm

Ist das Netzgerät eingeschaltet und auf eine Spannung kleiner als 12V
eingestellt, wird bei einer extern angelegten Spannung von mehr als 12V
die Emitter-Basis-Spannnung von T2 deutlich größer als die maximal
erlaubten 5V, was zur Zerstörung des Transistors führt.

Andere Netzgeräte haben evtl. eine Schutzschaltung gegen Rückspeisung
eingebaut, aber blind vertrauen würde ich darauf nicht.

von Michael B. (laberkopp)


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Yalu X. schrieb:
> Ich habe mal den ersten Google-Treffer zu
> labornetzgerät schaltplan
> als Beispiel genommen

Warum ist das wohl ein Labornetzgerät und kein Ladegerät ?

Ladegeräte müssen auch einen Stromausfall überleben wenn der Akku 
angeklemmt ist. Sie dürfen dabei allerdings leichten Entladestrom 
ziehen.

von Max M. (Gast)


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Und wenn du einen großen Motor am Labornetzteil(Im Labor und Industrie 
nicht unüblich) hast oder einen 1MF Kondensator aus irgendwelchen 
testgründen?
Oder du verwendest zwei Netzteile und durch einen Fehler bekommt es 
versehentlich die Speisespannung des anderen ab mit 12V obwohl es auf 5V 
eingestellt ist z.B. ebenfalls keine unübliche Situation.
Nein, sowas muss so ein Gerät ebenfalls abkönnen sonst kann es in die 
Tonne.
Wie gesagt, untergekommen ist mir sowas noch nicht.
Und auch das Laden von Akkus im Labor, mit einem Labornetzteil ist nicht 
unüblich, mache ich seit meiner Kindheit so


Wo ist beim Digi35 di Schutzschaltung?
Die Diode an der Basis von P8834?
https://www.elektrikforen.de/attachments/digi-35-jpg.8712/

von Yalu X. (yalu) (Moderator)


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Michael B. schrieb:
> Yalu X. schrieb:
>> Ich habe mal den ersten Google-Treffer zu
>> labornetzgerät schaltplan
>> als Beispiel genommen
>
> Warum ist das wohl ein Labornetzgerät und kein Ladegerät ?

Ich habe ganz übersehen, dass in Rainers Frage von einem Ladegerät die
Rede ist und dachte, die Diskussion um die Vorsichtsmaßnahmen beziehe
sich auf diesen Beitrag:

Klaus W. schrieb:
> Für alles bleiähnliche nehme ich fast ausschließlich ein schnödes
> Labornetzteil, auch wenn ich diverse Ladegeräte von Ctek und Eufab habe.

Ein echtes Ladegerät sollte natürlich nicht durch einen angeschlossenen
Akku beschädigt werden können.

von Pete K. (pete77)


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Wenn man auf 24V verzichten kann empfehle ich aus eigener Erfahrung 
dieses hier:
https://www.idealo.de/preisvergleich/OffersOfProduct/2655370_-mxs-5-0-ctek.html?local
Gibt es auch noch in anderen Variationen.

: Bearbeitet durch User
von Yalu X. (yalu) (Moderator)


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Max M. schrieb:
> Wo ist beim Digi35 di Schutzschaltung?
> Die Diode an der Basis von P8834?
> https://www.elektrikforen.de/attachments/digi-35-jpg.8712/

Ja, die scheint dafür gedacht zu sein. Allerdings schützt sie nur diesen
einen Transistor. Die EB-Strecken der beiden Ausgangstransistoren können
trotzdem durchbrechen. Wegen R5=10kΩ liegt der Sperrstrom bei etwas mehr
als 1mA, wodurch die Transistoren nicht komplett zerstört werden, aber
auf Dauer degenerieren, was sich insbesondere in einer Verringerung
ihrer Stromverstärkung bemerkbar macht.

Wie auch immer: Ein Labornetzgerät würde ich nur dann zum Laden von
Akkus verwenden, wenn ich sicher sein kann, dass es rückspeisungsfest
ist (entweder durch Zusicherung des Herstellers und durch Überprüfen des
Schaltplans).

von Joe (Gast)


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Yalu X. schrieb:
> Ist das Netzgerät eingeschaltet und auf eine Spannung kleiner als 12V
> eingestellt, wird bei einer extern angelegten Spannung von mehr als 12V
> die Emitter-Basis-Spannnung von T2 deutlich größer als die maximal
> erlaubten 5V, was zur Zerstörung des Transistors führt.

Danke. Da muss man ja höllisch aufpassen.

Beitrag #7563906 wurde vom Autor gelöscht.
von Thomas (kosmos)


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Wenn ich einen Batterie an mein Netzteil anschließe zeigt es mir die 
Spannung der Batterie an, dann stelle ich meine gewünschte Spannung ein 
und aktiviere dann erst den Ausgang. Es ist ja völlig klar, wenn die 
Batterie 12,8V anzeigt das ich nicht 10V am Netzteil einstelle. Aber 
wenn man da ganz sicher gehen will kann man auch die Spannung etwas 
höher (1,2V) stellen und eine kräftige Diode dazwischen hängen so das 
die Batterie nicht ins Netzteil einspeist.

Auf jeden Fall kein Ladegerät aus der 4-5A Klasse kaufen. Wenn die 
Batterie mal leer ist will man die auch recht schnell wieder voll haben 
und da sind mind. 30-40A angesagt. Und so ein kleines Ladegerät pulst 
dann recht lange drauf rum weil es eben keine dauerhafte Leistung 
liefern kann.

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