Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Raspi schaltet sich aus, wenn Heizzyklus beendet


von Lothar S. (lothar_s652)


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unser heizpi steuert 4 Wärmepumpen (2x Heiz + 2x WW) und 4 andere 
Umwälzpumpen.
Die Heizzyklen starten problemlos aber am Ende eines Heizzyklus
verabschiedet sich der heizpi sehr selten ins Nirwana und ist im 
Haus-LAN auch nicht mehr zu sehen. Als erste Maßnahme habe ich das 
Netzteil des heizpi an eine andere Steckdose gehängt, was aber den 
stochastischen Fehler nicht behoben hat.
Jetzt will ich von unserem bueropi ein Programm laufen lassen, das alle 
20 Minuten per ping prüft, ob der heizpi noch im Netz aktiv ist und wenn 
nicht ein mail absetzt, damit einer in den Heizraum geht und den heizpi 
neu startet.
Was kann man denn noch machen?
Dicken Kondensator an das heizpi-Netzteil frickeln?

von Fred F. (fred08151)


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Lothar S. schrieb:

> Jetzt will ich von unserem bueropi ein Programm laufen lassen, das alle
> 20 Minuten per ping prüft, ob der heizpi noch im Netz aktiv ist und wenn
> nicht ein mail absetzt, damit einer in den Heizraum geht und den heizpi
> neu startet.

Watchdog kennste ?

von Hmmm (hmmm)


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Lothar S. schrieb:
> unser heizpi steuert 4 Wärmepumpen (2x Heiz + 2x WW) und 4 andere
> Umwälzpumpen.

Wie steuert er die genau?

von Klaus (feelfree)


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Lothar S. schrieb:
> Was kann man denn noch machen?

Nach der Ursache forschen.

von K. S. (the_yrr)


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Lothar S. schrieb:
> unser heizpi steuert 4 Wärmepumpen

Pumpe = induktive Last = Spannungsspitze beim abschalten

Wie steuert der die Pumpen genau, sind die Leitungen entstört und wie 
nahe sind sie aneinander und am pi verlegt?

von Michael H. (mha1)


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Ein wenig mehr Details und ggf. Fotos wären hilfreich.

Wie sind die Wärmepumpen an den RPi angeschlossen? Ist die Verbindung 
galvanisch sauber getrennt?

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Lothar S. schrieb:
> unser heizpi steuert 4 Wärmepumpen
In welcher Schaltung? Mit welchen Entstörmaßnahmen?

von Monk (Gast)


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Ich wollte auch nach dem Schaltplan fragen, aber das verkneife ich mir 
:-)

von Lu (oszi45)


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Lothar S. schrieb:
> Was kann man denn noch machen?

Erforschen WANN es auftritt.
Jeder Draht ist auch eine "Antenne"
EMV=? https://www.mikrocontroller.net/articles/EMV

von Lothar S. (lothar_s652)


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Inzwischen hatten wir das Problem mit "systemctl" und einer unit 
"heizung.service" gelöst. Damit wurde spätestens nach 3 Minuten das 
Programm neu gestartet, wenn es nicht mehr läuft.
Nach der Ursache habe ich weiter gesucht: die Auslaufzeit (F115) im AC10 
für die Brunnenpumpe stand bisher auf 5 Sekunden. Kann sein, daß die zu 
kurz ist.
Ich habe die mal auf 9 Sekunden verlängert.

von Stefan S. (seife)


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Die "Lösung" passt irgendwie nicht zum beschriebenen Fehler.
Aber die Fehlerbeschreibung war eh etwas "unvollständing".

Insofern: "Wenn's schee macht..."

von Lothar S. (lothar_s652)


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<Wie steuert er die genau?>
Raspi gibt via Relais 230 Volt auf die Wicklung eines Schützes,
so daß die WP ebenfalls 230 Volt hat und startet.
dito für den AC10 der Brunnenpumpe.
Beim Abschalten unterbrechen die Schütze die Stromzufuhr.
Ich könnte jetzt noch die Auslaufzeit der Brunnenpumpe auf 20 Sekunden 
erhöhen
und die Frequenz der WP langsam von 80 Hz auf 30 Hz verringern.

von Lu (oszi45)


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Lothar S. schrieb:
> Beim Abschalten unterbrechen die Schütze die Stromzufuhr.
Lothar S. schrieb:
> verabschiedet sich der heizpi sehr selten ins Nirwana

Monate später noch das gleiche Übel? Mein Horoskop sagt heute wieder: 
Böse induktive Abschaltspannungen oder Masseproblem?
Parallel zu den Wicklungen der Schütze eine RC-Kombination testen? 
https://de.wikipedia.org/wiki/Schutzbeschaltung#/media/Datei:RCbesch.png

von Falk B. (falk)


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Lothar S. schrieb:
> Raspi gibt via Relais 230 Volt auf die Wicklung eines Schützes,
> so daß die WP ebenfalls 230 Volt hat und startet.
> dito für den AC10 der Brunnenpumpe.
> Beim Abschalten unterbrechen die Schütze die Stromzufuhr.
> Ich könnte jetzt noch die Auslaufzeit der Brunnenpumpe auf 20 Sekunden
> erhöhen
> und die Frequenz der WP langsam von 80 Hz auf 30 Hz verringern.

Das ist Unsinn. Die Störung entsteht mit hoher Wahrscheinlich beim 
Schaltvorgan der Relais bzw. der nachgeschalteten Schütze. Ergo muss man 
diese mittels Snubber entstören. Außerdem sollte man über die Erdung 
des Netzteils nachdenken, denn die meisten Steckernetzteile haben keinen 
PE-Anschluß und damit koppeln die HF-Kondensatoren des Trafos sehr gut 
HF-Störungen vom Netz auf den Ausgang. Man sollte die Masse vom RasPi 
auf PE legen.

von Johannes F. (jofe)


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Falk B. schrieb:
> Die Störung entsteht mit hoher Wahrscheinlich beim
> Schaltvorgan der Relais bzw. der nachgeschalteten Schütze.

Mir erschließt sich auch nicht, warum man ein Schütz wiederum mit einem 
Relais schalten will oder zu müssen glaubt. Wäre es nicht im Zeitalter 
der Halbleiter naheliegender und aus mehreren Gründen vorteilhaft, die 
Schütze mit je einem Triac und geeigneter Triggerschaltung bzw. 
Opto-Triac-Treiber zu schalten? Zweimal nacheinander galvanisch trennen 
ist doch überflüssig, und zudem noch beide Male mechanisch?

von Lu (oszi45)


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Wennnn das so einfach wäre, hätten viele Heizungen weniger 
Relais/Schütze und mehr Triacs.  :-)

von Johannes F. (jofe)


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Lu schrieb:
> Wennnn das so einfach wäre, hätten viele Heizungen weniger
> Relais/Schütze und mehr Triacs.  :-)

Relais und Schütze an sich haben natürlich immer noch ihre 
Daseinsberechtigung, das habe ich ja nicht infrage stellen wollen. Aber 
ein Schütz wiederum elektromechanisch per Relais zu schalten ist meines 
Erachtens nach Unfug. An dieser Stelle bringt das Relais gegenüber einem 
kleinen TRIAC plus üblicher Beschaltung, der zum Schalten einer 
induktiven Last wie der Schütz-Erregerwicklung wunderbar geeignet ist, 
keinen Vorteil, aber einige Nachteile mit sich. Und sehr gerne wird bei 
Relais vergessen, dass deren Kontakte ebenso Snubber benötigen, wenn es 
auf EMV und Lebensdauer ankommt.

von Joachim B. (jar)


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Falk B. schrieb:
> Man sollte die Masse vom RasPi
> auf PE legen.

um sich Störungen von/auf dem PE auf den PI einzufangen?

Pauschal kein guter Rat.

von Lothar S. (lothar_s652)


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Die Schaltung der Wärmepumpen mit Relais und Schütz sind seit 2005 
unverändert. Inzwischen habe ich auch eine Karte mit Halbleiterrelais,
die der Raspi direkt mit 3,3 Volt ansteuern könnte.  Das auszuprobieren
behalte ich mir aber für den Sommer vor, wenn nicht geheizt wird.

von Johannes F. (jofe)


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Lothar S. schrieb:
> Wärmepumpen

Was genau meinst du damit eigentlich? Zuerst dachte ich an diese 
Wärmekraftmaschinen, die wahlweise aus dem Boden (Tiefen~, Flächen~) 
oder der Luft Wärmeenergie entziehen und damit Gebäude bzw. Wasser 
heizen.

Davon vier Stück zu haben und einzeln "hart" zu schalten halte ich aber 
für eher unüblich. Vermutlich sind also eher Umwälzpumpen gemeint, also 
Pumpen, die Warmwasser zirkulieren lassen? Nennt man die auch 
Wärmepumpen?

Lothar S. schrieb:
> Halbleiterrelais

Davon gibt es verschiedene Arten. Deine Exemplare sollten also für 
induktive Lasten ausgelegt sein, evtl. muss auch noch ein passend 
dimensionierter Snubber dazu.

von Frank O. (frank_o)


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Lothar S. schrieb:
> Was kann man denn noch machen?
> Dicken Kondensator an das heizpi-Netzteil frickeln?

Besserer am Pi. Zumindest für einen Test.
Einfach zu machen, kostet nicht viel und könnte die Lösung sein.

von Cyblord -. (cyblord)


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Klingt nach Bastellösung trifft auf Realität.

von Falk B. (falk)


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Frank O. schrieb:
>> Was kann man denn noch machen?
>> Dicken Kondensator an das heizpi-Netzteil frickeln?
>
> Besserer am Pi. Zumindest für einen Test.
> Einfach zu machen, kostet nicht viel und könnte die Lösung sein.

Eher nicht. Schaltstörungen sind hochfrequenz und werden im Allgemeinen 
NICHT durch fette Elkos bekämpft. Eher durch kleine Keramikondensatoren 
an der richtigen Stelle. Die muss man aber erstmal finden.

von Frank O. (frank_o)


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