Problem mit Z80 Schaltung

OP #7574374
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Hallo,

ich habe Probleme mit einer Z80 Platine. Die Schaltung ist recht straight, aber ich habe nach erneuern von TI Sockeln das Problem das das Gerät nicht initialisiert. D05 ist bei mir mit 4,2V an dem Z80 gemessen extrem hoch, die anderen Datensignale liegen so um die 1,6 - 2,4 Volt.Kennt sich vielleicht jemand noch besser damit aus? Wie kann man den Fehler eingrenzen? Alle Datenbuffer (74LS244) sind in Ordnung. Reset ist HI, Clock liegt auf Pin 6 an. Auch sonst kann ich nichts finden. Ich habe mal das Schaltbild hochgeladen - es ist leider qualitativ nicht so toll. Für Hilfe einen Rat wäre ich sehr dankbar. Gruß, Stefan

Angehängte Dateien:
#7574385
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Stefan K. schrieb:

TI Sockel

Titan Sockel für die DIL-Bausteine? oder Sockel von Texas Instruments?

Stefan K. schrieb:

D05 ist bei mir mit 4,2V an dem Z80 gemessen extrem hoch, die anderen Datensignale liegen so um die 1,6 - 2,4 Volt. ... Wie kann man den Fehler eingrenzen?

Eine Gleichspannungsmessung an einer "zappelnden" Datenleitung liefert dir nur irgendeinen durschschnittlichen Mittelwert. Allerdings dürfte auch D05 ähnliche Zappel-Werte liefern wie die anderen Datenleitungen. Die Vermutung liegt nahe, das da was offen ist.

Der Schaltplan liegt dir ja vor. Daher einfach D05 mit dem Durchgangsprüfer in allen Richtungen zu allen Punkten durchmessen, wo D05 ankommen oder abgehen soll. Vorher alle Bauteile aus den "TI" Sockeln rausziehen.

Das sollte ausreichen um festzustellen, ob du eventuell eine Durchkontaktierung geschrottet hast, und D05 irgendwo nicht richtig ankommt.

#7574400
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Wegstaben V. schrieb:

oder Sockel von Texas Instruments?

Gab es tatsächlich mal. Späte 70er, frühe 80er.

Und wenn man sich die "Schaltpläne" ansieht, dann passt das zeitlich auch.

Stefan K. schrieb:

D05 ist bei mir mit 4,2V an dem Z80 gemessen extrem hoch, die anderen Datensignale liegen so um die 1,6 - 2,4 Volt.

So etwas misst man nicht mit einem Multimeter, sondern mit einem Oszilloskop. Da müssen in irgendeinem mehr oder weniger willkürlichen Rythmus High- und Low-Pegel zu sehen sein.

OP #7574412
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So etwas misst man nicht mit einem Multimeter, sondern mit einem Oszilloskop. Da müssen in irgendeinem mehr oder weniger willkürlichen Rythmus High- und Low-Pegel zu sehen sein.

Ich habe einen Logic Probe an die CMOS Spannung angeschlossen. D05 ist immer HI, die anderen Datenleitungen wechseln zwischen HI und LO.

OP #7575137
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Ich habe nochmal alles durchgeprüft und kann wirklich nichts finden - keine kalte Lötstelle, keine fehlerhafte Leiterbahn. Hat vielleicht jemand die Möglichkeit sich mal die .bin Files von den Eproms anzusehen? Vielleicht sinds ja auch die Eproms fehlerhaft? Würde mich sehr freuen. -Stefan

(Firma: EleLa - www.elela.de) #7575160
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Das Messen mit einem Multimeter wird nicht klappen, das wird ein Ratespiel bleiben.

Ein Oszilloskop sollte man schon haben.

  • Spannungsversorgung prüfen, ob es keine Einbrüche gibt
  • Kondensatoren prüfen, die können altern
  • Clock prüfen
  • Kommen von den Eprom's die CS Signale
  • Kommen die OE Signale bei Eprom's
  • Kommen die CS/OE/WE Signale bei RAM's
  • Alle Daten- und Adresleitungen haben Pegel die wechseln
  • Wobei A15/A14 ebentuell, je nach Größe schon auch immer Low sein könnten, wenn der obere Speicher nie benutzt wird.
  • Ich vermute das sind D-RAM's keine S-RAM's, dann muss der Clock stimmen, sonst klappt das mit dem zyklischen Refresh nicht.
  • bei 16 RAM Modulen werden es vermutlich 2 Speicherbänge mit je 1 Bit pro IC sein.

Dann viel Erfolg.

#7575196
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Markus M. schrieb:

Ich vermute das sind D-RAM's keine S-RAM's

Das sind 4kx1-SRAMs (HM6504, https://www.digchip.com/datasheets/download_datasheet.php?id=378988&part-number=HM-6504), wie man dem Servicemanual des Linn LM-1 entnehen kann. In dem ist der oben als Briefmarke angehängte Schaltplan in lesbarerer Form enthalten, sowie eine ausführliche Funktionsbeschreibung.

Das Servicemanual findet man hier:

https://forum.vintagesynth.com/viewtopic.php?t=102869

(Dort ist ein funktionierender Link auf google drive)

(Firma: L-E-A) #7575201
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Stefan K. schrieb:

Ich habe nochmal alles durchgeprüft und kann wirklich nichts finden - keine kalte Lötstelle, keine fehlerhafte Leiterbahn.

Guck' Dir doch mal die Reparaturvideos von "adrians digital basement" auf youtube an. Er geht bei der Restaurierung historischer Computer sehr systematisch vor. Da kannst Du Dir sicherlich einige Anregungen abholen. Der C128, den er vor einigen Wochen restaurierte, ist übrigens auch ein Z80-System, zumindest zur Hälfte.

Grüßle, Volker

Beitrag #7575336 wurde von einem Moderator gelöscht.
#7575381
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Stefan K. schrieb:

Ich habe nochmal alles durchgeprüft und kann wirklich nichts finden - keine kalte Lötstelle, keine fehlerhafte Leiterbahn.

Beim Löten entstehen manchmal extrem feine Zinnbrücken, die weder mit der Lupe erkennbar, noch mit dem Durchgangsprüfer meßbar sind. Ihr Widerstand kann sich durchaus im Kiloohm-Bereich bewegen, was aber für eine (Fehl-)Funktion als Pullup oder Pulldown ausreicht. Ich hatte das schon mehrmals. Nimm eine Handwaschbürste und schrubbe damit die Leiterplatte ab, bei mir hat das geholfen.

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