ich habe Probleme mit einer Z80 Platine. Die Schaltung ist recht straight, aber ich habe nach erneuern von TI Sockeln das Problem das das Gerät nicht initialisiert. D05 ist bei mir mit 4,2V an dem Z80 gemessen extrem hoch, die anderen Datensignale liegen so um die 1,6 - 2,4 Volt.Kennt sich vielleicht jemand noch besser damit aus? Wie kann man den Fehler eingrenzen? Alle Datenbuffer (74LS244) sind in Ordnung. Reset ist HI, Clock liegt auf Pin 6 an. Auch sonst kann ich nichts finden. Ich habe mal das Schaltbild hochgeladen - es ist leider qualitativ nicht so toll. Für Hilfe einen Rat wäre ich sehr dankbar. Gruß, Stefan
D05 ist bei mir mit 4,2V an dem Z80 gemessen extrem hoch,
die anderen Datensignale liegen so um die 1,6 - 2,4 Volt.
...
Wie kann man den Fehler eingrenzen?
Eine Gleichspannungsmessung an einer "zappelnden" Datenleitung liefert dir nur irgendeinen durschschnittlichen Mittelwert. Allerdings dürfte auch D05 ähnliche Zappel-Werte liefern wie die anderen Datenleitungen. Die Vermutung liegt nahe, das da was offen ist.
Der Schaltplan liegt dir ja vor. Daher einfach D05 mit dem Durchgangsprüfer in allen Richtungen zu allen Punkten durchmessen, wo D05 ankommen oder abgehen soll. Vorher alle Bauteile aus den "TI" Sockeln rausziehen.
Das sollte ausreichen um festzustellen, ob du eventuell eine Durchkontaktierung geschrottet hast, und D05 irgendwo nicht richtig ankommt.
D05 ist bei mir mit 4,2V an dem Z80 gemessen
extrem hoch, die anderen Datensignale liegen so um die 1,6 - 2,4
Volt.
So etwas misst man nicht mit einem Multimeter, sondern mit einem Oszilloskop. Da müssen in irgendeinem mehr oder weniger willkürlichen Rythmus High- und Low-Pegel zu sehen sein.
Bevor ich hier anfangen würde zu messen, wäre erst mal das kritische Auge, eine Lupe und viel, viel Licht gefragt. Evtl. hat eine Zinnperle sich verlaufen und D5 ist das Opfer? Ansonsten wäre der Oszi natürlich das richtige Arbeitsmittel, um das Zappeln der Datenleitungen zu verfolgen.
So etwas misst man nicht mit einem Multimeter, sondern mit einem
Oszilloskop. Da müssen in irgendeinem mehr oder weniger willkürlichen
Rythmus High- und Low-Pegel zu sehen sein.
Ich habe einen Logic Probe an die CMOS Spannung angeschlossen. D05 ist immer HI, die anderen Datenleitungen wechseln zwischen HI und LO.
Ich schau mir das Board heute abend mal mit einer Lupe an und messe nochmal die D05 Leitungen auf Durchgang, vielleicht bringts ja eine neue Erkenntnis. Melde mich mit dem Resultat nochmal morgen.
Ich habe nochmal alles durchgeprüft und kann wirklich nichts finden - keine kalte Lötstelle, keine fehlerhafte Leiterbahn. Hat vielleicht jemand die Möglichkeit sich mal die .bin Files von den Eproms anzusehen? Vielleicht sinds ja auch die Eproms fehlerhaft? Würde mich sehr freuen. -Stefan
Ich habe nochmal alles durchgeprüft und kann wirklich nichts finden -
keine kalte Lötstelle, keine fehlerhafte Leiterbahn.
Guck' Dir doch mal die Reparaturvideos von "adrians digital basement" auf youtube an. Er geht bei der Restaurierung historischer Computer sehr systematisch vor. Da kannst Du Dir sicherlich einige Anregungen abholen. Der C128, den er vor einigen Wochen restaurierte, ist übrigens auch ein Z80-System, zumindest zur Hälfte.
Bei der Reparatur dieser z80 Systeme ohne Ozi kann man auch das System Statisch takten.
Das setzt natürlich etwas Kenntnisse des Systems voraus.
Habe ich vor fast 40 Jahren mit dem Logik Prüfstift gemach.
Man braucht auch gewaltig viel Geduld.
Viel Erfolg
Ich habe nochmal alles durchgeprüft und kann wirklich nichts
finden -
keine kalte Lötstelle, keine fehlerhafte Leiterbahn.
Beim Löten entstehen manchmal extrem feine Zinnbrücken, die weder mit der Lupe erkennbar, noch mit dem Durchgangsprüfer meßbar sind. Ihr Widerstand kann sich durchaus im Kiloohm-Bereich bewegen, was aber für eine (Fehl-)Funktion als Pullup oder Pulldown ausreicht. Ich hatte das schon mehrmals. Nimm eine Handwaschbürste und schrubbe damit die Leiterplatte ab, bei mir hat das geholfen.