Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Sind das Sinterlager oder keine? DCD1500 MK1


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von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Hallo allerseits,

hier hinter dem "UFO" bewegt sich auf zwei Stahlstangen eine 
Lasereinheit mit Abstrahlung nach oben.

Schmierung tut immer Not nach 38 Jahren und ich vermute, daß es sich da 
um Sinterlager im beweglichen Teil handelt, allerdings kann ich es 
schlecht sehen und weiter zerlegen möchte ich die Mechanik lieber nicht. 
Mit dem Sinterlageröl ein Tröpfli würde ich schon dran kommen.

Frage: Sind das wirklich Sinterlager da auf den Stahlstangen?

Danke im Voraus, mit freundlichem Gruß

von Uli S. (uli12us)


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Mit nem Zahnarztspiegel kannst du das doch einfach sehen. Sinterlager 
sind messingfarben. Kunststoff was auch möglich ist, meist weiss oder 
schwarz

von Lu O. (oszi45)


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1.Ein Sinterlager muß nicht golden sein.
2.Wahrscheinlich ist nach 38 Jahren das Öl plötzlich verharzt wie bei 
unserer Nähmaschine? Ein winziger Tropfen kriechfähiges Feinmechaniköl 
wirkt manchmal Wunder, um das zähe Zeug aufzulösen.

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Uli S. schrieb:
> Mit nem Zahnarztspiegel

So einen habe ich noch in der Kiste für die Tonkopfreinigung liegen.

Lu O. schrieb:
> Ein winziger Tropfen kriechfähiges Feinmechaniköl
> wirkt manchmal Wunder, um das zähe Zeug aufzulösen.

So habe ich mir das vorgestellt.

mfg

von Thomas R. (thomasr)


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Kriecht aber nicht von selbst in die Sinterlager! Diese werden nach der 
Herstellung im Vakuum mit dem Öl getränkt und geben das nur langsam auf 
kapillarem Weg wieder ab. Deshalb sollte man Sinterlager lieber 
austauschen.

Selbstverständlich wird frisches Öl eine leichte Verharzung lösen aber 
IN das Lager wird es nicht eindringen (können). Das wird nicht allzu 
lange halten.

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Thomas R. schrieb:
> Deshalb sollte man Sinterlager lieber
> austauschen.

Thomas R. schrieb:
> Das wird nicht allzu
> lange halten.

Die Erneuerung wäre natürlich die beste Variante. Auf den Stangen ist 
nicht viel Bewegung, allerdings wird das "UFO" von einem Motor 
angetrieben und dieser besitzt auch wiederum Sinterlager.

Bei solchen Geräten der Unterhaltungselektronik kann man eben nur 
"behelfsmäßig" nachschmieren, perfekt wie neu wird es nicht werden.

Das erinnert mich noch an die alten Märklin-Lokomotiven, die am Motor 
und an den Achsen auch solche Lager hatten, die bei Betrieb auch immer 
wieder ihre Ölung brauchten.

mfg

: Bearbeitet durch User
von Lu O. (oszi45)


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Wenn ich mich so an einige alte Motoren mit Sinterlager erinnere, so hat 
ölen meist nicht ewig geholfen. Der Versuch macht klug oder hilft 
zumindest einige Tage.

von Michael L. (nanu)


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Christian S. schrieb:
> Die Erneuerung wäre natürlich die beste Variante.

Warum denn das? Macht das Laufwerk denn Probleme.

> Bei solchen Geräten der Unterhaltungselektronik kann man eben nur
> "behelfsmäßig" nachschmieren, perfekt wie neu wird es nicht werden.

Alle paar Jahre mal mit nem öligen Lappen drübergehen reicht. Gilt 
übrigens auch für Drucken/Scanner/Plotter usw.

von Michael L. (nanu)


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Lu O. schrieb:
> Wenn ich mich so an einige alte Motoren mit Sinterlager erinnere, so hat
> ölen meist nicht ewig geholfen. Der Versuch macht klug oder hilft
> zumindest einige Tage.

Es gab mal eine Serie von einem "Premium"-CDRW Hersteller, die haben 
nach ein paar wenigen Jahren das Starten abgebrochen, weil der 
Spindelmotor nicht schnell genug hochkam. Erfreulicherweise konnt man 
die Glocke abnehmen und ölig über die Achse wischen. Danach liefen die 
Laufwerke quasi ewig.

Bei den meisten Spindelmotoren kommt man aber gar nicht so ohne Weiteres 
an Lager/Achse, bei manchen nicht mal zerstörungsfrei.

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Inzwischen habe ich vier Tropfen Ölung verabreicht, auf jede Stange vor 
und hinter dem Laserschlitten. Lager erneuern kann ich gar nicht, die 
müßte man speziell anfertigen.

Den Teller/UFO kann man mittels eines kleinen Imbusschlüssels lockern 
von unten her, den hatte ich aber nicht parat. Der Spindelmotor war aber 
nicht das Problem.

Zumindest die erste CD läuft jetzt ruckfrei und ohne das dauernde Hängen 
bleiben. Bisher benötigte der Player immer wieder bis zu drei Anläufen, 
um über so eine Holperstelle drüber zu kommen.

Sprünge zum nächsten Titel werden seitdem schneller ausgeführt.

mfg

von Harald W. (wilhelms)


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Christian S. schrieb:

>> Mit nem Zahnarztspiegel
>
> So einen habe ich noch in der Kiste für die Tonkopfreinigung liegen.

Meinen habe ich mal in einer Ein-Euro-Vielfach-Sammelsurium-Kiste
im Supermarkt gefunden.

von Herbert Z. (herbertz)


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Das sind Gleitlager, gesintert oder POM zb. würde bei geringen 
Belastungen auch gehen. Einfacher schmiert man das "Gestänge" und lässt 
dann alle Titel durchhüpfen.

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Ein anderer CD-Player mit Kunststoffschienen bekam diese gereinigt und 
Vaseline parfümfrei in deutscher Arzneibuchqualität auf die Gleitflächen 
drauf und spielt seitdem sogar bei 0 Grad noch ohne zu springen.

mfg

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Wenigstens zehn Minuspunkte sollten es aber mindestens werden bei einem 
so derartig unlesenswerten Beitrag.

mfg

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