Purzel H. schrieb:
Ich kann IBN, losgeloest von Siemens, empfehlen.
Ich nicht (mehr). IBN war vor z.B. 15 Jahren noch ganz erträglich. OK, Hotel als 2. Heimat, WE oder zumindest Samstags arbeiten, min. 12h täglich, das war damals schon eher nicht so lustig. Unangenehm wird es immer dann, wenn der Kunde mit der "geladenen Pistole" hinter den Programmierern steht, weil der Maschinenbauer völlig unrealistische Termine genannt hat.
Oder wenn man erst bei der IBN das Programm erstellen kann, in lauten, kalten Fabrikhallen. Kommt sicher auch drauf an, wie gut der Maschinenbauer plant und arbeitet. Das ist ein sehr weiter Bereich.
Ich hatte schon große Projekte mit zig Programmierern, da konnten wir erst mit der IBN starten, als der Abnahmetermin bereits verstrichen war. Das ist Scheiße, da beißen einen auf jeden Fall als Letzten die Hunde.
Zumindest solange man's lustig und interessant findet.
Interessant ist es auf jeden Fall! jedenfalls, wenn man im Sondermaschinenbau tätig ist. Serien-IBN kenne ich nicht.
Ich empfinde den psychischen Druck als sehr unangenehm, vor allem in Verbindung mit extrem langen Arbeitszeiten und WE-Arbeit, so dass Du aus dem Psychostress nicht einmal mehr kurzzeitig rauskommst. Die SW-Entwickler sind immer die letzten, die auf der Baustelle starten können. Und sollen/müssen ggf. die Verzögerungen und den Pfusch der vorausgehenden Gewerke ausbügeln bzw. ausbaden. Ich kenne zwei Leute aus meinem Umfeld, die zumindest zeitweise wegen Burn-Out ausgefallen waren.
OK, wenn das Gehalt lockt, kann man eine Weile als Programmierer/IBN arbeiten. Aber irgend wann kommt man zur Einsicht, dass das Geld die Nachteile des Jobs nicht (mehr) aufwiegt.
Aber das kommt wie bereits geschrieben alles sehr auf die Größe des Maschinenbauers an. Je größer der ist, desto weniger stressig wird die Sache im Allgemeinen, da entweder seriöser geplant wird und/oder im Hintergrund andere Leute sich mit dem Endkunden herumschlagen und die "Kopfarbeiter" weitestgehend von dem Gerangel "abschirmen".
Just my 2 cents.
ciao
Marci