So ruhig sich die Nachrichtenlage zwischen den Jahren präsentierte, so aktiv wird es nun. Hier ein Round-Up, der auf Erscheinungen im Bereich Software, eine Reorganisation bei STMicroelectronics sowie einen potentiellen Handelskrieg zwischen den USA und China hindeutet - insbesondere Nutzer von QuecTel-Funkmodul sind gut beraten, diese News sorgfältig zu lesen.
US-Regierung: Chinas Dominanz im Bereich „Halbleiter großer Strukturbreite“ ist besorgniserregend.
Der im Halbleiterbereich ausgetragene Handelskrieg zwischen der Volksrepublik China und den USA konzentrierte sich bisher - man denke beispielsweise an die Querelen im Bereich NVIDIA - auf hoch leistungsfähige Chips mit sehr geringen Strukturgrößen. Laut dem unter https://asia.nikkei.com/Business/Tech/Semiconductors/U.S.-nervous-about-flood-of-older-generation-chips-from-China bereitstehenden Bericht von Nikkei richtet sich die Aufmerksamkeit der Senatoren nun auf „primitivere“ Bauteile wie Mikrocontroller, Spannungsregelung und ähnliches. Die US-Regierung hat nämlich festgestellt, in diesem (ob der hohen Stückkosten in Europa und den USA vergleichsweise unattraktiven, Anmerkung des Autors) Bereich von chinesischen Importen abhängig zu sein:
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Ärgerlich ist, dass die Senatoren von der Regierung verlangen, mit „allen möglichen Mitteln (sic)“ gegen die Importe vorzugehen - explizit wird im Dokument auch dazu aufgefordert, (wirtschaftsschädliche) Strafzölle zu erheben:
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Nutzer chinesischer Bauteile sind deshalb gut beraten, die Entwicklung zu beachten und im Bedarfsfall bei ihrem Fertiger „Reserven“ anzulegen - es ist nach Ansicht des Autos nicht davon auszugehen, dass die von der Kostenstruktur her (Stichwort Umweltauflagen) absolut nicht konkurrenzfähige westeuropäische und amerikanische Industrie die entstehende Bedarfslücke, die übrigens die Inflation anheizen würde, füllen kann.
US-Thinktank möchte QuecTel zur Liste der „militärnahen“ Unternehmen hinzufügen.
Der Funkmodul-Hersteller QuecTel hat im Laufe der letzten Monate - sowohl aufgrund geringer Kosten, als auch aufgrund guter Produkte - erheblich an Marktanteilen gewonnen. Auch ein Automotive-Projekt des Autors basiert auf QuecTel-Technologie.

Bildquelle: Autor
Problematisch ist in diesem Zusammenhang, dass ein regierungsnaher Thinktank unter der URL https://selectcommitteeontheccp.house.gov/media/press-releases/gallagher-krishnamoorthi-urge-administration-blacklist-quectel-chinese damit beginnt, sich auf QuecTel „einzuschießen“. Spezifischerweise findet sich in der letzten veröffentlichten Meldung die folgende Passage, die die Alarmglocken bei QuecTel-Nutzern laut läuten lassen sollte:
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Hervorzuheben ist allerdings auch, dass eine Aufnahme in dieser Liste derzeit wenig „praktische“ Konsequenzen für die jeweiligen Unternehmen mitbringt. Unter https://www.lawfaremedia.org/article/chinese-military-civil-fusion-and-section-1260h-congress-incorporates-defense-contributors - die Webseite ist in Juristenkreisen durchaus gut Beleumundet - findet sich unter anderem folgende Passage, die diese Aussage bestätigt:
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STMicroelectronics: Reorganisation zur Reduktion des Infightings
Der „Sektarianismus“ im Hause STMicroelectronics trägt mitunter seltsame Blüten - unter https://www.instagram.com/reel/C0zfPL2LP9j/ findet sich ein Beispiel, das erklärt, warum die hauseigenen Bluetooth-SOCs jahrelang nicht in den Rest des Mikrocontroller-Ökosystems eingebunden waren. In der unter https://newsroom.st.com/media-center/press-item.html/c3225.html bereit stehenden „Reorganisations-Pressemeldung“ kündigt SGS Thomson nun einen Anlauf zur Zähmung des Chaos an. Fortan soll es nur noch zwei Business Units geben, der für die dritte Business Unit verantwortliche Manager verlässt das Unternehmen mit sofortiger Wirkung:
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Interessant ist außerdem, dass die MEMS- und sonstigen Sensoren nicht in die Digital-Abteilung kommen. Stattdessen finden sie sich im Analog-Team:
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Immerhin gilt fortan, dass das „Digital Team“ sowohl Mikrocontroller als auch RF-Produkte beaufsichtigen wird:
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MicroEJ SDK 6.0 - Compilerchen, mache alles!
MicroEJ - das Unternehmen bietet eine Java-Runtime für diverse Mikrocontroller an - hat die hauseigene Produktpalette soeben auf Version 6 aktualisiert. Die Abbildung zeigt dabei den „Fokus“ der Neuerungen.

Bildquelle: https://www.microej.com/news/sdk6/
Wohl im Interesse besserer Breitenwirkung ist MicroEJ nun mit verschiedenen integrierten Entwicklungsumgebungen kompatibel; außerdem integriert sich der Embedded-Builder in die (unter Android mittlerweile zum Standard gewordene) Gradle-Kompilations-Toolchain. Interessant ist außerdem, dass sich die Beziehung zwischen Micro EJ und der einstigen „Gestations-Firma“ STMicroelectronics abkühlt. Wer die unter https://docs.microej.com/en/latest/SDK6UserGuide/gettingStarted.html bereitstehende Getting Started-Webseite des Produkts besucht, findet zum Zeitpunkt der Drucklegung nämlich wie in der Abbildung gezeigt nur NXP-bezogene Angebote.

Bildquelle: https://docs.microej.com/en/latest/SDK6UserGuide/gettingStarted.html
Doch damit nicht genug, gibt es außerdem eine Pressemeldung, die die Zusammenarbeit zwischen MicroEJ und NXP im Containerbereich verkündet:
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Meadow F7: Version 1.7 mit neuer Threading-Komponente zur Zentralisierung von Sensordaten.
Bryan Costanichs Mannen sind ebenfalls nicht faul: In Version 1.7 beheben sie unter anderem den lang „lebenden“ Fehler in der Methode System.Debug.WriteLine.

Bildquelle: https://developer.wildernesslabs.co/Meadow/Release_Notes/v1/
Neben der Behebung des Fehlers steht ein neuartiger Weg zum „Einsammeln“ von Sensor-Informationen am Start. Im Prinzip handelt es sich dabei, wie unter https://blog.wildernesslabs.co/using-meadows-sensorservice-to-optimize-sensor-reads-into-a-single-thread/ en Detail beschrieben, um einen Weg zu einer Umgebung eine Einschränkung im NuttX-Echtzeitbetriebssystem:
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Die SensorService-Klasse ist eine Art „intelligenter Thread“, der mehrere Sensoren gleichzeitig pollt. Seine Inbetriebnahme - sie ist ebenfalls unter der oben genannten URL en Detail beschrieben - kann durch ein einziges, nach folgendem Schema aufgebautes Statement erfolgen:
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Tiobe: C# ist die schnellst-wachsende Programmiersprache.
Insbesondere „dienstalte“ Entwickler betrachten Systeme wie den Meadow F7 oft etwas schal. Dass ein in Assembler oder C gehaltenes System wesentlich effizienter ist, folgt aus der Logik. Andererseits gilt aber auch, dass Embedded-Entwickler vergleichsweise schwierig zu finden und teuer sind. Die vor wenigen Tagen veröffentlichte „aktuellste“ Ausgabe des Programmiersprachen-Popularitäts Benchmarks Tiobe enthält nun die folgende, durchaus interessante Passage:
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Weitere Informationen finden sich in der Grafik oder der Bildquelle.

Bildquelle: https://www.tiobe.com/tiobe-index/.
Rust: Embedded-Erweiterung in Version 1.0“ stabilisiert“.
Auch von der insbesondere von Espressif vorangetriebenen Mozilla-Ausgründung „Rust“ gibt es Neuigkeiten. Die schon seit einiger Zeit „quasi stabile“ und auf Rustisch als Crate bezeichnete Embedded-Erweiterungsbibliothek ist ab sofort „stabil“.

Bildquelle: https://blog.rust-embedded.org/embedded-hal-v1/.
Im Rahmen der „zur-Verfügung-Stellung bzw. Finalisierung“ der in der Crate implementierten Programmier-Interfaces gab es leider Breaking Changes, beispielsweise im Bereich der Timer. Unter https://github.com/rust-embedded/embedded-hal/blob/master/docs/migrating-from-0.2-to-1.0.md findet sich ein Migration Guide, der den „Umstieg“ demonstriert. Interessant ist außerdem, dass SPI-Geräte fortan „geteilt“ werden können - die Unterstützung für das „Makeln“ unter Nutzung des CS-Pins ist fortan auf Bibliotheksebene implementiert.
In eigener Sache: Noch keine Antwort von Radxa.
Trotz dem Versenden mehrerlei E-Mails gab es bisher keine Antwort zum X86-Board. Sollten weitere Informationen eintreffen, posten wir diese schnellstmöglich.





