Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Spannungsversorgung für den ESP8266


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von Yasin Y. (yasin_y)


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Hallo,

für meinen Projekt plane ich ESP8266 in aktiven WIFI zu nutzen. MEMS 
Drucksensoren (I2C Ausgang) welche auch über 3V betrieben werden, wollte 
ich über den ESP versorgen.

Hierbei hatte ich mir ursprünglich überlegt zwei 21700 wiederaufladbare 
Lithium Batterien die in einem Shield mit einem USB Port zu nutzen.

Leider habe ich bisher keine Power-Shields für die 21700 Batterien 
sondern nur für den 18600 gefunden.

Mein Ziel ist, dass der Sensor mit dem ESP8266 mindestens 1 Woche im 
WIFI-Modus durchhält.

Über Erfahrungen und Meinungen würde ich mich freuen, Danke.

von Steve van de Grens (roehrmond)


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Ich empfehle dir als Spannungsregler den XC6220B301 oder den HT7830.

> Mein Ziel ist, dass der Sensor mit dem ESP8266 mindestens
> 1 Woche im WIFI-Modus durchhält.

Du wirst den Deep-Sleep Modus nutzen müssen, damit der Mikrocontroller 
in regelmäßigen Intervallen nur für kurze Zeit aktiv ist.

Damit dir die Drucksensoren nicht den Akku leer ziehen, brauchst du 
welche, die über eine Steuerleitung deaktivierbar sind. Oder du 
schaltest deren Stromversorgung mit einem P-MOSFET aus. Das Einschalten 
kann allerdings etwas Tricky werden, weil der Einschaltstrom die 
Versorgungsspannung einbrechen lässt.

Eine einfache Lösungen dagegen ist die Verwendung eines weiteren 
Spannngsreglers mit integrierter Strombegrenzung und Enable-Eingang 
(anstelle des P-MOSFET).

> Leider habe ich bisher keine Power-Shields für die 21700 Batterien
> sondern nur für den 18600 gefunden.

Es gibt Lademodule ohne Batteriehalter, da kannst du die für dich 
passenden Batteriehalter dran löten. Dein Vorhaben, das mit zwei Zellen 
zu machen ist aber riskant. Wenn sie beim Einlegen in die Batteriehalter 
nicht exakt die gleiche Spannung haben, fließt ein sehr hoher 
Ausgleichsstrom, den man auch "Kurzschluss" nennen kann.

Die Parallelschaltung von zwei Zellen würde ich daher nur einmalig nach 
vorheriger Ausmessung/Anpassung machen. Batteriehalter, wo man "mal eben 
schnell" umstecken kann, würde ich nur für einzelne Zellen verwenden.

: Bearbeitet durch User
von Michael B. (laberkopp)


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Yasin Y. schrieb:
> Mein Ziel ist, dass der Sensor mit dem ESP8266 mindestens 1 Woche im
> WIFI-Modus durchhält.
> Über Erfahrungen und Meinungen würde ich mich freuen, Danke.

Vergiss es.

WLAN kostet Strom, so 80-150mA, in 1 Woche also 25Ah. Das ist eher eine 
Autobatterie als eine kleine Zelle.

Schau halt mal, wie lange dein Smartphone durchhält, wenn es im WLAN 
aktiv ist aber das Display aus ist. Und die tun ALLES zur 
Stromreduktion.

Netzstrom rulez.

(Warum kommt hie eigentlich inzwischen jeden zweiten Tag jemand, der den 
Strombedarf von WLAN so unterschätzt ?)

von Wolf17 (wolf17)


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: Bearbeitet durch User
von Helmut -. (dc3yc)


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Mein Senf dazu: ich betreibe eine Lora-Satellitenempfangsstation 
bestehend aus einem ESP32 mit Wifi, OLED und einem RA-02 Lora-Modul an 
einer 20Ah-Powerbank. Diese muss ich nach ca. 5 Tagen Dauerbetrieb 
austauschen und neu laden. Der ESP32 ist ohne Deepsleep immer aktiv im 
WLan, da von dort auch seine neuen Parameter per MQTT kommen. Müsste man 
halt den Stromverbrauch der Sensoren noch dazurechnen.

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