Bezugsquelle Lochraster Laborkarten kleiner als Euro-Format

OP (Firma: privat) #7587910
Lesenswert?

Hallo,

Kann mir jemand einen Tip geben wo man hochwertige Lochraster Laborkarten bekommt? Reichelt hat einen FAST perfekten Artikel im Sortiment. Von Roth Elektronik: RE016LF, RE017LF z.B. Leider gibt's den nur mit quadratischen Lötinseln.

Meine Anforderungen wären:

  • FR4
  • etwa quadratisch zwischen 50x50 und 100x100 mm
  • Lochraster 2,54; runde Lötinseln, 2,20 mm
  • heißverzinnt, bleifrei
  • Ausreichende Temperaturbeständigkeit

Bei meinem Verbrauch tun ein paar Euro mehr nicht weh, wenn man dafür Spaß an der Verarbeitung hat. Leider gibt es den Händler nicht mehr bei dem ich vor Jahren ein ganzes Paket bestellt hatte und inzwischen ist der Vorrat doch fast aufgebraucht.

OP (Firma: privat) #7587927
Lesenswert?

Naja, das geht mit Hartpapier ganz gut. Aber mit FR4 nicht mehr so toll. Kann man natürlich auch sägen. Aber der Glasfaserstaub ist immer etwas unangenehm. Und wenn man für einen kleinen Testaufbau ein paar passende Größen vorrätig hätte, wäre das doch optimal.

Gast #7587936
Lesenswert?

Klaus W. schrieb:

Reichelt hat einen FAST perfekten Artikel im Sortiment. Von Roth Elektronik: RE016LF

Die sind doch nur einseitig- sprich die Lötpads sind bei weitem nicht so fest wie eine zweiseitig UND durchkontaktierte Variante. Für mich sind die wie im Bild die perfekte Sorte Universalplatine. Gabs in Sets in verschiedenen kleinen Größen. Leider erinnere ich mich an den Absender nicht mehr, ich glaube bei Ebay oder Amazon.

Angehängte Dateien:
#7587949
Lesenswert?

Ali, "prototype board".

In FR4? Was ich bei Ali bisher gesehen und auch schonmal gekauft habe war wirklich billig. Also auch die Ausfuehrung war sehr schlecht. Ungenau gebohrt und Kupfer mit feuchtem Schmodder auf Pertiknax. Und letzeres ist woertlich zu nehmen. Mir ist es da schon ein paar mal passiert das eine Platine durchgebrochen ist wenn ich da so einen 1mm Loetnagel von Reichelt reingedrueckt habe. Ich kann also schon verstehen das jemand Qualitaet haben und bezahlen will.

Vanye

#7587952
Lesenswert?

Gerhard H. schrieb:

Für mich sind die wie im Bild die perfekte Sorte Universalplatine.

Lochrasterplatinen in der Art nutze ich auch oft. Perfekt wären sie, wenn die Spalten- und Zeilenbeschriftung nicht so idiotisch gemacht wäre: Die ist, zumindest bei allen die ich habe, auf beiden Seiten gleich. Wäre die Laufrichtung der Spalten- oder der Zeilenbeschriftung auf einer der beiden Seiten umgekehrt könnte man sie als Koordinaten verwenden.

#7587954
Lesenswert?

Vanye R. schrieb:

In FR4? Was ich bei Ali bisher gesehen und auch schonmal gekauft habe war wirklich billig.

Es war jetzt nicht höchste Qualität, aber was ich so bekommen habe war für mich OK. Wobei mein Verbrauch an Lochraster nicht sehr groß ist. Ich "verarbeite" keine Lochrasterplatinen wie der TS und habe bei Lochraster jetzt auch nicht die Wahnsinns-Ansprüche.

Mir ist zum Beispiel egal ob die Lötaugen rund oder rechteckig sind. Angeblich sollen rechteckige sogar besser halten (größere Auflagefläche).

Aktuell kannst du einen Satz mit 40 Stück für 13 Euro inkl. Versand bekommen https://de.aliexpress.com/item/1005006393249259.html

Gast #7587974
Lesenswert?

Vanye R. schrieb:

Schonmal probiert deine Wunschplatine zu machen und sie einfach bei JLCPCB zu bestellen? KEine Ahnung ob die dann wegen der vielen Bohrungen ausrasten, aber ein Versuch koennte ja nicht Schaden.

Kommt ganz drauf an wer das bei JLC bearbeitet. Aber selbst wenn man das Sonderangebot zu 2$ nicht bekommt, ist das immer noch sehr preiswert.

Gast #7588231
Lesenswert?

H. H. schrieb:

https://www.reichelt.de/lochrasterplatine-doppelseitig-versch-groessen-32-stk--lr-ds-kit-p319113.html?&trstct=pol_2&nbc=1

Genau das sind sie (Bild von weiter oben)!

Klaus W. schrieb:

Das größere Problem ist, dass die genannten Leiterplatten doppelseitig wären.

Das ist der größte Vorteil. Doppelseitig durchkontaktiert ist viel stabiler und erweitert die Möglichkeiten der Bauteil- Positionierung / Kontaktierung!

OP (Firma: privat) #7588266
Lesenswert?

Das ist der größte Vorteil. Doppelseitig durchkontaktiert ist viel stabiler und erweitert die Möglichkeiten der Bauteil- Positionierung / Kontaktierung!

Nein, das macht eine vernünftige Verdrahtung völlig unmöglich, weil sich das Lot durch die leeren Durchkontaktierungen saugt.

Gast #7588273
Lesenswert?

Klaus W. schrieb:

Nein, das macht eine vernünftige Verdrahtung völlig unmöglich, weil sich das Lot durch die leeren Durchkontaktierungen saugt.

Wieso saugt sich Lot durch leere Durchkontaktierungen? Universalleiterplatten bestückt/lötet man für gewöhnlich manuell. Verstehe Dein Problem nicht. Und auch daß Doppelseitigkeit generell ein Problem sei. Denn Einseitigkeit kam in Deinem Forderungskatalog gar nicht vor... Naja, Du wirst schon wissen was Du genau machst. Einseitige Universalleiterplatten kaufe ich jedenfalls keine mehr.

#7588274
Lesenswert?

Vanye R. schrieb:

Ali, "prototype board".

In FR4? Was ich bei Ali bisher gesehen und auch schonmal gekauft habe war wirklich billig. Also auch die Ausfuehrung war sehr schlecht. Ungenau gebohrt und Kupfer mit feuchtem Schmodder auf Pertiknax. Und letzeres ist woertlich zu nehmen. Mir ist

Kann ich nicht bestätigen: FR4, doppelseitig durchkontaktiert etc. Ob bleifrei oder verbleit verzinnt, kann ich nicht sagen, aber jedenfalls qualitativ einwandfrei. Aber man kann natürlich auch mal Pech haben, keine Frage. Pertinax in durchkontaktiert habe ich noch nie gesehen, gibt's wohl auch gar nicht ...

OP (Firma: privat) #7588276
Lesenswert?

Gerhard H. schrieb:

Also da muss ich dir recht geben. Ich habe ganz vergessen dazu zu schreiben, dass es EINSEITIG sein soll.

Wieso saugt sich Lot durch leere Durchkontaktierungen? Universalleiterplatten bestückt/lötet man für gewöhnlich manuell. Verstehe Dein Problem nicht. Und auch daß Doppelseitigkeit generell ein Problem sei. Denn Einseitigkeit kam in Deinem Forderungskatalog gar nicht vor... Naja, Du wirst schon wissen was Du genau machst.

Also das hoffe ich.

Ich weiß nicht wie ihr das alle macht, aber ich bestücke Lochrasterplatinen gewöhnlich so in der Art wie auf den Bildern. Ist jetzt nicht das beste Beispiel, weil nicht viel drauf ist und eher schlampig, aber ich fotografiere meine Leiterplatten selten von unten. Jedenfalls ginge das nie und nimmer mit durchkontaktierten Lötaugen.

Ohne kritisieren zu wollen, aber ich muss sagen, dass das was ich gewöhnlich im Netz so an Lochrasterverdrahtung sehe, so gruselig aussieht, dass es vermutlich auf die Art der Lötaugen auch nicht mehr ankommt.

Angehängte Dateien:
#7588278
Lesenswert?

Klaus W. schrieb:

Das ist der größte Vorteil. Doppelseitig durchkontaktiert ist viel stabiler und erweitert die Möglichkeiten der Bauteil- Positionierung / Kontaktierung!

Nein, das macht eine vernünftige Verdrahtung völlig unmöglich, weil sich das Lot durch die leeren Durchkontaktierungen saugt.

Hm, wozu braucht man Lochraster, wenn man gar nichts in die Löcher steckt??? Bei mir kommt erst das Bauteil, und hinterher die Verdrahtung mit Lackdraht. Und auch bei etwa SMD-Widerständen kann man den Draht hinterher problemlos auf beiden Seiten(!) anlöten, ob das Loch mit Lot gefüllt ist, spielt dabei keine Rolle.

Aber es soll auch Leute geben, die sich die Schnürsenkel mit der Kneifzange zubinden ...

Gast #7588281
Lesenswert?

Andreas B. schrieb:

problemlos auf beiden Seiten

Für maximale Kontakte wär natürlich nicht durchkontaktierte Doppelseitigkeit am besten. Meine Lochraster-Sachen sind aber einfach genug um mit den nur halb sovielen, dafür viel stabileren durchkontaktierten Lötkontakten locker auszukommen. Aus denen reißt so schnell nix aus. Auf der Bauteilseite wird mit echten Drahtbrücken ergänzt. Das spart auch so einiges an (teurem) Lötzinn.

#7588305
Lesenswert?

Es gibt auch Bohrer, damit könnte man, wenn man denn unbedingt will, bei störenden Lötaugen die Kante wegschneiden, dass keine Verbindung zur Duko mehr besteht. Den Bohrer sollte man dazu jedoch in so ein kleines Bohrfutter einspannen, so in der Richtung wie die Aufsatzfutter für Proxxon, Dremel und ähnliche aussehen.

OP (Firma: privat) #7588339
Lesenswert?

Uli S. schrieb:

Es gibt auch Bohrer, damit könnte man, wenn man denn unbedingt will, bei störenden Lötaugen die Kante wegschneiden, dass keine Verbindung zur

Das stimmt. Kann aber eigentlich nur eine Notlösung für Einzelfälle sein. Dabei empfiehlt sich ein Hartmetallbohrer, weil normale durch die Glasfasereinlage schnell stumpf werden und dann pilzt sich die Bohrung so auf und das verbleibende Lötauge nimmt leicht schaden. Dabei ist ein vernünftiges Bohrfutter wirklich notwendig, weil wenn da was nicht ganz rund läuft, macht so ein 1mm Vollhartmetallbohrer ganz schnell "pling" :-).

#7588443
Lesenswert?

Klaus W. schrieb:

Ohne kritisieren zu wollen, aber ich muss sagen, dass das was ich gewöhnlich im Netz so an Lochrasterverdrahtung sehe, so gruselig aussieht, dass es vermutlich auf die Art der Lötaugen auch nicht mehr ankommt.

Ich weiß jetzt zwar nicht, ob die Lochrasterplatte für einen späteren vollwertigen Einsatz bestückt werden soll. Ich verwende Lochrasterplatten nur zu einem kleinen Versuchaufbau, um zu testen, ob meine Schaltung so funktioniert, wie ich gedacht habe. Da spielt es auch keine Rolle, ob die Leiterplatte einem exakten Rastermass o. ä. entspricht. Später wird in der Regel sowieso eine „schöne“ Leiterplatte geätzt.

OP (Firma: privat) #7588470
Lesenswert?

Wolle G. schrieb:

Ich weiß jetzt zwar nicht, ob die Lochrasterplatte für einen späteren vollwertigen Einsatz bestückt werden soll. Ich verwende Lochrasterplatten nur zu einem kleinen Versuchaufbau, um zu testen, ob meine Schaltung so funktioniert, wie ich gedacht habe. Da spielt es auch keine Rolle, ob die Leiterplatte einem exakten Rastermass o. ä. entspricht. Später wird in der Regel sowieso eine „schöne“ Leiterplatte geätzt.

Das ist natürlich auch eine Möglichkeit! Da sieht man wie vielfältig die Einsatzgebiete sein können. Tatsächlich verwende ich Lochrasterplatten für fertige Gerätschaften. Vielleicht ist das aber eher die Ausnahme. Bei einem reinen Versuchsaufbau hätte ich auch viel geringere Ansprüche. Da kann man ja auch mal schnell auf einer umgedrehten Lochrasterplatte irgendwas zusammenbraten, was hinterher eh in die Tonne fliegt.

#7588539
Lesenswert?

Klaus W. schrieb:

Tatsächlich verwende ich Lochrasterplatten für fertige Gerätschaften.

Ich auch. Und da ist es vollkommen blödsinnig, bestimmte Maßvorgaben haben zu wollen. Ich habe Eurokarten, wenn ich kleinere Teile brauche, säge ich die eben ab.

Sägen kann man die mit der kleinen Bügelsäge "PUK" oder auch einer Laubsäge. Wer damit ein Problem hat, setzt sich den Aluhut auf und hütet Schafe.

#7588550
Lesenswert?

ich lege auch bei Lochrasterkarten Wert auf ordentliche Masseverhältnisse. Die Europakarte ist von Vero & kostet einen Arm & ein Bein. Wenn mein Vorrat aufgebraucht ist, werde ich wohl sowas bei JLCpbc machen lassen.

Oben ist eine Massefläche mit Löchern, auf der Unterseite Square Pads, durchkontaktiert. Für eine Masseverbindung reicht ein Kratzer mit dem Skalpell & ein Tropfen Lötzinn.

Bei der selbstgeätzten Briefmarke ist die Unterseite GND, macht keinen Mehraufwand. Die IO-Pads sind im 100mil-Raster.

Die Platine in dem Alublock ist von Roth. Billiger, aber lieblos gemacht. Ich habe der Eurokarte 2 Stunden in SENO-Glanzzinn spendiert nach einer Abreibung mit dem Seno-Radiergummi, damit sie sich besser löten lässt. (Segor.de, HF-Platine)

Gerhard Hoffmann, DK4XP

Angehängte Dateien:
#7588573
Lesenswert?

Ich weiß nicht wie ihr das alle macht, aber ich bestücke

Anders. :-D

Zum einen verschwendest du literweise Loetzinn zum anderen fuehrt ein Gewirr von Faedeldraht zu einer technisch besseren Schaltung als wenn die Signale wie bei dir nebeneinander her laufen.

Ausserdem ist bei mir auf der Platine zu 90% SMD und das loete ich direkt auf die Pads. Oftmals so klein das ich so ein Pad mit dem Messer halbieren oder sogar dritteln muss weil sonst ein SOT23-5 oder SC70 da nicht drauf passt. Das ist fuer mich der Grund wieso durchkontaktiert nicht gut ist.

Aber natuerlich muss das jeder so machen wie er will!

Vanye

#7588629
Lesenswert?

Bei Hochfrequenzanwendungen ist das freilich sehr wichtig.

Bei solchen Sachen klebe ich auf die andere Seite der Platine eine Kupferfolie. Wenn man dann irgendwo Masse braucht dann einfach dort mit einem Drahtstueck von der andren Seite durchpieksen und von Beiden Seiten verloeten. Damit bin ich schon bis 2Ghz gekommen.

Eigentlich ist das einzige was man nicht auf Lochraster machen kann ein moderner Schaltregler der sein EP zur Kuehlung braucht. Aber wenn man die nur zur haelfte oder weniger ausreizt was die Leistung angeht, dann geht das eigentlich auch.

Vanye

#7588741
Lesenswert?

Da mit dem Bohrer bin ich offensichtlich missverstanden worden. Damit will ich nicht die Duko in der Platine komplett wegbohren sondern nur die Verbindung von der Oberfläche zur Duko auftrennen, d.h. der Bohrer dient lediglich als Kegelsenker und kappt die mehr oder weniger scharfe Kante. Da ists auch egal, ob der HSS ist, weil er sich problemlos 100mal oder so nachschleifen lässt.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren