Bistabiles Relais durch Flanken ansteuern

#7593668
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Hallo,

ich möchte mir ein Relaisboard entwerfen, wo ich mittels TTL-µC Relais schalten kann. Da die Relais stundenlang angezogen sein werden, möchte ich bistabile Relais verwenden, um Strom zu sparen.

Nun will ich aber jedes der Relais mit nur einem µC-Ausgang schalten, und zwar bei positiver Flanke die eine Spule befeuern, bei negativer Flanke die andere. Alternativ könnte ich auch Ein-Spulen-Relais benutzen, die durch Verpolung "umgeschmissen" werden. Dann wäre es also so: positive Flanke: positive Polung des Relais, negative Flanke: negative Polung.

Ich will also mit nur einem GPIO pro Relais klarkommen und aus Sicht des µC die gleiche Funktionsweise haben wie mit einem monostabilen Relais: 1 auf dem Ausgang: Relais an, 0 auf dem Ausgang: Relais aus. (oder andersrum)

Wie kann ich das mit einer möglichst einfachen Analogschaltung bewerkstelligen?

Relaisarbeitspannung: 12 VDC. Aber Dimensionierung wäre dann die nächste Frage zunächst wäre ich erstmal auf Schaltprinzipien oder gern auch Fachbegriffe / Suchbegriffe für eine solche Schaltung gespannt.

Danke schonmal!

Beitrag #7593677 wurde von einem Moderator gelöscht.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #7593681
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P. K. schrieb:

Da die Relais stundenlang angezogen sein werden, möchte ich bistabile Relais verwenden, um Strom zu sparen.

Dann brauchst du auf jeden Fall einen Treiber mit Monoflops, die nach dem Ansteuern der Spulen gleich wieder abschalten.

P. K. schrieb:

Fachbegriffe / Suchbegriffe für eine solche Schaltung

Probiers mal so:

Da findet sich dann sowas:

#7593709
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Hey, vielen Dank, das waren ja sehr viel Anregungen. Werde das mir mal zu Gemüte führen.

H. H. schrieb:

Weshalb die Relaisplatine nicht seriell ansteuern? Dann reichen ganz wenige GPIOs.

Ja, die Übertragung zum genannten µC wird dann sicherlich seriell oder über WLAN sein. Aber ich spreche ja von der Treiberschaltung "vor Ort". Also, irgendwie muss ich ja die Relais einzeln "treiben", und die Relais wollen einfach nur Strom haben, die haben keine serielle Schnittstelle. ;-)

Martin S. schrieb:

Gibt zwei unterschiedliche Typen bistabiler Relais, eine Spule und Umpolung oder zwei Spulen für die jeweilige Position eine.

Jup, wie ich im Ausgangsposting schrieb. :-)

Also, vielen Dank allen schonmal. Wenn ich zu einem Schritt in dem Projekt komme oder Rückfragen habe, melde ich mich nochmal!

#7593825
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P. K. schrieb:

Hey, vielen Dank, das waren ja sehr viel Anregungen. Werde das mir mal zu Gemüte führen.

H. H. schrieb:

Weshalb die Relaisplatine nicht seriell ansteuern? Dann reichen ganz wenige GPIOs.

Ja, die Übertragung zum genannten µC wird dann sicherlich seriell oder über WLAN sein. Aber ich spreche ja von der Treiberschaltung "vor Ort". Also, irgendwie muss ich ja die Relais einzeln "treiben", und die Relais wollen einfach nur Strom haben, die haben keine serielle Schnittstelle. ;-)

Dein Problem bistabile Relais über einen Pin zu toogeln wurde hier schon mehrfach behandelt. Es sind Transistoren, Kondensatoren und Widerstände je Relais notwendig. Du hast allerdings noch eine Sonderlocke, nämlich mit H einzuschalten und den GPIO dort zu belassen, bis er dann mit L das Relais wieder resetet. Klar, bekommt man hin, ist aber keine elegante Lösung.

Der von H. H. gemachte Vorschlag die Relaisplatine seriell anzusteuern ist wesentlich eleganter, benötigt zudem bei mehreren Relais auch weniger Ports vom uC.

Mit einem 74HC595 und einem 8-Fach Relaistreiber (ULN.., UDN..) steuerst Du 4 bistabile Relais mit je 2 Spulen an. Mit jeder weiterer Kombi der 2 ICs weitere 4 Relais, ohne zusätzliche Ports vom uC zu belegen.

#7593886
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Jörg R. schrieb:

Dein Problem bistabile Relais über einen Pin zu toogeln wurde hier schon mehrfach behandelt.

Was man vielleicht noch bedenken muss, bei Stromausfall oder irgendwelchen Störungen kann es wichtig sein, dass der "steuernde" uc den letzten Zustand beim restart "kennt"... Könnte man sich im EE-PROM parallel merken oder besser einen freien Kontakt im Relais zum Abfragen nutzen, wobei das auch ungünstig sein kann, wenn man den anderen Kontakt für eine hohe Spannung nutzen möchte...

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