Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Kühlschrank Anlaufrelais oder Kompressor defekt?


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von Manuel J. (sisco09)


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Moin,
ich habe hier einen Side- by Side Kühlschrank von Quelle (privileg) 
stehen, der leider gerade nur ein Schrank ist. Der Kompresser läuft 
nicht mehr an. Ich habe inzwischen die Regelungselektronik gebrückt; der 
Kompressor bekommt also beim Einstecken des Netzsteckers direkt Strom, 
brummt aber nur einige Sekunden, ohne zu starten, bis das Klixon 
abschaltet.
Als Anlaufrelais hängt ein EECON JLLE T8D dran, das es leider nicht mehr 
gibt.
Da der Kühlschrank bis zum plötzlichen Ausfall (er hat aus dem laufenden 
Betrieb heraus einfach abgeschaltet, was aber eigentlich an dem üblichen 
geplatzten Kondensator in der Hauptplatine lag) normal funktioniert und 
gekühlt. Darum habe ich erst die repariert (natürlich gibt es die 
Platine nicht mehr als Ersatzteil).

Ich habe jetzt ein neues Anlaufrelais gekauft, das von außen gleich 
aussieht und auch auf die Anschlüsse passt aber eine andere Bezeichnung 
hat: "EECON QD TSD2".

Die Spulen des Kompressors haben beide Durchgang aber keinen 
Kurzschluss.
Mit dem neuen Startrelais (ist ja eigentlich gar keins, es ist ja eine 
elektronische Schaltung) schaltet jetzt sofort nach dem Einstecken das 
Klixon ab.

Kennt jemand diese Ralais und kann mir sagen, ob die tatsächlich so 
genau auf die Kompressoren abgestimmt sind, daß das Neue einfach nicht 
passen könnte?

Kennt jemand einen funktionierenden Ersatz für das Originalrelais? Der 
Kompressor ist ein Embraco NBY1121Y (gibt es scheinbar auch nicht mehr).

Oder weiß jemand, welche Widerstände genau die Wicklungen dieses 
Kompressors haben müssten?

So ein Kühlschrank kostet um 1000 Euronen; da wäre selbst ein neuer 
Kompressor eine Überlegung wert...

Vielen Dank schonmal,

Sisco

von H. H. (hhinz)


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Manuel J. schrieb:
> Embraco NBY1121Y

Hauptwicklung 12-13 Ohm, Startwicklung 20-21 Ohm.

Und das ist ein RSCR Kompressor. Wie gehts dem Betriebskondensator?

Zum Starter muss ich erst nachschauen.

von Rüdiger B. (rbruns)


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von Achim H. (pluto25)


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Läuft er überhaupt noch an oder klemmt er? Versuchsweise den Kondensator 
durch eine Brücke ersetzen und hören ob er losläuft (für ca 10Sekunden 
dann schaltet das Klixon (EGZ90) ab, mit der Brücke darf er nicht lange 
laufen). Mit dem alten Klixon ins neue Startrelais sollte er dann 
laufen. Die Stromversorgung ist stabil genug das er bei 10A noch mehr 
als 200V hat?

von Manuel J. (sisco09)


Angehängte Dateien:

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Soo, nochmal alles abgebaut und Wicklungen mit dem Schätzeisen gemessen: 
28,6 15,8 und 13,1 Ohm bekomm ich da. Ist nicht ganz bei den genannten 
Werten aber ich wüsste jetzt auch nicht, wie ein Defekt aussehen sollte, 
der so eine Abweichung verursacht...

Der Kondensator sollte laut Aufdruck 4 µF haben, hat aber laut dem 
Schätzgerät
2,4 µF. Okay, das ist schon eine größere Abweichung. Vielleicht sollte 
ich den dann mal auch mal ersetzen; mit laut Aufdruck 16 Jahren ist er 
ja nun auch nicht der Jüngste... Wie sind die Erfahrungen? Wäre der 
Kondensator als Fehlerursache plausibel?


"Das alte Klixon ins neue Startrelais..." Ist das der Unterschied 
zwischen den beiden Modellen? Ein empfindlicheres Klixon? Oder war das 
geraten?

Die Stromversorgung umgeht momentan die Steuerplatine komplett, um genau 
diesen Fehler auszuschließen: Ich habe den Platinenstecker nicht 
angeschlossen, sondern direkt die eigentlich von der Elektronik 
geschaltete Phase zur Versorgungsleitung des Kompressors gebrückt. Der 
bekommt also beim Einstecken des Netzsteckers direkt so viele Ampere und 
Volt, wie die Sicherung zulässt ;-)
Ich gehe davon aus, daß die Regelplatine Kompressor (und den Lüfter) 
einfach mit dem FET elektronisch an/aus schaltet aber nicht die Spannung 
regelt.
Ich hab auch mal die Anschlussbelegung der Hauptplatine angehängt 
(soweit ich sie rausgemessen habe), falls jemand auch erfolglos danach 
für den "BEKO GNEV422X" sucht (der steckt nämlich in meinem 
Privilig-Gerät).

von H. H. (hhinz)


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Manuel J. schrieb:
> 28,6
Beide in Reihe.

> 15,8
Startwicklung

> 13,1
Hauptwicklung.


Die Startwicklung hat wohl einen Schluss.

Beitrag #7599429 wurde vom Autor gelöscht.
von Manuel J. (sisco09)


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Das würde ja bedeuten, daß irgendwo eine Wicklung durchgeschlagen ist. 
Aber wie kommt es dazu? Und, viel ärgerlicher, das läuft dann wohl 
darauf hinaus, daß der Kompressor nicht reparabel ist, ohne ihn zu 
öffnen und das wiederum bedeutet, ich bräuchte für den Kühlschrank einen 
neuen. Super...

Die Sollwerte sind sicher? Die Gemessenen können nicht korrekt sein?

von H. H. (hhinz)


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Manuel J. schrieb:
> Die Sollwerte sind sicher?

Vom eine Nummer kleineren Modell extrapoliert.


> Die Gemessenen können nicht korrekt sein?

Einfach nicht plausibel.


Kannst du die Induktivität messen?

von Manuel J. (sisco09)


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Öhhh... Du meinst, die Induktivität der Kompressorspulen mit 
Funktionsgenerator und Oszi messen? Theoretisch schon und ich hätte auch 
die Geräte... aber leider ist die zughörige Unterrichtseinheit leider 
ein paar Jahrzehnte her und ich bräuchte eine kleine Hilfestellung... 
:-)

von H. H. (hhinz)


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FG auf 1kHz Sinus 1Vp. Über einen 1kOhm an die Spule, anderes Ende der 
Spule an GND des FG. Dann Spannung über der Spule messen.

von Achim H. (pluto25)


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Manuel J. schrieb:
> Ein empfindlicheres Klixon?
Vermutlich, da es schneller abschaltete.
Der Kondensator kommt erst nach dem Anlaufen ins Spiel. Er ist nur dazu 
da das er etwas weniger Strom braucht/effizienter ist.
Anlaufen würde er auch wenn die Wicklung einen Teilschluß hat, jedoch 
begrenzt dann das Klixon bald. = Schrott
Zuckt er gar nicht wird er getauscht werden müssen. Selbst wenn man ihn 
durch umpolen oder 400V zum losbrechen kriegt wird er bald wieder 
klemmen.

von Manuel J. (sisco09)


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Vielen Dank! Wird gemacht, komm ich aber erst morgen zu. Melde mich dann 
mit dem Ergebnis wieder. 👍

von Manuel J. (sisco09)


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Achim H. schrieb:

> Anlaufen würde er auch wenn die Wicklung einen Teilschluß hat, jedoch
> begrenzt dann das Klixon bald. = Schrott
> Zuckt er gar nicht wird er getauscht werden müssen.

Wenn die Anlaufwicklung den Teilschluss hat, würde die doch nach dem 
Anlaufen wieder abgeschaltet werden und damit das Klixon nicht tangieren 
oder irre ich mich da?
Die Frage ist doch dann eher, woher der Teilschluss kommt und ob der 
sich "ausweitet"...

von H. H. (hhinz)


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Nicht spekulieren, messen!

von Achim H. (pluto25)


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Auch wenn sie abgeschaltet wird bleibt der interne Teilkurzschluß, der 
den Strom, wie bei einem Trafo mit überlasteter Sekundärwicklung, in die 
Höhe treibt. Selbst wenn das dem Klixon nicht gleich reicht wird die 
übermäßige Eigenerwärmung der Kapsel es zum Abschalten bringen.

Manuel J. schrieb:
> woher der Teilschluss kommt und ob der
> sich "ausweitet"

Fehlkonstruktion, Montagsgerät, überdimensionierter Kondensator/Klixon, 
fehlerhafte Anlassschaltung, zu starkes Vakuum. Bei 15 Jahren würde ich 
Verschleiß sagen. Nicht schön aber für eine "R600" fast gut. Es gibt ja 
einen Grund das sie aus dem Programm flog ;-)
Die weiten sich aus. Der induzierte Strom lässt die Isolierung schmelzen 
bis er Erdschluss bekommt oder sie durchbrennt. Wenn sie nicht vorher 
schon unbrauchbar wird (Eine Minute laufen, 5 min Pause, 1 min 
laufen...)

: Bearbeitet durch User
von Manuel J. (sisco09)


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So, nun haben wir gemessen, mit 1 kHz und 1Vp und 1 kOhm in Reihe:

Startwicklung:
15,93 Ohm, 448 mV

Hauptwicklung:
13,19 Ohm, 616 mV

Beide in Reihe:
28,75 Ohm, 816 mV

Leider sehr fummelig, da man kaum an die Kontakte kommt.
Der Frequenzgenerator hängt über einen 1kOhm Widerstand dran und 
gemessen habe ich mit einem Tastkopf 1x über die jeweilige Spule.

von H. H. (hhinz)


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Hast du 1Vp oder 1Vpp drauf gegeben?

Nach deutlichem Windungsschluss sieht es jedenfalls nicht aus.

von Manuel J. (sisco09)


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Der Frequenzgenerator ist auf eine Amplitude von 1V eingestellt, dürfte 
also spitze-spitze sein.
Ich bau jetzt einfach das Ganze nochmal mit dem neuen Anlaufrelais und 
altem Klixon zusammen und schau, was sich tut. Wenn der Kompressor 
laufen sollte, muß ich mich ja auch noch mit der Regelung befassen, denn 
da es die Platine nicht mehr neu gibt und leider der Atmega32 nen Schuss 
weg zu haben scheint, werd ich den durch nen ESP32 ersetzen (mal sehen, 
ob das mit den Schaltpegeln hinkommt) und erstmal nur Kompressor, 
Innenraumlüfter und Abtauheizung ansteuern. Den ganzen restlichen Rotz 
mit Eisbereitung, Wasser, etc., haben wir eh nie benutzt, das muß nicht 
laufen…

von H. H. (hhinz)


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Manuel J. schrieb:
> Der Frequenzgenerator ist auf eine Amplitude von 1V eingestellt, dürfte
> also spitze-spitze sein.

Amplitude ist Vp.

von Manuel J. (sisco09)


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So, mit neuem Anlaufrelais und altem Klixon startet der Kompressor jetzt 
jedenfalls in der ungeregelten Versuchsanordnung und läuft. Lüfter hab 
ich noch abgeklemmt, damit man hört, was der Kompressor tut.
Ich würde dann jetzt im nächsten Schritt den Lüfter wieder anschließen 
und das Teil laufen lassen und sehen, ob es kühlt. Sollte das gehen, 
wird die Regelung angeklemmt…

Ich gehe mal davon aus, daß hier nicht der Kompressor elektronisch 
geregelt wird, sondern das eine reine ein/aus- schaltung ist?

: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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Manuel J. schrieb:
> Ich würde dann jetzt im nächsten Schritt den Lüfter wieder anschließen
> und das Teil laufen lassen und sehen, ob es kühlt. Sollte das gehen,
> wird die Regelung angeklemmt…

So mach das.


> eine reine ein/aus- schaltung ist?

Aber sicher doch.

: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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Noch was: es wird im Kältekreislauf ein Umschaltventil geben, also wird 
nur eine der beiden Kältezonen gespeist werden.

von Manuel J. (sisco09)


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No, bei dem Gerät wird nur der Eis-Teil gekühlt und ein Ventilator 
pustet über eine separate Regelung bei Bedarf die kalte Luft von dort in 
den Kühlteil rüber.
Die Regelplatibe schaltet getrennt den Kompressor, diesen inneren Lüfter 
und die Abtauheizung, geregelt nach drei Sensoren im Eisteil, Kühlteil 
und am Verdampferrohr. Da dürfte das Anspruchsvollste sein, 
herauszufinden über welche Parameter die Abtauheizung geschaltet werden 
muß…

von H. H. (hhinz)


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Manuel J. schrieb:
> No, bei dem Gerät wird nur der Eis-Teil gekühlt und ein Ventilator
> pustet über eine separate Regelung bei Bedarf die kalte Luft von dort in
> den Kühlteil rüber.

Ach je, so eine richtige Amigurke. ;-)


> Da dürfte das Anspruchsvollste sein,
> herauszufinden über welche Parameter die Abtauheizung geschaltet werden
> muß…

Ach wo, das läuft über dT/dt.

Wichtig ist der Verdampferfühler, der muss rechtzeitig abschalten, sonst 
kann flüssiges Kältemittel auf die Ansaugseite des Verdichters kommen.

: Bearbeitet durch User
von Manuel J. (sisco09)


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Jaaa, nur wann ist „rechtzeitig“? :-) Mir fehlen halt die Sollwerte.
Mit der Heizschleife in Serie ist noch ein Sensor geschaltet, ich nehme 
mal an, daß der temperaturabhängig die Heizung begrenzt…

Jut, im Versuchsaufbau kühlt er jedenfalls brav und das Klixon scheint 
auch nicht abzuschalten.
Dann is für heute Feierabend und morgen befasse ich mich mit ner 
Regelung. Bevor ich da mit den originalen NTCs bastle, kommen drei neue 
DS18b20 rein und entweder funktionierts mit dem esp32 oder ich nehm halt 
was anderes mit 5V Pegel.

: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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Manuel J. schrieb:
> Mit der Heizschleife in Serie ist noch ein Sensor geschaltet, ich nehme
> mal an, daß der temperaturabhängig die Heizung begrenzt…

Das ist normalerweise ein Sicherheitstemperaturbegrenzer, einweg oder 
manuell rücksetzbar.

von Achim H. (pluto25)


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Manuel J. schrieb:
> Da dürfte das Anspruchsvollste sein,
> herauszufinden über welche Parameter die Abtauheizung geschaltet werden
> muß…

Die sind nicht kritisch, "Standard" ist alle 6 Stunden bis 8° für max 30 
min.
Ob jetzt auch alle 8, 12 oder 16 Stunden reichen findet man schnell 
raus. Wichtig ist das nach dem Abtauen wirklich kein Eis mehr vorhanden 
ist. Die Heizung ist nur für Raureif geeignet. Ein Eisklötzchen das 
übrig bleibt wächst dann zum "Brocken".
Über das Kältemittel brauchst Du Dir keine Sorgen machen. Da ist nicht 
genug drin um der Kapsel zu schaden. Die würde ein halben Liter oder 
mehr vertragen (Die Hersteller geben die max Menge an).
Die Ineffizienz und der "Wasserschaden" den das Tauwasser der 
Saugleitung verursachen würde ist da eher relevant.
Ist seine Steuerung denn irreparabel beschädigt? Die AVR sind nahezu 
unkaputtbar ;-)

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Bei normalen Kühlschränken dürfte nicht so viel Kältemittel drin sein, 
daß ein Vereisen des Verdampfers sofort den Verdichter gefährdet. Die 
Kapselverdichter haben ein recht großes freies Volumen und die 
Ansaugleitung führt ins Gehäuse und nicht direkt in den Zylinder. Was 
daran unschön ist, ggf. wird das Kältemaschinenöl im Verdichter verdünnt 
oder es mischt sich mit dem Kältemittel, dann hat man beim nächsten 
Anlauf evtl. ein Problem weil's aufschäumt wie 'ne geschüttelte Cola.

Wenn das Ding zuerst das Gefrierfach und danach das Kühlfach mit dem 
gleichen Kreislauf kühlt, könntest Du checken, ab wann die 
Kältemittelleitung zum Verdichter vereist. Manchmal ist das auch normal 
und passiert sobald die Kiste anläuft, allerdings sollte dann nichts 
außerhalb der Fächer vereisen. Also sobald die Saugleitung direkt am 
Verdichter vereist, wäre das ein Alarmzeichen, daß im Inneren nicht mehr 
genug Kältemittel verdampft.

von Manuel J. (sisco09)


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Achim H. schrieb:
>
> Ist seine Steuerung denn irreparabel beschädigt? Die AVR sind nahezu
> unkaputtbar ;-)

Die Stromversorgung der Hauptplatine war durch einen geplatzten Elko 
defekt. Kommt bei der Platine etwa alle 6 Jahre vor. Das reißt dann ggf. 
Die Platine mit dem Display in der Tür mit sich und offenbar zumindest 
Teile des AVR. Hier hat es den Multiplexer mit zerschossen, der die NTCs 
„sammelt“ 7nd an den AVR weitergibt. Den hab ich ersetzt, die NTC 
geprüft aber die Steuerung meldet trotzdem defekte Sensoren, erkennt sie 
also nicht und reagiert nicht auf Tastendrücke. Daher gehe ich davon 
aus, daß es mindestens Teile der IOs am AVR gekillt hat.  Den könnte ich 
natürlich  ersetzen  aber man bekommt ja das Programm nicht.
Die Platine gibt es nicht mehr und das Nachfolgemodell ist zwar 
technisch scheinbar identisch, hat aber offenbar eine andere Firmware.
Da der Rest der Platine wieder funktioniert, habe ich einfach die 
Steuerleitungen identifiziert, die ich brauche und setze einen simplen 
Arduino nano oder einen ESP32 drauf, der die dann ansteuert. Nebenbei 
kann ich so eine echte Temperaturanzeige und eine echte Regelung 
einbauen statt der groben Wahl zeischen drei festen Temperaturstufen und 
keiner echten Ist-Anzeige… und wenns mit dem esp32 klappt, kann das Ding 
sogar per Mail um Hilfe rufen, wenn‘s zu warm wird ;-)

von H. H. (hhinz)


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Denk dran den Motorkondensator bei Gelegenheit zu erneuern.

von Manuel J. (sisco09)


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Ist bestellt :-) 👍

von Manuel J. (sisco09)


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Achim H. schrieb:
> Die sind nicht kritisch, "Standard" ist alle 6 Stunden bis 8° für max 30
> min.

Ich hatte gelesen, daß bei den Amikisten die Abtauheizung praktisch 
immer angeht, wenn der Kompressor aus ist und nur überwacht wird, daß 
sie es nicht zu warm macht. Dadurch würde jeder Hauch von Reif sofort 
abgetaut und es kann sich gar nicht erst wirklich Eis ablagern. 
Theoretisch jedenfalls...

von H. H. (hhinz)


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Manuel J. schrieb:
> Ich hatte gelesen, daß bei den Amikisten die Abtauheizung praktisch
> immer angeht, wenn der Kompressor aus ist und nur überwacht wird, daß
> sie es nicht zu warm macht.

Das willst du so nicht haben, es sei denn du musst für den Strom nicht 
bezahlen.

von Manuel J. (sisco09)


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Ja, schon klar, daß es bei der Lösung "Optimierungspotential" gibt. Bei 
den Amis spielen Stromkosten ja scheinbar keine Rolle. Man müsste halt 
eine relativ zuverlässige Eiserkennung hinbekommen. Mit den Vorhandenen 
Sensoren ist das aus meiner Sicht kaum möglich gewesen, daher vermute 
ich, die Kiste hatte genau diese "Ami-Regelung". Ich werde einfach mal 
mit nem zusätzlichen Sensor und Werteprotokollierung rumprobieren und 
sehen, was rauskommt.

von H. H. (hhinz)


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Manuel J. schrieb:
> Bei den Amis spielen Stromkosten ja scheinbar keine Rolle.

Mittlerweile schon.

von Achim H. (pluto25)


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Manuel J. schrieb:
> Man müsste halt
> eine relativ zuverlässige Eiserkennung hinbekommen.

Das versuchen sie schon seid über hundert Jahren mit begrenztem Erfolg 
;-)
Ein Indiz wäre die Temperaturerhöhung nach Abschalten der Heizung. 
Steigt sie kaum oder fällt sehr schnell ist sicher noch Eis vorhanden. 
Den Sensor an der Pos setzen wo Resteis bleibt könnte auch helfen die 
Abschaltungstemperatur runter zu bekommen.  Der µC könnte auch die 
Verweilzeit bei 0° auswerten um die Eismenge abschätzen zu können. Wird 
die zu hoch wäre es sinnvoll öfter ab zu tauen (besser alle 6h 5min 
heizen als nach 12h 15min zu benötigen). Dann wäre ein vergleich Luft 
ein zu Austrittstemperatur oder Verdampfer ein/austritt geeignet den 
richtigen Zeitpunkt zu finden. Viel Möglichkeiten ein "Forschungsobjekt" 
daraus zu machen.
Ein paar kWh können sich sparen lassen, die aber schnell wieder mehr 
verbraucht werden wenn man zu sparsam war (Eisklotz :-)

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