Forum: Haus & Smart Home FILS parallel, geht das? Darf das?


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von Thorsten S. (whitejack)


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Hallo und Guten Abend,

würde das funktionieren, N-Brücke nach dem FILS zu einem zweiten 
Stromkreis. Brücke im Verteiler.

Ich habe in der Werkstatt eine Phase zu Steckdosen, Licht etc... ganz 
normale Verteilung über einen LS und dachte mir nur ich könne die Phase 
ja auch weiter  aufteilen und den LS durch drei oder vier FILS ersetzen.
Wenn ich aber den N für die Kreise auch bis zum Ende aufteilen müsste, 
müsste ich alles neu machen, das wäre zu viel Aufwand.

Da N ja das gleiche Potenzial ist und die FILS im Kasten direkt 
nebeneinander säßen dort auch die Brücke wäre, dürfte auch bei höheren 
Strömen an einem FILS Kreis gegenüber dem/n anderen nicht so viel Strom 
von N zu N quer fließen, sodass der andere/die anderen auslösen, so 
meine fixe Denke.

Und sollte das gehen, spricht sonst etwas dagegen so etwas zu machen?

Danke.

: Bearbeitet durch User
von Christian B. (luckyfu)


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Das wird so nicht funktionieren. Wieso willst du den N dahinter 
verbinden? Du hast ein L welches zu deiner Last den Strom liefert und 
anschließend hast du 2 N die ihn zurückleiten. Sobald du eine Last 
anschließt, die mehr als 50mA ca. zieht, wird dir einer der beiden 
auslösen. Welcher ist unmöglich vorher zu sagen.

von Thorsten S. (whitejack)


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Stimmt, der Strom teilt sich auf, Brett vorm Kopf - peinlich.

Das war der Grund, die Idee, siehe Gekritzel.

Rrrr, schade, ja.

: Bearbeitet durch User
von Rainer W. (rawi)


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Thorsten S. schrieb:
> dem FILS
> ...
> die FILS
> ...
> einem FILS


Du bist ganz schön schreibfaul.
Kannst du nicht, wie eigentlich jeder andere auch, die beiden Akronyme 
anständig trennen, z.B. in der Form "FI/LS" oder "FI-LS"? Immerhin sind 
das zwei völlig verschiedene Funktionen, die da in einer Box vereint 
sind.

: Bearbeitet durch User
von Christian B. (luckyfu)


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Wenn du es aber nur an einen einpoligen FI (RCD) und danach 2 LS 
bastelst, dann funktioniert es. Dürfte am Ende auch kaum mehr Platz 
brauchen, da die FI/LS ja auch 2 TE beanspruchen, oder nicht?

von Daniel S. (stokmar)


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nein geht nicht. wenn muss der L auch gebrückt werden und das ist doch 
völliger kokolores!!! Warum bitte??

von Thorsten S. (whitejack)


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Ich wollte auf die Schnelle zwei getrennte Fehlerstromkreise erzeugen, 
hab mich so darin verbissen das ich das Wesentliche nicht gesehen 
habe...

von Sven L. (sven_rvbg)


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Thorsten S. schrieb:
> Ich wollte auf die Schnelle zwei getrennte Fehlerstromkreise erzeugen,
> hab mich so darin verbissen das ich das Wesentliche nicht gesehen
> habe...
Mal davon abgesehen das die Idee Quatsch ist, zwei verschiedene 
Stromkreise in einer Abzweigdose müssen jetzt auch nicht unbedingt sein!

Wie groß ist denn so eine Hobbywerkstatt, die an einem FI/LS hängt das 
es da nicht möglich ist, ein paar Meter Kabel neu zu verlegen?

von Thomas R. (thomasr)


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Vermutlich soll das Auslösen der übergeordneten LS verhindert werden? 
Das geht bei Kurzschlüssen NICHT, in Reihe geschaltete LS üblicher 
Bauart sind nie selektiv! Den LS im Hobbyraum kannst du dir sparen.

Natürlich ist es sehr sinnvoll, in einem Hobbyraum mindestens einen RCD 
zu haben. Wenn es mehrere sein sollen würde ich aber zu Steckdosen mit 
eingebautem RCD oder steckbaren RCD raten. Da kommt auch nichts mit dem 
N durcheinander ;-)

von Thorsten S. (whitejack)


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Sven L. schrieb:
> Quatsch ist

Es ist nie quatsch gewisse Bereiche in mehrere Fehlerstromkreise 
aufteilen zu wollen...

Sven L. schrieb:
> ein paar Meter Kabel

Werkstatt und Außenbeleuchtung läuft bereits auf einem eigenen 3.Phasen 
FI nur für den Außenbereich. Das ganze ist drinnen mit 3xC16A 
abgesichert und das Licht dann draußen noch mal mit B16A daraus 
untergeordnet...mag sein dass sie sowieso gemeinsam auslösen, aber es 
geht für mich so am besten auf bis jetzt...

Die Idee war unter anderem die gesamte Außenbeleuchtung vom 
Werkstatbereich zu trennen, daran hängt auch noch ein Fahrradschuppen 
usw... ist sehr viel Kabelei...hunderte Meter (rund 500 Meter Fünfader) 
Erdkabel...zu Beeten, zu Schuppen, Außensteckdosen, Bewegungsmeldern, 
Lichterketten, Bäumen, Beetlampen, Brunnen, Bewässerung usw...rund ums 
Haus...

Thomas R. schrieb:
> ich aber zu Steckdosen mit
> eingebautem RCD oder steckbaren RCD raten. Da kommt auch nichts mit dem
> N durcheinander ;-)

Ja, da sie ja schon einen haben, würde es ggf. nur bedingt Sinn ergeben 
dort noch einen nicht selektiven zwischen zu stecken.

Ich schaue einfach mal wie und ob ich nich gewisse Dinge "abkoppeln" 
oder wetwas umstrukturieren kann...

: Bearbeitet durch User
von Thomas R. (thomasr)


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Thorsten S. schrieb:

> Werkstatt und Außenbeleuchtung läuft bereits auf einem eigenen 3.Phasen
> FI nur für den Außenbereich. Das ganze ist drinnen mit 3xC16A
> abgesichert und das Licht dann draußen noch mal mit B16A daraus
> untergeordnet...mag sein dass sie sowieso gemeinsam auslösen, aber es
> geht für mich so am besten auf bis jetzt...

Ich wollte nur darauf aufmerksam machen daß die gemeinsam auslösen 
werden.
>
> Die Idee war unter anderem die gesamte Außenbeleuchtung vom
> Werkstatbereich zu trennen, daran hängt auch noch ein Fahrradschuppen
> usw... ist sehr viel Kabelei...hunderte Meter (rund 500 Meter Fünfader)
> Erdkabel...zu Beeten, zu Schuppen, Außensteckdosen, Bewegungsmeldern,
> Lichterketten, Bäumen, Beetlampen, Brunnen, Bewässerung usw...rund ums
> Haus...
>
Holla, soviel Leitung im Außenbereich an nur einem RCD? Das riecht 
geradezu nach Ärger. Denn jede Leitung hat einen Ableitstrom. Im 
Neuzustand und im Trockenen ist der kaum meßbar aber nach Jahren und im 
Feuchten summiert sich das und kann den einfachen 30mA RCD erheblich 
"vorbelasten" womit er früher auslöst. Da hilft dann nur Aufteilen in 
mehrere RCD Kreise.

von Thorsten S. (whitejack)


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Okay.

Es liegt alles schon 10 Jahre und der Fehlerstrom liegt immer zwischen 5 
mA und 7 mA seit Jahren, scheint also alles soweit zu passen. :-)

Es sind viele Dinge die man beherzigen muss, wenn man so viel Kabelage 
draußen unterm Pflaster liegen hat unter anderem sind es alles nur 1:1 
Verbindungen, keine Abzweigungen im Boden. Immer hoch rausgeführt... ich 
würde nur eine Gießharzmuffe nutzen für Abzweiger im Boden, aber das 
wäre mir zu umständlich, dann lieber Konzeptionell so gestalten dass man 
sie gar nicht erst braucht.

Für steckbare bodennahe Verbindungen haben sich Konturenstecker als 
überraschend haltbar herausgestellt!

Aber danke für den Hinweis.

Gruß

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Thorsten S. schrieb:
> usw... ist sehr viel Kabelei...hunderte Meter (rund 500 Meter Fünfader)
> Erdkabel...zu Beeten, zu Schuppen, Außensteckdosen, Bewegungsmeldern,
> Lichterketten, Bäumen, Beetlampen, Brunnen, Bewässerung usw...rund ums
> Haus...

Und Du hast sicherlich auch für jeden der Stromkreise explizit 
berechnet, ob der Mindestkurzschlussstrom erreicht werden kann? Und 
anschließend mit einem Installationstester den Kurzschlusstrom und die 
Schutzleiterimpedanz gemessen?

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