Der Himmel fällt uns auf den Kopf 2102.2024 12:

Gast #7607386
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https://t3n.de/news/diese-woche-stuerzt-ein-satellit-auf-die-erde-und-niemand-weiss-wann-und-wo-1608754/

Die jüngste Vorhersage der ESA geht davon aus, dass der Wiedereintritt am 21. Februar um 12:14 Uhr MEZ erfolgen wird. Der Unsicherheitsfaktor umfasst einen Zeitraum von rund 15 Stunden vor oder nach dem berechneten Zeitpunkt.

Zeitfenster +/- 15 Stunden, Trefferwahrscheinlichkeit 1:100 Milliarden

Also heute Nacht Augen auf, alles ist möglich ;)

#7607493
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Wenn es sich um einen massiven 52kg Eisenklotz handeln würde, der würde schon eine ordentliche Furche durch den Acker ziehen.

Da es sich aber angeblich um eine 52kg Antennenanlage mit großer Oberfläche handelt, wird sie vermutlich komplett verglühen.

Mit ein wenig Glück findet man höchstens noch kleinere Stücke, die man sich ins Wohnzimmerregal stellen sollte.

Angehängte Dateien:
(Firma: Hobbytheoretiker) #7607520
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Eric schrieb:

The uncertainty in this prediction is now just (+/- 7.48 hours).

Warum geht das nicht genauer?

Weil nicht bekannt ist durch welche Sonnenaktivitaetsschwankung des Trum frueher oder spaeter die Atmosphaere erreicht. Ausdehnung der Atmosphaere durch solche Einfluesse ist bei langsam herunter schnell kreisenden Truemmern um die Erde nicht zu vernachlaessigen.

(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #7607533
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In meiner Gegend ist letztes Jahr ein Meteorit runter gekommen. in 20Km Entfernung hab ich den Überschallknall davon gehört. Natürlich erst später mitbekommen dass es ein Meteorit war.

Ein Stück ist auch in ein Einfamilienhaus gefallen.

Bei der Grösse einer Faust, kam der allerdings auch nicht mit Geschwindigkeiten von Kilometern pro Sekunde auf dem Boden an.

#7607643
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Wolfgang R. schrieb:

Irgendwie muss Norbert im Besitz alternativer Wahrheiten sein. Selbst unser Lottobetreiber gibt die oben genannten Wahrscheinlichkeiten an.

https://www.lotto.de/lotto-6aus49/info/gewinnwahrscheinlichkeit

Finde ich befremdlich. 49 in der Trommel, 6 Möglichkeiten für Treffer : 49÷6 48 in der Trommel, noch 5 Möglichkeiten: 48÷5 44 in der Trommel, noch 1 Möglichkeit: 44÷1

Alle Wahrscheinlichkeiten multipliziert ergibt…

Mich würde tatsächlich deren Berechnung (oder mein Fehler) interessieren.

(Firma: Hobbytheoretiker) #7607649
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Michael B. schrieb:

Einfach mal die verlinkten Erklärungsseiten zu lesen ist dir offenbar zu viel.

Nachdem die von mir angeführten Gründe in Wissen nach 18 Uhr in Bayern 2 letzte Woche und die Kinderfrage zu dem Thema im Kinderkanal vom Experten auch so beantwortet wurde, erlaube ich mir mich nicht nur auf die Heise Gruppe Presse zu beschraenken.

#7607665
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Wikipedia weiss mehr. Nix äquatorial, ganz im Gegenteil. Der war dafür vorgesehen, in 35 Tagen die gesamte Erdoberfläche zu erfassen und hatte mit der ursprünglichen Inklination von 98,5° eine nahezu polare Umlaufbahn mit einer Umlaufzeit von 100 Minuten. Bei einem Zeitrahmen von 15 Stunden macht das eine Vorhersage des Breitengrades unmöglich.

Beitrag #7607789 wurde von einem Moderator gelöscht.
#7607796
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Es handelt sich um den ERS1 X-SAR Satelliten zur Erdbeobachtung. Es gibt noch einen ERS2 im Orbit, wenn ich mich nicht irre.

Details zu dem Satelliten sind z.B. unter den u.g. Links zu finden.

https://de.wikipedia.org/wiki/European_Remote_Sensing_Satellite https://www.eoportal.org/satellite-missions/ers-1#eop-quick-facts-section

Wird wohl in die Ozeane stürzen, falls nicht, dann schnell ducken oder unter den Tisch krabbeln ;-)

Markus

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Beitrag #7607834 wurde von einem Moderator gelöscht.
#7607847
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Rainer Z. schrieb:

Die Wahrscheinlichkeit für 6 Richtige ist 1 : 15.537.573.

Norbert schrieb:

Ach, egal. 1:13,983,816

Wolfgang R. schrieb:

https://www.lotto.de/lotto-6aus49/info/gewinnwahrscheinlichkeit

Die Diskrepanz hat mit der Berücksichtigung der Superzahl zu tun. Wenn es nur um die Wahrscheinlichkeit für 6 Richtige aus 49 geht (ohne Berücksichtigung der Superzahl) hat Norbert recht.

Auf der von Wolfgang verlinkten Lotto-Seite müssen dann die angegebenen Wahrscheinlichkeiten der Gewinnklassen 1 und 2 addiert werden, da ja beide Klassen 6 Richtige enthalten.

(Firma: matzetronics) #7607922
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Michael B. schrieb:

Leider steht auf der ESA Seite weder die Umlaufbahn noch das Absturzgebiet. Da kann man lange auf einen Brocken im Garten hoffen, wenn der äquatorial umkreist.

https://blogs.esa.int/rocketscience/2024/02/05/ers-2-reentry-live-updates/

Scroll ein wenig runter, da ist eine Weltkarte mit den Orbits und einem grossen roten Punkt über Südostafrika, 'COIW' genannt. Die Orbits gehen von Ost nach West (logischerweise), weil die Erde sich unter dem Satelliten dreht. 10 Minuten nach 16:32 Uhr ist er über Mitteleuropa, also um 16:42 Uhr.

#7607956
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Asche auf mein Hautp,

es ist der ERS-2, wie gerade selbst gelesen.

Ich dachte im Radio hätten sie vom #1 gesprochen.

Beide haben aber eine ähnliche Bauart.

Laut ESA wird er um/am

16:32 UTC, 21 February, ERS-2 will be located approximately 80 km over the red marker, labelled COIW

auf der Höhe von Madagaskar über dem Afrikanischen Kontinent abstürzen. Habe leider übersehen, dass es sich um einen aufsteigenden Orbit handelt!

Also bekommen wir in Europa wahrscheinlich davon nichts mit und können es auch nicht am Sternenhimmel beobachten.

Der ERS2 Besitzt auch keine Nukleare-Energiequelle zur Stromversorgung wie so manche militärischen Satelliten, die dann beim Wiedereintritt die Erde mit ihrem nuklearem Müll verseuchen.

Markus

(Firma: Hobbytheoretiker) #7607960
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https://www.dlr.de/rd/desktopdefault.aspx/tabid-2265/3376_read-5091/

Schließlich hat auch die Sonne Einfluss auf die Verweildauer im Orbit. Die Aktivität der Sonne ist nicht konstant, sondern nimmt in einem etwa elfjährigen Zyklus ab und wieder zu. Größere Sonnenaktivität führt dazu, dass sich die Erdatmosphäre weiter ausdehnt. Dadurch wird der Luftwiderstand der Atmosphäre größer und die Bahnhöhe von Weltraumtrümmern und Satelliten sinkt schneller ab. Dies führt auch dazu, dass in Zeiten starker Sonnenaktivität mehr Weltraummüll wieder eintritt als bei schwächerer Sonnenaktivität.

Im Radio wurde noch genannt, dass dieses "Wetter" sich einige hunderte von km über der Erde zum Teil stündlich ändert. Daher rühren noch die hohen Ungenauigkeiten.

#7608208
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The uncertainty in this prediction is now just +/- 1.76 hours.

Das bedeutet immer noch über eine ganzen Orbit Flugzeit, sofern in der Höhe nicht schon so stark der "Luftwiderstand"/Reibung zunimmt, dass die ursprünglichen 100 Minuten Umlauf schon wesentlich mehr sind (Original ist v ja knapp bei 6km/Sec.)

Markus

(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #7608211
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Enrico E. schrieb:

●DesIntegrator ●. schrieb:

das kommt wohl eher über Nordamerika runter

Die Flugrichtung ist genau andersrum. Der Satellit stürzt kurz vor Madagaskar in den Pazifik rein.

das wurde entgegen der Erddrehung gestartet? Die Energie will man doch immer gerade mitnehmen, weshalb man möglichst äquatornah starten will.

#7608221
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Der ERS2 hatte eine stationäre im Beam nicht zu ändernde SAR Antenne und war für einen 3-Tages Wiederholungs-Orbit ausgelegt. D.h. nach drei Tagen konnte man genau die selbe Stelle auf der Erde beobachten. Man konnte nur etwas den Blickwinkel der Antenne zur Seite ändern, so dass der Swath mal breiter und mal enger war, je nach gewünschtem Beobachtungs-Mod.

Die neueren Satelliten der Copernicus Mission können ihren Beam verändern und damit in verschiedenen Modi auf die Erde blicken.

Markus

#7608235
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Ein T. schrieb:

...und ich hätte gewettet, Madagaskar liege im indischen Ozean.

Der Indische Ozean ist ja nur die künstliche Verlängerung vom Pazifik. Die beiden Gewässer berühren sich ja auch direkt, ohne Mauer dazwischen.

Die ersten Trümmerteile fallen noch in den Pazifik rein und irgendwann geht das Herabstürzen nahtlos weiter in den Indischen Ozean über.

#7608358
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●DesIntegrator ●. schrieb:

naja, nicht ganz, am Äquator noch lange nicht parallel zum Meridian.

Ein polarer Orbit wäre auch am Äquator nur dann parallel zum Meridian wenn die Erde sich nicht drehen würde.

"To best achieve its goals, ERS-2 was placed into a ‘Sun-synchronous’ orbit – a type of polar orbit that allowed it to pass over and study a large portion of Earth’s surface."

LG, Sebastian

#7608638
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Wäre interessant zu erfahren, wie viele Aufnahmen der ERS2 so in seiner Lebensspanne aufgenommen hat.

Überschlagen sind es wohl über 3Mio.+-

Zugrunde genommen wurde 16y x 365d x 14.5Orb/d x 10min Aufnahmen/d mit 100x100km2 zu 15Sek., d.h. 4 Bilder pro Minute, d.h. 40 Frames pro Umlauf.

Über der Antarktis wurde fast immer aufgenommen und auch viel über dem Südamerikanischem und Afrikanischem Urwald. Es gab weltweit etliche Bodenstationen, die einen Sichtbarkeits- radius von ca. 3000km hatten und dort konnten bis zu 15min an SAR-Daten empfangen werden, je nach Horizontmaske der Umgebung.

Hat jemand noch detailliertere Infos oder einen Link dazu.

Markus

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