Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik dieser Trafo als Trenntrafo geeignet?


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von Klaus B. (forrestjump)


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Hallo,
Ich möchte gern meinen Desktop PC mit einem Trenntrafo betreiben, weil 
ich mir dadurch die Störentkopplung aus dem Netz erhoffe. Ist dieser 
Trafo als Trenntrafo geeignet? Es gibt 2 getrennte Primärwicklungen mit 
je 3 Ohm die als gewöhnlicher Netztrafo in Reihe geschaltet sind. Dem 
Sekundärdrahtquerschnitt zu urteilen kann er etwa 10 Ampere liefern. Er 
wiegt 3.5 KG . Die Frage ist, was passiert wenn ich die beiden Primär 
Wicklungen auftrenne, und dort dann an einer Seite bei 3 Ohm die 
Netzspannung anlege.
Wie wird das gerechnet?

von H. H. (hhinz)


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Lass es sein.

von Rüdiger B. (rbruns)


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Klaus B. schrieb:
> Es gibt 2 getrennte Primärwicklungen mit
> je 3 Ohm die als gewöhnlicher Netztrafo in Reihe geschaltet sind.

2*115 Volt sind 230 Volt. Doppelte Spannung, doppelter Strom = vierfache 
Leistung --> Rauch.

von Klaus B. (forrestjump)


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ok, der Hinweis mit 2x 115V leuchtet mir ein.
Für den genannten Zweck, kann da jemand eine Empfehlung aussprechen?
Ungefähr 500-600 Watt sollte er liefern können.

von Andreas M. (andreas_m62)


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: Bearbeitet durch User
von Manfred P. (pruckelfred)


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Rüdiger B. schrieb:
> Doppelte Spannung, doppelter Strom = vierfache
> Leistung --> Rauch.

Ein Trafo ist kein ohmscher Widerstand, nix mit nur doppeltem Strom.

Da schlägt der Magnetismus erbarmungslos zu. Der Kern wird magnetisch 
gesättigt, damit ist seine Induktivität weg und es bleibt der ohmsche 
Wicklungswiderstand. Das Ding will über 70 Ampere ziehen, aber da wird 
dann der Leitungsschutzschalter etwas gegen haben.

Falls Du einen Stelltrafo und zwei Meßgeräte besitzt: Klemme einen 
110V-Trafo an, drehe die Spannung vorsichtig hoch und messe den Strom. 
Dann wirst Du sehen, dass oberhalb der 110V der Strom deutlich stärker 
als die Spannung steigt.

Klaus B. schrieb:
> kann da jemand eine Empfehlung aussprechen?

https://www.ebay.de/itm/355474069835
https://www.ebay.de/itm/266681191203

Andreas M. schrieb:
> Hast du genug Platz im Kleiderschrank?

Ich hätte, aber meiner steht auf dem Labortisch, meine Oberhemden 
brauchen keine Stromversorgung.

von Michael B. (laberkopp)


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Klaus B. schrieb:
> Ist dieser Trafo als Trenntrafo geeignet?

Nein.

Klaus B. schrieb:
> Es gibt 2 getrennte Primärwicklungen mit je 3 Ohm die als gewöhnlicher
> Netztrafo in Reihe geschaltet sind

Gut, lass das so, die bleiben in Reihe an 230V~.

Klaus B. schrieb:
> Dem Sekundärdrahtquerschnitt zu urteilen kann er etwa 10 Ampere liefern.

Wenn er primar an 230V~ angeschlossen ist, kannst du ja mit einem auf 
Wechselspannung stehenden Multimeter messen, was an den 
Sekundärwicklungen raus kommt.

Keine 230V bzw. 2x115V -> kein Trenntrafo

Klaus B. schrieb:
> Er wiegt 3.5 KG

ca. 300W wie SM102b oder 387W wie SU90a.

Klaus B. schrieb:
> Ungefähr 500-600 Watt sollte er liefern können.

Reicht also nicht

Klaus B. schrieb:
> Ich möchte gern meinen Desktop PC mit einem Trenntrafo betreiben, weil
> ich mir dadurch die Störentkopplung aus dem Netz erhoffe

Das wird er aber nicht bringen. Welche Störungen überhaupt: 
Lüftergeräusch, Rechenfehler, Abstürze, oder Audiosignal ?

von Klaus B. (forrestjump)


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Ich meine Störungen aus dem Leitungsnetz, wie zB. Gegentaktstörungen die 
einem das SWL listening verderben. Zudem kommt noch hinzu, das hier im 
Haus scheinbar PE mit Nullleiter zusammengelegt ist. Das war mal 
erlaubt, ist inzwischen aber verboten. Sogar die Heizkörper allesamt mit 
Kupferrohren verbunden strahlen diese Störungen ab. Ich nahm an, das ein 
Trenntrafo helfen könnte diese Störungen wenigstens zu mindern. Probiere 
es nun aber erstmal mit 2 hintereinander geschalteteten und entsprechend 
gewickelten Ringkernen um Gleich und Gegentaktstörungen zu unterdrücken.

: Bearbeitet durch User
von Michael B. (laberkopp)


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Klaus B. schrieb:
> Ich meine Störungen aus dem Leitungsnetz, wie zB. Gegentaktstörungen die
> einem das SWL listening verderben

Welcher PC empfängt Kurzwelle und wozu ?

Wenn überhaupt, willst du einen extra Netzfilter am PC, manche PC 
Netzteile sparen den weg.

von Marcel V. (mavin)


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Klaus B. schrieb:
> Hallo,
> Ich möchte gern meinen Desktop PC mit einem Trenntrafo betreiben, weil
> ich mir dadurch die Störentkopplung aus dem Netz erhoffe. Ist dieser
> Trafo als Trenntrafo geeignet?

Da der Trafo zwei echte, voneinander getrennte Wicklungen hat, ist er 
besonders gut als Trenntrafo geeignet. Sollte er wegen seiner zu 
geringen Spannungsfestigkeit warm werden, dann bau einen Propeller oben 
drauf. Wenn er dann trotzdem zu heiß wird, sofort abschalten!

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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was gibt es denn so für Störungen, die den PC jetzt,
also ohne einen solchen Trafo beeinträchtigen?

Brummt es etwa im Ton?

von Uwe (neuexxer)


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>> Es gibt 2 getrennte Primärwicklungen mit
>> je 3 Ohm die als gewöhnlicher Netztrafo in Reihe geschaltet sind.
>> ...
>> Die Frage ist, was passiert wenn ich die beiden Primär
>> Wicklungen auftrenne, und dort dann an einer Seite
>> bei 3 Ohm die Netzspannung anlege.

So etwas gelesen, denkt man, das gibt es doch gar nicht,
das kann man doch gar nicht steigern!? => Doch:

> Da der Trafo zwei echte, voneinander getrennte Wicklungen hat,
> ist er besonders gut als Trenntrafo geeignet.
> Sollte er wegen seiner zu geringen Spannungsfestigkeit
> warm werden, dann bau einen Propeller oben drauf.
> Wenn er dann trotzdem zu heiß wird, sofort abschalten!

Hier solche "Witze" zu platzieren (oder war gar keiner?),
könnte, je nach Kompetenz der betreffenden Fachkräfte/iNNen diese
zu ungünstigen Handlunngen animieren,
anstatt dass sie nur Sicherheits- uder Schutzkleinspannung verwenden,
unter Aufsicht!

von Harald W. (wilhelms)


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Klaus B. schrieb:

> ok, der Hinweis mit 2x 115V leuchtet mir ein.
> Für den genannten Zweck, kann da jemand eine Empfehlung aussprechen?

Ja, zieh um in ein Land, welches 115VAC hat. :-)
Für Deinen Zweck könntest Du einen "Trenntrafo für Arme" nehmen.
Du nimmst zwei beliebige gleiche Trafos und verbindest beide
Rücken an Rücken. Dann kommen hinten netzgetrennte knapp 230VAC
raus. Ob Du so allerdings weniger Störungen hast, weiss ich nicht.

: Bearbeitet durch User
von Eric (Gast)


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Klaus B. schrieb:
> Ich möchte gern meinen Desktop PC mit einem Trenntrafo betreiben, weil
> ich mir dadurch die Störentkopplung aus dem Netz erhoffe.

Fehlsch(l)uss

von Εrnst B. (ernst)


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Völlig unabhängig davon, welchen hypothetischen Trenntrafo er sich 
bastelt, wickelt oder kauft:
Was macht er mit seinem PC-Gehäuse?
Das sollte ja trotzdem auf PE, damit der PC nicht zum TENS-Gerät mit 
Radiosender-Funktion wird...
Separaten Erder im Garten verbuddeln, um damit die Sekundärseite seines 
Trenntrafos zu Erden? Oder im Blumentopf, wenn der Garten zuweit weg 
ist?

von Rüdiger B. (rbruns)


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Ein 12V PC-Netzteil und eine dicke Batterie.

von Harald W. (wilhelms)


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Εrnst B. schrieb:

> Was macht er mit seinem PC-Gehäuse?
> Das sollte ja trotzdem auf PE,

So isses. Da der TE den Ausgang des Trenntrafos ja nicht anfassen will,
kann das Gehäuse problemlos mit dem PE verbunden werden. Ob es mit so
einem Trenntrafo wirklich weniger Störungen gibt, ist aber zumindest
zweifelhaft.

von Rainer D. (rainer4x4)


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Klaus B. schrieb:
> Zudem kommt noch hinzu, das hier im
> Haus scheinbar PE mit Nullleiter zusammengelegt ist. Das war mal
> erlaubt, ist inzwischen aber verboten.
In modernen TN-C-S Hausnetzen ist das immer so. Nur in TT Netzen nicht. 
Aber die sterben immer mehr aus

Klaus B. schrieb:
> Sogar die Heizkörper allesamt mit
> Kupferrohren verbunden strahlen diese Störungen ab. Ich nahm an, das ein
> Trenntrafo helfen könnte diese Störungen wenigstens zu mindern.
Soso, die Heizkörper strahlen und ein Trenntrafo soll das verhindern.

Verschwörungstheorien?

von H. H. (hhinz)


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Rainer D. schrieb:
> In modernen TN-C-S Hausnetzen ist das immer so. Nur in TT Netzen nicht.
> Aber die sterben immer mehr aus

Die TT sind in vielen Regionen der Welt der Standard, und werden das 
auch bleiben.

von ArnoNym (bergler)


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Ein Trenntrafo bringt erst mal einfach betrachtet nur gegen symmetrische 
Störungen was. Asymmetrische kommen 1:1 durch.

Natürlich hat das alles einen Frequenzgang. Bei 1GHz wird der Trafo 
irgendwas tun...

Solange hier nichts gesagt wird, zur Art der Störung, kann man wenig 
empfehlen.

Also Butter bei die Fische:
Frequenz? Art der Störung?

Wenn du das nicht liefern kannst (was ja sein kann):
Was ist das Problem, das gelöst werden soll?

Noch eine einfachere und sicherere Lösung:
Nimm einen Laptop. Dessen Netzteil ist im Normalfall galvanisch getrennt 
(was man leicht nachmessen kann, bzw. am Typenschild ablesen kann (wenn 
SELV draufsteht, ists getrennt)), aber mindestens ist der 
Batteriebetrieb garantiert galvanisch getrennt.

von Klaus B. (forrestjump)


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am PC habe ich einen Kurzwellen SDR Receiver, mit Mini Whip 
Außenantenne.  Mir ist klar, das in der heutigen Zeit im Hausnetz 
mannigfaltige Störungen vagabundieren. Soweit alles bekannt. Jeder der 
diesem Hobby des "short wave listening" frönt, würde sich über eine 
störungsarme Umgebung freuen und sinnt daher auf Abhilfe wenigstens der 
Ärgsten Einstrahlungen, die von beliebigen Schaltreglern, LEDs, TV, PLC, 
Heizungsregelungen, Photovoltaik usw stammen.  Dazu gibt es zwar 
reichlich Material zur Abhilfe in Form von Papers im Netz zu finden, die 
allesamt entweder schmalbandige Filter oder verschieden bewickelte 
Ringkerndrosseln sind.  Die Rolle eines Trenntrafo, speziell in diesem 
Szenario wird aber nicht behandelt, daher die Frage. Wenn mir Fachleute 
sagen, das es nichts bringt, dann muß ich das nicht weiter verfolgen. Am 
PC selbst, ist in der Netz Zuleitung schon ein "teures" Toshiba 
Netzfilter verbaut. Eine Störung ist hart am DCF77 Signal und auf deren 
vielfache, andere kommen periodisch immer wieder. Das raspelt dann 
erheblich und versaut einem den Empfang breitbandig im VLF Bereich.

von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Ist nicht das SNT im PC die größte Dreckschleuder?

von Klaus B. (forrestjump)


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Jain, wobei mir aufgefallen ist das Maus und Tastatur ebenfalls mehr 
oder weniger stark strahlen. Das meiste kommt aus der Hausverkabelung.
Mir ist nur noch nicht klar wie sie in den SDR kommen. Aus der Luft, 
oder aus der Leitung. Und wenn ja welche der Leitungen. USB oder 
Netzzuleitung. Wahrscheinlich alles zusammen.

Das habe ich mir übrigens schon durchgelesen und berücksichtigt.
https://www.dg0sa.de/snt.pdf

: Bearbeitet durch User
von Rainer D. (rainer4x4)


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H. H. schrieb:
> Die TT sind in vielen Regionen der Welt der Standard, und werden das
> auch bleiben.

Hierzulande wirds weniger, da durch das TN-C-S das Erdnetz insgesamt 
verbessert wird.

von H. H. (hhinz)


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von Michael B. (laberkopp)


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Harald W. schrieb:
> Für Deinen Zweck könntest Du einen "Trenntrafo für Arme" nehmen.
> Du nimmst zwei beliebige gleiche Trafos und verbindest beide
> Rücken an Rücken. Dann kommen hinten netzgetrennte knapp 230VAC
> raus.

Bei

Klaus B. schrieb:
> Ungefähr 500-600 Watt sollte er liefern können.

wird das gross, teuer und schwer.

Aber wozu soll man hier Nachdenken, wenn man Antworten auch ganz ohne 
Intelligenztest abgeben kann.

von Michael B. (laberkopp)


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Klaus B. schrieb:
> Die Rolle eines Trenntrafo, speziell in diesem Szenario wird aber nicht
> behandelt,

Weil es absolut nichts bringt.

Aber du bist ebenso beratungsresistent wie Goldohren im audiophilen 
Umfeld.

Dann mach halt.

Hinterher kannst du den teuren Trenntrafo immer noch an so ein Goldohr 
verkaufen. Du musst nur so einen Dummen finden

von Frank O. (frank_o)


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H. H. schrieb:
> Lass es sein.

Hinz, ich würde schon wegen deiner Antworten allein hier lesen.

von Marcel V. (mavin)


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Frank O. schrieb:
> Hinz, ich würde schon allein wegen deiner Antworten hier lesen.

Ich übrigens auch. Wir sind jetzt nämlich deine Fanboys :D

von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Marcel V. schrieb:
> deine Fanboys

Schreibt sich das nicht anders? SCNR...

von Rainer D. (rainer4x4)


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H. H. schrieb:
> Rainer D. schrieb:
>> Erdnetz
> https://de.wikipedia.org/wiki/Erdnetz

Ach hhinz, Wortklaubereien müssen wir uns doch nicht wirklich antun.
Ja, und die im Wiki Beitrag genannten Erdnetze hab ich auch schon zum 
Genüge bearbeitet! (hab leider nur ein altes eingescanntes Bild)

von Günter L. (Firma: Privat) (guenter_l)


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von Wolfgang R. schrieb:
>Ist nicht das SNT im PC die größte Dreckschleuder?

Hängt davon, wieviel Aufwand der Hersteller beim
entstören aufgebracht hat. Interne PC-Netzteile sind
ja im Metallgehäuse, daß ist erst mal gut. Externe
Laptop-Netzteile oft nur im Plastikgehäuse. Ich habe
ein Laptop-Netzteil, da ist dann Funken und Radiohören
unmöglich, bei einen anderen geht es.

von Klaus B. schrieb:
>am PC habe ich einen Kurzwellen SDR Receiver, mit Mini Whip
>Außenantenne.

Mini Whip ist Breitbandig, das ist ein Problem. Vorselektion
ist immer Besser, zum Beispiel mit einer abstimmbare
Magnetig-Loop. Oder abstimmbaren Schwingkreis vor dem
Empfängereingang.

Der Trenntrafo wird nichts bringen, weil die HF trotzdem
kapazitiv übertragen wird.

Vielleicht ist deine Umgebung auch einfach zu stark verseucht,
dann mußt du raus in die Wildnis, weit weg von menschlichen
Siedlungen. Oder mußt die Bundesnetzagentur kommen lassen,
die da dann mal aufräumt.

von Klaus B. (forrestjump)


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ja, das ist alles richtig Günter. Preselector ist vorhanden. Im FiFi zB. 
ist ja sogar schon einer eingebaut. Die Mini Whip ist wirklich gut und 
wird mit Batterie betrieben. Aber wie wir alle wissen ist der 
Verseuchung im Äther nur schwer beizukommen. Wahrscheinlich sind QRP 
Geräte deswegen auch so beliebt, weil einem nichts anderes übrig bleibt 
als rauszugehen. Das mit dem Trenntrafo hat sich dann erledigt. Wenn das 
so praktikabel und einfach wäre, hätten das bestimmt auch schon viele 
andere gemacht. War nur ein Gedanke. Stattdessen werd ich mal ein paar 
Ringkerne für diesen Frequenzbereich einkaufen und nach DG0SA wickeln.

von Harald W. (wilhelms)


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Marcel V. schrieb:

> Wir sind jetzt nämlich deine Fanboys :D

Sind das die mit einem Ventilator zuhause?

von Marcel V. (mavin)


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Harald W. schrieb:
> Sind das die mit einem Ventilator zuhause?

EINEM? Bei uns im Hinz-Fanclub stehen die Regale voll mit Fentilatoren 
;)

Nee, jetzt im Ernst, zumindest ist die Schreibweise "Fanboys" richtiger, 
als die vom alten Knacker.

von Thorsten S. (whitejack)


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Hauptaufgabe eines Trenntrafos ist nebenbei die Schutztrennung.

Sollte es wirklich helfen einen Trafo zu nutzen, würde also ein normaler 
Netztrafo 1:1 hier schon reichen, oder? Den beschriebenen Effekten nach 
geht es eh eher um EMV Probleme, also Schirmung und Filter und ggf. 
Kabelführung.

Nebenbei, man kann auch beispielsweise zwei große alte Halogentrafos 
Rücken an Rücken schalten um eine galvanische Trennung zu erhalten.
Dennoch gilt: galvanische Trennung (Trafo) nicht gleich Schutztrennung 
(Trenntrafo) - denn das was man allgemein unter "Trennen" versteht, das 
macht "jeder" Trafo mit gesonderter Primärwicklung.


Gruß

Nebenbei: ein Beispiel für einen nicht "trennenden" Trafo im Sinne von 
nicht komplett separaten Wicklungen für Primär und Sekundär wäre der 
Spartrafo.

: Bearbeitet durch User
von Klaus B. (forrestjump)


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meine Möglichkeiten im Haus mit 4 Parteien sind limitiert, daher die 
Tendenz zu jedem Strohhalm zu greifen. Soweit so verständlich 
hoffentlich. Web SDRs gäbe es auch noch als Ausweichalternative. Hat 
aber ein bischen was von Simulator Feeling und stellt nicht die 
tatsächliche Empfangssituation am Wohnort dar. Am saubersten ist das 
Netz ganz früh morgens, wenn kein Fernseher an, oder LED Beleuchtung in 
Betrieb ist. Das interessiert natürlich nur ganz wenige "Nerds" an den 
Lautsprechern. ;-)

von Thorsten S. (whitejack)


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Klaus B. schrieb:
> Am saubersten ist das
> Netz

Da gibt es so viele Möglichkeiten, nicht umsonst gibt es Normen zu 
Leitungsgebundener Störaussendung etc.

Da geht man dann ggf. mit solchen Kalibern vor:

https://www.ebay.de/itm/144401806158

Richtig dimensioniert kann das helfen, sofern es denn bei dir überhaupt 
Leitungsgebunden ist...

Ist ja immer die Frage was genau dort wie stört, wie der Aufbau ist 
etc...

Stromversorgung, ggf. Masseführung und Schirmung. Verwendete Kabel 
etc...

: Bearbeitet durch User
von Uwe (neuexxer)


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> Ich möchte gern meinen Desktop PC mit einem Trenntrafo betreiben,
> weil ich mir dadurch die Störentkopplung aus dem Netz erhoffe.

Es ist doch so:

Der Transformator selbst kann
1.) nur mit seinen Streuinduktivitäten (prim./sek.)
    "Störungen"begrenzen, nur relevant bei 'niedrigen' Frequenzen.
2.) Wicklungs- uns Schaltkapazitäten sind in dem hier betreffenden
    Frequenzbereich (ab ca. 100 kHz) eher wichtig und überdecken den
    Effekt von 1.) komplett.

von Joachim B. (jar)


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Thorsten S. schrieb:
> Hauptaufgabe eines Trenntrafos ist nebenbei die Schutztrennung.

nicht nur auch um Brummschleifen zu knacken.
Als ich noch eine TV Karte im PC hatte und eine Audioverbindung zur 
Stereoanlage, bekam ich die Brummschleife nur weg mit einem Block 1000VA 
Trenntrafo.

von Martin H. (horo)


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Joachim B. schrieb:
> bekam ich die Brummschleife nur weg mit einem Block 1000VA
> Trenntrafo.

Wäre ein (bzw. zwei) Audio-Übertrager nicht handlicher?

von Thorsten S. (whitejack)


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Joachim B. schrieb:
> nicht nur auch um Brummschleifen zu knacken.

Das würde auch mit einem Netztrafo gehen - und 100kHz sind eben was 
anderes al 50 Hz.

Wurde ja auch alles schon aufgeführt
Beitrag "Re: dieser Trafo als Trenntrafo geeignet?"

von Joachim B. (jar)


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Martin H. schrieb:
> äre ein (bzw. zwei) Audio-Übertrager nicht handlicher?

hat nicht funktioniert, die Antennentrennstelle (Mantelstromfilter) 
unterbrach die Schirmung und es streute Störungen ein.
Ich versuchte wirklich alles bis ich mit dem Block Trafo Erfolg hatte.

Der PE auf dem Antennenschirm im Keller war eben zu weit vom PE im 
Wohnzimmer entfernt.

Nun ohne TV Karte am Laptop gibt es das Problem nicht mehr.

Beitrag #7610240 wurde von einem Moderator gelöscht.
von H. H. (hhinz)


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Eric schrieb im Beitrag #7610240:
> Antennenmasten sind nicht nur da, um Vögel anzulocken.

Das sieht der Vogel nicht so.

https://www.telefonica.de/file/public/1577/Stoerche-auf-o2-Mobilfunkmast-IMG_14951280x720.jpg

Beitrag #7610246 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Sebastian W. (wangnick)


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H. H. schrieb:
> Das sieht der Vogel nicht so.

Naturnahe Elmsfeuerabwehr.

LG, Sebastian

von Uwe (neuexxer)


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> Als ich noch eine TV Karte im PC hatte und eine Audioverbindung zur
> Stereoanlage, bekam ich die Brummschleife nur weg mit einem Block 1000VA
> Trenntrafo.

Wenn der "Brumm" über den Antennenanschluss ging, hätte es ein 
Kondensator
mit 100 pF (in der Schirmverbindung) handlicher getan.

von Jörg (zwischenfrequenz)


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Klaus B. schrieb:
> am PC habe ich einen Kurzwellen SDR Receiver, mit Mini Whip
> Außenantenne.

MiniWhip und Erdung ist ein schwieriges Thema. Die Antenne sollte unter 
sich eine saubere niederohmige Erdung haben, also zum Beispiel im Garten 
mit eigenem Erder aufgestellt werden. Alle weiteren Erdverbindungen 
sollten für die Empfangsfrequenzen hochohmig sein. PA3FWM hat sich 
ausführlich mit dem Thema beschäftigt. Eine Mantelwellensperre im 
Koaxkabel ist hilfreich, kann je nach Bedingungen aber nicht ausreichend 
sein. https://www.pa3fwm.nl/technotes/tn09d.html Wenn sie nicht reicht, 
dann z.B. über Glasfaser zwischen Empfänger und PC trennen, wobei dann 
noch die Stromversorgung von Antenne und Empfänger zu lösen ist.

von Joachim B. (jar)


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Uwe schrieb:
> Wenn der "Brumm" über den Antennenanschluss ging, hätte es ein
> Kondensator
> mit 100 pF (in der Schirmverbindung) handlicher getan.

liest du überhaupt?

Die Trennung hatte ich drin als Mantelstromfilter nur war der 
unterbrochene Schirm Einfallstor für Störungen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Mantelstromfilter

von Uwe (neuexxer)


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> liest du überhaupt?

Ich schrieb:
>> Wenn der "Brumm" über den Antennenanschluss ging, ...

Wenn's ein anderer Weg war, dann trifft
https://de.wikipedia.org/wiki/Mantelstromfilter#Kapazitive_Koppler
natürlich nicht zu.

Eventuell könnte bei einem solchen kapazitiven Filter dann helfen,
dessen eine Seite erden, halt mit einer passenden "Erdung".

(Ich war mal bei einem ganztägigen Seminar, bei dem von einem Profi 
Erdungskonzepte erläutert wurden.
Quintessenz war, dass die "beste" Erdung oft erst durch
Ausprobieren festgestellt werden kann:
Erdung "vorne", "hinten", alles im Stern,...:
Was passt, kann man in vielen Fällen gar nicht vorhersagen;
weil die verfügbaren PE-Anschluss, Wasserrohr, Extra-Erder,...
eben auch verschiedenes Potential haben und Erdschleifen
gerne Umwege gehen.)

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