Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Drahtvorschub Röwac SP-18


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von Dominic D. (laggerbauer)


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Hallo zusammen,
Ich habe von einem Freund ein uraltes, kaputtes Schweißgerät bekommen. 
Das meiste konnte ich wieder zum Leben erwecken, allerdings funktioniert 
der Drahtvorschub nicht. Die Spannung am Motor fehlt.
Gesteuert wird der Motor von einem Triac (TIC2260) welcher allerdings 
gut sein müsste (Multimeter).
Vor dem Gate Pin des Triac hängt (vermutlich) eine Diode, welche in 
beide Richtungen sperrt (auch Multimeter).
Die Diode im TO-92 Gehäuse trägt die Aufschrift "ST-4". Zu dieser Diode 
finde ich leider absolut nichts. Das Teil hat definitiv 2 Beinchen, 
siehe den roten Kreis auf dem Foto der Leiterplatte.

Die Leiterplatte von Röwac trägt die Nummer 511.16121-5
Einen Schaltplan konnte ich dazu nirgendwo finden
(Leider)

Hat jemand von Euch evtl schonmal diese Diode in der Hand gehabt? Liege 
ich damit komplett falsch oder übersehe etwas?

Vielen Dank scho mal an Diejenigen die mir mit Zeit und rat zur Seite 
stehen.

von Christian M. (likeme)


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von 🍅🍅 🍅. (tomate)


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Dominic D. schrieb:
> Die Diode im TO-92 Gehäuse trägt die Aufschrift "ST-4". Zu dieser Diode
> finde ich leider absolut nichts. Das Teil hat definitiv 2 Beinchen,
> siehe den roten Kreis auf dem Foto der Leiterplatte.

Vermutlich normal, da Diac und keine Diode.

von H. H. (hhinz)


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Das ist aber kein normaler Diac, der zündet bei kleinerer Spannung und 
nicht symmetrisch.

von Dominic D. (laggerbauer)


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Erstmal vielen Dank für die schnellen Antworten zu später Stunde.
Wie kann ich den Diac am besten prüfen bzw testen? Im Diodentest kam 
nichts raus, ähnlich im Ohm Bereich des Multimeters.
Der DIAC wird von dem Relais welches für den Schweißtrafo zuständig ist 
versorgt, dieses Relais schaltet und der Trafo läuft an.

Vielen Dank euch.

Edit: ich habe mir jetzt eine kleine Testschaltung mit 3 LED`S in Reihe 
bei 8V DC gebastelt und den DIAC dazwischen geklemmt. Die LED`S leuchten 
kurz hell und dunkeln dann merklich nach.

: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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Dominic D. schrieb:
> Wie kann ich den Diac am besten prüfen bzw testen?

Labornetzteil und Vorwiderstand, langsam hochdrehen dann fließen 
plötzlich einige wenige mA.

Aus der Erinnerung: eine Richtung ca. 8V, andere ca. 15V.

: Bearbeitet durch User
von C. D. (derschmied)


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Schaltpläne von Schweißgeräten sind so gut wie unmöglich zu ergattern. 
Generell. Alles, was die Hersteller an information den Geräten beilegen, 
sind Blockschaltbilder. Sprich: im besten Fall ein Stromlaufplan zu den 
einzelnen Komponenten.

Wenn Dir selbst das Aufschlüsseln der Platine nicht gelingt, oder Dir 
das Equipment fehlt, wirst sie in fremde Hände geben müssen. Reparierbar 
sollte sie durchaus sein.

Alternativ ein Schlachtgerät:

https://www.kleinanzeigen.de/s-anzeige/roewac-sp18-schweissgeraet/2613936581-84-8462

Dann hat man auch etliche andere Ersatzteile parat.

Ich finde es immer gut solche "alten Klumpen" am Leben zu halten, gut 
gepflegt halten die zuverlässig ein Leben lang. Die Transformatoren sind 
nahezu unzerstörbar, Röwac war kein Billig-Heimer, und die unangenehme 
Sache mit der Platine läßt sich (mit Hilfe des Forums) sicher aus der 
Welt schaffen.

Tipp:

Wenn das Ding wieder läuft, besorg Dir  06er Schweißdraht & 
entsprechende Stromdüsen für den Brenner. Für Feinbleche und dünne 
Hohlprofile gibt es NICHTS besseres. Eine passende Andruckrolle für den 
Drahtvorschub läßt sich an der Drehbank improvisieren, mit Glück hast 
sogar eine Wechselrolle verbaut, mußt mal gucken was eingeschlagen ist. 
08 ist zu groß, quetscht Dir den Draht und der Brenner fängt an zu 
spucken.

Gruß,

DerSchmied

von C. D. (derschmied)


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Edit:

Mit dem 06er Draht verschiebst indirekt gleichzeitig die ED vom 
Typenschild gut ein Drittel nach oben, der Draht braucht weit weniger 
Strom zum Abschmelzen und tut das um Welten gleichmäßiger. Fällt bei 
starkwandigen Profilen, die viel wärme brauchen, nicht so sehr ins 
Gewicht, aber beim Kleinkram umso mehr. Kannst schier endlos brutzeln.

: Bearbeitet durch User
von Dominic D. (laggerbauer)


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An dem aufschlüsseln werde ich mich die Tage mal versuchen aber jetzt 
gehts ins Bett.
Konnte wieder einmal viel lernen, Ich kann euch gar nicht genug danken.

Wie ist das rechtlich wenn ich jetzt einen Plan zu der Leiterplatte 
erstelle und hier Poste? Bekomme ich dann Ärger von Röwac?
Würde mir beim Verständnis der Leiterplatte mit Sicherheit helfen, evtl. 
haben andere ähnliche Probleme.

LG und gute Nacht.

von C. D. (derschmied)


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https://www.roewac.de/

Mach Dir doch den Spaß und schreibe eine nette E-Mail hin. Kurz und 
knapp die Situation schildern, erklären dass Du dies Gerät gern am Leben 
halten magst weil es so schön robust gebaut ist usw, aber nicht 
übertreiben. Einfach fragen, ob man Dir weiterhelfen kann, nicht direkt 
nach Schaltplänen. Schlimmeres als ein "Nö" kann nicht zurückkommen, 
nicht selten ist man aber tatsächlich erstaunt was da als Antwort kommt. 
Hab das mal mit Krupps erlebt, und auch mit einem Holzofen von Oranier.

Hättest Du einen ergaunerten Schaltplan aus Röwac's Unterlagen direkt 
zur Hand wär es gut möglich dass man Dir an die Klöten geht wenn Du ihn 
Online stellst, aber gegen einen selbst erstellten eines 30 Jahre alten 
Geräts sehe ich keine Gründe.

Melde Dich wieder, man hilft auch hier gerne.

: Bearbeitet durch User
von Dominic D. (laggerbauer)


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Kleines Update: Röwac hat meine bitte zwecks Schaltplan abgelehnt Da sie 
diese Reparaturen selbst anbieten und wollen dafür 155€.
Werde jetzt die Tage versuchen Triac und Diac nachzubestellen und 
auszutauschen, danach würde ich falls gewünscht nochmal ein Update 
machen.

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