Forum: PC Hard- und Software Festplattenzustand unter Linux überwachen


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von Holger (loetbadender)


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Hallo zusammen,

da ich selbst einen kleinen SmartHome "Server" unter Debian Linux 
betreibe, habe ich mich gefragt wie sich am sinnvollsten die Festplatte 
und ggfs externe Backup Festplatten überwachen lassen.
Mir ist klar, dass man den Zustand mit den smartmon tools / smartctl 
abfragen kann, aber wie genau lasst ihr euch über den Zustand 
informieren? Ab wann und wie eine Warnung per E-Mail schicken?

Viele Grüße Holger

von Matthias M. (tubercel)


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smartd von den smartmon tools :)

von Stephan S. (uxdx)


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von Steve van de Grens (roehrmond)


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Letztendlich fallen Festplatten und SSD meistens plötzlich unerwartet 
aus. So ein Monitoring nützt daher in der Praxis wenig.

: Bearbeitet durch User
von Simon A. (raster_a)


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Das mit den generell plötzlichen ausfällen kann ich nicht 
Unterschreiben. Meine erfahrung sagt, dass etwa 60% der Hdds in SMART 
auffällig werden vor dem Ausfall. Eine Datensicherung sollte es immer 
geben aber ein Monitoring kann helfen um Wartungen zu planen.

von (prx) A. K. (prx)


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Steve van de Grens schrieb:
> Letztendlich fallen Festplatten und SSD meistens plötzlich unerwartet
> aus. So ein Monitoring nützt daher in der Praxis wenig.

Es gibt beides. Spontanausfälle und vorher angekündigte.

von Christoph Z. (christophz)


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Steve van de Grens schrieb:
> So ein Monitoring nützt daher in der Praxis wenig.

Doch, damit du weisst, dass du jetzt schnell in deinem RAID eine Platte 
tauschen musst.
Weil ohne Monitoring merkst du erst etwas, wenn das ganze RAID tot ist.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Ich lasse Webmin mit entsprechenden Alarmen laufen. Hat mir auch schon 
mal den ausfallenden CPU Lüfter signalisiert. Der kann auch Server wie 
Apache, Samba und netatalk überwachen, sowie Temperaturen und eben SMART 
Events. Verschickt dann EMails.

https://github.com/webmin/webmin

: Bearbeitet durch User
von Rene K. (xdraconix)


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Christoph Z. schrieb:
> Weil ohne Monitoring merkst du erst etwas, wenn das ganze RAID tot ist.

Quark. Also mir ist noch RAID Lösung untergekommen wo der Raid 
Controller nicht den Verlust einer Platte bemängelt. Sollten tatsächlich 
2 Platten ausfallen, grenzt dies wirklich schon an enormen Zufall.

(Ich weiß, RAID0 - aber das lasse ich mal einfach weg...)



(Btw... mein Controller hat ne LED am Gehäuse vorne. Grün - alles okay. 
Die blinkt dann immer erst lustig orange bei einem "vorstehenden 
Ausfall" und blinkt dann rot wenn die Platte tot ist.)

: Bearbeitet durch User
von Lu (oszi45)


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Rene K. schrieb:
> Also mir ist noch RAID Lösung untergekommen wo der Raid
> Controller nicht den Verlust einer Platte bemängelt.

Mit dem Wissen wächst der Zweifel. Es gibt auch kranke Raidcontroller. 
Dann sind alle Daten betroffen. Außerdem gab es bei Festplatten auch 
Serienfehler. Dann sterben ALLE fast zur gleichen Zeit oder öfter dann, 
wenn ein Rebuild einsetzt und die restlichen Platten dadurch mehr Stress 
bekommen. Deswegen sind funktionierende Backups (im Schrank) hilfreich.

von Harald K. (kirnbichler)


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Rene K. schrieb:
> Also mir ist noch RAID Lösung untergekommen wo der Raid
> Controller nicht den Verlust einer Platte bemängelt.

Mir schon. Mylex DAC960, toller Dreikanal-SCSI-Raidcontroller, kostete 
ein Schweinegeld, sah keinerlei Schnittstelle vor, um im laufenden 
Betriebssystem irgendwas über den Zustand des Raids zu erfahren, ja, 
hatte noch nicht mal 'ne LED oder 'nen Signalpieper dafür.

Man musste den Rechner booten, ins Bios-Setup des Controllers gehen, und 
da konnte man dann den Zustand des Raids bewundern.

Geile Kiste. Gut, war vor einem Vierteljahrhundert, aber trotzdem.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Unter Linux ist sicher mdadm die Wahl für ein RAID Array. Das läuft ohne 
spezielle Controller und mit Standard Filesystemen.

von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


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Harald K. schrieb:

> Mir schon. Mylex DAC960, toller Dreikanal-SCSI-Raidcontroller, kostete
> ein Schweinegeld

Nunja, echte Hardware-RAID-Controller gibt es heute ja wohl praktisch 
garnicht mehr. Also: Wohl wahr, aber heute eher vollkommen irrelevante 
Anmerkung.

von Kilo S. (kilo_s)


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Steve van de Grens schrieb:
> Letztendlich fallen Festplatten und SSD meistens plötzlich unerwartet
> aus. So ein Monitoring nützt daher in der Praxis wenig.

Ja, bei mir vor einer Woche eine 1TB HDD. Mitten drin plötzlich "klack, 
klack, klack"... lesekopf der ersten oberen datenscheibe auf der 
Unterseite abgerissen.

Altersbedingter Verschleiß, die Platte war von 22012. SMART Werte waren 
aber alle im grünen Bereich bevor das passiert ist.

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Erfahrung mit einem in Richtung 10 Jahre gehenden Storage Systems mit 
über 100 2,5" HDDs: Disk wird aufgrund Datenfehlern vom System durch 
eine Spare ersetzt und getestet. Ergebnis vom Test ist OK, also kommt 
sie auf die Ersatzbank und wird bei ähnlicher Gelegenheit wieder 
eingewechselt. Das geht ein paar Mal, bis das System einsieht, dass mit 
der kein Blumentopf mehr zu gewinnen ist.

Hatte ich in den letzten Jahren öfters erlebt, gehört zu den häufigeren 
Szenarien dieses Systems. Totalausfall und nicht ansprechbar gibt's 
natürlich auch.

: Bearbeitet durch User
von Harald K. (kirnbichler)


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Ob S. schrieb:
> Nunja, echte Hardware-RAID-Controller gibt es heute ja wohl praktisch
> garnicht mehr.

Nur, weil Du sie nicht kennst, heißt es nicht, daß es sie nicht gibt.

Was ist Deiner geschätzten Meinung nach z.B. das hier:
https://www.broadcom.com/products/storage/raid-controllers/megaraid-9670w-16i

> Also: Wohl wahr, aber heute eher vollkommen irrelevante
> Anmerkung.

Damit kennst Du Dich jedenfalls besser aus als ich, dagegen kann ich 
nicht anstinken.

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