Defekter LED Treiber

OP #7610333
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Hallo zusammen,

ich habe hier aus einer Baumarkt Wand-/Deckenlampe einen defekten LED-Treiber. Ich weiß, dass ich für ein paar Euro Ersatz bekomme, fände aber aus Sportsgeist eine Reparatur netter, kenne mich mit allem jenseits der 12V allerdings gar nicht aus.

Am 24V-Ausgang messe ich nur 1 Ohm Widerstand. Optisch auffällig ist die verfärbte Platine um den SD6864 PWM/PFM-Controller herum. Ein baugleiches Netzteil aus einer anderen Lampe hat dort zwar auch eine Verfärbung, die ist aber deutlich schwächer. Auch die Schmauchspuren auf der Gehäuseinnenseite (kommt auf dem Foto wegen des Lichtreflexes nicht so gut raus) deuten für mich darauf hin, dass der Chip durchgeschmort sein könnte.

Frage also: Könnte ein Ersetzen des Chips schon die Lösung sein?

Danke + vg Fred

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OP #7610357
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Danke. Nach Diode sieht das nicht mehr aus.

Gleichrichter ist das Bauteil auf der Unterseite mit vier Beinen, richtig? Wo wäre die Sicherung zu suchen?

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(Firma: Hobbytheoretiker) #7610394
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Thomas S. schrieb:

Fred schrieb:

Wo wäre die Sicherung zu suchen?

Wo der Netzanschluss ist links das schwarze Teil. Gaaanz im Eck

Das sieht nicht nach einer Sicherung aus, sondern nach einem Opferwiderstand.

Der Widerstand ist eine Opfergabe für den Gott des elektrischen Stroms um diesen milde zu stimmen. Wenn er nicht besänftigt würde, würde er sonst Feuer und Rauch spucken, wenn ein Bauteil durchlegiert und zur Bestrafung damit Deine Hab und Gut in Schutt und Asche legen.

OP #7610463
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H. H. schrieb:

Fred schrieb:

Ich messe am ausgebauten Elko 11µF, nominell sind's 10. ESR laut Transistortester 1 Ohm.

Ist also auch in Ordnung.

Sicherung und Gleichrichter?

Welches Bauteil wäre die Sicherung? Das schwarze neben dem Netzanschluss, wurde oben gesagt, das ist ein 15 Ohm Widerstand im Schrumpfschlauch, den ich (in der Schaltung) auch mit 15 Ohm ausmesse.

Ich nehme an, den Gleichrichter sollte ich zum Prüfen auch auslöten.

Gast #7610465
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Fred schrieb:

Welches Bauteil wäre die Sicherung? Das schwarze neben dem Netzanschluss, wurde oben gesagt, das ist ein 15 Ohm Widerstand im Schrumpfschlauch, den ich (in der Schaltung) auch mit 15 Ohm ausmesse.

Das ist schon eine Sicherung, eben als Sicherungswiderstand ausgeführt, billiger und gleichzeitig Einschaltstrombegrenzung.

Ich nehme an, den Gleichrichter sollte ich zum Prüfen auch auslöten.

Grobe Prüfung geht auch eingelötet mit dem DMM.

OP #7610482
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H. H. schrieb:

Fred schrieb:

Welches Bauteil wäre die Sicherung? Das schwarze neben dem Netzanschluss, wurde oben gesagt, das ist ein 15 Ohm Widerstand im Schrumpfschlauch, den ich (in der Schaltung) auch mit 15 Ohm ausmesse.

Das ist schon eine Sicherung, eben als Sicherungswiderstand ausgeführt, billiger und gleichzeitig Einschaltstrombegrenzung.

Ok, der scheint dann ja ok.

Ich nehme an, den Gleichrichter sollte ich zum Prüfen auch auslöten.

Grobe Prüfung geht auch eingelötet mit dem DMM.

Ok, das ist ein MB6S. Eingebaut finde ich alle vier Dioden mit 0,6V Spannungsabfall in erwarteter Richtung, gesperrt in die jeweils andere.

Außerdem finde ich einen Spannungsabfall von auch fast 0,6V zwischen den Ausgängen. Ich nehme an, dass der den Umweg über zwei Dioden und einen der beiden Eingänge nimmt, aber müsste er dann nicht das doppelte betragen?

Gast #7610489
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Fred schrieb:

Außerdem finde ich einen Spannungsabfall von auch fast 0,6V zwischen den Ausgängen. Ich nehme an, dass der den Umweg über zwei Dioden und einen der beiden Eingänge nimmt, aber müsste er dann nicht das doppelte betragen?

Wäre er ausgelötet auch. So misst du die Diode im Regler.

Prüfe noch den Sekundärgleichrichter D5.

OP #7610528
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H. H. schrieb:

Fred schrieb:

Ersetzen der Diode ausreichen?

Ja.

Super, vielen, vielen Dank für deine Hilfe.

Letzte Frage, ich finde den Typ SM5200B, lt. Datenblatt 200V 5A in DO-214AA Gehäuse, nicht bei den üblichen Händlern.

Wie kritisch sind die Werte? Bei nominell 24V und 625mA Ausgangsleistung sollte es doch auch ein etwas kleiner dimensionierter Typ tun?

Edit: also z.B. diese hier mit 150V 5A

https://www.conrad.de/de/p/diotec-schottky-diode-sk515-do-214aa-150-v-2810715.html

(Firma: Hobbytheoretiker) #7610599
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Umgangssprachlich wird der Sicherungswiderstand oft auch Opferwiderstand genannt. Das ist zwar nicht die korrekte Bezeichnung, aber mit der phantasievollen Ausmalung, was assoziiert werden könnte, bleibt es eher im Gedächtnis.

Wenn der Sicherungswiderstand defekt sein sollte, wäre anzumerken diesen nicht durch einen beliebigen Widerstand zu ersetzen. Der interne Aufbau eines Sicherungswiderstandes soll bewirken, dass dieser beim Durchbrennen in der Regel hochohmig wird und nicht durchschlägt.

Bei Dir war es eine defekte Diode des sekundären Gleichrichters.

(Firma: Hobbytheoretiker) #7610683
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Fred schrieb:

Edit: also z.B. diese hier mit 150V 5A

Es kommt dabei auf die Auslegung des Übertragers an. Wenn der Elko auf der Lastseite auf 24V aufgeladen ist, liegt während der Ladephase am Eingang der Diode eine negative Spannung an. Je nach Übersetzung des Übertragers wären das rund 30 oder 60V ohne transiente Überschwinger.

Im Worst Case Szenario tritt durch Einschalten oder Abschalten einer parallelen Last ein Spitze auf, die den Eingang für 100µs auf 400-500V hochschießen läßt. Dann kann die nagative Spitze 50 oder 100V betragen. An der Diode ergäbe das eine Differenzspannung von rund 75 oder 125V.

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