Forum: Offtopic 14 Jahre alte LiFePos, Sondermüll?


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von Gustav K. (hauwech)


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Hallo,

bestücke eben den ersten von 3 Akkupacks neu, die 12 ausgebauten Zellen 
habe ich mal rein interessehalber vermessen*. Kann man aus den Zellen 
noch irgendeinen Speicher bauen, oder ab damit zum Sondermüll? Strom 
können die Dinger noch richtig gut. Es werden insgesamt 36 Zellen mit 
knapp 200Wh anfallen.

*: laden auf 3.6V, Ladeende bei 150mA, entladen mit 5A bis 2.5V

: Bearbeitet durch User
von Michael B. (laberkopp)


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So schlecht finde ich die Restkapazität nicht, könnten 
Werkzeug(Akkuschrauber)Akkus werden.
Dafür wären Lötverbinder aber hilfreich.

von Gustav K. (hauwech)


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Michael B. schrieb:
> So schlecht finde ich die Restkapazität nicht

Na ja, zwei Zellen haben gerade noch 50% und der Ri ist bei allen Zellen 
deutlich gestiegen. Außerdem haben die Zellen in den letzten Jahren 
recht massiv nachgelassen, obwohl kaum genutzt. Ich dachte eher daran, 
alle 36 Zellen parallel zu schalten. Nur wie nutzt man einen Speicher 
mit 3.3V?

von Christian B. (luckyfu)


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Gustav K. schrieb:
> Nur wie nutzt man einen Speicher
> mit 3.3V?

entweder mit step up oder indem man ein Akkupack baut mit kombinierter 
Serien und Reihenschaltung. Dann hast du höhere Spannung und der Ri 
teilt sich dennoch auf mehrere Zellen auf.

von Rainer D. (rainer4x4)


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Michael B. schrieb:
> So schlecht finde ich die Restkapazität nicht, könnten
> Werkzeug(Akkuschrauber)Akkus werden.

Solange man nicht damit arbeitet gehts, drehen wird er sich.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Das ist doch absehbar, was demnächst passiert.
Da wäre mir die Zeit zu schade, sich mit sowas zu befassen

von S. M. (lichtmensch)


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Perfekt für eine usb "Powerbank"

von Cyblord -. (cyblord)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> Da wäre mir die Zeit zu schade, sich mit sowas zu befassen

Das ist doch eine typische Foren-Rentner-Beschäftigung. Irgendwelche 
alten ausgelutschten Batterien testen und für irgendwas anderes noch 
verwenden. Um 10 cent im Jahr einzusparen.
Ja das geht nur wenn die eigene Zeit 0,0 EUR Wert ist und man sogar 
schon aus Langeweile alle alten Steuererklärungen nachgerechnet hat. 
Dann kommt man auf sowas.

von Hans H. (wen_h)


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Gustav K. schrieb:
> Kann man aus den Zellen noch irgendeinen Speicher bauen

Die M1A gilt als robust und langlebig. Ich würde die mit Abstand 
schwächsten Zellen aussortieren und einen 12V Speicher bauen. Mit 4s8p 
kannst du locker ein Auto anlassen.

: Bearbeitet durch User
von Rainer W. (rawi)


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Gustav K. schrieb:
> 14 Jahre alte LiFePos, Sondermüll?
> ...
> Kann man aus den Zellen noch irgendeinen Speicher bauen, oder ab damit
> zum Sondermüll?

Wenn da wirklich Polonium drin ist, gehört das zu radioaktivem 
Sondermüll.
Wusste gar nicht, dass es eine Batterietechnologie gibt, die Po in der 
Kombination verwendet. Die Russen haben ihre Lunochod Mondmobile mit Po 
Radionuklidbatterien betrieben, aber da war weder Li noch Fe dabei.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Cyblord -. schrieb:
> aus Langeweile alle alten Steuererklärungen nachgerechnet hat

wer macht denn sowat ?

von Motopick (motopick)


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Rainer W. schrieb:
> Gustav K. schrieb:
>> 14 Jahre alte LiFePos, Sondermüll?
>> ...
>> Kann man aus den Zellen noch irgendeinen Speicher bauen, oder ab damit
>> zum Sondermüll?
>
> Wenn da wirklich Polonium drin ist, gehört das zu radioaktivem
> Sondermüll.
> Wusste gar nicht, dass es eine Batterietechnologie gibt, die Po in der
> Kombination verwendet. Die Russen haben ihre Lunochod Mondmobile mit Po
> Radionuklidbatterien betrieben, aber da war weder Li noch Fe dabei.

Die Russen haben sogar an normale "Transistorradios"
Radionuklidbatterien geflanscht. Batteriewechsel in der Taiga ist
halt sonst schwierig, wenn kein "Supermarkt" in der Naehe ist. :)
Ich weiss aber nicht en Detail was in denen zerfaellt.

von Gustav K. (hauwech)


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Rainer W. schrieb:
> Wenn da wirklich Polonium drin ist, gehört das zu radioaktivem
> Sondermüll.

Du könntest mal so langsam eine andere Platte auflegen, oder ist das 
deine einzige?

von Christian B. (luckyfu)


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Gustav K. schrieb:
> Du könntest mal so langsam eine andere Platte auflegen, oder ist das
> deine einzige?

er geilt sich halt dran auf, dass das O nicht groß geschrieben war und 
so aus Phosphor Oxyd Polonium wurde. Kann man halt machen, wenn man 
sonst keine Freude hat im Leben, es sei ihm gegönnt :)

: Bearbeitet durch User
von Rainer D. (rainer4x4)


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Hans H. schrieb:
> einen 12V Speicher bauen. Mit 4s8p
> kannst du locker ein Auto anlassen.
Toll :-(

●DesIntegrator ●. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> aus Langeweile alle alten Steuererklärungen nachgerechnet hat
> wer macht denn sowat ?
Vermutlich nur der, der hier gerade die Idee angeregt hat.

●DesIntegrator ●. schrieb:
> Da wäre mir die Zeit zu schade, sich mit sowas zu befassen
Mir als Rentner auch! 14 Jahre alte Zellen - welch ein Quatsch.

von Udo S. (urschmitt)


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Christian B. schrieb:
> dass das O nicht groß geschrieben war und
> so aus Phosphor Oxyd Polonium wurde. Kann man halt machen

Man kann versuchen präzise zu sein.
Zwischen einem "m" und einem "M" liegt auch der Faktor eine Milliarde.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Rainer D. schrieb:
> ●DesIntegrator ●. schrieb:
>> Da wäre mir die Zeit zu schade, sich mit sowas zu befassen
> Mir als Rentner auch! 14 Jahre alte Zellen - welch ein Quatsch.

Allerdings werden alte Batterien aus E-Autos als Solarspeicher 
propagiert.
m. E. auch Quatsch.

von Rainer W. (rawi)


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Motopick schrieb:
> Ich weiss aber nicht en Detail was in denen zerfaellt.

Das ist ziemlich unkritisch, Hauptsache die Halbwertszeit ist mit der 
angestrebten Nutzungsdauer verträglich. Da es hier in dem Thread um 
Recycling von gebrauchten Energieträgern geht, wären hier z.B. einige 
Isotope aus abgebrannten Kernbrennstäben zu nennen: 90Sr, 137Cs, 144Ce, 
106Ru, 241Am oder was sonst noch an passenden Stoffen anfällt. 
Hauptsache es erzeugt genug Zerfallswärme. Die Russen haben in 
entlegenen Gegenden für die Versorgung von Leuchttürmen gerne welche mit 
90Sr eingesetzt.

von Rainer W. (rawi)


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Christian B. schrieb:
> Gustav K. schrieb:
>> Du könntest mal so langsam eine andere Platte auflegen, oder ist das
>> deine einzige?
>
> er geilt sich halt dran auf, dass das O nicht groß geschrieben war und
> so aus Phosphor Oxyd Polonium wurde. Kann man halt machen, wenn man
> sonst keine Freude hat im Leben, es sei ihm gegönnt :)

Christian B. schrieb:
> er geilt sich halt dran auf, dass das O nicht groß geschrieben war und
> so aus Phosphor Oxyd Polonium wurde.

Ein großes 'O' alleine macht aus Polonium noch kein Phosphat.

: Bearbeitet durch User
von Jack V. (jackv)


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Christian B. schrieb:
> er geilt sich halt dran auf, dass das O nicht groß geschrieben war und
> so aus Phosphor Oxyd Polonium wurde.

Eigentlich steht‘s für Phosphat, nicht für „Phosphor Oxyd“ (nur echt mit 
Deppenleerzeichen?) und der Hinweis auf die korrekte Schreibweise ist 
nicht nur völlig in Ordnung, sondern sollte viel häufiger gebracht 
werden. Wer sich das nicht merken kann, kann ja einfach LFP oder LEP 
schreiben – hat auch viel weniger Buchstaben und auch nicht diese 
komplizierten Zahlen, und ist daher für diese Klientel sowieso besser 
geeignet.

Aber mal ’ne Frage an dich als Betroffenen: Wie kommt man eigentlich 
überhaupt auf die Idee, statt „PO₄“ „Po“ zu schreiben?

: Bearbeitet durch User
von Christian B. (luckyfu)


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Jack V. schrieb:
> Eigentlich steht‘s für Phosphat, nicht für „Phosphor Oxyd“ (nur echt mit
> Deppenleerzeichen?) und der Hinweis auf die korrekte Schreibweise ist
> nicht nur völlig in Ordnung, sondern sollte viel häufiger gebracht
> werden. Wer sich das nicht merken kann, kann ja einfach LFP oder LEP
> schreiben – hat auch viel weniger Buchstaben und auch nicht diese
> komplizierten Zahlen, und ist daher für diese Klientel sowieso besser
> geeignet.

touché

von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Also wir halten als Fazit fest:

hätte der TO LiFePO4 richtig geschrieben, dann wäre der Einsatz von 14 
Jahre alten Grottenzellen diskutabel gewesen.

Da er aber gegen die Forumsetikette der Rechtschreibpolizei verstoßen 
hat, gehören die Zellen ausnahmslos in den Sondermüll / die 
Batterierückgabe.

Ist doch schon mal ein Ergebnis.

;-)

von Fred F. (fred08151)


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Wenn man die arme 2300mAh-Zelle auch mit > 2 C entläd ist es auch kein 
Wunder, dass sie schon nach 14 Jahren kaputt geht.
Aber als Powerbank oder für einen µC sind die bestimmt noch gut.

von Jack V. (jackv)


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Wolfgang R. schrieb:
> hätte der TO LiFePO4 richtig geschrieben, dann wäre der Einsatz von 14
> Jahre alten Grottenzellen diskutabel gewesen.

Nö. Hätte er zusätzlich zur Verwendung der korrekten Bezeichnung auch 
noch eine korrekte Kapazitätsmessung vorgenommen (1/10 C statt >2 C), 
hätte er den Zustand der Zellen sehr viel realistischer beurteilen 
können, und der ganze Thread hätte sich möglicherweise erübrigt.

Ansonsten: Wenn man ’ne Anwendung für diese Zellen hat, kann man sie 
nehmen. Wenn nicht, könnte man sie gegen Übernahme der Versandkosten an 
jemanden verschenken, der eine Anwendung für solche Zellen hat. Ich 
würde die beispielsweise nehmen – bereite da gerade ein Projekt mit 
mehreren einzelnstehenden Sensoren vor, für die solche Zellen 
ausgezeichnet geeignet wären.

: Bearbeitet durch User
von Gustav K. (hauwech)


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Sitze eben über dem 2. Akkupack, hier sind es 3 Zellen, die nachgelassen 
haben. 9 Zellen sind in gutem Zustand (alle um 1800mAh). Der Clou: Eine 
Zelle erscheint neuwertig. Alle Zellen hatten übrigens neu zwischen 2050 
und 2150 mAh.

Cyblord -. schrieb:
> Um 10 cent im Jahr einzusparen.

Die Zellen kosteten damals 14 Euro/Stück (504 EUR). Der aktuelle Ersatz 
war mit 12 Euro/Stück (432 EUR) nicht sonderlich preiswerter. Du hast 
schon besseren Seich abgelassen.

Michael B. schrieb:
> So schlecht finde ich die Restkapazität nicht, könnten
> Werkzeug(Akkuschrauber)Akkus werden.
> Dafür wären Lötverbinder aber hilfreich.

Mein alter Akkuschrauber nutzt C-Zellen und meine restlichen Werkzeuge 
haben allesamt einen Netzstecker. Und natürlich haben die Zellen 
Hochstrom-Lötverbinder.

Jack V. schrieb:
> Hätte er zusätzlich zur Verwendung der korrekten Bezeichnung auch
> noch eine korrekte Kapazitätsmessung vorgenommen (1/10 C statt >2 C),
> hätte er den Zustand der Zellen sehr viel realistischer beurteilen
> können, und der ganze Thread hätte sich möglicherweise erübrigt.

Oje, noch ein Ahnungsloser, der mitspielen will.
Dann ist der Kindergarten ja bald vollständig anwesend.

: Bearbeitet durch User
Beitrag #7614040 wurde vom Autor gelöscht.
von Hans H. (wen_h)


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Jack V. schrieb:
> (1/10 C statt >2 C)

0,1C interessiert niemanden. Die M1A ist für 25C Dauer spezifiziert und 
damit die perfekte Hochstromzelle. Damit ist auch klar, für welche 
Anwendung diese Zelle prädestiniert ist. Modellbau, Modellbau und 
nochmal Modellbau. Da geht auch mit nicht mehr ganz so frischen Zellen 
einiges.

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