Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Netzteil PowerLab 2030D


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von Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)


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ich habe hier ein Netzteil "PowerLab 2030D",wie z.B. hier dargestellt:

https://multi-com.eu/,details,id_pr,8402,key,laboratory-power-supply-powerlab-302d-30v-20a-led.html

[Hinweis: die URL suggeriert, es handelt sich um das Modell 302d, 
tatsächlich ist es wie abgebildet das 3020D]

30V/20A soll es können. Der dicke Trafo drin lässt die versprochenen 
600VA nicht unmöglich erscheinen.

Die erwähnten "Low Noise" können nur mit Hilfe eines Lüftungsreglers 
erreicht werden, wie auch hier erwähnt. Das werde ich nachbauen.

https://www-elektroda-pl.translate.goog/rtvforum/topic4032112.html?_x_tr_sl=pl&_x_tr_tl=de&_x_tr_hl=de&_x_tr_pto=wapp&_x_tr_hist=true

Was mir Sorgen macht: Die AUsgangs-Spannung zappelt wenn man das Teil 
einschaltet im Ruhezustand fröhlich um ein paar hundert Millivolt rum


--> Kennt jemand eienn Schaltplan oder eine original Bezugsquelle für 
das Teil?

von Jörg R. (solar77)


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Wegstaben V. schrieb:
> ich habe hier ein Netzteil "PowerLab 2030D",wie z.B. hier
> dargestellt:
>
> https://..

> [Hinweis: die URL suggeriert, es handelt sich um das Modell 302d,
> tatsächlich ist es wie abgebildet das 3020D]

Es wäre sinnvoller und einfacher ein Bild von dem Teil zu posten, 
anstatt einer URL. Bilder, gut belichtet und scharf, vom inneren sind 
auch nicht verboten.

> Was mir Sorgen macht: Die AUsgangs-Spannung zappelt wenn man das Teil
> einschaltet im Ruhezustand fröhlich um ein paar hundert Millivolt rum
>
> --> Kennt jemand eienn Schaltplan oder eine original Bezugsquelle für
> das Teil?

Glaube kaum dass man für das NT ein Service Manual findet. Einfach mal 
öffnen, schauen und messen. Viel wird da nicht drin sein.

PS: Die Titelzeile dürfte aussagekräftiger sein;-)

von 🍅🍅 🍅. (tomate)


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Paar fette Kondensatoren am Ausgang, ggf kombiniert als LC-Filter?

Linearregler der oszilliert, bekommen auch nur die Chinesen hin.

von Jörg R. (solar77)


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🍅🍅 🍅. schrieb:
> Paar fette Kondensatoren am Ausgang, ggf kombiniert als LC-Filter?

Blödsinn!

Dein alberner Nick spricht Bände.

: Bearbeitet durch User
von Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)



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Jörg R. schrieb:
> Es wäre sinnvoller und einfacher ein Bild von dem Teil zu posten,
> anstatt einer URL. Bilder, gut belichtet und scharf, vom inneren sind
> auch nicht verboten.

hoffendlich hilft es, die Schaltpläne damit zu finden ;-)

von Johannes T. F. (jofe)


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Wegstaben V. schrieb:
> hoffendlich hilft es, die Schaltpläne damit zu finden ;-)

Den Schaltplan musst du wohl leider selbst aufnehmen; ich glaube kaum, 
dass man den von einem No-Name-China-Gerät irgendwo findet.

Wegstaben V. schrieb:
> 30V/20A soll es können. Der dicke Trafo drin lässt die versprochenen
> 600VA nicht unmöglich erscheinen.

Für eine längsgeregelte Ausgangsleistung von 600 W müsste der Trafo 
erheblich mehr als 600 VA bringen (eher grob 900 VA). Und bei der auf 
den Fotos abschätzbaren Größe würde ich dem nicht mal 600 VA zutrauen.

: Bearbeitet durch User
von Thomas S. (Firma: Chipwerkstatt) (tom_63)


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Für die Größe vom Trafe halte ich es für sehr gewagt, dass der 600 VA 
schafft. 300VA würde ich schätzen, max.

 Hat der Trafo etwas Informatives?

von H. H. (Gast)


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Thomas S. schrieb:
> Für die Größe vom Trafe halte ich es für sehr gewagt, dass der 600 VA
> schafft. 300VA würde ich schätzen, max.

Propellerkühlung bedacht? Ein MOT ist auch überraschend klein.

von Wolf17 (wolf17)


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30V x 20A = 600W. Am Trafo sehe ich vier Anzapfungen, der Link sprach 
von Umschaltrelais und Linearnetzteil. Mit Regelreserve müssen da bis 
180W abgeführt werden, scheint mir trotz Lüfter ein kleiner Kühlkörper.

Schon mal den Ausgang mit 100mA belastet, ob die Regelung ruhiger wird?

von Stefan K. (stk)


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Thomas S. schrieb:
> Für die Größe vom Trafe halte ich es für sehr gewagt, dass der 600 VA
> schafft. 300VA würde ich schätzen, max.

Das ähnich aussehende Digimess HY3020 wiegt laut Datenblatt 20kg:
https://uk.farnell.com/digimess/hy3020/power-supply-1ch-30v-20a-adjustable/dp/4283235
Darin ist laut Teardown in EEVblof-Forum ein recht großer Ringkerntrafo 
verbaut:
https://www.eevblog.com/forum/testgear/digimess-hy3020-teardownreview/
Auch der Kühlkörper für die Leistungstransistoren scheint da deutlich 
massiver zu sein.
Im Startbeitrag dort ist ein Schaltplan des Mastech HY2030 verlinkt, der 
ganz grob auch zu dem PowerLab 2030D passen könnte.

von Lu (oszi45)


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Thomas S. schrieb:
> 300VA würde ich schätzen, max.

Zum Vergleich Jogis Tabelle
https://www.jogis-roehrenbude.de/Transformator.htm

H. H. schrieb:
> Ein MOT ist auch überraschend klein.

Die Mikrowelle wird auch nicht Stunden zum laden vom Akkus belastet. Ein 
Labornetzteil dagegen sollte das aushalten können. Ich würde jetzt z.B. 
die Drahtstärken mit dem Messschieber nachmessen.

von Jörg R. (solar77)


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Wegstaben V. schrieb:
> Jörg R. schrieb:
>> Es wäre sinnvoller und einfacher ein Bild von dem Teil zu posten,
>> anstatt einer URL. Bilder, gut belichtet und scharf, vom inneren sind
>> auch nicht verboten.
>
> hoffendlich hilft es, die Schaltpläne damit zu finden ;-)

Nein, natürlich nicht. Obwohl man nun sieht dass das Teil 3020D heißt, 
nicht 2030D;-)

Das NT hat schon einige Jahre auf dem Buckel, auf dem Typenschild steht 
noch 220V.

Auf 2 Fotos sieht man das ein Stecker in der Luft hängt.

Obwohl genug Platz im Gerät ist ist es nicht schön aufgebaut. Sehr viel 
Drahtverhau.

Mein Ansatz wäre die Steckverbindungen zu überprüfen. Aufgrund des 
Alters würde ich die Kondensatoren (vor allem die großen Elkos) 
überprüfen.

Wegstaben V. schrieb:
> ich habe hier ein Netzteil "PowerLab 2030D",wie z.B. hier
> dargestellt:

> Was mir Sorgen macht: Die AUsgangs-Spannung zappelt wenn man das Teil
> einschaltet im Ruhezustand fröhlich um ein paar hundert Millivolt rum

Schwankt tatsächlich die Spannung am Ausgang, oder die Digitalanzeige im 
Gerät?

Unterlagen finde ich aktuell nicht, nicht mal eine BDA. Du wirst Dir 
wohl ohne Pläne behelfen müssen. Viel ist in dem Teil ja nicht drin, es 
ist halt nur nicht schön aufgebaut.

Trat der Fehler plötzlich auf, oder gab es ggf. eine Fehlbedienung? Also 
z.B. verpolte Spannung angelegt, induktive Last ohne Freilaufdiode usw.?

: Bearbeitet durch User
von Lu (oszi45)


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Jörg R. schrieb:
> Das NT hat schon einige Jahre auf dem Buckel, auf dem Typenschild steht
> noch 220V.

Ja dann sollte man auch die kleinen Elkos mal genauer prüfen/tauschen 
wegen des Zitterns. Ob der Trafo wirklich >600W dauerhaft liefern kann, 
ist natürlich damit nicht beantwortet.

von H. H. (Gast)


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Jörg R. schrieb:
> Das NT hat schon einige Jahre auf dem Buckel,

Ist von 2010.


> auf dem Typenschild steht noch 220V.

Wie in China nach wie vor üblich.

von Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)


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Jörg R. schrieb:
> Auf 2 Fotos sieht man das ein Stecker in der Luft hängt.

ja, das ist der nervig laute Lüfter. Den hab ich jetzt erstmal 
abgesteckt. Sollte ok sein für 0 mA Last

Jörg R. schrieb:
> Schwankt tatsächlich die Spannung am Ausgang, oder die Digitalanzeige im
> Gerät?

ein angeschlossene externes Multimeter zeigt die selben Schwankungen. 
Ein Oszi hab ich noch nicht dran gehalten zur Betrachtung der Spannung 
und Bewertung der Spannungsschwankungen

Jörg R. schrieb:
> Trat der Fehler plötzlich auf, oder gab es ggf. eine Fehlbedienung? Also
> z.B. verpolte Spannung angelegt, induktive Last ohne Freilaufdiode usw.?

Das PowerLab Netzteil liegt schon seit langer Zeit ungenutzt bei mir im 
Keller. Bisher kam ich mit meinem kleinen KERT KatV4D Netzteil gut 
zurecht. Jetzt brauchte ich mal etwas mehr Strom, und erinnerte mich an 
das PowerLab. Ich bin mir noch nicht mal 100% sicher, ob ich es nicht 
von einem Mit-Foristen erwarb mit dem Hinweis "die Ausgangsspannung 
schwankt etwas". Für meine Zwecke wäre es ausreichend gewesen mit der 
Schwankerei, aber jetzt möchte ich es doch mal gescheit herrichten.

Stefan K. schrieb:
> Das ähnlich aussehende Digimess HY3020 wiegt laut Datenblatt 20kg

Das PowerLab 3020D wiegt 12,5 kg (grade gewogen)

Thomas S. schrieb:
> Hat der Trafo etwas Informatives?

keinerlei Beschriftung.
13 x 11 x 7 cm
2 x PrimärAnschlüsse, 6 x sekundär "dünn", 6 x sekundär "dick"
Die dünnen sekundären könnten z.B. auch Temperaturfühler, Sicherung oder 
ähnliches sein.

Ansonsten 5 Stück "TRANSUN 2N3055" und ein fetter Brückengleichrichter 
auf dem Kühlkörper

: Bearbeitet durch User
von Lu (oszi45)


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Wegstaben V. schrieb:
> 13 x 11 x 7 cm

Riecht nach etwa EI130 Trafo lt. Tabelle ca. magere 300W
Man muß ja nicht bei vollen 30V die 20A haben. Evtl. wird deshalb vorher 
erbarmungslos der Strom abgeregelt?

von Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)


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Lu schrieb:
> Man muß ja nicht bei vollen 30V die 20A haben

ich deute die Leistungsangabe auch eher als "chinesische Wortakrobatik".

Demnach kann dieses 3020 Netzteil also max 30 Volt und/oder 20A. Strom 
und SPannung gehen dann geeignet runter.

von H. H. (hhinz)


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Lu schrieb:
> Riecht nach etwa EI130 Trafo lt. Tabelle ca. magere 300W

Der Kern hat deutlich mehr Bleche, und mit Zwangskühlung kommt man da 
schon auf 1kVA bei max 30°C Lufttemperatur.

von Lu (oszi45)


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600W "PMPO" Peak Music Power Output? :-) Den Lärm des Lüfters muß man 
mögen. Für Kurzzeit ja, für Akku laden 14h weniger ideal.

von H. H. (Gast)


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Lu schrieb:
> 600W "PMPO" Peak Music Power Output? :-) Den Lärm des Lüfters muß
> man
> mögen. Für Kurzzeit ja, für Akku laden 14h weniger ideal.

Dann ist ja gut, dass es ja kein Ladegerät ist.

von Manfred P. (pruckelfred)


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H. H. schrieb:
> Dann ist ja gut, dass es ja kein Ladegerät ist.

Ich hatte mal einen kleinen 12V-Lader von Bosch, zweistellige Jahre her. 
Da stand "Ladestrom x Ampere / arithmetisch y Ampere" auf der 
Verpackung, das "arithmetisch" konnte ich nicht interpretieren.

In dem Ding war ein Bimetallschalter drin, der den Trafo trennte und 
nach Abkühlung wieder eingeschaltet hat. Brauchte etwas Diskussion, den 
Für-Uns-Laden zur Rücknahme zu bewegen.

von Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)


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Wegstaben V. schrieb:
> 
https://www-elektroda-pl.translate.goog/rtvforum/topic4032112.html?_x_tr_sl=pl&_x_tr_tl=de&_x_tr_hl=de&_x_tr_pto=wapp&_x_tr_hist=true

mein Netzteil ist übrigens (obwohl gleiche Bezeichnung) etwas abweichend 
zu dem im elektroda Beitrag erwähnten Modell. Meins hat kein on/off 
Knopf.

Auch ist die im elektroda Artikel erwähnte Strommessung des hinteren 
Ausgangs (mittels shunts) nicht vorhanden.

Dafür hat meines einen dickeren Kühlkörper, etwas anders angeordnet.

: Bearbeitet durch User
von Jörg R. (solar77)


Angehängte Dateien:

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Wegstaben V. schrieb:
> Lu schrieb:
>> Man muß ja nicht bei vollen 30V die 20A haben
>
> ich deute die Leistungsangabe auch eher als "chinesische Wortakrobatik".
>
> Demnach kann dieses 3020 Netzteil also max 30 Volt und/oder 20A. Strom
> und SPannung gehen dann geeignet runter.

Das ist gar nicht so ungewöhnlich das nicht beide Werte gleichzeitig 
erreicht werden können. Leider findet man zu Deinem NT diesbezüglich 
aber keine Angaben.

Bei elektronischen Lasten findet man  das auch. Ich habe eine die bis 
30A und 150V kann, als Produkt von Strom und Spannung aber "nur" 200W.


Wegstaben V. schrieb:
> Jörg R. schrieb:
>> Schwankt tatsächlich die Spannung am Ausgang, oder die Digitalanzeige im
>> Gerät?
>
> ein angeschlossene externes Multimeter zeigt die selben Schwankungen.
> Ein Oszi hab ich noch nicht dran gehalten zur Betrachtung der Spannung
> und Bewertung der Spannungsschwankungen

Ja, das solltest Du mal messen. Viel Hilfestellung kann man Dir leider 
nicht geben. Einen Schaltplan gibt es nicht. Allerdings ist in dem NT 
auch nicht sehr viel Elektronik. Das Wenige ist jedoch sehr schlecht 
aufgebaut. Die eigentliche Reglerplatine ist von einem Drahtverhau 
umgeben, nicht sehr Servicefreundlich.

https://www.mikrocontroller.net/attachment/626573/NT-Steuerplatine.jpg

Wie schon geschrieben würde ich die Steckverbindungen und die 
Kondensatoren unter die Lupe nehmen, als zweiten Ansatz. Der erste 
Ansatz wäre tatsächlich die Ausgangsspannung mit einem Oszi zu messen.

Funktioniert das NT denn ansonsten? Lassen sich z.B. 12V einstellen und 
belasten?

Kannst Du erkennen was auf der Steuerplatine an ICs sitzt?


Wegstaben V. schrieb:
> Ich bin mir noch nicht mal 100% sicher, ob ich es nicht
> von einem Mit-Foristen erwarb mit dem Hinweis "die Ausgangsspannung
> schwankt etwas".

Dann kannst Du leider nicht ausschließen das an dem NT schon 
rumgebastelt wurde.


Wegstaben V. schrieb:
> Für meine Zwecke wäre es ausreichend gewesen mit der
> Schwankerei, aber jetzt möchte ich es doch mal gescheit herrichten.

Würde ich auch versuchen, wird Dir vermutlich auch gelingen.

: Bearbeitet durch User
von Johannes T. F. (jofe)


Angehängte Dateien:

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Anbei mal zum Vergleich zwei Fotos eines m.E.n. ordentlich aufgebauten 
Labornetzgerätes mit 400 W dauernder und 600 W kurzzeitiger Leistung.

Wie man sieht, sind zwei Trafos verbaut, von denen einer ungefähr so 
groß ist wie jener des TO. Allerdings gibt es auch keine Zwangskühlung.

von Thomas B. (thombde)


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Habe nicht alles gelesen, sorry.
Aber wenn Du die Potis bearbeites.
Im ausgeschaltetem Zustand ein par Minuten bis Anschlag  hin und her.
Wie ist dann die Stabilität der Ausgangsspannung.

Hatte mal das Gleiche Problem  mit einem abgelagerten LNG.

Beitrag #7616505 wurde vom Autor gelöscht.
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