Speed control für Kassettendeck

OP #7615029
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Meine Frau hat so einen kleines Kassettenradio geschenkt bekommen; das geht prinzipiell noch, allerdings leiern die Kassetten. Wir haben schon einige Kassetten probiert, scheint nicht an den Kassetten zu liegen.

Da die Kassettenspieler mechanisch aufgebaut sind, frage ich mich gerade wie die Speed control umgesetzt wird. Der Kreisumfang der Rolle ändert sich ja mit jeder Umdrehung, also muss ja der Motor stetig langsamer werden.

Aufschrauben und nachsehen kann ich nicht, da der Kleine gerade ein Hörspiel auf seinem Gerät hört. Ich fantasiere gerade wie ich am einfachsten das Leiern vermeiden könnte.

#7615031
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Alexander schrieb:

Der Kreisumfang der Rolle ändert sich ja mit jeder Umdrehung, also muss ja der Motor stetig langsamer werden.

Nein, die Bandgeschwindigkeit wird nicht durch das Aufwickeln gesteuert, sondern über eine mit konstanter Drehzahl laufende Tonwelle ("Capstan"). Die hat etwa 2mm Durchmesser und befindet sich recht nah am Tonkopf. Sie wird durch ein Loch in das Cassettengehäuse reingesteckt, und von außen drückt eine Andruckrolle das Band gegen diese Welle.

Üblicherweise ist die Tonwelle mit einer Schwungscheibe ausgestattet und wird über einen Riemen vom eigentlichen Motor angetrieben.

Der Bandwickel wird über eine Rutschkupplung angetrieben und hält das Band nur so weit auf Zug, damit es sauber aufgewickelt wird.

Mögliche Fehlerquellen in Deinem Fall: Ausgeleierter Riemen, ausgehärtete Andruckrolle.

#7615032
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Da ist ne kleine Stahlwelle und ne Gummirolle. Da wird das Band am TonKopf mit dran vorbeigezogen. Der Aufwickeldorn hat nur ne rutschkupplung, damit das Band halbwegs ordentlich aufgwickelt wird. Wichtig ist die Drehzahl der Stahlachse. Wahrscheinlich hat die Gummirolle einen "Standplatten", das Lager der Welle ist verharzt, Der Riemen ist ausgleiert oder oder. Ansost wird die Drehzahl vom Motor über seine Stromaufnahme geregelt. der ist dann mit einem Riehmen an einer großen Schwungscheibe angekoppelt und dadrauf sitzt die Stahlwelle. (Google mal nach Kasptan)

#7615038
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Alexander schrieb:

Der Kreisumfang der Rolle ändert sich ja mit jeder Umdrehung, also muss ja der Motor stetig langsamer werden.

? Solange ist es doch gar nicht her, dass Kassettengeräte noch liefen!

Der Motor wird drehzahlgeregelt und dann per Riemenuntersetzung wird die Tonwelle angetrieben, die sitzt zwischen den beiden "Rollen".

Der Riemen ist schlapp, da ist ein neuer fällig.

Blackbird

#7615206
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ich habe früher die Gummiandruckrolle mit Feuchtigkeit im Stofftaschentuch und Reiben gereinigt, da geht meistens eine Rückstandsspur vom Tonband runter, besserer Grip. Sollte die Andruckrolle an den Stellen wo das Tonband nicht überdeckt (an den Rändern der Andruckrolle) schon etwas abgeschliffen sein , kann es auch helfen die Andruckrolle wieder einzuebnen, runterzuschleifen, natürlich vorsichtig. Putzschwamm, Taschentuch, bisschen Spüli.

#7615646
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Oft hört man von den Kassetten nur bestimmte Musiktitel oder wechselt zwischendurch mal die Seite. Das führt zu unregelmäßig und unsauber aufgespulten Bandwickeln, die zusätzlich an den Seitenfolien reiben. Einfach die Kassette ein paar Mal von Anfang bis Ende umspulen oder abspielen. Den Ton kann man ja dabei aus stellen.

Batteriebetriebene Geräte haben gerne volle Batterien von einer Charge.

#7615734
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Alexander schrieb:

Meine Frau hat so einen kleines Kassettenradio geschenkt bekommen; das geht prinzipiell noch, allerdings leiern die Kassetten.

Dann weißt Du ja, warum es verschenkt wurde. Da kann ne ganze Menge verschlisssen sein (Pesen, Rutschkupplungen, Andruckrolle, Lager, Motor). Meistens ist auch der Tonkopf eingeschliffen (dumpfer KLang). Ist die Andruckrolle noch elastisch oder hart und tonnenförmig?

#7615801
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Schade, daß das Reinigen nicht geholfen hat. Der Capstan wird meist über einen Flachbandriemen vom Motor angetrieben. Nun ja, die Riemen können auch ausgeleiert sein, oder, wer weiß, was damit ist. Riemen gibt es meist 3 im Tape. Eigentlich ist ein Cassettenlaufwerk ein kompliziertes 3d-Puzzle, Respekt vor den Konstrukteuren. Ansonsten müßte es ja der Motor selbst sein, diese hatten oft eine Fliehkraftregelung an den Elektroden.

Es kann natürlich auch eine leiernde Aufnahme sein, die man hört.

Naja, für das absolute Gehör kann eine Cassettenaufnahme schon etwas out of tune sein. sollte aber eigentlich nicht. mp3 ist auch nicht tonhöhentreu, mp2 wohl.

Oh ja, das Umspulen kann wichtig sein. sehr gut.

Gast #7615954
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Andreas M. schrieb:

Einfach die Kassette ein paar Mal von Anfang bis Ende umspulen oder abspielen.

Das sollte man mit länger gelagerten Magnetbändern grundsätzlich machen. Einmal komplett vor- und zurückspulen, und dann erst abspielen.

Bänder sollten stehend gelagert werden, so dass der Bandwickel nicht nach unten durchrutschen kann.

#7616571
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Andre M. schrieb:

Kassette(n) auf langweiliges MP3 überspielen

Wo bleibt dann der Kick, wann es den nächsten Bandsalat gibt. Oder die ewige Umspulerei bzw. Suche eines bestimmten Titels. Man kann damit wertvolle Lebenszeit vergeuden.

Ich würde die ganze Mechanik entsorgen und in die Kassetten je einen USB-Stick einsetzen. Dann hat man die Haptik eines Kassettenrekorders, aber den Komfort eines MP3-Players.

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