Suche ein ldebianbasiertes live Linux bzw. von USB-Stick mit Persistenzpartition

Gast #7617275
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Morgen,

diesmal kein Problem, sondern eher ein Bericht und wen es nicht interessiert, bitte nichteinmal ignorieren.

Hier werkelt ein 64-bit Lenovo Notebook von 2011 mit i7-M620 dual core CPU und 8GB RAM mit Win10. Als Notersatz gibts ein 32-bit MSI Wind mit 2GB RAM + Win7.

Das Lenovo hat ein MBR-BIOS, kann also kein UEFI und wird von Win 11 nicht unterstützt, somit migriere ich auf ein Linux-live, das im RAM läuft bzw. im USB-Stick und schnell umgesteckt werden kann.

Rufus schrieb mir erfolgreich eine Kanotix-iso auf einen 4 GB Stick, zuerst eine 32-bit Liveversion mit XFCE und dann auch eine 64-bit mit KDE wovon ich diesen Thread mit dem eingebauten Firefox erstelle.

Das OS läuft schnell im RAM und hinterläßt auch nur die Spuren, die ich will, auf den ersten Blick bin ich zufrieden, hab auch Zugriff auf die HDD.

Falls sonst wer eine gute Linux-Empfehlung hat, her damit - sie sollte idealerweise von demselben USB-Stick starten und beide Notebooks bedienen können, also 32-bit wäre gut, aber nicht zwingend.

Vermutlich sterben die 32-bit Versionen auch hier langsam aus...

#7617334
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Erich schrieb:

Rufus schrieb mir erfolgreich eine Kanotix-iso auf einen 4 GB Stick, zuerst eine 32-bit Liveversion

Der Stick müsste doch mit MSI /und/ Lenovo funktionieren? Kann man damit die 8GB RAM etwa nicht nutzen?

Ein einziger USB-Stick für beide, also mit einem 32-Bit System und einem 64-Bit System wäre spannend. Man müsste den Stick normal mit GPT partitionieren und eine EFI- und zwei große Partitionen anlegen. Dabei wird auch ein "protective MBR" geschrieben. Das ist formal ein klassischer Bootsektor, nur ohne Bootloader. Den kann man aber später da rein schreiben, am einfachsten mit syslinux. Jetzt kopiert man noch eine der GPT-Partitionen in die MBR-Tabelle und setzt das Boot Flag.

Das Lenovo BIOS müsste davon normal booten können, es kennt ja keine GPT und findet einen normalen MBR. Im MSI BIOS muss man CSM abschalten, dann sollte es den MBR ignorieren und die EFI-Partition benutzen.

Im Expert Mode benutzt der Debian-Installer diesen präparierten Spezialstick so wie er ist und installiert in die Partition, die man ihm sagt. Damit installiert man die 32-Bit Version auf dem MSI in die 2. Partition und die 64-Bit Version auf dem Lenovo in die 3. Partition.

Normalerweise würde grub zweimal in die EFI-Partition geschrieben, einmal 32- und einmal 64-Bit. Das machen wir lieber nicht, man kann die Installation ohne Bootloader beenden. Erstens gibt es ja nur jeweils ein System zur Auswahl und zweitens findet das Lenovo BIOS den garnicht.

Auf dem MSI könnte grub funktionieren, ist aber viel zu komplex und unübersichtlich für so eine Spezialinstallation. Per UEFI kann man kernel und initrd direkt ohne Bootloader laden, man muss die nur in die EFI-Partition kopieren und per efibootmgr im BIOS eintragen.

Bleibt noch syslinux für das Lenovo. Den MBR könnte man auch auf dem MSI schreiben, aber für den Rest braucht man ein 64-Bit System, z.B. den Installations-Stick im Rescue Mode. Damit müsste man syslinux in die EFI-Partition installieren.

#7617352
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Bauform B. schrieb:

Normalerweise würde grub zweimal in die EFI-Partition geschrieben, einmal 32- und einmal 64-Bit. Das machen wir lieber nicht, man kann die Installation ohne Bootloader beenden. Erstens gibt es ja nur jeweils ein System zur Auswahl und zweitens findet das Lenovo BIOS den garnicht.

Ob das "normalerweise" so ist? Man kann, da beide unterschiedliche Namen haben, auch beide in die EFI-Partition schreiben. Man kann sogar den Inhalt von /boot dahin legen, und den Kernel (u.U. +initrd) von dort starten. Wenns nicht so bootet: Zur Not muss man dann die EFI-Shell bemuehen. :)

#7617370
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KALI ist Debian-basiert, gibt es mit 32 Bit, ist eine Rolling Release (finde ich sehr praktisch). Braucht aber deutlich mehr als 4 GB (bei mir ab 16 GB). Die ganzen Pentest-Tools kann man ja rauswerfen.

In meinem Lenovo T430 kann ich im BIOS unter Startup einstellen, ob der UEFI oder CSM verwenden soll. UEFI braucht man mit Linux nicht (dann halt Platte nur bis 2 TB).

https://www.kali.org/get-kali/#kali-installer-images

Gast #7617748
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Stephan S. schrieb:

KALI ist Debian-basiert, gibt es mit 32 Bit, ist eine Rolling Release (finde ich sehr praktisch). Braucht aber deutlich mehr als 4 GB (bei mir ab 16 GB).

danke, Kali ist eine Option, mit Rufus auf ein 64 GB Stick läufts rund.

Stephan S. schrieb:

In meinem Lenovo T430 kann ich im BIOS unter Startup einstellen, ob der UEFI oder CSM verwenden soll. UEFI braucht man mit Linux nicht

"Lenovo introduced UEFI with the Hurron River chipset equipped ThinkPads (e.g. any of the new 2011 models, including Edge) (X220, T420, T420s, T520, W520, Edge E220s, E420s, etc)"

Aber wenn Linux UEFI nicht braucht, gibts eh kein Problem damit ;)

Gibts vlt. ein Tool wie Rufus/Etcher aber für Multiboot von USB-Stick?

(Firma: Hobbytheoretiker) #7617799
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Bei den persistenten Versionen auf dem USB-Stick gibt es häufiger Probleme nach dem update der Pakete. Grund hierfür ist, dass bei einem Durchlauf bei dem die Kernelimages und die initrd aktualisiert werden, diese nicht mehr die Änderungen für den USB-Boot beeinhalten. Wenn man das weiß, kann man sich behelfen.

#7617819
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Als Linuxversion nutze ich manchmal KNOPPIX, Debian basiert. Das ist eine installierbare Live-Version mit Persistenzpartition. Der Nachteil, eine Weiterentwicklung scheint es seit ca 2 Jahren nicht mehr zu geben.Version 9.1 gibt es als CD / DVD Download. Als Zeitschriftenbeilage war die letzte Version 9.3 . Die Paketverwaltung Synaptik läuft ins Leere, man muss dann andere Paketquellen verwenden für Aktualisierungen und Erweiterungen. Speicher-Stick ca ab 8 GB / DVD-Version.

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