Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik LCD von Nähmaschine flackert


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von Max M. (maxi123456)


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Moin,

bei meiner Pfaff aus den 90ern flackern die ersten 4 Zeichen von LCD. 
Letztes Jahr habe ich bereits schonmal ein ähnliches Problem gehabt und 
die zwei auf der Leiterplatte befindlichen Elkos ausgetauscht. Danach 
ging wieder alles.

Neuerdings eben dieses flackern der ersten vier Zeichen. Grundsätzlich 
gehe ich davon aus, dass das meiste noch funktioniert. Die Software vom 
Mikrocontroller, denn mit Mühe kann man die Zeichen noch erkennen und 
das Display vermutlich selber auch, da bei Kontrasterhöhung auch die 
Zeichen stärkeren Kontrast bekommen.

Das LCD selber ist auf der Leiterplatte festgelötet. Wenn alle Stricke 
reissen muss da ein Ersatz rein, wenn man da noch etwas passendes 
bekommen. Aber ein Kontaktproblem schließe ich eher aus. Die Elkos habe 
ich nochmals getauscht, ohne Erfolg.

Wo könnte der Fehler noch liegen? Die normalen Kondensatoren auch mal 
austauschen? Widerstände aus den 90ern altern hoffentlich nicht mehr so.

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von H. H. (Gast)


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Max M. schrieb:
> Aber ein Kontaktproblem schließe ich eher aus.

Genau das ist es aber, wohl zwischen PCB und Glas.

von Max M. (maxi123456)


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H. H. schrieb:
> Genau das ist es aber, wohl zwischen PCB und Glas.

Im LCD selber?

von H. H. (Gast)


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Max M. schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Genau das ist es aber, wohl zwischen PCB und Glas.
>
> Im LCD selber?

So kann man es auch sagen.

von Daniel F. (foxi_the_daywalker)


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Ist es ein Display mit 2 Zeilen und 20 Zeichen oder 16 Zeichen?

Das gute ist, dass sehr viele Displays einen kompatiblen Chip haben und 
dass die Pinbelegung häufig auch gleich war.

Wenn man beispielsweise nach LCD 2x20 bei Google schaut, findet man 
einiges das ähnlich aussieht.

Grüße
Daniel

von Max M. (maxi123456)


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Daniel F. schrieb:
> Das gute ist, dass sehr viele Displays einen kompatiblen Chip haben und
> dass die Pinbelegung häufig auch gleich war.

Auch bei einem 30 Jahre alten Display?

Zunächst könnte man versuchen, die Blende/Rahmen abzumachen, siehe 
Fotos.

von Sebastian R. (sebastian_r569)


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Max M. schrieb:
> Auch bei einem 30 Jahre alten Display?

Sollte kein Problem sein. 14 Anschlusspins (+ 2 für die 
Hintergrundbeleuchtung) sind ein gutes Zeichen dafür, dass es sich um 
ein LCD mit HD44780 kompatiblem Controller handelt.

Der HD44780 stammt aus den 1980ern.

Wenn sich mechanisch was ähnliches findet, dann kann man das Display 
auch mit ein paar Drahtbrücken anschließen.

Max M. schrieb:
> Zunächst könnte man versuchen, die Blende/Rahmen abzumachen

Könnte man. Das Leitgummi hinterher aber wieder zum sicheren 
Kontaktieren der Glaskontakte zu bewegen, ist allerdings auch kein 
Frühlingsspaziergang im Park.

: Bearbeitet durch User
von Max M. (maxi123456)


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Sebastian R. schrieb:
> Wenn sich mechanisch was ähnliches findet, dann kann man das Display
> auch mit ein paar Drahtbrücken anschließen.

Ich habe mal gemessen, die Maße scheinen identisch zu heutigen Modulen 
zu sein. Vermutlich wird es kein SPI / I²S sein, also 4Bit/8Bit.

von H. H. (Gast)


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Bau es aus. Es wird wohl noch nicht COB-Chips haben, man wird also die 
Chips erkennen können.

von Gregor J. (Firma: Jasinski) (gregor_jasinski)


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Max M. schrieb:
> Wo könnte der Fehler noch liegen?
An den Gummikontakten des LCDs selbst, sofern da welche überhaupt 
verbaut bzw. vorhanden sind – beim Auseinanderbauen muss man vorsichtig 
sein und es kann sein, dass es anschließend nicht mehr alles so 
dicht/gut sitzt wie im Originalzustand und alles noch schlimmer wird. 
Das Risiko muss man halt selbst abwägen.

Max M. schrieb:
> Die normalen Kondensatoren auch mal austauschen?
Wenn überhaupt, dann normalerweise nur Elkos erneuern, falls es 
überhaupt welche dort gibt – die sollte man aber mal nachmessen, um 
ggfs. die mögliche Ursache zu erfassen/erfahren. Blind tauschen ist nie 
gut. Bei SMD-Keramikkondensatoren reicht es in der Regel aus, diese mit 
dem Lötkolben so zu erhitzen, dass das Zinn schmilzt (ein paar Sekunden) 
– der Alterungsprozess wird dann normalerweise resettet, also 
zurückgesetzt und beginnt wieder von vorne. Auf solchen Platinen sind 
das aber meistens Abblockkondensatoren, wo der Alterungsprozess und der 
damit verbundene leichte Kapazitätsverlust quasi keine Rolle spielt, und 
die C0G- oder NP0-Kondensatoren (also meistens sind es welche im 
pF-Bereich bis z.B. 470pF) altern in der Hinsicht so gut wie gar nicht.

Max M. schrieb:
> Widerstände aus den 90ern altern hoffentlich nicht mehr so.
Die Widerstände selbst als Bauteil altern und korrodieren schon, aber 
deren Widerstandswerte normalerweise nicht oder zumindest nicht so, dass 
es zu einem Problem werden sollte.

: Bearbeitet durch User
von Gerald B. (gerald_b)


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Wieviel Stellen hat es denn nun? Es gibt auch exotische Längen. ich habe 
z.B. welche mit 2x 27 Zeichen. Ich glaube, das mußte als 2x40 oder 4x 20 
adressiert werden.

von H. H. (Gast)


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Gerald B. schrieb:
> Wieviel Stellen hat es denn nun?

Dem Foto nach ein 2x20. Mechanisch passende zu bekommen ist kein 
Problem.

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Auch bei einem 30 Jahre alten Display?

Das ist so gut wie sicher ein Hitachi-Derivat. Damals waren die extrem
verbreitet und ich denke Pfaff war auch zu klein/unwichtig um sich
damals schon was spezielles anfertigen zu lassen.


> Ich glaube, das mußte als 2x40 oder 4x 20 adressiert werden.

Das ist das einzige was eventuell ein Problem sein kann. Da koennte
es auch mal eine Sonderlocke in der Aufteilung geben.
Ich wuerde es aber auf einen Versuch ankommen lassen...

Vanye

von Peter M. (Gast)


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Das Problem hatte ich bei einer Creative auch. Der schlechte 
Displaykontrast war der Vorbote zum Totalausfall des zentralen Boards 
unten in der Maschine.
Das Display kann man problemlos tauschen, da es zu den Displays mit 
HD44780 pinkompatibel passt.
Brachte bei mir nur kurzfristig Erfolg, dann starb nach wenigen Monaten 
das Mainboard. Schaltpläne habe ich nirgends bekommen. So landet die 
Maschine beim Schrotthändler. 24 Jahre hatte sie durchgehalten.
Der Aufwand lohnt sich bei den alten Kisten effektiv nicht.
Die neue Pfaff kostete dann das in Euro was die alte Maschine damals in 
DM gekostet hatte.

von Joachim B. (jar)


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Max M. schrieb:
> ein Kontaktproblem schließe ich eher aus

der erste Fehler ist eine falsche Annahme

von Max M. (maxi123456)


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Bevor ich jetzt ein neues Display bestelle habe ich noch eine Frage:

Das folgende Display scheint von den Maßen, Spannungen und Pins 
kompatibel zu sein:
https://lcdstore.de/epages/17406888.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/17406888/Products/LC2002A-TMI-JT

Zwar hat es noch zusätzlich Pin 15/16, diese sind aber nur zusätzliche 
redundante Belegung für A/K der Hintergrundbeleuchtung.

Wenn ich meine Nähmaschine einschalte leuchtet eindeutig die 
Hintergrundbeleuchtung grün, aber an A / K kann ich keine Spannungen 
messen und auf der Leiterplatte sind diese Pins eindeutig nicht weiter 
geroutet, sind also nirgends mit verbunden. Wie kann das sein oder sieht 
die Hintergrundbeleuchtung nochmals anders aus? Siehe Eingangspost.

: Bearbeitet durch User
von Karl B. (gustav)


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Max M. schrieb:
> Pin 15/16

Hast Du genau da gemesen?

von Rainer W. (rawi)


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Vanye R. schrieb:
> Vanye

Vanye R. schrieb:
>> Ich glaube, das mußte als 2x40 oder 4x 20 adressiert werden.
> ...
> Vanye

Kannst du es nicht einfach einmal unterlassen, bei den von dir zitierten 
Stellen, Quelle und Link weg zu editieren?

: Bearbeitet durch User
von Joachim B. (jar)


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Max M. schrieb:
> Wenn ich meine Nähmaschine einschalte leuchtet eindeutig die
> Hintergrundbeleuchtung grün, aber an A / K kann ich keine Spannungen
> messen und auf der Leiterplatte sind diese Pins eindeutig nicht weiter
> geroutet, sind also nirgends mit verbunden. Wie kann das sein

wenn die Hintergrundbeleuchtung direkt an +5V un GND gerouted sind 
müssen A/K ja nicht zwingend beschaltet sein.

von Max M. (maxi123456)


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Ich habe folgendes LCD gekauft und eingelötet:

https://lcdstore.de/epages/17406888.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/17406888/Products/LC2002A-TMI-JT

Auf dem Display habe ich die Lötbrücken so gesetzt, dass die 
Hintergrundbeleuchtung direkt aus der 5V gespeist wird, was auch 
funktioniert. Auch den Kontrast kann ich einstellen.

Ich sehe jedoch keine Ausgabe. Bei dem Display soll STandard 6800 sein. 
Das originale Display hat ein 44780 von Solomon.

Was könnte der Grund sein, warum nichts angezeigt wird? Auf der 
Rückseite (siehe Link) gibt es noch viele weiter Lötmöglichkeiten. 
Bestimmt muss ich da noch einen Jumper setzen.

: Bearbeitet durch User
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