Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik PA Endstufe Kondensatoren durch größere ersetzen


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von Zak M. (zak_m)


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Moin Zusammen,

Ich brächte mal eure Unterstützung, ich hab im Heimkino eine PA Endstufe 
für den Subwoofer, vollkommen überdimensioniert, aber die Endstufe war 
halt da und liefert mit gute Dienste.
Ich wollte das Gerät nach nun gut 7 Jahren mal reinigen.
Nach dem riesigem Trafo kommt eine Platine mit 12 Elkos, die wohl als 
"Puffer" dient, hier sind 8 Elkos am Deckel merklich "aufgebläht".
Sind Junzl Elkos mit 100v und 8200uf, 85Grad.
EGAL wo ich schaue, es gibt hier nix, was preislich passt und lieferbar 
ist, auf China "No Name" experimente habe ich in diesem Leistungsbereich 
keine Lust...
Die Elkos haben eine Durchmesser von 35mm und eine Lötpin Abstand von 10 
mm.
Ich finde allerdings bei Taiyo Yuden Kondesatoren, die lieferbar sind 
und auch passen, leider wird der ESR nicht angegeben, die Junzl solten 
um die 60mohm haben, aber die gefundenen Kondensatoren hätten eine 
Kapazität von 10000uf, sind 2cm höher, ansonsten passen die aber.
Kann ich diese bedenkenlos als Ersatz verwenden?
Ich habe leider kein Datenblatt der verbauten Kondensatoren, ich "hoffe" 
mal das die Ersatz Exemplare, ein passender Ersatz wären, technisch 
sehen die schonmal vernünftig aus, auch wenn da einiges im Datenblatt 
fehlt, ist aber, zumindest ein renomierter Hersteller.
hier das Datenblatt der bevorzugten Ersatzkondensatoren (ich hoffe ich 
darf das hier verlinken)
https://datasheet.lcsc.com/lcsc/2209130930_Taiyo-Yuden-LA5-100V103MS5BP-B_C2980574.pdf?_gl=1*1r9b0ga*_ga*ODY5NDgyNDc2LjE3MDk3NDYzMzU.*_ga_98M84MKSZH*MTcwOTc1Njk2MC40LjEuMTcwOTc1OTA2NS4yOS4wLjA.

von H. H. (Gast)


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Zak M. schrieb:
> hier sind 8 Elkos am Deckel merklich "aufgebläht".

Zeig mal.

von Heinz R. (heijz)


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wenn da eh schon ein "riesen-Trafo" verbaut ist braucht es jetzt nicgt 
auch noche die mega Elkos.

Aber ja, man macht das so, soll ja auch was hermachen wenn jemand den 
Deckel öffnet - sehr wichtig bei HIFI

Bau die Elkos die Du gefunden hast rein - ich bin mir sicher Du wirst 
klanglich keinen Unterschied hören

von Zak M. (zak_m)


Angehängte Dateien:

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Das Foto trifft es leider nicht genau, im anderen Winkel sieht das 
schlimmer aus ...
2 davon sind nicht so schlimm, sieht man schlecht auf dem Bild.
Im Anhang verlinke ich euch auch noch einen Schaltplan zur Endstufe, 
falls das relevant sein sollte.
Für Alternativen bin ich natürlich offen, mein Favorit wären die KEMET 
ALC10A822EH100 gewesen, die habe ich aber nicht lieferbar gefunden und 
auch mit Wartezeit sind die Mindestmengen über 1000 Stück, leider 
vollkommen unrealistisch für mich als Kleinabnehmer...
Leider Muss ich warten, als neu registrierter User, der Schaltplan kommt 
später...

PS, mir geht es nicht darum irgendetwas zu verbessern, nur Ersatz um das 
Gerät zu Erhalten und weiterhin sicher betreiben zu können !!!
Und natürlich möchte ich nicht den Subwoofer beschädigen, wenn das durch 
die "defekten Kondensatoren" überhaupt passieren kann, also, je 
günstiger (und trotdem sicher), umso be(ä)sser...

von Zak M. (zak_m)


Angehängte Dateien:

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Hier der Plan

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Yep, diese Kondensatoren sind auf dem Weg nach Hause, kannste alle 
rausschmeißen. Auch die, die noch keine dicken Backen machen - denn das 
kommt bald.

> Kapazität von 10000uf, sind 2cm höher, ansonsten passen die
> aber. Kann ich diese bedenkenlos als Ersatz verwenden?
Wenn die 2cm Höhenunterschied kein Problem sind, würde ich die 
reinpacken. Die Endstufe sollte ja sowieso eine Softstart-Einrichtung 
(primärseitig, auf der 230V Seite des Trafos) haben und ich glaube, das 
bißchen mehr Kapazität bringt die nicht um.

von H. H. (Gast)


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Da sind wohl nur die Isolierscheiben gewölbt. Teste ob sich die leicht 
auf den darunter liegenden Alu-Boden der Elkos drücken lassen.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Bei den vieren oben rechts sind das definitiv nicht nur die 
Isolierscheiben. Das würde mich wirklich sehr wundern. Man erkennt sehr 
schön eine klare Spitze in der Mitte und ich meine sogar, drei nach 
außen laufende Kanten zu erkennen, genau wie sie manche dieser Elkos als 
Sollbruchstellen haben.

von Zak M. (zak_m)


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Ihr Antwortet schneller, als ich, als Neuling antworten kann ...
Vielen Dank schonmal für eure Antworten!

Super, vielen Dank, ja Softstart hat sie, geht der Rest hier auch 
konform?

Wenn "Ja" würde ich den vorgeschlagenen Ersatz bestellen (natürlich ALLE 
12 Stück) und dann austauschen, sind rund 100€ aber das ist mir das 
"Eisenschwein" wert, selten so eine gute Endstufe für den Einsatzzwecke 
gehabt ...

von H. H. (Gast)


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Zak M. schrieb:
> sind rund 100€

Du musst nicht extra bestellen, die dafür nötigen Fenster wurden schon 
erfunden.

von Zak M. (zak_m)


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Das hab ich jetzt nicht verstanden, was meinst Du damit?

von Michael L. (nanu)


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Ben B. schrieb:
> Yep, diese Kondensatoren sind auf dem Weg nach Hause, kannste alle
> rausschmeißen.

Das sieht manchmal auf Fotos nur so aus, weshalb er das ja mal mit 
Drücken auf die Scheibe testen möchte.

> Auch die, die noch keine dicken Backen machen - denn das kommt bald.

Warum sollten die das machen? Aus Protest wegen Unterforderung?

von Thomas S. (Firma: Chipwerkstatt) (tom_63)


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H. H. schrieb:
> Du musst nicht extra bestellen, die dafür nötigen Fenster wurden schon
> erfunden.

Ich gebe Dir meine Konto-Nummer per pn. Da kannst Du das Geld SINNVOLL 
anlegen.

Das meinte Hinz

von Harald A. (embedded)


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Oder die 100€ in ein ESR-Messgerät stecken, um zukünftige Tauschgelüste 
mittels fundierter Messung zu unterdrücken

von Oliver S. (oliverso)


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H. H. schrieb:
> Du musst nicht extra bestellen, die dafür nötigen Fenster wurden schon
> erfunden.

Du kannst ja mal einen Quelle angeben, wo es 12 Stück passende 
Kondensatoren für deutlich weniger als 100.- gibt.

Oliver

: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Harald A. schrieb:
> Oder die 100€ in ein ESR-Messgerät stecken, ...

Das ist hier nicht mal notwendig. Es reicht ein DMM auf AC einzustellen 
und die Welligkeit zu messen. Einmal im Leerlauf und dann mit 
Belastungswiderständen.

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Ben B. schrieb:
> Bei den vieren oben rechts sind das definitiv nicht nur die Isolierscheiben
Ich würde meine Hand dafür nicht ins Feuer legen, vor ich nicht selber 
auf den Deckel draufgedrückt oder den sogar einfach zur Kontrolle 
entfernt hätte.

Denn das ist kein Schaltnetzteil. Es würde mich wundern, wenn die Dinger 
bei 100Hz Ripple und Zimmertemperatur überhaupt mal merklich 
"kaputtgehen".

Zak M. schrieb:
> PS, mir geht es nicht darum irgendetwas zu verbessern, nur Ersatz um das
> Gerät zu Erhalten und weiterhin sicher betreiben zu können !!!
Wechselst du im Getriebe deines Autos auch nach jeweils 50tkm 
vorsorglich die Zahnräder aus?

Oder andersrum: warum kümmerst du dich nicht erst dann um den 
Werterhalt, wenn sich die Elkos tatsächlich klanglich, akustisch oder 
odorisch bemerkbar machen?

U.U. ist es besser für den Werterhalt, wenn du eben nicht auf der 
Leiterplatte herumlötest und deshalb kein nicht passiviertes Flussmittel 
zurückbleibt, das dann genausowenig hygroskopisch die Luftfeuchte in 
Säure umwandeln un diese dann auch nicht die Leiterbahnen zerfressen 
kann.

: Bearbeitet durch Moderator
von H. H. (Gast)


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Thomas S. schrieb:
> Ich gebe Dir meine Konto-Nummer per pn.

Einfach unter das Fenster stellen.

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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H. H. schrieb:
> Einfach unter das Fenster stellen.
Du musst natürlich schon das Fenster finden, bei dem das Geld 
rausgeworfen wird.

von H. H. (Gast)


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Lothar M. schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Einfach unter das Fenster stellen.
> Du musst natürlich schon das Fenster finden, bei dem das Geld
> rausgeworfen wird.

Es wird doch aus so vielen Fenstern...

von Armin X. (werweiswas)


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Ben B. schrieb:
> Bei den vieren oben rechts sind das definitiv nicht nur die
> Isolierscheiben.

Dachte ich eben auch.
Aber wenn die Elkos evtl eh raus sollen mache erst die Isolierdeckel ab. 
Dann siehst Du richtig ans Alu des Elkos.

von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Es wäre so einfach, mal auf den Plastikdeckel zu drücken und zu sehen, 
ob das Alu auch gewölbt ist. Der Alubecher kehrt nicht mehr in die plane 
Form zurück, wenn sich der Elko mal aufgebläht hat - und nur gewölbte 
Platikdeckel hab ich schon oft gesehen, die stehen halt wegen des 
Schrumpfschlauchs unter mechanischer Spannung und wölben sich mit der 
Zeit.
Never change a running system!

von Zak M. (zak_m)


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Wow, Ihr seit "geil", viel los hier...

Also, ich werde kommendes WE nochmal testen, ob nur der Isolierdeckel 
"hochgekommen" ist oder das wirklich die Kondensatoren sind, allerdings, 
diese Form entsteht wohl nicht durch Spannung, die auf den Kunststoff 
ausgeübt wird, zudem ja die andere Hälfte der Kondensatoren, diese 
optisch Erscheinung nicht aufweisen.
Ich habe jetzt aber schon "das Geld zum Fenster" herausgeschmissen und 
wisst Ihr was, ich fühle mich da trotzdem wohl...
Die Lieferung von LCSC dauert ja auch etwas und ich bin mir recht 
sicher, das die bestellten "Ersatzkondensatoren" wohl nicht schlechter 
für die Endstufe sind als die vorhandenen, die, zumindest optisch, nicht 
mehr im Ausgangszustand sind.
Da ich das Geld schon ausgegeben habe, kann ich alle die, die sich gerne 
unter mein Fenster stellen würden, nicht mehr mit einem kleinen 
"Geldsegen" versorgen, dafür möchte ich mich jetzt schonmal 
entschuldigen ...

Explodieren werden die Kondensatoren wohl nicht, aber bei 3KW 
Ausgangsleistung fühle ich mich da einfach auf der "Sicheren" Seite, 
wenn die Bauteile keine "Mängel" aufweisen.

Wo ich mir eigentlich unklar bin, ist die erhöhte Kapazität der 
Kondensatoren, ich denke, der Trafo wird das wohl liefern können, der 
Einschaltstrom wird wohl etwas größer sein, hoffentlich fliegt mir nicht 
hier regelmäßig die Sicherung...
Mache mir eher Sorgen um die Gleichrichter Dioden, obwohl ich die euch 
jetzt nicht nennen kann, hoffe aber darauf, das es klappt und da einfach 
etwas "Reserven" vorhanden sind.
Immerhin sind das ja knapp 30% mehr Kapazität mit, höchstwahrscheinlich, 
einem geringerem Innenwiderstand...

: Bearbeitet durch User
von Thomas S. (Firma: Chipwerkstatt) (tom_63)


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Zak M. schrieb:
> ich denke, der Trafo wird das wohl liefern können, der
> Einschaltstrom wird wohl etwas größer sein,

Wenn der markant 'zu viel' ist, könnte man über Ladewiderstände bein 
Einschalten nachdenken. Unddann per Schütz brücken. Mit Relais wirds 
eng.

von Rainer D. (rainer4x4)


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Zak M. schrieb:
> Da ich das Geld schon ausgegeben habe, kann ich alle die, die sich gerne
> unter mein Fenster stellen würden, nicht mehr mit einem kleinen
> "Geldsegen" versorgen, dafür möchte ich mich jetzt schonmal
> entschuldigen ...

Nix entschuldigen, ich würde die alten Kondensatoren darausschmeissen!

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Zak M. schrieb:
> Da ich das Geld schon ausgegeben habe,

Solange nix brummt, können die alten Elkos drin bleiben und alles 
harmlos.

Mit Low-ESR knallt es zumindest besser, wenn was los gehen sollte. 
Zumindest waren die 60mOhm bei den Aktivboxen mit 12V Netzteil 
maßgeblich Ursache dafür dass die Boxen mit 2400W PMO angegeben waren, 
obwohl das Netzteil nur 12V 2A hatte.

von Zak M. (zak_m)


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auf das Knallen kann ich gerne verzichten, mir ist im  Auto mal ein 
Kondensator aus dem "nichts" hochgegangen mit 1F und das hat "derbe" 
geknallt, zum glück ist das nicht während der Fahrt passiert ...

von Marci W. (marci_w)


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Hallo Leute,

sagt mal, geht es nur mir so, oder stimmen mir andere zu, wenn ich mich 
ständig wundere, warum die Leute aktuell so verrückt darauf sind, 
möglichst überall alle Elkos zu tauschen, meist auch da, wo es überhaupt 
nicht notwendig ist?!

Im vorliegenden Fall kann ich mir kaum vorstellen, dass gleich mehrere 
Elkos defekt sind. Es sei denn, die Nennspannung wurde zu knapp 
kalkuliert. Das würde ich zuerst mal messen! Außerdem kann man auch mal 
testen, ob die Elkos warm/heiß werden. Schade, dass der TO kein Bild 
hier reinstellt, die die Elkos von der Seite zeigen.

Ich jedenfalls würde niemals auf die Idee kommen, ohne große Not Elkos 
zu tauschen. Warum tun die Leute das?

<SCNR>

ciao

Marci

von Zak M. (zak_m)


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ich weiss ja nicht, ob Du den Thread komplett gelesen hast, zudem bin 
ich kein Spezialist, was elektronische Schaltungen oder Bauteile angeht.

ABER, wenn sich Bauteile optisch "verändern" oder, wie in meinem Fall 
"aufblähen" kommt auch ein "nicht Spezialist" zu der Schlussfolgerung, 
dass das so nicht gewollt sein kann und überlegt sich, ehe diese 
Bauteile kaputt gehen und evtl. einhergehend, weitere Bauteile 
beschädigt werden, über einen vorzeitigen Austausch nachzudenken und 
deshalb auch der Thread hier.

Ich weiss eigentlich gar nicht wo das Problem liegt, ich kann die 
Bauteile nicht messen, sie verändern sich und das kann so wohl nicht 
gewollt sein, warum die ganze Aufregung, ist doch mein Geld und das habe 
ich als "preventive Maßnahme" investiert, ist halt so, wenn die 
Ersatzbauteile passend eingesetzt werden können ist doch alles OK...

Ich will doch hier kein Tuning betreiben, nur Ersatz, in diesem Fall mit 
etwas größeren Kondensatoren, weil diese günstiger sind als die 
Originalen und auch lieferbar sind, MEHR NICHT !!!

Edit, die Kondensatoren funktionieren ja noch, ich will die ja gar nicht 
sinnlos tauschen, aber schon tauschen, BEVOR diese kaputt gehen.
Würdest Du meine "gewölbten" Kondensatoren bedenkenlos in eine 3KW 
Endstufe als Ersatz verbauen, ich denke wohl eher nicht ...

: Bearbeitet durch User
von Luca E. (derlucae98)


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Zak M. schrieb:
> Würdest Du meine "gewölbten" Kondensatoren bedenkenlos in eine 3KW
> Endstufe als Ersatz verbauen, ich denke wohl eher nicht ...

Doch. Das ist ein rein optischer Makel, der sich auf die Funktion nicht 
nachteilig auswirkt. Sofern Kapazität und ESR in Ordnung sind.
Die 3 kW wird die Endstufe im Heimkinobetrieb eh nie sehen.

Zak M. schrieb:
> kein Spezialist, was elektronische Schaltungen oder Bauteile angeht

Dann folge doch einfach dem Rat der Spezialisten in diesem Thread.

von Zak M. (zak_m)


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Luca E. schrieb:
> Doch. Das ist ein rein optischer Makel, der sich auf die Funktion nicht
> nachteilig auswirkt. Sofern Kapazität und ESR in Ordnung sind.
> Die 3 kW wird die Endstufe im Heimkinobetrieb eh nie sehen.

Woher weisst Du dass denn? Habe hier nicht erwähnt, welche Subwoofer 
hier betrieben werden und inwieweit ich die Leistung der Endstufe 
ausnutze.

Zudem kann ich das nicht messen, alternative wäre Messgeräte 
anzuschaffen, die wohl mehr kosten als die Ersatzkondensatoren, zudem 
würde ich die wohl eh ausbauen müssen, wie sinnvoll ist das ganze dann? 
Zudem hier auch Meinungen vorhanden sind, diese zu tauschen, oder sind 
das dann Ratschläge von "nicht Spezialisten"?

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Zak M. schrieb:
> Zudem hier auch

Wir sind hiet im Land der zunehmenfen Verbloedung, die nur noch dumm 
stumpf tauschen koennen.  Schmeiss raus, kauf neu, irgendwann wird schon 
der Fehler miterwischt.

Noch Frahen?

von Zak M. (zak_m)


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na dann kann man sich das Fragen in Foren ja sparen...

von Manfred P. (pruckelfred)


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Marci W. schrieb:
> sagt mal, geht es nur mir so, oder stimmen mir andere zu, wenn ich mich
> ständig wundere, warum die Leute aktuell so verrückt darauf sind,
> möglichst überall alle Elkos zu tauschen, meist auch da, wo es überhaupt
> nicht notwendig ist?!

Weil im Rindernet und auf dem bescheuerten Videokanal "recapping" in 
Mode ist?

> Im vorliegenden Fall kann ich mir kaum vorstellen, dass gleich mehrere
> Elkos defekt sind.

Ich auch eher nicht.

Aber mal so: Ich habe ein DigitalVoltmeter "R&S URE". Primitives 
Netzteil mit fettem Ringkerntrafo, Brückengleichrichter unter 
Kühlschelle, 6*1000µF parallel und LM323K (TO-3) Längsregler. Da waren 
tatsächlich alle 1000µF erheblich unter Nennwert - allerdings war das 
Gerät bis dahin deutlich fünftstellige Stunden unter Strom. Das habe ich 
nicht getan, weil es alt war oder schlecht aussieht, es hatte eine 
offensichtliche Fehlfunktion.

Luca E. schrieb:
> Sofern Kapazität und ESR in Ordnung sind.

ESR klingt wichtig, ist modern, muß man unbedingt schreiben. Er hat ein 
simples Netzteil mit Trafo, 50Hz-Sinus, da misst niemand den ESR.

Zak M. schrieb:
> Zudem kann ich das nicht messen, alternative wäre Messgeräte
> anzuschaffen,

Wäre eine gute Idee, zu erkennen, dass das Gerät garnicht liefert was im 
Katalog steht. Ich habe beruflich Beschalllungstechnik gemessen und auch 
ein paar Privatgeräte auf dem Meßplatz gehabt. In keinem war wirklich 
drin, was drauf steht.

Dieter D. schrieb:
> Wir sind hiet im Land der zunehmenfen Verbloedung,

Erspare uns doch bitte, das ständig zu belegen.

Zak M. schrieb:
> na dann kann man sich das Fragen in Foren ja sparen...

Du musst erkennen, welche Kommentare hilfreich und welche blödsinnig 
sind. Das ist aber nicht nur hier so, das gilt quer durchs Internet für 
alle Foren.

von Thomas R. (thomasr)


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Das sind zwei doppelte Betriebsspannungen, HV und LV. Von der Anordnung 
könnte man das auch als Reihenschaltung der Kondensatoren verstehen. 
Ohne Ausgleichswiderstände könnte das zu einer unterschiedlichen 
Belastung der Kondensatoren gekommen sein und die damit den Deckel 
gehoben?

ESR ist bei dieser Anwendung völlig egal und die höhere Kapazität ist 
komplett ohne Belang. Elkos für solche Anwendungen werden mit sehr 
großen Toleranzen gefertigt, da liegen die 10.000 immer noch innerhalb 
des Toleranzbandes der 8.200µF.

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Ich schließe mich dem Beitrag von

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)

direkt an.

Wichtig sind dann einwandfreie Lötarbeiten und die Benutzung eines 
geeigneten Lötkolbens für die Riesenklopper.


Zak M. schrieb:
> aber bei 3KW
> Ausgangsleistung

Somit muß die Eingangsleistung noch ein Stück größer sein. So viele KW 
kommen bei uns nicht aus der Steckdose und ein Drehstromanschluß ist im 
Schaltbild nicht eingezeichnet. Möglicherweise ist das eine 
"Musikleistung".

Wegen "low ESR": Von den Elkos geht es erst mal über die Sicherungen und 
dann über dicke Drähte weiter. Schon da lauern etliche Milliohm, 
weswegen der ESR von normalen Elkos ausreichen dürfte.

Laut Schaltibild sind ordentliche Audio-Transistoren verbaut.

mfg

von Motopick (motopick)


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Wenn man den DC-Weg zu den Elkos einfach auftrennen kann, z.B. durch
Entfernen einer Sicherung, koennte man ja einfach mal die Kapazitaet
des "Gesamt-Elkos" messen. Die Sicherung durch einen Widerstand von
z.B. 100 Ohm ersetzen, und die Zeit bis zu den interessanten Punkten
der e-Funktion bestimmen.
Je nach Gemuetslage waeren noch Werte von 50 - 80 % des Designwertes
akzeptabel.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Naja. Reichlich komplizierter Aufbau für eine Class-H-Endstufe, könnte 
durchaus einiges an Leistung haben. Den Aufwand mit der rein analogen 
Staffelung der Versorgungsspannung für jeden einzelnen 
Endstufentransistor macht man sich doch nur, wenn ein einzelner 
Endstufentransistor die vollen +-HV nicht verträgt und das sind beim 
2SA1943/2SC5200 immerhin 230V wenn ich mich korrekt erinnere. Und mehr 
als 230V packt man da nicht dran wenn man nicht richtig Leistung haben 
möchte.

@Zak
Wegen den ganzen Miesmachern hier lass Dir den Spaß nicht zerreden. Ich 
verstehe Dich, ich habe hier selbst 2x 1,2kW und die dazu passenden 
Kopfhörer. Bißchen schwer, aber geil. Und die Nachbarn lieben es. 
Manchmal muß es eben einfach ein bißchen mehr sein.

Mach Dir in dem Moment, wo Dir die alten Kondensatoren nichts mehr wert 
sind, doch mal den Spaß und schnippel einen der wirklich suspekten 
mittels Cutter oder so aus seiner Plastikhülle raus. Es würde mich 
wirklich sehr wundern, wenn das Metallgehäuse oben noch gerade ist.

Es stimmt zwar, es gibt solche Kondensatoren, wo sich diese Isolierfolie 
oben wölbt und die ist teileweise auch gar nicht so leicht wieder 
einzudrücken, aber dabei bildet sich normalerweise keine Spitze in der 
Mitte aus, sondern die Dinger sind oben völlig glatt und rund wie 'ne 
Brandblase.

von Mark S. (voltwide)


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Auch wenn es manche hier nicht glauben wollen, ich habe schon so einige 
PA-Endstufen im KW-Bereich gesehen mit defekten Ladeelkos. Die sterben 
ja nicht nur am ripple-Strom - der bei 100Hz-Netzteilen unkritisch ist - 
sondern auch an übertemperatur, wenn sie in dem zumeist gedrängten 
Aufbau von der umgebenden AB-Endstufe aufgeheizt werden.

: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Ben B. schrieb:
> 2SA1943/2SC5200 immerhin 230V

Wenn jede der Stufe hinter dem Gleichrichter 75V habe, dann müssen die 
oberen Transistoren bei einer vollen negativen Halbwelle, fast 300V 
aushalten. Darum hat die Endstufe diese besondere Kaskade.

Die Elkos glätten nicht nur die 100Hz nach dem Gleichrichter, sondern 
auch die Stromspitzen der Last also alles von der unteren Grenzfrequenz 
bis ein paar kHz.
Beim Kurzschluss zerhaut es meistens die Feinsicherungen durch die 
Entladung der Kondensatoren sei noch angemerkt. Also etwas Vorsicht 
walten lassen, wer an seinen Sehlichtern hängt.

von Mario M. (thelonging)


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Zak M. schrieb:
> aber bei 3KW Ausgangsleistung fühle ich mich da einfach auf der
> "Sicheren" Seite, wenn die Bauteile keine "Mängel" aufweisen.

Marci W. schrieb:
> Ich jedenfalls würde niemals auf die Idee kommen, ohne große Not Elkos
> zu tauschen. Warum tun die Leute das?

Der Glaube des Menschen ist sein Himmelreich.

von H. H. (Gast)


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Mario M. schrieb:
> Der Glaube des Menschen ist sein Himmelreich.

Es handelt sich wohl um einen Heimkirchenverstärker.

von Udo K. (udok)


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Miss mal die Spannung im Leerlauf an den Kondensatoren (HV und LV im 
Schaltplan).
Bei 3kW @ 4 Ohm Ausgangsleistung brauchst du eigentlich keine 100 Volt 
Elkos, in deiner Schaltung sind je 2 in Reihe geschaltet.

Die Elkos sollten für die Leistungsklasse deutlich grösser sein, typisch 
sind 20 mF.
Bei Digikey bekommst du 12x 10mF 80V Marken-Elkos um 60 Euro.
https://www.digikey.at/en/products/detail/chemi-con/ESMH800VNN103MA50U/13250752

Der ESR ist völlig wurscht, da hinter den Elkos die Sicherungen kommen, 
danach dann noch die Strombegrenzungswiderstände in den Emittern...

Wenn es dir um hohe Lebensdauer geht, nimm besser 105°C Elkos.
Eventuell wird es den Elkos in der Endstufe zu heiß.

: Bearbeitet durch User
von Oliver S. (oliverso)


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Zak M. schrieb:
> Wo ich mir eigentlich unklar bin, ist die erhöhte Kapazität der
> Kondensatoren, ich denke, der Trafo wird das wohl liefern können, der
> Einschaltstrom wird wohl etwas größer sein, hoffentlich fliegt mir nicht
> hier regelmäßig die Sicherung...

Es zwingt dich ja niemand, von den größeren Kondensatoren genauso viele 
einzubauen, wie vorher drin waren. Wenn du Bedenken hast, lass einfach 
einen weg.

Oliver

von Rainer D. (rainer4x4)


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Ben B. schrieb:
> ich habe hier selbst 2x 1,2kW und die dazu passenden
> Kopfhörer.

Das ist doch mal ne Maßnahme, 2x1,2kW fürn Kopfhörer - Sack und Asche - 
vom Hirn zwischen den Ohren bleibt nix über :-))

von Harald A. (embedded)


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Rainer D. schrieb:
> Das ist doch mal ne Maßnahme, 2x1,2kW fürn Kopfhörer

Dynamik pur, verpasse kein Detail - HiFi in Reinkultur, Explosion der 
Sinne.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Rainer D. schrieb:
> Das ist doch mal ne Maßnahme, 2x1,2kW fürn Kopfhörer - Sack und Asche -
> vom Hirn zwischen den Ohren bleibt nix über :-))

Das kleine Detail waere, ein Schallschutzkopfhoerer, was denn sonst?

von Alfred B. (alfred_b979)


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Mark S. schrieb:
> (...)

Die gibt es bestimmt, und oft/meist starben die Elkos hierbei
auch durch genannten (ganz divers verursachten) Wärmestau. (*)

Aber es gibt noch Unmengen MEHR an nur_durch_den_Druck_vom 
Schrumpfschlauch aufgewölbten Plastikkappen an Elkoböden.

von Uwe B. (uwebre)


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Zak M. schrieb:
> Ich weiss eigentlich gar nicht wo das Problem liegt

Ein Problem wird sein die Elkos auszulöten ohne die Durchkontaktierungen 
mit herauszuziehen. Die Dinger haben Krallen. Das gibt dann ganz viel 
schlechte Laune.

Hast du den empfohlenen Daumendrücktest eigentlich mal gemacht?

Uwe

von Michael L. (nanu)


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Uwe B. schrieb:

> Ein Problem wird sein die Elkos auszulöten ohne die Durchkontaktierungen
> mit herauszuziehen. Die Dinger haben Krallen.

Dazu wird's kaum kommen. Vorher klebt sein Lötkolben an den 
Kupferflächen fest.

> Das gibt dann ganz viel schlechte Laune.

So oder so, sowieso.

> Hast du den empfohlenen Daumendrücktest eigentlich mal gemacht?

Den wollte er kommendes Wochenende machen. Aber andererseits, warum 
sollte er, neue Kondensatoren hat er ja schon bestellt.

von Marci W. (marci_w)


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Hallo Leute,

Ben B. schrieb:
> ich habe hier selbst 2x 1,2kW und die dazu passenden
> Kopfhörer.

Was habt ihr denn für "passende Kopfhörer"? Für den Bass pro "Seite" die 
Größe eines 1m Boxspringbettes, alles andere ist Kinderkram ;-)
Man will sich die Leistung ja nicht mit miesem LS-Wirkungsgrad kaputt 
machen.

ciao

Marci

von Unwichtig (noname_user)


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Das Netzteil ist doch mit den Elkos u. der U total seltsam bestückt, 
jeweils ca. 100 V als U-Betrieb wird da nie anliegen, also mess mal die 
Einzel-spannungen ggn. Masse.
Dass da ca. 400 V von +HV zu -HV anliegen glaubt doch Keiner, u. eine 
Differenz von wieder fast 100 V zwischen den oberen pos. Spannungen +LV 
zu +HV.
Mit 80 V-Typen wäre das eher logisch aber immer noch recht hoch.

Technische Daten, also Details zum interne Aufbau sind auch Luxus, an 
den Steuer-U kann man es noch lesen, beim Leistungsteil hat man es 
unterschlagen.

Aber nun ist es ja eh zu spät, gekauft u. bezahlt wie in Lieferung ist 
es ja schon? Oder noch nicht verschickt? Immer diese Schnellschießer....

Das Schaltungskonzept der Endstufe mit 2x Transen in Reihe ist auch 
etwas komisch oder einzigartig?

von Hans (ths23)


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Zak M. schrieb:
> Luca E. schrieb:
>> Doch. Das ist ein rein optischer Makel, der sich auf die Funktion nicht
>> nachteilig auswirkt. Sofern Kapazität und ESR in Ordnung sind.
>> Die 3 kW wird die Endstufe im Heimkinobetrieb eh nie sehen.
>
> Woher weisst Du dass denn? Habe hier nicht erwähnt, welche Subwoofer
> hier betrieben werden und inwieweit ich die Leistung der Endstufe
> ausnutze.
Die 3kW willst Du in Deiner Butze gar nicht ausnutzen. Bei derartigen 
Schalldrücken fliegen Dir die Trommelfelle jeweils auf der anderen Seite 
raus. Danach kannst Du die Anlage aus lassen, Du hörst eh nichts mehr.
Mit ca. 1W kannst Du schon einen Schalldruck von 85dB (in 1m Entfernung) 
erzeugen (Zimmerlautstärke ist mit 40dB definiert).

Manfred P. schrieb:
> Ich habe beruflich Beschalllungstechnik gemessen und auch
> ein paar Privatgeräte auf dem Meßplatz gehabt. In keinem war wirklich
> drin, was drauf steht.
Wundert Dich das? Mich nicht. Das "dumme" Volk kauft halt die PA wo der 
meiste Wums draf steht, weil die meisten Leute eben nicht den 
Unterschied zwischen Sinusdauerton und kurzeitiger Spitzenleistung, die 
ein vielfaches höher sein kann. In grauer Vorzeit war man da ehrlicher 
und hat halt die Sinusdauertonleistung angegeben, manche Hersteller 
haben noch die "Musikleistung" angeben die höher war.

von Udo K. (udok)


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Unwichtig schrieb:
> Das Schaltungskonzept der Endstufe mit 2x Transen in Reihe ist auch
> etwas komisch oder einzigartig?

Das verwenden inzwischen ziemlich alle Hersteller, die noch nicht auf 
Class-D umgestiegen sind - das nennt sich Class-G und hat weniger 
Verlustleistung und damit einen billigeren Kühlkörper.
Blöd ist nur, dass auch die Elkos in Reihe geschaltet sind, und damit 
der effektive Elko nur 12 mF hat - sehr wenig für die Leistungsangabe.

von Zak M. (zak_m)


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Also ersteinmal vielen Dank an alle Helfenden, die mich hier unterstützt 
haben.
Dann nochmal was zu den Kritikern, finde das schon interessant, was hier 
einige anmaßen, von die Endstufe kann gar nicht die Leistung bringen, 
bis zu ich sollte das lieber sein lassen, ich DNAKE euch, das Ihr soviel 
Interesse habt und meint jemanden "Schützen" zu müssen, kleine 
Aufklärung, ersteinmal zur Endstufe, ein "altes Eisenschwein", mit einem 
Schaltungslayout, was erprobt ist und funktionier, und Ihr glaubt es 
kaum, da kommen tatsächtlich gemessen über 3KW raus, einfach mal 
googlen, die Tools4Musik hat das mal gemessen und für gut empfunden, 
zudem ist in der Endstufe auch alles so dimensioniert, das das passt.
Ist hier ja aber auch vollkommen unerheblich.
Ich habe es jetzt auch verstanden, Elkos die optisch nicht mehr original 
aussehen und auch im Deckelbereich "Sollbruchstellen" haben und diese 
optisch auch "erhoben" aussehen sind wohl zu vernachlässigen.
Ich habe heute den "Drucktest" auf den Deckel gemacht, ich bin nicht in 
der Lage, diese "Wölbung" herunterzudrücken !!!
Da ich hier ja auch Rückmeldungen bekommen habe die Kondensatoren, evtl. 
auch präventiv zu tauschen, werde ich das auch machen, mit leichter 
Erhöhung der Kapazität.
Ich habe hier im Heimkino 4x15" Bässe anliegend und möchte hier keinen 
weiterführenden Defekt riskieren, die Pufferplatine ist abgesichert, 
also sollt da wohl nichts passieren, will das aber einfach nicht soweit 
kommen lassen, das ein oder mehrere Kondensatoren ausfallen oder eine 
Kurzschluss haben.

Vielen Dank euch allen für eure Hilfe !

von Udo K. (udok)


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Hans schrieb:
> Unterschied zwischen Sinusdauerton und kurzeitiger Spitzenleistung, die
> ein vielfaches höher sein kann. In grauer Vorzeit war man da ehrlicher
> und hat halt die Sinusdauertonleistung angegeben, manche Hersteller
> haben noch die "Musikleistung" angeben die höher war.

Für Audio ist die Spitzenleistung (für 30 ms) wichtiger.  Musik ist kein 
Sinuston, wenn der Schlagzeuger reinhaut soll der Verstärker nicht 
klippen.

von Udo K. (udok)


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Zak M. schrieb:
> Also ersteinmal vielen Dank an alle Helfenden, die mich hier unterstützt
> haben.

Ich hoffe, der Verstärker wird wieder wie neu :-)
Gutes Gelingen - Udo

von Zak M. (zak_m)


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Hans schrieb:
> Die 3kW willst Du in Deiner Butze gar nicht ausnutzen. Bei derartigen
> Schalldrücken fliegen Dir die Trommelfelle jeweils auf der anderen Seite
> raus. Danach kannst Du die Anlage aus lassen, Du hörst eh nichts mehr.
> Mit ca. 1W kannst Du schon einen Schalldruck von 85dB (in 1m Entfernung)
> erzeugen (Zimmerlautstärke ist mit 40dB definiert).

Das ist wirklich der Größte Schwachsinn, den ich bis jetzt gehört habe, 
lieber Kollege, es geht in diesem Bereich um Dynamik und der Bass will 
in entsprechenden Räumen auch "verteilt" werden, zudem ist es dem 
Anwender Überlassen, wie laut er hört, keine Ahnung, was dieser Post 
sollte ...

von Andreas M. (amesser)


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Marci W. schrieb:
> warum die Leute aktuell so verrückt darauf sind,
> möglichst überall alle Elkos zu tauschen, meist auch da, wo es überhaupt
> nicht notwendig ist?!

Nicht nur aktuell, das war schon immer so. Irgendwann mal haben ein paar 
Leute tatsächlich ein Gerät durch Kondensator-Tausch repariert. 
Dummerweise mussten sie ein Video davon machen und es überall in der 
Welt herum erzählen. Nun glaubt jeder der mal ein Gerät aufschraubt das 
zunächst alle Kondensatoren zu tauschen sind, da muss nicht mal was 
kaputt sein, einfach so mal pro-forma. Kondensatoren sind halt auch für 
Laien so schön einfach zu erkennen. Bei uns im Repair-Cafe ist's das 
Gleiche, bei jedem zweiten Elektronikschaden wird erst mal vorgeschlagen 
die Kondensatoren zu tauschen, denn die sind ja grundsätzlich an allem 
Schuld. Kann man nur den Kopf schütteln. Ich erinner mich noch gut an 
die Zeiten als jeder meinte er könne mit seiner Baumarkt-Brate und 
Lötfett mal so eben die Kondensatoren von seinem Mainboard tauschen, 
schade um die Geräte...

von Zak M. (zak_m)


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vielen Dank Udo, ich glaube nicht, das ich durch den Austausch, etwas 
besseres höhren werde, ist ja auch nur der Bassbereich, aber das 
"Gefühl", das die Bauteile keine Anzeichen von "Schwäche" zeigen gibt 
mir zukünftig ein Gefühl von "Sicherheit", ansonsten macht die Endstufe 
was sie soll und liefert richtig gut Leistung und kling Super, 
Bassbereich ist sowas von kontrolliert, da habe ich keinerlei 
"Verbesserungswünsche"...

von Zak M. (zak_m)


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Also nochmal an ALLE, die Hälfte der Kondensatoren "wölben" sich!!!
Das die Ausgangsbasis!!!
Das deutet doch auf einen "kommenden" Defekt hin, noch funktionieren 
diese.

Beim Auto würdet Ihr doch wohl auch eine Komponente, die "optisch" nicht 
mehr dem Sollzustand entspricht, nehmen wir hier als Beispiel, eine 
Bremsleitung, doch auch präventiv ersetzten, bevor diese versagt, oder 
etwa nicht, ich frage mich wirklich wo das Problem liegt, Bauteile 
wechseln, ehe diese versagen und evtl. "Folgeschaden" anrichten oder das 
bis zum Versagen auszusetzen, versteh da die Herangehensweise von 
einigen von euch nicht.

von Mark S. (voltwide)


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Ich halte auch nichts von blindem Kondensatortausch. Tatsache ist aber, 
dass es da bestimmte immer wieder kehrende Ausfallszenarios gibt:

Elkos von kleinem Durchmesser trocknen nach 20-40 Jahren gerne aus, 
offenbar sind hier die Dichtungen nicht so langlebig wie bei größeren 
Teilen. Hatte ich gerade in einem Bose-Wave Radio aus den Neunzigern

In Netztteilen ist oft der Stützkondensator des Primärkontrollers taub, 
weil er von den dicht benachbarten heißen Teilen mehr oder weniger 
ausgekocht wird.

Die sekundärseitigen Elkos in Schaltnetzteilen haben  mit erheblichen 
ripple-Strömen zu kämpfen, und das bei ziemlich kleiner Bauform. Die 
verdampfen ihr Elektrolyt aus eigener Kraft.

Die Vorschaltkondensatoren in Kondensatornetzteilen verlieren Kapazität 
infolge Überspannungstransienten, ein beliebtes Ausfallszenario von 
Küchengerätschaften etc.

: Bearbeitet durch User
von Udo K. (udok)


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Dann passt ja alles perfekt, wenn du den Verstärker regelmässig nutzt, 
dann macht ein Tausch nach 10 Jahren schon Sinn, je nachdem wie nahe der 
Kühlkörper ist.  Wegen etwas mehr Kapazität brauchst du dir keine Sorgen 
zu machen, das verträgt dein Verstärker problemlos.  Wünsche noch viele 
schöne Hörstunden damit - Udo

von Zak M. (zak_m)


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Vielen Dank Udo, werde, nach dem Tausch berichten, obwohl ich nicht 
glaube, das sich das "hörbar" in irgendeiner weise bemerkbar machen 
wird.

von Luca E. (derlucae98)


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Zak M. schrieb:
> da kommen tatsächtlich gemessen über 3KW raus

Auch mit einem GT3 RS kann man 30 km/h in der 30-Zone fahren...

Zak M. schrieb:
> Das ist wirklich der Größte Schwachsinn, den ich bis jetzt gehört habe,
> lieber Kollege

https://de.wikipedia.org/wiki/Dunning-Kruger-Effekt

von Uwe B. (uwebre)


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Zak M. schrieb:
> auf China "No Name" experimente habe ich in diesem Leistungsbereich
> keine Lust...

Du wirst es nicht gerne hören, aber deine komplette Endstufe ist ein 
chinesisches "No Name" Produkt, veredelt durch einen tollen Namen den 
der  Importeur, Musikhaus Thomann, ihr gegeben hat.
"Amtliche" Endstufen dieser Klasse kosten ein Vielfaches des 
aufgerufenen Preises, aus gutem Grund.
Insofern ist natürlich auch die Qualität der aktuell verbauten Elkos 
unklar.

Maik hat ja schonmal etwas zu den üblichen Ausfällen von Elkos 
geschrieben. Überdruck ereignet sich wenn Elkos heftig und schnell ge- 
und entladen werden, wie es in Schaltnetzteilen und digitalen 
Schaltungen passiert. Gerne mit ungünstigem Platinenlayout. Sie werden 
warm, das Elektrolyt verdampft. Man verwendet gerne 105° Typen um etwas 
Luft nach oben zu bekommen.
Typischerweise werden Geräte mit µC und "verdampften" Elkos gerne 
unzuverlässig, booten ständig. Zuletzt hatte ich das bei mehreren Fritz 
Powerlan Warzen. Man kann als Held im Bekanntenkreis auftreten mit der 
schnellen Reparatur ;-) (Oder bei YouTube...)

Ein weiterer Fehler ist langsamer Verlust des Elektrolyts durch hohe 
Umgebungstemperatur. Das passiert normal langsam durch die Dichtungen 
und dauert recht lange. Dicke Backen sind dabei üblicherweise nicht zu 
beobachten

In einer klassischen Audioendstufe werden die Netzteilelkos nur sehr 
moderat und sanft gestresst, weswegen Ausfälle ungewöhnlich sind. 
Deswegen zweifeln Mitforisten welche sich auskennen an deiner Diagnose 
bzw. raten zu einer Überprüfung Derselben.

Es wurde bereits erwähnt daß ein Austausch der Elkos ein Massaker auf 
der Platine anrichten wird. Es wird große Kupferflächen auf beiden 
Seiten geben, entsprechendes Brateisen wird benötigt. Bösartigerweise 
wird Bleifrei gelötet sein. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ziehst du 
einige der Durchkontaktierungen zusammen mit den Elkos heraus, du wirst 
also die Platine mit dicken Drähten flicken müssen. Wir sind gespannt 
auf Bilder der "Reparatur"

Uwe

von Udo K. (udok)


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Uwe B. schrieb:
> In einer klassischen Audioendstufe werden die Netzteilelkos nur sehr
> moderat und sanft gestresst, weswegen Ausfälle ungewöhnlich sind.

Die sterben regelmässig, wenn basslastige Musik gespielt wird.

> Es wurde bereits erwähnt daß ein Austausch der Elkos ein Massaker auf
> der Platine anrichten wird.

Geht ruckzuck mit einem 150 Watt Spengler Lötkolben mit 15 mm breiter 
Spitze. Etwas Lötzinn dazugeben zur besseren Wärmeleitung, und nachher 
reinigen mit der Entlötpumpe.

von Steve van de Grens (roehrmond)


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Marci W. schrieb:
> Ich jedenfalls würde niemals auf die Idee kommen, ohne große Not Elkos
> zu tauschen. Warum tun die Leute das?

Verstehe ich auch nicht. Bisher wurde kein auch nur ansatzweiser 
plausibler Grund genannt, die Elkos auszutauschen.

Irgendwie scheint sich unter den ahnungslosen Bastlern die unsinnige 
Botschaft zu verbreiten, dass Kondensator-Wechsel wie Ölwechsel 
regelmäßig nötig seien.

von Udo K. (udok)


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Uwe B. schrieb:
> Du wirst es nicht gerne hören, aber deine komplette Endstufe ist ein
> chinesisches "No Name" Produkt, veredelt durch einen tollen Namen den
> der  Importeur, Musikhaus Thomann, ihr gegeben hat.
> "Amtliche" Endstufen dieser Klasse kosten ein Vielfaches des
> aufgerufenen Preises, aus gutem Grund.
> Insofern ist natürlich auch die Qualität der aktuell verbauten Elkos
> unklar.

Die Schaltung ist nicht schlecht, die ist ja von europäischen 
Herstellern kopiert, die fertigen übrigens auch fast alle in China.
Die teuren Marken unterscheiden sich hauptsächlich im Gehäusedesign und 
im aufwändigen Marketing.

von Steve van de Grens (roehrmond)


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Zak M. schrieb:
> wenn sich Bauteile optisch "verändern" oder, wie in meinem
> Fall "aufblähen"

Das ist eine ganz normale Veränderungen, die im Laufe der Zeit 
unterschiedlich stark ausgeprägt auftreten. Deswegen muss man sie noch 
lange nicht austauschen.

Bedenke: Jede Operation bringt das Risiko mit sich, den Patienten noch 
mehr zu schädigen oder gar zu töten. Fehler passieren auch den besten 
Experten, doch du bist nicht mal einer.

von Uwe B. (uwebre)


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Steve van de Grens schrieb:
> Irgendwie scheint sich unter den ahnungslosen Bastlern die unsinnige
> Botschaft zu verbreiten, dass Kondensator-Wechsel wie Ölwechsel
> regelmäßig nötig seien

Ich überlege grade eine Familie von Steckfassungen für Elkos zu 
entwickeln. Mit Kontakten aus sauerstofffreiem Gold und Bügel aus Titan.
Ein paar coole YouTube-Videos als Vermarktungshilfe, da dürfte die Rente 
doch sicher sein ;-)

Erstaunlich daß diese Marktlücke erst ich finden musste. Sonst war immer 
schon Jemand vor mir dabei.

Uwe

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Marci W. schrieb:
> Was habt ihr denn für "passende Kopfhörer"?

Den aus der Werbung:
Die Musikanlage dröhnt, die Nachbarn klopfen vergeblich an die Tür, 
draußen wird schon per Megafon gerufen, aber der Junior sitzt ganz 
gemütlich im Schaukelstuhl und genießt ein Buch. Denn er hat den guten 
(Bau-)Schallschutzkopfhörer auf. Für so einen gab es mal so eine 
herrliche Werbung. ;)

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Zak M. schrieb:
> da kommen tatsächtlich gemessen über 3KW raus,

Die obere Stufe wird nur aktiv damit folgende Szene akustisch richtig 
rüberkam & kommt:
https://www.youtube.com/watch?v=lCP3Lnh6Ii0

(https://www.themarysue.com/wp-content/uploads/2014/03/giphy1.gif?resize=500%2C272)

: Bearbeitet durch User
von Mark S. (voltwide)


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Uwe B. schrieb:
> Ich überlege grade eine Familie von Steckfassungen für Elkos zu
> entwickeln. Mit Kontakten aus sauerstofffreiem Gold und Bügel aus Titan.
> Ein paar coole YouTube-Videos als Vermarktungshilfe, da dürfte die Rente
> doch sicher sein ;-)

Jau, ein echtes "must have" für die audiophools!

von Unwichtig (noname_user)


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Udo K. schrieb:
> Unwichtig schrieb:
>> Das Schaltungskonzept der Endstufe mit 2x Transen in Reihe ist auch
>> etwas komisch oder einzigartig?
>
> Das verwenden inzwischen ziemlich alle Hersteller, die noch nicht auf
> Class-D umgestiegen sind - das nennt sich Class-G und hat weniger
> Verlustleistung und damit einen billigeren Kühlkörper.
Nach dort https://sound-au.com/articles/class-g.htm
sind das gerade mal ca. 25 %. Nur der Strom- u. damit Energieverbrauch 
von solchen Geräten hat die Hersteller noch nie interessiert, dagegen 
die erhöhten Material-Kosten aber schon, u. die entstehen auf allen 
Ebenen dort, im Netzteil mehrfach, in der Endstufe ebenfalls, u. nur um 
etwas am KK oder am Trafo zu sparen?

> Blöd ist nur, dass auch die Elkos in Reihe geschaltet sind, und damit
> der effektive Elko nur 12 mF hat - sehr wenig für die Leistungsangabe.
Die Verschaltung der Elkos, die noch dazu eigentl. viel zu gering 
dimensioniert sind, ist auch utopisch gelöst. Die HV+ müsste absolut 
ggn. Masse gepuffert werden um ordentlich zu wirken, denn beim 
Aktivwerden der oberen HV-Reihe werden die unteren LV-Elkos im NT 
zusätzl. belastet.
Aber Musik in der Lautstärke wird da wohl nicht mehr so viele 
Unterschiede erkennen lassen, in der TonQualität.

Und der TO hat nicht mal ein DMM um die Spannungen am Netzteil zu 
messen?
Na gute N8 Marie, u. dann noch der Tausch der konstruktiv kompliziert 
aufgebauten fetten Elkos.
Noch geht ja die PA, nur ob sie danach auch noch geht? Never change a 
running system! ;-)

von Thomas (kosmos)


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ich denke das du im Epcos Regal fündig wirst. größere Kapazitäten 
reinzubauen könnte aber auch der Gleichrichter etwas blöd finden, gerade 
wenn der ESR auch noch niedriger ist. Also es kommt etwas auf den Trafo 
an wenn der eh schon an der Kotzgrenze ist dann geht die Spannung eh 
etwas zurück wenn die leeren Elkos geladen werden.

von Keks F. (keksliebhaber)


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Uwe B. schrieb:
> Steve van de Grens schrieb:
>> Irgendwie scheint sich unter den ahnungslosen Bastlern die unsinnige
>> Botschaft zu verbreiten, dass Kondensator-Wechsel wie Ölwechsel
>> regelmäßig nötig seien
>
> Ich überlege grade eine Familie von Steckfassungen für Elkos zu
> entwickeln. Mit Kontakten aus sauerstofffreiem Gold und Bügel aus Titan.
> Ein paar coole YouTube-Videos als Vermarktungshilfe, da dürfte die Rente
> doch sicher sein ;-)
> Erstaunlich daß diese Marktlücke erst ich finden musste. Sonst war immer
> schon Jemand vor mir dabei.
> Uwe

Du magst lachen, guck dir an was für Lösungen und zu welchem Preis 
dieses Gebastel im Makerspace verkauft wird.

20€ für ein 2€ USB Kabel, 100€ für einen Eddystromsensor, 60€ für eine 
ov9*** USB Kamera im gedruckten Gehäuse (Einkaufspreis 4€), 100€ für 
eine 20€ Kamera um die Düse zu beobachten, mehrere Euros für aufgelötete 
2 Cent LEDs,...

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Uwe B. schrieb:
> Deswegen zweifeln Mitforisten welche sich auskennen an deiner Diagnose
> bzw. raten zu einer Überprüfung Derselben.
Ich würde einfach mal so eine Kinonacht mit ein paar tieffrequenten 
Effekten für den Bauch und bassiger Musik machen und dann ab&zu mit der 
Wärmebildkamera oder einer Infrarotkamera auf die Elkos schauen. Wenn 
ich weder eine Wärmebildkamera noch ein IR-Thermometer sondern nur das 
Thermoelement des Multimeters hätte, würde ich die Kunststoffdeckel 
entfernen und die Temperatur des Alu-Gehäuses messen.

Zak M. schrieb:
> die Hälfte der Kondensatoren "wölben" sich!!!
Welche "Hälfte" ist das? Lässt sich diese Hälfte einer bestimmten 
Schaltungsgruppe zuordnen?

Mein Plan wäre hier, mit ein paar Fotos den heutigen Ist-Zustand der 
Elkos festzuhalten und dann in 1 Jahr nochmal zu schauen, ob sich was 
verändert hat.

Alternativ könntest du den "schlimmsten" Elko auslöten und einen Blick 
auf das "Überdruckventil" auf der Gummischeibe werfen. Wenn das noch zu 
ist, muss nichts getan werden.

Zak M. schrieb:
> obwohl ich nicht glaube, das sich das "hörbar" in irgendeiner weise
> bemerkbar machen wird.
Da sind wir schon zu zweit.

von Uwe B. (uwebre)


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Udo K. schrieb:
> Uwe B. schrieb:
>> Du wirst es nicht gerne hören, aber deine komplette Endstufe ist ein
>> chinesisches "No Name" Produkt, veredelt durch einen tollen Namen den
>> der  Importeur, Musikhaus Thomann, ihr gegeben hat.
>> "Amtliche" Endstufen dieser Klasse kosten ein Vielfaches des
>> aufgerufenen Preises, aus gutem Grund.
>> Insofern ist natürlich auch die Qualität der aktuell verbauten Elkos
>> unklar.
>
> Die Schaltung ist nicht schlecht,

Wir unterstellen mal daß du das beurteilen kannst.
Die Schaltung alleine macht aber noch kein gutes und zuverlässiges 
Gerät. Dazu gehört auch die Auswahl und Dimensionierung der Bauteile, 
Toleranzen, zul. Verlustleistung, Lebensdauer, Kühlung, etc, sowie das 
Layout der Leiterplatten. Dinge die Geld kosten können. Auch in China.

> die ist ja von europäischen Herstellern kopiert,

Ich weiß nicht auf wessen Mist das Class-H Konzept gewachsen ist, aber 
die chinesischen Ingenieure sind längst aus der Copy/Paste - Phase 
entwachsen.
Die Deutsche Automobilindustrie lernt das grade mit großen Schmerzen...

> die fertigen übrigens auch fast alle in China.

Es ist ein großer Unterschied ob eine Chinesische "Hinterhofbude" 
Endstufen  für den low Budget - Markt entwickelt und fertigt, nach 
eigenen Maßstäben, diese dann unter fantastischen Namen, mit 
verschiedenen Frontplatten, von Versandhäusern verdealt werden oder ob 
ein etablierter Hersteller aus einem Langnasenland Baugruppen oder 
komplette Geräte von fleißigen Kinderhänden in Asien *nach seinen 
Spezifikationen* fertigen lässt.
Firmen wie Apple machen das so.

> Die teuren Marken unterscheiden sich hauptsächlich im Gehäusedesign und
> im aufwändigen Marketing.

So legen sich die Besitzer der "günstigen" Endstufen das gerne zurecht. 
War schon immer so. Ein Opel ist ja auch nicht viel anders als ein 
Mercedes. Nur billiger. Hat auch vier Räder.
Die 19" Blechkisten sind so ziemlich das billigste an den Endstufen, im 
Zeitalter der CNC Laser und Co. Das kann es nicht sein. Marketing? NaJa.
Service, Ersatzteilbevorratung, Garantie und Gewährleistung, das geht 
schon in die Kalkulation ein. Qualitätssicherung, Verbesserungen und 
Weiterentwicklungen auch.

Man findet heute noch gelegentlich die legendären Endstufen der 80er in 
Proberäumen, Clubs, bei Tanzmusikern etc. BGW, Daub, Peavey CS800. 
Crest, Crown, QSC. Dynacord sowieso. Ehrliche und robuste Verstärker. 
Sackschwer auch. Allerdings aus eine Ära in der man Wert auf den 
Wirkungsgrad der Lautsprecherkisten legte. Legen mußte.

Die Chinadinger, wie war noch der Name?, findet man schon mal auf dem 
Wertstoffhof oder für kleines Geld bei den Kleinanzeigen...

Uwe

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