Ich starte hier mal einen neuen Thread für unbekannte Bauteile.
Fangen wir an mit einem Bauteil, das F61489 heißen könnte und vielleicht von Western Electric stammt:
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Unbekannte Bauteile - Die-BilderIch starte hier mal einen neuen Thread für unbekannte Bauteile. Fangen wir an mit einem Bauteil, das F61489 heißen könnte und vielleicht von Western Electric stammt: Der hier zu sehende TDA8445 stammt aus einer internen Sammlung von Philips/NXP: Hier habe ich einen Wafer, darauf ein Schaltkreis mit der Bezeichnung MP609: https://www.richis-lab.de/wafer08.htm Er kommt aus dem Institut für Regelungstechnik (IfR), Rhinstraße Berlin. Mehr weiß man nicht... @Richard v. 21.12.2024 Das IfR war nicht in der Rhinstr., sondern in der Storkower Str. -> https://www.ddrbildarchiv.de/info/ddr-fotos/institut-regelungstechnik-berlin-ifr-storkower-strasse-ostberlin-ddr-64478.html Leider habe ich keinerlei Verbindungen zu ehemaligen IfR-Kollegen ... aber - das ist vielleicht auch interessant: Neben dem IfR befand sich der Modellbahnhersteller "TT-Bahnen Berlin", ehemals "Zeuke & Wegwerth". Im Industriesalon Berlin-Schöneweide -> https://www.industriesalon.de/ gibt's demnächst eine interessante Ausstellung dazu. Allen Lesern (u. Schreibern) aus dem µC-Forum wünsche ich angenehme Festtage und alles Gute für's neue jahr! Grüsse aus Berlin PSblnkd www.ps-blnkd.de (neues Update demnächst ...) Danke, Peter! Ich habe das entsprechend korrigiert. Hier ist nochmal ein Bauteil aus der internen Sammlung von Philips/NXP: Hallo Richard, beim Philips R158C2 handelt es sich wahrscheinlich um einen Frequenzteiler SAB1164, SAB1165, SAB1256 oder SAB6456. Die haben alle das gleiche Pinout, passend zum von Dir dokumentierten Baustein. Für einen einfachen Baustein wie z.B. NE592 ist der RC158C2 auch viel zu komplex. LG Christoph Hallo Christoph, das passt wie die Faust auf 's Auge: Die Rückkopplung ist dann der Eingang zur Umschaltung des Teilerfaktors. Die vier Leitungen (lila) scheinen mir zwei Signale mit den beiden Teilerfaktoren zu liefern, die im blauen Bereich irgendwie verknüpft werden. Vermutlich kann man den größeren (den zusätzlichen) Teilerfaktor abschalten, dann ist der kleinere wirksam und ansonsten schlägt der größere durch. Der blaue Teil arbeitet dann wie ein UND. Danke! Das werde ich noch ergänzen/korrigieren. Viele Grüße, Richard
Gast
#7805886
Das dürfte sich um einen Schaltkreis aus dem Nachbau des 80286-Portfolios handeln. Die ca 10 Schaltkreistypen wurden auf verschiedene Entwurfszentren aufgeteilt. Der 80286 wurde vom MME in Erfurt konstruiert und technologisch angepasst und hatte die Projektbezeichnung MP610. Vor 35 Jahren hätte ich dir den konkreten Typ sagen können. Vllt hilft ein Kontakt hierhin: http://www.gheinz.de/publications/berliner_ics/index.htm Das müsste dann aber ein einfacherer Peripherie-Schaltkreis der 80286-Welt sein? Allzu komplex ist der Schaltkreis ja nicht. Von Gerd ist der Wafer. Leider kann er sich auch nicht mehr erinnern, welche Aufgabe der Schaltkreis hatte. Aber Danke für den Hinweis, sehr interessant!
Gast
#7805895
Ja, das Sortiment enthielt auch ziemlich einfaches Zeug. Auch Bustreiber, Clockgenerator und so etwas.
Im Robotron-Forum kam dazu noch folgender Hinweis: "In den Datenbüchern hiess der 80286 aus Erfurt U80601. Wenn der vielleicht die Projektbezeichnung MP601 hatte, dann entspräche der MP609 dem U80609, welcher wiederum dem 82289 (Bus-Arbiter) nachempfunden wurde. Die Pin-Anzahl kommt etwa hin. Vielleicht führt diese Spekulation weiter..." Könnte es sein, dass du beim MP610 einen Zahlendreher hattest? MP601 scheint besser zu passen. Hier nochmal ein Teil aus der internen Sammlung von Philips/NXP: https://www.richis-lab.de/TBD04.htm Hier sieht man mal wie eine FIB-Modifikation aussieht.
Gast
#7817098
Bingo! Der Busarbiter war auf jeden Fall im Sortiment enthalten. Desweiteren DMA und Taktgenerator. Es gab allerdings noch einige Teile im Projekt, die nicht direkt zum '286 gehörten, aber zur Systenkomplettierung recht sinnvoll erschienen.
Sorry, muss MP601 heißen. Der MP602 war nach meiner Erinnerung der 80287. Ich habe diese Geschichten in den letzten 35 Jahren mühsam verdrängt - der Frust sitzt immer noch zu tief. Super, dann ist das Bild hier auch etwas klarer. Danke, dass du nochmal ins "Archiv" geschaut hast.
Gast
#7817287
So, und hier der Rest des MP600-Sortimentes. Die Bezeichnung des '287 wurde geändert, da der zeitlich nach hinten verschoben wurde. "Xiang Bao DD00226", ich vermute das ist ein Vierfach-Operationsverstärker von 3PEAK:
Interessant sind die 2 ungenutzten Pads pro Chip. Es konnten Offsetanschlüsse für einen der OpAmps sein, damit man 1, 2 und 4er draus machen kann, dann hätte ich sie aber eher auf der Eingangsseite erwartet. Betrachtet man die filigrane Elektronik auf Eingangsseite könnte es auch EEPROM-fuse Programmierung zur Offsetkalibrierung sein, auch die Pins würde ich eher auf Eingangsseite erwarten. Es bleibt unklar. "1112", wer weiß was sich dahinter verbirgt... :
Bearbeitet durch User
AMS-Osram AS1112 passt von der Pinanzahl nicht. Ein Grunddesign für ähnliche Ausführungen (mit weniger Kanälen) scheint die Struktur des Die aber nicht völlig auszuschliessen.
Dafür sieht mir das Design etwas "zu digital" aus. Aber ich kann natürlich auch falsch liegen...
Warum nicht? Da dürfte ein Prozessor oder mindestens ASIC drin sein, der die PWMs auf die Farbkanäle umsetzt. Dazu ne eigene Taktquelle, damit die Ausgabe auch sitzt, wenn SPI schweigt. Speicher für die SPI-Register und Co.
Da war ich etwas zu voreilig. Dieser AS1112 ist tatsächlich fast nur digital. Ich meinte im Blockschaltbild DACs und ADCs gesehen zu haben. Bei den Ausgängen würde ich auf Grund der Stromsenken etwas auffälligere Strukturen erwarten, aber das kann sich natürlich unter der Metalllage verstecken. Das abgebildete Die hat umlaufende Powerrails und viele der Pins scheinen nur über eine (1) (sichtbare) Leitung angesteuert zu werden. Irgendein Treiber wird das schon sein. Ich sehe an vielen Ausgängen (?) drei Leitungen. Das könnten IOs sein. Ob es für LED-Treiber mit Diagnose reicht weiß ich nicht... Bei westlichen Firmen, und vor allem welchen, die ihre ICs unter eigenem Namen verkaufen wie AMS, ist es sehr sehr weit verbreitet das Firmenlogo oder den Firmennamen irgendwo auf das Die zu packen. Man muss sich nicht verstecken und will, dass das Die im Zweifel leicht dem Hersteller zugeordnet werden kann. In China gibt es dagegen viele Fabs und Fabless-Hersteller die ihr Zeug gar nicht unter eigenem Namen verkaufen, sondern ausschließlich als Bare-Die oder unmarkierte ICs an andere Firmen weiterverkaufen. Die Firmen die das kaufen wollen dabei nicht dass man nachvollziehen kann wo sie ihren Kram eingekauft haben, um Nachbauten zu erschweren. Das sind dann die, die IC-Markierungen runterschleifen etc. Und wenn man als Hersteller primär an diese Klientel verkauft, achtet man gleich von Anfang an deren Wünsche und lässt jegliche Logos, Produktnamen etc. auch auf dem Die weg. So einen Hersteller halte ich daher für viel wahrscheinlicher als jemanden wie AMS.
Und teilweise sind diese ICs auch von vorneherein ohne jegliche Markierung
Damit dürftest Du Recht haben. Trotzdem kann der Baustein funktional dem AS1112 entsprechen. Chinesische Klassiker wie WS2812 oder CH340 gibt es auch von einem Dutzend Hersteller, die alle irgendwie voneinander kopiert haben. Es könnte ein AS1112-Clon sein. Dabei verlassen wir uns aber voll und ganz auf die Zahlenfolge 1112. Die könnte auch einen ganz anderen Hintergrund haben und die Schaltung nur einen Mikrocontroller darstellen. Ich habe noch einen Unbekannten, einen "M60600": Ich lese beim M60600 auf dem 2. Bild (am oberen Rand) noch diese Zeichenfolge: E0001K14PA100SC13_E Das ist aber der Text, den ich auf dem letzten Bild nochmal aufbereitet (gespiegelt) habe, oder? Nochmal sehe ich den Text nicht?
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