Randy B. schrieb:
kann man den Fußpunktwiderstand einer Stabantenne abschätzen?
Ja, den kann man sogar berechnen. Die Formel steht beispielsweise im Janzen: "Kurze Antennen" auf Seite 26.
Dieser komplexe Eingangswiderstand addiert sich zum komplexen Eingangswiderstand des zweiten Teils der Antenne. Ob dieser zweite Teil der Antenne 2. Strahler, andere Dipolhälfte, Gegengewicht, Radials, Groundplane, ... genannt wird, ist egal. Die Summe ist an den Anschlüssen des Gerätes wirksam.
Wie die Kollegen schon angemerkt haben, ist diese zweite Hälfte der Antenne zunächst reichlich unbestimmt. Eine Verbesserung schafft das Anbringen eines gleich langen Drahtes am Masseanschluss der Buchse, bzw gnd des Antennen Eingangs. 1.5 m nach unten beim Handgrät wäre noch praktikabel. Diese Massnahme verbessert auch den Wirkungsgrad, weil der Enfluss von ohmschen Widerständen, z.B. durch Hand, Arm und Körper des Funkers verringert wiird. Die nächste Verbesserung in Richtung definierte Verhältnisse könnte eine Gleichtaktsperre sein. Das geht dann schon in die Richtung bekannter Antennen Formen: Vertikaldipol, Sloper, Up and Outer u.ä.. Perfekt vorhersagbar wird das nie, weil die Einflüsse des Bodens, des Gerätenutzers und der Umgebung variieren. Aber als erste Annäherung kann die Betrachtungsweise zu nützlichen Abschätzungen führen. Mit Nachmessen bekommt man dan praktische Erfahrungswerte.
In der Praxis messe ich nicht nach. Es reicht, grob voraus zu berechnen und variable Kompensation der Reaktanz und variable Transformation des Realteils bereit zu stellen. Im Betrieb kann dann kompensiert und angepasst werden. Ein LC Glied reicht dazu aus.
Bei relativ zu Lambda/4 sehr kurzen Strahlern ist zu erwarten, dass kapazitive Reaktanz und ein Realwert unter 50 Ohm vorliegt.
72 John