ich versuche als kleines Projekt ein Webradio auf Basis von ESP8266 + VS1053B + PAM8403 zu basteln.
ESP8266 zusammen mit dem VS1053b funktioniert auch einwandfrei, kann ein Stream aus dem Web problemlos starten und mit dem Kopfhörer hervorragend anhören.
Da es aber zu leise ist, wollte ich den PAM8403 als Verstärker anschließen.
Aus dem VS1053B Kopfhörer Anschluss rein an den PAM8403 und dann die Lautstärke einstellen, so einfach war meine Gedanke.
Das klappt allerdings nur wenn ich die Stromkreise trenne.
Ob ich mit Batterie arbeite oder auf Adapter zurückgreife in beiden fällen habe ich folgendes Problem:
Das kann ich aber so nicht machen, da ich später alles aus einer einzigen Batterie versorgen möchte.
Woran könnte das liegen und wie kann ich mir helfen?
Der PAM8403 ist ein Class-D Verstärker und arbeitet deswegen mit Rechtecksignalen am Ausgang. Ein Rekonstruktionsfilter zwischen Verstärker und Lautsprecher soll die hochfrequenten Anteile wegsieben und nur die resultierende NF an den Lautsprecher geben. Das kann gut, schlecht oder gar nicht gemacht worden sein, so das die Hochfrequenz zurück auf die restliche Schaltung wirkt. Als erste Maßnahme filterst du die Versorgung der Endstufe z.B. mit Drossel und Kondensatoren als LC Filter. Dann lege die Ausgänge der Endstufe weit weg von den anderen Komponenten deines Gerätes und verwendest z.B. geschirmte Kabel überall.
Es kann auch sinnvoll sein, VS1053 und PAM galvanisch zu trennen, z.B. mit einem kleinen Audioübertrager.
Wenn alle Stricke reissen, kannst du versuchen, den PAM über einen DC/DC Wandler zu speisen oder ihn durch was analoges zu ersetzen, wie z.B. den TDA2822M.
Offenbar gibt es ein Problem, wenn man das VS1053B Modul an einen Verstärker anschliesst.
GBUF vom Kopfhöreranschluss darf nicht mit der Masse des Verstärkers verbunden werden.
GBUF wird mit VREF Pin8 des PAM8403 des Verstärkers über ein Kondensator verbunden.
An VREF (-Pin8 des PAM8403) wird ein dünner Draht gelötet, ohne den Pin von der Platine zu lösen.
Steckbrett, Jumper Kabelsalat.
Opt1: Stromversorgung 18250 3.7V aus Einweg E-Zigaretten ausgebaut. Mehrere vorhanden
Opt2: Smartphone Ladegerät ( Stromklau mit USB Type C Buchse ).
Gemeinsamer Stromkreis:
Batterie 1 oder Ladegerät:
VS1003+PAM8403 + ESP8266 an VIN
Getrennter Stromkreis:
Batterie 1 oder Ladegerät:
VS1003+ESP8266 an VIN
Batterie 2 oder Ladegerät:
PAM8403
Es dient erstmal quick and dirty ein Erfolg zu haben.
das klappt einfach nicht, eine galvanische Trennung kann ich zwar machen, dann habe ich aber das Problem die Batterie zu laden. Müsste rechnerisch 2x Ladegerät anschließen.
Was ich vorhabe sollte ohne großen Aufwand mit den Sachen aus der Bastelkiste klappen.
Ich habe mir nun einfach mal das TDA2822M bestellt. Hoffe damit klappt es. für die 4 Euro teste ich es einfach mal.
Ich hatte das Problem auch.
Ein Rekonstruktionsfilter zwischen VS1003 und PAM hat geholfen.
Es scheint so als wäre ein PWM Ausgang am VS der für Interferenzen mit dem PAM führt.
Ich habe mir nun einfach mal das TDA2822M bestellt. Hoffe damit klappt
es. für die 4 Euro teste ich es einfach mal.
Der Chip wäre im Prinzip geeignet. Der hätte "Input+" für die Signale und "Input-" für den GBUF-Ausgang von deinem Codec.
Die Platine ist es nicht, die gibt dir keinen Zugriff auf Input- . Ist aber im DIP sicher einfacher umzufrickeln als die PAM8403 - Module.
Dein eigentliches Problem liegt aber nicht am Verstärker, das liegt schon an dem Codec VS1053B. Dessen Audio-Outputs beziehen sich nicht auf GND, sondern eben auf GBUF.
Du brauchst eine Schaltung für "Differential audio to single-ended audio". (Suchworte bei Ebay, Ali & co), oder mit OpAmp selber machen, oder einfach einen Audio-Übertrager einsetzen. Falls der Codec VS1053B einen Class-D ausgang hat, ersetzt der auch noch den Filter.
Für den Fachmann sicherlich ne Kinderspiel aber ich schaffe so eine Konstruktion nicht.
zumal ich auch nicht großartig basteln möchte und auch garnicht über die gelisteten Komponenten verfüge.
Ich nehme das was so in der Bastelkiste rumfliegt oder löte mir aus defekten Sachen die Teile aus.
Letztendlich soll das ding sowas wie eine Toniebox für OnlineRadios sein.
Ich werde die Liste aktualisieren und auf den Speicher schreiben.
Ein/Aus Schalter, Lautstärkeregler und noch 2 Knöpfe für Senderauswahl vor und zurück, das wars. Dann eine geeignete Box finden und alles drinnen unterbringen.
Wenn du nicht mal einen einfachen RC-Tiefpass hinbekommst, solltest du
ein anderes Hobby suchen!
Was soll das den heißen. Sicherlich würde ich das bei genügend Zeit und Einarbeitung hinkriegen, nur mit fehlt die Zeit sich einzuarbeiten und dann fehlen auch noch die Komponenten. Als Berufler hat man sicherlich alle werte und varianten der verschiedenen Komponenten irgendwo in der Schublage liegen.
Wenn ich jetzt anfange einzelne Komponenten zu bestellen, dann nimmt das wieder ein ausmaß an. Bezahle wieder für Artikel die insgesamt nur 3.50 kostet nochmal 6 Euro Lieferung. Da teste ich lieber auf die schnelle mit der Analogen Variante die der Kollege am Anfang erwähnt hat.
Das basteln mit Arduino und co mache ich vielleicht alle 6 Monate einmal wenn mir was einfällt und das nennt sich Hobby. Nicht jeder muss gleich alles können, Mensch.
das klappt einfach nicht, eine galvanische Trennung kann ich zwar
machen, dann habe ich aber das Problem die Batterie zu laden.
Es gibt fertige kleine (ca. würfelzuckergroß) galvanisch getrennte DC/DC Wandler-Bausteine (in allen gängigen Spannungs-Kombis, also z.B. 5V/5V, 5V/3.3V, usw.). Die haben mir vor 'n paar Jahren bei der Lösung eines ähnlichen Problems (2 Platinchen, die an derselben Spannungsquelle hängend heftigstes Rauschen produzierten, aber in jeder beliebigen Kombination von 2 galv. getrennten Spannungen wunderbar ihren Zweck erfüllten, sogar mit zwei verschiedenen Steckernetzteilen) gute Dienste geleistet.
Klar, das Kriterium Bastelkiste wird damit vmtl. nicht erfüllt, aber dafür ist es halt eine sehr einfache, schnell umsetzbare Lösung.
das habe ich versucht, mir fehlen die in der Zeichnung genannten Widerstände und Kondensatoren. nehme das was so nahe kommt, für die Widerstände habe ich z.B. nur 200 oder 330 ohm. hab dann Testweise nur mit 330 aufgebaut. als Kondensator nutze ich einfach die, die ebenfalls der Zeichnung am nächsten sind und mir zur Verfügung stehen. ( hier und da aus defekten ausgelötet. allerdings war das Rauschen nicht weg.
so meine Frage hier, muss man sich exakt an die Werte halten oder reicht auch eine Annäherung?
wenn ich so ein Modul nehme, muss ich dann noch was zusätzliches einsetzen oder entsteht mit so einem Modul das Rauschen erst gar nicht?
habs ja jetzt mit dem tda2822m versucht aber das Grundrauschen wenn die Tonausgabe etwas leise gestellt wird ist ebenfalls nervig. Erkenntnis kostet nun ca. 4 Euro ist aber auch egal. passt so. Lehre kostet nun Mal Geld.
wenn ich so ein Modul nehme, muss ich dann noch was zusätzliches
einsetzen oder entsteht mit so einem Modul das Rauschen erst gar nicht?
Problem ist: Der Codec hat einen Kopfhörer-Ausgang, der eigentlich auch für nix anderes taugt. L und R Signale beziehen sich auf "GBUF", nicht auf GND.
Beste Lösung: Nimm den digitalen I²S-Ausgang vom Codec-Chip, und leite ihn zu einem Verstärker mit I²S-Eingang. Keine Analoge Übertragungsstrecke ⇒ kein Rauschen.
Ansonsten musst du darauf achten, dass der Verstärker kein Input-Signal will was auf GND bezogen ist, denn so eines hast du nicht.
der TDA2822 wäre da schon passend, aber nur wenn die Platinendesigner nicht die Hälfte seines Inputs gegen GND kurzgeschlossen haben.
Oder andere Verstärker, die explizit einen differential input haben.
Oder eben den GND-Bezug selber herstellen:
Differential to single-ended OpAmp schaltung
Audio-Übertrager Trafos
Kapazitiv koppeln und dabei hoffen dass "GBUF" nicht aktiv am Soundgeschehen teilnimmt.
Falls der Codec einen ungefilterten Class-D Output für seinen Kopfhörer-Ausgang hat: Das muss auch gefiltert werden. Aber im Datenblatt steht nix dazu.
Das klingt ja machbar aber ist wieder mehr als umständlich für ein mini projekt, ich glaube da ist die einfachere Lösung einfach ein B0505S Isolierter DC DC Wandler zu nehmen und den ESP und Encoder über den Wandler und den Verstärker über den direkten Strom aus dem Adapter laufen zu lassen, dann würden die sich nicht an GND kreuzen. Kostet bei Ali auch nur 2 Euro um den Dreh aktuell.
einfachere Lösung einfach ein B0505S Isolierter DC DC Wandler
Du holst dir halt eine zusätzliche Störquelle und Stromverbraucher rein. Da würd ich's zuerst mit ein paar Widerständen und Folienkondensatoren aus der Grabbelkiste versuchen. Oder ein passendes Verstärkermodul nehmen. Kostet bei Ali auch nur zwofuffzich.
Du holst dir halt eine zusätzliche Störquelle und Stromverbraucher rein.
B0505S 2W hat wohl Effizienz von ~ 72%, da geht natürlich was flöten aber ist akzeptabel. Wird sowieso nur auf Smartphone Adapter hänge, die Idee mit dem Akku ist gegessen, die Akkus die ich habe sind ~600ma E-Cig. akkus. 18250er. Würde sich so ein isolierter DC DC Wandler auch als Störquelle entpuppen?
Da würd ich's zuerst mit ein paar Widerständen und Folienkondensatoren
aus der Grabbelkiste versuchen.
das habe ich bereits wie oben beschrieben, als widerstände habe ich entweder 200 oder 330 ohm. als Kondensatoren so ein paar die auch wieder hier und da ausgelötet sind. 100nf habe ich als smd da z.B.
Oder ein passendes Verstärkermodul
nehmen. Kostet bei Ali auch nur zwofuffzich.
Ja.
Beachte: Das Modul geht (wie die oben angesprochene Lösung über I²S und MAX98357) nur für Lautsprecher am Ausgang, nicht für (dreipolige) Kopfhörer mit einem "Common"-Anschluss.
Aber das ist beim PAM8403 auch nicht anders.
Danke für die Unterstützung, da der Versandweg solange dauert, habe ich mir sowohl HT6872 als auch ein B0505S bestellt, werde die beiden Varianten ausprobieren. Das was klappt wird benutzt, alles andere landet dann in der Bastelkiste für die nächsten Projekte. :)
Also das Vorhaben klappt mit der ht6872. kein Rauschen und keine Störungen.
die B0505S Komponente kam leider defekt an und landete im Müll.
Danke für die Unterstützung.