Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Deckel FP2NC - Dialog 3 - Fehler 20 - Eprom Fehler auf NPP53 / NEP51


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von Vallach G. (vallach)


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Hallo Forum, ich suche Hilfe um meine alte Dame, eine Deckel Fp2NC 
Friteuse , wieder zum Laufen zu kriegen.
 Ich habe sie vor ein paar Jahren gekauft, in die Garage gestellt und 
war begeistert. Ich dachte, die alte Dame würde mich für immer lieben 
und niemals sterben.
Bis vor zwei Wochen. Ich habe sie über Nacht eingeschaltet gelassen und 
am nächsten Tag hatte ich einen Fehler 20 in der rechten Ecke des 
Bildschirms. „Fehler 20 – Eprom-Fehler auf NPP53 oder NEP51“.
Ich wusste, dass dieser Tag kommen würde, aber ich war zu faul, 
rechtzeitig Kopien dieser lästigen Eproms anzufertigen.

Also habe ich die Eprom-Images für diese Version von Dialog 3 gekauft, 
mir einen Brenner gebaut (kein moderner Programmierer für weniger als 
1000 $ kann mit diesen lästigen TMS2564-Eproms umgehen), und neue Eproms 
gebrannt.

Die habe ich in die 40 Jahre alten Eprom-Sockel in die NPP / NEP 
eingebaut, Die alten Eproms verglich ich dann mit die Images, die ich 
gekauft hatte, und fand tatsächlich 2 Bytes, die unterschiedlich waren.
Ich war fast happy – dachte OK, das war das Problem !

Also habe ich die Karten eingebaut, die Maschine eingeschaltet und ... 
„Fehler 20“.
Genau die gleiche Scheiße. Ich kann es nicht glauben.

Ich habe danach alles versucht - Eproms einzeln ausgetauscht. 
NSP-Spannungen überprüft, Maschine ohne die NSP-Platine und die 
NEP-Platine gestartet, ohne eizelne Eproms gestartet, etc.
Die einzige Änderung, die ich bewirken konnte, ist ein schwarzer 
Bildschirm, wenn der NPP53 vollständig entfernt wurde oder wenn der 
IC18, das erste Eprom, fehlt. Ansonsten kann ich beliebige Karten 
entfernen (ausser Netzteil und Monitor, natürlich), Fehler ist der 
gleiche.
Daraus gehe ich davon aus dass beim Starten der Maschine zuerst ein 
Prüfsummentest oder irgedein Autotest läuft, wobei die Routine dafür auf 
dem ersten Eprom auf NPP53, IC18 gebrannt ist. Der Test schägt fehl und 
das ist dieser Fehler 20.

Was also als nächstes prüfen? Die Eproms sind 100% OK. NPP53-Platine 
komplett austauschen? Die ist teuer und ich glaube nicht, dass der 
Defekt an dieser Platine liegt, die besteht ja aus nur einige Logik 
IC's.

Soll ich die ICs auf der Platine einzeln austauschen? Signale mit dem 
Oszi  messen?

Irgendein Rat ?

: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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Auf ausreichende Geschwindigkeit der EPROMS geachtet? AFAIR läuft ja da 
ein 6809 mit 2MHz Bustakt.

von Vallach G. (vallach)


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Die Ersatzeproms sind identisch - TMS2564.

von H. H. (hhinz)


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Vallach G. schrieb:
> Die Ersatzeproms sind identisch - TMS2564.

Die gabs in verschiedenen Geschwindigkeiten.

Nachgesehen: in 450ns und 350ns. Und selbst die 350ns sind für einen 
68B09 mit 2MHz zu langsam, da werden max 330nS gefordert.

: Bearbeitet durch User
von Vallach G. (vallach)


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OK, danke für den Hinweis ! ich schaue nach ..

von Vallach G. (vallach)


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OK, die "neuen" sind TMS2564JL-45, also 450 ns, Baujahr 85. Die alten 
sind TMS2564JL, ohne Speed grade drauf, Baujahr 81. Hmmm ...
Ich sehe aber auf eine andere Platine auch einige 450ns-Grade verbaut, 
die scheinen zu genügen.

: Bearbeitet durch User
von Harald K. (kirnbichler)


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Wenn es nur zwei Stück sind, würde ich mir einen Adapter auf das 
JEDEC-Pinout bauen und normale (schnellere) 2764 verwenden, die auch 
einfacher zu bekommen sind.

von H. H. (hhinz)


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Schau mal was für ein Prozessor (MC6809 oder MC68B09) und Quarz verbaut 
ist.

von Rick (rick)


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Vallach G. schrieb:
> Daraus gehe ich davon aus dass beim Starten der Maschine zuerst ein
> Prüfsummentest oder irgedein Autotest läuft, wobei die Routine dafür auf
> dem ersten Eprom auf NPP53, IC18 gebrannt ist. Der Test schägt fehl und
> das ist dieser Fehler 20.
...
> Irgendein Rat ?

EPROM-Inhalt durch den Disassembler schicken, nach dem Prüfsummentest 
suchen und am Ende aus dem <jump_when_false> einen <jump_when_true> 
machen (oder umgekehrt) und das Ganze in einen neuen EPROM brennen...

(Wahlweise kann man auch die richtige Prüfsumme berechnen und 
hinterlegen.)

von 🍅🍅 🍅. (tomate)


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Such dir jemanden, der auch ne Dialog3 hat und tausch da die Karten 
durch, sonst suchst Fehler, wo keine sind.

: Bearbeitet durch User
von Harald K. (kirnbichler)


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NPP53/NEP51, sowas hier?

https://www.scnct.de/shop/images/product_images/popup_images/474_0.JPG

Auf dem Bild sieht man einen 68A09 (das ist die 1.5-MHz-Version), aber 
einen 4-MHz-Quarz, also wird das Ding bei 1 MHz betrieben. Zykluszeit 1 
µs, typische Speicherzugriffszeit sollte trotzdem unter 500 nsec liegen.

https://www.scnct.de/shop/images/product_images/popup_images/472_0.JPG

von H. H. (hhinz)


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Harald K. schrieb:
> Auf dem Bild sieht man einen 68A09 (das ist die 1.5-MHz-Version), aber
> einen 4-MHz-Quarz, also wird das Ding bei 1 MHz betrieben.

Wird so sein. Ich hab da wohl eine andere Version in Erinnerung, die 
lief definitiv mit 2Mhz Systemtakt.

von Vallach G. (vallach)


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Ich habe den Fehler gefunden - mir ist eingefallen dass die NPP52 und 
NPP53 fast baugleich sind, es sind nur anders bestückt - die NPP52 hat 
ein PIO chip weniger dafür eine andere Peripherie.
 Habe dann die NPP53 Eproms in die NPP52 gesteckt und die Karte dann in 
den Slot für NPP53 benutzt. Der Fehler war weg - es kam ein anderen 
Fehler. Dann habe ich die RAM und die CPU von der NPP52 auf die NPP53 
transplantiert und siehe da - es war tatsächlich die CPU, die MC6809.

Sehr seltsam dass die kaputte CPU nicht ganz  kaputt war - sie schaffte 
immerhin die Fehler 20 zu melden.

Ende gut, alles gut. Habe einige 6809 bestellt - ich bin sehr 
zuversichtlich dass das war's.

von Vallach G. (vallach)


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Wenn die Friteuse wieder läuft habe ich sowieso vor, ein logic analyzer 
auf dem Bus zum NRP53 zu plazieren und den Traffic zu lauschen und zu 
reverse-engineer - die NRP53 ist die Karte die die Ist und Sollposition 
bekommt und die Servos steuert.
Ich bin ziemlich sicher, das Protocol ist nicht sehr aufwendig - sowas 
wie "bringe die Axe X auf position P , Geschwindigkeit G", oder sogar 
takt / richtung Signale. Wenn ich das schaffe, kann ich  das ganze alte 
Kramm wegschmeissen, ausser Servos, Linearleisten und deren Elektronik 
und das ganze SW-Loop auf dem NRP53 , und den Rest mittels LinxCNC 
ersezten.
Wäre ein gewaltiger Sprung in mein Lebensqualität und die Atari-Ära 
Bedienung der Maschine wäre Geschichte.

von Vallach G. (vallach)


Angehängte Dateien:

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Zwecks Eprom-Speed - ich habe in das Datenblatt von 6809 irgendwas von 
ein MRDY Input, der soll helfen, mit langsamen Speicher umzugehen.

von H. H. (hhinz)


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Vallach G. schrieb:
> Zwecks Eprom-Speed - ich habe in das Datenblatt von 6809 irgendwas
> von
> ein MRDY Input, der soll helfen, mit langsamen Speicher umzugehen.

Das ist zwar richtig, aber es wäre Unsinn sie bei 2MHz laufen zu lassen, 
und dadurch doch wieder auf 1MHz runter zu bremsen.

von Vallach G. (vallach)


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Für den Zweck ist es egal, das Ding macht sowieso nicht viel mehr als 
eine Tastatur auszulesen und die Inputs in Speicher abzulegen

von Harald K. (kirnbichler)


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... und dafür einen 6809 verschwenden. Ferkelei!

von H. H. (hhinz)


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Vallach G. schrieb:
> Für den Zweck ist es egal, das Ding macht sowieso nicht viel mehr
> als
> eine Tastatur auszulesen und die Inputs in Speicher abzulegen

Weshalb glaubst du das? Dafür wären sicher keine 32kB ROM nötig.

von Vallach G. (vallach)


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Naja, es macht schon ein bisschen mehr. Es hat ein serielles Port, 
schreibt in Displayspeicher, kommuniziert mit andere Boards, vielleicht 
konvertiert auch  G-Code in irgendein Sollposition.
Dann das ganze "Dialog" - ein Menü-geführtes G-Code Eingabe. G-Code 
Editor noch .. solche Sachen. Alles aber eben auf Nintendo-Konsole 
Level.

Ich meine nur, nichts real-time passiert hier. Die serielle 
Schnittstelle ist ein Qual mit ihre 9600 bauds, die nicht mal erreicht 
werden.

Ich werde den Mist wegkriegen - ich bastel mir gerade ein Adapter für 
die NI PCI-6534 logic analyzer und werde auf dem Bus lauschen bis ich 
verstehe wie ich die NPP53 und NPP52 emulieren kann. Dann habe ich mit 
ein Raspi 1000x mehr Rechenpower und 1000000x mehr Speicher.
Mechanisch ist die Kiste noch die Mühe Wert - wie ein Panzer gebaut.

von Uli S. (uli12us)


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Wenn du das Teil auf LCNC umbauen willst, interessiert dich der Bus, 
Reifenwechsel usw eh gar nicht mehr. Da gibts zwar unterschiedliche 
Hardware Ansätze, die gebräuchlichsten Karten dafür dürften wohl von 
Mesa sein.
Ob jetzt per PCI(E) Steckkarte oder über Lan angesteuert nimmt sich nix.
Theoretisch lassen sich die Dinger auch über Centronics ansteuern, bloss 
welcher Rechner hat so was heute noch eingebaut.
Lediglich musst du irgendwie die Werte der GMS auf das dafür nötige TTL 
Signal umsetzen, dafür gibts fertige ICs zu kaufen. Mit viel Glück hat 
Deckel damals TTL verwendet, was ich aber für sehr unwahrscheinlich 
halte.
Dann wär da keine extra Umsetzung nötig.

von Stephan S. (uxdx)


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Uli S. schrieb:
> Theoretisch lassen sich die Dinger auch über Centronics ansteuern, bloss
> welcher Rechner hat so was heute noch eingebaut.

1. Es gibt (wenige) Boards, die sowas noch haben
2. Es gibt Karten zum Einstecken in den PCI- oder PCI-E-Port

von Maik .. (basteling)


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Wenn der TE die Funktionen die das FPGA in den weitverbreiteen MESA 
karten ausführt selber auf einer Sonderplatine als Plug-N-Play in die 
Dialogsteuerung einbinden will - alle Achtung. Toll - aber bestimmt 
aufwändig. Da gäbe es bestimmt sogar einen kleinen aber feinen 
Käufermarkt oder eine dankbare OpenSource Gemeinschaft für.

Ich habe mir mal die Mühe gemacht für eine mit dicken Schrittmotoren 
ausgestattete Deckel E1003 (FP3L) einen komplett neuen Schaltschrank mit 
MESA Reatime - Ethernetkarte zu bauen. Da waren dann aber bestimmt 
70..100h Forschen,  Bauen und Basteln.

Wie werden denn in der Dialogsteuerung die Servoverstärker angesteuert? 
Sind die halbwegs einzeln nutzbar? +-10V?
(Ich hatte mal vor - eine FP2NC, die mit einer Sinumerik 3m 
versaubartelt war auf Mesakarten mit Linuxcnc umzurüsten, das ist dann 
wegen der größeren FP3L verblieben)

Viel Erfolg - und viel Freude mit den ersten Spänen bei neuer Steuerung.

von Uli S. (uli12us)


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Auch bei einer vergleichsweise dazu noch einfach aufgebauten FP2 darf 
man sich keine Illusionen machen, das ist nicht in nem Tag, 
wahrscheinlich noch nicht mal in einer Woche erledigt. Allein schon, bis 
man da alles was an zusätzlichen Adaptern, Steckern usw nötig ist 
beschafft hat, wirds einige Zeit dauern. Falls da keine TTL-GMS 
eingebaut sind, was sehr ungewöhnlich wäre, muss man erst mal nen 
Interpolator pro Achse besorgen um die sin/cos signale auf TTL zu 
wandeln. Es soll zwar vor einigen Jahren mal von Heidenhain eine 
Nachrüststeuerung gegeben haben, mit der man ältere Maschinen 
retrofitten konnte. Aber obs die heute noch gibt und was die kostet ist 
mir nicht bekannt. Ich würde aber mindestens im mittleren 4stelligen 
Bereich vermuten.

von 🍅🍅 🍅. (tomate)


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Messstäbe machen 11µA Analog, in der Dialog sind 3/4 NZP 
Achszähler-Karten, die digitale 10fach Interpolation draus machen.

NPP55 Karte für G-code Interpreter, Display und Keyboard.
Dazu NEP mit EPROMs und NSP für SRAM mit Batteriebuffer 
Programmspeicher/G-code
NSI Karte für RS232
Alle 4 Karten sind oben mit Flachkabel über irgendnen Bus miteinander 
verbunden.

NCR mit MC6845 Grafikkarte fürs Display

NPP54, glaub für Kontour/Regelschleifen Achspositionen
NRP Karte für Sollwert X/Y/Z oder C+2Achs mit einem 12bit DAC, der über 
3/4 Servos gemultiplext wird.

: Bearbeitet durch User
von Uli S. (uli12us)


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10fach, glaub ich nicht so richtig, Standard bei den GMS ist entweder 20 
oder 40µm. Und die Deckel zeigt wimre 0,001 an. Also dürften das eher 20 
oder 40fach Ipo sein. Bzw 4fach Auswertung und folgende Ipo, dann könnte 
10 fach passen. Ist aber letztlich egal, wenn da jedes µ ein Signal 
rauskommt, dann ist die Wandlung auf TTL bereits erfolgt, bedarf also 
keines zusätzlichen Aufwands. Bei den Mesa-Karten bist du, je nachdem 
wie viele Ein-Ausgänge die SPS benötigt, bei irgendwas zwischen 3- und 
500€. Plus, was an Rechner, Bildschirm, HD, SSD und sonstigem 
Montagematerial noch gebraucht wird. Bei so nem +/- 35 Jahre alten 
Schätzchen musst du dich auf jeden Fall mit dem Gedanken vertraut 
machen, dass die CNC irgendwann mal irreparabel kaputt geht. Spätestens 
dann ist die Umrüstung auf eine moderne Steuerung
notwendig.

von 🍅🍅 🍅. (tomate)


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Neuerer Messstab hat 20µm Gitterperiode, gäbe bei einfacher Auswertung 
Pegeländerung/Zählschritt alle 10µm, 10x unterteilt => 0.001mm

Mit doppelter sin/cos Auswertung Zählschritt alle 5µm, dann bräuchte man 
5x Unterteilung für 0.001mm.

Irreparabel kaputt geht eher die Mechanik, Elektronik kann man im 
Gegensatz zu heute bis auf Röhre noch alles irgendwie selber basteln.
2. Maschine mit extra Karten zur Diagnose hilft extrem,

von Uli S. (uli12us)


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Ich kenne 70 JAhre alte manuelle FPs und Mahos, die einwandfrei laufen. 
So alte CNCs hab ich, ist aber schon 40 Jahre her, zwar schon gesehen, 
ich bezweifle aber, dass die noch existieren, geschweige denn laufen. 
Auch wenn da alles diskret aufgebaut war, solche Teile dürften 
mechanisch alle noch brauchbar sein, die waren ja gebaut wie ne Maus 
(Panzer aus WK2) Die Bauteile die da drin stecken, wird man heute nur 
mit sehr viel Glück antiquarisch kriegen. Davon abgesehen wirds wohl 
wenige geben, die noch richtig grosse digitale Röhrenschaltungen 
reparieren können. Da ist nix mit
5 Röhren, da sind mehrere 100 davon drin.
Wenn alle Besitzer sich um deine FP so gekümmert haben, wie es 
eigentlich sein sollte. Also regelmässig geschmiert, saubergemacht und 
kaputte Dichtungen ersetzt, sowie innerhalb ihrer Spezifikation 
betrieben, sehe ich keinen Grund, warum da mechanisch was kaputt gehen 
sollte. Die Elektronik dagegen ist nach 35 Jahren einfach am Ende der 
Lebenszeit angekommen.
Wobei das immer noch gut ist, modernere Konstruktionen, ganz egal von 
wem schlägt schon nach 20 Jahren das letzte Stündlein. Wenn da die 
Parameter vergessen werden und niemand noch ne funktionierende Maschine 
hat, von der man die nehmen kann, ists vorbei.

von Mario M. (thelonging)


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Gerade für Deckel gibts einige Firmen, die noch reparieren und Teile 
vorrätig haben. Ich hab sogar neu produzierte Ersatzplatinen gesehen, 
weil es sich einfach lohnt.

von Vallach G. (vallach)


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Ja, die Servos werden mit +-10V angesteuert. Die Karte, die das macht, 
ist die NRP53 in meinem Fall.
Die GMS geben Analogsignale, die werden von der NZPxx Karten, eine pro 
Axe, in digitale Signale umgewandelt.

Ich habe vor, all das zu behalten, und nur das "PC-Teil", wie sie es 
nennen, zu ersetzen. Das sind die Karten NPP52, NPP53, deren 
Speicherkarten NSPxx und eine Karte für die serielle Schnittstelle. Sie 
setzen den G-Code um und senden die Sollpositionssignale digital über 
ein 2x8 bit Bus an die NRP53.

Da will ich ansetzen. Ich halte das für möglich weil die NRP53 
funktionell so gut getrennt ist.

von Vallach G. (vallach)


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Uli S. schrieb:
> Ich kenne 70 JAhre alte manuelle FPs und Mahos, die einwandfrei laufen.
> So alte CNCs hab ich, ist aber schon 40 Jahre her, zwar schon gesehen,
> ich bezweifle aber, dass die noch existieren, geschweige denn laufen.
> Auch wenn da alles diskret aufgebaut war, solche Teile dürften
> mechanisch alle noch brauchbar sein, die waren ja gebaut wie ne Maus
> (Panzer aus WK2) Die Bauteile die da drin stecken, wird man heute nur
> mit sehr viel Glück antiquarisch kriegen. Davon abgesehen wirds wohl
> wenige geben, die noch richtig grosse digitale Röhrenschaltungen
> reparieren können. Da ist nix mit
> 5 Röhren, da sind mehrere 100 davon drin.
> Wenn alle Besitzer sich um deine FP so gekümmert haben, wie es
> eigentlich sein sollte. Also regelmässig geschmiert, saubergemacht und
> kaputte Dichtungen ersetzt, sowie innerhalb ihrer Spezifikation
> betrieben, sehe ich keinen Grund, warum da mechanisch was kaputt gehen
> sollte. Die Elektronik dagegen ist nach 35 Jahren einfach am Ende der
> Lebenszeit angekommen.
> Wobei das immer noch gut ist, modernere Konstruktionen, ganz egal von
> wem schlägt schon nach 20 Jahren das letzte Stündlein. Wenn da die
> Parameter vergessen werden und niemand noch ne funktionierende Maschine
> hat, von der man die nehmen kann, ists vorbei.

Die Deckel FP2NC hat keine Parameter abgespeichert - alles ist mit 
Dipswitches eingestellt. Meine Maschine ist mechanisch traumhauft - ich 
kann jede Axe in 1um Schritte bewegen und die Führungen, 
Kugelumlaufspindel usw sind einwandfrei.
Die Elektronik ist auch OK und gut wartbar - das einzige was nervt ist 
halt die antiquierte Bedienung.
Die perfekte Lösung wären halt moderne Servos + Verstärker, MESA Karte 
usw, aber das kostet halt viel Geld und noch mehr Zeit, um das ganze 
Drumherum richtig zu realisieren - Werkzeugwechsel, Bremsen, 
SChmierpumpe steuern, und vor allem Drehzahlwechsel - das ist realisiert 
über eine Menge Aktuatoren, die in eine bestimme Reihenfolge gesteuert 
werde müssen, um die Gänge richtig zu wechseln. Da sind schon einige 
gescheitert.
Dann Endschalter, Tuning der Achsen, etc etc - bestimmt kein 
Wochenendprojekt.

von Vallach G. (vallach)


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🍅🍅 🍅. schrieb:
> Messstäbe machen 11µA Analog, in der Dialog sind 3/4 NZP
> Achszähler-Karten, die digitale 10fach Interpolation draus machen.
>
> NPP55 Karte für G-code Interpreter, Display und Keyboard.
> Dazu NEP mit EPROMs und NSP für SRAM mit Batteriebuffer
> Programmspeicher/G-code
> NSI Karte für RS232
> Alle 4 Karten sind oben mit Flachkabel über irgendnen Bus miteinander
> verbunden.
>
> NCR mit MC6845 Grafikkarte fürs Display
>
> NPP54, glaub für Kontour/Regelschleifen Achspositionen
> NRP Karte für Sollwert X/Y/Z oder C+2Achs mit einem 12bit DAC, der über
> 3/4 Servos gemultiplext wird.

Das ist richtig. Meine ist aber Dialog 3 - NPP53, NPP52 und NRP53, NRP90 
im Schrank.
Und ich will nur die NPP's wegschmeissen, den Rest behalten

von Uli S. (uli12us)


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Wie schon geschrieben, die Mesa-Kart(n) je nachdem wieviele 
SPS-Ein/Ausgänge benötigt werden, liegen irgendwo im Bereich 3-500€. 
Wenn dir das zuviel ist, na gut, aber glaub bloss nicht, dass das was du 
da vorhast so in ein paar Tagen zu machen ist. Wenn du das überhaupt 
schaffst, dann rechne eher in Monaten statt Tagen. Die relativ simplen 3 
Achs Maschinen per Mesa erfordern zwar auch ne Menge Arbeit, aber das 
ganze ist, wenigstens wenn du von einem hilfsbereiten Kollegen die 
einzelnen nötigen Dateien kopieren kannst, zumindest in einigen Wochen 
realisierbar. Klar wirds am Anfang einige Probleme geben, aber die 
prinzipielle Funktion wird da sein. Wenn die Antriebe bisher liefen, 
dann laufen die auch mit LCNC. Die Reglerparameter müssen halt angepasst 
werden. Lediglich die Getriebeschaltung ist da etwas tricky, da muss der 
Motor einen kurzen Wischer Strom kriegen und während dem Auslauf wird 
jeweils eine Stufe umgeschaltet. Mehr ist da auch nicht dahinter. 
Vielleicht sollte man da einen Encoder bzw Tachogenerator dem Motor 
zuschalten, dann kann die Steuerung bei einem bestimmtenWert schalten. 
Aber es wär natürlich möglich, nur manuell das Vorgelege zu schalten und 
den Motor mit nem FU anzusteuern. Das geht natürlich auf Kosten des 
verfügbaren Drehmoments.

von Vallach G. (vallach)


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Ist hier vielleicht jemand unterwegs der das schon gemacht hat und 
bereit wäre, mit mit Rat zur Seite zu stellen ?

Auf practicalmachinist.com gibt's einige Retrofit-Berichte, aber da sind 
nicht alle "gory details" aufgezählt. Von der Kabelfummelei habe ich am 
meisten Angst - es sind zig Kabel umzubauen, umzulöten etc ...

von Maik .. (basteling)


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Aber beim Linuxcnc mit den ggfs. per Einrichtungswizard automatisch 
generierten Parametern in den Maschinendatendateien aufpassen!

Ich erinnere mich daran (so ums Jahr 2019), dass dort, womöglich 
aufgrund eines US/EU punkt/Komma Problems -  Werte um den Faktor 1000 
falsch skaliert waren, und nix lief. Fand ich dann erst im Zeilenweisen 
Vergleich mit als lauffähig bekannten Musterdaten aus dem Netz.

War aber für die Schrittmotoransteuerung an meiner FP3L E1003 mit den 
Originalschrittmotoren statt Servos.

viele Späne...

---

Meine FP2NC hatte ich damals ja weggegeben und die FP3L umgebaut. Ich 
erinnere mich, vom Mesakartenvertrieb Daniel Auer vor ca. 14 Jahren 
schon - jedoch wohl noch ungeprüfte - Musterdateien für die FP2NC 
Getriebeumschaltung mit dem bei Deckel als  "KuSa" = "Kurz und Sanft" 
Ruckelsignal für den Motor zum Getriebeumschalten bekommen zu haben. Der 
hatte ein Forum an seinem damaligen mesakarten Importshop cncmonster in 
Österreich. Vielleicht hat er noch was.

: Bearbeitet durch User
von 🍅🍅 🍅. (tomate)


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Getriebeumschaltung geht irgendwie so, Motor bekommt Drehstrom über ein 
paar fette Widerstände, zum Drehmoment reduzieren.

Gleichzeitig versucht das Getriebe mit den 24VDC Stellmotoren, Getriebe 
Gang einzulegen.

Wenn Getriebe nicht einrastet, weil Zähne nicht fluchten, dann wird ganz 
kurz Spindelmotorbremse gelöst, dann dreht sich der Motor ein bisschen, 
in der Hoffnung, dass Getriebe einrastet.
Nockenschalter am Stellmotor gibt Feedback, ob Getriebe eingerastet, 
oder nicht.
Vermutlich läuft Getriebeschaltung von hinten nach vorne, damit immer 
nur ein Gang geschaltet wird und immmer Kraftschluss zum Motor da ist, 
damit Motor Zahnräder drehen kann, zum einrasten.

Nach ein paar Versuchen ohne dass Getriebe eingerastet ist, ist die 
Dialog unglücklich und gibt Fehlermeldung, z.B. wenn man bei -10°C 
versucht, Getriebe zu schalten und der Motor wegen zähem Öl nicht 
schaft, Getriebe zu drehen.

: Bearbeitet durch User
von Uli S. (uli12us)


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Bei der Temperatur gibts genug andere Probleme, da interessiert das 
Umschalten nicht mehr. Zur Not lassen sich die einzelnen Stufen ja immer 
noch manuell schalten, ist halt dann etwas mühselig.

von Maik .. (basteling)


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Was Du bei einem Umbau der FP2NC aber vielleicht machen könntest: wäre 
aber abeitsschutzmäßig bestimmt böse und verboten - hab ich bei meiner 
FP3L mit etwas einfacherer Notauskette auch gemacht:
Ist aber teils ein gewisser Aufwand, vielleicht auch einfach nur als 
spätere Option in der Verdrahtung berücksichtigen.

Umschalter am Schaltschrank auf rechnerfeien Handbetrieb mit 
Minimalbedienteil.

Extraschalter für
Spindel L/O/R,
Kühlpumpe,
Schmierimpuls,
Spindelbremse,
Not-Aus/Halt
Ein / Aus

Du müsstest das natürlich noch um den bei Dir hydraulischen 
Werkzeugspanner erweitern. Ob Du die Scheibenwischermotore im Getriebe 
auch ansteuern können willst - wäre noch eine Option, bei meiner Fp3L 
E1003 ist die Getriebeumschaltung ja noch händisch mit den großen 
Drehrädern und Ruckelhandrad hinten am Getriebe, der Werkzeugspanner 
manuell mit Vierkantschlüssel und das Achsfreifahren mit manuell 
einsteckbaren Handrädern ohne Notaus..

Du wirst ja wahrscheinlich die festangebauten Handräder haben, die beim 
dran Ziehen in Eingriff gehen und den Notaus betätigen.  Deren 
Querstrebe im Teller kann im Fehlerfall natürlich Finger fressen.
Dazu müsstest Du ggfs. die Bremsen in den Servos abschalten - und 
schauen - ob der Tisch / Z freiwillig oben bleibt. (bei meiner FP2NC 
waren es Siemens Servos mit Bremse)

Also nur als Gedankenspiel - um gleich noch eine schöne manuelle Fräse 
dazuzubekommen, wenn man einfach mal was per Hand ohne Jogfunktionm ohne 
Rechnerbooten planmachen will oder ein paar Löcher bohren möchte.

---

Wobei ich noch gute und preiswerte Handradempfehlungen für Linuxcnc für 
genau diesen Zweck mit Dank entgegennehme...

vg

Maik

von Uwe B. (uwebre)


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🍅🍅 🍅. schrieb:
> Getriebeumschaltung geht irgendwie so, Motor bekommt Drehstrom über ein
> paar fette Widerstände, zum Drehmoment reduzieren.
>
> Gleichzeitig versucht das Getriebe mit den 24VDC Stellmotoren, Getriebe
> Gang einzulegen.

So macht meine Maho 700C das. Dazu ist an der Tür des Schaltschrankes 
eine DIN A3 große Platine mit TTL-Käfern montiert. War mal kaputt...

Spannend ist auch das Justieren der Nockenschalter. Mußte ich mal machen 
weil es einen Halter zerbröselt hatte.

> Nach ein paar Versuchen ohne dass Getriebe eingerastet ist, ist die
> Dialog unglücklich und gibt Fehlermeldung,

Fluchen, Maschine neu starten, Werkstück neu nullen...

Passiert zuverlässig wenn nach Einschalten der Maschine der gleiche 
"Gang" eingelegt werden soll der schon geschaltet ist.

Der Vorteil des Schaltgetriebes gegenüber einem Frequenzumformer ist daß 
die Maschine bei kleineren Drehzahlen "Power" ohne Ende hat.

Für LinuxCNC habe ich irgendwo mal ein PLC-Programm gesehen was die 
Getriebeschaltung kann

Uwe

von Uli S. (uli12us)


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Hast du da keinen Schalter dran, der die aktuelle Schaltstellung an die 
SPS meldet. Sowas hab ich bisher für Standard gehalten. Es gibt ja 
normalerweise
eh blos 3 + 3 +2 Schaltstellungen, was lediglich 5 Eingänge erfordert. 8 
wären natürlich schöner, aber zur Not, wenns eng wird, reichen weniger.
Ich weiss jetzt nicht, wie gut das ganze zugänglich ist, Wenn man statt 
Nockenschalter Hallswitche nimmt, sollte sich das ganze mit wenig 
raumbedarf
erschlagen lassen.

von Uwe B. (uwebre)


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Uli S. schrieb:
> ch weiss jetzt nicht, wie gut das ganze zugänglich ist, Wenn man statt
> Nockenschalter Hallswitche nimmt, sollte sich das ganze mit wenig
> raumbedarf
> erschlagen lassen.

Beziehst du dich auf meinen Post? Ich sehe keinen Anlass an der Fräse 
herumzubasteln solange die Steuerung funktioniert. Die Maschine verdient 
auch im Rentenalter noch Geld, kleine Macken verzeihe ich ihr. Im 
genannten Fall wird nach Einschalten per manuell eingegebenem S-Befehl 
immer erstmal der kleinste "Gang" eingelegt, dann verhaspelt sie sich im 
Programm nicht.

Nockenschalter sind natürlich dran wie sollte die TTL-Schaltung für die 
Getriebeschaltmotoren sonst die Stellung des Getriebes kennen.

Uwe

: Bearbeitet durch User
von Uli S. (uli12us)


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Naja, du schreibst, dass die Maschine Blödsinn macht, wenn die aktuelle
Drehzahl erneut angewählt wird. Das lässt natürlich den Schluss zu, dass 
da irgendwas mit der Abfrage der Positionen nicht ganz in Ordnung ist.

von Uwe B. (uwebre)


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Uli S. schrieb:
> Naja, du schreibst, dass die Maschine Blödsinn macht,

Eine erwachsene CNC-Maschine darf keinen "Blödsinn" machen. Niemals. 
Weil unter Umständen lebensgefährlich.
Deswegen haben diese Maschinen Schutzschaltungen welche einen 
gelegentlich zur Weißglut bringen können.
Beispielsweise, bewegt sich eine Achse ohne daß die Steuerung das möchte 
schalten sich die Steuerung Motorkontroller meiner Maho komplett ab.

> wenn die aktuelle
> Drehzahl erneut angewählt

Nur einmalig nach dem Einschalten. Damit kann ich leben.

> wird. Das lässt natürlich den Schluss zu, dass
> da irgendwas mit der Abfrage der Positionen nicht ganz in Ordnung ist.

Ich vermute eher einen alten Designfehler.
Die CNC-Steuerung sagt dem erwähnten Din A3 großen TTL Board welcher 
"Gang" einzulegen ist (über parallele Leitungen, BCD) und wartet eine 
Zeit lang auf die Erfolgsmeldung. Per Leitung.
Die TTL-Mimik erledigt das Hin und Her- Gedrehe der Gangschalterwellen 
bis sie die richtige Untersetzung gefunden hat.

An diesem Board werde ich definitiv nicht schrauben, niemals.
Ich könnte es durch eine SPS ersetzen, das passiert aber erst wenn die 
"Gangschaltung" mal nicht mehr funktionieren sollte.

Uwe

von Uli S. (uli12us)


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SPS brauchst du nicht, die Mesa Karten haben eine eingebaut, in der 
Grundversion wohl 32E, 16A. Die sind aber fast unbegrenzt erweiterbar.
Besonders viele E/A hat die Deckel und andere gleichartige Maschinen aus 
der Zeit ja eh nicht. Höchstens die Maschine hätte nen automatischen 
Werkzeugwechsel, da sind natürlich ne Menge Sensoren drin, die alle 
abgefragt werden müssen, bevor der nächste Schritt erfolgt.

Ich hab leider nix vom WW bei solchen Maschinen gefunden, aber dafür 
eine FP4 mit LCNC, da könntest du ja mal nachfragen, ob dir die ihre 
Files zur Verfügung stellen. Eventuell müssen die leicht angepasst 
werden, aber im wesentlichen sollte das alles laufen, vielleicht etwas 
langsamer, möglicherweise mit abweichenden Grenzwerten. Ich weiss jetzt 
nicht auswendig, ob LCNC einen softwareseitigen Endschalter hat. Manche 
Steuerung kann das, die hardwareseitigen dienen da nur als zusätzlichhe 
Sicherheit.
https://www.youtube.com/watch?v=8YqrsDAKGpg

: Bearbeitet durch User
von Uli S. (uli12us)


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Versteh mich nicht falsch, solange die Nockenschalter das tun, was sie 
sollen, gibts keinerlei Grund, die auszutauschen, never run..., das 
weisst du ja selbst. Wenn die aber laufend Ärger machen, dann hat häufig 
der Austausch gegen Hallsensoren geholfen. Einfach weil die kontaktlos 
schalten, es demzufolge keinen mechanischen Verschleiss gibt. Das soll 
auch bei Autos, bei denen irgendwas im Motor per Poti überwacht wird, 
hervorragend funktionieren. Bei der Deckel könntens sogar ganz 
gewöhnliche Inis, Beros tun. Die sind ja auch kontaktlos.

von Uwe B. (uwebre)


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Uli S. schrieb:
> Wenn die aber laufend Ärger machen, dann hat häufig
> der Austausch gegen Hallsensoren geholfen.

Uli, nun lass doch mal meine Nockenschalter in Ruhe. Die sind völlig in 
Ordnung. Nebenbei - Die Nockenräder sind aus Kunststoff...

Ich bin nicht der Threadstarter, habe auch keine Deckel Fräse. Auch habe 
ich nicht vor meine Maho mit irgendwelchen MESA-Karten auf LinuxCNC 
umzubauen. Wozu auch? Tut doch!

Der Threadstarter (Vallach G.) überlegt seine funktionierende Deckel 
Maschine durch wilde "Modernisierung" zu schrotten. Weil er 
offensichtlich mit der Bedienung nicht klarkommt.
Kann man machen wenn man ganz viel Zeit und Ahnung hat, bzw. bereit ist 
letztere zu erwerben. Viel Geld braucht man auch.
Dann werden solche Projekte nie fertig fertig. Die ehemals feine 
Maschine hat nach der "Modernisierung" in der Regel Schrottwert, wer 
kauft sowas?

LinuxCNC ist eine feine Sache. Ich habe selber damit eine Scripta 
Graviermaschine und eine ältere ISEL Portalfräse modernisiert. Erstere 
ist mir ohne Steuerung zugeflogen, Zweitere ohne Software. Solche 
Projekte sind überschaubar und lohnen sich.

Mein Tipp an den Threadstarter :
Auch die älteren CNC-Steuerungen können was, sind vor allem gut auf die 
Maschinen parametriert. So lassen. Damit kamen fast zwei Generationen 
professioneller Zerspaner bestens klar.
Die wirklichen Vorteile moderner CNC-Maschinen wie die komfortable 
Werkstattprogrammierung, bildet auch LinuxCNC nicht ab. Dinge wie die 
automatische Werkzeugvermessung ohne erheblichen Aufwand auch nicht.

Interessanter ist die Verbindung aktueller 3D-Cad Software mit der 
Maschine, da bleibt kein Auge trocken. (Und man muß an der 
Maschinenconsole selber kaum noch etwas bedienen...)

Falls es für die jeweilige Maschine keinen Postprozessor gibt, 
generische Postprozessoren lassen sich schnell anpassen. Die Doku dazu 
bei Fusion 360 z.B. (JavaSctipt) ist da sehr ausführlich. Man lernt 
dabei übrigens viel über die G-Code Programmierung seiner Maschine.

Auch Freecad kann mittlerweile NC-Programme zum Fräsen generieren, die 
Postprozessoren lassen sich ebenfalls anpassen.

Eine Einschränkung kann der für das NC-Programm zur Verfügung stehende 
Speicher sein. Oft können die Steuerungen während des Laufes nachladen, 
sonst teilt man in mehrere Programme auf.

Uwe

von Uli S. (uli12us)


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Sorry für die Verwechslung, ich dachte dass der mit der Deckel das mit 
den
nicht so richtig arbeitenden Schaltern gebracht hätte. Ich bin ja auch 
der Meinung, dass man nicht zum rumbasteln anfangen soll, wenns das 
gewünschte fertig gibt. Es gibt ja auch noch den Schaller, der hat wimre 
auch einiges für die Deckel Maschinen, verlangt aber leider gesalzene 
Preise. Wenn das aber wirklich bloss TTL-Kram ist, dann könnte ich mir 
vorstellen, dass man sich den kompletten Satz ICs beschafft, die alten 
ICs rausbaut, Fassungen einsetzt und dann der Reihe nach durchwechselt. 
Wobei leider die TTL-Teile mittlerweile auch nur mehr schwer erhältlich 
sind. Die Zeiten sind vorbei, dass man mit seiner Liste zum blauen Zeh 
ging und da alles kriegte. Wie ich das letzte Mal sowas brauchte, ist 
aber schon wenigstens 15 Jahre her, da musste ich in München 3 Dealer 
abklappern. Heute gibts keinen davon mehr.

von Thomas H. (thomash2)


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Uwe B. schrieb:
> Der Threadstarter (Vallach G.) überlegt seine funktionierende Deckel
> Maschine durch wilde "Modernisierung" zu schrotten. Weil er
> offensichtlich mit der Bedienung nicht klarkommt.
> Kann man machen wenn man ganz viel Zeit und Ahnung hat, bzw. bereit ist
> letztere zu erwerben. Viel Geld braucht man auch.
> Dann werden solche Projekte nie fertig fertig. Die ehemals feine
> Maschine hat nach der "Modernisierung" in der Regel Schrottwert, wer
> kauft sowas?

Kleine Unternehmen die Prototypen fertigen wollen.

Ich habe da noch weitere Argumente:
- die alte Elektronik von CNC Maschinen hält eventuell nicht mehr lange 
und Ersatz könnte teuer werden.
- Diverse Bauteile sind für eine gewisse Lebensdauer spezifiziert, wer 
sie darüber verwendet benutzt sie auf eigene Gefahr.
- Größerer Speicher (hattest Du ja erwähnt)
- Die gesamte Wartung mit LinuxCNC wird günstiger
- Je nachdem kann die Maschine besser und einfacher erweitert werden.
- Sobald der Controller gestorben ist können die Motoren eventuell auch 
nicht mehr so einfach in Betrieb genommen werden.

Ich habe so einen Fall, die Maschine hat alle Einstellungen verloren der 
Hersteller hatte nur ein beschädigtes Backup und konnte auch nicht mehr 
weiterhelfen, hab dann die Dokumentation durchstudiert und sie wieder 
zum Laufen gebracht, es dauerte aber relativ lange bis das komplette 
Service durchgeführt wurde (und alle Ersatzteile verfügbar waren).

Alte CNC Maschinen haben meiner Ansicht nach so gut wie keinen Wert 
mehr, für Bastler können sie aber eine Goldmine darstellen. Sie stellen 
oft eigentlich nur noch ein Risiko dar.

Größere Unternehmen welche eingesessen sind und größere Stückzahlen 
fertigen werden weder auf gebrauchte alte Maschinen zurückgreifen noch 
auf umgerüstete Maschinen, da muss die Maschine nach dem Kenntnisstand 
der Leute (Fanuc, Mitsubishi, Sinumerik, etc.) die sie bedienen 
funktionieren.

von Uwe B. (uwebre)


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Thomas H. schrieb:
> Uwe B. schrieb:

>> Dann werden solche Projekte nie fertig fertig. Die ehemals feine
>> Maschine hat nach der "Modernisierung" in der Regel Schrottwert, wer
>> kauft sowas?
>
> Kleine Unternehmen die Prototypen fertigen wollen.

Von einem Hobbybastler? Sicherlich nicht. Alleine wegen der 
Haftungsfrage wenn die Maschine "durchdreht" und der Mitarbeiter sich 
eine Flosse zerquetscht. Ein gefundenes Fressen für die BG.

Es gibt (gab?) aber Firmen die solche Umbauten professionell machen. Das 
kann sich bei hochwertigen oder speziellen Maschinen lohnen.

> Ich habe da noch weitere Argumente:
> - die alte Elektronik von CNC Maschinen hält eventuell nicht mehr lange

Die alten CNC-Steuerungen sind aus sehr edlem Material geschaffen, waren 
ja auch exorbitant teuer. Es wurde ein Irrer Aufwand getrieben, Unmengen 
von Überwachungs- und Schutzschaltungen, auch z.b. zur Überwachung der 
Elektronik.
Natürlich können die defekt gehen, aber sie sind sehr robust.

> und Ersatz könnte teuer werden.

Für gängige Steuerungen ist Ersatz problemlos zu bekommen, man muß 
allerdings wissen was man benötigt. Den DMG-Service anrufen wird teuer.

> - Diverse Bauteile sind für eine gewisse Lebensdauer spezifiziert, wer
> sie darüber verwendet benutzt sie auf eigene Gefahr.

Das tut man erst recht wenn man Bürohardware in diesem Umfeld einsetzt.

> - Die gesamte Wartung mit LinuxCNC wird günstiger

Warum?
Wer kann die umgebaute Maschine warten oder instandsetzen wenn der 
Umbaubastler nicht greifbar ist oder keinen Bock hat? Wenn die 
Festplatte abgekackt ist, z.B.

> - Je nachdem kann die Maschine besser und einfacher erweitert werden.

Wenn es denn die Maschine hergibt, Ja.

> - Sobald der Controller gestorben ist können die Motoren eventuell auch
> nicht mehr so einfach in Betrieb genommen werden.

Verstehe ich nicht.

> Ich habe so einen Fall, die Maschine hat alle Einstellungen verloren der
> Hersteller hatte nur ein beschädigtes Backup und konnte auch nicht mehr
> weiterhelfen, hab dann die Dokumentation durchstudiert und sie wieder
> zum Laufen gebracht

Das wäre erst recht bei einem Umbau Thema gewesen.

Ich hatte das Glück daß bei meiner Weiler (aus einer Berufsschule, 
neuwertiger Zustand) drei Lochstreifen im Schaltschrank lagen, ich habe 
mir einen einfachen Leser dazu gebaut. Hat Spaß gemacht den Bits und 
Bytes beim Wandern zuzuschauen, kultiges Erfolgserlebnis :-)

> Alte CNC Maschinen haben meiner Ansicht nach so gut wie keinen Wert
> mehr

Meist sind sie abgerockt, Betriebsstunden ohne Ende. Sie waren teuer und 
haben das Investment wieder hereinbringen müssen.

> für Bastler können sie aber eine Goldmine darstellen.

Bastler, Goldmine?

Uwe

von Maik .. (basteling)


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Naja, zu gebrauchten Cnc Steuerungen habe ich eine deutlich abweichende 
Meinung. Bei meiner Sinumerik 3m in der FP2NC half selbst eine komplette 
zweite Steuerung nicht.
Die Karten fielen reihenweise mit seltsamsten Fehlerbildern aus, 
bestimmte Hardware wurde vor 10 Jahren schon mit Gold aufgewogen. Das 
lustigste war die defekte DAC- Karte für die Achsensteuerung, bei der 
ein Baustein zum Bus ein Bit nicht korrekt durchschaltete und es dann 
zum Ruckeln und zu Sprüngen kam. Das könnte man aber noch logisch 
erschließen, und schauen wie es von Bus zum Dac kam. Aber ohne 
Schaltpläne macht das alles keinen Spaß. Extenderkarten für VG-Leisten 
gleich doppelt - und von oben pustet einem die Schaltschrankklima eine 
Erkältung in den Nacken.
Das Ende kam dann beim zweiten Ausfall mit "PC Fault" und keinem dritten 
SPS Baustein zur Hand. Da hat es mir dann gereicht.

Mit dem Problem der Haftungsfrage bei Umbauten gehe ich aber voll mit. 
Sowas
kann man quasi nicht verkaufen wenn man es nicht mehr benötigt. Nur als 
Mechanikpaket.

Bei meiner Röders, die ich noch habe,  habe ich auch Sorge was passiert, 
wenn mal die Sican Sercos Karte kaputtgeht oder einer der ADC 
Stromagservos in Sercos Sonderversion. Da würde ich noch Ersatz suchen. 
Aber dafür hat die Maschine auch quasi nur Schutzgebühr knapp über 
Schrottpreis gekostet, da niemand über zwei Jahre erfolgloser 
Verkaufsanzeigen den Vorbesitzer mittleres fünfstelliges Geld dafür 
geben wollte. Irgendwann war das Angebot dann niedrig vierstellig. ;) 
und ich musste einen Autokran bestellen..

von Thomas H. (thomash2)


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Uwe B. schrieb:
> Thomas H. schrieb:
>> Uwe B. schrieb:
>
>>> Dann werden solche Projekte nie fertig fertig. Die ehemals feine
>>> Maschine hat nach der "Modernisierung" in der Regel Schrottwert, wer
>>> kauft sowas?
>>
>> Kleine Unternehmen die Prototypen fertigen wollen.
>
> Von einem Hobbybastler? Sicherlich nicht. Alleine wegen der
> Haftungsfrage wenn die Maschine "durchdreht" und der Mitarbeiter sich
> eine Flosse zerquetscht. Ein gefundenes Fressen für die BG.
>

Hast Du schon mal professionell mit LinuxCNC gearbeitet? Ich fertige 
damit Präzisionsteile auf einer Minifräse aus Stahl und Aluminium 
(gerade die Zahnräder ... 0.01 - 0.05mm, ausreichend für meine 
Projekte).

> Es gibt (gab?) aber Firmen die solche Umbauten professionell machen. Das
> kann sich bei hochwertigen oder speziellen Maschinen lohnen.
>

Das ist doch kein Argument, Professionell = jemand verdient damit Geld. 
Hobby jemand macht das nebenbei aber mit dem Ziel dass die Maschine auch 
funktioniert.

>> Ich habe da noch weitere Argumente:
>> - die alte Elektronik von CNC Maschinen hält eventuell nicht mehr lange
>
> Die alten CNC-Steuerungen sind aus sehr edlem Material geschaffen, waren
> ja auch exorbitant teuer. Es wurde ein Irrer Aufwand getrieben, Unmengen
> von Überwachungs- und Schutzschaltungen, auch z.b. zur Überwachung der
> Elektronik.
> Natürlich können die defekt gehen, aber sie sind sehr robust.
>

Also der Aussage nach hast Du dann aber noch nicht so viele alte 
Steuerungen gesehen und Datenblätter für diverse Teile durchgelesen. 
Mitsubishi spezifizierte diverse Teile für den Einsatz von 10 Jahren.

>> und Ersatz könnte teuer werden.
>
> Für gängige Steuerungen ist Ersatz problemlos zu bekommen, man muß
> allerdings wissen was man benötigt. Den DMG-Service anrufen wird teuer.
>

Teile einzukaufen welche 20 Jahre in einem Warehouse rumgegammelt haben 
ist nicht unbedingt attraktiv.

>> - Diverse Bauteile sind für eine gewisse Lebensdauer spezifiziert, wer
>> sie darüber verwendet benutzt sie auf eigene Gefahr.
>
> Das tut man erst recht wenn man Bürohardware in diesem Umfeld einsetzt.
>

Wenn es der Einsatzort rechtfertigt ist bei Bürohardware nichts 
auszusetzen.

>> - Die gesamte Wartung mit LinuxCNC wird günstiger
>
> Warum?
> Wer kann die umgebaute Maschine warten oder instandsetzen wenn der
> Umbaubastler nicht greifbar ist oder keinen Bock hat? Wenn die
> Festplatte abgekackt ist, z.B.
>

Bei mir wird's günstiger, da ich Ersatz der Kern-Teile von der Stange 
und neu bekomme.

>> - Je nachdem kann die Maschine besser und einfacher erweitert werden.
>
> Wenn es denn die Maschine hergibt, Ja.
>
>> - Sobald der Controller gestorben ist können die Motoren eventuell auch
>> nicht mehr so einfach in Betrieb genommen werden.
>
> Verstehe ich nicht.
>

Diverse Mitsubishi Servos werden digital angesteuert, wenn man das 
Protokoll nicht kennt hat man's schwer.

>> Ich habe so einen Fall, die Maschine hat alle Einstellungen verloren der
>> Hersteller hatte nur ein beschädigtes Backup und konnte auch nicht mehr
>> weiterhelfen, hab dann die Dokumentation durchstudiert und sie wieder
>> zum Laufen gebracht
>
> Das wäre erst recht bei einem Umbau Thema gewesen.
>

Einfach sicherstellen dass man die Konfiguration auch bekommt, Anfänger 
fehlt das Wissen aber erst mal und sie beglücken sich eventuell blind 
mit so einer Maschine. Selbst wenn sie zur Vorführung noch funktioniert 
kann die alte gebrauchte Maschine im eigenen Shop dann ziemlich schnell 
sterben.

> Ich hatte das Glück daß bei meiner Weiler (aus einer Berufsschule,
> neuwertiger Zustand) drei Lochstreifen im Schaltschrank lagen, ich habe
> mir einen einfachen Leser dazu gebaut. Hat Spaß gemacht den Bits und
> Bytes beim Wandern zuzuschauen, kultiges Erfolgserlebnis :-)
>
>> Alte CNC Maschinen haben meiner Ansicht nach so gut wie keinen Wert
>> mehr
>
> Meist sind sie abgerockt, Betriebsstunden ohne Ende. Sie waren teuer und
> haben das Investment wieder hereinbringen müssen.
>
>> für Bastler können sie aber eine Goldmine darstellen.
>
> Bastler, Goldmine?
>

Für mich ist die 5Tonnen CNC eine Goldmine, das Service kostet mir 
natürlich Geld die Informationen einzuholen kostet mir Zeit. Die 
Qualität der Maschine (dem mechanischen Teil) ist nach 20 Jahren immer 
noch gut.
Die Elektronik kann ich mit der funktionierenden Grundmaschine reverse 
engineeren und die Teile dann nach und nach rauswerfen.
Auch fräse ich darauf aktuell eher nur Aluminium, für meine 
Stahlzahnräder brauche ich zwingend LinuxCNC da ich die Spindel mit der 
4. Achse synchronisiere.

Sicherlich kann ich mir auch ne weitere Mitsubishi Endstufe kaufen und 
nen alten Motor dafür damit das mit dem existierenden System 
funktioniert.
Mit der Parametrisierung des Systems komme ich klar, aber Zukunft hat 
das nicht.
LinuxCNC ist dem alten Mitsubishi Controller überlegen (vor allem mehr 
Speicher und schneller).

Die Steuerung von Mitsubishi ist mächtig - aber zuverlässig würde ich es 
nicht nennen da jedem Moment wieder was brechen kann (wiegesagt diverse 
Bauteile auf der Platine von Mitsubishi sind nur für 10 Jahre 
spezifiziert, und einige Teile davon mussten schon gewechselt werden)

: Bearbeitet durch User
von Vallach G. (vallach)


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Uwe B. schrieb:
> Uli S. schrieb:
>> Wenn die aber laufend Ärger machen, dann hat häufig
>> der Austausch gegen Hallsensoren geholfen.

> Der Threadstarter (Vallach G.) überlegt seine funktionierende Deckel
> Maschine durch wilde "Modernisierung" zu schrotten. Weil er
> offensichtlich mit der Bedienung nicht klarkommt.
> Kann man machen wenn man ganz viel Zeit und Ahnung hat, bzw. bereit ist
> letztere zu erwerben. Viel Geld braucht man auch.
> Dann werden solche Projekte nie fertig fertig. Die ehemals feine
> Maschine hat nach der "Modernisierung" in der Regel Schrottwert, wer
> kauft sowas?

Ich werde nichts verschrotten, das bin ich mir sicher. Die Maschine 
bleibt wie sie ist, ich arbeite 90% konventinonell, dafür habe sie auch 
gekauft - eine Mühle für Stahl und Messing. Wie gesagt - ich behalte 
alles - nur will eben meine Befehle über den Bus schicken. Das ist mit 
Sicherheit machbar, weil funktionell die Trennung sehr gut ist, und der 
Bus ist einfach: 8 + 8 bit unidirektional, TTL Pegel, langsam getaktet. 
Da wird nichts wild modernisiert, sondern ganz einfach ein neuer 
Busteilnehmer hinzugefügt. Alles bleibt wie es ist - bis halt die 
nächste Karte die Grätsche macht. Die sind halt 40 Jahre alt ...

Plastik und Holz kann ich mit meine Käsefräse zerkleinern. Da macht CNC 
Spaß.
Die Deckel eine CNC Machine zu nennen ist eine Zumutung - die Bedienung 
in Mode 2-3-4 geht OK, aber der G-Code Editor ist grausam, Speicher 
reicht für nicht mal 1000 Zeilen, man muss tausend Knöpfe drucken um 
über eine 9600 Baud Verbindung einige Zeilen zu übertragen ... mir 
vergeht die Lust am Fräsen wenn ich nur daran denke - Mode wechsel, 3 
mal Enter drucken, drüben am PC die Übertragung starten, warten , dann 
nach 10 min passt irgendeine Zeile nicht, korrigieren wieder am PC, 
wieder übertragen .....


> Mein Tipp an den Threadstarter :
> Auch die älteren CNC-Steuerungen können was, sind vor allem gut auf die
> Maschinen parametriert. So lassen. Damit kamen fast zwei Generationen
> professioneller Zerspaner bestens klar.
>
> Interessanter ist die Verbindung aktueller 3D-Cad Software mit der
> Maschine, da bleibt kein Auge trocken. (Und man muß an der
> Maschinenconsole selber kaum noch etwas bedienen...)
> Falls es für die jeweilige Maschine keinen Postprozessor gibt,
> generische Postprozessoren lassen sich schnell anpassen. Die Doku dazu
> bei Fusion 360 z.B. (JavaSctipt) ist da sehr ausführlich. Man lernt
> dabei übrigens viel über die G-Code Programmierung seiner Maschine.

Fusion 360 Postprozessor für Deckel habe ich. Ich habe eins sogar für 
mein Dialog3 "Dialekt" geschrieben - da fehlen einige G-Code Befehle, 
z.B. Helix, und Koordinaten sind in Mikron, ohne Komma.
Falls jemand das braucht, bitte melden.

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