ich darf 5 Cat7-Netzwerkkabel (natürlich Erdkabel) outdoor verlängern, weil sich der Verteiler verschiebt. Diese Kabel werden für PoE-Kameras an Masten genutzt.
Mein bisheriger Gedanke war, die mit den üblichen LSA-Verbindern zu verlängern und das ganze in einem oder 2 IP54-Gehäusen oder Muffen zu machen, was dann draußen in der Sonne/Wind/Regen hängt.
Hat hier jemand Erfahrung, ob das so eine gute Idee ist? Alternative wäre das ganze in der Erde zu verlegen/zu verbinden, wo ich mir aber Sorgen um den Kabelschutz machen würde. Einen kompletten Schacht würd ich dafür ungern setzen ;)
Die Kabellängen komplett zu tauschen wäre die ungünstigste Möglichkeit, weil dafür dann wieder eine Hebebühne mit An-/Abfahrt nötig ist.
IP54? Das ist nur gegen Staub und Spritzwasser geschützt, d.h. Kondenswasser und sonstige Feuchtigkeit kommt problemlos rein und kann den Kram munter draufloskorrodieren lassen.
Es hängt halt draußen, oberirdisch. Genauso wie die ganzen Telekom-Hausanschlüsse und Verteilerkästen (die grauen, passiven) an der Straße und so. Von daher würd ich mir über IP54 keine Sorgen machen.
Falls es die Muffen werden sind die natürlich IP68 oder so. Die sind ja erdverlegbar.
Genauso wie die ganze Telekom-Hausanschlüsse und Verteilerkästen
(die grauen, passiven) an der Straße und so.
Du übersiehst, daß die Anforderungen an ein funktionierendes Ethernet-Kabel ein kleines bisschen anders aussehen als bei der eher schussfest-robusten Telephontechnik.
Du übersiehst, daß die Anforderungen an ein funktionierendes
Ethernet-Kabel ein kleines bisschen anders aussehen als bei der eher
schussfest-robusten Telephontechnik.
Erst würde ich überlegen, ob die Länge des Kabels überhaupt noch eine weitere Verlängerung zulässt. 100m Gesamtlänge sind schnell erreicht.
Kondenswasser in Dosen macht viel Freude.
Das Verdrillen der Paare sollte möglichst gleichmäßig bleiben.
Du übersiehst, daß die Anforderungen an ein funktionierendes
Ethernet-Kabel ein kleines bisschen anders aussehen als bei der eher
schussfest-robusten Telephontechnik.
In Zeiten von 35 MHz Bandbreite bei der Nutzung der Telefonverkabelung würd ich die nicht mehr als schussfest bezeichnen wollen.
In Zeiten von 35 MHz Bandbreite bei der Nutzung der Telefonverkabelung
würd ich die nicht mehr als schussfest bezeichnen wollen.
Überleg' mal, was für ein irrwitziger Aufwand bei der Signalformung, -Rekonstruktion und Echounterdrückung bei DSL getrieben wird, und vergleiche das mit dem nicht existierenden Aufwand, den ein Ethernet-NIC treibt.
Eine durch Geiz(?) gezielt versiffbar angelegte Verbindung ist jedenfalls eine schlechte Idee.
Kommt ganz darauf an, wie lange es funktionieren soll und wer die Fehler beseitigen muß. Für eine Woche würde ich keinen Aufwand treiben, aber wenn Rezz zur Fehlersuche jede Woche eine Hebebühne (400€) braucht, hat er nix gespart.
bei der längsten Strecke nach Verlängerung noch 15-20m entfernt.
Lohnt sich denn dann der Aufwand, das ganze Wetterfest zu verbinden?
Ich hoffe es doch sehr. Die aktuelle Verkabelung geht eben 5-6m hoch an Masten zu den Kameras, deshalb ist Kabeltausch zwar denkbar, aber eben aufwändig.
Kommt ganz darauf an, wie lange es funktionieren soll
Na schon möglichst lange.
und wer die Fehler beseitigen muß.
Wird auf mich hinauslaufen.
wenn Rezz zur Fehlersuche jede Woche eine Hebebühne (400€) braucht, hat
er nix gespart.
Da die Anlage bis dato funktioniert wäre der Fehler ja eh in der Verbindung/Verlängerung oder dem neuen Verteiler zu suchen, von daher brauch ich für die Fehlersuche eher keine Hebebühne.
Die Projektierung bei sowas macht dann auch noch der Monteur vor Ort? Projektanten oder PL gibts wohl bei sowas nicht?
Total falsche Herangehensweise an sowas, aber auch nur meine Meinung.
Das Thema mit den AV wird sicherlich nicht noch öffentlich preisgegeben?
Die Projektierung bei sowas macht dann auch noch der Monteur vor Ort?
Projektanten oder PL gibts wohl bei sowas nicht?
Das Ding ist eine firmeninterne Baustelle und dafür wären die genannten Leute nun wirklich mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Natürlich würd ich mich über fertige Vorgaben freuen, weil ich dann nicht der Schuldige bin. ;) Andererseits ist so ein bisschen Verantwortung und eben auch selbstständige Planung durchaus motivierend, auch wenn es jetzt auf eher geringen Niveau passiert.
Aber was ist jetzt deine Aussage zu meiner Anfangsfrage?
Lohnt sich denn dann der Aufwand, das ganze Wetterfest zu verbinden?
Ich hoffe es doch sehr.
Wer viel fragt, bekommt ...
Baue da ein wetterfestes Gehäuse hin und fertig. Wenn Du ganz viel Zeit hast, geht auch Netzwerk-Starrdraht nach Beispiel der Telekomiker als Spitzverbindung. Sorgfältig als Paare gelegt, Schrumpfmuffe drüber.
Was ist jetzt eigentlich noch Dein Problem? Dir wurde geraten, die Verbindung ein gutes Stück witterungsresistenter auszuführen als IP54, Du bist der Ansicht, daß das aber gehen müsse.
Dann mach das halt so. Bring die Verbindungsstelle aber wenigstens so unter, daß man sie ohne Leiter o.ä. erreichen kann, um Reparaturen zu vereinfachen.
Und lass' rund um die Verbindungsstelle /ausreichend/ loses Kabel, daß man da auch für die Reparatur verrottete Enden abtrennen kann, um noch ein, zwei weitere Versuche zu haben.
Ich bin auch erstaunt darüber, dass in den Telekom Hausanschlußkästen die Schneidklemmleisten gute Verbindung erlauben. Trotz möglicher Kondensation und nur grobem Staub und Tierschutz.
Habe hier grade beim Glasfasereinbau in eins meiner Gebäude einige Leitungen neu einziehen müssen. Dabei habe ich eine alte Untat von mir aus der Bauzeit gefunden.
Vor mehr als einem Jahrzehnt hatte ich auf die Schnelle ein Cat5 Kabel mit Schrumpfschläuchen per Verlötung verlängert. Da lief hier jahrelang das DSL mit um 80 Mbit drüber.
Und das trotz eher "Außenklima" im Kabelschacht.
Für sowas liebe ich aber dickwandigen schmelzkleberbeschichteten Schlumpfschlauch. Sowas kann man aber nur bei Schutzkleinspannung Hinbasteln, wenn es keinen Kunden oder Chef gibt, der einen bei einem Ausfall kreuzigt.
Das Ding ist eine firmeninterne Baustelle und dafür wären die genannten
Leute nun wirklich mit Kanonen auf Spatzen geschossen.
Ach, wieso das denn, also das mit dem oversized? Und dass es nun etwas firmeninternes ist, war mir nicht ganz klar.
Wer mir als AG so einen AV oder Fahrzeitregelung unterschiebt oder verlangt, da komm ich als Monteur doch nicht auf die Idee noch Eigenverantwortung wie dabei zu übernehmen, u. wenn es schief läuft auch noch die dummen Fragen am Hals zu haben. Wofür gibt es denn Planer u. Projektanten?
Natürlich würd ich mich über fertige Vorgaben freuen, weil ich dann nicht
der Schuldige bin. ;)
Bist du mit der Fa. verheiratet oder hast du davon einen so großen Vorteil, dich hier in deiner Freizeit um sowas zu kümmern?
Andererseits ist so ein bisschen Verantwortung und eben auch
selbstständige Planung durchaus motivierend, auch wenn es jetzt auf eher
geringen Niveau passiert.
Nö überhaupt nicht, war schon in der BA so u. wird sich nie ändern, wenn man nicht den Posten eines Planers oder Projektanten hat. Man lernt auch dazu wenn andere höher gestellte Leute sich mit eigentlich ihrer Arbeit mal beschäftigen u. die Vorgaben genau machen.
Aber was ist jetzt deine Aussage zu meiner Anfangsfrage?
Was war denn deine Anfangsfrage? Hier drüber habe ich glaube ich alles dazu geschrieben, ich würde mir die Aufgabe genau geben lassen, u. nicht so einen Auftrag mit "mach mal selber, weißt ja wie das geht!
Ergo ein komplett neues Kabel für jede Kamera ziehen, macht ne Menge Arbeit u. kostet bestimmt auch was an Material, aber so ist das nun mal am Sichersten. Als Firmenprojekt hast du doch nichts davon, bis auf die dummen Fragen wenn es zu lange dauert oder dann eben schief geht.
Was ist jetzt eigentlich noch Dein Problem? Dir wurde geraten, die
Verbindung ein gutes Stück witterungsresistenter auszuführen als IP54,
Du bist der Ansicht, daß das aber gehen müsse.
Ja, richtig. Bei IP68-Muffe oder ähnlichem hätte ich auf Dauer mehr Sorge um Kondensation aufgrund der ganzen Temperaturwechsel. Andererseits ist das bei anderen Beispielen (nein, nicht mit Kupferkabel) bisher auch nicht aufgetreten und könnte man natürlich mit Silica-Gel entgegenwirken. Gut, dann wird das darauf hinauslaufen.
Dann mach das halt so. Bring die Verbindungsstelle aber wenigstens so
unter, daß man sie ohne Leiter o.ä. erreichen kann, um Reparaturen zu
vereinfachen.
Aufgrund der zur Verfügung stehenden Kabellänge wäre das sowieso passiert :)
Und lass' rund um die Verbindungsstelle /ausreichend/ loses Kabel, daß
man da auch für die Reparatur verrottete Enden abtrennen kann, um noch
ein, zwei weitere Versuche zu haben.
und könnte man natürlich mit
Silica-Gel entgegenwirken
Willst Du das zyklisch erneuern?
Das Zeug dient zwar der Entfeuchtung, kann aber nur eine fixe Menge Feuchtigkeit aufnehmen, und dann ist es gesättigt, d.h. verbraucht. Du müsstest es also schon alle paar Tage auswechseln, wenn es nicht in einem weitestgehend hermetisch verschlossenen Gehäuse untergebracht ist.
und könnte man natürlich mit
Silica-Gel entgegenwirken
Willst Du das zyklisch erneuern?
Das Zeug dient zwar der Entfeuchtung, kann aber nur eine fixe Menge
Feuchtigkeit aufnehmen, und dann ist es gesättigt, d.h. verbraucht.
Mehrpaarige Telefonkabel mit Spitzverbindung in Schrumpfmuffe samt SilicaGel liegen seit Jahrzehnten im Erdreich und funktionieren.
Du übersiehst, daß die Anforderungen an ein funktionierendes
Ethernet-Kabel ein kleines bisschen anders aussehen als bei der eher
schussfest-robusten Telephontechnik.
Immerhin schafft es diese Telephontechnik locker, die paar MBit/s einer Überwachungskamera zu übertragen. Es gibt genug DSL-Anschlüsse, die auf diesem Weg ins Haus kommen
Überleg' mal, was für ein irrwitziger Aufwand bei der Signalformung,
-Rekonstruktion und Echounterdrückung bei DSL getrieben wird, und
vergleiche das mit dem nicht existierenden Aufwand, den ein Ethernet-NIC
treibt.
Schau Dir doch mal an, wie das die Telekom bei ihren Masten oder aussenliegenden Hausanschlüssen macht. Kabeleingang ist von unten, drin ist eine kleine LSA-Leiste, Gehäuse vermutlich IP54 (die üblichen Balkonsteckdosen sind z.B. IP54), aber das ganze kann "atmen" - wenig bis kein Kondenswasser. Das ganze an einen der Masten.