Forum: Offtopic Können die Leute nicht mehr rechnen?


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von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Marci W. schrieb:
> Häufig hat schlechte Orthografie etwas mit Faulheit, Oberflächlichkeit
> oder Gleichgültigkeit gegenüber dem Leser zu tun.

Den Satz kann man auch wiederholen.

Häufig hat schlechtes Kopfrechnen etwas mit Faulheit, Oberflächlichkeit
oder Gleichgültigkeit gegenüber dem Anderen zu tun.

von Bruno V. (bruno_v)


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Percy N. schrieb:
> Meintest Du diese Gruppe?

Mein. Aber es ist ein Beispiel, wie schnell Zahlen in die Irre führen 
können.

Genauso wie „Alleinerziehend“ wenig Rückschlüsse auf die individuelle 
Situation erlaubt. Das ist quasi das inverse Analogon zu Metriken für 
Zielvereinbarungen.

von G. K. (zumsel)


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Percy N. schrieb:
> (prx) A. K. schrieb:
>> Klar P. schrieb:
>>> deutsche -sprache- hat eine grammatik. worte an sich nicht, die sind
>>> lediglich lexik.
>>
>> Es gibt über die Flexion eine Kopplung zwischen Grammatik und Schreibung
>> eines Wortes. Somit gibt es Regeln für die Schreibung.
>
> Das lässt sich umgehen:
>
> "Du haben Döner; ich wollen haben. Du geben!"
>
> Falls das nicht verstanden wird, einfach mit verdoppeltem Schalldruck
> wiederholen.

Grammatik ist auch nur Definition, also Faktenwissen.
Ansonsten sind alle strunzdoof die eine Sprache sprechen in der es 
bestimmte Grammatikkonstrukte nicht gibt die es in anderen Sprachen 
gibt.

Und besonders doof sind sind Leute die nicht raffen das Menschen 
unterschiedlich sind und unterschiedliche Begabungen haben.

: Bearbeitet durch User
von Manfred P. (pruckelfred)


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Percy N. schrieb:
> Nota bene: Es reicht nicht, exorbitant dämlich zu sein, man muss dieses
> Schicksal auch noch vermarkten können!

Wo kann man denn Deine Lehrgänge buchen, Erfahrung hast Du ja 
hinreichend?

Klar P. schrieb:
> grammatik und rechtschreibung sind zweierlei.
> rechtschreibung folgt keinem naturgesetz sondern den beschlüßen des
> rates für deutsche rechtschreibung, dem derzeit 41 mitglieder aus 7
> ländern angehören.

Dieser Text stinkt heftig nach Provokation, aber passt zu Deinen 
anderen.

von (prx) A. K. (prx)


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G. K. schrieb:
> Grammatik ist auch nur Definition, also Faktenwissen.

Die Fähigkeit, mit Regelwerken überhaupt etwas anzufangen, ist weit mehr 
als Auswendiglernen. Sie zu erstellen erst recht nicht.

von Percy N. (vox_bovi)


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Manfred P. schrieb:
> Wo kann man denn Deine Lehrgänge buchen, Erfahrung hast Du ja
> hinreichend?

Bist Du sicher, dass Du tatsächlich noch etwas perfektionieren könntest?

Meine "Erfahrung" besteht lediglich aus Beobachtungen, die allerdings 
der Bewertung bedürfen. Deine eigenen Beobachtungen müsstest Du nur noch 
in ein für Dich stimmiges Gesamtkonzept integrieren; bisher scheint das 
gelungen zu sein, denn mir sind keine Widersprüche aufgefallen.

Aber es ist natürlich zu loben, wenn Du Dich weiter perfektionieren 
möchtest!

von Percy N. (vox_bovi)


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(prx) A. K. schrieb:
> Die Fähigkeit, mit Regelwerken überhaupt etwas anzufangen, ist weit mehr
> als Auswendiglernen. Sie zu erstellen erst recht nicht.

Du sprichst ein großes Wort gelassen aus; für unserem lieben Gesetzgeber 
scheint die Aufstellung konsistenter Regelwerke eine schier unlösbare 
Herausforderung zu sein.

von G. K. (zumsel)


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Percy N. schrieb:
> (prx) A. K. schrieb:
>> Die Fähigkeit, mit Regelwerken überhaupt etwas anzufangen, ist weit mehr
>> als Auswendiglernen. Sie zu erstellen erst recht nicht.
>
> Du sprichst ein großes Wort gelassen aus; für unserem lieben Gesetzgeber
> scheint die Aufstellung konsistenter Regelwerke eine schier unlösbare
> Herausforderung zu sein.

Bist du auch einer von diesen Laien der solche Konzepte wie 
Güterabwegung, Grundsatzentscheidungen und Rechtsfrieden nicht 
verstanden hat?
Dafür gibt es extra Sekundärliteratur, und Gerichtsreportagen haben im 
germanischen/?europäischen? Raum nie besonderen Anklang gefunden.

von Klar P. (Firma: Reinigungsmittel) (klar_putz)


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> für unserem lieben Gesetzgeber
> scheint die Aufstellung konsistenter Regelwerke eine schier unlösbare
> Herausforderung zu sein.

sehr zur freude aller gewerblich tätigen advokaten, denen sich somit 
eine stete einkommensquelle auftut, ohne das für technische berufe 
notwendige grundfähigkeiten wie kopfrechnen erforderlich wären.

von Joachim B. (jar)


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Klar P. schrieb:
> So was wie Tippfehler baue ich extra ein damit selbst ernannte
> Rechtschreibversteher auch mal was zu melden haben.

bessere Ausreden fallen dir nicht ein?

Klar P. schrieb:
> Ja klar, so wie damals bei der "Kulturrevolution" in China während
> dieser der Pöbel in den Roten Garden die Akademiker wortwörtlich tot
> prügelte:

wobei die damals nicht alle übermäßig intelligent waren nach 
Überlieferung oft von Syphilis und Inzucht degeneriert.

: Bearbeitet durch User
von Thomas U. (charley10)


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Joachim B. schrieb:
> Klar P. schrieb:
>> So was wie Tippfehler baue ich extra ein damit selbst ernannte
>> Rechtschreibversteher auch mal was zu melden haben.
>
> bessere Ausreden fallen dir nicht ein?
>
> Klar P. schrieb:
>> Ja klar, so wie damals bei der "Kulturrevolution" in China während
>> dieser der Pöbel in den Roten Garden die Akademiker wortwörtlich tot
>> prügelte:
>
> wobei die damals nicht alle übermäßig intelligent waren nach
> Überlieferung oft von Syphilis und Inzucht degeneriert.

Der 'geführte Neid' endete in diesen Excessen...
Wer braucht schon Intellekt, wenn es Ideologie gibt!

von Joachim B. (jar)


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Thomas U. schrieb:
> Der 'geführte Neid' endete in diesen Excessen...

ändert aber nichts an Tatsachen

Bereits 51 Prozent eines Jahrgangs schließen mit der allgemeinen 
Hochschulreife ab. Jedes Jahr steigt die Quote um ein Prozentpunkt. In 
20 Jahren liege Deutschland bei 70 Prozent.

Wer glaubt denn das die alle studierfähig sind?
Die gaussche Verteilung Glockenkurve wird doch so ad absurdum geführt.
Da auch Professoren an Hochschulen Vorgaben haben wird auch dort die 
Qualität immer weiter verwässert.

Nennt es NEid, ändert aber nichts an Tatsachen.

: Bearbeitet durch User
von Thomas U. (charley10)


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Joachim B. schrieb:
> Thomas U. schrieb:
>> Der 'geführte Neid' endete in diesen Excessen...
>
> ändert aber nichts an Tatsachen
>
> Bereits 51 Prozent eines Jahrgangs schließen mit der allgemeinen
> Hochschulreife ab. Jedes Jahr steigt die Quote um ein Prozentpunkt. In
> 20 Jahren liege Deutschland bei 70 Prozent.

Die dann aber bei der 'Führer'scheinprüfung gnadenlos versagen. Und das 
ebenfalls zunehmend.
Meine Frau hat viele Jahre Ma/Ph gelehrt. Was meinst du, wie die 
Anforderungen dem Intellekt angepasst wurden?
Beispiel: Aus der ehemaligen Anforderung "Sie beherrschen xyz", wurde 
"sie KENNEN xyz". Ach ja, da gibt es sowas... Keine Ahnung, was ich 
damit soll.

>
> Wer glaubt denn das die alle studierfähig sind?
> Die gaussche Verteilung Glockenkurve wird doch so ad absurdum geführt.
> Da auch Professoren an Hochschulen Vorgaben haben wird auch dort die
> Qualität immer weiter verwässert.
>
> Nennt es NEid, ändert aber nichts an Tatsachen.

von (prx) A. K. (prx)


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Joachim B. schrieb:
> Bereits 51 Prozent eines Jahrgangs schließen mit der allgemeinen
> Hochschulreife ab. Jedes Jahr steigt die Quote um ein Prozentpunkt. In
> 20 Jahren liege Deutschland bei 70 Prozent.

Und in weiteren 40 Jahren bei 110%! Eine nicht zu unterschätzende 
Leistung Deutschlands. Andererseits sinkt sie auch jedes Jahr um 1%, 
wenn man die Studienberechtigten des letzten Jahrzehnts zum Maßstab 
nimmt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Abiturientenquote#Chronologische_Übersicht_für_Deutschland

: Bearbeitet durch User
von Joachim B. (jar)


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(prx) A. K. schrieb:
> Und in weiteren 40 Jahren bei 110%!

damit sind wir wieder beim Topic

von G. K. (zumsel)


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Joachim B. schrieb:

> Die gaussche Verteilung Glockenkurve wird doch so ad absurdum geführt.
> Da auch Professoren an Hochschulen Vorgaben haben wird auch dort die
> Qualität immer weiter verwässert.

Es ist eine ziemlich dumme Idee in einem rohstoffarmen Land die Bewohner 
eher weniger auszubilden.

Probleme damit haben wahrscheinlich nur die die um ihre vermeintlichen 
Alleinstellungsmerkmale wegen mangelhaften Selbstbewusstsein fürchten.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Joachim B. schrieb:
> Bereits 51 Prozent eines Jahrgangs schließen mit der allgemeinen
> Hochschulreife ab. (...)

> Wer glaubt denn das die alle studierfähig sind?

Sind sie nicht und viele Abiturienten probieren es gar nicht erst, 
andere scheitern im Studium.

Ich sehe es mit dem hohen Anteil der Abiturienten aus eigener Erfahrung 
entspannt. Bei mir war es umgekehrt: Wegen des gravierenden 
Ausbildungsplatzmangels in den 80er Jahren habe ich nach vergeblicher 
Ausbildungsplatzsuche spontan - also direkt im Anschluss an den 
Realschulabschluss - das Abitur nachgeholt und danach studiert (und das 
Studium auch erfolgreich abgeschlossen).

So habe ich sowohl Realschule als auch Gymnasium kennengelernt und 
Letzteres als Bereicherung empfunden. Von mir aus darf deshalb gerne 
jeder sein Abitur versuchen.

Ob es verlorene Zeit ist, wenn anschließend eine Ausbildung absolviert 
wird, für welche das Abitur nicht erforderlich ist, darüber darf 
durchaus diskutiert werden jeder seine eigene Meinung haben.

von Thomas U. (charley10)


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G. K. schrieb:
> Joachim B. schrieb:
>
>> Die gaussche Verteilung Glockenkurve wird doch so ad absurdum geführt.
>> Da auch Professoren an Hochschulen Vorgaben haben wird auch dort die
>> Qualität immer weiter verwässert.
>
> Es ist eine ziemlich dumme Idee in einem rohstoffarmen Land die Bewohner
> eher weniger auszubilden.

Bei dem derzeit herrschenden Ausmaß könnte man böswillig Vorsatz 
vermuten.
Oder Aufgabe den wohlstandsverwahrlosten Nachkommen gegenüber.
Warum wohl sind oft asiatische Länder bei Bildung Vorreiter?

>
> Probleme damit haben wahrscheinlich nur die die um ihre vermeintlichen
> Alleinstellungsmerkmale wegen mangelhaften Selbstbewusstsein fürchten.

von Georg M. (g_m)


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Quod natura non dat, Salmantica non præstat

von (prx) A. K. (prx)


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Rainer Z. schrieb:
> Ob es verlorene Zeit ist, wenn anschließend eine Ausbildung absolviert
> wird, für welche das Abitur nicht erforderlich ist, darüber darf
> durchaus diskutiert werden jeder seine eigene Meinung haben.

Es gibt Ausbildungsfächer, in denen Abitur zwar keine formale, aber eine 
effektive Voraussetzung ist. Etwa beim Fachinformatiker, wenn ein 
Unternehmen mehr sucht, als Doppelbodenausfeger und Karrenschubsen.

: Bearbeitet durch User
von Al. K. (alterknacker)


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Rainer Z. schrieb:
> Ob es verlorene Zeit ist,

Das Leben zeigt ob man das gelernte jemals gebrauchen kann.

Ich hätte nie gedacht das ich Russisch(4,4) jemals im Leben gebrauchen 
könnte.
Aber ich konnte in Bulgarien an Anfang schon den damaligen Analphabeten
mit einiger Mühe die Zeitung vorlesen.
Diese Personen konnten sich nicht vorstellen das ich lesen und schreiben 
konnte, es aber nicht selbst verstanden habe.
Nach einen halben Jahr hatte sich das aber geändert.;-))

Leider hatten die Lehrer damals nicht so ein treffendes Beispiel, der 
Ausspruch "Ihr lernt fürs Leben , nicht führ die Schule"
verhallte im Raum..

MfG
alterknacker

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Al. K. schrieb:
> Leider hatten die Lehrer damals nicht so ein treffendes Beispiel, der
> Ausspruch "Ihr lernt fürs Leben, nicht führ die Schule"
> verhallte im Raum..

Leider ist der Lehrstoff in der Schule sehr verkopft. Schon den Lehrern 
(m/w/d) der Realschule habe ich den Vorwurf gemacht: "Was nützen mir die 
Integrale, wenn ich nicht weiß, wie ich mich in Notfällen verhalte??"

Will heißen, dass ich Lebensnäheres wie Erste-Hilfe-Kurs, Wissen über 
gesunde Ernährung, Gefahren im Alltag (elektrische Spannung) und 
dergleichen im Unterricht gewünscht hätte. In der Realschule gab es 
immerhin noch "Werken" (Holz/Metall). Tapeten ankleistern kann ich 
hingegen bis heute nicht.

von (prx) A. K. (prx)


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Rainer Z. schrieb:
> Will heißen, dass ich Lebensnäheres

Je höher die Ausbildung, desto abstrakter die Inhalte. Weil es mit 
steigendem Niveau wichtiger wird, Lernfähigkeiten auszubilden, 
Grundlagen zu vermitteln, statt konkrete Handlungsanleitungen zu 
liefern.

: Bearbeitet durch User
von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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(prx) A. K. schrieb:
> Je höher die Ausbildung, desto abstrakter die Inhalte. Weil es mit
> steigendem Niveau wichtiger wird, Lernfähigkeiten auszubilden,
> Grundlagen zu vermitteln, statt konkrete Handlungsanleitungen zu
> liefern.

Völlig richtig. Vielleicht bin ich jetzt in der Lage, die 
Bedienungsanleitung eines Defibrillators auf Deutsch, Englisch und 
Französisch verstehend zu lesen und das Gerät dann fünf Minuten später 
an einem inzwischen Verstorbenen anzuwenden.

von Steve van de Grens (roehrmond)


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Al. K. schrieb:
> der Ausspruch "Ihr lernt fürs Leben , nicht führ die Schule"
> verhallte im Raum.

Da sind unsere Lehrer in einer schwierigen Situation. Wie sollen sie 
glaubhafte Beispiele nennen, während sie selbst nur für die Schule 
gelernt haben?

Beitrag #7634329 wurde vom Autor gelöscht.
Beitrag #7634330 wurde vom Autor gelöscht.
von Percy N. (vox_bovi)


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G. K. schrieb:
> Bist du auch einer von diesen Laien der solche Konzepte wie
> Güterabwegung, Grundsatzentscheidungen und Rechtsfrieden nicht
> verstanden hat?

Nein, ich passe nicht in Deine Gesellschaft.

von Percy N. (vox_bovi)


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Klar P. schrieb:
> gewerblich tätigen advokaten

???

"Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO)
§ 2 Beruf des Rechtsanwalts
(1) Der Rechtsanwalt übt einen freien Beruf aus.
(2) Seine Tätigkeit ist kein Gewerbe."

https://www.gesetze-im-internet.de/brao/__2.html

von (prx) A. K. (prx)


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Advokaten können wohl schon gewerblich tätig sein, lese ich. Etwa wenn 
sie ihr karges Einkommen aufbessern, indem sie der wartenden Kundschaft 
Pommes verkaufen. Oder andere kombinierte Leistungen erbringen, was dem 
Vernehmen nach zunimmt, die Gewerbesteuerfreiheit riskiert und in die 
Percy GmbH & Co. KG mündet. ;)

: Bearbeitet durch User
Beitrag #7634444 wurde vom Autor gelöscht.
von Bruno V. (bruno_v)


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G. K. schrieb:
> Es ist eine ziemlich dumme Idee in einem rohstoffarmen Land die Bewohner
> eher weniger auszubilden.

Die Anzahl Abiturienten oder Studenten war eine Metrik zur Beurteilung 
der Ausbildung der Bewohner.

Sie ist es nicht mehr, weil wir, um gut dazustehen, diese Zahl 
beliebig erhöhen. (Ich hab mich nie mit Pisa beschäftigt, aber ich 
glaube dort ist die Abiturquote mangels Alter kein Thema).

Unterricht (egal ob Grundschule oder Promotionsstudium) ist wie 
Sport-Training: Der Trainer kann sich noch so tolle Übungen überlegen, 
anspornen, tadeln, ... am Ende ist der Erfolg des Einzelnen vor Allem 
davon abhängig, wie sehr sich der Trainierte anstrengt, innerhalb und 
außerhalb des Trainings. Im Unterricht halt kognitiv.

Noten (oder Abschlüsse) sind kein Indikator für Bildung oder 
Lernniveau. Sie sind relativ und dienen der Motivation und der 
Selektion. Leider wüsste ich heute keine weitere Motivation.

von (prx) A. K. (prx)


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Bruno V. schrieb:
> Noten (oder Abschlüsse) sind kein Indikator für Bildung oder
> Lernniveau.

Zumindest kein zuverlässiger. Zumal beides nachweislich vorhanden sein 
kann, aber trotzdem... Nicht jeder promovierte Physiker hat eben ein 
Näschen für IT. Dafür war er billig.

Andererseits kriegt man bei einem angehenden Azubi mitunter schon bei 
einem vorherigen Überbrückungs-Praktikum eine Vorstellung.

: Bearbeitet durch User
von Percy N. (vox_bovi)


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Bruno V. schrieb:
> Noten (oder Abschlüsse) sind kein Indikator für Bildung oder
> Lernniveau. Sie sind relativ und dienen der Motivation und der
> Selektion. Leider wüsste ich heute keine weitere Motivation.

Du bist ausgesprochen nachsichtig, indem Du darüber hinweg gehst, dass 
Noten, die vom Lehrenden dem Lernenden erteilt zu werden scheinen, 
tatsächlich den Lehrerfolg des Lehrenden zu beschreiben besti.mmt sind 
oder zumindest sein können. Solange alle dabei mitspielen, fällt das 
frühestens in der nächsten Stufe der individuellen Bildungsbiographie 
auf; und siehe da: Universitäten wie auch Ausbildungsbetriebe jammern 
seit Jahren unisono über die unerwartet schlechte Vorbildung der 
Zugänge.

von Bruno V. (bruno_v)


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Percy N. schrieb:
> tatsächlich den Lehrerfolg des Lehrenden zu beschreiben besti.mmt sind
> oder zumindest sein können.

Woher kommt diese Auffassung? Zwar könnte man in Mathe oder Englisch 
objektive Leistungsmessungen durchführen. Außerhalb von Pisa, Känguruh 
oder dem Zentralabi ist das durchweg nicht der Fall.

Der Reli-Lehrer, der nur einsen und zweien vergibt, wird kaum besser 
sein als einer mit normaler Normalverteilung.

Der einzige, der die Leistung eines Lehrers beurteilen könnte, wäre der 
Lehrer im nächsten Schuljahr (wenn es ihm nicht egal wäre, ändern kann 
er eh nichts).

(Meines Erachtens und aus Erfahrung ist das eines der Probleme im 
Lehrerberuf: Du bist nur mit Schülern zusammen und hast 0 fachliches 
Korrektiv in Deinem Beruf. So wie ein C-Programmierer, der seinen Code 
niemals kompiliert oder ein Jurist, dessen Anklageschriften kein Richter 
sieht)

: Bearbeitet durch User
von Harald K. (kirnbichler)


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Klar P. schrieb:
> Scannerkassen wurden ca. 2000 eingeführt

Im gerne als völlig dysfunktional belächelten Berlin gab es bereits in 
der ersten Hälfte der 80er Jahre Scannerkassen. In der 
Lebensmittelabteilung bei Karstadt am Hermannplatz - das ist in 
Kreuzberg.

Scannerkassen wurden bei Aldi erst etwa 2000 eingeführt, davor mussten 
die Kassiererinnen die Codenummern der Artikel auswendig kennen.

Nein, nicht die Preise.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Harald K. schrieb:
> Scannerkassen wurden bei Aldi erst etwa 2000 eingeführt, davor mussten
> die Kassiererinnen die Codenummern der Artikel auswendig kennen.

Was ich heftig fand. Aldi hatte damals zwar kein Riesensortiment, aber 
immerhin waren es viele Artikel.

Wer erinnert sich noch an die Zeit, als die Kassiererinnen die Waren 
während des Tippens an der Kasse von einem Einkaufswagen in den anderen 
packten? Das Förderband an der Kasse existierte noch nicht.

von Marci W. (marci_w)


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Percy N. schrieb:
> Marci W. schrieb:
[...]
> Das "Problem" ist also deutlich komplexer, als Du ahnst.

Ich denke, für die Dinge, die wir hier gerade "diskutieren", reicht mein 
Problembewusstsein.

> "Eine LRS hängt nicht mit der Intelligenz zusammen

Hatte ich auch nirgends behauptet!!!
(ich mache eigentlich nie drei Ausrufezeichen, aber hier musste es sein)

> Hatten wir schon ...

Eben!

[...]
> Zwölf Prozent eine winzige Minderheit? Erkläre das bitte mal den Herren

OK, dann entschuldige ich mich hier in aller Form vielmals dafür, dass 
ich vor dem  schreiben des Artikels nicht die genauen Zahlen 
recherchiert habe.
Hätte ich das Wort "winzige" weggelassen, wäre vermutlich alles OK 
gewesen.
Tut mir leid, aber wenn jedes meiner Worte auf die Goldwaage gelegt 
wird, ist mir das zu blöd. Deshalb ist hier für mich EOD.

Manchmal beschleicht mich das Gefühl, dass manche hier nur darauf 
lauern, jemandem ans Bein pinkeln zu können! Habt ihr sonst nix besseres 
zu tun?
Was für eine beschissene Kommunikationskultur...

ciao

Marci

von Percy N. (vox_bovi)


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Marci W. schrieb:
> OK, dann entschuldige ich mich hier in aller Form vielmals dafür, dass
> ich vor dem  schreiben des Artikels nicht die genauen Zahlen
> recherchiert habe.
> Hätte ich das Wort "winzige" weggelassen, wäre vermutlich alles OK
> gewesen.

Eher nicht. Wenn Du zB behauptet hättest,  die Arbeitslosen sein bloß 
eine Minderheit, hätte man Dir das sicherlich noch mehr verübelt, obwohl 
es doppelt so viele Legastheniker wie Arbeitslose gibt.  Hier mag 
allerdings der Umstand mitwirken, dass neben den Arbeitslosen eine 
Vielzahl von prekär Beschäftigten existiert, die das Problem 
verschärfen.

> Tut mir leid, aber wenn jedes meiner Worte auf die Goldwaage gelegt
> wird, ist mir das zu blöd. Deshalb ist hier für mich EOD.
>
Dir ist aber schon klar, dass Du die Legastheniker nicht ins Verhältnis 
zur Gesamtbevölkerung gesetzt hast, sondern zu den notorisch mutwillig 
"Unrechtschreibenden"? Sollen das wirklich mehr als zwölf Prozent der 
Bevölkerung sein? Wer sagt das?

> Manchmal beschleicht mich das Gefühl, dass manche hier nur darauf
> lauern, jemandem ans Bein pinkeln zu können!

Ja, dieses Gefühl ist angenehm, schützt es doch davor, das eigene 
Verhalten zu hinterfragen.

von Percy N. (vox_bovi)


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Harald K. schrieb:
> Scannerkassen wurden bei Aldi erst etwa 2000 eingeführt, davor mussten
> die Kassiererinnen die Codenummern der Artikel auswendig kennen.

Und der ganze Vorgang lief deutlich schneller ab als heute.

Und nein, das liegt nicht an der übererfüllungsmäßigen Blödheit Deiner 
geliebten "Schackeline". Die Kasse ist so lahmarschig.

von Bruno V. (bruno_v)


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Rainer Z. schrieb:
> Was ich heftig fand. Aldi hatte damals zwar kein Riesensortiment, aber
> immerhin waren es viele Artikel.

Das eine bedingte das andere: weil scannerkassen damals langsam waren, 
hatte Aldi keine ( Aldi waren die ersten hier, die barcodes und Scanner 
auf allen Seiten hatten).

Weil sie keine Scanner hatten, blieb das Angebot beschränkt. Mit 
scannerkassen und explodiertem Angebot wurden die Läden zu klein und die 
heutigen entstanden.

Wenn Aldi eins konnte, dann war das Rechnen.

: Bearbeitet durch User
von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Bruno V. schrieb:
> Mit Scannerkassen und explodiertem Angebot wurden die Läden
> zu klein und die heutigen entstanden.

Interessanter Aspekt. Jedenfalls wurden alle fünf Aldi-Märkte in meiner 
20 km-Umgebung in den letzten 10...15 Jahren abgerissen und durch 
Neubauten ersetzt, teils sogar mehrfach.

> Wenn Aldi eins konnte, dann war das Rechnen.

Jedenfalls die Albrecht-Brüder, die meintest Du sicher.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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(prx) A. K. schrieb:
> Und in weiteren 40 Jahren bei 110%!
> ... Andererseits sinkt sie auch jedes Jahr um 1%, ...

Das ist alles in 40 Jahren überholt und nicht mehr relevant. Bis dahin 
ist es egal ob 100% ein Abi bekommen auch wenn der IQ-Durchschnitt im 
Vergleich, wenn diese die heutigen Tests machen müssen bei 50% liegen 
würde, dann bis dahin hat die Künstliche Intelligenz den Menschen 
abgehängt.

Kopfrechnen und Rechtschreibung wird da nicht mehr gebraucht. Einem Teil 
der Menschen wird einfach durch Aufhebung der Drogenverbote der Weg frei 
gemacht sich selbst ruhig zu stellen. Die wenigen übersurchschnittlich 
intelligenten Menschen werden die Warlords stellen, die dann aus 
Langeweile andere Menschen sozusagen verheizen statt nur KI-Kampfroboter 
für die Auseinandersetzung zu verwenden. Naja, quasi ein modernisiertes 
Gladiatorentum.

Woher stammt diese Zukunfsvorhersage? Ich hatte vor einigen Jahren ein 
SciFi Buch aus den 70er gelesen, wo die Welt so beschrieben wurde. Den 
Titel und Autor weiß ich leider nicht mehr. Angefangen hatte die 
Geschichte mit der Hauptperson, die sich auf den Zusammenbruch der 
Ordndung gerade vorbereitet. Kein Mensch wüsse, was los wäre, warum 
immer mehr Menschen Amok liefen. Es ginge die Geschicht herumg, dass es 
an der Sonne liegen würden. Irgendwas habe sich die Strahlung verändert 
und die Leute geraten irgendwie aus der Kontrolle.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Rainer Z. schrieb:
> Interessanter Aspekt. Jedenfalls wurden alle fünf Aldi-Märkte in meiner
> 20 km-Umgebung in den letzten 10...15 Jahren abgerissen und durch
> Neubauten ersetzt, teils sogar mehrfach.

In ein paar Jahren werden diese vielleicht noch mal umgebaut. Es gibt 
unsichere Gegenden in der Welt, da sind die Lebensmittelmärkte wie eine 
traditionelle Bank oder Gefängnis gesichert. Der Kunde steht da vor 
einem vergitterten Tresen und gibt seinen Bedarf durch. Eine Person 
hinter dem Tresen füllt dann den Einkaufskorb oder auch den 
Einkaufswagen. Erst nach der Bezahlung wird über eine 
Doppelgittertürenschleuse die Ware ausgehändigt.
Die Abholcenter von Paketen sind analog gesichert. Paketlieferungen von 
einem Warlordgebiet mit einem Paketcenter in ein anderes Warlordgebiet 
ohne Paketcenter sind bereits ein großes Problem um funktioneren nur 
über Bakschisch. Das gleiche Problem gibt es, wenn man selbst zum 
Abholen fährt. Doof ist es auch, wenn man zum Erreichen des ÖPNV (z.B. 
Bahn) eine Warlordgrenze passieren muss. Es ist in solchen Gegenden 
immer doof, wenn eine Warlordgrenze passiert werden musss. Von der 
Bakschischproblematik sind dort auch Krankenwagen und Feuerwehren nicht 
ausgenommen.

Erste Anfänge gibt es bereits zu erkennen am Fulton Center.
https://de.wikipedia.org/wiki/Fulton_Center

Wegen der vielen Diebstähle und vereinzelt auch Plünderungen gaben schon 
zu viele Geschäfte auf.
https://www.nbcnewyork.com/news/local/fulton-center-mall-operator-lease-crime-homelessness-concerns-fidi-nyc/5222683/
https://www.the-sun.com/news/10886613/fulton-centre-westfield-mall-homeless-empty-stores/

von Percy N. (vox_bovi)


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Bruno V. schrieb:
> Der einzige, der die Leistung eines Lehrers beurteilen könnte, wäre der
> Lehrer im nächsten Schuljahr (wenn es ihm nicht egal wäre, ändern kann
> er eh nichts).

Nein. Der wesentlich leidtragende Sachverständige ist der Verbraucher, 
also der Professor, Ausbilder oder Berufsschullehrer, wie ich schon 
angedeutet hatte.

Ändern kann man zumindest für sich selbst etwas. Eine Junglehrerin aus 
meinem damaligen Bekanntenkreis übersiedelte vor gut 20 Jahren von 
Schleswig-Holstein nach Sachsen, weil sie es nicht mit ihrem Gewissen 
vereinbaren konnte, völlig desinteressierten und strunzdummen Schülern 
durch die Bank Lobhudelzeugnisse schreiben zu müssen, die jedem 
Arbeitsrechtsanwalt die Schamesröte ins Gesicht getrieben hätten. Bei 
ihr ging es um Grundschule, was die Sache keinesfalls besser machte: 
dort gab es zumindest damals keine Kopfnoten, sondern nur 
klebrig-süßlichen Text. Am Ende der vierten Klasse fielen die zumeist 
nicht gerade hochbegabten Eltern aus allen Wolken, wenn dem bisher so 
erfolgreich erscheinenden Nachwuchs nicht etwa der direkte Übergang auf 
die Universität, sondern eher der Besuch einer Förderschule nahegelegt 
wurde.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Percy N. schrieb:
> Bei ihr ging es um Grundschule, was die Sache keinesfalls besser
> machte: dort gab es zumindest damals keine Kopfnoten, sondern nur
> klebrig-süßlichen Text.

Nennt sich hier "Kompetenzzeugnis".

https://www.welt.de/politik/deutschland/article143765131/So-sehen-die-Schulzeugnisse-ohne-Noten-aus.html

Sehen in meinem Bekanntenkreis selbst die Eltern kritisch, weil sie - 
wie Du es selbst sagtest - den Leistungsstand ihrer Sprösslinge nicht 
wirklich einschätzen können.

von Thomas U. (charley10)


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Rainer Z. schrieb:
> Percy N. schrieb:
>> Bei ihr ging es um Grundschule, was die Sache keinesfalls besser
>> machte: dort gab es zumindest damals keine Kopfnoten, sondern nur
>> klebrig-süßlichen Text.
>
> Nennt sich hier "Kompetenzzeugnis".
>
> 
https://www.welt.de/politik/deutschland/article143765131/So-sehen-die-Schulzeugnisse-ohne-Noten-aus.html
>
> Sehen in meinem Bekanntenkreis selbst die Eltern kritisch, weil sie -
> wie Du es selbst sagtest - den Leistungsstand ihrer Sprösslinge nicht
> wirklich einschätzen können.

Man will schliesslich Niemand "weh tun"!
Nach mir die Sintflut...
Meine Frau musste sich nach der Bildungsempfehlung 'Realschule' an eine 
recht minderbemittelte Schülerin mit aber einflussreichen Eltern bei 
diesen SCHRIFTLICH entschuldigen!
Wenn der Rückhalt durch die Schulleitung derart fehlt, macht das 
Unterrichten richtig Spaß!
Das Göhr besuchte, wie gewollt, das Gymnasium, was sie nach 2 Jahren 
wieder verlies und an eine Hauptschule wechselte.

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Thomas U. schrieb:
> Meine Frau musste sich nach der Bildungsempfehlung 'Realschule' an eine
> recht minderbemittelte Schülerin mit aber einflussreichen Eltern bei
> diesen SCHRIFTLICH entschuldigen!

Wobei das für die Schülerin nach hinten los gehen kann, mit Frust für 
alle, Eltern und Lehrer inklusive. Im Gymnasium mies zu sein 
demotiviert, und nervt alle Beteiligten. Wechsel in Realschule war dann 
genau andersrum. Sie gehörte zu den Besten, war infolgedessen motiviert 
etc. Sie ging danach aus eigenem Antrieb ins Aufbaugymnasium und 
studiert nun. So herum funktioniert das besser.

: Bearbeitet durch User
von Thomas U. (charley10)


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(prx) A. K. schrieb:
> Thomas U. schrieb:
>> Meine Frau musste sich nach der Bildungsempfehlung 'Realschule' an eine
>> recht minderbemittelte Schülerin mit aber einflussreichen Eltern bei
>> diesen SCHRIFTLICH entschuldigen!
>
> Wobei das für die Schülerin nach hinten los gehen kann, mit Frust für
> alle, Eltern und Lehrer inklusive. Im Gymnasium mies zu sein nervt alle
> Beteiligten. Wechsel in Realschule war dann genau andersrum. Sie gehörte
> zu den Besten, war infolgedessen motiviert etc. Sie ging danach aus
> eigenem Antrieb ins Aufbaugymnasium und studiert nun. So herum
> funktioniert das besser.

Richtig. Was aber, wenn das Nicht-Gymnasium am Image der Eltern kratzt? 
Dann doch lieber zum Schaden der 'Brut' entscheiden.
Ob minder bemittelt oder wohlstandsverwahrlost-faul weiß ich heute nicht 
mehr. Ich müsste nachfragen.
Vielleicht auch UND statt oder. ;-((

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Thomas U. schrieb:
> am Image der Eltern kratzt

Mit Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens.
(Ist von Schiller, also keine neue Erkenntnis :)

Was willste in einer leidlich freien Gesellschaft dagegen machen?

: Bearbeitet durch User
von Steve van de Grens (roehrmond)


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(prx) A. K. schrieb:
> Im Gymnasium mies zu sein
> demotiviert, und nervt alle Beteiligten. Wechsel in Realschule war dann
> genau andersrum.

Dito, ging mir ebenso

> Was aber, wenn das Nicht-Gymnasium am Image der Eltern kratzt?

Das ist deren Problem. Meine Mutter hat es überlebt.

: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Thomas U. schrieb:
> Wenn der Rückhalt durch die Schulleitung derart fehlt, macht das
> Unterrichten richtig Spaß!

Das ist das Hauptproblem. Diese Posten in der Schulleitung und 
zugehörigen Ministerien werden zu häufig nach Quote und nicht nach 
Qualität besetzt. Es gab zwar Klagen gegen solches Vorziehen, sind aber 
auch am höchsten Gericht gescheitert, weil salopp formuliert "Quality is 
a Myth" wäre.

(prx) A. K. schrieb:
> Mit Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens.

Wenn diese überhand nahm, ging meistens in der Geschichte eines von 
diesen Völkern und Rassen unter. D.h. verloren ihr Land oder wurden 
versklavt. Daran konnten auch Orakel nichts ändern.

Aber auch hier bestätigen Ausnahmen die Regel. Wenn das Nachbarland so 
viel verdummte Bevölkerung hatte, dass der Nachbar zahlenmäßig um ein 
Vielfaches überrannt werden konnte, dann natürlich erstmal nicht.

Was nutzt es, wenn jedes Heer mit einer Tausendschaft bei den anderen 
Dreitausend an Soldaten töten kann, aber die anderen Heere immer mit dem 
Zehnfachen an Soldaten aufwarten kann?

von Percy N. (vox_bovi)


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Thomas U. schrieb:
> Das Göhr besuchte, wie gewollt, das Gymnasium, was sie nach 2 Jahren
> wieder verlies und an eine Hauptschule wechselte.

Das geht auch anders: nach der sechsten Klasse bekam einer meiner 
Kumpels mit bildungsfernem Familienhintergund vom (recht elitären) 
Gymnasium die Empfehlung "Hauptschule"; die Eltern gehorchten brav. In 
der Folgezeit hat der Junge seine Lehrer zur Verzweiflung getrieben; es 
war unerfindlich, warum er nicht auf die Realschule sollte. Ein Wechsel 
dorthin war damals nicht möglich.

Die ach so fürchterlichen Defizite des armen Kerls bestanden in recht 
schlichtem sorachlichem Ausdruck wie auch überhaupt einer gewissen 
sprachlichen Zurückhaltung, was sich auch in Englisch bemerkbar machte.

von (prx) A. K. (prx)


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Dieter D. schrieb:
> Was nutzt es, wenn jedes Heer mit einer Tausendschaft bei den anderen
> Dreitausend an Soldaten töten kann, aber die anderen Heere immer mit dem
> Zehnfachen an Soldaten aufwarten kann?

Lass mal stecken. Sowas macht künftig die KI, zusammen mit Drohnen. Die 
bleiben dann auch als Einziges übrig.
Lektüre: Der Unbesiegbare, von Stanislaw Lem.

: Bearbeitet durch User
von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Percy N. schrieb:

> war unerfindlich, warum er nicht auf die Realschule sollte. Ein Wechsel
> dorthin war damals nicht möglich.

Wo soll sowas den nicht möglich "gewesen" sein, vom Gymie auf's Reli?

von Klar P. (Firma: Reinigungsmittel) (klar_putz)


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(prx) A. K. schrieb:

> Lektüre: Der Unbesiegbare, von Stanislaw Lem.

Klar, das Buch in dem die Besatzung noch Schwarten von Papieratlanten im 
Raumschiff mit sich rumschleppt.

Also der Unbesiegbare ist m.E. nicht sonderlich Inspirierend bezüglich 
technischen Fortschritt im Vergleich zu den anderen Werken die dieser 
gescheiterte Mediziner aus Polen hinterließ. Grundtenor des 
"Unbesiegbaren": "(Dumme) Masse schlägt (hochtechnologische) Klasse", 
das passt in die Sechziger Jahre, in der man beispielsweise die 
Chinesischer Bauernarmee nur wegen ihrer Masse an Kanonenfutter 
fürchtete und nicht wegen ihrem technologischen Niveaus.

Aber vielleicht gerade deswegen ein Buch für diejenigen, die sich 
aufgrund ihrer intellektuellen Fähigkeiten im sozialen Aufstieg 
behindert wähnen.

von (prx) A. K. (prx)


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Klar P. schrieb:
> Also der Unbesiegbare ist m.E. nicht sonderlich Inspirierend bezüglich
> technischen Fortschritt im Vergleich zu den anderen Werken die dieser
> gescheiterte Mediziner aus Polen hinterließ.

Stimmt, passt hier aber besser.

von Harald K. (kirnbichler)


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Wer so über Lem schreibt, bleibt vielleicht besser bei seinen 
Perry-Rhodan-Heftchen.

von Percy N. (vox_bovi)


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Cha-woma M. schrieb:
> Percy N. schrieb:
>
>> war unerfindlich, warum er nicht auf die Realschule sollte. Ein Wechsel
>> dorthin war damals nicht möglich.
>
> Wo soll sowas den nicht möglich "gewesen" sein, vom Gymie auf's Reli?

Welche Note hattest Du in Leseverständnis?

von (prx) A. K. (prx)


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Harald K. schrieb:
> Wer so über Lem schreibt, bleibt vielleicht besser bei seinen
> Perry-Rhodan-Heftchen.

Der beisst nicht, der will nur spielen.

von Percy N. (vox_bovi)


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(prx) A. K. schrieb:
> Harald K. schrieb:
>> Wer so über Lem schreibt, bleibt vielleicht besser bei seinen
>> Perry-Rhodan-Heftchen.
>
> Der beisst nicht, der will nur spielen.

Er hat doch Recht: Lem durfte lediglich als Mediziner nicht reüssieren, 
Klar P. hingegen ist der klassische Universalverlierer.

von Heinrich K. (minrich)


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mikrocontroller . net

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hunderttausende vor Dir. Ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

von Klar P. (Firma: Reinigungsmittel) (klar_putz)


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Percy N. schrieb:
> Klar P. schrieb:
>> gewerblich tätigen advokaten
>
> ???
>
> "Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO)
> § 2 Beruf des Rechtsanwalts
> (1) Der Rechtsanwalt übt einen freien Beruf aus.
> (2) Seine Tätigkeit ist kein Gewerbe."
>
> https://www.gesetze-im-internet.de/brao/__2.html

Wie putzig, demnach dürfte es keine angestellten Anwälte aka Syndizi 
geben!

Naja, nix weiter als ein billiger Taschenspielertrick des dafür 
bekannten Foristen: da wird "gewerblich" ausschließlich mit "Gewerbe" 
(aus dem Steuerrecht) gleichgesetzt, während es genauso ein Synonym zu 
"gewinnorientiert" ist.

Und natürlich freut einen gegen Bezahlung tätigen Anwalt die fehlende 
Konsistenz in den Gesetzeswerken, so kann mensch den Rat/Rechtstipp 
"teuer" verkaufen.

Im Gegensatz zu "pro bono", also der Verzicht (aufs volle) Honorar.

Interessanterweise ist in .de nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz der 
Verzicht auf Gebühren bei der anwaltlichen Rechtsberatung kaum möglich.

: Bearbeitet durch User
von Klar P. (Firma: Reinigungsmittel) (klar_putz)


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Harald K. schrieb:
> Wer so über Lem schreibt, bleibt vielleicht besser bei seinen
> Perry-Rhodan-Heftchen.

Naja, S. Lem hat halt hauptberuflich überwiegend Unterhaltungsliteratur 
wie "Der Unbesiebare" geschrieben.

Falls jemand einen Verfasser von SF-Literatur sucht, der auch beruflich 
mit Technik und Naturwissenschaften befasst war, dem sei Carl Sagan 
(Contact", 1985) empfohlen. Auch Arthur C. Clarke ("2001: A space 
Odyssey") verfasste neben Unterhaltungs- auch fachliteratur zur Science 
(and Fiction)-Thematik.

Wer aus dem Œuvre von S. Lem ein IMHO inspirendes (und nicht vornehmlich 
der Zerstreuung dienenden) Text sucht, dem sei einigen Passagen im 
"Stimmes des Herrn" angeraten.

BTW: Bis jetzt kein Einziges aus der Perry-Rhodan-Reihe gelesen und 
denke nicht, das ich damit etwas vermisse. Demnächst wird vielleicht den 
"Foundation"-Zyklus von Asimov rezipiert, da sich dieser mit dem 
Niedergang von Zivilisation auseinandersetzt. Oder gleich der Text, das 
Asimov selbst als Inspiration dafür angab: Edward Gibbon: "Verfall und 
Untergang des Römischen Imperiums").

> Klar P. hingegen ist der klassische Universalverlierer.
Damit offenbart einer Menschenkenntnis nicht tiefgründiger als ein 
Karnickelfurz.

: Bearbeitet durch User
von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Klar P. schrieb:
> Naja, nix weiter als ein billiger Taschenspielertrick des dafür
> bekannten Foristen: da wird "gewerblich" ausschließlich mit "Gewerbe"
> (aus dem Steuerrecht) gleichgesetzt, während es genauso ein Synonym zu
> "gewinnorientiert" ist.

...

> Im Gegensatz zu "pro bono", also der Verzicht (aufs volle) Honorar.

Aber nicht doch. Du kennst die Bedeutung des Wortes "Honorar" als 
"Ehrenlohn"? :)

von Joachim B. (jar)


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Klar P. schrieb:
> Und natürlich freut einen gegen Bezahlung tätigen Anwalt die fehlende
> Konsistenz in den Gesetzeswerken, so kann mensch den Rat/Rechtstipp
> "teuer" verkaufen.

und selbst durch die Gesetze gebracht!

Ich hätte gerne auch bei Nichterfolg einer Reparatur alle Stunden gerne 
bezahlt bekommen, aber das schaffen nur Juristen, egal ob sie Kenntnisse 
oder Aufwand hatten.

von Percy N. (vox_bovi)


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Rainer Z. schrieb:
> Klar P. schrieb:
>> Naja, nix weiter als ein billiger Taschenspielertrick des dafür
>> bekannten Foristen: da wird "gewerblich" ausschließlich mit "Gewerbe"
>> (aus dem Steuerrecht) gleichgesetzt, während es genauso ein Synonym zu
>> "gewinnorientiert" ist.
>
> ...
>
>> Im Gegensatz zu "pro bono", also der Verzicht (aufs volle) Honorar.
>
> Aber nicht doch. Du kennst die Bedeutung des Wortes "Honorar" als
> "Ehrenlohn"? :)

Er verwechselt da so manches:

Klar P. schrieb:
> Und natürlich freut einen gegen Bezahlung tätigen Anwalt die fehlende
> Konsistenz in den Gesetzeswerken, so kann mensch den Rat/Rechtstipp
> "teuer" verkaufen.

RAe werden gerade nicht gegen "Bezahlung" tätig; sie sind unabhängige 
Organe der Rechtspflege und vereinnahmen Gebühren, wie zB auch Gerichte. 
Entgelte für rechtsberatende Tätigkeiten kassieren Rechtsdienstleister 
wie zB inkassobüros.

Jetzt mag man sich freilich fragen, warum so viele Inkassobüros mehr 
oder weniger "nebenbei" von RAen betrieben werden ...

von Klar P. (Firma: Reinigungsmittel) (klar_putz)


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> RAe werden gerade nicht gegen "Bezahlung" tätig; sie sind unabhängige
> Organe der Rechtspflege und vereinnahmen Gebühren, wie zB auch Gerichte.
> Entgelte für rechtsberatende Tätigkeiten kassieren Rechtsdienstleister
> wie zB inkassobüros.

Wortklauberei und Küchentisch-Rabulistik,
egal ob man es in diesem Zusammenhang Gebühren, Entgelt, Stundensatz, 
Honorar, Tantiemen, Auslagen, بخشش, oder wie auch immer nennt letztlich 
ist es Geld, das von einer in die andere Richtung "fliessen" muß.

Und "unabhängige Organe der Rechtspflege" ist halt so ein schönes 
Etikett das man auf große wie kleine Kassen kleben kann.

Auch der Begriff "Rechtspflege" ist wie bei sonstiger "Pflege" (Pflege 
von Krnken, Alten, etc.) gut zwischen "Mindestmaß" und 
"Luxusvariante"dehnbar.

Die Ausgestaltung der "Rechtspflege" zur Aufrechterhaltung eines gehoben 
Lebensstiles ist hierzulande durch die Anwälte gut möglich, wird gerne 
damit begründet, das "unabhängig" eben auch "wirtschaftlich unabhängig 
bedeuten soll. Frei nach dem Motto "Hungrige Hunde beißen auch schon mal 
ihr Herrchen".

Die, die dann tatsächlich Rechtspflege nicht zur Lebenshaltung 
betreiben, bekommen dann höchstens 29€/h (brutto) (bspw.Schöffe in 
Bayern) zur Kompensation des Verdienstausfalles. Dem stehen Mindestsätze 
für Anwalte mindestens im dreistelligen Bereich gegenüber.

PS:
Anhang aus https://www.academics.de/ratgeber/anwalt-gehalt

von Percy N. (vox_bovi)


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Klar P. schrieb:
> Die, die dann tatsächlich Rechtspflege nicht zur Lebenshaltung
> betreiben, bekommen dann höchstens 29€/h (brutto) (bspw.Schöffe in
> Bayern) zur Kompensation des Verdienstausfalles.
Da hast Du etwas falsch verstanden.
> Dem stehen Mindestsätze
> für Anwalte mindestens im dreistelligen Bereich gegenüber.
Woraus ergibt sich das Deiner Meinung nach?

von Percy N. (vox_bovi)


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Joachim B. schrieb:
> Ich hätte gerne auch bei Nichterfolg einer Reparatur alle Stunden gerne
> bezahlt bekommen,
Dann hättest Du Arzt werden sollen. Oder Fitnesstrainer. Oder Fahrlehrer 
...
Oder vernünftige Verträge abschließen.

> aber das schaffen nur Juristen, egal ob sie Kenntnisse
> oder Aufwand hatten.
Das wird gerne leichtgläubigen Trotteln von gerissenen Scharfmachern 
eingeredet.

von Joachim B. (jar)


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Percy N. schrieb:
> Das wird gerne leichtgläubigen Trotteln von gerissenen Scharfmachern
> eingeredet.

nö selbst erlebt, aber lassen wir das, du glaubst an Gesetze und ich 
erlebe wieviel sie im einzelnen Wert sind wenn sie niemand durchsetzen 
will!

von Percy N. (vox_bovi)


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Joachim B. schrieb:
> du glaubst an Gesetze

Wie kommst Du auf diese lustige Idee?

von Heinrich K. (minrich)


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Wieder einen Thread gekapert...

von Klar P. (Firma: Reinigungsmittel) (klar_putz)


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Percy N. schrieb:

> Da hast Du etwas falsch verstanden.

Naja,  da liegt erstmal unterschiedliches Verständnis vor. Es ist ein 
leichtes mal einen Blick in die Justizvergütungs- und 
-entschädigungsgesetz zu werfen um das unterschiedliche Verständniss mit 
Details zu unterfüttern.

>> Dem stehen Mindestsätze
>> für Anwalte mindestens im dreistelligen Bereich gegenüber.
> Woraus ergibt sich das Deiner Meinung nach?

Nicht "meiner Meinung nach" sondern das ergibt sich aus einer Recherche, 
bspw. aus den Statistiken aus dem STAR (Statistisches Berichtssystem für 
Rechtsanwälte).

https://www.brak.de/fileadmin/04_fuer_journalisten/star-2020/star2020_ergebnisbericht_02-2021.pdf#page=487

von Percy N. (vox_bovi)


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Klar P. schrieb:
> Nicht "meiner Meinung nach" sondern das ergibt sich aus einer Recherche,
> bspw. aus den Statistiken aus dem STAR (Statistisches Berichtssystem für
> Rechtsanwälte).
>
> 
https://www.brak.de/fileadmin/04_fuer_journalisten/star-2020/star2020_ergebnisbericht_02-2021.pdf#page=487

Dir ist aber schon klar, dass selbst dann, wenn lediglich Kanzleien 
herücksichtigt werden, die überhaupt Zeithonorare vereinbaren, die 
entsprechenden Fälle deutlich in der Minderheit sind?

Und Du hast auch verstanden, dass ein GRUR-Rechtsstreit, der nach RVG 
abgerechnet wird, dem RA im Zweifel ein deutlich höheres 
Stundeneinlommen in Aussicht stellt?

Dir ist weiterhin klar, dass von dem einen Stundensatz auch das 
nachgeordnete personal bezahlt werden muss (anders als zB bei Ärzten)?

Es steht natürlich jedem Rechtssuchenden frei, sein eigenes ego zu 
streicheln und für seinen Banal-Rechtsstreit den teuersten Anwalt am 
Platz gegen Zeithonorar zu engagieren; dafür bekommt man dann ausufernde 
sinnlose Schriftsätze, die den Eindruck erwecken, der RA sei besonders 
fleißig gewesen ...

Mir wurden Zeithonorare lediglich in etwas dickeren Immobiliensachen 
angetragen; wir haben eine andere Lösung gefunden. Es liegt mir nicht, 
Zeit zu schinden. Andere mögen das anders halten.

von Klar P. (Firma: Reinigungsmittel) (klar_putz)


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Percy N. schrieb:
> Klar P. schrieb:
>> Nicht "meiner Meinung nach" sondern das ergibt sich aus einer Recherche,
>> bspw. aus den Statistiken aus dem STAR (Statistisches Berichtssystem für
>> Rechtsanwälte).

> Dir ist aber schon klar, dass selbst dann, wenn lediglich Kanzleien
> herücksichtigt werden, die überhaupt Zeithonorare vereinbaren, die
> entsprechenden Fälle deutlich in der Minderheit sind?
Ja.
>
> Und Du hast auch verstanden, dass ein GRUR-Rechtsstreit, der nach RVG
> abgerechnet wird, dem RA im Zweifel ein deutlich höheres
> Stundeneinlommen in Aussicht stellt?
Ja.
>
> Dir ist weiterhin klar, dass von dem einen Stundensatz auch das
> nachgeordnete personal bezahlt werden muss (anders als zB bei Ärzten)?
Ja.

Es hilft der eigenen Argumentation/Reputation nicht im Geringsten einen 
Disputanten so zu behandeln, als wäre er ein "klassischer 
Universalverlierer". 
Beitrag "Re: Können die Leute nicht mehr rechnen?"

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Klar P. schrieb:
> einen Disputanten so zu behandeln als wäre er ein "klassischer
> Universalverlierer".

Wie man in den Wald reinruft...

Klar P. schrieb:
> die sich aufgrund ihrer intellektuellen Fähigkeiten im sozialen
> Aufstieg behindert wähnen.

Du kennst die Goldene Regel? Naja, vielleicht nicht. Das Thema Ethik 
hatten wir hier ja schon.

: Bearbeitet durch User
von Percy N. (vox_bovi)


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Klar P. schrieb:
>> Dir ist aber schon klar, dass selbst dann, wenn lediglich Kanzleien
>> herücksichtigt werden, die überhaupt Zeithonorare vereinbaren, die
>> entsprechenden Fälle deutlich in der Minderheit sind?
> Ja.
>>

Zusammengefasst: Du verbreitest ganz bewusst Blödsinn.

von Klar P. (Firma: Reinigungsmittel) (klar_putz)


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(prx) A. K. schrieb:
> Klar P. schrieb:
>> einen Disputanten so zu behandeln als wäre er ein "klassischer
>> Universalverlierer".
>
> Wie man in den Wald reinruft...
>
> Klar P. schrieb:
>> die sich aufgrund ihrer intellektuellen Fähigkeiten im sozialen
>> Aufstieg behindert wähnen.
>
> Du kennst die Goldene Regel? Naja, vielleicht nicht. Das Thema Ethik
> hatten wir hier ja schon.

Ich kenn den Goldenen Schnitt, "Goldene Regeln" gibt es mir zu viele 
Spruchweisheiten

https://de.wikipedia.org/wiki/Goldene_Regel_(Begriffskl%C3%A4rung)


Und in manchen Situationen ist gerade die Abweichung von der 
unspezifischen Regel die situativ richtige Entscheidung.

Oder eben die Anwendung einer anderen "Goldenen Regel". Und Goldene 
Regeln als empirische Merkhilfen zählt man eher nicht zu den 
Naturgesetzen.

Meine Zusammenfassung: Du hast nach Belegen für dreistellige 
Stundensätze von Advokaten gefragt und diese Belege sind dir vorgelegt 
wurden. Was passt dir jetzt nicht daran? - Ach ja, wir sind im thread 
"Können die Leute nicht mehr rechnen?" und Du magst gern ein 
persönliches Beispiel geben ?!


Selbstverständlich gibt es einen Zusammenhang zwischen Intellekt und 
Möglichkeiten zum sozialen Aufstieg.

: Bearbeitet durch User
von Percy N. (vox_bovi)


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Klar P. schrieb:
> Du hast nach belegen für dreistellige Stundensätze von Advokaten gefragt
> und diese Belge sind dir vorgelegt wurden. Was passt dir jetzt nicht
> daran?

Stand da schon: es betrifft allenfalls eine Minderheit von Mandaten. Du 
aber hattest behauptet, jeder RA könne immer .i destens dreistellige 
Stundensätze realisieren.

> - Ach ja, wir sind im thread "Können die Leute nicht mehr
> rechnen?" und Du magst gern ein persönliches Beispiel geben ?!
>
> Selbstverständlich gibt es einen Zusammenhang zwischen Intellekt und
> Möglichkeiten zum sozialen Aufstieg.

Nimm's nicht zu schwer, ok?

von Klar P. (Firma: Reinigungsmittel) (klar_putz)


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Percy N. schrieb:

> Stand da schon: es betrifft allenfalls eine Minderheit von Mandaten. Du
> aber hattest behauptet, jeder RA könne immer .i destens dreistellige
> Stundensätze realisieren.

Naja, das stand da nicht, das wolltest du wohl nur so lesen.

Auf die Diskussion ob Rechtsanwalt oder nur Jurist, rechtliche 
Vertretung oder Rechstberatung lasse ich mich garnicht erst ein. Und 
selbstredend kann ein Freiberufler seine Sätze nach Angebot und 
Nachfrage orientieren, eben die Preisfindung am Markt ausrichten. Ja, es 
gibt rechtliche Rahmen dafür, fordert man (unter bestimmten 
Nebenbedingungen) zuviel drohen die Konsequenzen aus dem Strafbestand 
der Wucherei. Am entgegengesetzten Preisende wird dann beispielsweise 
die entsprechende Kammer aktiv, falls deren Mindestsätze unterlaufen 
werden.

> Nimm's nicht zu schwer, ok?

Ja klar, erst seiner Umwelt gehörig mit Thread-Kaperung auf den Sack 
gehen und dann (scheinheilig) um Verständnis bitten. Typische 
Grenzüberschreitung eines zwanghaften Narzissten.

PS:
Anhang (Beispielrechnung Kosten mit Bezug auf 
Rechtsanwaltsvergütungsgesetz) aus 
https://www.bussgeldkatalog.org/rechtsanwaltsgebuehren/

: Bearbeitet durch User
von K. F. (ntguser)


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Cha-woma M. schrieb:
> Und die meisten der 27 teutschen Nobelpreisen stammen aus der Zeit vor
> 1933.
Dass Deutsche danach nichts mehr bekommen haben, ist aber auch den 
politischen Verhältnissen zu danken.
Wer würde momentan russischen Physikern einen Preis geben, wenn man 
annehmen muss, dass deren Wissen und Errungenschaften direkt oder durch 
den wirtschaftlichen Erfolg indirekt über das Steuergeld in den Krieg 
fließen?

Wenn man so etwas vergleicht, dann müsste die Anzahl der Menschen, der 
Universitäten und die Chancen in Anrechnung gebracht werden und alles in 
einem neutralen Zeitraum verglichen werden. Da wird es schon schwierig: 
Es gibt ja auch Leute, die herausstreichen, dass Schwarze sehr wenige 
Nobelpreise haben und dabei vergessen, dass die in der Ausbildung lange 
total benachteiligt waren und z.T. noch sind.

von Percy N. (vox_bovi)


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Klar P. schrieb:
> Percy N. schrieb:
>
>> Stand da schon: es betrifft allenfalls eine Minderheit von Mandaten. Du
>> aber hattest behauptet, jeder RA könne immer .i destens dreistellige
>> Stundensätze realisieren.
>
> Naja, das stand da nicht, das wolltest du wohl nur so lesen.

Ach so. Wirklich?

Klar P. schrieb:
> Die, die dann tatsächlich Rechtspflege nicht zur Lebenshaltung
> betreiben, bekommen dann höchstens 29€/h (brutto) (bspw.Schöffe in
> Bayern) zur Kompensation des Verdienstausfalles. Dem stehen Mindestsätze
> für Anwalte mindestens im dreistelligen Bereich gegenüber.

Aber was schert Dich schon Dein Gescheschwätz von neulich, nicht wahr? 
Wirklich große Geister lernen beizeiten, die sklavische unterwerfung 
unter die Realität zu überwinden.

Klar P. schrieb:
> Auf die Diskussion ob Rechtsanwalt oder nur Jurist, rechtliche
> Vertretung oder Rechstberatung lasse ich mich garnicht erst ein.

Natürlich nicht. Allzu präzise Orientierung an realen Umständen könnte 
in vermeidbaren Widerspruch zur Ideologie führen; dass muss vermieden 
werden.

Klar P. schrieb:
> Anhang (Beispielrechnung Kosten mit Bezug auf
> Rechtsanwaltsvergütungsgesetz) aus
> https://www.bussgeldkatalog.org/rechtsanwaltsgebuehren/

Ja, sehr hübsch, nur bedauerlicherweise ohne Bedeutung für den 
allgemeinen Fall.

Die weit überwiegende Mehrheit der Rechtsstreitigkeiten werden vor den 
Amtsgerichten ausgetragen; Median der dortigen Streitwerte liegt bei 
weniger als 1.200 Euro.

https://www.bmj.de/SharedDocs/Publikationen/DE/Fachpublikationen/2023_Rueckgang_Eingangszahlen_Zivilgerichte.pdf?__blob=publicationFile&v=1

Insbesondere c2b ist ein Wert von 5.000 Euro ausgesprochen hoch. 
Weiterhin wird der RA bei Vergleichen durch den Gesetzgeber mit deutlich 
höheren Gebühren belohnt, um ihm die Entlastung der Justiz schmackhaft 
zu machen. Dies hätte Dir bekannt sein sollen. Dem steht, ebenso 
bekanntermaßen, gegenüber, dass außergerichtliche Vergleiche nicht vom 
Himmel fallen, sondern typischerweise zäh und langwierig ausgehandeltc 
werden.

Klar P. schrieb:
> Typische
> Grenzüberschreitung eines zwanghaften Narzissten.

Es liegt in der Natur des Krankheitsbildes, dass es Dir aus eigener 
Kraft nicht gelingen wird, hieran etwas zu ändern. Das ist nicht weiter 
schlimm, so lange Du damit glücklich bist, aber suche Dir bitte einen 
anderen Spielplatz. Danke!

Lebe wohl!

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