Forum: Offtopic Können die Leute nicht mehr rechnen?


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
von Steve van de Grens (roehrmond)


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Gerade dort gesehen
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/steuerhinterziehung-kleingewerbe-100.html

"Es sind nur zwei Schokoriegel, die auf dem Tresen liegen, der 
Gesamtpreis lässt sich eigentlich leicht addieren - aber die Verkäuferin 
holt erst einmal einen Taschenrechner hervor. 2.25 Euro erscheint auf 
dem Display, das sie wortlos zeigt."

Da will sich der Autor wohl darüber lustig machen, dass Verkäufer 
triviale Additionen mit dem Taschenrechner machen.

Aber wie bitteschön kommt er nach einer Addition von zwei Geldbeträgen 
auf ungerade Cent? Dazu müsste ein Schokoriegel 1,125 € kosten!

Da hat sich der Herr Kartschall aber ein Eigentor geschossen.

von Dieterich (einermehr)


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Hallo

Da hat es "Herr Kleinkariert Freiherr von früher war alles besser und 
unsere Generation schlauer" halt ins Fernsehen geschafft...
Von den Typen haben wir hier in Forum aber auch mehr als genug.
Also warum auch nicht bei den "Profis" und passen zur Meinung und 
Erwartung des Publikums - die Bildzeitung hat schon immer so 
funktioniert...

Bescheidenheit, hinnehmen, dass nicht jeder (diese eine Verkäuferin) 
alles kann, erkennen  Probleme "heute" anders gelöst werden (Smartphone, 
Apps), akzeptieren, dass Schüler wie schon immer (und oft die Kritiker 
selbst in jungen Jahren) oft wenig Lust am Lernen haben (hatten) usw... 
fällt ja einen großen Teil von über 40 jährigen und jeder Sorte von 
Ausbildern (die eigentlich keine Lust an Ausbilden und geduldigen 
Erklären haben) sehr schwer...

Ja ist schon blöd, dass die Welt und Gesellschaft sich verändert und die 
"Jugend" (und manche "Alten", die nicht im Stillstand bleiben und 
erkennen, dass ihre "Wertvorstellungen" von vorgestern nicht mehr 
aktuell sind und diese angepasst haben) geistig nicht mehr in den 80ern 
leben...

: Bearbeitet durch User
von Helmut K. (hk_book)


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Wieso denn: 1 kostet 1,25 €, mal 2 = 2,50 € und weil es 2 sind, gibt es 
10% Rabatt = 2,25 €; fettisch...

von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Steve van de Grens schrieb:
> Aber wie bitteschön kommt er nach einer Addition von zwei Geldbeträgen
> auf ungerade Cent? Dazu müsste ein Schokoriegel 1,125 € kosten!

Nirgendwo im Beitrag steht, dass es sich um zwei GLEICHE Schokoriegel 
handelt. Verstehend lesen ist auch nicht Jedermanns Sache.

von Cyblord -. (cyblord)


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Ich sehe auch nichts verwerfliches daran, einfach ALLES immer in den 
Rechner zu tippen. Fehler passieren jedem mal und bei einem Kunden 
rechnet man dann halt falsch ab. Wieso das Risiko eingehen? Was gewinnt 
man dadurch?

von Harald K. (kirnbichler)


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Dieterich schrieb:
> Bescheidenheit, hinnehmen, dass nicht jeder (diese eine Verkäuferin)
> alles kann, erkennen  Probleme "heute" anders gelöst werden (Smartphone,
> Apps), akzeptieren, dass Schüler wie schon immer (und oft die Kritiker
> selbst in jungen Jahren) oft wenig Lust am Lernen haben (hatten) usw...

Genau, auch Verblödung ist nichts negatives, das muss man einfach nur 
als "Besondere Begabung" bezeichnen und mit Inklusion integrieren, dann 
wird das schon was. Notfalleinsätze für Leute, die bei Stromausfall auf 
Rolltreppen verhungern, die sind in Zukunft nichts mehr, worüber man 
lachen sollte.

Beitrag #7631317 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Steve van de Grens (roehrmond)


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Wolfgang R. schrieb:
> Nirgendwo im Beitrag steht, dass es sich um zwei GLEICHE Schokoriegel
> handelt.

Gute Erklärung, die gefällt mir.

Beitrag #7631336 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Harald K. schrieb:
> Notfalleinsätze für Leute, die bei Stromausfall auf
> Rolltreppen verhungern, die sind in Zukunft nichts mehr, worüber man
> lachen sollte.

Der Witz ist alt. Stromausfall in Bonn. Gerhard Schröder steckt im 
Fahrstuhl fest. Helmut Kohl stand 8 Stunden auf der Rolltreppe.

von Rbx (rcx)


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Wir haben vor ein paar Tagen eine Jahresabschluss-Stromrechnung von 
Lichtblick bekommen. Mehrere Tausend Euro sollen nachbezahlt werden. Die 
Nachricht kam am Freitag vor einer Woche abends, am drauffolgenden 
Mittwoch wurde schon alles abgebucht.
Tatsächlich hatte Lichtblick nicht etwa die Zählerwerte von '22 von '23 
abgezogen, um die Verbrauchswerte zu berechnen.

Man hatte einfach die Absolutwerte der Zähleranzeige (die schon ein paar 
Jahre hinter sich hat) als Jahres-Verbrauch genommen und in die Rechnung 
fließen lassen. Und nicht etwa nur von 23, sondern auch von 22. Das 
heißt, auch für '22 haben wir eine vierstellige Nachzahlforderung 
bekommen. Auf diese Weise kann man supergut sehr hohe 
Rückzahlungsforderungen generieren - aber seriöse und vor allem 
verlässliche Rechnerei ist das nicht mehr. Ich habe übermorgen einen 
Termin beim Rechtsanwalt.

von Cyblord -. (cyblord)


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Rbx schrieb:
> Man hatte einfach die Absolutwerte der Zähleranzeige (die schon ein paar
> Jahre hinter sich hat) als Jahres-Verbrauch genommen und in die Rechnung
> fließen lassen. Und nicht etwa nur von 23, sondern auch von 22. Das
> heißt, auch für '22 haben wir eine vierstellige Nachzahlforderung
> bekommen. Auf diese Weise kann man supergut sehr hohe
> Rückzahlungsforderungen generieren - aber seriöse und vor allem
> verlässliche Rechnerei ist das nicht mehr. Ich habe übermorgen einen
> Termin beim Rechtsanwalt.

Das ist schwer zu glauben. Alle Abrechnungen zeigen immer Zählerstand am 
Anfang und am Ende der Abrechnungsperiode. Da müsste ja dann bei dir 0 
stehen für den Anfang. Das ist ja sehr klar ein rein technischer Fehler.

von Rbx (rcx)


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Cyblord -. schrieb:
> Das ist ja sehr klar ein rein technischer Fehler.

Die Dokumentation ist auch nicht so toll, sonst hätte man den Unfug ja 
gleich sehen können. Zählerstand wird gar nicht angezeigt (obwohl das 
Pflicht ist), sondern nur der vermeintliche Verbrauch, der aber 
gleichzeitig aktueller Zählerstand ist, bzw. war.
Das beste daran: Lichtblick hatte seit der Übernahme von EON gar keine 
ordentlichen Abrechnungen mehr gemacht. Eine Nachbarin hatte deswegen 
Schwierigkeiten beim Sozialamt, weil das Sozialamt eine ordentliche 
Stromabrechnung verlangt. Es gab aber Nachrichten wie "ihr 
Monatsabschlag für dieses Jahr ist.." (meistens wurde der geringer wegen 
dem Ausfall von Leistungsstufen bei der Nachtstromspeicherheizung).
Nun hatte Lichtblick mal eine Jahresabrechnung geschickt - aber so 
richtig gut ist die leider nicht (s.o.).

von Matthias S. (da_user)


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Unser Vermieter hat in der ersten Abrechnung den Jahreswert der 
Wärmezähler zwar richtig berechnet, dann aber mit dem Strompreis 
multipliziert.
Nönönö mein Jung, so funktioniert eine Wärmepumpe nicht.

War aber tatsächlich die erste Abrechnung mit Wärmepumpe die er gemacht 
hat...

von Sebastian W. (wangnick)


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Rbx schrieb:
> Wir haben vor ein paar Tagen eine Jahresabschluss-Stromrechnung von
> Lichtblick bekommen.

Ich bin so froh, Ende 2022 nicht deren 49ct "Garantiepreis"-Angebot 
angenommen zu haben (bei dem sie in den AGBs klammheimlich ihre Pflicht 
zur Preissenkung gestrichen hatten), sondern im Zuge dieser fiesen 
Aktion nach über 20 Jahren schleunigst den Anbieter gewechselt habe. 
Unsere Schlußrechnung Mitte letzten Jahres war dann glücklicherweise 
korrekt. Viel Erfolg!

LG, Sebastian

von (prx) A. K. (prx)


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Cyblord -. schrieb:
> Ich sehe auch nichts verwerfliches daran, einfach ALLES immer in
> den Rechner zu tippen.

Zumal es intelligente Personen gibt, die mit einfachsten Rechenaufgaben 
Probleme haben. https://de.wikipedia.org/wiki/Dyskalkulie

: Bearbeitet durch User
von Udo S. (urschmitt)


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Rbx schrieb:
> atsächlich hatte Lichtblick nicht etwa die Zählerwerte von '22 von '23
> abgezogen, um die Verbrauchswerte zu berechnen.

Womit bewiesen wäre dass die Japaner nicht mehr rechnen können.
Lichtblick gehört Eneco, das wiederum Mitsubihi und Chubu Electric Power 
gehört.

SCNR

von Harald K. (kirnbichler)


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(prx) A. K. schrieb:
> Zumal es intelligente Personen gibt, die mit einfachsten Rechenaufgaben
> Probleme haben.

Wer aber garantiert, daß beim Eingeben der Zahlen in den Taschenrechner 
keine Fehler geschehen?

Ein Taschenrechner mit Historienanzeige (bei dem man also die 
Rechenschritte in Gänze nachvollziehen könnte) ist eher unüblich.

von Steve van de Grens (roehrmond)


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Rbx schrieb:
> Ich habe übermorgen einen Termin beim Rechtsanwalt.

Braucht man solch triviale Fehler wirklich einen Anwalt? Da müsste doch 
eine normale Reklamation mit ein par Fotos genügen, finde ich.

Beitrag #7631470 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Percy N. (vox_bovi)


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Harald K. schrieb:
> Ein Taschenrechner mit Historienanzeige (bei dem man also die
> Rechenschritte in Gänze nachvollziehen könnte) ist eher unüblich.

Lässt sich für lau auf jedem Smartphone installieren.

von Percy N. (vox_bovi)


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Steve van de Grens schrieb:
> Braucht man solch triviale Fehler wirklich einen Anwalt? Da müsste doch
> eine normale Reklamation mit ein par Fotos genügen, finde ich.

Da entfällt dann aber die erzieherische Dimension.

von Sebastian W. (wangnick)


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Steve van de Grens schrieb:
> Rbx schrieb:
>> Ich habe übermorgen einen Termin beim Rechtsanwalt.
>
> Braucht man solch triviale Fehler wirklich einen Anwalt? Da müsste doch
> eine normale Reklamation mit ein par Fotos genügen, finde ich.

Sollte man meinen. Aber solch ein Geschäftsgebaren könnte auch auf 
Liquiditätsprobleme hindeuten ...

LG, Sebastian

von Thomas U. (charley10)


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Naja, das Rechnen fällt manchmal schwer. Vor zwei Jahren wollten wir mal 
auf einem Landgut Büffelmozarella kaufen.
Ich habe versucht, passend zu überzahlen. Dieses Vorhaben hat die 
Verkäuferin völlig verwirrt. Sie konnte damit überhaupt nix anfangen...
Nur gut, dass keine weiteren Kunden im Laden waren.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Die Toronter Tafeszeitung hatte einen Artikel zur Mathematik zum Lesen 
und Lachen, wenn es nicht so absurd waere:

https://www.google.com/amp/s/torontosun.com/opinion/columnists/lilley-radical-teachers-claim-that-saying-224-is-white-supremacy/wcm/daa321e6-2f20-4f12-8a6c-16d910dfdc5d/amp/

von Thomas U. (charley10)


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Dieter D. schrieb:
> Die Toronter Tafeszeitung hatte einen Artikel zur Mathematik zum Lesen
> und Lachen, wenn es nicht so absurd waere:
>
> 
https://www.google.com/amp/s/torontosun.com/opinion/columnists/lilley-radical-teachers-claim-that-saying-224-is-white-supremacy/wcm/daa321e6-2f20-4f12-8a6c-16d910dfdc5d/amp/

Irgendwas mit Rassismus und Gender bringt die benötigte 
Auuufmerksamkeit...
AD(H)S?

von Kati (ntguser)


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Steve van de Grens schrieb:
> Wolfgang R. schrieb:
>> Nirgendwo im Beitrag steht, dass es sich um zwei GLEICHE Schokoriegel
>> handelt.
>
> Gute Erklärung, die gefällt mir.

Eventuell der Grund, warum der TR benutzt wurde?

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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K. F. schrieb:
> Eventuell der Grund, warum der TR benutzt wurde?

Das beugt Streit vor, wenn Kassiererin und Kunde was anderes im Kopf 
berechnet haben. Dem Ergebnis des Taschenrechners wird ehrfurchtsam wie 
frueher einer Gottheit geglaubt, wenn sich keiner vertippt hat. ;)

: Bearbeitet durch User
von Klar P. (Gast)


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Cyblord -. schrieb:
> Ich sehe auch nichts verwerfliches daran, einfach ALLES immer in den
> Rechner zu tippen.

Soso, ich stell mir gerade eine Kartenspielrunde vor (Skat, Doppelkopf, 
Schafskopf, bridge, ...) in der jeder einen Taschenrechner benötigt, um 
die Stiche zusammen zu zählen ... kein Wunder das die Polizei kaum einen 
findet, der den Einstellungstest im Kopfrechnen besteht - 
Fachkräftemangel.

von Sebastian W. (wangnick)


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Hier im Forum beobachte ich mit ca. 1μHz in neuen Beiträgen sogar 
Dyseinheitie.

LG, Sebastian

von Wendels B. (wendelsberg)


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Thomas U. schrieb:
> Ich habe versucht, passend zu überzahlen. Dieses Vorhaben hat die
> Verkäuferin völlig verwirrt.

Das war meine fundamentale Erkenntnis nach einigen Monaten USA (lange 
her) - bei sowas IMMER zuerst das Kleingeld, dann die Scheine.

von Ralf X. (ralf0815)


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Steve van de Grens schrieb:
> Gerade dort gesehen
> 
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/steuerhinterziehung-kleingewerbe-100.html
>
> "Es sind nur zwei Schokoriegel, die auf dem Tresen liegen, der
> Gesamtpreis lässt sich eigentlich leicht addieren - aber die Verkäuferin
> holt erst einmal einen Taschenrechner hervor. 2.25 Euro erscheint auf
> dem Display, das sie wortlos zeigt."
>
> Da will sich der Autor wohl darüber lustig machen, dass Verkäufer
> triviale Additionen mit dem Taschenrechner machen.

Dabei merkt der Autor nur nicht, dass dieses Verhalten nur von der 
offensichtlichen Steuerhinterziehung ablenken soll.
Oder welchen anderen Grund soll es haben, die Beträge statt ins 
Kassensystem in einen Taschenrechner zu tippen?

von Harald K. (kirnbichler)


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Percy N. schrieb:
> Lässt sich für lau auf jedem Smartphone installieren.

Tut es zwar, aber was hilfts? Willst Du Dein Smartphone der 
Schlauchbootlippen-Schantalle auf der anderen Seite des Tresens geben, 
damit die die Taschenrechnerapp anstelle ihres Taschenrechners 
verwendet?

Oder willst Du ihr etwa erklären, wie sie auf ihrem Smartphone eine App 
installiert, nur für Dich?

von Michael B. (alter_mann)


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Ralf X. schrieb:
> Oder welchen anderen Grund soll es haben, die Beträge statt ins
> Kassensystem in einen Taschenrechner zu tippen?

Die Verkäuferin rechnet vielleicht garnicht? Die Türkin?? versucht nur, 
der Afghanin?? (Sucht euch selbst Nationalitäten aus!) den Preis 
klarzumachen.

von Cyblord -. (cyblord)


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Klar P. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Ich sehe auch nichts verwerfliches daran, einfach ALLES immer in den
>> Rechner zu tippen.
>
> Soso, ich stell mir gerade eine Kartenspielrunde vor (Skat, Doppelkopf,
> Schafskopf, bridge, ...) in der jeder einen Taschenrechner benötigt, um
> die Stiche zusammen zu zählen ... kein Wunder das die Polizei kaum einen
> findet, der den Einstellungstest im Kopfrechnen besteht -
> Fachkräftemangel.

In einer Verkaufssituation du Genie. Habe ich auch erläutert.

von Percy N. (vox_bovi)


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Harald K. schrieb:
> Oder willst Du ihr etwa erklären, wie sie auf ihrem Smartphone eine App
> installiert, nur für Dich?

Du kapierst mal wieder überhaupt nichts. Daran könnte es liegen, dass Du 
Dir selbst widersprichst. Auch nichts wirklich Neues ...

von G. K. (zumsel)


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Rbx schrieb:

> Man hatte einfach die Absolutwerte der Zähleranzeige (die schon ein paar
> Jahre hinter sich hat) als Jahres-Verbrauch genommen und in die Rechnung
> fließen lassen. Und nicht etwa nur von 23, sondern auch von 22. Das
> heißt, auch für '22 haben wir eine vierstellige Nachzahlforderung
> bekommen. Auf diese Weise kann man supergut sehr hohe
> Rückzahlungsforderungen generieren - aber seriöse und vor allem
> verlässliche Rechnerei ist das nicht mehr. Ich habe übermorgen einen
> Termin beim Rechtsanwalt.

Warum willst auf den Kosten vom Rechtsanwalt sitzen bleiben weil du es 
nicht vorher ohne Rechtsanwalt probiert hast?

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Steve van de Grens schrieb:
> Da will sich der Autor wohl darüber lustig machen, dass Verkäufer
> triviale Additionen mit dem Taschenrechner machen.
Der Autor ist "Bildungsbürger", sowas weis von klein auf, wer "mehr" 
ist!
> Aber wie bitteschön kommt er nach einer Addition von zwei Geldbeträgen
> auf ungerade Cent? Dazu müsste ein Schokoriegel 1,125 € kosten!
Genau, oder aber der Schokoriegel kostet a 2,25 €. Da hat der Autor in 
seiner Schreibwut wohl den Einzelpreis mit dem Summenpreis 
"Verwursteln".
> Da hat sich der Herr Kartschall aber ein Eigentor geschossen.
Ob das 90 % der Leser mitbekommen haben?



"
Es sind nur zwei Schokoriegel, die auf dem Tresen liegen, der 
Gesamtpreis lässt sich eigentlich leicht addieren - aber die Verkäuferin 
holt erst einmal einen Taschenrechner hervor. 2.25 Euro erscheint auf 
dem Display, das sie wortlos zeigt. Eine alltägliche Szene in Berlin, 
egal ob in einem der zahlreichen Spätverkaufs-Kioske - kurz "Spätis" 
genannt - oder beim Bäcker, in Bistros oder Restaurants. Von Bonpflicht 
keine Spur.
"
Wer jetzt den Späti herausnimmt um die Steuerhinterziehung wg. fehlender 
Bon's zu brandmarken. Der hat wohl die fehlenden Milliarden im 
Bundeshaushalt im Kopf, die für die passende Gesinnungspolitik fehlen.

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Rbx schrieb:
> Wir haben vor ein paar Tagen eine Jahresabschluss-Stromrechnung von
> Lichtblick bekommen.
Lichtblick ist wohl ein Euphemismus.
> Mehrere Tausend Euro sollen nachbezahlt werden. Die
> Nachricht kam am Freitag vor einer Woche abends, am drauffolgenden
> Mittwoch wurde schon alles abgebucht.
Ja, so eine "Einzugsermächtigung" hat's in sich!
Widerrufen oder lassen, wie's ist!
Da der Dispo auf dem Girokonto ausreichte, haste jetzt vllt. dicke rote 
Zahlen darauf!


> Tatsächlich hatte Lichtblick nicht etwa die Zählerwerte von '22 von '23
> abgezogen, um die Verbrauchswerte zu berechnen.
Ja, die rechnen zu ihren eigenen Gunsten, und sind immer saunett wie der 
beste Kumpel oder der Schutzgeld Kassiere in Neapel.
> Man hatte einfach die Absolutwerte der Zähleranzeige (die schon ein paar
> Jahre hinter sich hat) als Jahres-Verbrauch genommen und in die Rechnung
> fließen lassen. Und nicht etwa nur von 23, sondern auch von 22. Das
> heißt, auch für '22 haben wir eine vierstellige Nachzahlforderung
> bekommen.
Machen die immer so.
Gegenbeweis, ist immer schwierig.
Noch ein Ferrariszähler, oder schon ein Digitaler?

> Auf diese Weise kann man supergut sehr hohe
> Rückzahlungsforderungen generieren - aber seriöse und vor allem
> verlässliche Rechnerei ist das nicht mehr.
Na, dafür bekommst du 100 % Ökostrom.
Das ist doch schon mal nicht verkehrt, oder?
> Ich habe übermorgen einen
> Termin beim Rechtsanwalt.

Ich würde zugleich mal die Anschreiben, aber mit Einschreiben und an die 
richtige Adresse! Die haben anscheinend auf ihren Schreiben nicht 
überall einen Postkasten passend zur Anschrift.
Zählerstände kannst du ja denen mit Foto mitteilen. Tageszeitung aktuell 
dazu mit abbilden.

: Bearbeitet durch User
von Klar P. (Gast)


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Cyblord -. schrieb:
>> ... kein Wunder das die Polizei kaum einen
>> findet, der den Einstellungstest im Kopfrechnen besteht -
>> Fachkräftemangel.
>
> In einer Verkaufssituation du Genie. Habe ich auch erläutert.

Haste nicht, hast fett ALLES getippt.
Und die Summe der beiden Preisangaben der einzelnen Riegel, zumal in der 
selben Währung, kann man locker im Kopf berechnen. Auch ohne 
weiterführende Ausbildung.

Und bei einer ausgebildeten Verkäuferin kann man eine solche 
PilliPalle-Fähigkeit voraussetzen.

---
> (Sucht euch selbst Nationalitäten aus!) den Preis klarzumachen.

Ja, dergleichen hat man als backpacker im fremdspachigen Ausland öfters 
erlebt. Da wird im Kopf gerechnet und der Preis mangels Wissens um das 
korrekte Zahlwort in der Sprache des Touristen, das Ergebnis 
aufgeschrieben oder in den Taschenrechner getippt und dem Rucksacktouri 
ins Gesicht gehalten.
Insbesonders, falls dem Tourie die landestypischen Zahlzeichen nicht 
geläufig sind; schon die Araber/Perser verwenden ١٢٣٤٥ statt 12345. 
Stubenhocker und Kellerkinder können das natürlich nicht wissen ...

von Thomas U. (charley10)


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Klar P. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>>> ... kein Wunder das die Polizei kaum einen
>>> findet, der den Einstellungstest im Kopfrechnen besteht -
>>> Fachkräftemangel.
>>
>> In einer Verkaufssituation du Genie. Habe ich auch erläutert.
>
> Haste nicht, hast fett ALLES getippt.
> Und die Summe der beiden Preisangaben der einzelnen Riegel, zumal in der
> selben Währung, kann man locker im Kopf berechnen. Auch ohne
> weiterführende Ausbildung.
>
> Und bei einer ausgebildeten Verkäuferin kann man eine solche
> PilliPalle-Fähigkeit voraussetzen.

Die Vollendung dieser Fähigleiten kann ich gelegentlich beobachten!
Käse-Maik! Die Angestellten an der Kasse rechnen die Waren am Tresen 
komplett im Kopf auf und müssen auch deren Preise auswändig kennen. (3 
Stück für xyz...) Meiner Frau und mir ist bisher kein Fehler 
aufgefallen. Allerdings sind das Verkäuferinnen meist im etwas 
fortgeschrittenen Alter...

von Le X. (lex_91)


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Einigen wir uns doch darauf dass alle anderen doof sind.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Le X. schrieb:
> Einigen wir uns doch darauf dass alle anderen doof sind.

Dann ist auch jeder zufrieden :-)

Aber zum Thema:
Mir fällt immer wieder auf, wie schwierig es für viele ist, 
Größenordnungen richtig einzuschätzen bzw. Werte einfach bzgl. 
Plausibilität abzuschätzen. Selbst einfache Überschlagsrechnungen gehen 
komplett in die Hose.
Das hat sich meiner Beobachtung nach übrigens zu "früher" auch nicht 
verschlechtert. Auch vor 40 Jahren konnten das viele schon nicht.

von Cyblord -. (cyblord)


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Chris D. schrieb:
> Mir fällt immer wieder auf, wie schwierig es für viele ist,
> Größenordnungen richtig einzuschätzen bzw. Werte einfach bzgl.
> Plausibilität abzuschätzen. Selbst einfache Überschlagsrechnungen gehen
> komplett in die Hose.

Nein, das ist nur dein Wunschdenken, weil du dich hier gerne überlegen 
fühlen willst.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Thomas U. schrieb:
> Die Vollendung dieser Fähigkeiten kann ich gelegentlich beobachten!
> Käse-Maik! Die Angestellten an der Kasse rechnen die Waren am Tresen
> komplett im Kopf auf und müssen auch deren Preise auswändig kennen.

Erinnert mich an "Uwe", einem Krämer in einem kleinen EDEKA-Laden direkt 
neben dem Allee-Gymnasium in Altona. Der hatte noch keine Waage, die 
abhängig von Ware und Gewicht den Preis fertig ausrechnete. Sondern so 
eine tolle mechanische Waage mit Waagschale, die an der Kasse stand.

Da brüllte seine Frau dann "465 g Bananen!" durch den Laden und aus 
irgendeiner anderen Ecke des Ladens schallte es dann zurück "1,45 DM!". 
So ging es den ganzen Tag.

Uwe hätte Mathematiklehrer im Allee-Gymnasium werden sollen.

Mein Mathematiklehrer auf dem Gymnasium hieß zufällig auch Uwe, aber der 
war Physiker, und zwar kein billiger so auf Lehramt.

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Le X. schrieb:
> Einigen wir uns doch darauf dass alle anderen doof sind.

Dann solltest du auch wissen:
Die Deutschen glauben, dass 90 % der Bevölkerung ungebildet sind.
90 % der Deutschen halten sich selbst aber für gebildet.

von Le X. (lex_91)


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Cha-woma M. schrieb:
> Dann solltest du auch wissen:
> Die Deutschen glauben, dass 90 % der Bevölkerung ungebildet sind.
> 90 % der Deutschen halten sich selbst aber für gebildet.

Ist das ein typisch deutsches Phänomen?
Quellen?

von Kati (ntguser)


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Klar P. schrieb:
> ein Wunder das die Polizei kaum einen
> findet, der den Einstellungstest im Kopfrechnen besteht -

das trifft nicht nur auf die Polizei zu. Kinder können heute kein 
Kopfrechnen mehr, weil sie es nicht mehr lernen und auch nicht brauchen. 
Z.B. zahlen alle mit Karte und Händi, müssen also kein Wechselgeld mehr 
zählen. Ohne täglichem Training klappt das eben nicht.

von Thomas E. (tmomas)


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Cha-woma M. schrieb:
> Die Deutschen glauben, dass 90 % der Bevölkerung ungebildet sind.
> 90 % der Deutschen halten sich selbst aber für gebildet.

Lehrer: "75 % aller Schüler in dieser Klasse haben keine Ahnung von 
Prozentrechnung."
Schüler: "So viele sind wir doch gar nicht!"

von G. K. (zumsel)


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Rainer Z. schrieb:

> Erinnert mich an "Uwe", einem Krämer in einem kleinen EDEKA-Laden direkt
> neben dem Allee-Gymnasium in Altona. Der hatte noch keine Waage, die
> abhängig von Ware und Gewicht den Preis fertig ausrechnete. Sondern so
> eine tolle mechanische Waage mit Waagschale, die an der Kasse stand.
>
> Da brüllte seine Frau dann "465 g Bananen!" durch den Laden und aus
> irgendeiner anderen Ecke des Ladens schallte es dann zurück "1,45 DM!".
> So ging es den ganzen Tag.
>
> Uwe hätte Mathematiklehrer im Allee-Gymnasium werden sollen.

Lehrer in Rechnen aber nicht in Mathematik.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Dabei rechnet es sich zur Basis 10 oder 100 doch noch ganz einfach.

wenn man jetzt sowas wie die alten englischen Gelder hätte.
1 Shilling = 12 Pence.

Ach, und wieviel Shilling waren ein Pfund?

Weia, jetzt stell Dir das mal vor das wäre mit der Mark oder EUR so 
gewesen.

von Dieterich (einermehr)


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Hallo

Klar P. schrieb:
> Insbesonders, falls dem Tourie die landestypischen Zahlzeichen nicht
> geläufig sind; schon die Araber/Perser verwenden ١٢٣٤٥ statt 12345.
> Stubenhocker und Kellerkinder können das natürlich nicht wissen ...

Von der Geisteshaltung scheinst du aber nicht sehr weit vom ach so 
schlauen (überheblichen) "Journalisten" des TV Beitrags entfernt zu 
sein...

Die meisten Leute, welche die Pflichtschule, aber auch andere 
Bildungseinrichtungen beendet haben, nahezu alle abhängig Beschäftigten, 
ein Großteil der Selbstständigen (zumindest in den ersten Jahren), 
Eltern von Kindern unter 16 Jahren (mittlerweile eher 18 oder gar 20), 
Hunde-Pferde etc.- und, Nutztierbesitzer, der allergrößte Teil der 
Menschen mit normalen Einkommen, und selbst Rentner (Gesundheit) können 
sich nicht als Backpacker wochenlang im Ausland herumtreiben und das 
Zuhause vollkommen vergessen, haben nicht Mutti und Papi zu Hause die 
Behördenpost und ähnliches für ein Erledigen und zur Not "Rettungsgeld" 
"herüberwachsen" lassen...

Das sind alles keine Stubenhocker oder Kellerkinder.
Wobei ohne Stubenhocker und Kellerkinder würden wir auf viele 
Entwicklungen und Wissen was dafür gebraucht wurde, verzichten müssen.
Um Physiker, E-Techniker alles aus den Mint Bereich zu werden 
(Abschlüsse erlangen) funktioniert halt nur mit Stubenhocken und 
Dauerlernen im "Keller"...

Also sein wir froh darüber, das es diese gibt, die und die erwähnten 
Malocher, Eltern, Selbstständige usw. bringen später dem Ausland bei 
"normalen" Touristischen Besuchen auch mehr Einnahmen und sind bei der 
dort arbeitenden Bevölkerung  (bei geistig seinesgleichen ist man 
natürlich beliebt nur "seinesgleichen" wird ähnlich durch Eltern und 
Gesellschaft durgefüttert...) auch, beliebter als die typischen 
Backpacker von den sie vom Typ her auch selbst schon mehr als genug 
haben (so der Typ mit Klampe nervend ("How many Roads...") bettelnd in 
der Fußgängerzone, bzw. was man in den 70er und 80er Jahren so treffend 
Gammler genannt hatte)

: Bearbeitet durch User
von Martin H. (horo)


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Cha-woma M. schrieb:
> 90 % der Bevölkerung ungebildet

Vielleicht etwas überspitzt, aber machen wir uns nix vor, gemäß 
Definition hat bei großflächiger Betrachtung jede(r) Zweite einen IQ < 
100.

von Cyblord -. (cyblord)


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Martin H. schrieb:
> Cha-woma M. schrieb:
>> 90 % der Bevölkerung ungebildet
>
> Vielleicht etwas überspitzt, aber machen wir uns nix vor, gemäß
> Definition hat bei großflächiger Betrachtung jede(r) Zweite einen IQ <
> 100.

Das führt zu einer schockierenden Erkenntnis: Der durchschnittliche 
Bürger ist durchschnittlich Intelligent.

von Steve van de Grens (roehrmond)


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Martin H. schrieb:
> gemäß Definition hat bei großflächiger Betrachtung jede(r) Zweite
> einen IQ < 100.

Cyblord -. schrieb:
> Das führt zu einer schockierenden Erkenntnis: Der durchschnittliche
> Bürger ist durchschnittlich Intelligent.

"Schlimmer": Die Hälfte der Menschen sind unterdurchschnittlich 
intelligent.

Oh, das ergibt eine Endlosschleife.

: Bearbeitet durch User
von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> Weia, jetzt stell Dir das mal vor das wäre mit der Mark oder EUR so
> gewesen.
Gab's schon,
Karolingisches Münzsystem nannte sich das:
https://de.wikipedia.org/wiki/Karolingisches_M%C3%BCnzsystem

240 Pfennig sind 20 Schilling sind ein Pfund.
Ein Pfund entsprach 406½ Gramm Silber

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> Dabei rechnet es sich zur Basis 10 oder 100 doch noch ganz einfach.

> wenn man jetzt sowas wie die alten englischen Gelder hätte.
> 1 Shilling = 12 Pence.

Cha-woma M. schrieb:
> Gab's schon,
> Karolingisches Münzsystem nannte sich das:
> https://de.wikipedia.org/wiki/Karolingisches_M%C3%BCnzsystem

> 240 Pfennig sind 20 Schilling sind ein Pfund.
> Ein Pfund entsprach 406½ Gramm Silber

Alles eine Frage der Gewohnheit. Bei den Amis und den Inselbewohnern mit 
dem König stehen eine Meile und die Inches auch in keinem Zusammenhang. 
Immerhin ist dort ein Pint Guinness mehr als ein Weizenbier bei den 
Söder-Bayern.

Unser Zwölfer-System bei der Uhr ist auch nicht sonderlich logisch.

Das wollten die Franzosen nach ihrer Revolution ebenfalls auf 
Zehnersystem umstellen (10 Stunden, 100 Minuten, 100 Sekunden). Übrigens 
sinnvoll, denn eine französische Sekunde wäre annähernd so lang wie die 
herkömmliche Sekunde. Gescheitert ist es angeblich letztlich daran, dass 
eine Umstellung aller Kirchturmuhren zu lange gedauert hätte, die 
Kirchturmuhren in der Smartphone-freien Zeit aber eine herausragende 
Bedeutung hatten.

Wobei nicht vergessen werden soll, dass die Kirchtürme für Smartphones 
ebenfalls eine herausragende Bedeutung haben. Herausragend im wahrsten 
Sinne des Wortes, sind die Kirchtürme mitten im Dorf doch der perfekte 
Standort für die Sendeantenne der Mobilfunkbetreiber.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Rainer Z. schrieb:
> Unser Zwölfer-System bei der Uhr ist auch nicht sonderlich logisch.

also 10 statt 12?

6 Uhr wäre dann fünfeinhalb?

von Cyblord -. (cyblord)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> Rainer Z. schrieb:
>> Unser Zwölfer-System bei der Uhr ist auch nicht sonderlich logisch.
>
> also 10 statt 12?
>
> 6 Uhr wäre dann fünfeinhalb?

Die Stunde muss dann natürlich länger werden. Und die Sekunde sollte man 
vielleicht anders definieren....

von Norbert (der_norbert)


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Rainer Z. schrieb:
> Bei den Amis und den Inselbewohnern mit
> dem König stehen eine Meile und die Inches auch in keinem Zusammenhang.

Das ist eine – ähm – mutige Aussage.

von Cyblord -. (cyblord)


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Norbert schrieb:
> Rainer Z. schrieb:
>> Bei den Amis und den Inselbewohnern mit
>> dem König stehen eine Meile und die Inches auch in keinem Zusammenhang.
>
> Das ist eine – ähm – mutige Aussage.

Sagen wir, keinen logischen Zusammenhang.

Die Amis kennen neben der Seemeile und der Landmeile ja noch die "survey 
mile" die nur für Vermessung dient. Das ganze imperiale System ist total 
durch und jenseits aller Logik.

: Bearbeitet durch User
von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> also 10 statt 12?

Nö, 10 statt 24. Das ist ja die weitere Unlogik beim Zwölfersystem. 
Nämlich dass der kleine Zeiger der Uhr zweimal am Tag durchlaufen muss.

https://de.wikipedia.org/wiki/Dezimalzeit

von Norbert (der_norbert)


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Cyblord -. schrieb:
> Die Amis kennen neben der Seemeile und der Landmeile ja noch die "survey
> mile" die nur für Vermessung dient.

Die ›nautical mile‹ kennt zumindest die seefahrende und fliegende Welt.
Die ›statute mile‹ immerhin ein nicht unerheblicher Teil der 
autofahrenden Welt.
Wenn man sich also mit dem signifikant größten Teil der Amerikaner 
unterhält, beziehen die sich praktisch immer auf sm.

Inch × 12 -> Feet, × 3 -> Yard, × 1760 -> sm.

von Ralf X. (ralf0815)


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Norbert schrieb:
> Wenn man sich also mit dem signifikant größten Teil der Amerikaner
> unterhält, beziehen die sich praktisch immer auf sm.

Das liegt daran, dass der Ami ganz selten Auto fährt...

von Udo S. (urschmitt)


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Rainer Z. schrieb:
> Alles eine Frage der Gewohnheit. Bei den Amis und den Inselbewohnern mit
> dem König stehen eine Meile und die Inches auch in keinem Zusammenhang.
> Immerhin ist dort ein Pint Guinness

Eigentlich gilt in Irland das metrische System (Guinness ist eine 
irische Biermarke).
:-)

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Ralf X. schrieb:
> Das liegt daran, dass der Ami ganz selten Auto fährt...

Allenfalls mal Tretboot. Da sind es natürlich Seemeilen.

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Norbert schrieb:
> Rainer Z. schrieb:
>> Bei den Amis und den Inselbewohnern mit
>> dem König stehen eine Meile und die Inches auch in keinem Zusammenhang.
>
> Das ist eine – ähm – mutige Aussage.

See-Meile  = 1852m
Land-Meile = 1609,34m

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Cyblord -. schrieb:
> Sagen wir, keinen logischen Zusammenhang.

Rechnen wie Pippi Langstrumpf,
dann passt alles zusammen!

: Bearbeitet durch User
von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Udo S. schrieb:
> Rainer Z. schrieb:
>> Alles eine Frage der Gewohnheit. Bei den Amis und den Inselbewohnern mit
>> dem König stehen eine Meile und die Inches auch in keinem Zusammenhang.
>> Immerhin ist dort ein Pint Guinness
>
> Eigentlich gilt in Irland das metrische System (Guinness ist eine
> irische Biermarke).
> :-)

Oh! Ich war vor Jahrzehnten in Irland. Kann mich leider nicht erinnern, 
wie da die Guinness-Portionen waren. In GB (was heute UK sein will) 
waren's in den Pubs Pints.

Aber stimmt, in Irland gilt das metrische System, das fiel bei 
Grenzübertritt sofort angenehm auf (Straßenschilder bei Entfernungen und 
Geschwindigkeitsregeln). Euro gab's damals in Irland noch nicht, aber 
auch das ist heute angenehm.

von Norbert (der_norbert)


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Cha-woma M. schrieb:
> See-Meile  = 1852m
> Land-Meile = 1609,34m

Muss ich's nochmal langsam schreiben?

Die … statute … mile … hat … ein … ganz … klar … festgelegtes, … 
ganzzahliges … Verhältnis … zum … inch!

Kein Mensch der bei Sinnen ist, käme auf die Idee *in der normalen 
Nutzung* eine nautical mile zu einem inch ins Verhältnis zu setzen.

: Bearbeitet durch User
von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Norbert schrieb:
> Die … statute … mile … hat … ein … ganz … klar … festgelegtes, …
> ganzzahliges … Verhältnis … zum … inch!

Na gut, nehmen wir zur Kenntnis und ich habe dazugelernt. Ist ja auch 
voll easy zu merken. 3 x 2 x 1760. Gebongt.

Und wenn ich das nächste Mal in Bayern bin, werde ich mich über die 
Weizenbier-Portionen beschweren und fragen, wieso ich nicht 0,5683 Liter 
bekomme.

von Michael B. (alter_mann)


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Norbert schrieb:
> Kein Mensch der bei Sinnen ist, käme auf die Idee *in der normalen
> Nutzung* eine nautical mile zu einem inch ins Verhältnis zu setzen.

Auf dem Schlachtschiff: "Der 12-Zöller hat eine Reichweite von 15 sm, 
der 15-Zöller schafft 18." ;-)

von Sebastian W. (wangnick)


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Norbert schrieb:
> Kein Mensch der bei Sinnen ist, käme auf die Idee in der normalen
> Nutzung eine nautical mile zu einem inch ins Verhältnis zu setzen.

"The Cessna 172 is a four-seat aircraft. At maximum weight it has a VY 
of 75 kn indicated airspeed providing a rate of climb of 721 ft/min."

LG, Sebastian

von Ralf X. (ralf0815)


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Rainer Z. schrieb:
> wenn ich das nächste Mal in Bayern bin, werde ich mich über die
> Weizenbier-Portionen beschweren und fragen, wieso ich nicht 0,5683 Liter
> bekomme.

Das bekommst Du doch ungefähr, wenn Du eine Mass bestellst.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Ralf X. schrieb:
> Rainer Z. schrieb:
>> wenn ich das nächste Mal in Bayern bin, werde ich mich über die
>> Weizenbier-Portionen beschweren und fragen, wieso ich nicht 0,5683 Liter
>> bekomme.

> Das bekommst Du doch ungefähr, wenn Du eine Mass bestellst.

Stimmt! :)) Ca. 45% Schwund/Beschiss, das sollte hinkommen.

von Norbert (der_norbert)


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Sebastian W. schrieb:
> "The Cessna 172 is a four-seat aircraft. At maximum weight it has a VY
> of 75 kn indicated airspeed providing a rate of climb of 721 ft/min."

Unsinn! Passiert wenn man Dinge zitiert von denen man keine Ahnung hat 
und welche mit dem geschilderten Problem nichts aber auch gar nichts zu 
tun haben.
Ich möchte aber jetzt nicht über das Basiswissen zur Erlangung von 
Pilotenlizenzen referieren.

Nur soviel, wenn ich mit Vx und dann mit Vy steige, dann rechne ich als 
Pilot natürlich ständig wie viel mm Höhe pro geflogenem mm Entfernung 
ich realisieren kann…
Das tausend andere (viel wichtigere) Parameter das alles beeinflussen, 
blende ich natürlich aus.

von Marci W. (marci_w)


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Hallo Leute,

ich habe auch noch ne Anekdote: von unserem damaligen Vermieter bekamen 
wir mal ne Abrechnung, laut der wir ca. 2x soviel Warmwasser wie 
Kaltwasser verbraucht haben (wir hatten unsere Verbrauchsgewohnheiten 
nicht verändert!) Und nicht nur das: WIMRE hätten wir nach meinen 
Berechnungen dann 200 Liter Warmwasser täglich verbraucht. Zu zweit, 
beide berufstätig. Ich habe dem Vermieter dann erklärt, das könne so 
alles nicht stimmen, die Werte seien völlig absurd. Da stimmte er mir 
zu, war jedoch felsenfest überzeug, dass er alles richtig berechnet hat. 
Als ich das in Frage stellte, sagte er sinngemäß: "ich war 40 Jahre lang 
Buchhalter, glaubst du, ich bin zu blöde zum rechnen?" Nun gut, er 
wollte die Rechnung partout nicht prüfen. Außerdem wurde unsere 
Wohnungsgröße imm zu hoch angesetzt (was wir aber bis zu diesem 
Zeitpunkt nicht bemängelt hatten). Das sagte ich ihm dann auch, weil ich 
schon leicht angesäuert war. Dann meinte er, eher drohend: "willst du, 
dass alle Abrechnungen der Mieter von den letzten Jahren nachgerechnet 
werden?"
OK, ich bin ein manchmal zu gutmütiger (oder ängstlicher) Mensch, und 
habe deshalb damals klein beigegeben.
Nach einigen Monaten kam dann plötzlich unser Vermieter ganz aufgeregt 
und hat zugegeben, dass er sich tatsächlich verrechnet hat! Aufgefallen 
war das, als irgendwo in seinen internen Berechnungen plötzlich ein 
Überschuss war, wo eigentlich keine Differenz sein sollte. Aber immerhin 
war er ehrlich und hat uns den zuviel bezahlten Betrag 
zurückerstattet.:-)

Noch was:
In unserer aktuellen Wohnung hatten wir mal das Bad renovieren lassen. 
Als wir dort einzogen, wunderte ich mich, dass am Heizkörper im Bad kein 
Wärmemengenmesser installiert war. Ich dachte "OK, wird schon seinen 
Grund haben" (ich dachte, es hinge evtl. damit zusammen, dass das Bad 
kein Fenster hatte). Ich habe dann mal bei meinen Hausnachbarn gefragt, 
und die hatten natürlich auch im Bad nen Zähler. Das habe ich dann 
unserer Hausverwaltung gemeldet, worauf dann auch bei mir ein Zähler 
installiert wurde. OK, man könnte jetzt sagen, wie kann man nur so blöd 
sein und das melden?! Hmmm, da bin ich wohl zu ehrlich. ;-)
Was mich wundert ist, dass jahrelang nicht aufgefallen ist, dass bei uns 
kein Zählerstand vom Bad abgerufen werden konnte!

ciao

Marci

von Sebastian W. (wangnick)


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Norbert schrieb:
> Passiert wenn man Dinge zitiert von denen man keine Ahnung hat

Norbert, das stimmt insofern, dass Cessnas sich kaum im oberen Luftraum 
aufhalten, für dessen Sicherheit ich in meiner aktiven Zeit mit 
verantwortlich war.

Dennoch musst du zugeben, dass hier Zoll und Seemeilen in ein Verhältnis 
gesetzt werden, und dass also deine obige Aussage mit Leuten, die von 
Sinnen sind, in ihrer Absolutheit falsch war.

Aber immerhin streiten wir uns nicht um die Einheiten -- also keine 
Dyseinheitie wie bei so vielen ...

LG, Sebastian

: Bearbeitet durch User
von Norbert (der_norbert)


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Sebastian W. schrieb:
> Dennoch musst du zugeben, dass hier Zoll und Seemeilen in ein Verhältnis
> gesetzt werden, und dass also deine obige Aussage mit Leuten, die von
> Sinnen sind, in ihrer Absolutheit falsch war.

Ähm … Nein.

Es wird ein rein theoretischer Wert bei einer gegebenen Rahmenbedingung 
angegeben. Dieser rein theoretische Wert ist bei der Abnahme eines 
Flugzeugs von einem Testpiloten bei einem bestimmten Wetter 
demonstriert worden. Nicht mehr, nicht weniger. Bereits wenn sich nur DA 
ändert wird das schon nicht mehr stimmen.
Da wird rein gar nichts ins Verhältnis gesetzt.
Und ja, wenn ich zB. einen ILS Anflug mache, dann ergibt sich die 
Sinkrate aus dem Winkel des Gleitpfades und der geflogenen 
Geschwindigkeit (GS) nicht etwas (IAS). Somit auch da nicht. Oder 
irgendwo sonst.

von Kati (ntguser)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> also 10 statt 12?
> 6 Uhr wäre dann fünfeinhalb?
Na sicher nicht, die 6 wäre eventuell weniger von Bedeutung.
Sie wäre auch nicht unten, sondern die 5.

Das System mit Hunderten gibt es eigentlich schon, es sind die gon.
Ein Viertelkreis hat dann 100 davon, was dann den Bogenminuten /sekunden 
entspräche.

Themen habt ihr hier ... Tzz Tzz Tzz ...

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Ralf X. schrieb:
> Das bekommst Du doch ungefähr, wenn Du eine Mass bestellst.

Eine Mass = 1,0 liter
Ich glaube kaum dass eine Mass = 0,5683 Liter durchkommen würde.

Oktoberfest und Schankbetrug:
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/oktoberfest-mass-bier-einschenken-kontrolleure-1.6269457

von Sebastian W. (wangnick)


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Norbert schrieb:
> ergibt sich die Sinkrate aus dem Winkel des Gleitpfades und der
> geflogenen Geschwindigkeit (GS) nicht etwas (IAS).

Sinkrate eventuell in ft/min, und Ground Speed eventuell in kn?

LG. Sebastian

: Bearbeitet durch User
von Sebastian W. (wangnick)


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Norbert schrieb:
> ergibt sich die Sinkrate aus dem Winkel des Gleitpfades und der
> geflogenen Geschwindigkeit (GS) nicht etwas (IAS).

Sinkrate eventuell in ft/min, und GS eventuell in kn?

:-)

LG. Sebastian

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Marci W. schrieb:
> Was mich wundert ist, dass jahrelang nicht aufgefallen ist, dass bei uns
> kein Zählerstand vom Bad abgerufen werden konnte!

Warum sich Wundern?
Kann gut sein, dass der Heizkörper abmontiert wurde und dann im 
Ableseprotokoll dauerhaft nicht mehr eingetragen wurde. Der Ableser geht 
nur nach Schema vor.
Das dann der Heizkörper wieder montiert wurde?
Da waren wohl die Heinzelmännchen in der Nacht aktiv!
Sachen gibt's auf dem Planeten, da kann man nur mehr staunen!

von Marci W. (marci_w)


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Cha-woma M. schrieb:
> Kann gut sein, dass der Heizkörper abmontiert wurde

ja klar wurde der alte, gammlige Heizkörper bei der Renovierung durch 
einen schönen Handtuchtrockner ersetzt. Sonst wäre das Problem ja gar 
nicht aufgetreten. Deshalb erwähnte ich auch die Renovierung. Ich dachte 
das sei dann klar.

ciao

Marci

von Norbert (der_norbert)


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Sebastian W. schrieb:
> Sinkrate eventuell in ft/min, und GS eventuell in kn?

Hätte ich wohl noch klarer ausdrücken müssen.
Hier noch einmal die ursprüngliche Aussage:

Rainer Z. schrieb:
> Bei den Amis und den Inselbewohnern mit
> dem König stehen eine Meile und die Inches auch in keinem Zusammenhang.

Und das stimmt nicht!
Die von den meisten Amerikanern gemeinte Meile ist eine statute mile, 
nicht eine nautical mile.
Die sm steht in einem klar definierten ganzzahligen Verhältnis zum inch.
Die NM steht in einem klar definierten nicht-ganzzahligen Verhältnis zum 
inch.
Die ursprüngliche Aussage ist also gleich bei beiden Betrachtungen 
falsch.

Und das ein Pilot, wenn er einen ILS Anflug macht, noch nicht einmal in 
einer Parallelwelt derartige Berechnungen anstellen würde. Könnte man 
(da klar definiert), ergäbe aber keinerlei Sinn und lenkte vom 
Wesentlichen ab.
Das wollte ich – wohl etwas unglücklich – zum Ausdruck bringen.

: Bearbeitet durch User
von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Steve van de Grens schrieb:
> Gerade dort gesehen
> 
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/steuerhinterziehung-kleingewerbe-100.html
>
> "Es sind nur zwei Schokoriegel, die auf dem Tresen liegen, der
> Gesamtpreis lässt sich eigentlich leicht addieren - aber die Verkäuferin
> holt erst einmal einen Taschenrechner hervor. 2.25 Euro erscheint auf
> dem Display, das sie wortlos zeigt."



Wie man es richtig macht mit der Steuer:
https://www.merkur.de/lokales/muenchen/party-grieche-kytaro-chef-soll-millionen-steuern-hinterzogen-haben-92855536.html


Ein echter Grieche widersetzt sich der Steuerknute hier wie einst im 
Griechenland unter Osmanenherrschaft.

von Le X. (lex_91)


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Rainer Z. schrieb:
> Ralf X. schrieb:
>> Rainer Z. schrieb:
>>> wenn ich das nächste Mal in Bayern bin, werde ich mich über die
>>> Weizenbier-Portionen beschweren und fragen, wieso ich nicht 0,5683 Liter
>>> bekomme.
>
>> Das bekommst Du doch ungefähr, wenn Du eine Mass bestellst.
>
> Stimmt! :)) Ca. 45% Schwund/Beschiss, das sollte hinkommen.

Bschissen werdn nur de Preißnzipfe.
De zwingen eh ned mehr.

von Thomas U. (charley10)


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Chris D. schrieb:
> Le X. schrieb:
>> Einigen wir uns doch darauf dass alle anderen doof sind.
>
> Dann ist auch jeder zufrieden :-)
>
> Aber zum Thema:
> Mir fällt immer wieder auf, wie schwierig es für viele ist,
> Größenordnungen richtig einzuschätzen bzw. Werte einfach bzgl.
> Plausibilität abzuschätzen. Selbst einfache Überschlagsrechnungen gehen
> komplett in die Hose.
> Das hat sich meiner Beobachtung nach übrigens zu "früher" auch nicht
> verschlechtert. Auch vor 40 Jahren konnten das viele schon nicht.

Genau das ist aber wichtig! Ich halte es schon immer mit der Äußerung 
FJSs, der davon ausging "Lieber ungefähr richtig, als ganz genau 
falsch"!

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Le X. schrieb:
> Bschissen werdn nur de Preißnzipfe.
> De zwingen eh ned mehr.

Weil wir beim Grundnahrungsmittel Nr.1 sind:
KI soll Bier leckerer machen!
https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/wissenschaft_nt/article250762762/Mmmmmh-KI-soll-Bier-leckerer-machen.html

von G. K. (zumsel)


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Norbert schrieb:

> Die sm steht in einem klar definierten ganzzahligen Verhältnis zum inch.
> Die NM steht in einem klar definierten nicht-ganzzahligen Verhältnis zum
> inch.

Völliger Bullshit, das hängt von der Schuhgröße des aktuellen 
Präsidenten ab.

von Manfred P. (pruckelfred)


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Chris D. schrieb:
> Mir fällt immer wieder auf, wie schwierig es für viele ist,
> Größenordnungen richtig einzuschätzen bzw. Werte einfach bzgl.
> Plausibilität abzuschätzen. Selbst einfache Überschlagsrechnungen gehen
> komplett in die Hose.
> Das hat sich meiner Beobachtung nach übrigens zu "früher" auch nicht
> verschlechtert. Auch vor 40 Jahren konnten das viele schon nicht.

Der Fluch der Taschenrechner. Davor hatte man einen Rechenschieber 
(offiziell Rechenstab), mit dem man nur die Zahlenfolge errechnet hat 
und die Dimension im Kopf machen musste. Seit Rechenschieber aus der 
Mode kamen, musste man das nicht mehr üben.

G. K. schrieb:
> Lehrer in Rechnen aber nicht in Mathematik.

Da scheint der nächste Fehler im System zu sein: Formeln umstellen, 
Unbekannte ermitteln, aber 12x12 nicht im Kopf können.

In der Grundschule hatten wir eine "Anzeigetafel", ähnlich einem 
Wandkalender mit Spiralheftung konnte man damit Zahlen von 1 bis 999 
zeigen. Der Lehrer stellte eine Rechenaufgabe und schaute dann, wer das 
richtige / falsche Ergebnis aufklappte.

Das sind Grundfertigkeiten, die im Schulsystem seit Jahren 
vernachlässigt werden.

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Manfred P. schrieb:
> Der Fluch der Taschenrechner. Davor hatte man einen Rechenschieber
> (offiziell Rechenstab), mit dem man nur die Zahlenfolge errechnet hat
> und die Dimension im Kopf machen musste. Seit Rechenschieber aus der
> Mode kamen, musste man das nicht mehr üben.

Ähhhh, und Programmieren sollte man auch gleich verbieten!
So Zeug's ist doch vollkommen Nutzlos!
Da verlernen die Leute doch glatt einen Eisenbatzen mit der Feile zum 
Quader zu schrubben.
E-Auto`s sind ......

Du bist ein echter Konservativer, wie die technikfeindlichen, Zukunft 
skeptischen und Paraphysik gläubigen Grünen Stammwähler.

: Bearbeitet durch User
von G. K. (zumsel)


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Cha-woma M. schrieb:

> Paraphysik gläubigen Grünen Stammwähler.

Das sind die von der FDP, da nennt sich das Technologieoffenheit.

Die FDP beschäftigt sogar einen Physik-Leugner als Klima-Berater.
Was auch gut zur ideologischen Ausrichtung einer Partei passt die die 
Physik dem Markt und der Freiheit unterordnen möchte.

: Bearbeitet durch User
von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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das scheint bei den Amis aber noch schlimmer zu sein.
Wo ja schon Schulbücher einkassiert wurden,
um darin die Physik hinzubiegen.

von Klar P. (Gast)


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Rainer Z. schrieb:
> Thomas U. schrieb:
>> Die Vollendung dieser Fähigkeiten kann ich gelegentlich beobachten!
>> Käse-Maik! Die Angestellten an der Kasse rechnen die Waren am Tresen
>> komplett im Kopf auf und müssen auch deren Preise auswändig kennen.
>
> Erinnert mich an "Uwe", einem Krämer in einem kleinen EDEKA-Laden direkt
> neben dem Allee-Gymnasium in Altona. Der hatte noch keine Waage, die
> abhängig von Ware und Gewicht den Preis fertig ausrechnete.

ja, eben, alles eine Frage des erinnerungsvermögens. Scannerkassen 
wurden ca. 2000 eingeführt, davor war es nicht ungewöhnliche das die 
Verkäufer im Lebensmittelmarkt die Preise im Kopf hatten. Taschenrechner 
wurden erst ab den Siebzigern, dank Sir Clive Sinclair auf der Insel und 
Commodore International hinterm großen Teich preiswert und sickerten 
langsam in dem Handel.

Und natürlich musste im Handel auch in den Jahrhhunderten vor dem 
Taschenrechner Preise addiert werden. Die Pflicht eine Registrierkasse 
einzusetzen gibt es seit weniger als 10 Jahren. Und beim "Verkauf über 
Gartenzaun" hat man auch nicht grad eine Registrierkasse zur Hand.

Die Grosseltern jedenfalls haben ihr Gartengemüse und Lebensmittel vom 
Grossmarkt ohne elektrische rechentechnik verkauft, notfalls wird auf 
einem Stück Papier die Zahlenkolonne addiert. Und im Kernland des 
fortschrittlichen Sozialismus beherrschte man wie selbstverständlich 
neben dem Kopfrechnen auch den über tausend Jahre alten Abacus: 
http://mathe-abakus.fraedrich.de/abakus/abarus.html

Ja, manche bewahrte Kulturtechniken geraten immer mehr in Vergessenheit, 
Smartphone verdrängt Kopfrechnen, synthetische Drogen verdrängen Bier 
und Schnaps ;-) .

###

K. F. schrieb:

> Das System mit Hunderten gibt es eigentlich schon, es sind die gon.
> Ein Viertelkreis hat dann 100 davon, was dann den Bogenminuten /sekunden
> entspräche.

Gon heisst als Winkelmaß auch "Neugrad". Gibt's schon seit Ewigkeiten,
hat sich aber ausserhalb der klassischen Geodäsie nicht durchsetzen
können, auch wenn es seit über Hundert Jahren gesetzliche Masseinheit
ist.

Beitrag #7632565 wurde von einem Moderator gelöscht.
von G. K. (zumsel)


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Klar P. schrieb:

> Ja, manche bewahrte Kulturtechniken geraten immer mehr in Vergessenheit,
> Smartphone verdrängt Kopfrechnen, synthetische Drogen verdrängen Bier
> und Schnaps ;-) .

Du hast die Pferdekutsche und den Dreschflegel vergessen.

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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G. K. schrieb:
> Du hast die Pferdekutsche und den Dreschflegel vergessen.

Pferdekutsche = MTW bei der Bundeswehr
Dreschflegel  = Ersetzt das MG08/15 bei der Bundeswehr

von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Cha-woma M. schrieb:
> Du bist ein echter Konservativer, wie die technikfeindlichen, Zukunft
> skeptischen und Paraphysik gläubigen Grünen Stammwähler.

Zu blöd zum Überschlags-Rechnen sein, begründet mit der Angst, 
links-grün-versifft zu wirken...

Manche hier leben echt in einer beängstigenden Gedankenblase...

von Cyblord -. (cyblord)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> das scheint bei den Amis aber noch schlimmer zu sein.
> Wo ja schon Schulbücher einkassiert wurden,
> um darin die Physik hinzubiegen.

Merkwürdig dass die wissenschaftsfeindlichen Amis Nr.1 bei den 
Nobelpreisen sind. Und zwar deutlich: USA 94 Stück vs. 27 Deutschland 
welches auf Platz 2 ist.

von Ralf X. (ralf0815)


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Cyblord -. schrieb:
> Merkwürdig dass die wissenschaftsfeindlichen Amis Nr.1 bei den
> Nobelpreisen sind. Und zwar deutlich: USA 94 Stück vs. 27 Deutschland
> welches auf Platz 2 ist.

Nach Nobelpreisen pro EW sind wir also auf Platz 1! :-)

von (prx) A. K. (prx)


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Es gibt Fähigkeiten, die bisher zeitlos wichtig sind. Etwa seine Schuhe 
zubinden zu können, weil die meisten Typen das leider immer noch nicht 
selbst machen. Und es gibt Fähigkeiten, deren zentrale Bedeutung 
veraltet.

von Cyblord -. (cyblord)


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Ralf X. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Merkwürdig dass die wissenschaftsfeindlichen Amis Nr.1 bei den
>> Nobelpreisen sind. Und zwar deutlich: USA 94 Stück vs. 27 Deutschland
>> welches auf Platz 2 ist.
>
> Nach Nobelpreisen pro EW sind wir also auf Platz 1! :-)

Mag alles sein. Nur passen so viele Nobelpreise trotzdem nicht zum 
Narrativ des verblödeten wissenschaftsfeindlichen Amis.

von (prx) A. K. (prx)


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Wolfgang R. schrieb:
> Zu blöd zum Überschlags-Rechnen sein,

Es ehrt jeden, der es kann, aber wer es nicht gut kann, ist deshalb 
nicht notwendigerweise blöd. Und wer es sehr gut kann, ist 
möglicherweise lediglich ein Idiot Savant, wie man das einst nannte. 
Also seid stolz auf das was ihr könnt, aber tragt die Nase etwas tiefer.

: Bearbeitet durch User
von Dieterich (einermehr)


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Hallo

Cyblord -. schrieb:
> Merkwürdig dass die wissenschaftsfeindlichen Amis Nr.1 bei den
> Nobelpreisen sind. Und zwar deutlich: USA 94 Stück vs. 27 Deutschland
> welches auf Platz 2 ist.

In den USA scheinen sich die "Schulen" und Bildungseinrichtungen 
untereinander deutlich kräftiger zu unterscheiden als bei uns in Europa, 
in Australien und den entwickelten Teilen von Asien.
Auch haben die einzelnen Bundesstaaten und die Distrikte, Landkreise 
usw. sehr viel zu sagen und bestimmen.
Die "Witze" und Anspielungen bezüglich Texas, Mississippi aber auch 
Kalifornien, den Biblebelt usw.  kommen nicht von Ungefähr und haben 
ganz reale Hintergründe.
Somit schafft es der Kreationismus, generelle 
Wissenschaftsfeindlichkeit, die Religion als Erklärung für alles usw. 
auch in so mancher Schulen ganzer Landkreise und Bundesstaaten...

Es wäre mal interessant zu sehen, woher die Nobelpreisträger (besonders 
im MINT Umfeld) der USA, denn genau kommen, wo sie innerhalb der USA 
ihre Bildung erlangt haben, wo sie forschen und entwickeln (da eventuell 
sogar Landkreis- und Gemeinden abhängig) und ob es "alles" überhaupt 
US-Bürger in mindestens der dritten Generation sind.
Wir in Deutschland und Europa haben ja auch jede Menge "deutsche" bzw. 
"britische" "französische",... Fußballstars, Forscher und große 
(Klassik) Musiker...
Viele (am wenigsten noch bei den Forschern) davon haben aber "nur" einen 
deutschen, britischen, französischen Pass...und sind vom Gefühl und 
ihrem Handeln und Meinungen mit dem Land verbunden, in dem sie 
aufgewachsen waren und oft entdeckt worden sind...

: Bearbeitet durch User
von Cyblord -. (cyblord)


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Dieterich schrieb:

> Die "Witze" und Anspielungen bezüglich Texas, Mississippi aber auch
> Kalifornien, den Biblebelt usw.  kommen nicht von Ungefähr und haben
> ganz reale Hintergründe.

Nicht zu vergessen Ohio.

> Somit schafft es der Kreationismus, generelle
> Wissenschaftsfeindlichkeit, die Religion als Erklärung für alles usw.
> auch in so mancher Schulen ganzer Landkreise und Bundesstaaten...

Einige ziemlich radikale Kreationisten gibt es da schon die auch immer 
mal wieder unsinnige Dinge durchdrücken. Die Frage bleibt aber ob das 
wirklich Einfluss die Bildung im Allgemeinen dort hat.

Klar ist, die USA hat viele üble Gegenden, sehr ländlich, sehr schlecht 
entwickelt, sehr religiös bzw. kreationistisch. Der Stammbaum von vielen 
dort ist ein Kreis. Viel wird aus diesen Gegenden nicht kommen.

> Wir in Deutschland und Europa haben ja auch jede Menge "deutsche" bzw.
> "britische" "französische",... Fußballstars, Forscher und große
> (Klassik) Musiker...

Trifft eigentlich nur auf Sportler zu.

> Viele (am wenigsten noch bei den Forschern) davon haben aber "nur" einen
> deutschen, britischen, französischen Pass...und sind vom Gefühl und
> ihrem Handeln und Meinungen mit dem Land verbunden, in dem sie
> aufgewachsen waren und oft entdeckt sind...

Trifft eigentlich nur auf Sportler zu.

: Bearbeitet durch User
von G. K. (zumsel)


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Dieterich schrieb:

> In den USA scheinen sich die "Schulen" und Bildungseinrichtungen
> untereinander deutlich kräftiger zu unterscheiden als bei uns in Europa,
> in Australien und den entwickelten Teilen von Asien.
> Auch haben die einzelnen Bundesstaaten und die Distrikte, Landkreise
> usw. sehr viel zu sagen und bestimmen.

Irgendwie muss ja der Übergang der USA vom plutokratisch geprägten 
Neoliberalismus zum theokratisch geprägten Feudalismus hinzubekommen 
sein.

von Dieterich (einermehr)


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Hallo

Gibt es, abseits der Außenpolitik und den reinen rechtlichen Fakten, 
überhaupt "die USA"?
Wir im "kleinen" Deutschland sind ja auch im Denken und Handeln regional 
recht unterschiedlich (aber nicht fundamental - Radikale Einzelpersonen 
und Grüppchen mal ausgenommen) - aber in den USA scheinen mir die 
regionalen Unterschiede extrem zu sein, teilweise sogar deutlich größer 
als die Unterschiede und Einstellungen der "normalen" Leute in 
Westeuropa untereinander...

: Bearbeitet durch User
von Uwe (neuexxer)


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> Mag alles sein. Nur passen so viele Nobelpreise trotzdem nicht
> zum Narrativ des verblödeten wissenschaftsfeindlichen Amis.

Keine Sorge!
Dank der zum Glück bei uns wachsenden Zahl an
neu-hinzu(ge)kommenden Fachkräften/iNNen etc.,
-die unseren Wissenschafts-Pool endlich mal auffrischen-
werden 'wir' die Amis ab sofort gnadenlos in den Schatten stellen.

Und das nicht nur bei praktizierter Strassenfolklore,
sondern bestimmt auch nobelpreismässig!

von Udo S. (urschmitt)


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Das ist unter anderem die Folge dass in den USA Bildung viel Geld 
kostet.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Udo S. schrieb:
> Das ist unter anderem die Folge dass in den USA Bildung viel Geld
> kostet.

und trotzdem jammern hier die Studenten.

von Udo S. (urschmitt)


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Uwe schrieb:
> Dank der zum Glück bei uns wachsenden Zahl an
> neu-hinzu(ge)kommenden Fachkräften/iNNen etc.,
> -die unseren Wissenschafts-Pool endlich mal auffrischen

Meinst du z.B. Ugur Sahin und Özlem Türeci?

Mich beunruhigt eher die wachsende Menge an Querglaubern, die einem 
gescheiterten und polizeilich gesuchten veganen Koch mehr glauben als 
seriösen Wissenschaftlern.

von Cyblord -. (cyblord)


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Udo S. schrieb:
> Das ist unter anderem die Folge dass in den USA Bildung viel Geld
> kostet.

Genau wie Medizin ist Bildung ist den USA teuer aber dafür Qualitativ 
eben ganz oben mit dabei.

●DesIntegrator ●. schrieb:
> und trotzdem jammern hier die Studenten.

Deshalb ist mir jeder suspekt der in D trotzdem Geld für private 
Hochschulen ausgibt.

von Uwe (neuexxer)


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> und trotzdem jammern hier die Studenten.

Und erst recht die StudentiNNen!      SCNR

von Thomas U. (charley10)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> Udo S. schrieb:
>> Das ist unter anderem die Folge dass in den USA Bildung viel Geld
>> kostet.
>
> und trotzdem jammern hier die Studenten.

Dabei wäre interessant, welche Fachrichtungen am meisten das Jammern 
gelernt haben!
MINT oder Laberfächer?

: Bearbeitet durch User
von G. K. (zumsel)


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Cyblord -. schrieb:

> Genau wie Medizin ist Bildung ist den USA teuer aber dafür Qualitativ
> eben ganz oben mit dabei.

Weswegen in den USA auch resistente Bakterien-Stämme gezüchtet werden 
weil zu viele sich nicht korrekt behandeln lassen können und alles 
mögliche mit Opiaten behandelt wird weil das erstmal billiger ist.

Das ist das komplette Gegenteil von "ganz oben mit dabei".

von Cyblord -. (cyblord)


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G. K. schrieb:
> Das ist das komplette Gegenteil von "ganz oben mit dabei".

Nein das ist eine direkte Folge der hohen Kosten, mehr aber auch nicht. 
Gute Medizin gibts da nicht für jeden. Trotzdem gibt es dort die 
weltweit beste Medizin. Ist das so schwer zu verstehen?

von Uwe (neuexxer)


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> Dabei wäre interessant, welche Fachrichtungen am meisen
> das Jammern gelernt haben!
> MINT oder Laberfächer?

Wohl eine rein rethorische Frage?!

Ganz viele solcher Nicht-MINT-Fächer haben wohl
'proaktives' (wenn auch nicht Denken, dann wenigstens) Diskutieren
gegen ALLES, was früher mal 'in' war, zu ihrem eigentlichen
und ausschliesslichen Lehrgegenstand gemacht:

Mit Gender, Anti(-fa, -neo, ...), gelingt halt vielleicht doch
noch der Absprung des Individuums in eine halbwegs sichere Zukunft;
- solange die Tinte im Gelddrucker des Finanzministers noch reicht...

von (prx) A. K. (prx)


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Thomas U. schrieb:
> Dabei wäre interessant, welche Fachrichtungen am meisten das Jammern
> gelernt haben!
> MINT oder Laberfächer?

Die meisten hier im Forum dürften zu MINT zählen.
Und an Jammerern besteht kein Mangel. :)

: Bearbeitet durch User
von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Thomas U. schrieb:
> Dabei wäre interessant, welche Fachrichtungen am meisten das Jammern
> gelernt haben!
> MINT oder Laberfächer?

Nach dem Forum hier?
Ganz klar, MINT!

Was Pflegekräfte verdienen:
https://www.faz.net/aktuell/karriere-hochschule/thema/pflegekraft
Fraglich ist, was die beim Statistische Bundesamt als Quelle nehmen.

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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(prx) A. K. schrieb:
> Die meisten hier im Forum dürften zu MINT zählen.
> Und an Jammerern besteht kein Mangel. :)

Wer hat den schon vom mal von Mangel an Jammerern  in D-Land gehört.
Ok. die Bauern und Familienbetrieb, die jammern immer zu allem und 
jedes.

von Thomas U. (charley10)


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Cha-woma M. schrieb:
> Thomas U. schrieb:
>> Dabei wäre interessant, welche Fachrichtungen am meisten das Jammern
>> gelernt haben!
>> MINT oder Laberfächer?
>
> Nach dem Forum hier?
> Ganz klar, MINT!
>
> Was Pflegekräfte verdienen:
> https://www.faz.net/aktuell/karriere-hochschule/thema/pflegekraft
> Fraglich ist, was die beim Statistische Bundesamt als Quelle nehmen.

Der Zweck 'heiligt' die Mittel...

„Ich glaube nur der Statistik, die ich selbst gefälscht habe.“

auch, wenn Sir W.C. nicht eindeutig als Verursacher zu ermitteln ist...

von Ein T. (ein_typ)


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Michael B. schrieb:
> Norbert schrieb:
>> Kein Mensch der bei Sinnen ist, käme auf die Idee *in der normalen
>> Nutzung* eine nautical mile zu einem inch ins Verhältnis zu setzen.
>
> Auf dem Schlachtschiff: "Der 12-Zöller hat eine Reichweite von 15 sm,
> der 15-Zöller schafft 18." ;-)

Noch viel spannender sind ja die alten Bezeichnungen mit 8- und 
12-Pfündern, wobei die schweizer Gebirgshaubitze Modell 1841 nochmals 
eine Besonderheit war: obschon das Kaliber (120,5 mm) einem Zwölfpfünder 
entsprach, wurde die Haubitze trotzdem oft als 8-Pfünder bezeichnet, 
weil die Geschosse mit 3,9 Kilogramm ungefähr den besagten acht Pfund 
entsprachen.

Noch lustiger ist die Kaliberangabe bei Schrotflinten: hier wird das 
Kaliber mit der Anzahl von Bleikugeln des betreffenden Durchmessers 
bezeichnet, die zusammen ein englisches Pfund (453,6 g) ergeben. 
Deswegen hat eine Flinte vom Kaliber 12 eine größere Bohrung als eine 
vom Kaliber 16. Gleichzeitig wird zur vollständigen Angabe der Patrone 
auch noch ihre Hülsenlänge im abgeschossenen Zustand angegeben -- das 
aber, na logisch, in Millimetern.

von G. K. (zumsel)


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Cyblord -. schrieb:
> G. K. schrieb:
>> Das ist das komplette Gegenteil von "ganz oben mit dabei".
>
> Nein das ist eine direkte Folge der hohen Kosten, mehr aber auch nicht.
> Gute Medizin gibts da nicht für jeden. Trotzdem gibt es dort die
> weltweit beste Medizin. Ist das so schwer zu verstehen?

Weswegen auch so viele Amis keine Zähne im Maul haben?

Hier etwas Aufklärung für dich: 
https://de.wikipedia.org/wiki/Sicko_(Film)

von Le X. (lex_91)


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G. K. schrieb:
> Weswegen auch so viele Amis keine Zähne im Maul haben?

Genau. Das US-amerikanische Gesundheitsystem ist in der Breite weniger 
leistungsfähig als das Deutsche (bzw. einfach zu teuer für viele 
Bürger), deswegen "haben so viele Amis keine Zähne im Maul". Für die 
Geldigen ist es aber dennoch spitze, weswegen zahlungskräftiges Klientel 
aus aller Welt zu den Spezialisten in die USA tingeln.

Unser System ist auch in der Breite gut aufgestellt.
Kommt wohl auf den Geldbeutel und aufs Mindset an welches System man nun 
besser findet.

Was ist denn daran so schwer zu verstehen?

: Bearbeitet durch User
von Udo S. (urschmitt)


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G. K. schrieb:
> Weswegen auch so viele Amis keine Zähne im Maul haben?

Weil sich so viele Amerikaner das teure Gesundheitswesen nicht leisten 
können.
Genau wie das teure Bildungssystem.

In USA klafft die Kluft zwischen Arm und reich halt viel weiter als bei 
uns.

von Uwe (neuexxer)


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>> Dabei wäre interessant, welche Fachrichtungen am meisten das Jammern
>> gelernt haben!
>> MINT oder Laberfächer?

>  Nach dem Forum hier?
>  Ganz klar, MINT!

Die Verteilung ist leicht nachvollziehbar, und zwar völlig
unabhängig von "dem Forum hier":

Relativ viele MINTler/iNNen landen in den noch verbliebenen
Resten der "Real-Wirtschaft" -BASF, Autozulieferer... uvm.-

Und zwar deswegen, weil sie nicht so gnadenlos erfolreich
quatschen können/wollen

(mit ihren blossen Fakten können sie halt kaum reüssieren),

wie die relativ viel mehr Absolventen/iNNen von Erzähl-Fächern
aller Art (die sich die letzen 10 Jahre -gefühlt- verdoppelt haben).

Letztere kommen halt viel leichter in viel sichereren Stellen unter:
In Stellen mit 'irgendwas mit Medien', Gender-, Anti-..., u.ä.;
werden Bundesbeauftragte(r) für alles Mögliche;
oder 'wirken mit', als defacto unkündbare Mitarbeiter in
staatstragenden Organisationen usw. usw. ...

von Percy N. (vox_bovi)


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Cha-woma M. schrieb:
> E-Auto`s sind

derzeit grammatisch nicht definiert.

Was genau soll uns dieser Buchstabensalat mitteilen?

von Cyblord -. (cyblord)


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G. K. schrieb:
> Weswegen auch so viele Amis keine Zähne im Maul haben?

Die mit Geld haben aber keine Probleme mit den dortigen Zahnärzten, 
richtig? Vielleicht kapierst du dann langsam mal was ich sage.

von Percy N. (vox_bovi)


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Le X. schrieb:
> Was ist denn daran so schwer zu verstehen?

Dass der Median-Yankee lieber seinen beiden Kindern die Zähne im Maul 
verrotten lässt, als mitanzusehen, wie von "seiner" Versicherungsprämie 
die acht Bankerte seines mexikanischen Hausmeisters die Zähne gerichtet 
bekommen.

Sozialneid auf die Ärmsten macht sich allerdings inzwischen auch hier 
breit.

: Bearbeitet durch User
von Cyblord -. (cyblord)


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Percy N. schrieb:
> Sozialneid auf die Ärmsten macht sich allerdings inzwischen auch hier
> breit.

Bei mir hat sich bewährt, niemals mit Sozialisten oder Kommunisten über 
Sozialleistungen zu diskutieren. Halte ich hier auch weiterhin so.

von Kara B. (Firma: ...) (karabenemsi)


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Cyblord -. schrieb:
> Bei mir hat sich bewährt, niemals mit Sozialisten oder Kommunisten über
> Sozialleistungen zu diskutieren.

Vielleicht interessiert dich das:

https://www.rnd.de/politik/studie-in-deutschland-werden-125-milliarden-euro-steuern-hinterzogen-YMHQCQ7PJPJEWQZVUJPDFKG2GQ.html

Vermutlich nicht, da von INSM gebrainwasht.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Cyblord -. schrieb:
> Bei mir hat sich bewährt, niemals mit Sozialisten oder Kommunisten über
> Sozialleistungen zu diskutieren. Halte ich hier auch weiterhin so.

Schon okay, aber über Sozialleistungen diskutieren wollen doch immer die 
Anderen als die Sozialisten und Kommunisten.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)



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von Thomas U. (charley10)


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Rainer Z. schrieb:
> Kara B. schrieb:
>> Vielleicht interessiert dich das:
>>
>>
> 
https://www.rnd.de/politik/studie-in-deutschland-werden-125-milliarden-euro-steuern-hinterzogen-YMHQCQ7PJPJEWQZVUJPDFKG2GQ.html
>
> Siehe angehängte Dateien.

Das soll sicher Chip-S-fabrik heissen. Man denkt schliesslich an die 
Zukunft der Kiiinder...
Zur Ruhigstellung werden aber auch die anderen Chips benötigt!

: Bearbeitet durch User
von Cyblord -. (cyblord)


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Rainer Z. schrieb:
> Schon okay, aber über Sozialleistungen diskutieren wollen doch immer die
> Anderen als die Sozialisten und Kommunisten.

Kommt drauf an wer an der Regierung ist. Wenn die Sozialisten regieren 
und das Geld raushauen, wollen natürlich die Anderen diskutieren ob man 
das Geld nicht sparen soll.
Wenn die Anderen an der Regierung sind gehts halt andersrum.

: Bearbeitet durch User
von G. K. (zumsel)


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Cyblord -. schrieb:

> Kommt drauf an wer an der Regierung ist. Wenn die Sozialisten regieren
> und das Geld raushauen, wollen natürlich die Anderen diskutieren ob man
> das Geld nicht sparen soll.

Ich erinnere mich dunkel an den "König der Schulden" der mal 
US-Präsident war und es wieder werden will.

von Cyblord -. (cyblord)


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G. K. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>
>> Kommt drauf an wer an der Regierung ist. Wenn die Sozialisten regieren
>> und das Geld raushauen, wollen natürlich die Anderen diskutieren ob man
>> das Geld nicht sparen soll.
>
> Ich erinnere mich dunkel an den "König der Schulden" der mal
> US-Präsident war und es wieder werden will.

Hat halt nichts mit dem Thema zu tun. Aber danke für deinen Input.

von Percy N. (vox_bovi)


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Cyblord -. schrieb:
> Wenn die Anderen an der Regierung sind gehts halt andersrum.

Zur Zeit jammert ein zukünftiger Kanzlerkandidat in spe, weil er zu blöd 
ist, sich einen Termin beim Zahnarzt zu schießen, zumal er sich von 
lauter Flüchtlingen verdrängt sieht, die insoweit überhaupt keinen 
Zugang zur medizinischen Versorgung haben.

Nota bene: Es reicht nicht, exorbitant dämlich zu sein, man muss dieses 
Schicksal auch noch vermarkten können!

von Thomas U. (charley10)


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Percy N. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Wenn die Anderen an der Regierung sind gehts halt andersrum.
>
> Zur Zeit jammert ein zukünftiger Kanzlerkandidat in spe, weil er zu blöd
> ist, sich einen Termin beim Zahnarzt zu schießen, zumal er sich von
> lauter Flüchtlingen verdrängt sieht, die insoweit überhaupt keinen
> Zugang zur medizinischen Versorgung haben.
>
> Nota bene: Es reicht nicht, exorbitant dämlich zu sein, man muss dieses
> Schicksal auch noch vermarkten können!

Deshalb werden Kinderbücher vermarktet...

von G. K. (zumsel)


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Cyblord -. schrieb:

>> Ich erinnere mich dunkel an den "König der Schulden" der mal
>> US-Präsident war und es wieder werden will.
>
> Hat halt nichts mit dem Thema zu tun. Aber danke für deinen Input.

Nur zur Erinnerung: Der Thread hat den Namen: "Können die Leute nicht 
mehr rechnen?"

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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G. K. schrieb:
> Nur zur Erinnerung: Der Thread hat den Namen: "Können die Leute nicht
> mehr rechnen?"

Wenn sie das könnten, dann würde der Thread nicht so entgleisen!
Also der Thread-Name wird durch den Thread-Verlauf bestätigt.

von Cyblord -. (cyblord)


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G. K. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>
>>> Ich erinnere mich dunkel an den "König der Schulden" der mal
>>> US-Präsident war und es wieder werden will.
>>
>> Hat halt nichts mit dem Thema zu tun. Aber danke für deinen Input.
>
> Nur zur Erinnerung: Der Thread hat den Namen: "Können die Leute nicht
> mehr rechnen?"

Ah ja und die Schulden kommen daher dass Trump nicht Kopfrechnen kann?

von (prx) A. K. (prx)


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Cyblord -. schrieb:
> Ah ja und die Schulden kommen daher dass Trump nicht Kopfrechnen kann?

In dieser Dimension muss man nicht rechnen können. Man gibt das Ergebnis 
vor, und wenn die Berechnung nicht dazu führt, wird derjenige gefeuert.

von G. K. (zumsel)


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Cyblord -. schrieb:
> G. K. schrieb:
>> Cyblord -. schrieb:
>>
>>>> Ich erinnere mich dunkel an den "König der Schulden" der mal
>>>> US-Präsident war und es wieder werden will.
>>>
>>> Hat halt nichts mit dem Thema zu tun. Aber danke für deinen Input.
>>
>> Nur zur Erinnerung: Der Thread hat den Namen: "Können die Leute nicht
>> mehr rechnen?"
>
> Ah ja und die Schulden kommen daher dass Trump nicht Kopfrechnen kann?

Wenn man planlos Steuern senkt und dem Militär ordentlich mehr Kohle 
zuschustert braucht noch mal im Kopf rechnen können um das Ergebnis zu 
erkennen.

Beitrag #7632987 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Klar P. (Gast)


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(prx) A. K. schrieb:

> Also seid stolz auf das was ihr könnt, aber tragt die Nase etwas tiefer.

Warum eigentlich?!

Wenn die Unfähigen darauf bestehen, das Keinem von ihrer Unfähigkeit 
erzählt wird, könnten doch die Fähigen darauf bestehen, das jeder von 
ihren Fähigkeiten weiss ->
"Klappern" gehört bekanntlich zum Handwerk.

Wo ist das Problem, wenn Kopfrechner und Nicht-Kopfrechner zusammen 
kommen?
Es hat halt nicht jeder gleichviel abbekommen als der Herrgott die 
Weisheit mit der großen Kelle ausschenkte. Es hat auch nicht jeder einen 
attraktiv-athletischen Körperbau.
Soll man sich dann nachträglich selbst verstümmeln, das die 
Nicht-Attraktiven nicht einen auf "beleidigte Leberwurst" machen?!

von Thomas U. (charley10)


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Klar P. schrieb:
> (prx) A. K. schrieb:
>
>> Also seid stolz auf das was ihr könnt, aber tragt die Nase etwas tiefer.
>
> Warum eigentlich?!
>
> Wenn die Unfähigen darauf bestehen, das Keinem von ihrer Unfähigkeit
> erzählt wird, könnten doch die Fähigen darauf bestehen, das jeder von
> ihren Fähigkeiten weiss ->
> "Klappern" gehört bekanntlich zum Handwerk.
>
> Wo ist das Problem, wenn Kopfrechner und Nicht-Kopfrechner zusammen
> kommen?
> Es hat halt nicht jeder gleichviel abbekommen als der Herrgott die
> Weisheit mit der großen Kelle ausschenkte. Es hat auch nicht jeder einen
> attraktiv-athletischen Körperbau.
> Soll man sich dann nachträglich selbst verstümmeln, das die
> Nicht-Attraktiven nicht einen auf "beleidigte Leberwurst" machen?!

Natürlich NICHT!

Der 'angeborene' IQ ist im Allgemeinen gleichmäßiger verteilt, als die 
sich daraus entwickelnden Fähigkeiten/Fertigkeiten! Woran das wohl 
liegt?
Sicher nicht NUR an dem ach so gescholtenen Schulsystem!
Wenn die 'Quelle' etwas hergibt, aber nur ein kleiner Teil der 'Senken' 
überhaupt gewillt ist, etwas aufzunehmen...

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Klar P. schrieb:
> Soll man sich dann nachträglich selbst verstümmeln, das die
> Nicht-Attraktiven nicht einen auf "beleidigte Leberwurst" machen?!

Hochnäsig bedeutet, auf andere herabzusehen und ihnen Minderwertigkeit 
zuzusprechen. Keine empfehlenswerte Haltung, wenn man mit Menschen 
verschiedener Fähigkeiten zurechtkommen will. Vielleicht hat der 
"Dummkopf" ja den besseren rechten Haken drauf. ;)

Was ich oben schrieb hindert nicht daran, die eigenen Fähigkeiten 
einzusetzen. Wer etwas nicht kann, was andere können, muss erst einmal 
selbst damit zurecht kommen. Es bedeutet aber beispielsweise, andere 
nicht aufgrund eines einfachen Kriteriums wie Rechenschwäche als dumm zu 
bezeichnen.

: Bearbeitet durch User
von Klar P. (Gast)


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(prx) A. K. schrieb:
> Klar P. schrieb:
>> Soll man sich dann nachträglich selbst verstümmeln, das die
>> Nicht-Attraktiven nicht einen auf "beleidigte Leberwurst" machen?!
>
> Hochnäsig bedeutet, auf andere herabzusehen und ihnen Minderwertigkeit
> zuzusprechen. Keine empfehlenswerte Haltung, wenn man mit Menschen
> verschiedener Fähigkeiten zurechtkommen will. Vielleicht hat der
> "Dummkopf" ja den besseren rechten Haken drauf. ;)

Ja klar, so wie damals bei der "Kulturrevolution" in China während 
dieser der Pöbel in den Roten Garden die Akademiker wortwörtlich tot 
prügelte:

https://de.wikipedia.org/wiki/Roter_August#Historischer_Hintergrund

> Es bedeutet aber beispielsweise, andere
> nicht aufgrund eines einfachen Kriteriums wie Rechenschwäche als dumm zu
> bezeichnen.

Wie dann? Bloss nicht ansprechen auf die offensichtlichen Defizite? 
Statt "Unbegabt" euphemistisch von "anders begabt" sprechen? Sowas führt 
doch nur zum "Peter-Prinzip", der finalen Inkompetenz des Systems.

https://de.wikipedia.org/wiki/Peter-Prinzip

von (prx) A. K. (prx)


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Klar P. schrieb:
> Wie dann? Bloss nicht ansprechen auf die offensichtlichen Defizite?

Hältst du diese beiden Aussagen für äquivalent?
- Ich kann besser Kopfrechnen als Du.
- Du bist dumm, weil du schlechter Kopfrechnen kannst als ich.

Wenn ja, dann würde es dir doch bestimmt nichts ausmachen, wenn ich dich 
aufgrund offensichtlichen Mangels an sozialer Kompetenz als Arschloch 
bezeichnen würde. Jetzt nur als soziale Übung.

> Ja klar, so wie damals bei der "Kulturrevolution" in China während
> dieser der Pöbel in den Roten Garden die Akademiker wortwörtlich tot
> prügelte:

Der mit dem besseren rechten Haken demonstriert in meinem Sinn 
lediglich, dass es einen Bereich gibt, in dem er dir überlegen ist. So 
wie du ihm vorher in aller Deutlichkeit erklärt hast, dass er dumm ist. 
Ihr seid dann quitt. :)

: Bearbeitet durch User
von Klar P. (Gast)


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(prx) A. K. schrieb:
> Klar P. schrieb:
>> Wie dann? Bloss nicht ansprechen auf die offensichtlichen Defizite?
>
> Hältst du diese beiden Aussagen für äquivalent?
> - Du kannst schlecht Kopfrechnen.
> - Du bist dumm.

Die Mutter von Forrest Gamp sagte "dumm ist wer dummes tut". Und ja,
wer sich bei einer simplen Addition im kopf "vertut", hat etwas Dummes 
gemacht. Kopfrechnen auf diesem Niveau bringt man jedem grundschüler 
bei.

> Wenn ja, dann würde es dir doch bestimmt nichts ausmachen, wenn ich dich
> aufgrund offensichtlichen Mangels an sozialer Kompetenz als Arschloch
> bezeichnen würde. Jetzt nur als soziale Übung.

Nun das macht mir schon was aus, denn in gewisser Weise "ehrt" es mich 
"Arschloch" genannt zu werden, denn es zeigt das man den intellektuellen 
Unterschied der nun mal besteht vermittel konnte. Beleidigt wäre man
eher bei "Arschkriecher", weil es wäre schon dumm jedem ein Freund sein 
zu wollen.

>
>> Ja klar, so wie damals bei der "Kulturrevolution" in China während
>> dieser der Pöbel in den Roten Garden die Akademiker wortwörtlich tot
>> prügelte:
>
> Der mit dem besseren rechten Haken demonstriert in meinem Sinn
> lediglich, dass es einen Bereich gibt, in dem er dir überlegen ist. So
> wie du ihm vorher in aller Deutlichkeit erklärt hast, dass er dumm ist.

Nun ich habe das nicht als Demonstration sondern als "Gewaltandrohung" 
verstanden.

> Ihr seid dann quitt. :)
Nö, Gewalt ist keine Lösung.

von Dieterich (einermehr)


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Hallo

Es kommt halt sehr auf die Wortwahl an.
"Klar" (keine Eier in der Hose hier mit einem echten Namen hier zu 
erscheinen?!) dir mal die wirklichen Überflieger an, die ihr Wissen 
(soweit es halt geht, aber immerhin versuchen sie es) an die 
Allgemeinheit weitergeben.

Eigentlich alle Nobelpreisträger aus dem sogenannten Mint Bereichen 
treten sehr bescheiden auf, versuchen ihre Forschungen verständlich 
herüberzubringen und werden sich ganz bestimmt, nicht über uns Normale 
oder gar Minderbegabte in der Öffentlichkeit (und das Forum hier ist 
schon eine kleine Öffentlichkeit) lächerlich zu machen.
Im stillen und unter sich wahrscheinlich auch nicht.

Insgesamt scheinen mir wirklich hochbegabte freundlich, ruhig und 
zurückhaltend zu sein.

Die kleinen "Klassenbesten", der kleine (Fast-) Ingenieur kurz vor dem 
Abschluss (mit dem Alter und den echten Leben verschwindet das meist) 
und vor allem im Hobbyumfeld und schlechten (bissigen) Nerdumfeld 
untereinander sind so einige dahingegen extrem unverschämt, persönlich 
und nicht in der Lage andere, die noch nicht soviel wissen oder echte 
(begrenzte) Lerndefizite haben, aus der Deckung (Anonym, durch andere 
geschützt)   feige anzumachen und Vorzuführen.
Aber wehe sie werden mal vorgeführt oder von eher körperlich "begabte" 
mal auch nur leicht physikalisch "angesprochen".
Schon etwas "knurren" im echten Leben durch so einen körperlich begabten 
lässt diese Zeitgenossen sich oft schnell zurückziehen oder feige mit 
Polizei oder besonders lächerlich mit einem Anwalt drohen...

von Dieterich (einermehr)


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Klar P. schrieb:
> Nö, Gewalt ist keine Lösung.

Es gibt auch verbale Gewalt, und Worte können mehr und länger schmerzen 
als körperliche Ausbrüche...

von Klar P. (Gast)


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Dieterich schrieb:

> "Klar" (keine Eier in der Hose hier mit einem echten Namen hier zu
> erscheinen?!)

Na dann greif Dir mal in die eigene Vissage.

von Klar P. (Gast)


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> Es gibt auch verbale Gewalt, und Worte können mehr und länger schmerzen
> als körperliche Ausbrüche...

Ja klar manche möchten eben Worte die Ihnen weh tun lieber verbieten 
anstatt nach der Wahrheit darin zu suchen. So ein Maulkorb für Wuffi ist 
schon ne feine Sache für das Herrchen das Gott spielen will.

von (prx) A. K. (prx)


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Klar P. schrieb:
> mal in die eigene Vissage

Mit Schwächen in der deutschen Orthografie macht man in deiner Rolle 
aber keinen guten Eindruck. :)

: Bearbeitet durch User
von Klar P. (Gast)


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(prx) A. K. schrieb:
> Klar P. schrieb:
>> mal in die eigene Vissage
>
> Mit Schwächen in der deutschen Orthografie macht man in deiner Rolle
> aber keinen guten Eindruck. :)

So was wie Tippfehler baue ich extra ein damit selbst ernannte 
Rechtschreibversteher auch mal was zu melden haben.

Beitrag #7633166 wurde vom Autor gelöscht.
von Percy N. (vox_bovi)


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Dieterich schrieb:
> Eigentlich alle Nobelpreisträger aus dem sogenannten Mint Bereichen
> treten sehr bescheiden auf, versuchen ihre Forschungen verständlich
> herüberzubringen und werden sich ganz bestimmt, nicht über uns Normale
> oder gar Minderbegabte in der Öffentlichkeit (und das Forum hier ist
> schon eine kleine Öffentlichkeit) lächerlich zu machen.
> Im stillen und unter sich wahrscheinlich auch nicht.

Da fragt man sich doch alsbald, warum der eine oder andere Forist sich 
dadurch lächerlich macht, dass er mutwillig virtuelle Imbezile 
konstruiert, die ihm in einem Bereich ganz leicht unterlegen sind. 
Sollte das wirklich hinreichend, aber auch erforderlich sein, um das 
eigene Selbstwertgefühl zu retten?

von Klar P. (Gast)


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Percy N. schrieb:
> Dieterich schrieb:
>> und werden sich ganz bestimmt, nicht über uns Normale
>> oder gar Minderbegabte in der Öffentlichkeit (und das Forum hier ist
>> schon eine kleine Öffentlichkeit) lächerlich zu machen.

Naja, als Nobelpreisträger Feynman zu seinem Gutachten zum 
Challenger-Unglück vom "Cargo-Cult" bei der NASA sprach, sahen einige 
aus der höheren Managment-Liga reichlich dumm aus ihrer Wäsche.

https://de.wikipedia.org/wiki/Cargo-Kult-Wissenschaft#Feynmans_Verwendung_des_Begriffs

Und auch Einstein hatte eine deutliche Meinung zu Gebrauch ihrer 
Geistesgaben durch seine Mitmenschen:

"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, 
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."

"Der Horizont vieler Menschen ist wie ein Kreis mit Radius Null. Und das 
nennen sie dann ihren Standpunkt."

Und Planck betrachtete sogar Generationenübergreifende Dummheit:

"Irrlehren der Wissenschaft brauchen 50 Jahre, bis sie durch neue 
Erkenntnisse abgelöst werden, weil nicht nur die alten Professoren, 
sondern auch deren Schüler aussterben müssen."

von Percy N. (vox_bovi)


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Klar P. schrieb:
> Percy N. schrieb:

Na, was davon habe ich denn geschrieben?

von Klar P. (Gast)


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> Na, was davon habe ich denn geschrieben?

"Dieterich schrieb: "

OK, haste nicht aus eigener Kraft oder Geiste geschrieben, selbst diesen 
winzigen schöpferischen Akt hat Dir die Forumssoftware abgenommen.

von Marci W. (marci_w)


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Hallo Leute,

obwohl ich nicht jeden Artikel gelesen habe, möchte ich dennoch 
anmerken:
wenn man die Intelligenz oder Dummheit eines Menschen an seinen 
Kopfrechenfähigkeiten fest macht, dann ist das armselig!(*)

ciao

Marci

(*) Ich selbst bin übrigens ganz OK im Kopfrechnen ;-)

von Klar P. (Gast)


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> dann ist das armselig!

Magst Du uns grad deine Definition von "armselig" näher bringen?

Also bedeutet das, wie in der "amtlichen" Armutsdefinition, das armselig 
ist,  der weniger als 60% der mittleren Nettoseligkeit in Deutschland 
zur Verfügung hat ?!

Beitrag #7633247 wurde vom Autor gelöscht.
von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Cyblord -. schrieb:
> Merkwürdig dass die wissenschaftsfeindlichen Amis Nr.1 bei den
> Nobelpreisen sind. Und zwar deutlich: USA 94 Stück vs. 27 Deutschland
> welches auf Platz 2 ist.

Und die meisten der 27 teutschen Nobelpreisen stammen aus der Zeit vor 
1933.

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Marci W. schrieb:
> (*) Ich selbst bin übrigens ganz OK im Kopfrechnen ;-)

Die Deutschen glauben, dass 90 % von ihnen ungebildet sind. Aber 90 % 
der Deutschen glauben, dass sie selbst gebildet sind.

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Klar P. schrieb:
> Magst Du uns grad deine Definition von "armselig" näher bringen?
>
> Also bedeutet das, wie in der "amtlichen" Armutsdefinition, das armselig
> ist,  der weniger als 60% der mittleren Nettoseligkeit in Deutschland
> zur Verfügung hat ?!
"
Was ist die Definition von Armut in Deutschland?
Ist das Jahreseinkommen einer alleinlebenden Person geringer als 15.009 
Euro netto, gilt man in Deutschland als arm (Stand: 2021). Familien mit 
zwei Kindern unter 14 Jahren sind von Armut betroffen, wenn das 
Haushaltsnettoeinkommen unter 31.520 Euro sinkt (Stand: 2021).
"
Aus:
https://www.malteser.de/armut-in-deutschland.html

von Percy N. (vox_bovi)


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Klar P. schrieb:
> OK, haste nicht aus eigener Kraft oder Geiste geschrieben, selbst diesen
> winzigen schöpferischen Akt hat Dir die Forumssoftware abgenommen.

Von mir ist hingegen

Percy N. schrieb:
> Nota bene: Es reicht nicht, exorbitant dämlich zu sein, man muss dieses
> Schicksal auch noch vermarkten können!

Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg.

von Klar P. (Gast)


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Percy N. schrieb:
> Klar P. schrieb:
>> OK, haste nicht aus eigener Kraft oder Geiste geschrieben, selbst diesen
>> winzigen schöpferischen Akt hat Dir die Forumssoftware abgenommen.
>
> Von mir ist hingegen

> Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg.

Solcherart Floskeln und Schlussformeln ("formule de courtoisie") könnte 
man auch der automatischen Inkludierung durch die Forumssoftware 
überlassen.
Vielleicht hebt es ja die latente Grundstimmung wie die letztlich 
implementierte Begrenzung der negativen Bewertung durch die 
Server-Software.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Also manchmal bin ich meiner Zeit schon voraus.

Was ist rechnen?
Kann das einer erklaeren?

Oder ist das ein Rechtschreibfehler und sollte rechen lauten.
Weil besser Gaertner lernen als studieren.

von Thomas U. (charley10)


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(prx) A. K. schrieb:
> Klar P. schrieb:
>> Soll man sich dann nachträglich selbst verstümmeln, das die
>> Nicht-Attraktiven nicht einen auf "beleidigte Leberwurst" machen?!
>
> Hochnäsig bedeutet, auf andere herabzusehen und ihnen Minderwertigkeit
> zuzusprechen. Keine empfehlenswerte Haltung, wenn man mit Menschen
> verschiedener Fähigkeiten zurechtkommen will. Vielleicht hat der
> "Dummkopf" ja den besseren rechten Haken drauf. ;)
>
> Was ich oben schrieb hindert nicht daran, die eigenen Fähigkeiten
> einzusetzen. Wer etwas nicht kann, was andere können, muss erst einmal
> selbst damit zurecht kommen. Es bedeutet aber beispielsweise, andere
> nicht aufgrund eines einfachen Kriteriums wie Rechenschwäche als dumm zu
> bezeichnen.

Wobei genau DAS inzwischen auf einer gewissen Gegenseitigkeit beruht!
Der Andere kann etwas, was ihm einen Vorteil verschafft? WEG damit und 
strengstens verbieten oder zumindest öffentlich ächten.
Sich die Fähigkeit anzueignen, bedeutet mglw. ANSTRENGUNG!
Kommt dir das bekannt vor? Schon mal gelesen, gehört, beobachtet?

: Bearbeitet durch User
von Marci W. (marci_w)


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Cha-woma M. schrieb:
> Die Deutschen glauben, dass 90 % von ihnen ungebildet sind. Aber 90 %
> der Deutschen glauben, dass sie selbst gebildet sind.

Oh mann oh mann, ich schreibe extra in meinem Beitrag, dass es Blödsinn 
ist, von den Kopfrechenfähigkeiten auf die Intelligenz zu schließen, und 
postwendend unterstellst du mir so einen Scheiß?! Das kann doch nicht 
wahr sein... <kopfschüttel>

ciao

Marci

von Percy N. (vox_bovi)


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Marci W. schrieb:
> Cha-woma M. schrieb:
>> Die Deutschen glauben, dass 90 % von ihnen ungebildet sind. Aber 90 %
>> der Deutschen glauben, dass sie selbst gebildet sind.
>
> Oh mann oh mann, ich schreibe extra in meinem Beitrag, dass es Blödsinn
> ist, von den Kopfrechenfähigkeiten auf die Intelligenz zu schließen, und
> postwendend unterstellst du mir so einen Scheiß?! Das kann doch nicht
> wahr sein... <kopfschüttel>
>

Was genau haben Deiner Meinung nach Intelligenz und Bildung miteinander 
zu tun?

von (prx) A. K. (prx)


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Percy N. schrieb:
> Was genau haben Deiner Meinung nach Intelligenz und Bildung miteinander
> zu tun?

Kommt drauf an welche: "..., dass man Intelligenz in zwei verschiedene 
Komponenten unterteilen kann. Zum einen in die genetisch bedingte, 
fluide Intelligenz und zum anderen in die kristalline Intelligenz." 
Letztere "... vereinigt jene kognitiven Fähigkeiten, in denen sich 
angehäuftes Wissen aus bisherigen Lernprozessen kristallisiert und 
verfestigt hat. Diese Intelligenz ist gewissermaßen das Endprodukt aus 
flüssiger Intelligenz und Bildung. "

https://monami.hs-mittweida.de/frontdoor/deliver/index/docId/2522/file/Diplomarbeit.pdf

: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Marci W. schrieb:
> wenn man die Intelligenz oder Dummheit eines Menschen an seinen
> Kopfrechenfähigkeiten fest macht, dann ist das armselig!(*)

Den Satz werde ich wiederholen, wenn es wieder um die Rechtschreibung 
geht:

wenn man die Intelligenz oder Dummheit eines Menschen an seinen
Rechtschreibfaehigkeiten (Kopfrechenfähigkeiten) fest macht, dann ist 
das armselig!(*)

von Marci W. (marci_w)


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Dieter D. schrieb:
> wenn man die Intelligenz oder Dummheit eines Menschen an seinen
> Rechtschreibfaehigkeiten (Kopfrechenfähigkeiten) fest macht, dann ist
> das armselig!(*)

Da stimme ich voll zu! Häufig hat schlechte Orthografie etwas mit 
Faulheit, Oberflächlichkeit oder Gleichgültigkeit gegenüber dem Leser zu 
tun.
Ja, ich weiß, es gibt auch Legastheniker. Die dürften, bezogen auf die 
Gesamtzahl der gemachten Rechtschreibfehler, jedoch eine winzige 
Minderheit darstellen.

ciao

Marci

von Marci W. (marci_w)


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Percy N. schrieb:
> Was genau haben Deiner Meinung nach Intelligenz und Bildung miteinander
> zu tun?

OK, im Prinzip gebe ich dir Recht, dass die beiden nicht unmittelbar 
zusammenhängen müssen, wobei es sicher eine Korrelation zwischen 
Intelligenz und Bildung geben wird. Jedenfalls mein Bauchgefühl.

Ich frage mich dann jedoch, was

Cha-woma M. schrieb:
>> (*) Ich selbst bin übrigens ganz OK im Kopfrechnen ;-)
>
> Die Deutschen glauben, dass 90 % von ihnen ungebildet sind. Aber 90 %
> der Deutschen glauben, dass sie selbst gebildet sind.

mit meinen Äußerungen zu tun hat, vor allem mit der Aussage, dass ich 
ganz OK im Kopfrechnen bin, denn diese hast Du ja zitiert. Und ich hatte 
bewusst nicht behauptet, dass ich im Kopfrechnen gut bin.
Aber die Diskussion wird hier so langsam unsinnig...

ciao

Marci

von Percy N. (vox_bovi)


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Marci W. schrieb:
> Ich frage mich dann jedoch, was
>
> Cha-woma M. schrieb:
>>> (*) Ich selbst bin übrigens ganz OK im Kopfrechnen ;-)
>>
>> Die Deutschen glauben, dass 90 % von ihnen ungebildet sind. Aber 90 %
>> der Deutschen glauben, dass sie selbst gebildet sind.
>
> mit meinen Äußerungen zu tun hat,

Das erfährst Du mit etwas Glück, wenn Du auch den Teil Deines Textes 
berücksichtigst, den ich zwar zitiert habe, Du aber sicherheitshalber 
weggelassen hast.

von Thomas G. (Firma: Frickelhauptquartier) (taximan)


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Worum geht es hier mittlerweile eigentlich? Das übliche Angepöbel?

von Percy N. (vox_bovi)


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Marci W. schrieb:
> Da stimme ich voll zu! Häufig hat schlechte Orthografie etwas mit
> Faulheit, Oberflächlichkeit oder Gleichgültigkeit gegenüber dem Leser zu
> tun.
Wohl nicht gegenüber dem Leser, sondern ggü der Sprache allgemein; dies 
insbesondere dann, wenn auch eigene Notizen betroffen sind.

Daneben gab und gibt es auch Menschen, die ganz bewusst ihre eigene 
Othographie anwenden; recht bekannt zB Arno Schmidt.

Du übersiehst weiterhin den Bereich, in dem der Sprachanwender schlicht 
sein Inventar nicht hinreichend beherrscht. So liest man mit Grausen 
über Demonstranten, die zB Kinder als "Schutzschilder" benutzen, oder in 
einer TV-Sendung über eine prähistorische Schlacht ist auf der 
eingeblendeten Karte eine "Wahlstadt" verzeichnet. Mit Orthographie hat 
das mMn allenfalls am Rande zu tun.

Das "Problem" ist also deutlich komplexer, als Du ahnst.

> Ja, ich weiß, es gibt auch Legastheniker. Die dürften, bezogen auf die
> Gesamtzahl der gemachten Rechtschreibfehler, jedoch eine winzige
> Minderheit darstellen.

"Eine LRS hängt nicht mit der Intelligenz zusammen
Eine Legasthenie-Diagnose sagt nichts über die allgemeine Intelligenz 
oder die sonstigen Fertigkeiten eines Menschen aus. Denn es sind nicht 
alle Bereiche des Lernens beeinträchtigt, sondern nur das Erlernen von 
Schreiben und Lesen."

Hatten wir schon ...

"Laut Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie sind etwa zwölf Prozent 
der Bevölkerung in Deutschland von einer Lese-Rechtschreibstörung 
betroffen. Symptome sind unter anderem das Verdrehen, Verwechseln oder 
Auslassen von Buchstaben, langsames Lesen, Schwierigkeiten mit Groß- und 
Kleinschreibung, bei ähnlich klingenden Buchstaben und Worttrennungen."

https://www.swr.de/wissen/legasthenie-was-ist-das-100.html

Zwölf Prozent eine winzige Minderheit? Erkläre das bitte mal den Herren 
BM Lindner, Buschmann, Wissing sowie BMin Stark-Watzinger ...

: Bearbeitet durch User
von G. K. (zumsel)


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Dieter D. schrieb:

> wenn man die Intelligenz oder Dummheit eines Menschen an seinen
> Rechtschreibfaehigkeiten (Kopfrechenfähigkeiten) fest macht, dann ist
> das armselig!(*)

TRIGGERWARNUNG!!
TRIGGERWARNUNG!!

Legastheniker sind per Definition intelligent bzw. haben einen hohen IQ.

Und Rechtschreibung ist lediglich Faktenwissen bzw. wie Telefonbücher 
auswendig lernen.

Mehr zu dem Thema: 
https://www.arte.tv/de/videos/106664-000-A/legasthenie-wir-dachten-immer-du-bist-dumm/ 
da können einige die sich für schlau halten was bei lernen.

: Bearbeitet durch User
von Steve van de Grens (roehrmond)


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Cha-woma M. schrieb:
> Was ist die Definition von Armut in Deutschland?

Wenn man Urlaub im Wohnzimmer machen muss, weil für mehr kein Geld da 
ist.

Wenn man das letzte mal als Teenager im Kino war, und Starbucks noch nie 
von innen gesehen hat, obwohl man gerne hin gehen würde.

Oder wenn man von morgens 4:30 bis Nachts 23:30 auf den Beinen ist, um 
1-2 Kinder zu ernähren.

Dazu gibt es keine konkreten Zahlen in den Medien. Sie könnten die 
Bevölkerung verunsichern.

: Bearbeitet durch User
von Percy N. (vox_bovi)


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G. K. schrieb:
> Und Rechtschreibung ist lediglich Faktenwissen bzw. wie Telefonbücher
> auswendig lernen.

Interessant... welche Regeln gelten denn für Telefonnummern und ihre 
Beziehungen zueinander?

von (prx) A. K. (prx)


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G. K. schrieb:
> Und Rechtschreibung ist lediglich Faktenwissen bzw. wie Telefonbücher
> auswendig lernen.

Nein. 
https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/universelle-regeln-ist-grammatik-im-gehirn-verankert-a-254761.html

von Percy N. (vox_bovi)


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Steve van de Grens schrieb:
> Dazu gibt es keine konkreten Zahlen in den Medien. Sie könnten die
> Bevölkerung verunsichern.

Nur diejenigen, die kapiert haben, dass ihnen das ganz leicht auch 
passieren kann. Dazu diejenigen, die sich fragen, gegen wen sich wohl 
der Zorn der entfesselten Masse richten wird, unabhängig von jeder 
Kausalität.

von (prx) A. K. (prx)


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(prx) A. K. schrieb:
> G. K. schrieb:
>> Und Rechtschreibung ist lediglich Faktenwissen bzw. wie Telefonbücher
>> auswendig lernen.
>
> Nein.

Wobei ich hier den ganzen Komplex meine, also Sprachgrammatik 
eingeschlossen. Es gibt ja auch eine Art Wortgrammatik, gerade im 
Deutschen.

von Georg M. (g_m)


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von Klar P. (Gast)


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(prx) A. K. schrieb:
> G. K. schrieb:
>> Und Rechtschreibung ist lediglich Faktenwissen bzw. wie Telefonbücher
>> auswendig lernen.
>
> Nein.
> 
https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/universelle-regeln-ist-grammatik-im-gehirn-verankert-a-254761.html

grammatik und rechtschreibung sind zweierlei.
rechtschreibung folgt keinem naturgesetz sondern den beschlüßen des 
rates für deutsche rechtschreibung, dem derzeit 41 mitglieder aus 7 
ländern angehören.

https://de.wikipedia.org/wiki/Rat_f%C3%BCr_deutsche_Rechtschreibung

> Häufig hat schlechte Orthografie etwas mit
> Faulheit, Oberflächlichkeit oder Gleichgültigkeit gegenüber dem Leser zu
> tun.

faulheit ist eben ein mittel seine beschränkte lebenszeit/aufmerksamkeit 
effizient zu verteilen und über "gleichgültigkeit gegenüber einem" 
könnte man auch dankbar sein - wer möchte schon im fadenkreuz von 
marketing, anwerberkolonnen, weltuntergangspropheten und sonstigen 
missionarischen eiferern stehen, denen es ein vergnügen scheint anderen 
die zeit zu stehlen.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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@ Klar P. (Firma: Reinigungsmittel) (klar_putz)

Deine Shift-Taste klemmt.

von (prx) A. K. (prx)


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Klar P. schrieb:
> grammatik und rechtschreibung sind zweierlei

Deutsche Worte haben ebenfalls eine Art Grammatik, d.h. folgen Regeln, 
die in Zusammenhang mit der Sprachgrammatik stehen. Indem man diese 
Regeln kennt, muss man nur noch deren Ausnahmen auswendig lernen.

Sprachbeherrschung auf mehreren Ebenen ist ein Aspekt von Intelligenz. 
Gerade wenn Regeln eine Rolle spielen. Beileibe nicht der Einzige 
allerdings, weshalb Schwächen in einzelnen Aspekten nicht viel über 
deren Gesamtheit Aussagen.

: Bearbeitet durch User
von Bruno V. (bruno_v)


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Steve van de Grens schrieb:
> Dazu gibt es keine konkreten Zahlen in den Medien. Sie könnten die
> Bevölkerung verunsichern.

Was Du beschreibst ist sehr häufig durch Krankheit oder Vereinsamung 
verursacht, wenn es ungewollt ist. Ansonsten treffen Deine 
Beschreibungen auf wohlhabende Leute oft genauso zu wie auf gesunde und 
genauso fleißige Bürgergeldempfänger.

Es gibt große Bevölkerungsgruppen, die in solchen Verhältnissen leben 
und sich empören würden, als arm zu gelten. Das macht „Zahlen“ so 
schwierig.

Fatal wird es, wenn der Staat das dann beheben soll oder will.

von Klar P. (Gast)


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(prx) A. K. schrieb:
> Klar P. schrieb:
>> grammatik und rechtschreibung sind zweierlei
>
> Deutsche Worte haben ebenfalls eine Art Grammatik, d.h. folgen Regeln.
> Indem man diese Regeln kennt, muss man nur noch deren Ausnahmen
> auswendig lernen.

deutsche -sprache- hat eine grammatik. worte an sich nicht, die sind 
lediglich lexik.

auch die etymologie stellt  keine regeln im sinne einer mathematischen 
logik auf sondern gruppiert lediglich erfahrungswissen (empirie) aus 
einer historíschen betrachtung heraus.

von (prx) A. K. (prx)


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Klar P. schrieb:
> deutsche -sprache- hat eine grammatik. worte an sich nicht, die sind
> lediglich lexik.

Es gibt über die Flexion eine Kopplung zwischen Grammatik und Schreibung 
eines Wortes. Somit gibt es Regeln für die Schreibung.

von Percy N. (vox_bovi)


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Klar P. schrieb:
> faulheit ist eben ein mittel seine beschränkte lebenszeit/aufmerksamkeit
> effizient zu verteilen und über "gleichgültigkeit gegenüber einem"
> könnte man auch dankbar sein

Manchmal möchte man eher an bewusste Opposition und Auflehnung denken, 
zB hier:

Klar P. schrieb:
> beschlüßen

von Percy N. (vox_bovi)


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Bruno V. schrieb:
> Es gibt große Bevölkerungsgruppen, die in solchen Verhältnissen leben
> und sich empören würden, als arm zu gelten.

Ich erinnere mich an einen Fall aus den 90er Jahren; damals beantragte 
ein Steuerberater für seinen Mandanten Kindergeldzuschlag, weil dieser 
gerade für zwei Jahre eine ESt-Rückerstattung iHv insgesamt mehr als 
700.000 DM erhalten hatte, da sein Einkommen nicht in Deutschland 
steuerpflichtig war und daher der arme Mann seinen Kinderfreibetrag 
nicht hatte ausschöpfen können. Die insgesamt 96 DM werden hoffentlich 
das Überleben der Familie gesichert haben.

Meintest Du diese Gruppe?

von Percy N. (vox_bovi)


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(prx) A. K. schrieb:
> Klar P. schrieb:
>> deutsche -sprache- hat eine grammatik. worte an sich nicht, die sind
>> lediglich lexik.
>
> Es gibt über die Flexion eine Kopplung zwischen Grammatik und Schreibung
> eines Wortes. Somit gibt es Regeln für die Schreibung.

Das lässt sich umgehen:

"Du haben Döner; ich wollen haben. Du geben!"

Falls das nicht verstanden wird, einfach mit verdoppeltem Schalldruck 
wiederholen.

von (prx) A. K. (prx)


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Klar P. schrieb:
> auch die etymologie stellt  keine regeln im sinne einer mathematischen
> logik auf sondern gruppiert lediglich erfahrungswissen (empirie) aus
> einer historíschen betrachtung heraus.

Wenn man den Begriff "Regel" mathematisch strikt versteht, schränkt man 
ihn viel weiter ein, als dieser Diskussion angemessen ist. Ein weiterer 
Aspekt von Intelligenz ist gerade die Erfassung empirischer gewonnener 
Regeln. Zusammenhänge und abstrakte Muster erkennen. Echte oder 
vermeintliche. Die echten sorgen für nützliche Erkenntnis, die falschen 
für Gespenster, allerlei mehr oder weniger religiöse Vorstellungen und 
auch für Verschwörungstheorien.

Regeln müssen nicht exakt sein, müssen nicht logisch fehlerfrei sein, um 
nützlich zu sein. Man darf da schon ein wenig raus aus dem 
Elfenbeinturm.

: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Marci W. schrieb:
> Häufig hat schlechte Orthografie etwas mit Faulheit, Oberflächlichkeit
> oder Gleichgültigkeit gegenüber dem Leser zu tun.

Den Satz kann man auch wiederholen.

Häufig hat schlechtes Kopfrechnen etwas mit Faulheit, Oberflächlichkeit
oder Gleichgültigkeit gegenüber dem Anderen zu tun.

von Bruno V. (bruno_v)


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Percy N. schrieb:
> Meintest Du diese Gruppe?

Mein. Aber es ist ein Beispiel, wie schnell Zahlen in die Irre führen 
können.

Genauso wie „Alleinerziehend“ wenig Rückschlüsse auf die individuelle 
Situation erlaubt. Das ist quasi das inverse Analogon zu Metriken für 
Zielvereinbarungen.

von G. K. (zumsel)


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Percy N. schrieb:
> (prx) A. K. schrieb:
>> Klar P. schrieb:
>>> deutsche -sprache- hat eine grammatik. worte an sich nicht, die sind
>>> lediglich lexik.
>>
>> Es gibt über die Flexion eine Kopplung zwischen Grammatik und Schreibung
>> eines Wortes. Somit gibt es Regeln für die Schreibung.
>
> Das lässt sich umgehen:
>
> "Du haben Döner; ich wollen haben. Du geben!"
>
> Falls das nicht verstanden wird, einfach mit verdoppeltem Schalldruck
> wiederholen.

Grammatik ist auch nur Definition, also Faktenwissen.
Ansonsten sind alle strunzdoof die eine Sprache sprechen in der es 
bestimmte Grammatikkonstrukte nicht gibt die es in anderen Sprachen 
gibt.

Und besonders doof sind sind Leute die nicht raffen das Menschen 
unterschiedlich sind und unterschiedliche Begabungen haben.

: Bearbeitet durch User
von Manfred P. (pruckelfred)


Angehängte Dateien:

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Percy N. schrieb:
> Nota bene: Es reicht nicht, exorbitant dämlich zu sein, man muss dieses
> Schicksal auch noch vermarkten können!

Wo kann man denn Deine Lehrgänge buchen, Erfahrung hast Du ja 
hinreichend?

Klar P. schrieb:
> grammatik und rechtschreibung sind zweierlei.
> rechtschreibung folgt keinem naturgesetz sondern den beschlüßen des
> rates für deutsche rechtschreibung, dem derzeit 41 mitglieder aus 7
> ländern angehören.

Dieser Text stinkt heftig nach Provokation, aber passt zu Deinen 
anderen.

von (prx) A. K. (prx)


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G. K. schrieb:
> Grammatik ist auch nur Definition, also Faktenwissen.

Die Fähigkeit, mit Regelwerken überhaupt etwas anzufangen, ist weit mehr 
als Auswendiglernen. Sie zu erstellen erst recht nicht.

von Percy N. (vox_bovi)


Lesenswert?

Manfred P. schrieb:
> Wo kann man denn Deine Lehrgänge buchen, Erfahrung hast Du ja
> hinreichend?

Bist Du sicher, dass Du tatsächlich noch etwas perfektionieren könntest?

Meine "Erfahrung" besteht lediglich aus Beobachtungen, die allerdings 
der Bewertung bedürfen. Deine eigenen Beobachtungen müsstest Du nur noch 
in ein für Dich stimmiges Gesamtkonzept integrieren; bisher scheint das 
gelungen zu sein, denn mir sind keine Widersprüche aufgefallen.

Aber es ist natürlich zu loben, wenn Du Dich weiter perfektionieren 
möchtest!

von Percy N. (vox_bovi)


Lesenswert?

(prx) A. K. schrieb:
> Die Fähigkeit, mit Regelwerken überhaupt etwas anzufangen, ist weit mehr
> als Auswendiglernen. Sie zu erstellen erst recht nicht.

Du sprichst ein großes Wort gelassen aus; für unserem lieben Gesetzgeber 
scheint die Aufstellung konsistenter Regelwerke eine schier unlösbare 
Herausforderung zu sein.

von G. K. (zumsel)


Lesenswert?

Percy N. schrieb:
> (prx) A. K. schrieb:
>> Die Fähigkeit, mit Regelwerken überhaupt etwas anzufangen, ist weit mehr
>> als Auswendiglernen. Sie zu erstellen erst recht nicht.
>
> Du sprichst ein großes Wort gelassen aus; für unserem lieben Gesetzgeber
> scheint die Aufstellung konsistenter Regelwerke eine schier unlösbare
> Herausforderung zu sein.

Bist du auch einer von diesen Laien der solche Konzepte wie 
Güterabwegung, Grundsatzentscheidungen und Rechtsfrieden nicht 
verstanden hat?
Dafür gibt es extra Sekundärliteratur, und Gerichtsreportagen haben im 
germanischen/?europäischen? Raum nie besonderen Anklang gefunden.

von Klar P. (Gast)


Lesenswert?

> für unserem lieben Gesetzgeber
> scheint die Aufstellung konsistenter Regelwerke eine schier unlösbare
> Herausforderung zu sein.

sehr zur freude aller gewerblich tätigen advokaten, denen sich somit 
eine stete einkommensquelle auftut, ohne das für technische berufe 
notwendige grundfähigkeiten wie kopfrechnen erforderlich wären.

von Joachim B. (jar)


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Klar P. schrieb:
> So was wie Tippfehler baue ich extra ein damit selbst ernannte
> Rechtschreibversteher auch mal was zu melden haben.

bessere Ausreden fallen dir nicht ein?

Klar P. schrieb:
> Ja klar, so wie damals bei der "Kulturrevolution" in China während
> dieser der Pöbel in den Roten Garden die Akademiker wortwörtlich tot
> prügelte:

wobei die damals nicht alle übermäßig intelligent waren nach 
Überlieferung oft von Syphilis und Inzucht degeneriert.

: Bearbeitet durch User
von Thomas U. (charley10)


Lesenswert?

Joachim B. schrieb:
> Klar P. schrieb:
>> So was wie Tippfehler baue ich extra ein damit selbst ernannte
>> Rechtschreibversteher auch mal was zu melden haben.
>
> bessere Ausreden fallen dir nicht ein?
>
> Klar P. schrieb:
>> Ja klar, so wie damals bei der "Kulturrevolution" in China während
>> dieser der Pöbel in den Roten Garden die Akademiker wortwörtlich tot
>> prügelte:
>
> wobei die damals nicht alle übermäßig intelligent waren nach
> Überlieferung oft von Syphilis und Inzucht degeneriert.

Der 'geführte Neid' endete in diesen Excessen...
Wer braucht schon Intellekt, wenn es Ideologie gibt!

von Joachim B. (jar)


Lesenswert?

Thomas U. schrieb:
> Der 'geführte Neid' endete in diesen Excessen...

ändert aber nichts an Tatsachen

Bereits 51 Prozent eines Jahrgangs schließen mit der allgemeinen 
Hochschulreife ab. Jedes Jahr steigt die Quote um ein Prozentpunkt. In 
20 Jahren liege Deutschland bei 70 Prozent.

Wer glaubt denn das die alle studierfähig sind?
Die gaussche Verteilung Glockenkurve wird doch so ad absurdum geführt.
Da auch Professoren an Hochschulen Vorgaben haben wird auch dort die 
Qualität immer weiter verwässert.

Nennt es NEid, ändert aber nichts an Tatsachen.

: Bearbeitet durch User
von Thomas U. (charley10)


Lesenswert?

Joachim B. schrieb:
> Thomas U. schrieb:
>> Der 'geführte Neid' endete in diesen Excessen...
>
> ändert aber nichts an Tatsachen
>
> Bereits 51 Prozent eines Jahrgangs schließen mit der allgemeinen
> Hochschulreife ab. Jedes Jahr steigt die Quote um ein Prozentpunkt. In
> 20 Jahren liege Deutschland bei 70 Prozent.

Die dann aber bei der 'Führer'scheinprüfung gnadenlos versagen. Und das 
ebenfalls zunehmend.
Meine Frau hat viele Jahre Ma/Ph gelehrt. Was meinst du, wie die 
Anforderungen dem Intellekt angepasst wurden?
Beispiel: Aus der ehemaligen Anforderung "Sie beherrschen xyz", wurde 
"sie KENNEN xyz". Ach ja, da gibt es sowas... Keine Ahnung, was ich 
damit soll.

>
> Wer glaubt denn das die alle studierfähig sind?
> Die gaussche Verteilung Glockenkurve wird doch so ad absurdum geführt.
> Da auch Professoren an Hochschulen Vorgaben haben wird auch dort die
> Qualität immer weiter verwässert.
>
> Nennt es NEid, ändert aber nichts an Tatsachen.

von (prx) A. K. (prx)


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Joachim B. schrieb:
> Bereits 51 Prozent eines Jahrgangs schließen mit der allgemeinen
> Hochschulreife ab. Jedes Jahr steigt die Quote um ein Prozentpunkt. In
> 20 Jahren liege Deutschland bei 70 Prozent.

Und in weiteren 40 Jahren bei 110%! Eine nicht zu unterschätzende 
Leistung Deutschlands. Andererseits sinkt sie auch jedes Jahr um 1%, 
wenn man die Studienberechtigten des letzten Jahrzehnts zum Maßstab 
nimmt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Abiturientenquote#Chronologische_Übersicht_für_Deutschland

: Bearbeitet durch User
von Joachim B. (jar)


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(prx) A. K. schrieb:
> Und in weiteren 40 Jahren bei 110%!

damit sind wir wieder beim Topic

von G. K. (zumsel)


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Joachim B. schrieb:

> Die gaussche Verteilung Glockenkurve wird doch so ad absurdum geführt.
> Da auch Professoren an Hochschulen Vorgaben haben wird auch dort die
> Qualität immer weiter verwässert.

Es ist eine ziemlich dumme Idee in einem rohstoffarmen Land die Bewohner 
eher weniger auszubilden.

Probleme damit haben wahrscheinlich nur die die um ihre vermeintlichen 
Alleinstellungsmerkmale wegen mangelhaften Selbstbewusstsein fürchten.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Joachim B. schrieb:
> Bereits 51 Prozent eines Jahrgangs schließen mit der allgemeinen
> Hochschulreife ab. (...)

> Wer glaubt denn das die alle studierfähig sind?

Sind sie nicht und viele Abiturienten probieren es gar nicht erst, 
andere scheitern im Studium.

Ich sehe es mit dem hohen Anteil der Abiturienten aus eigener Erfahrung 
entspannt. Bei mir war es umgekehrt: Wegen des gravierenden 
Ausbildungsplatzmangels in den 80er Jahren habe ich nach vergeblicher 
Ausbildungsplatzsuche spontan - also direkt im Anschluss an den 
Realschulabschluss - das Abitur nachgeholt und danach studiert (und das 
Studium auch erfolgreich abgeschlossen).

So habe ich sowohl Realschule als auch Gymnasium kennengelernt und 
Letzteres als Bereicherung empfunden. Von mir aus darf deshalb gerne 
jeder sein Abitur versuchen.

Ob es verlorene Zeit ist, wenn anschließend eine Ausbildung absolviert 
wird, für welche das Abitur nicht erforderlich ist, darüber darf 
durchaus diskutiert werden jeder seine eigene Meinung haben.

von Thomas U. (charley10)


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G. K. schrieb:
> Joachim B. schrieb:
>
>> Die gaussche Verteilung Glockenkurve wird doch so ad absurdum geführt.
>> Da auch Professoren an Hochschulen Vorgaben haben wird auch dort die
>> Qualität immer weiter verwässert.
>
> Es ist eine ziemlich dumme Idee in einem rohstoffarmen Land die Bewohner
> eher weniger auszubilden.

Bei dem derzeit herrschenden Ausmaß könnte man böswillig Vorsatz 
vermuten.
Oder Aufgabe den wohlstandsverwahrlosten Nachkommen gegenüber.
Warum wohl sind oft asiatische Länder bei Bildung Vorreiter?

>
> Probleme damit haben wahrscheinlich nur die die um ihre vermeintlichen
> Alleinstellungsmerkmale wegen mangelhaften Selbstbewusstsein fürchten.

von Georg M. (g_m)


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Quod natura non dat, Salmantica non præstat

von (prx) A. K. (prx)


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Rainer Z. schrieb:
> Ob es verlorene Zeit ist, wenn anschließend eine Ausbildung absolviert
> wird, für welche das Abitur nicht erforderlich ist, darüber darf
> durchaus diskutiert werden jeder seine eigene Meinung haben.

Es gibt Ausbildungsfächer, in denen Abitur zwar keine formale, aber eine 
effektive Voraussetzung ist. Etwa beim Fachinformatiker, wenn ein 
Unternehmen mehr sucht, als Doppelbodenausfeger und Karrenschubsen.

: Bearbeitet durch User
von Al. K. (alterknacker)


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Rainer Z. schrieb:
> Ob es verlorene Zeit ist,

Das Leben zeigt ob man das gelernte jemals gebrauchen kann.

Ich hätte nie gedacht das ich Russisch(4,4) jemals im Leben gebrauchen 
könnte.
Aber ich konnte in Bulgarien an Anfang schon den damaligen Analphabeten
mit einiger Mühe die Zeitung vorlesen.
Diese Personen konnten sich nicht vorstellen das ich lesen und schreiben 
konnte, es aber nicht selbst verstanden habe.
Nach einen halben Jahr hatte sich das aber geändert.;-))

Leider hatten die Lehrer damals nicht so ein treffendes Beispiel, der 
Ausspruch "Ihr lernt fürs Leben , nicht führ die Schule"
verhallte im Raum..

MfG
alterknacker

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Al. K. schrieb:
> Leider hatten die Lehrer damals nicht so ein treffendes Beispiel, der
> Ausspruch "Ihr lernt fürs Leben, nicht führ die Schule"
> verhallte im Raum..

Leider ist der Lehrstoff in der Schule sehr verkopft. Schon den Lehrern 
(m/w/d) der Realschule habe ich den Vorwurf gemacht: "Was nützen mir die 
Integrale, wenn ich nicht weiß, wie ich mich in Notfällen verhalte??"

Will heißen, dass ich Lebensnäheres wie Erste-Hilfe-Kurs, Wissen über 
gesunde Ernährung, Gefahren im Alltag (elektrische Spannung) und 
dergleichen im Unterricht gewünscht hätte. In der Realschule gab es 
immerhin noch "Werken" (Holz/Metall). Tapeten ankleistern kann ich 
hingegen bis heute nicht.

von (prx) A. K. (prx)


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Rainer Z. schrieb:
> Will heißen, dass ich Lebensnäheres

Je höher die Ausbildung, desto abstrakter die Inhalte. Weil es mit 
steigendem Niveau wichtiger wird, Lernfähigkeiten auszubilden, 
Grundlagen zu vermitteln, statt konkrete Handlungsanleitungen zu 
liefern.

: Bearbeitet durch User
von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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(prx) A. K. schrieb:
> Je höher die Ausbildung, desto abstrakter die Inhalte. Weil es mit
> steigendem Niveau wichtiger wird, Lernfähigkeiten auszubilden,
> Grundlagen zu vermitteln, statt konkrete Handlungsanleitungen zu
> liefern.

Völlig richtig. Vielleicht bin ich jetzt in der Lage, die 
Bedienungsanleitung eines Defibrillators auf Deutsch, Englisch und 
Französisch verstehend zu lesen und das Gerät dann fünf Minuten später 
an einem inzwischen Verstorbenen anzuwenden.

von Steve van de Grens (roehrmond)


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Al. K. schrieb:
> der Ausspruch "Ihr lernt fürs Leben , nicht führ die Schule"
> verhallte im Raum.

Da sind unsere Lehrer in einer schwierigen Situation. Wie sollen sie 
glaubhafte Beispiele nennen, während sie selbst nur für die Schule 
gelernt haben?

Beitrag #7634329 wurde vom Autor gelöscht.
Beitrag #7634330 wurde vom Autor gelöscht.
von Percy N. (vox_bovi)


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G. K. schrieb:
> Bist du auch einer von diesen Laien der solche Konzepte wie
> Güterabwegung, Grundsatzentscheidungen und Rechtsfrieden nicht
> verstanden hat?

Nein, ich passe nicht in Deine Gesellschaft.

von Percy N. (vox_bovi)


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Klar P. schrieb:
> gewerblich tätigen advokaten

???

"Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO)
§ 2 Beruf des Rechtsanwalts
(1) Der Rechtsanwalt übt einen freien Beruf aus.
(2) Seine Tätigkeit ist kein Gewerbe."

https://www.gesetze-im-internet.de/brao/__2.html

von (prx) A. K. (prx)


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Advokaten können wohl schon gewerblich tätig sein, lese ich. Etwa wenn 
sie ihr karges Einkommen aufbessern, indem sie der wartenden Kundschaft 
Pommes verkaufen. Oder andere kombinierte Leistungen erbringen, was dem 
Vernehmen nach zunimmt, die Gewerbesteuerfreiheit riskiert und in die 
Percy GmbH & Co. KG mündet. ;)

: Bearbeitet durch User
Beitrag #7634444 wurde vom Autor gelöscht.
von Bruno V. (bruno_v)


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G. K. schrieb:
> Es ist eine ziemlich dumme Idee in einem rohstoffarmen Land die Bewohner
> eher weniger auszubilden.

Die Anzahl Abiturienten oder Studenten war eine Metrik zur Beurteilung 
der Ausbildung der Bewohner.

Sie ist es nicht mehr, weil wir, um gut dazustehen, diese Zahl 
beliebig erhöhen. (Ich hab mich nie mit Pisa beschäftigt, aber ich 
glaube dort ist die Abiturquote mangels Alter kein Thema).

Unterricht (egal ob Grundschule oder Promotionsstudium) ist wie 
Sport-Training: Der Trainer kann sich noch so tolle Übungen überlegen, 
anspornen, tadeln, ... am Ende ist der Erfolg des Einzelnen vor Allem 
davon abhängig, wie sehr sich der Trainierte anstrengt, innerhalb und 
außerhalb des Trainings. Im Unterricht halt kognitiv.

Noten (oder Abschlüsse) sind kein Indikator für Bildung oder 
Lernniveau. Sie sind relativ und dienen der Motivation und der 
Selektion. Leider wüsste ich heute keine weitere Motivation.

von (prx) A. K. (prx)


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Bruno V. schrieb:
> Noten (oder Abschlüsse) sind kein Indikator für Bildung oder
> Lernniveau.

Zumindest kein zuverlässiger. Zumal beides nachweislich vorhanden sein 
kann, aber trotzdem... Nicht jeder promovierte Physiker hat eben ein 
Näschen für IT. Dafür war er billig.

Andererseits kriegt man bei einem angehenden Azubi mitunter schon bei 
einem vorherigen Überbrückungs-Praktikum eine Vorstellung.

: Bearbeitet durch User
von Percy N. (vox_bovi)


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Bruno V. schrieb:
> Noten (oder Abschlüsse) sind kein Indikator für Bildung oder
> Lernniveau. Sie sind relativ und dienen der Motivation und der
> Selektion. Leider wüsste ich heute keine weitere Motivation.

Du bist ausgesprochen nachsichtig, indem Du darüber hinweg gehst, dass 
Noten, die vom Lehrenden dem Lernenden erteilt zu werden scheinen, 
tatsächlich den Lehrerfolg des Lehrenden zu beschreiben besti.mmt sind 
oder zumindest sein können. Solange alle dabei mitspielen, fällt das 
frühestens in der nächsten Stufe der individuellen Bildungsbiographie 
auf; und siehe da: Universitäten wie auch Ausbildungsbetriebe jammern 
seit Jahren unisono über die unerwartet schlechte Vorbildung der 
Zugänge.

von Bruno V. (bruno_v)


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Percy N. schrieb:
> tatsächlich den Lehrerfolg des Lehrenden zu beschreiben besti.mmt sind
> oder zumindest sein können.

Woher kommt diese Auffassung? Zwar könnte man in Mathe oder Englisch 
objektive Leistungsmessungen durchführen. Außerhalb von Pisa, Känguruh 
oder dem Zentralabi ist das durchweg nicht der Fall.

Der Reli-Lehrer, der nur einsen und zweien vergibt, wird kaum besser 
sein als einer mit normaler Normalverteilung.

Der einzige, der die Leistung eines Lehrers beurteilen könnte, wäre der 
Lehrer im nächsten Schuljahr (wenn es ihm nicht egal wäre, ändern kann 
er eh nichts).

(Meines Erachtens und aus Erfahrung ist das eines der Probleme im 
Lehrerberuf: Du bist nur mit Schülern zusammen und hast 0 fachliches 
Korrektiv in Deinem Beruf. So wie ein C-Programmierer, der seinen Code 
niemals kompiliert oder ein Jurist, dessen Anklageschriften kein Richter 
sieht)

: Bearbeitet durch User
von Harald K. (kirnbichler)


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Klar P. schrieb:
> Scannerkassen wurden ca. 2000 eingeführt

Im gerne als völlig dysfunktional belächelten Berlin gab es bereits in 
der ersten Hälfte der 80er Jahre Scannerkassen. In der 
Lebensmittelabteilung bei Karstadt am Hermannplatz - das ist in 
Kreuzberg.

Scannerkassen wurden bei Aldi erst etwa 2000 eingeführt, davor mussten 
die Kassiererinnen die Codenummern der Artikel auswendig kennen.

Nein, nicht die Preise.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Harald K. schrieb:
> Scannerkassen wurden bei Aldi erst etwa 2000 eingeführt, davor mussten
> die Kassiererinnen die Codenummern der Artikel auswendig kennen.

Was ich heftig fand. Aldi hatte damals zwar kein Riesensortiment, aber 
immerhin waren es viele Artikel.

Wer erinnert sich noch an die Zeit, als die Kassiererinnen die Waren 
während des Tippens an der Kasse von einem Einkaufswagen in den anderen 
packten? Das Förderband an der Kasse existierte noch nicht.

von Marci W. (marci_w)


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Percy N. schrieb:
> Marci W. schrieb:
[...]
> Das "Problem" ist also deutlich komplexer, als Du ahnst.

Ich denke, für die Dinge, die wir hier gerade "diskutieren", reicht mein 
Problembewusstsein.

> "Eine LRS hängt nicht mit der Intelligenz zusammen

Hatte ich auch nirgends behauptet!!!
(ich mache eigentlich nie drei Ausrufezeichen, aber hier musste es sein)

> Hatten wir schon ...

Eben!

[...]
> Zwölf Prozent eine winzige Minderheit? Erkläre das bitte mal den Herren

OK, dann entschuldige ich mich hier in aller Form vielmals dafür, dass 
ich vor dem  schreiben des Artikels nicht die genauen Zahlen 
recherchiert habe.
Hätte ich das Wort "winzige" weggelassen, wäre vermutlich alles OK 
gewesen.
Tut mir leid, aber wenn jedes meiner Worte auf die Goldwaage gelegt 
wird, ist mir das zu blöd. Deshalb ist hier für mich EOD.

Manchmal beschleicht mich das Gefühl, dass manche hier nur darauf 
lauern, jemandem ans Bein pinkeln zu können! Habt ihr sonst nix besseres 
zu tun?
Was für eine beschissene Kommunikationskultur...

ciao

Marci

von Percy N. (vox_bovi)


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Marci W. schrieb:
> OK, dann entschuldige ich mich hier in aller Form vielmals dafür, dass
> ich vor dem  schreiben des Artikels nicht die genauen Zahlen
> recherchiert habe.
> Hätte ich das Wort "winzige" weggelassen, wäre vermutlich alles OK
> gewesen.

Eher nicht. Wenn Du zB behauptet hättest,  die Arbeitslosen sein bloß 
eine Minderheit, hätte man Dir das sicherlich noch mehr verübelt, obwohl 
es doppelt so viele Legastheniker wie Arbeitslose gibt.  Hier mag 
allerdings der Umstand mitwirken, dass neben den Arbeitslosen eine 
Vielzahl von prekär Beschäftigten existiert, die das Problem 
verschärfen.

> Tut mir leid, aber wenn jedes meiner Worte auf die Goldwaage gelegt
> wird, ist mir das zu blöd. Deshalb ist hier für mich EOD.
>
Dir ist aber schon klar, dass Du die Legastheniker nicht ins Verhältnis 
zur Gesamtbevölkerung gesetzt hast, sondern zu den notorisch mutwillig 
"Unrechtschreibenden"? Sollen das wirklich mehr als zwölf Prozent der 
Bevölkerung sein? Wer sagt das?

> Manchmal beschleicht mich das Gefühl, dass manche hier nur darauf
> lauern, jemandem ans Bein pinkeln zu können!

Ja, dieses Gefühl ist angenehm, schützt es doch davor, das eigene 
Verhalten zu hinterfragen.

von Percy N. (vox_bovi)


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Harald K. schrieb:
> Scannerkassen wurden bei Aldi erst etwa 2000 eingeführt, davor mussten
> die Kassiererinnen die Codenummern der Artikel auswendig kennen.

Und der ganze Vorgang lief deutlich schneller ab als heute.

Und nein, das liegt nicht an der übererfüllungsmäßigen Blödheit Deiner 
geliebten "Schackeline". Die Kasse ist so lahmarschig.

von Bruno V. (bruno_v)


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Rainer Z. schrieb:
> Was ich heftig fand. Aldi hatte damals zwar kein Riesensortiment, aber
> immerhin waren es viele Artikel.

Das eine bedingte das andere: weil scannerkassen damals langsam waren, 
hatte Aldi keine ( Aldi waren die ersten hier, die barcodes und Scanner 
auf allen Seiten hatten).

Weil sie keine Scanner hatten, blieb das Angebot beschränkt. Mit 
scannerkassen und explodiertem Angebot wurden die Läden zu klein und die 
heutigen entstanden.

Wenn Aldi eins konnte, dann war das Rechnen.

: Bearbeitet durch User
von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Bruno V. schrieb:
> Mit Scannerkassen und explodiertem Angebot wurden die Läden
> zu klein und die heutigen entstanden.

Interessanter Aspekt. Jedenfalls wurden alle fünf Aldi-Märkte in meiner 
20 km-Umgebung in den letzten 10...15 Jahren abgerissen und durch 
Neubauten ersetzt, teils sogar mehrfach.

> Wenn Aldi eins konnte, dann war das Rechnen.

Jedenfalls die Albrecht-Brüder, die meintest Du sicher.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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(prx) A. K. schrieb:
> Und in weiteren 40 Jahren bei 110%!
> ... Andererseits sinkt sie auch jedes Jahr um 1%, ...

Das ist alles in 40 Jahren überholt und nicht mehr relevant. Bis dahin 
ist es egal ob 100% ein Abi bekommen auch wenn der IQ-Durchschnitt im 
Vergleich, wenn diese die heutigen Tests machen müssen bei 50% liegen 
würde, dann bis dahin hat die Künstliche Intelligenz den Menschen 
abgehängt.

Kopfrechnen und Rechtschreibung wird da nicht mehr gebraucht. Einem Teil 
der Menschen wird einfach durch Aufhebung der Drogenverbote der Weg frei 
gemacht sich selbst ruhig zu stellen. Die wenigen übersurchschnittlich 
intelligenten Menschen werden die Warlords stellen, die dann aus 
Langeweile andere Menschen sozusagen verheizen statt nur KI-Kampfroboter 
für die Auseinandersetzung zu verwenden. Naja, quasi ein modernisiertes 
Gladiatorentum.

Woher stammt diese Zukunfsvorhersage? Ich hatte vor einigen Jahren ein 
SciFi Buch aus den 70er gelesen, wo die Welt so beschrieben wurde. Den 
Titel und Autor weiß ich leider nicht mehr. Angefangen hatte die 
Geschichte mit der Hauptperson, die sich auf den Zusammenbruch der 
Ordndung gerade vorbereitet. Kein Mensch wüsse, was los wäre, warum 
immer mehr Menschen Amok liefen. Es ginge die Geschicht herumg, dass es 
an der Sonne liegen würden. Irgendwas habe sich die Strahlung verändert 
und die Leute geraten irgendwie aus der Kontrolle.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Rainer Z. schrieb:
> Interessanter Aspekt. Jedenfalls wurden alle fünf Aldi-Märkte in meiner
> 20 km-Umgebung in den letzten 10...15 Jahren abgerissen und durch
> Neubauten ersetzt, teils sogar mehrfach.

In ein paar Jahren werden diese vielleicht noch mal umgebaut. Es gibt 
unsichere Gegenden in der Welt, da sind die Lebensmittelmärkte wie eine 
traditionelle Bank oder Gefängnis gesichert. Der Kunde steht da vor 
einem vergitterten Tresen und gibt seinen Bedarf durch. Eine Person 
hinter dem Tresen füllt dann den Einkaufskorb oder auch den 
Einkaufswagen. Erst nach der Bezahlung wird über eine 
Doppelgittertürenschleuse die Ware ausgehändigt.
Die Abholcenter von Paketen sind analog gesichert. Paketlieferungen von 
einem Warlordgebiet mit einem Paketcenter in ein anderes Warlordgebiet 
ohne Paketcenter sind bereits ein großes Problem um funktioneren nur 
über Bakschisch. Das gleiche Problem gibt es, wenn man selbst zum 
Abholen fährt. Doof ist es auch, wenn man zum Erreichen des ÖPNV (z.B. 
Bahn) eine Warlordgrenze passieren muss. Es ist in solchen Gegenden 
immer doof, wenn eine Warlordgrenze passiert werden musss. Von der 
Bakschischproblematik sind dort auch Krankenwagen und Feuerwehren nicht 
ausgenommen.

Erste Anfänge gibt es bereits zu erkennen am Fulton Center.
https://de.wikipedia.org/wiki/Fulton_Center

Wegen der vielen Diebstähle und vereinzelt auch Plünderungen gaben schon 
zu viele Geschäfte auf.
https://www.nbcnewyork.com/news/local/fulton-center-mall-operator-lease-crime-homelessness-concerns-fidi-nyc/5222683/
https://www.the-sun.com/news/10886613/fulton-centre-westfield-mall-homeless-empty-stores/

von Percy N. (vox_bovi)


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Bruno V. schrieb:
> Der einzige, der die Leistung eines Lehrers beurteilen könnte, wäre der
> Lehrer im nächsten Schuljahr (wenn es ihm nicht egal wäre, ändern kann
> er eh nichts).

Nein. Der wesentlich leidtragende Sachverständige ist der Verbraucher, 
also der Professor, Ausbilder oder Berufsschullehrer, wie ich schon 
angedeutet hatte.

Ändern kann man zumindest für sich selbst etwas. Eine Junglehrerin aus 
meinem damaligen Bekanntenkreis übersiedelte vor gut 20 Jahren von 
Schleswig-Holstein nach Sachsen, weil sie es nicht mit ihrem Gewissen 
vereinbaren konnte, völlig desinteressierten und strunzdummen Schülern 
durch die Bank Lobhudelzeugnisse schreiben zu müssen, die jedem 
Arbeitsrechtsanwalt die Schamesröte ins Gesicht getrieben hätten. Bei 
ihr ging es um Grundschule, was die Sache keinesfalls besser machte: 
dort gab es zumindest damals keine Kopfnoten, sondern nur 
klebrig-süßlichen Text. Am Ende der vierten Klasse fielen die zumeist 
nicht gerade hochbegabten Eltern aus allen Wolken, wenn dem bisher so 
erfolgreich erscheinenden Nachwuchs nicht etwa der direkte Übergang auf 
die Universität, sondern eher der Besuch einer Förderschule nahegelegt 
wurde.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Percy N. schrieb:
> Bei ihr ging es um Grundschule, was die Sache keinesfalls besser
> machte: dort gab es zumindest damals keine Kopfnoten, sondern nur
> klebrig-süßlichen Text.

Nennt sich hier "Kompetenzzeugnis".

https://www.welt.de/politik/deutschland/article143765131/So-sehen-die-Schulzeugnisse-ohne-Noten-aus.html

Sehen in meinem Bekanntenkreis selbst die Eltern kritisch, weil sie - 
wie Du es selbst sagtest - den Leistungsstand ihrer Sprösslinge nicht 
wirklich einschätzen können.

von Thomas U. (charley10)


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Rainer Z. schrieb:
> Percy N. schrieb:
>> Bei ihr ging es um Grundschule, was die Sache keinesfalls besser
>> machte: dort gab es zumindest damals keine Kopfnoten, sondern nur
>> klebrig-süßlichen Text.
>
> Nennt sich hier "Kompetenzzeugnis".
>
> 
https://www.welt.de/politik/deutschland/article143765131/So-sehen-die-Schulzeugnisse-ohne-Noten-aus.html
>
> Sehen in meinem Bekanntenkreis selbst die Eltern kritisch, weil sie -
> wie Du es selbst sagtest - den Leistungsstand ihrer Sprösslinge nicht
> wirklich einschätzen können.

Man will schliesslich Niemand "weh tun"!
Nach mir die Sintflut...
Meine Frau musste sich nach der Bildungsempfehlung 'Realschule' an eine 
recht minderbemittelte Schülerin mit aber einflussreichen Eltern bei 
diesen SCHRIFTLICH entschuldigen!
Wenn der Rückhalt durch die Schulleitung derart fehlt, macht das 
Unterrichten richtig Spaß!
Das Göhr besuchte, wie gewollt, das Gymnasium, was sie nach 2 Jahren 
wieder verlies und an eine Hauptschule wechselte.

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Thomas U. schrieb:
> Meine Frau musste sich nach der Bildungsempfehlung 'Realschule' an eine
> recht minderbemittelte Schülerin mit aber einflussreichen Eltern bei
> diesen SCHRIFTLICH entschuldigen!

Wobei das für die Schülerin nach hinten los gehen kann, mit Frust für 
alle, Eltern und Lehrer inklusive. Im Gymnasium mies zu sein 
demotiviert, und nervt alle Beteiligten. Wechsel in Realschule war dann 
genau andersrum. Sie gehörte zu den Besten, war infolgedessen motiviert 
etc. Sie ging danach aus eigenem Antrieb ins Aufbaugymnasium und 
studiert nun. So herum funktioniert das besser.

: Bearbeitet durch User
von Thomas U. (charley10)


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(prx) A. K. schrieb:
> Thomas U. schrieb:
>> Meine Frau musste sich nach der Bildungsempfehlung 'Realschule' an eine
>> recht minderbemittelte Schülerin mit aber einflussreichen Eltern bei
>> diesen SCHRIFTLICH entschuldigen!
>
> Wobei das für die Schülerin nach hinten los gehen kann, mit Frust für
> alle, Eltern und Lehrer inklusive. Im Gymnasium mies zu sein nervt alle
> Beteiligten. Wechsel in Realschule war dann genau andersrum. Sie gehörte
> zu den Besten, war infolgedessen motiviert etc. Sie ging danach aus
> eigenem Antrieb ins Aufbaugymnasium und studiert nun. So herum
> funktioniert das besser.

Richtig. Was aber, wenn das Nicht-Gymnasium am Image der Eltern kratzt? 
Dann doch lieber zum Schaden der 'Brut' entscheiden.
Ob minder bemittelt oder wohlstandsverwahrlost-faul weiß ich heute nicht 
mehr. Ich müsste nachfragen.
Vielleicht auch UND statt oder. ;-((

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Thomas U. schrieb:
> am Image der Eltern kratzt

Mit Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens.
(Ist von Schiller, also keine neue Erkenntnis :)

Was willste in einer leidlich freien Gesellschaft dagegen machen?

: Bearbeitet durch User
von Steve van de Grens (roehrmond)


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(prx) A. K. schrieb:
> Im Gymnasium mies zu sein
> demotiviert, und nervt alle Beteiligten. Wechsel in Realschule war dann
> genau andersrum.

Dito, ging mir ebenso

> Was aber, wenn das Nicht-Gymnasium am Image der Eltern kratzt?

Das ist deren Problem. Meine Mutter hat es überlebt.

: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Thomas U. schrieb:
> Wenn der Rückhalt durch die Schulleitung derart fehlt, macht das
> Unterrichten richtig Spaß!

Das ist das Hauptproblem. Diese Posten in der Schulleitung und 
zugehörigen Ministerien werden zu häufig nach Quote und nicht nach 
Qualität besetzt. Es gab zwar Klagen gegen solches Vorziehen, sind aber 
auch am höchsten Gericht gescheitert, weil salopp formuliert "Quality is 
a Myth" wäre.

(prx) A. K. schrieb:
> Mit Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens.

Wenn diese überhand nahm, ging meistens in der Geschichte eines von 
diesen Völkern und Rassen unter. D.h. verloren ihr Land oder wurden 
versklavt. Daran konnten auch Orakel nichts ändern.

Aber auch hier bestätigen Ausnahmen die Regel. Wenn das Nachbarland so 
viel verdummte Bevölkerung hatte, dass der Nachbar zahlenmäßig um ein 
Vielfaches überrannt werden konnte, dann natürlich erstmal nicht.

Was nutzt es, wenn jedes Heer mit einer Tausendschaft bei den anderen 
Dreitausend an Soldaten töten kann, aber die anderen Heere immer mit dem 
Zehnfachen an Soldaten aufwarten kann?

von Percy N. (vox_bovi)


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Thomas U. schrieb:
> Das Göhr besuchte, wie gewollt, das Gymnasium, was sie nach 2 Jahren
> wieder verlies und an eine Hauptschule wechselte.

Das geht auch anders: nach der sechsten Klasse bekam einer meiner 
Kumpels mit bildungsfernem Familienhintergund vom (recht elitären) 
Gymnasium die Empfehlung "Hauptschule"; die Eltern gehorchten brav. In 
der Folgezeit hat der Junge seine Lehrer zur Verzweiflung getrieben; es 
war unerfindlich, warum er nicht auf die Realschule sollte. Ein Wechsel 
dorthin war damals nicht möglich.

Die ach so fürchterlichen Defizite des armen Kerls bestanden in recht 
schlichtem sorachlichem Ausdruck wie auch überhaupt einer gewissen 
sprachlichen Zurückhaltung, was sich auch in Englisch bemerkbar machte.

von (prx) A. K. (prx)


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Dieter D. schrieb:
> Was nutzt es, wenn jedes Heer mit einer Tausendschaft bei den anderen
> Dreitausend an Soldaten töten kann, aber die anderen Heere immer mit dem
> Zehnfachen an Soldaten aufwarten kann?

Lass mal stecken. Sowas macht künftig die KI, zusammen mit Drohnen. Die 
bleiben dann auch als Einziges übrig.
Lektüre: Der Unbesiegbare, von Stanislaw Lem.

: Bearbeitet durch User
von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Percy N. schrieb:

> war unerfindlich, warum er nicht auf die Realschule sollte. Ein Wechsel
> dorthin war damals nicht möglich.

Wo soll sowas den nicht möglich "gewesen" sein, vom Gymie auf's Reli?

von Klar P. (Gast)


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(prx) A. K. schrieb:

> Lektüre: Der Unbesiegbare, von Stanislaw Lem.

Klar, das Buch in dem die Besatzung noch Schwarten von Papieratlanten im 
Raumschiff mit sich rumschleppt.

Also der Unbesiegbare ist m.E. nicht sonderlich Inspirierend bezüglich 
technischen Fortschritt im Vergleich zu den anderen Werken die dieser 
gescheiterte Mediziner aus Polen hinterließ. Grundtenor des 
"Unbesiegbaren": "(Dumme) Masse schlägt (hochtechnologische) Klasse", 
das passt in die Sechziger Jahre, in der man beispielsweise die 
Chinesischer Bauernarmee nur wegen ihrer Masse an Kanonenfutter 
fürchtete und nicht wegen ihrem technologischen Niveaus.

Aber vielleicht gerade deswegen ein Buch für diejenigen, die sich 
aufgrund ihrer intellektuellen Fähigkeiten im sozialen Aufstieg 
behindert wähnen.

von (prx) A. K. (prx)


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Klar P. schrieb:
> Also der Unbesiegbare ist m.E. nicht sonderlich Inspirierend bezüglich
> technischen Fortschritt im Vergleich zu den anderen Werken die dieser
> gescheiterte Mediziner aus Polen hinterließ.

Stimmt, passt hier aber besser.

von Harald K. (kirnbichler)


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Wer so über Lem schreibt, bleibt vielleicht besser bei seinen 
Perry-Rhodan-Heftchen.

von Percy N. (vox_bovi)


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Cha-woma M. schrieb:
> Percy N. schrieb:
>
>> war unerfindlich, warum er nicht auf die Realschule sollte. Ein Wechsel
>> dorthin war damals nicht möglich.
>
> Wo soll sowas den nicht möglich "gewesen" sein, vom Gymie auf's Reli?

Welche Note hattest Du in Leseverständnis?

von (prx) A. K. (prx)


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Harald K. schrieb:
> Wer so über Lem schreibt, bleibt vielleicht besser bei seinen
> Perry-Rhodan-Heftchen.

Der beisst nicht, der will nur spielen.

von Percy N. (vox_bovi)


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(prx) A. K. schrieb:
> Harald K. schrieb:
>> Wer so über Lem schreibt, bleibt vielleicht besser bei seinen
>> Perry-Rhodan-Heftchen.
>
> Der beisst nicht, der will nur spielen.

Er hat doch Recht: Lem durfte lediglich als Mediziner nicht reüssieren, 
Klar P. hingegen ist der klassische Universalverlierer.

von Heinrich K. (minrich)


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hunderttausende vor Dir. Ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

von Klar P. (Gast)


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Percy N. schrieb:
> Klar P. schrieb:
>> gewerblich tätigen advokaten
>
> ???
>
> "Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO)
> § 2 Beruf des Rechtsanwalts
> (1) Der Rechtsanwalt übt einen freien Beruf aus.
> (2) Seine Tätigkeit ist kein Gewerbe."
>
> https://www.gesetze-im-internet.de/brao/__2.html

Wie putzig, demnach dürfte es keine angestellten Anwälte aka Syndizi 
geben!

Naja, nix weiter als ein billiger Taschenspielertrick des dafür 
bekannten Foristen: da wird "gewerblich" ausschließlich mit "Gewerbe" 
(aus dem Steuerrecht) gleichgesetzt, während es genauso ein Synonym zu 
"gewinnorientiert" ist.

Und natürlich freut einen gegen Bezahlung tätigen Anwalt die fehlende 
Konsistenz in den Gesetzeswerken, so kann mensch den Rat/Rechtstipp 
"teuer" verkaufen.

Im Gegensatz zu "pro bono", also der Verzicht (aufs volle) Honorar.

Interessanterweise ist in .de nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz der 
Verzicht auf Gebühren bei der anwaltlichen Rechtsberatung kaum möglich.

von Klar P. (Gast)


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Harald K. schrieb:
> Wer so über Lem schreibt, bleibt vielleicht besser bei seinen
> Perry-Rhodan-Heftchen.

Naja, S. Lem hat halt hauptberuflich überwiegend Unterhaltungsliteratur 
wie "Der Unbesiebare" geschrieben.

Falls jemand einen Verfasser von SF-Literatur sucht, der auch beruflich 
mit Technik und Naturwissenschaften befasst war, dem sei Carl Sagan 
(Contact", 1985) empfohlen. Auch Arthur C. Clarke ("2001: A space 
Odyssey") verfasste neben Unterhaltungs- auch fachliteratur zur Science 
(and Fiction)-Thematik.

Wer aus dem Œuvre von S. Lem ein IMHO inspirendes (und nicht vornehmlich 
der Zerstreuung dienenden) Text sucht, dem sei einigen Passagen im 
"Stimmes des Herrn" angeraten.

BTW: Bis jetzt kein Einziges aus der Perry-Rhodan-Reihe gelesen und 
denke nicht, das ich damit etwas vermisse. Demnächst wird vielleicht den 
"Foundation"-Zyklus von Asimov rezipiert, da sich dieser mit dem 
Niedergang von Zivilisation auseinandersetzt. Oder gleich der Text, das 
Asimov selbst als Inspiration dafür angab: Edward Gibbon: "Verfall und 
Untergang des Römischen Imperiums").

> Klar P. hingegen ist der klassische Universalverlierer.
Damit offenbart einer Menschenkenntnis nicht tiefgründiger als ein 
Karnickelfurz.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Klar P. schrieb:
> Naja, nix weiter als ein billiger Taschenspielertrick des dafür
> bekannten Foristen: da wird "gewerblich" ausschließlich mit "Gewerbe"
> (aus dem Steuerrecht) gleichgesetzt, während es genauso ein Synonym zu
> "gewinnorientiert" ist.

...

> Im Gegensatz zu "pro bono", also der Verzicht (aufs volle) Honorar.

Aber nicht doch. Du kennst die Bedeutung des Wortes "Honorar" als 
"Ehrenlohn"? :)

von Joachim B. (jar)


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Klar P. schrieb:
> Und natürlich freut einen gegen Bezahlung tätigen Anwalt die fehlende
> Konsistenz in den Gesetzeswerken, so kann mensch den Rat/Rechtstipp
> "teuer" verkaufen.

und selbst durch die Gesetze gebracht!

Ich hätte gerne auch bei Nichterfolg einer Reparatur alle Stunden gerne 
bezahlt bekommen, aber das schaffen nur Juristen, egal ob sie Kenntnisse 
oder Aufwand hatten.

von Percy N. (vox_bovi)


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Rainer Z. schrieb:
> Klar P. schrieb:
>> Naja, nix weiter als ein billiger Taschenspielertrick des dafür
>> bekannten Foristen: da wird "gewerblich" ausschließlich mit "Gewerbe"
>> (aus dem Steuerrecht) gleichgesetzt, während es genauso ein Synonym zu
>> "gewinnorientiert" ist.
>
> ...
>
>> Im Gegensatz zu "pro bono", also der Verzicht (aufs volle) Honorar.
>
> Aber nicht doch. Du kennst die Bedeutung des Wortes "Honorar" als
> "Ehrenlohn"? :)

Er verwechselt da so manches:

Klar P. schrieb:
> Und natürlich freut einen gegen Bezahlung tätigen Anwalt die fehlende
> Konsistenz in den Gesetzeswerken, so kann mensch den Rat/Rechtstipp
> "teuer" verkaufen.

RAe werden gerade nicht gegen "Bezahlung" tätig; sie sind unabhängige 
Organe der Rechtspflege und vereinnahmen Gebühren, wie zB auch Gerichte. 
Entgelte für rechtsberatende Tätigkeiten kassieren Rechtsdienstleister 
wie zB inkassobüros.

Jetzt mag man sich freilich fragen, warum so viele Inkassobüros mehr 
oder weniger "nebenbei" von RAen betrieben werden ...

von Klar P. (Gast)


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> RAe werden gerade nicht gegen "Bezahlung" tätig; sie sind unabhängige
> Organe der Rechtspflege und vereinnahmen Gebühren, wie zB auch Gerichte.
> Entgelte für rechtsberatende Tätigkeiten kassieren Rechtsdienstleister
> wie zB inkassobüros.

Wortklauberei und Küchentisch-Rabulistik,
egal ob man es in diesem Zusammenhang Gebühren, Entgelt, Stundensatz, 
Honorar, Tantiemen, Auslagen, بخشش, oder wie auch immer nennt letztlich 
ist es Geld, das von einer in die andere Richtung "fliessen" muß.

Und "unabhängige Organe der Rechtspflege" ist halt so ein schönes 
Etikett das man auf große wie kleine Kassen kleben kann.

Auch der Begriff "Rechtspflege" ist wie bei sonstiger "Pflege" (Pflege 
von Krnken, Alten, etc.) gut zwischen "Mindestmaß" und 
"Luxusvariante"dehnbar.

Die Ausgestaltung der "Rechtspflege" zur Aufrechterhaltung eines gehoben 
Lebensstiles ist hierzulande durch die Anwälte gut möglich, wird gerne 
damit begründet, das "unabhängig" eben auch "wirtschaftlich unabhängig 
bedeuten soll. Frei nach dem Motto "Hungrige Hunde beißen auch schon mal 
ihr Herrchen".

Die, die dann tatsächlich Rechtspflege nicht zur Lebenshaltung 
betreiben, bekommen dann höchstens 29€/h (brutto) (bspw.Schöffe in 
Bayern) zur Kompensation des Verdienstausfalles. Dem stehen Mindestsätze 
für Anwalte mindestens im dreistelligen Bereich gegenüber.

PS:
Anhang aus https://www.academics.de/ratgeber/anwalt-gehalt

von Percy N. (vox_bovi)


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Klar P. schrieb:
> Die, die dann tatsächlich Rechtspflege nicht zur Lebenshaltung
> betreiben, bekommen dann höchstens 29€/h (brutto) (bspw.Schöffe in
> Bayern) zur Kompensation des Verdienstausfalles.
Da hast Du etwas falsch verstanden.
> Dem stehen Mindestsätze
> für Anwalte mindestens im dreistelligen Bereich gegenüber.
Woraus ergibt sich das Deiner Meinung nach?

von Percy N. (vox_bovi)


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Joachim B. schrieb:
> Ich hätte gerne auch bei Nichterfolg einer Reparatur alle Stunden gerne
> bezahlt bekommen,
Dann hättest Du Arzt werden sollen. Oder Fitnesstrainer. Oder Fahrlehrer 
...
Oder vernünftige Verträge abschließen.

> aber das schaffen nur Juristen, egal ob sie Kenntnisse
> oder Aufwand hatten.
Das wird gerne leichtgläubigen Trotteln von gerissenen Scharfmachern 
eingeredet.

von Joachim B. (jar)


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Percy N. schrieb:
> Das wird gerne leichtgläubigen Trotteln von gerissenen Scharfmachern
> eingeredet.

nö selbst erlebt, aber lassen wir das, du glaubst an Gesetze und ich 
erlebe wieviel sie im einzelnen Wert sind wenn sie niemand durchsetzen 
will!

von Percy N. (vox_bovi)


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Joachim B. schrieb:
> du glaubst an Gesetze

Wie kommst Du auf diese lustige Idee?

von Heinrich K. (minrich)


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Wieder einen Thread gekapert...

von Klar P. (Gast)


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Percy N. schrieb:

> Da hast Du etwas falsch verstanden.

Naja,  da liegt erstmal unterschiedliches Verständnis vor. Es ist ein 
leichtes mal einen Blick in die Justizvergütungs- und 
-entschädigungsgesetz zu werfen um das unterschiedliche Verständniss mit 
Details zu unterfüttern.

>> Dem stehen Mindestsätze
>> für Anwalte mindestens im dreistelligen Bereich gegenüber.
> Woraus ergibt sich das Deiner Meinung nach?

Nicht "meiner Meinung nach" sondern das ergibt sich aus einer Recherche, 
bspw. aus den Statistiken aus dem STAR (Statistisches Berichtssystem für 
Rechtsanwälte).

https://www.brak.de/fileadmin/04_fuer_journalisten/star-2020/star2020_ergebnisbericht_02-2021.pdf#page=487

von Percy N. (vox_bovi)


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Klar P. schrieb:
> Nicht "meiner Meinung nach" sondern das ergibt sich aus einer Recherche,
> bspw. aus den Statistiken aus dem STAR (Statistisches Berichtssystem für
> Rechtsanwälte).
>
> 
https://www.brak.de/fileadmin/04_fuer_journalisten/star-2020/star2020_ergebnisbericht_02-2021.pdf#page=487

Dir ist aber schon klar, dass selbst dann, wenn lediglich Kanzleien 
herücksichtigt werden, die überhaupt Zeithonorare vereinbaren, die 
entsprechenden Fälle deutlich in der Minderheit sind?

Und Du hast auch verstanden, dass ein GRUR-Rechtsstreit, der nach RVG 
abgerechnet wird, dem RA im Zweifel ein deutlich höheres 
Stundeneinlommen in Aussicht stellt?

Dir ist weiterhin klar, dass von dem einen Stundensatz auch das 
nachgeordnete personal bezahlt werden muss (anders als zB bei Ärzten)?

Es steht natürlich jedem Rechtssuchenden frei, sein eigenes ego zu 
streicheln und für seinen Banal-Rechtsstreit den teuersten Anwalt am 
Platz gegen Zeithonorar zu engagieren; dafür bekommt man dann ausufernde 
sinnlose Schriftsätze, die den Eindruck erwecken, der RA sei besonders 
fleißig gewesen ...

Mir wurden Zeithonorare lediglich in etwas dickeren Immobiliensachen 
angetragen; wir haben eine andere Lösung gefunden. Es liegt mir nicht, 
Zeit zu schinden. Andere mögen das anders halten.

von Klar P. (Gast)


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Percy N. schrieb:
> Klar P. schrieb:
>> Nicht "meiner Meinung nach" sondern das ergibt sich aus einer Recherche,
>> bspw. aus den Statistiken aus dem STAR (Statistisches Berichtssystem für
>> Rechtsanwälte).

> Dir ist aber schon klar, dass selbst dann, wenn lediglich Kanzleien
> herücksichtigt werden, die überhaupt Zeithonorare vereinbaren, die
> entsprechenden Fälle deutlich in der Minderheit sind?
Ja.
>
> Und Du hast auch verstanden, dass ein GRUR-Rechtsstreit, der nach RVG
> abgerechnet wird, dem RA im Zweifel ein deutlich höheres
> Stundeneinlommen in Aussicht stellt?
Ja.
>
> Dir ist weiterhin klar, dass von dem einen Stundensatz auch das
> nachgeordnete personal bezahlt werden muss (anders als zB bei Ärzten)?
Ja.

Es hilft der eigenen Argumentation/Reputation nicht im Geringsten einen 
Disputanten so zu behandeln, als wäre er ein "klassischer 
Universalverlierer". 
Beitrag "Re: Können die Leute nicht mehr rechnen?"

von (prx) A. K. (prx)


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Klar P. schrieb:
> einen Disputanten so zu behandeln als wäre er ein "klassischer
> Universalverlierer".

Wie man in den Wald reinruft...

Klar P. schrieb:
> die sich aufgrund ihrer intellektuellen Fähigkeiten im sozialen
> Aufstieg behindert wähnen.

Du kennst die Goldene Regel? Naja, vielleicht nicht. Das Thema Ethik 
hatten wir hier ja schon.

: Bearbeitet durch User
von Percy N. (vox_bovi)


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Klar P. schrieb:
>> Dir ist aber schon klar, dass selbst dann, wenn lediglich Kanzleien
>> herücksichtigt werden, die überhaupt Zeithonorare vereinbaren, die
>> entsprechenden Fälle deutlich in der Minderheit sind?
> Ja.
>>

Zusammengefasst: Du verbreitest ganz bewusst Blödsinn.

von Klar P. (Gast)


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(prx) A. K. schrieb:
> Klar P. schrieb:
>> einen Disputanten so zu behandeln als wäre er ein "klassischer
>> Universalverlierer".
>
> Wie man in den Wald reinruft...
>
> Klar P. schrieb:
>> die sich aufgrund ihrer intellektuellen Fähigkeiten im sozialen
>> Aufstieg behindert wähnen.
>
> Du kennst die Goldene Regel? Naja, vielleicht nicht. Das Thema Ethik
> hatten wir hier ja schon.

Ich kenn den Goldenen Schnitt, "Goldene Regeln" gibt es mir zu viele 
Spruchweisheiten

https://de.wikipedia.org/wiki/Goldene_Regel_(Begriffskl%C3%A4rung)


Und in manchen Situationen ist gerade die Abweichung von der 
unspezifischen Regel die situativ richtige Entscheidung.

Oder eben die Anwendung einer anderen "Goldenen Regel". Und Goldene 
Regeln als empirische Merkhilfen zählt man eher nicht zu den 
Naturgesetzen.

Meine Zusammenfassung: Du hast nach Belegen für dreistellige 
Stundensätze von Advokaten gefragt und diese Belege sind dir vorgelegt 
wurden. Was passt dir jetzt nicht daran? - Ach ja, wir sind im thread 
"Können die Leute nicht mehr rechnen?" und Du magst gern ein 
persönliches Beispiel geben ?!


Selbstverständlich gibt es einen Zusammenhang zwischen Intellekt und 
Möglichkeiten zum sozialen Aufstieg.

von Percy N. (vox_bovi)


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Klar P. schrieb:
> Du hast nach belegen für dreistellige Stundensätze von Advokaten gefragt
> und diese Belge sind dir vorgelegt wurden. Was passt dir jetzt nicht
> daran?

Stand da schon: es betrifft allenfalls eine Minderheit von Mandaten. Du 
aber hattest behauptet, jeder RA könne immer .i destens dreistellige 
Stundensätze realisieren.

> - Ach ja, wir sind im thread "Können die Leute nicht mehr
> rechnen?" und Du magst gern ein persönliches Beispiel geben ?!
>
> Selbstverständlich gibt es einen Zusammenhang zwischen Intellekt und
> Möglichkeiten zum sozialen Aufstieg.

Nimm's nicht zu schwer, ok?

von Klar P. (Gast)


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Percy N. schrieb:

> Stand da schon: es betrifft allenfalls eine Minderheit von Mandaten. Du
> aber hattest behauptet, jeder RA könne immer .i destens dreistellige
> Stundensätze realisieren.

Naja, das stand da nicht, das wolltest du wohl nur so lesen.

Auf die Diskussion ob Rechtsanwalt oder nur Jurist, rechtliche 
Vertretung oder Rechstberatung lasse ich mich garnicht erst ein. Und 
selbstredend kann ein Freiberufler seine Sätze nach Angebot und 
Nachfrage orientieren, eben die Preisfindung am Markt ausrichten. Ja, es 
gibt rechtliche Rahmen dafür, fordert man (unter bestimmten 
Nebenbedingungen) zuviel drohen die Konsequenzen aus dem Strafbestand 
der Wucherei. Am entgegengesetzten Preisende wird dann beispielsweise 
die entsprechende Kammer aktiv, falls deren Mindestsätze unterlaufen 
werden.

> Nimm's nicht zu schwer, ok?

Ja klar, erst seiner Umwelt gehörig mit Thread-Kaperung auf den Sack 
gehen und dann (scheinheilig) um Verständnis bitten. Typische 
Grenzüberschreitung eines zwanghaften Narzissten.

PS:
Anhang (Beispielrechnung Kosten mit Bezug auf 
Rechtsanwaltsvergütungsgesetz) aus 
https://www.bussgeldkatalog.org/rechtsanwaltsgebuehren/

von Kati (ntguser)


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Cha-woma M. schrieb:
> Und die meisten der 27 teutschen Nobelpreisen stammen aus der Zeit vor
> 1933.
Dass Deutsche danach nichts mehr bekommen haben, ist aber auch den 
politischen Verhältnissen zu danken.
Wer würde momentan russischen Physikern einen Preis geben, wenn man 
annehmen muss, dass deren Wissen und Errungenschaften direkt oder durch 
den wirtschaftlichen Erfolg indirekt über das Steuergeld in den Krieg 
fließen?

Wenn man so etwas vergleicht, dann müsste die Anzahl der Menschen, der 
Universitäten und die Chancen in Anrechnung gebracht werden und alles in 
einem neutralen Zeitraum verglichen werden. Da wird es schon schwierig: 
Es gibt ja auch Leute, die herausstreichen, dass Schwarze sehr wenige 
Nobelpreise haben und dabei vergessen, dass die in der Ausbildung lange 
total benachteiligt waren und z.T. noch sind.

von Percy N. (vox_bovi)


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Klar P. schrieb:
> Percy N. schrieb:
>
>> Stand da schon: es betrifft allenfalls eine Minderheit von Mandaten. Du
>> aber hattest behauptet, jeder RA könne immer .i destens dreistellige
>> Stundensätze realisieren.
>
> Naja, das stand da nicht, das wolltest du wohl nur so lesen.

Ach so. Wirklich?

Klar P. schrieb:
> Die, die dann tatsächlich Rechtspflege nicht zur Lebenshaltung
> betreiben, bekommen dann höchstens 29€/h (brutto) (bspw.Schöffe in
> Bayern) zur Kompensation des Verdienstausfalles. Dem stehen Mindestsätze
> für Anwalte mindestens im dreistelligen Bereich gegenüber.

Aber was schert Dich schon Dein Gescheschwätz von neulich, nicht wahr? 
Wirklich große Geister lernen beizeiten, die sklavische unterwerfung 
unter die Realität zu überwinden.

Klar P. schrieb:
> Auf die Diskussion ob Rechtsanwalt oder nur Jurist, rechtliche
> Vertretung oder Rechstberatung lasse ich mich garnicht erst ein.

Natürlich nicht. Allzu präzise Orientierung an realen Umständen könnte 
in vermeidbaren Widerspruch zur Ideologie führen; dass muss vermieden 
werden.

Klar P. schrieb:
> Anhang (Beispielrechnung Kosten mit Bezug auf
> Rechtsanwaltsvergütungsgesetz) aus
> https://www.bussgeldkatalog.org/rechtsanwaltsgebuehren/

Ja, sehr hübsch, nur bedauerlicherweise ohne Bedeutung für den 
allgemeinen Fall.

Die weit überwiegende Mehrheit der Rechtsstreitigkeiten werden vor den 
Amtsgerichten ausgetragen; Median der dortigen Streitwerte liegt bei 
weniger als 1.200 Euro.