Hallo
Walta S. schrieb:
Inzwischen weiß man, dass positiv verknüpftes Lernen
(z.B.: „ich habe es selber herausgefunden - cool“) besser behalten wird.
Dieses Lernen funktioniert aber nur, wenn man es wirklich (und nicht, von den Eltern, dem Arbeitsamt, den Innungen, unserem Schulsystem oder sich selbst was vormachen lassen bzw. Selbstbetrug und schönreden) freiwillig von sich aus macht.
Wenn aber Prüfungen, Abschlüsse, Einkommen, Zufriedenheit mit den zu erwartenden Arbeitsbedingungen und aussondern der, die anders (eventuell auch langsamer) lernen durch Noten und Punkte dazugehören, dann wird die schöne Theorie (die in Freizeit, Hobby und bei echtem Interesse funktioniert) zur reinen Theorie und oft zur harten Belastung der Betroffenen.
Zum Glück haben wir noch (?) nicht japanische Verhältnisse:
https://www.youtube.com/watch?v=hW7BiFdg2JM
Aber dank "Pisa, Pisa über alles, über alles in der Welt" werden wir das schon schaffen...
Nur mal so zu Erinnerung, da es einige wohl "vergessen" haben:
Schule waren nicht nur die Fächer, an den man echtes Interesse und sogar eventuell Spaß hatte, sondern auch jede Menge, die für einen persönlich quälerei, anstrengen, langweilig - ganz simpel belastend waren.
Und das waren typischerweise nicht "nur" sowas wie Sport, Kunst und Religion (Ethik), sondern oft die zweite Fremdsprache oder der Klassiker Mathematik...
Und obwohl sich so einiges in den unteren Jahrgängen und den Grundschulen zum Besseren gewandt hat, so ist die Realität, wenn es so langsam ernst wird, kein Deut besser als vor 35 Jahren und höchstwahrscheinlich auch davor.
Komisch, dass sich so viele an ihre ach so schöne Kindheit und Jugend und die "besten 2 Jahrzehnte" überhaupt erinnern können, aber was die Schule angeht an Demenz und Scheuklappenblick leiden...bzw. auch ganz schnell vergessen was ihre Kinder durchmachen (mussten)