Forum: Ausbildung, Studium & Beruf zu wenig Physik/grundlegendse Teorie im Studium an FH


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von Arthur L. (arthur_l)


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Guten Tag,
ich studiere gerade E-Technik an der Fh Esslingen. Doch bin ich, auch 
wenn ich erst im ersten Semester bin, eher mäßig zufrieden.
Habe zuvor Automatisierungstechnik in Esslingen studiert, da ich immer 
was mit Elektrotechnik Informationstechnik/Informatik machen wollte und 
mich dann der Anteil an Maschinenbau noch gereizt hat. Dann bin ich dort 
nach einem Semester zu Elektrotechnik gewechselt, da mir Maschinenbau so 
0 getaugt hat und es gegen meine Erwartungen zum Ende hin zu wenig 
E-Technik ist.
so an sich finde ich die E-Technik spannend und interessant und freu 
mich, wenn ich genug wissen und können habe meine ersten Dinge wie 
Platinen zu konstruieren, da ich gerade wie ein Kleinkind bin das 
versuchte Fahrradfahren zu lernen und noch nicht versteht wie dieses 
funktioniert und immer wieder verwundert hinfällt. Denn meine Kenntnisse 
der E-Technik beschränken sich auf mehrmaliges in der Realschule, der 
Ausbildung und in der Fachhochschulreife durchgekautes Ohmsches Gesetz, 
Reien und Parallelschaltung und im Abi ein wenig Felder und Magnetismus.

Lange Rede wenig Inhalt, nun zu meinem Punkt. Was mich an meinem Studium 
stört ist, dass wir die ganzen tiefergehenden Grundlagen nicht 
vermittelt bekommen. Bei uns heißt es ein Widerstand bildet einen 
Widerstand und an ihm fällt die Spannung ab Punkt.  Aber wie dieser 
funktioniert und warum nun die Spannung abfällt oder wie Strom Spannung 
und ein Widerstand entsteht oder warum Kupfer leitet und Kunststoff 
nicht bekommen wir nicht gelehrt, auf meine Frage hin werden uns die 
Grundlagen auch im späteren Verlauf nicht gelehrt, da sie nicht wichtig 
seien zum konstruieren und nur an einigen Punkten eingebaut werden, wenn 
sie vonnöten sind.
Deshalb überlege ich jetzt schon nach knapp 3 Wochen, ob ich an eine 
andere Fh zu technische Physik, bei welcher mich der Mechanikteil aber 
eher so 3 von 10 interessiert oder nach Coburg zu Sensorik, welcher viel 
Physik hat und sich wie ich das sehe mit der theoretischen 
Elektrotechnik und so beschäftigt, wechsele. Leider habe ich kein 
Allgemeines Abbi sonst würde ich an eine Uni wechseln, bei welchen im 
Grundstudium in theoretischer Elektrotechnik genau diese Dinge 
vermittelt werden.
Oder sagt ihr als erfahrene E-Techniker, Physiker und technische 
Informatiker das ich mir die Grundlagen durch lesen von Büchern und dann 
im Master durch das Belegen entsprechender Module wie Physik und 
theoretische Elektrotechnik aneignen sollte, da ich ja in der 
Anwenwendung elektronischen Bauteilen wie Mikrocontroller, 
Widerstand,Diode...und in der Konstruktion von Schaltungen, Platinen... 
und das bevorzugt im und um den µProzessor Bereich sein will, aber 
diese, bis jetzt nicht selber entwickeln möchte. Zudem bin ich auch 
schon 23, was eher ein kleineres Problem ist, aber ich will auch nicht 
dauerhaft hin und her wechseln und einer dieser typischen Dauerstudenten 
sein.

Danke für eure Meinungen, falls sich überhaupt jemand die Mühe macht 
alles zu lesen.

von Michael B. (laberkopp)


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Arthur L. schrieb:
> Aber wie dieser funktioniert und warum nun die Spannung abfällt oder wie
> Strom Spannung und ein Widerstand entsteht oder warum Kupfer leitet und
> Kunststoff nicht bekommen wir nicht gelehrt

Es steht dir frei, in ein Studium der Atomphysik und Quantentheorie zu 
wechseln.

Aber darin findet sich nichts über Platinenonstruktion.

Irgendwie muss man sich beschränken.

Du kannst privat so viel lernen wie du willst.

Dann hättest du aber das Abi.

von P. S. (namnyef)


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Elektrotechnik ist immer noch eine Ingenieurwissenschaft. Da geht es 
immer mehr um die Anwendung von physikalischen Prinzipien und weniger um 
die Prinzipien selbst bzw. deren Erforschung.

Mit etwas Glück wirst du noch etwas über die Maxwell-Gleichungen lernen. 
Das wird aber - auf jeden Fall an einer FH, vielleicht auch an einer Uni 
- eher oberflächlich abgefrühstückt.

Ansonsten kann man zu fast jedem Thema mittlerweile überall im Netz 
entsprechende Informationen finden. Beispielsweise findet man auf 
youtube die 8.02-Vorlesungen von Walter Lewin vom MIT.

Bitte auch beachten, dass Fragen nach dem "Warum" manchmal schwer zu 
beantworten sind ;)
https://www.youtube.com/watch?v=MO0r930Sn_8

: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Arthur L. schrieb:
> Danke für eure Meinungen, falls sich überhaupt jemand die Mühe macht
> alles zu lesen.

Vielleicht ist das wieder jemand, der hier was braucht für seine 
Doktorarbeit in den geisteswissenschaftlichen fällt mir da so ein.

Tiefergehende Grundlagen sind Uni. Aber das setzt voraus, dass man sich 
im ersten Studium mit höchstens einmal Fachwechsel, weil man sich 
verwählt hat oder unfreiwillig keinen Platz bekam, einen sehr guten 
Abschluss des Studiums hinlegt um an die Uni zu wechseln.

von Arthur L. (arthur_l)


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Mir geht es auch gar nicht soo stark um das Warum ist physikalisches 
Gesetz XY nun so bis hin zur Erklärung und aufs kleinste Detail belegte 
Axiom. Sondern mehr darum warum leitet Stoff A und Stoff B nicht wie 
überträgt sich Ladung was ist Elektrizität überhaupt. Haltet mich für 
seltsam aber diese analogistischen Erklärungen aller Strom ist wie Öl in 
einem Drucksystem oder Strom fliest wie Wasser vom hohen zum 
Niedrigen(potenzial) verwirren mich mehr, als das sie mir erklären, was 
jetzt wirklich vor sich geht. Deshalb bin ich ein wenig enttäuscht, 
warum wir mit solchen Dingen abgespeist werden und fange ich schon 
wieder an zu viel zu überlegen.

von Georg M. (g_m)


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von Bruno V. (bruno_v)


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Dioden, Platinen, uC.: für all das brauchst Du weder quantengrundlagen 
noch ein Studium. Kauf Dir einen Arduino und einen elektronikkasten und 
leg los. Installier Dir Kikat und mach Platinen. Kauf Dir einen Tieze 
Schenk und bau einen invertierenden Verstärker auf dem steckbrett.

Das Studium vermittelt Dir ein bisschen mehr Mathe und lässt Dich in 
viele Aspekte mal reinschnuppern. Aberviel kaum über Hobbyniveau. Also 
von den 20 Aspekten (Schaltungen, programmieren, Materialkunde, 
Leistungselektronik, … haben viele 1-3 schon in Lehre oder Hobby 
kennengelernt und könnten die klausur auf Anhieb bestehen. Das Studium 
vermittelte die anderen 17-19.

von Klar P. (Gast)


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Manche vergraben sich in endlosen "Grundlagen"studien weil sie Angst 
haben, in der Praxis zu versagen.

Da ist verständlich, weil die Bewertungskriterien in der Praxis nicht 
sonderlich logisch sind: "dauert zu lange", "ist zu billig", ist zu 
teuer", "uns passt deine Nase nicht", ...

Einen Sinn im "Roten Faden der Karriere" macht  so ein endloses 
Bauelementstudium eigentlich nur wenn man anschließend promovieren und 
zum Hochschullehrkörper wechseln will.

Literatur für Lehrkörperaspiranten: 
https://www.weltbild.de/artikel/buch/elektronische-bauelemente-2-teile_14533669-1

Literatur für Praktiker: 
https://www.amazon.de/Charles-Platt/dp/1449333893

von Udo K. (udok)


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Wenn dich E-Technik interessiert, dann mach das Abi und wechsle auf ein 
Diplomstudium.  Zumindest zu meiner Zeit (> 30 Jahre her) wurden da die 
physikalischen Grundlagen vermittelt.  Selber lernen ist schwierig, wenn 
du keinen Überblick hast und alles nebenbei machst.  Wenn du meinst das 
Abi ist zu schwer, dann würde ich den Wechsel nicht empfehlen.  Im 
E-Technik Studium haben wir den gesamten Mittelschulstoff im ersten 
Semester wiederholt, damit alle auf dem gleichen Stand sind.

von Monk (roehrmond)


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Arthur L. schrieb:
> Danke für eure Meinungen

Vor viel Text fürchtest du dich jedenfalls nicht. Das ist doch eine gute 
Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Studium. Vielleicht kennst du 
es von der Schule anders, aber im Studium bringt man sich das meiste 
selbst bei. Der Unterricht soll nur Anregungen geben, womit du dich 
befassen könntest. Und da hast du ja schon Punkte erkannt. Insofern: 
Alles gut, weiter machen.

von Udo K. (udok)


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Konkret zu deinem Anliegen kann ich dir den Fasching empfehlen:
https://www.amazon.de/Werkstoffe-f%C3%BCr-die-Elektrotechnik-Eigenschaften/dp/3211221336

Kannst da ja mal reinlesen, und schauen ob das Interesse wirklich da 
ist.

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Arthur L. schrieb:
> Deshalb bin ich ein wenig enttäuscht,
> warum wir mit solchen Dingen abgespeist werden und fange ich schon
> wieder an zu viel zu überlegen.

Jetzt weiss ich nicht, ob du's wusstest, aber wenn du irgendwas 
studierst, ist es nicht verboten, neben dem Studium dich auch mit 
anderen Sachen wie z.b. Party, Trinken, Frauen -  oder eben auch Physik 
(je nach pers. Neigung) - zu beschaeftigen...
Gibt so Buecher und jetzt auch das Internet, die sollen da teilweise 
ganz gut sein fuer letzteres.

scnr,
WK

von Monk (roehrmond)


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Im Idealfall findest du während deines Studiums eine dauerhafte 
Anstellung, die dir auch eine Marschrichtung für Spezialisierung vorgibt 
(niemand kann alles lernen).

von Arthur L. (arthur_l)


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ich weiss jetzt nicht an welcher Hochschule du gewesen bist, aber sie 
vermittelt dir deutlich mehr. Ja, man kann alles durchprobieren und 
Erfahrungen erlernen, aber sobald es dann zu weit abweicht von schon 
ausprobiertem kann man ja wieder von vorne anfangen. Deshalb geht man ja 
studieren um Konzepte und die Naturwissenschaften sei es im angewandten 
oder ergründenden/forschenden Sinnen zu erlernen. Ich mache mir j 
lediglich Gedanken übers Ungelernte und wie ich dies am besten erlernen 
kann und nicht am ganzen Konzept Hochschule.

von Ernest (ernest)


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Mich würde interessieren, was für Ergebnisse Du in Realschule, 
Ausbildung und beim Erlangen der Fachhochschulreife sowie im ersten 
Studium (Maschinenbau) erzielt hast.

In einem Ingenieurstudium lernst Du etwas zu erstellen / entwickeln, was 
dann funktioniert. Eine Maschine (Maschinenbau), eine elektronische 
Schaltung (Elektrotechnik), ...

EIn bischen Werkstoffkunde kommt da sicherlich auch und da geht es dann 
auch etwas tiefer. Aber es bleibt in der Regel anwendungsbezogen.

Nach drei Wochen ein zweites Studium aufzugeben - das ist ein heftiger 
Schritt. Weil Du nach drei Wochen noch nicht einmal annähernd verstehst, 
was Du lernen wirst und was Du damit später machen kannst. Wenn es das 
erste Studium wäre, was Du nach kurzer Zeit aufgibst - geschenkt. Aber 
das gleich zwei mal? Da stimmt was nicht.

Nun mag es zwei Gründe geben, warum Du nach drei Wochen den zweiten 
Studiengang hinschmeissen willst:
-Möglichkeit 1: Du bist tatsächlich jemand, der den Sachen auf den 
letzten Grund gehen will. Da empfiehlt sich dann die theoretische 
Physik. In der Quantenphysik gibt es wahrscheinlich noch einiges zu 
entdecken. In der Astrophysik wahrscheinlich auch. Eine Neigung zum 
Arbeiten auf höchstem Abstraktionslevel sollte sich im bisherigen Leben 
schon gezeigt haben - theoretische Physik braucht sehr viel abstrakte 
Mathematik, bewegt sich weitestgehen ausserhalb des normalen 
Erfahrungshorizontes und ist tendentiell etwas für besondere Menschen, 
vielleicht auch für Nerds.
-Möglichkeit 2: Du erwartest etwas, was nicht realistisch ist und was Du 
nicht finden wirst. Realistisch bedeutet auch, dass es dafür Anwendung 
und Bedarf gibt.

: Bearbeitet durch User
von Rainer Z. (mrpeak)


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Arthur L. schrieb:
> Was mich an meinem Studium stört ist, dass wir die ganzen tiefergehenden
> Grundlagen nicht vermittelt bekommen. Bei uns heißt es ein Widerstand
> bildet einen Widerstand und an ihm fällt die Spannung ab Punkt.  Aber
> wie dieser funktioniert und warum nun die Spannung abfällt oder wie
> Strom Spannung und ein Widerstand entsteht oder warum Kupfer leitet und
> Kunststoff nicht bekommen wir nicht gelehrt

Das wird auf TUs auch nicht gelehrt, aus den gleichen Gründen oder weil 
es schon vorausgesetzt wird (!). Das meiste dazu habe ich von Klasse 9 
bis zum Abitur in Physik vgelernt, indem ich zum Leidwesen meiner 
Mitschüler im Unterricht immer wieder nachgebohrt habe. Was dann noch 
unbeantwortet blieb habe ich selbst recherchiert.

von Klar P. (Gast)


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Ernest schrieb:

> Nach drei Wochen ein zweites Studium aufzugeben - das ist ein heftiger
> Schritt.

Eben, auch ist nicht nicht klar ist, was du nun in Esslingen studierts 
"Bac." oder "Studium plus" (Facharbeiter + blabla).

IMHO erstmal was berufliches abschließen, 2 Jahre darin arbeiten und 
wirtschaftlich selbstständig werden, dann kann man vielleicht überlegen 
noch ein Studium draufzupacken um in der food-chain nach oben zu 
krabbeln.

Allerdings ist TO-Geschreibsel so diffus und losgelöst von der Realität, 
das man wohl eher zu einem Praxissemester o.ä zur Grundsätzlichen 
beruflichen Orientierung und Abschluß der Adoleszenz raten sollte.

von Joachim B. (jar)


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Dieter D. schrieb:
> Tiefergehende Grundlagen sind Uni.

denken Viele, ich erlebte das Gegenteil!

von 1N 4. (1n4148)


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> Sondern mehr darum warum leitet Stoff A und Stoff B nicht wie
> überträgt sich Ladung was ist Elektrizität überhaupt.

Welche Rolle spielt das für deinen späteren Berufswunsch? Vor 35 Jahren 
war das noch Inhalt in Realschulphysik, sollte also in entsprechenden 
Lehrbüchern zu finden sein, oder in einem Large Language Model. Vor 30 
Jahren hättest du dich dafür beschwert, dass der Prof. in 
Halbleitertechnik dir zwei Semester lang Grundlagen bis zum Erbrechen 
abfordert. Damals gabs dafür aber auch noch ein Diplom und nicht nur nen 
Bachelor. Bei diesem inflationären Studienangebot muss man wohl 
Abstriche in Kauf nehmen :D

von Boris F. (skyperhh)


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Ich sahe das ein wenig "pragmatisch" nach meinem E-Technik Studium an 
der FH.... willst Du eine Diode "verwenden" in einer Schaltung, dann 
interessiert Dich, was sie "tut", aber vielleicht nicht wirklich, wie Du 
eine bauen kannst.... wenn du das Wissen willst, dann musst Du Physik 
studieren und Dich im Bereich Halbleitertechnik austoben... mit der 
Konsequenz, das Dir aber niemand die "praktischen" Feinheiten der Dioden 
erklärt!! Was ist der unterschied zwischen einer Gleichrichter-Diode und 
einer schnellen Si-Diode, was ist Reverse Recovery und wo ist das im 
Schaltungsdesign notwendig zu beachten...

Ein E-Techniker verwendet Bauteile zum Schaltungsdesign - Blackbox mit 
Datenblatt, ein Informatiker der einen Board mit Mikroprozessor 
programmiert, ist dann noch eine Abstraktionsebene höher unterwegs... 
was die die Hardware angeht.

von Sebastian W. (wangnick)


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Grundlegendse Teorie fehlt uns eh an allen Ecken und Enden.

LG, Sebastian

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Arthur L. schrieb:
> da mir Maschinenbau so 0 getaugt hat und es gegen meine Erwartungen zum
> Ende hin zu wenig E-Technik ist.
Ähm, ja. Irgendwie klar. Genausowenig wie man im E-Technik-Studium das 
Berechnen der Zahnflanken eines Getriebes lernt.

Arthur L. schrieb:
> Deshalb überlege ich jetzt schon nach knapp 3 Wochen, ob ich an eine
> andere Fh zu technische Physik
Erst Maschinenbau, dann E-Technik, dann Physik, dann was?
Du neigst zum "Häufigwechsler", weil du immer etwas erwartest, was die 
der Studiengang oder die Hochschule nicht bieten kann und wird. Wenn du 
da nicht aufpasst, wird dir das hinterher beim Arbeiten auch 
"passieren": keiner deiner AG wird dir deine "Anforderungen" erfüllen 
können.

Mein Tipp: studiere irgendwas völlig anderes, wo du nichts erwartest, 
was in den paar wenigen Monaten deines Studiums mangels Zeit gar nicht 
vermittelt werden kann.

Soziologie wäre sowas. Oder Kunstgeschichte. Oder Musik. Da weißt du von 
vorn herein, dass du nie fertig sein wirst mit dem Studieren und du 
immer noch weitere "Studien" bei irgendwelchen Professoren im In- und 
Ausland anhängen kannst.

Arthur L. schrieb:
> Oder sagt ihr als erfahrene E-Techniker, Physiker und technische
> Informatiker das ich mir die Grundlagen durch lesen von Büchern und dann
> im Master durch das Belegen entsprechender Module wie Physik und
> theoretische Elektrotechnik aneignen sollte, da ich ja in der
> Anwenwendung elektronischen Bauteilen wie Mikrocontroller,
> Widerstand,Diode...und in der Konstruktion von Schaltungen, Platinen...
> und das bevorzugt im und um den µProzessor Bereich sein will, aber
> diese, bis jetzt nicht selber entwickeln möchte.
Holla, was für ein Monstersatz, den müssen wir zerpflücken:
1. ja, du musst dir E-Technik in deiner Freizeit aneignen, wenn du gut 
darin sein willst
2. du musst kein Physikstudium machen, um gute und funktionssichere 
Schaltungen entwickeln zu können
3. wenn du erfolgreich Mirkoprozessor-Schaltungen entwickeln möchtest, 
dann solltest du das schon auch wollen
4. es war noch nie so billig und einfach, sich die Tools (Bauteile, 
Leiterplatten, IDE, ECAD, ...) und Informationen zu beschaffen wie heute
5. du bist nach dem Studium zwar ein Ingenieur, aber eben einer, der 
noch nichts kann, weil er keine Erfahrung hat.

Kurz: die Schule bringt dir lediglich das Lernen bei, aber "ausgelernt" 
hast du gerade in der E-Technik nie. Deshalb ist es unsinnig zu sagen, 
was die Schule dir alles beibringen soll.

Sebastian W. schrieb:
> Grundlegendse Teorie fehlt uns eh an allen Ecken und Enden.
Und an der Praksis manngeld es auch!

: Bearbeitet durch Moderator
von Monk (roehrmond)


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Sebastian W. schrieb:
> Grundlegendse Teorie fehlt uns eh an allen Ecken und Enden.

Ich glaube nicht. Sie ist bloß für einen steigenden Prozentsatz der 
Leute irrelevant, weil sie auf Ebenen darüber tätig sind.

Der Maurer stellt keinen Mörtel her. Die Köchin zerlegt keine Tiere.

von (prx) A. K. (prx)


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Steve van de Grens schrieb:
> Der Maurer stellt keinen Mörtel her. Die Köchin zerlegt keine Tiere.

Aber der Metzger kocht. Zumindest dort, wo die Grundlagen der Mahlzeiten 
wichtiger sind, als die Sterne im Guide: an der Gulaschkanone. Lieber 
ein kochender Metzger als ein metzgernder Koch, hiess es einstmals beim 
Bund. :)

: Bearbeitet durch User
von Hannes J. (Firma: _⌨_) (pnuebergang)


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Arthur L. schrieb:
> Fh Esslingen
> Fh

Witzig das jemand der vorgibt an einer FH zu studieren nicht einmal weiß 
dass die Abkürzung dafür FH und nicht Fh ist. Abgesehen davon, dass die 
Institution bereits seit 18 Jahren "Hochschule Esslingen" heißt. Im 
Allgemeinen wissen Studenten wo sie studieren.

Wenn man das Geschreibe hinzu nimmt, muss man sich zwischen zwei Fragen 
entscheiden:

Troll?
oder
Was nimmst er?

: Bearbeitet durch User
von Maik .. (basteling)


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Tja, vielleicht sollte man den TO das "Freischneiden" aus den ersten 
Mechanikvorlesungen ans Herz legen. Also - Gesamtaufgabe an möglichen 
Punkten in abgegrenzte Teilprobleme zerlegen, und die abarbeiten - oder 
auch zunächst als "Blackbox" ansehen. Das gilt auch für das 
Ingenieursstudium als Ganzes.

Es scheint : viele Zusammenhänge hat der TO womöglich auch in seiner 
vorhergehenden und nicht mittels allgemeiner Hochschulreife 
abgeschlossenen Schullaufbahn nicht mitbekommen: Chemie und Physik auf 
Schulniveau helfen ja schon zu verstehen - wo Elektronen freier ihr 
Unwesen als Leiter treiben können..

Dazu werden viele Zusammenhänge im Studium oft nicht, leider wirklich 
nicht, aufeinander aufbauend gelehrt. Kann man sich drüber ärgern - 
hilft aber nix. Alternativ Förster werden, habe ich bei einer 
Kopffreiwanderung auf den Brocken  zum Studiumsbeginn auch deswegen mal 
kurz drüber nachgedacht;).

Viele Vorlesungen wie z.B. Werkstoffkunde / Halbleitertechnik erfolgen 
ja eher zur Studiumsmitte - und klären viele anwendungsspezifische 
Fragen.

Wichtig war mir im Studium die Erkenntnis- ich kann nicht alles 
gleichzeitg wissen. Geht nicht, brauch ich auch nicht. Und bei 
bestimmten Themen will ich das auch gar nicht, eh ich mich damit quäle. 
Daher auf das entscheidende -ein gutes Gesamtsystemverständnis und ein 
gutes Rüstzeug setzen.

Und auf eine der Kernfähigkeiten die man während des Studiums erwerben 
sollte: sich selbständig, schnell und korrekt anwendbar in neue Themen 
einarbeiten zu können.

von Monk (roehrmond)


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Hannes J. schrieb:
> Witzig das jemand der vorgibt an einer FH zu studieren nicht einmal weiß
> dass die Abkürzung dafür FH und nicht Fh ist. Abgesehen davon, dass die
> Institution bereits seit 18 Jahren "Hochschule Esslingen" heißt. Im
> Allgemeinen wissen Studenten wo sie studieren.

Hannes, geht es dir gut?

Das "Fh" kommt möglicherweise durch eine unachtsam genutzte Eingabehilfe 
zustande, die den Satz mit Großbuchstaben beginnt und dann klein weiter 
schreibt.

Die Abkürzung FH ist weit verbreitet, selbst unter Proffessoren, die 
dort arbeiten. Beispiel gefällig? Guckst du dort:
https://www.hs-esslingen.de/personen/andreas-fritz/

Und nicht nur dort. Beispiele:
https://www.pflegemanagement-studieren.de/fachhochschule-esslingen-2/

http://www.studiengang-verzeichnis.de/hochschule/fh-esslingen/internationale-technische-betriebswirtschaft.html

https://achimbirnbaum.eu/de/neubau-institutsgebaeude-gebaeude-fuer-energie-umwelt/

: Bearbeitet durch User
von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Hannes J. schrieb:
> Wenn man das Geschreibe hinzu nimmt, muss man sich zwischen zwei Fragen
> entscheiden:
>
> Troll?
> oder
> Was nimmst er?

Oder Zeitreisender?

von Monk (roehrmond)


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Ich würde gerne mal Mäuschen spielen, wenn der Hannes den Professor 
Fritz wegen der falschen Abkürzung zurecht weist. Der wird ihn bestimmt 
stumpf in den Boden rammen.

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Steve van de Grens schrieb:
> Die Abkürzung FH ist weit verbreitet, selbst unter Proffessoren, die
> dort arbeiten. Beispiel gefällig? Guckst du dort:
> https://www.hs-esslingen.de/personen/andreas-fritz/
Wo steht hier was von FH oder Fachhochschule?
> Und nicht nur dort. Beispiele:
> https://www.pflegemanagement-studieren.de/fachhochschule-esslingen-2/
Website, die schlecht gepflegt ist und halt nicht up-to-date gehalten 
wird.
> 
http://www.studiengang-verzeichnis.de/hochschule/fh-esslingen/internationale-technische-betriebswirtschaft.html
Website, die schlecht gepflegt ist und halt nicht up-to-date gehalten 
wird.
> 
https://achimbirnbaum.eu/de/neubau-institutsgebaeude-gebaeude-fuer-energie-umwelt/
Ja, da hat halt auch einer den Wandel von FH zur HS im Dämmerschlaf 
verpennt.

von Monk (roehrmond)


Angehängte Dateien:

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Cha-woma M. schrieb:
> Wo steht hier was von FH oder Fachhochschule?

von 1N 4. (1n4148)


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>> Wo steht hier was von FH oder Fachhochschule?

Passt doch, nannte sich schließlich früher auch FH Esslingen. Und da es 
die zweite Station des beruflichen Werdegangs ist, dass diese in die Ära 
der FH Esslingen fiel.

von Max (bit8)


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ÄÄhm was machen die alten, die an einer Ingenieurschule studiert haben, 
die es heute nicht mehr gibt?

Oder, wenn man vor 40 Jahren in einer Firma gearbeitet hat, die es nicht 
mehr gibt?

Also...

Es gibt noch Leute hier mit Ing. grad. ?
Ja ich weiß! Man konnte es nachher umschreiben lassen, aber wenn das 
einem nachher egal war?

von Hannes J. (Firma: _⌨_) (pnuebergang)


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Max schrieb:
> ÄÄhm was machen die alten, die an einer Ingenieurschule studiert haben,
> die es heute nicht mehr gibt?

Ach, du schon wieder. Auch so eine verirrte Seele.

Wir reden nicht von jemandem der in den 60ern, Anfang der 70er, einen 
Ing. (grad.) gemacht hat. Wir reden von jemandem, der heute, 2024, 
erzählt an einer Hochschule zu studieren. Der sagt er wäre 23. Der aber 
weder die Abkürzung für den Hochschultyp (FH, nicht Fh) noch den 
offizielle Namen seiner Hochschule auf die Kette bekommt. Einen Namen 
den die Hochschule seit 18 Jahren trägt.

Jemand der sehr verwirrend schreibt dass ihm 3 Wochen nach Wechsel des 
Studiengangs schon wieder was nicht passt und er wieder wechseln möchte.

Da darf man schon mal Fragen "Woran hat et jelegen?" stellen.
https://www.youtube.com/watch?v=2paOYObEhoA

von Alexander (alecxs)


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Frag mal einen Informatiker wie ein Computer funktioniert.

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Steve van de Grens schrieb:
> Cha-woma M. schrieb:
>> Wo steht hier was von FH oder Fachhochschule?

Ähhh, so wie der Andreas Fritz vom Foto runter grinst, ist der ja wohl 
mehr Ü60 als U30. Da darf der ja auch FH statt HS schreiben.
Da hält er sich redlich an die Gepflogenheiten.

So manch einer, der bei linkedin sein Profil heraushängen lässt, treib 
mehr Schindluder. Da wird Elektrotechnik an der Uni studiert, obwohl an 
der angegeben wiss. HS kein entsprechender Fachbereich war.  Stattdessen 
aber E-Technik an der FH des Hochschulstandortes wohl vorhanden war.

: Bearbeitet durch User
von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Max schrieb:
> Es gibt noch Leute hier mit Ing. grad. ?
> Ja ich weiß! Man konnte es nachher umschreiben lassen, aber wenn das
> einem nachher egal war?

Kennt ihr den:
Da fragt ein bewährter Ing. grad. bzgl. einen neuen Kollegen die 
Sekretärin, wo den der herkommt. Weil ihm die Fachkompetenz irgendwie 
merkwürdig erschien.
Die sagt darauf hin: "Der kommt von der TUM!"
Der Ing. grad darauf: "Ach, deswegen so DUMM!"

: Bearbeitet durch User
von Ernest (ernest)


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Wenn das Studium in der dritten Woche schon zu langweilig ist:

Richtig Gas geben und in Rekordzeit mit sehr gutem Ergebnis fertig 
werden!!! Ich sag mal - in zwei Jahren. Und danach weitersehen. Weil - 
das ist dann eine Referenz, dass in Dir wirklich etwas drin steckt. Dass 
Du auf höchstem Niveau spielen kannst. Champions League. Da stehen dann 
schon ein paar interessantere Türen offen, auch bei den 
Grundlagenleuten.

Hier mal zwei Buchempfehlungen:
Tietze - Schenk: Halbleiter-Schaltungstechnik
Horowitz - Hill: The Art of Electronics

Wenn Du die beiden Bücher nebenbei in einem Semester durcharbeitest und 
verinnerlichst, dann hast Du auch das Zeug um das Studium in Rekordzeit 
mit sehr gutem Ergebnis abzuschließen. Und dann Forschung, nächste 
Haltestelle Promotion.

: Bearbeitet durch User
von Franko S. (frank_s866)


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Ernest schrieb:
> Tietze - Schenk: Halbleiter-Schaltungstechnik
> Horowitz - Hill: The Art of Electronics

Ist das sowas wie der Knuth bei den Informatikern? Bücher die vor allem 
von Erstsemesterstudenten gekauft werden, sie nie lesen aber sie wichtig 
im Regal stehen haben um damit kompetenter zu wirken als sie sind?

von Klar P. (Gast)


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Franko S. schrieb:
> Ernest schrieb:
>> Tietze - Schenk: Halbleiter-Schaltungstechnik
>> Horowitz - Hill: The Art of Electronics
>
> Ist das sowas wie der Knuth bei den Informatikern?

Nö.
Dem Knuth: "The Art of computer Programming" fehlt Praxisbezug, was 
Wunder bei einem Werk dessen erster Band 1967 erschien und immer noch 
nicht komplett ist.

Und  "programmable logic wird trotz des Titels nicht im Knuth erklärt, 
Tietze dagegen tut das aber.

> Bücher die vor allem von Erstsemesterstudenten gekauft werden

Also den Knuth braucht man IMHO frühestens bei der Promotion, Tietze 
Schenk so ab Semester 4 oder wenn es mit Schaltungstechnik losgeht

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Arthur L. schrieb:
> Ich mache mir lediglich Gedanken übers Ungelernte und wie ich dies am
> besten erlernen kann
Lerne, mit unvollständigem Wissen zurecht zu kommen. Du wirst niemals 
alles wissen. Erstens wirst du es gar nicht können. Und zweitens gar 
nicht wollen. Das zweite findest du aber erst heraus, wenn du ein wenig 
mehr weißt...  ;-)

Alexander schrieb:
> Frag mal einen Informatiker wie ein Computer funktioniert.
Ich hatte da mal einen Technische-Informatik-Bacheloranden zu betreuen, 
der kapierte erst zum Abschluss seines Studiums bei der Bachelorarbeit, 
dass (s)ein Programm Rechenzeit braucht. Und dass es mehr Rechenzeit 
braucht, wenn es schlecht oder umständlich programmiert ist.

von Purzel H. (hacky)


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Ich habe einige Jahre nach dem Elektrotechnikstudium plus etwas 
Berufserfahrung noch Physik studiert. Ja, man kann den elektrischen 
Widerstand mit Phononen begruenden, die kann man dann verwenden um mit 
periodischen Randbedingungen die Waermeleitfaehigkeit von Kristallen bei 
kryogenen Temperaturen zu erklaeren. Das waer dann Festkoerperphysik.
Bei Halbleitern ist das Valenzband nicht mehr durchgehend, von der 
Kristallrichtung abhaengige Fermiflaechen aendern sich mit der 
Temperatur. Bei den LED ist das Valenzband und das Leitungsband nicht 
uebereinander, funktionieren daher nur mit Hilfe von Phononen, usw. All 
die Details willst du wahrscheinlich gar nicht wissen. Im Physikstudium 
sind alles Gleichungen mit einer Theorie drunter. Die Parameter dazu 
hast du allerdings nicht. Ein toughes Studium, sofern man ueberhaupt die 
Zeit dazu hat.

von Cyblord -. (cyblord)


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Arthur L. schrieb:
> Lange Rede wenig Inhalt, nun zu meinem Punkt. Was mich an meinem Studium
> stört ist, dass wir die ganzen tiefergehenden Grundlagen nicht
> vermittelt bekommen.

Studiere Physik an einer richtigen Uni. Da bekommst du genug Grundlagen. 
Wer studiert an einer FH und erwartet dann Grundlagen und das auch noch 
fachfremd?

von Joachim B. (jar)


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Cyblord -. schrieb:
> Studiere Physik an einer richtigen Uni. Da bekommst du genug Grundlagen.

Aberglaube!

von Cyblord -. (cyblord)


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Joachim B. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Studiere Physik an einer richtigen Uni. Da bekommst du genug Grundlagen.
>
> Aberglaube!

Woher willst du das wissen? Hast du schon mal ne richtige Uni von innen 
gesehen?

von Joachim B. (jar)


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Cyblord -. schrieb:
> Woher willst du das wissen? Hast du schon mal ne richtige Uni von innen
> gesehen?

ja und du?

von Harald K. (kirnbichler)


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Hannes J. schrieb:
> Der aber
> weder die Abkürzung für den Hochschultyp (FH, nicht Fh) noch den
> offizielle Namen seiner Hochschule auf die Kette bekommt.

Das ist bei der grassierenden Rechtschreibschwäche kein besonderes 
Wunder:

> zu wenig Physik/grundlegendse Teorie im Studium an FH

Die Generation tiktok hat halt nicht die Aufmerksamkeitsspanne, die 
erforderlich wäre, um einen Satz mit mehr als drei oder vier Wörtern 
unfallfrei zu schreiben.

Geht nicht; bevor noch der Punkt am Satzende geschrieben ist, sind schon 
drei wichtige Nachrichten auf dem Smartphone aufgeschlagen und zwei 
davon geliked worden, und ein kleiner Moment Doomscrolling folgt auf die 
dritte.

von Cyblord -. (cyblord)


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Joachim B. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Woher willst du das wissen? Hast du schon mal ne richtige Uni von innen
>> gesehen?
>
> ja

Warst du da Hausmeister?

von Joachim B. (jar)


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Cyblord -. schrieb:
> Warst du da Hausmeister?

Gegenfrage ohne Antwort, also hast du nie eine Uni von innen gesehen!

von Thomas W. (dbstw)


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Ich habe Physik bis zum Ende gemacht. Ja, man lernt sehr viel 
(Fachwissen), insbesondere sollte man lernen, sein Wissen einzuordnen. 
Z.B. die naive Frage nach dem Ohmschen Gesetz kann man in der achten 
Klasse Schule oder in der fortgeschrittenen Vorlesung Festkoerperphysik 
loesen. Beide Ansaetze sind valide, eine richtige Antwort gibt es 
nicht.

Der TO ist ja weg, aber eine Sache noch: Unterschaetze nicht den Aufwand 
fuer die Mathematik. Ich hatte im ersten Semester 2 x 2 Vorlesungen 
Physik (immer 90 minuten), eine Uebung, eine Vorlesung Chemie (das war 
ganz entspannt) und 2 x Analysis I, Saaluebung, kleine Uebung, 2 x 
Lineare Algebra, Saaluebung und kleine Uebungen. Und die Mathematik war 
eine ganz andere Welt als die Schule.

: Bearbeitet durch User
von Cyblord -. (cyblord)


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Joachim B. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Warst du da Hausmeister?
>
> Gegenfrage ohne Antwort, also hast du nie eine Uni von innen gesehen!

War keiner Antwort würdig. Ich denke jeder hier weiß dass ich Informatik 
an einer Uni studiert habe.

von Joachim B. (jar)


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Cyblord -. schrieb:
> Ich denke jeder hier weiß

das du gerne pöbelst, aber daß du an einer richtigen Uni warst weiß ich 
nicht, ich bin aber auch nicht jeder.😛

: Bearbeitet durch User
von Cyblord -. (cyblord)


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Joachim B. schrieb:
> das du gerne pöbelst, aber daß du an einer Uni warst weiß ich nicht, ich
> bin aber auch nicht jeder.😛

Ich sag mal so, jeder der es wissen muss, weiß es. Wenn du es nicht 
weißt macht das nichts. Du bist dann wohl zu unwichtig.

von Joachim B. (jar)


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Cyblord -. schrieb:
> Ich sag mal so, jeder der es wissen muss

Schämst du dich für deine Uni?
Ist es gar keine richtige Uni?

Fragen über Fragen😛

von (prx) A. K. (prx)


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Joachim B. schrieb:
> Schämst du dich für deine Uni?

Oder umgekehrt?
scnr :)

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Schön, wenn man zwar insgesamt ein gar nicht mal so gutes Blatt hat, 
aber wenigstens noch die "UNI-Karte" ausspielen kann. Man findet immer 
wieder einen, der auf den Bluff hereinfällt... ;-)

von Alexander (alecxs)


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Cyblord -. schrieb:
> Ich denke jeder hier weiß dass ich Informatik an einer Uni studiert
> habe.

Hahaha ich wusste es nicht, aber du argumentierst genau so wie ein 
Familienmitglied das Informatik studiert hat :)

von Wilhelm S. (wilhelmdk4tj)


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Thomas W. schrieb:
> Und die Mathematik war
> eine ganz andere Welt als die Schule.

Genau das hat mich vom E-Technik Studium abgehalten. Auf einem 
humanistischen, altsprachlichen Gymnasium war Mathe wichtig, stand aber 
nicht im Fordergrund. Ich habe Kopien meiner Abi-Arbeiten. Von der 
Mathe-Arbeit verstehe ich die Aufgabenstellung überhaupt nicht mehr. Ist 
mehr als 50 Jahre her.

73
Wilhelm

von Cyblord -. (cyblord)


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Alexander schrieb:
> Hahaha ich wusste es nicht, aber du argumentierst genau so wie ein
> Familienmitglied das Informatik studiert hat :)

Tja und du hast gar nichts studiert. Merkt man dir an. Die ganze Loser, 
die talentlosen und die Taugenichts, schimpfen immer auf die studierten.

von Alexander (alecxs)


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Cyblord -. schrieb:
> Tja und du hast gar nichts studiert. Merkt man dir an.

Ingenieurnahe Ausbildung geht auch ohne Einbildung auf 
wissenschaftlichen Elfenbeinturm.

Cyblord -. schrieb:
> Die ganze Loser, die talentlosen und die Taugenichts, schimpfen immer
> auf die studierten.

Eigentlich ist es andersrum. Einmal im Leben etwas angestrengt, mal 
EINEN guten Abschluss geschafft und sich auf ewig etwas drauf einbilden.

von Sebastian W. (wangnick)


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Da hilft nur eins: Werdet Informatik-Profs, und verbaut dann 
systematisch den ganzen talentlosen Losern ihren Abschluss.

LG, Sebastian

von Purzel H. (hacky)


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Uii.. jetzt dreschen die Minderleister auf einander ein...

ich bin dann mal weg...

von Cyblord -. (cyblord)


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Alexander schrieb:
> Eigentlich ist es andersrum. Einmal im Leben etwas angestrengt, mal
> EINEN guten Abschluss geschafft und sich auf ewig etwas drauf einbilden.

Ja sicher. Auch das hört man von talentlosen immer: Ist nur ein Schein, 
nur ein Wisch. Braucht doch keiner. Ist doch easy. Aber zum Machen 
dieser Bagatelle, dieses wertlosen Wisches, hat es dann bei diesen 
Leuten leider doch nicht gereicht. Immer das Gleiche.

Als nächstes darf dann auch das unverstandene Survivorship Bias (woher 
sollen sie es auch kennen?) nicht fehlen: "Aber Gates und Zuckerberg 
haben auch keinen Uni-Abschluss und sind stinkreich". Kann man drauf 
warten.

: Bearbeitet durch User
von Alexander (alecxs)


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Nö, als nächstes darf dann Good Will Hunting nicht fehlen.

https://www.youtube.com/watch?v=TZLAo6D3_Cw

von Andi (chefdesigner)


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Harald K. schrieb:
> Die Generation tiktok hat halt nicht die Aufmerksamkeitsspanne, die
> erforderlich wäre, um einen Satz mit mehr als drei oder vier Wörtern
> unfallfrei zu schreiben.

So platt das klingt, so richtig ist es.

Das Problem des TE ist offenkundig und es hat auch mit Wahrnehmung zu 
tun, speziell mit der Situation in der er sich befindet:

Er hat nicht verstanden, dass er mal ein Abi hätte machen sollen, 
insbesondere weil das heute so einfach ist, dass es bald jeder hat. Wie 
andere hier bereits angemerkt haben, wird das Denken für die 
Zusammenhänge von Druck und Temperatur sowie die Analogie zu Spannung 
und Strom bereits dort gelegt.

Dann sollte er überlegen, an eine Uni zu gehen, weil dort eben der Fokus 
auf den Aufbau des Verständnisses und nicht nur die Anwendung gelegt 
hat. Ich habe selber FH und sehe sehr genau, was alles weggelassen 
wurde.

Man muss aber 2 Dinge sagen:

Um Spannungsteiler und OPs zu berechnen, muss ich nicht wissen, wie ein 
Widerstand in einem Leiter entsteht, wie es in 3D mit differentieller 
Leitfähigkeit zu berechnen wäre und dass er gequantelt ist! Da reicht 
ein E-Technik FH Studium allemal aus.

Um einen Spannungsteiler und das Ohmsche Gesetz überhaupt zu verstehen, 
braucht man eigentlich nicht einmal ein Abi, sondern nur ein 
Grundverständnis für Technik. Widerstände gibt es auch bei der Reibung 
der Lager bei meinem Motorrad und Spannungen sind in der Kette zu 
beobachten.

Wer das nicht hat, sollte sich überlegen, ob ein Studium überhaupt das 
Richtige ist.

Leider bekommen die Jüngeren heuzutage ihre Grenzen nicht gezeigt. Nicht 
in der Schule und auch nicht sonstwo. Deshalb meint jeder er sei 
überdurchschnittlich begabt und könne alles erlernen.

von Monk (roehrmond)


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A. F. schrieb:
> Widerstände gibt es auch bei der Reibung der Lager bei meinem Motorrad
> und Spannungen sind in der Kette zu beobachten.
> Wer das nicht hat, sollte sich überlegen, ob ein Studium überhaupt das
> Richtige ist.

Genau. Nur Biker sollten studieren dürfen.

von Andi (chefdesigner)


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Steve van de Grens schrieb:
> . Nur Biker sollten studieren dürfen.

Es sollten diejenigen studieren, die überdurchnittlich gut und effektiv 
lernen können und nicht ein jeder. Meine Tochter hat so ein 
bachelor-Master-Ding durchgezogen und von allen Anfängern, ist rund ein 
Drittel rausgeflogen. Ein weiteres Drittel, also 50% der Absolventen ist 
so oberflächlich ausgestattet, dass sie zu nichts Gescheitem nicht zu 
gebrauchen sind.

So richtig tauglich ist nur das obere Drittel. Die müssen früher 
selektiert werden, z.B. durch ein ordentliches bayerisches Abitur, wie 
es das Anfang der 1990er noch gab und anhand dessen die Schüler 
feststellen konnten, ob sie zu einem Studium taugen.

Wer nicht einmal das heutige Ausverkaufsabi hinbekommt, sollte sich 
direkt anders orientieren.

von Monk (roehrmond)


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A. F. schrieb:
> Es sollten diejenigen studieren, die überdurchnittlich
> gut und effektiv lernen können und nicht ein jeder.

Sehe ich auch so.

Leider gibt es andererseits viele Leute, denen alles unter Abitur zu 
wenig ist. Die tun so, als ob Leute ohne Abitur zu dumm zum Kacken 
seien.

Ich wurde so erzogen: Du musst aufs Gymnasium gehen. Du musst Abitur 
machen. Du musst Studieren. Sonst wirst du ein assozialer Penner.

Was für ein Bullshit!

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