Forum: Offtopic DDR_UNITEST1 reinigen


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von Al. K. (alterknacker)


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Hallo,
hier ein Messgerät aus der DDR, glaube ende 60 Anfang 70er Jahre.

Wie reinigt man am Besten so ein Instrument, Sammler sagen am besten gar 
nicht.
Der Sammler entscheidet ob gereinigt wird und auch wie gereinigt wird.
Beim reinigen kann sehr viel falsch gemacht werden.

MfG
alterknacker

Beitrag #7635885 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Frank D. (Firma: Spezialeinheit) (feuerstein7)


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Ich benutze immer noch sehr oft die alten POLYTEST Messgeräte, 
haupsächlich weil die scön schnell anzeigen. Der Zeiger ist nicht 
gedämpft und wieselflink.
Da hatte ich mal zwei Stück gereinigt und tatsächlich dadurch versaut. 
Das Sichtfenster ist bei diesen aus Plastik und hat sich dabei 
aufgeladen, der Zeiger klebt förmlich am Fenster, wenn ich mit der Hand 
drüberwische schlägt er auch aus. Dieser Effekt hält nach der Reinigung 
schon weit länger als ein Jahrzehnt an.

Das Unitest hat aber eine Glasscheibe, da dürfte das nicht passieren.

von Andreas M. (andreas_m62)


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Ich benutze zum Reinigen feuchte Reinigungstücher aus dem Discounter.
Das sind die Packungen mit ca. 80-100 Stück drin.
Die sind leicht entfettend.

von Hans H. (loetkolben)


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Ich würde es so wie es ist anbieten.
Der Käufer weiß am besten was zu tun ist und wenn es schiefgeht ist es 
sein Problem.
Reinigungsversuche schaden da nur.

von Lu (oszi45)


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Feuchtes Tuch sollte reichen für Staub. Bei Chemie weiß man nie, ob 
hinterher die Beschriftung noch da ist und das Sichtfenster noch klar 
bleibt.

von Klar P. (Firma: Reinigungsmittel) (klar_putz)


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Schau mal wie der beiden Drehknöpfe insbesonders auf seinen Achsen 
befestigt ist, möglicherweise Madenschraube zum klemmen auf der Achse 
und löse diese.

Dann kann man IMHO das schwarze Blech mittels der vier Eckschrauben 
lösen.

Jetzt kann Kann man die gelösten Teile (Blech mit auflackierten (?) 
Messbereichsbezeichnung und Drehknöpfe in der Spüle mit warmen wasser 
reinigen. Aufpassen, das nichts abblättern.

Denn Rest vorsichtig mit weichen Tuch reinigen, manchen sollen zur 
reinigung feiner Kanten Streichhölzer (das Ende ohne die Zündpampe) 
benutzt haben, anderen genügt ein Wattestäbchen.

Und nach jedem Zerlegungsschritt Fotos machen, nicht das man noch den 
Drehknopf auf em falschen Messbereich zeigend montiert.

von Thomas U. (charley10)


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Bildschirmreiniger Spray?

von Al. K. (alterknacker)


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Hans H. schrieb:
> Ich würde es so wie es ist anbieten.
> Der Käufer weiß am besten was zu tun ist und wenn es schiefgeht ist es
> sein Problem.
> Reinigungsversuche schaden da nur.

Das ist auch meine Erfahrung.

Danke aber für die Vorschläge.

MfG
alterknacker

von Harald W. (wilhelms)


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Al. K. schrieb:

> Wie reinigt man am Besten so ein Instrument,

Ich würds masl mit einem feuchten Lappen versuchen.
So hats mir mal meine Mutter als Kind beigebracht.
Kommt jetzt als nächstes die Frage:
Wie binde ich meine Schuhe zu?

von Maik .. (basteling)


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Auch wenn es dem TO wohl eher darum ging, dass er es nicht reinigen 
will..

Mein persönlicher Tipp für verschlonzten Kunststoff nach der leichten 
Feuchtreinigung sind die abrasiven weißen Reinungschaufstoffschwämme.
(Dreckradierer / Wunderschwa..)

Damit bekommt man selbst andersfarbigen Kunstoffabrieb wie beim in die 
Gitterbox geworfen hellgrauen PC Frontkunstoff mit darin einmassiertem 
schwarzen Gummifuss-Striemen... und Aluprofile mit angeschrammten 
Kunstoff- oder Farbariebsschrammen sauber.

Kann natürlich Scheuerstellen bzw. glanzänderungen verursachen, ist aber 
in der Handhabung einfacher als Scheuerpulver und man kann ja vorsichtig 
sein.

Extrabonbon für AK: Ich habe da meine ganzen RFT Messgerätefronten mit 
der grauen Lackierung und dem Siebdruck drauf wieder wie neu geputzt.

von Wilhelm S. (wilhelmdk4tj)


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Frank D. schrieb:
> Da hatte ich mal zwei Stück gereinigt und tatsächlich dadurch versaut.
> Das Sichtfenster ist bei diesen aus Plastik und hat sich dabei
> aufgeladen, der Zeiger klebt förmlich am Fenster, wenn ich mit der Hand
> drüberwische schlägt er auch aus. Dieser Effekt hält nach der Reinigung
> schon weit länger als ein Jahrzehnt an.

Dazu habe ich vor vviieelleenn Jahrenden mal den Tip gelesen, die 
Frontscheibe mit einem Tropfen Spülmittel (pur) abzureiben. Woher dieser 
Tip stammt, weiss ich nicht mehr; probiert habe ich ihn selbst auch noch 
nicht mangels Gelegenheit.
Obs hilft? Tut nicht weh, kostet nichts und wird wohl kaum einen Schaden 
anrichten.

73
Wilhelm

von Al. K. (alterknacker)


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Wilhelm S. schrieb:
> Obs hilft? Tut nicht weh, kostet nichts und wird wohl kaum einen Schaden
> anrichten.
vor ca 60 Jahren einen Putzversuch und das Glas wurde eingedrückt
und hat den Zeiger verbogen.
Man sieht nicht wie fest das Glas noch ist, und denkt auch beim ersten 
mal nicht daran.
Deswegen gebe ich 99% ungeputzt ab,aber hier gibt es eben auch
Putzwütige welche so was sofort verändern möchten.
;-)))

MfG
alterknacker

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Als erstes testet man an der weißen Fläche des Messgerätes, ob sich der 
Schmutz lösen läßt. Zum Beispiel mit einen kleinen Stück nassen 
Stofflappen mit Spülmittel, den man auflegt zuerst ohne und dann mit 
Einwirkzeit.

von Klar P. (Firma: Reinigungsmittel) (klar_putz)


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Dieter D. schrieb:
> Als erstes testet man an der weißen Fläche des Messgerätes, ob sich der
> Schmutz lösen läßt. Zum Beispiel mit einen kleinen Stück nassen
> Stofflappen mit Spülmittel,

Als erstes liest man die Bedienungsanleitung !!!
Und dort steht Spiritus, nicht Wasser im Lappen.

Sicher gibt es gute Gründe für eine solche Wahl.
Es ist sicher falsch anzunehmen, der Grund wäre, das es in der DDR mehr 
Spiritus als Wasser gegeben hätte ;-)

PS: Anhang aus dem Download von 
https://www.opweb.de/deutsch/firma/VEB_Musikelektronik_Klingenthal/Unitest_1

: Bearbeitet durch User
von Harald K. (kirnbichler)


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Al. K. schrieb:
> vor ca 60 Jahren einen Putzversuch und das Glas wurde eingedrückt
> und hat den Zeiger verbogen.

Hmm.

Al. K. schrieb:
> Deswegen gebe ich 99% ungeputzt ab,aber hier gibt es eben auch
> Putzwütige welche so was sofort verändern möchten.

Dann ist Grobmotorik also das Patinaargument.

von Klar P. (Firma: Reinigungsmittel) (klar_putz)


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Harald K. schrieb:
> Al. K. schrieb:
>> vor ca 60 Jahren einen Putzversuch und das Glas wurde eingedrückt
>> und hat den Zeiger verbogen.
>
> Dann ist Grobmotorik also das Patinaargument.

Eher die alternde Befestigung des Glases, kommt bei Messgeräten höheren 
Alters öfters vor. Bei dem verwendeten Kleber/Kitt damals war es nicht 
ungewöhnlich, das die Befestigung/Dichtung ´(Basis Leinöl) über die 
Jahre austrocknetet und damit versprödete.

von Peter N. (alv)


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Al. K. schrieb:
> Wie reinigt man am Besten so ein Instrument,

Wir reinigen mit Schaum- oder Glasreiniger.

Frank D. schrieb:
> Da hatte ich mal zwei Stück gereinigt und tatsächlich dadurch versaut.
> Das Sichtfenster ist bei diesen aus Plastik und hat sich dabei
> aufgeladen, der Zeiger klebt förmlich am Fenster,

Der Schaumreiniger enthält antistatische Mittel (damit habe ich mir mal 
einen Plotter mit elektrostatischer Papierhalterung versaut).

Es gibt aber auch Reiniger mit noch stärkerem antistatischen Effekt.

von Klar P. (Firma: Reinigungsmittel) (klar_putz)


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>> Da hatte ich mal zwei Stück gereinigt und tatsächlich dadurch versaut.
>> Das Sichtfenster ist bei diesen aus Plastik und hat sich dabei
>> aufgeladen, der Zeiger klebt förmlich am Fenster,
>
> Der Schaumreiniger enthält antistatische Mittel (damit habe ich mir mal
> einen Plotter mit elektrostatischer Papierhalterung versaut).

Interessante Nebendiskussion. Also das sich ein (Kunststoff)-Fenster 
statisch durch Reiben aufladen lässt ist ja bekannt,  das aber:

> Dieser Effekt hält nach der Reinigung schon weit länger als ein Jahrzehnt an.

Klingt nun doch nach sehr ungünstigen Umgebungsbedingungen (trockene 
Luft, nicht vorhandene Erdung) oder Gerätedefekt.
Aus dem Umgang mit ESD-gefährdeten Bauteilen sind doch Maßnahmen zur 
Ableitung der statischen Ladungen bekannt?! Also beispielsweise den 
Heizkörper berühren. Genauso könnte man das Messgerät schnell entladen, 
falls das nicht ohnehin konstruktiv vorgesehen ist.

Zur Verhinderung der Aufladung wird gelegentlich auch zu 
Luftbefeuchtern, -ionisatoren geraten. Aber vielleicht ist es einfach 
das falsche Messgerät für die genannte Umgebung. Oder es ist halt 
"Kaputt".

: Bearbeitet durch User
von Manfred H. (manfredbochum)


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Bei meinem Multavi hauch ich einmal die Scheibe an. Dann geht der Zeiger 
auf Null und die Ladung ist weg.

von Thomas U. (charley10)


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Peter N. schrieb:
> Al. K. schrieb:
>> Wie reinigt man am Besten so ein Instrument,
>
> Wir reinigen mit Schaum- oder Glasreiniger.

Gute, praktikable Idee, die schon etwas älter ist aber von einigen hier 
offenbar seeehr kritisch gesehen wird:  ;-))

Beitrag "Re: DDR_UNITEST1 reinigen"

>
> Frank D. schrieb:
>> Da hatte ich mal zwei Stück gereinigt und tatsächlich dadurch versaut.
>> Das Sichtfenster ist bei diesen aus Plastik und hat sich dabei
>> aufgeladen, der Zeiger klebt förmlich am Fenster,
>
> Der Schaumreiniger enthält antistatische Mittel (damit habe ich mir mal
> einen Plotter mit elektrostatischer Papierhalterung versaut).
>
> Es gibt aber auch Reiniger mit noch stärkerem antistatischen Effekt.

: Bearbeitet durch User
von Korax K. (korax)


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Waschmittellauge (Spee) reinigt ohne Siebdruckbeschriftung abzulösen.

von Al. K. (alterknacker)


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Mal sehen welche Methode der neue Besitzer nutzt???
Beitrag "(v)Russische_Instrumenten-Box mit DDR instrument"
MfG
alterknacker

: Bearbeitet durch User
Beitrag #7643662 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Al. K. (alterknacker)


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Harald K. schrieb:
> Dann ist Grobmotorik also das Patinaargument.

Glaube eher nicht,als Schlagzeuger muss man schon Feinmotorik besitzen.
Natürlich bei dem Gitarren spielen auch.
;-))

MfG
alterknacker

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