Ausrichtung Solarmodule

OP #7637706
Lesenswert?

Es gab eine lebhafte Diskussion, ob die Module im Foto (Unten, Mitte) korrekt ausgerichtet sind. Die Module zeigen genau gegen Süden, obwohl sich die Sonne ein grosser Teil des Vormittags hinter dem Berg befindet. Die Uhrzeit im Diagramm mit den Sonnenauf- und Untergangszeiten sollte Lokalzeit sein. Was meint ihr?

Angehängte Dateien:
OP #7637750
Lesenswert?

Chris D. schrieb:

Zusätzlich müsste man wissen, für welchen weiteren Zweck die Module bestimmt sind.

Guter Punkt. Der Strom wird zur Beleuchtung von einem Tunnel benötigt. Das Licht im Tunnel wird durch betätigen eines Tasters von Hand für eine Feste Zeit eingeschaltet. Vermutlich laufen da im Winter weniger Leute durch als im Sommer.

Ich nehme an, sowohl Speicher als auch Panels sind grosszügig dimensioniert, im Winter geht die Sonne dort gar nie über den Horizont. Aber wir haben uns über die Ausrichtung gewundert.

#7637832
Lesenswert?

Ganz unabhängig von der Sonne gedacht: Wäre es möglich, dass es an dieser Stelle aufgrund eines lokalen oder überregionalen Windsystems eine stark bevorzugte Windrichtung gibt?

Der Tunnel muss ja auch im Winter beleuchtet werden können. Vielleicht war auch der Schneefall ein Grund. Wenn es an dieser Stelle bevorzugt Nordwind gibt, dann würde der Schnee bei Nordwind in einem sehr spitzen Winkel oder gar nicht auf die Panels fallen. Da könnte die grundsätzlich geringere Leistung im Austausch für weniger Schnee als das kleinere Übel empfunden worden sein.

#7637931
Lesenswert?

Res schrieb:

Was meint ihr?

Photovoltaik ist eine Kunst.

Es gibt unterschiedliche Ziele (maximale Erntemenge im Jahr, noch Strom im Winter) und unterschiedliche Standorte mit Schatten und bedecktem Himmel Oft lohnt eine Ausrichtung bei der die Module den grösstmöglichen unverschatteten Ausschnitt vom Himmel sehen, also senkrecht nach oben, da 50% der Tage sowieso bedeckter Himmel ist.

Wie mans macht, macht mans verkehrt.

OP #7637984
Lesenswert?

Thomas E. schrieb:

pvgis

Ah, das ist sehr nützlich. Das Höhenmodell ist aber vermutlich nicht sehr hoch aufgelöst. Mit einer Drehung von 40° gegen Westen sollte es tatsächlich in jeder Jahreszeit etwas mehr Output geben. Warum es im Winter aber trotzdem eine nennenswerte Stromproduktion geben soll ist mir schleierhaft, ich glaube nicht dass die indirekte Strahlung dafür ausreicht.

Die Werte im Anhang wäre der Ertrag für 1 kWp mit 0°=Südausrichtung und 40° gegen Westen verschoben.

Angehängte Dateien:
#7638231
Lesenswert?

Michael B. schrieb:

Photovoltaik ist eine Kunst.

Ne, eine Kunst (im Sinne von künstlerischer Freiheit) ist es nicht.

Es ist ein Optimierungsproblem. Kennt man den Bedarf und die lokalen,sowie technischen Gegebenheiten,wird sich ein Optimum berechnen lassen.

Allgemein: Es kann natürlich gegensätzliche Anforderungen geben, z.B. maximale Nutzung in den Übergangsmonaten und maximale Einspeisung im Sommer.

Moderator Persönliche Seite #7639311
Lesenswert?

Res schrieb:

Ich nehme an, sowohl Speicher als auch Panels sind grosszügig dimensioniert, im Winter geht die Sonne dort gar nie über den Horizont. Aber wir haben uns über die Ausrichtung gewundert.

Da Du sagst, dass die Sonne nicht über den Horizont kommt.

Könnte es sein, dass das Panel im Winter dann vom Schnee auf dieser Seite reflektiertes Licht auffangen soll?

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren