Hallo, bei uns hat eine Steckerleiste im Wohnzimmer neulich Sicherung und FI rausgehauen. Nachdem der Strom wieder an war, blinkte im Bad die Steuerung der elektrischen Handtuchheizung (WRT-500 von Arbonia, wohl ehemals Kermi) schnell und macht seitdem sonst nichts mehr. Eine Suche im Netz hat ergeben, dass andere wohl dasselbe Problem hatten. In einem Fall war nicht die Sicherung rausgesprungen, sondern in der ganzen Gemeinde gab es keinen Strom. Ich habe den Widerstand des Heizelements gemessen, der war um die 20 Ohm. Auf der Platine konnte ich oberflächlich nichts Auffälliges (aufgeblähte Kondensatoren o.ä.) sehen, siehe Fotos. Das eine Kabel habe ich zwischendurch abgemacht. Die Steuerung gibt es nicht mehr als Ersatzteil, ich müsste also Steuerung und Heizelement tauschen. Da wir die Heizung so gut wie nie benutzt haben, würde sich das kaum lohnen. Kann es sein, dass ein bloßer Stromausfall eine Schaltung beschädigt und in welche Richtung müsste man da denken? Könnte das im Mikrocontroller etwas durcheinander gebracht haben? Danke und viele Grüße
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Sieht nach Kondensatornetzteil aus. Prüfe den großen, blauen Kondensator.
Hi, wenn ich in meine Glaskugel schaue, wurde irgendwo der Nullleiter unterbrochen. Dann gehen alle möglichen Geräte gerne kaputt. (Nullpunktverschiebung) Vielleicht ist auch deshalb der FI geflogen. Grüße Daniel
H. H. schrieb: > Sieht nach Kondensatornetzteil aus. Prüfe den großen, blauen > Kondensator. Aber auch der liegende Elko daneben kann am Ende seiner Tage angekommen sein.
Horst M. schrieb: ... ... > Hallo, > > bei uns hat eine Steckerleiste im Wohnzimmer neulich Sicherung und FI > rausgehauen. Nachdem der Strom wieder an war, blinkte im Bad die > Steuerung der elektrischen Handtuchheizung (WRT-500 von Arbonia, wohl > ehemals Kermi) schnell und macht seitdem sonst nichts mehr. Eine Suche > im Netz hat ergeben, dass andere wohl dasselbe Problem hatten. In einem > Fall war nicht die Sicherung rausgesprungen, sondern in der ganzen > Gemeinde gab es keinen Strom. > > Ich habe den Widerstand des Heizelements gemessen, der war um die 20 > Ohm. Auf der Platine konnte ich oberflächlich nichts Auffälliges > (aufgeblähte Kondensatoren o.ä.) sehen, siehe Fotos. Das eine Kabel habe > ich zwischendurch abgemacht. Die Steuerung gibt es nicht mehr als > Ersatzteil, ich müsste also Steuerung und Heizelement tauschen. Da wir > die Heizung so gut wie nie benutzt haben, würde sich das kaum lohnen. > > Kann es sein, dass ein bloßer Stromausfall eine Schaltung beschädigt und > in welche Richtung müsste man da denken? Könnte das im Mikrocontroller > etwas durcheinander gebracht haben? > > Danke und viele Grüße Wohin gehört eigentlich das Ende des blauen Drahtes?
Der blaue Draht gehört in Klemme 6 und geht zum Heizelement. Schwarz/rot dürften zu einem Temperaturfühler im Heizelement gehören. Auf die weiße Steckerleiste wird das Bedienteil gesteckt.
..... und schau Dir den 3W Widerstand auch mit an. Hatte bei einem Bewegungsmelder nach Jahren das Problem, dass nichts mehr ging => Widerstand defekt :D Im Übrigen, bei der Spannungsversorgung handelt es sich um ein Kondensator Netzteil. Schau im Web und belese Dich darüber, was dafür an Ersatzteilen benutzt werden sollte. MAT
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Horst M. schrieb: > Kann es sein, dass ein bloßer Stromausfall eine Schaltung beschädigt Ja. Neue kaufen ? https://www.megabad.com/kermi-badheizkoerper-zubehoer-regeleinheit-wrx-a-1754543.htm Es muss auch nicht unbedingt diese teure sein, je nach Features (Zeitsteuerung, Temperatursteuerung, smarthome, WLAN) tut es auch eine bon anderen Herstellern, nur die Art des Sensors (Pt1000, 100kNTC, KTY) sollte dieselbe sein.
Michael B. schrieb: > https://www.megabad.com/kermi-badheizkoerper-zubehoer-regeleinheit-wrx-a-1754543.htm Fette Beute!
Danke! Ich habe die Spannung bislang noch nicht gemessen und bin nicht sicher, ob das Ding ohne aufgestecktes Bedienteil normal angeht, aber ich teste das mal aus. Ich hatte aufgrund des Blinkens vermutet, dass der Mikrokontroller zumindest dieses Signal erzeugen kann, dass also die Spannungsversorgung so ungefähr stimmen muss. Ihr tippt aber offensichtlich eher auf das Netzteil? Klar, neu kaufen geht immer, aber knapp 300 EUR wäre mir viel zu teuer für einen Heizkörper, den wir praktisch nie nutzen. Im anderen Bad haben wir denselben Heizkörper noch mal (die Steuerung hat den Stromausfall übrigens offenbar überstanden) und ich hätte lieber weiter zwei gleiche Steuerungen.
Horst M. schrieb: > Danke! Ich habe die Spannung bislang noch nicht gemessen und bin nicht > sicher, ob das Ding ohne aufgestecktes Bedienteil normal angeht, aber > ich teste das mal aus. Vorsicht! Das Kondensatornetzteil hat keine galvanische Trennung. Die ganze Steuerung kann also auf Netzpotential liegen. Also bitte entsprechend vorsichtig sein, oder das jemanden machen lassen der sich auskennt.
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Horst M. schrieb: > Ihr tippt aber offensichtlich eher auf das > Netzteil? Der Regler stammt aus 2010, das Netzteil hat ja recht gut gehalten. Mit Billigteilen hätte es schon nach der halben Zeit die Löffel gestreckt.
Udo S. schrieb: > Die ganze Steuerung kann also auf Netzpotential liegen. Die ganze Steuerung, inklusive Bedienteil (wenn aufgesteckt) und Thermofühler, wird auf Netzpotential liegen. LG, Sebastian
Horst M. schrieb: > Im anderen Bad haben wir denselben Heizkörper noch mal (die Steuerung > hat den Stromausfall übrigens offenbar überstanden) Dann hast du doch ein Vergleichsmuster und kannst die Bauteile im Bereich des Netzteils durchmessen/vergleichen. Ebenso die Versorgungsspannung des Controllers. Natürlich mit der gebotenen Vorsicht!
H. H. schrieb: > Mit Billigteilen hätte es schon nach der halben Zeit die Löffel > gestreckt. Das ist nicht garantiert 😁
Sebastian W. schrieb: > Udo S. schrieb: >> Die ganze Steuerung kann also auf Netzpotential liegen. > > Die ganze Steuerung, inklusive Bedienteil (wenn aufgesteckt) und > Thermofühler, wird auf Netzpotential liegen. Sowas kommt davon, wenn man zuviele moderne Bedienungsanleitungen liest. "Wenn Sie Ihr Kind auf den ICE-Gleisen spielen lassen, kann eine Gefährdung eintreten." Nein, die Gefahr tritt garantiert ein, lediglich ob sich ein Schaden manifestiert ist nicht determiniert. Genauso wie Rauchen beim Tanken hinterher nicht ungefährlich war bloß weil nichts passiert ist. Es gab mal einen Telekom-Router, der ging nach Stromausfall kaputt und konnte durch einen Föhn wieder reaktiviert werden. Ursache war der Startelko am Schaltnetzteil, der austrockete, aber im Dauerbetrieb nicht benötigt wurde. Durch den Stromausfall wurde er kalt und verlor noch mehr Kapazität. das Anföhnen zum Starten bekam er wieder etwas mehr Kapazität. Was mich ja heutztage ärgert: Es gibt bei vielen Geräten viele Leute, die Probleme damit haben, aber es gibt nie eine Lösung. Wenn das Ding blinkt, muß der Hersteller den Käufern erklären, warum es blinkt und was man dagegen tun kann.
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Ich habe vor kurzem die Regelung KERMI WRT 800 repariert, die das gleiche Fehlerbild gezeigt hat, wie es auch ursprünglich im ersten Beitrag genannt wurde. Die Schadensursache ist offenbar gleich/ähnlich wie in anderen Beiträgen. Ursache: Spannungsüberhöhung nach Ausfall und Wiederkehr der Netzspannung. Dieses führte zum Defekt des "eingangsseitigen" EPCOS/TDK-MKP-Kondensators durch eine zu große Spannung. Der Zustand des Kondensators konnte nach Ausbau der Platine mit einem C-Messgerät -im noch eingelöteten Zustand- festgestellt werden. Reparatur: Vor Beschaffung eines neuen Original-Kondensators (bei mir: EPCOS/TDK B32922, MKP, X2, 0,68µF, 305 VAC) habe ich zunächst mit einem ähnlichen Kondensator den Bauelemente-Ausfall verifiziert. Eine auf der Unterseite der Platine an den Kondensator angeschlossene SMD-Diode sah "sehr komisch" aus. Mein Multimeter zeigte (ebenfalls im noch eingebauten Zustand) noch Sperr- und Durchflussrichtung der Diode an. Da der Sperrspannungstest mit dem Multimeter aber nur mit wenigen Volt durchgeführt wird, habe ich diese Diode auch getauscht. Den Originalkondensator (und die SMD-Diode) habe ich bei Reichelt gekauft. Seit dem Austausch beider Bauelemente funktioniert die Regelung wieder tadellos. Die Wiederholung der Fehlerursache (Netzausfall/zu hohe wiederkehrende Spannung) ist prinzipiell immer wieder möglich... Abhilfe könnte eine VCR-Beschaltung bringen. Ich habe darauf verzichtet, weil in der Hauseinspeisung inzwischen aus anderen Gründen eine leistungsstarke dreiphasige Überspannungsbegrenzung eingebaut wurde.
Reinhard schrieb: > Der Zustand des Kondensators konnte nach Ausbau der Platine mit > einem C-Messgerät -im noch eingelöteten Zustand- festgestellt werden. Was soll das für eine C-Messgerät sein, dass im eingebauten Zustand zuverlässig Kapazität und ESR eines Kondensator ermittelt?
Daniel F. schrieb: > Hi, > > wenn ich in meine Glaskugel schaue, wurde irgendwo der Nullleiter > unterbrochen. Dann gehen alle möglichen Geräte gerne kaputt. > (Nullpunktverschiebung) > Vielleicht ist auch deshalb der FI geflogen. > > Grüße > Daniel Erklär mal bitte wie der Fehlerstrom nur durch unterbrochenen N zustande kommen soll. Ja es gibt eventl. eine Überspannung, aber keinen Fehlerstrom.
Rainer W. schrieb: > Was soll das für eine C-Messgerät sein, dass im eingebauten Zustand > zuverlässig Kapazität und ESR eines Kondensator ermittelt? Möchte trotz der provokanten Frage hier Antworten. Der hier betroffene Folienkondensator liegt in Reihenschaltung zum Netzanschluss, daher gibt es im Normalfall gar keine Parallelen Bauelemente in der Schaltung, die man mitmessen könnte. Ich messe diese im Kondensatornetzteil immer im eingebauten Zustand. Zum ESR gilt das gleiche, ist jedoch irrelevant, da dieser sich bei den Folienkondensatoren nicht unabhängig von der Kapazität verschlechtern kann. Ja, es gibt Situationen in denen man einen Kondensator nicht im Eingebauten zustand messen kann, das sollte man Anfängern mitteilen. Ich kenne aber meine Multimeter gut genug, dass ich weis, welche davon mit ganz geringer Messspannung arbeiten und dadurch auch Netzteilelkos ganz gut in der Schaltung messen können. Auslöten ist nicht immer so einfach, z.b. bei mehrlagigen Dickkupfer-Leiterplatten in Wechselrichtern.
Die Antwort von Flip B. (frickelfreak) erklärt die Zusammenhänge im konkreten Fall der Schaltung. Besser hätte meine Antwort auch nicht sein können; danke! Im ausgebauten Zustand hatte der Kondensator noch eine Kapazität von ca. 48 nF, d.h. deutlich weniger als 1/10 des Sollwertes. Einen ähnlichen Wert hatte ich auch im eingelöteten Zustand gemessen. Im übrigen ist es bei weitem nicht der erste Fall, bei dem ich defekte Kondensatoren bereits durch Messungen im eingelöteten Zustand identifizieren konnte, z.B. Quarz-Uhr (hochwertiges Markenprodukt: 1 Elko) und Elkos im Netzteil eines NoName-LED-Fernsehers. Bei solchen Messungen kommt es ja auch meist darauf an, ein "Gut-Schlecht-Entscheidung" zu treffen und nicht das letzte Prozent an Genauigkeit zu finden.... Viele Grüße, gutes Gelingen und -da es schon spät ist- gute Nacht an alle, die sich bemühen, was zu reparieren :-)
Falls die Reparatur nicht klappt, für 15€ gibt es Steckdosenthermostate. https://www.ebay.de/itm/316636517520
Hardy F. schrieb: > Daniel F. schrieb: >> Hi, >> >> wenn ich in meine Glaskugel schaue, wurde irgendwo der Nullleiter >> unterbrochen. Dann gehen alle möglichen Geräte gerne kaputt. >> (Nullpunktverschiebung) >> Vielleicht ist auch deshalb der FI geflogen. >> >> Grüße >> Daniel > > Erklär mal bitte wie der Fehlerstrom nur durch unterbrochenen N zustande > kommen soll. Ja es gibt eventl. eine Überspannung, aber keinen > Fehlerstrom. Das war ja einfach ein Schuss ins Blaue. Wenn es eine Überspannung gibt und Geräte kaputt gehen, kann auch ein Kondensator nach PE plötzlich mehr Strom leiten als vorher. Wir hatten schon einen Kopierer mit einem defektem Kondensator. Wenn er günstig eingesteckt (nicht an Phase) wurde, gab es keine Probleme wurde er ungünstig eingesteckt (an Phase) und hatte der Kopierer etwas zu tun, flog der FI. Die Ableitströme der Geräte zu Hause überprüft man ja eher selten oder nie. Grüße Daniel
Meine Anmerkung bezieht sich auf den Vorschlag von Wolf17, einen preisgünstigen Steckdosenthermostaten zu verwenden. Leider ist das für die ursprünglich genannte Verwendung, d.h. als Temperaturregler für eine elektrische Handtuch-ZUSATZ-Heizung nicht möglich, da sich der elektrische Heizstab im Wasserkreislauf der Heizungsanlage befindet. Damit ist -neben der Raumtemperatur- eine zusätzliche Temperaturüberwachung der Heizstab- bzw. Wassertemperatur erforderlich. Die Abschalttemperatur für die elektrische Zusatzheizung beträgt bei den Reglern der KEMIMI-Reihe WRT (500, 800, 1100) ca. 80°C (eigene Verifizierung nur bei WRT 800). Die Anwendung ist damit vergleichbar zur elektrischen Fußboden-Zusatz-Heizung, die auch 2 Temperaturfühler haben.
@Reinhard: Klasse, vielen Dank, dass Du Deine Reparatur hier geteilt hast! Ich habe es bei mir bislang noch nicht versucht bzw. keine Zeit dafür gehabt. Aber mit Deinen Tips ist das eine ganz andere Sache!
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