Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Spannungsregler LD1117V33 funktioniert nicht


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von Charly (charly0)


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Hallo zusammen.

Für ein zukünftiges Projekt habe ich mir ein paar Spannungsregler des 
Typs LD1117V33 besorgt.
Ich versuche schon seit ein paar Tagen, sie zum Laufen zu bekommen.
Leider zieht der Regler immer (teilweise deutlich) über 0,5A und wird 
nach ein paar Sekunden extrem heiß. Leerlauf!

Im Anhang habe ich meinen Schaltplan und ein paar Bilder zum 
Versuchsaufbau hochgeladen. (Obere vertikale Steckbrettleiste = 
Eingangsspannung von Stromquelle , untere vertikale Steckbrettleiste = 
3,3V Ausgangsspannung)
Es ist alles mit dem Multimeter durchgemessen --> keine Kurzschlüsse

Die Ausgangsspannung auf der 3,3V Leiste lag immer um die 0,1 bis 0,5V.

Die Eingangsspannungen habe ich zwischen 5 und 9V variieren lassen, 
teils von einem Netzteil, aus Akkus oder Batterien. Immer dasselbe 
Ergebnis. Je höher die Eingangsspannung, desto höher die 
Wärmeentwicklung und der Stromfluss (bei 8V 1,3A).

Die Kondensatoren habe ich nun auf folgenden Werten:
C1 = 10uF Keramikkondensator
C2 = 10uF Keramikkondensator
C3 = 100uF Elko
C4 = 47uF Elko

Es war meistens kein Verbraucher an die 3,3V Leiste angeschlossen. Nur 
ab und zu ein 470 Ohm Widerstand, was aber keine Veränderung irgendeines 
Wertes brachte.

Den Spannungsregler habe ich auch schon ein paar mal ausgetauscht.

Im Forum habe ich einige andere Beiträge über nicht funktionierende 
LD1117 gefunden, jedoch waren die von mir Gelesenen nicht auf meine 
Situation übertragbar.

Ich bin mit meinem Latein am Ende und hoffe, dass ihr noch Ideen habt.
Deshalb habe ich mich heute hier im Forum angemeldet und hoffe, dass ich 
meine Frage in der richtigen Kategorie gestellt habe.

Viele Grüße
Charly

: Bearbeitet durch User
von Peter S. (hw-coach) Flattr this


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Hi, beim Blick ins Datenblatt findet man einen geforderten mindest Strom 
vom 2mA bis 5mA.
Versuche es mal mit Belastung am Ausgang R=680Ohm.

von H. H. (Gast)


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Charly schrieb:
> Für ein zukünftiges Projekt habe ich mir ein paar Spannungsregler des
> Typs LD1117V33 besorgt.

Wo hast du die gekauft? Bei ST sähe das Marking anders aus.

von Charly (charly0)


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Wenn bei 3,3V min. 2mA fließen müssten, müsste ich einen 1650 Ohm 
Widerstand benutzen.
Habe es gerade mit einem 1kOhm Widerstand bei 5V Eingangsspannung 
ausprobiert.
Selbes Ergebnis:
Regler nach ein paar Sekunden extrem heiß
Stromfluss 0.5A
Spannung am Widerstand 0,7V

An dem Mindeststrom liegt es wohl nicht...

von Thomas (kosmos)


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Pinbelegung muß nicht bei jedem Hersteller gleich sein also ins 
entsprechende Datenblatt reinschauen.

von Charly (charly0)


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H. H. schrieb:
> Wo hast du die gekauft?

https://www.ebay.de/itm/404737594239
Das sollte doch wohl keinen großen Unterschied machen, bei so einem 
Bauteil.
Oder?
Welcher Handel ist ST?

: Bearbeitet durch User
von H. H. (Gast)


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Charly schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Wo hast du die gekauft?
>
> https://www.ebay.de/itm/404737594239
> Das sollte doch wohl keinen großen Unterschied machen, bei so einem
> Bauteil.
> Oder?

Oder!

Man hat dir Fälschungen angedreht.



> Welcher Handel ist ST?

Das ist der Hersteller, in deinem Fall der vermeintliche.

von Andreas M. (amesser)


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Ich glaube Dir nicht das der Kerko 10uF hat. Entweder das ist kein Kerko 
oder... Im Datenblatt steht nix von Kerkos, also mach die weg. Die haben 
einen niedrigen ESR, das mögen Linearregler am Ausgang gar nicht. Wenn 
man Kerkos an einem LDO verwenden darf, dann steht das explizit im 
Datenblatt.

von H. H. (Gast)


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Andreas M. schrieb:
> Kerkos an einem LDO

LD1117 ist kein richtiger LDO.

Aber er hat ja eh was ganz anderes.

von Andreas M. (amesser)


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Und warum kaufst Du die bei irgend einem dubiosen Händler auf EBay Wenn 
sogar Reichelt die für weniger hat?

von Jens G. (jensig)


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Andreas M. schrieb:
> Und warum kaufst Du die bei irgend einem dubiosen Händler auf EBay
> Wenn
> sogar Reichelt die für weniger hat?

Naja, der Ebay-Preis ist ja für 10 Stück - also doch leicht billiger, 
wenn auch nicht preiswerter, wie wir gesehen haben ...

: Bearbeitet durch User
von Charly (charly0)


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Thomas schrieb:
> Pinbelegung muß nicht bei jedem Hersteller gleich sein also ins
> entsprechende Datenblatt reinschauen.

Mhh.
Habe gerade den Verkäufer angeschrieben, ob er mir das Datenblatt 
schicken kann. Habe bis jetzt immer das von Reichelt genommen.
Bei den anderen, die ich im Internet gefunden habe, war die Pinbelegung 
gleich...

H. H. schrieb:
> Man hat dir Fälschungen angedreht.

Das wäre schade für meine verlorene Zeit und schade für den Verkäufer, 
weil er mir den Rückversand zahlen muss, falls er sie überhaupt 
zurückgeschickt haben möchte.

Andreas M. schrieb:
> Im Datenblatt steht nix von Kerkos, also mach die weg

Ich habe es auch schon nur mit den beiden Elkos ausprobiert, jetzt auch 
mit 1kOhm Widerstand.
Kein Unterschied :(

Andreas M. schrieb:
> Und warum kaufst Du die bei irgend einem dubiosen Händler auf EBay Wenn
> sogar Reichelt die für weniger hat?

Weil Reichelt leider sehr hohe Versandkosten berechnet und ich nicht 2 
Jahre warten möchte, bis ich genug Bauteile zusammenhabe, damit sich das 
lohnt.

Wenn man den Grund des falschen Bauteils ausschließen würde.
Gibt es an meiner Schaltung sonst keine Fehler, an welchen es liegen 
könnte?

von H. H. (Gast)


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Charly schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Man hat dir Fälschungen angedreht.
>
> Das wäre schade für meine verlorene Zeit und schade für den Verkäufer,
> weil er mir den Rückversand zahlen muss, falls er sie überhaupt
> zurückgeschickt haben möchte.

Auf gehts, das sind 100%ige Fälschungen. Der Fälscher hat beim Marking 
ein paar ganz dumme Fehler gemacht. Und wenn du genauer hinsiehst, dann 
wirst du Schleifspuren finden, und im Eintrittsbereich der Pins einen 
Lackübergang. Auf deinem Foto scheint man sogar die Schweißübergänge für 
die neuen Pins erkennen zu können.

Lass es dir eine Lehre sein.

von Charly (charly0)


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Nun gut.
Dann schicke ich die mal zurück.

Ist komischerweise das erste Mal und ich habe schon so einigen 
Billigschrott aus China bestellt.

Bevor ich mir diese jetzt blind bei einem anderen Hersteller nochmal 
bestelle, frage ich lieber hier, ob es für meinen Zweck vielleicht auch 
passendere Wandler gibt:

Ich benötige für das NRF24L01+ Funkmodul einen Regler, welcher mir eine 
Spannung von bis zu 13V auf die 3,3V vom Funkmodul herunterskaliert.
Er sollte in einem auf einer Lochrasterplatine gut zu verlötenden 
Gehäuse stecken.
Sonderlich effizient müsste er nicht sein, aber unter 5mA Leerlaufstrom 
sollten schon drin sein.

Gerne mit Link zu einem seriösen Verkäufer, der nicht nochmal den 
Produktpreis als Versand aufschlägt.

Vielen Dank für euere bisherigen Antworten!

von Monk (roehrmond)


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Charly schrieb:
> Dann schicke ich die mal zurück.

Nach China? Viel Spaß mit den Versandkosten.

von Rolf (rolf22)


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>> Wo hast du die gekauft?

> https://www.ebay.de/itm/404737594239
> Das sollte doch wohl keinen großen Unterschied machen, bei so einem
> Bauteil.

99,6 % positive Bewertungen von 3000. Bruhaha.

: Bearbeitet durch User
von Rainer W. (rawi)


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Charly schrieb:
> Sonderlich effizient müsste er nicht sein, aber unter 5mA Leerlaufstrom
> sollten schon drin sein.

Die Ineffizienz von Linearreglern kommt daher, dass z.B. bei 3.3V 
Ausgangspannung und 13V Eingangsspannng rund 300% der Ausgangsleistung 
im Regler in Wärme umgesetzt werden.

von Charly (charly0)


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Rainer W. schrieb:
> Charly schrieb:
>> Sonderlich effizient müsste er nicht sein, aber unter 5mA Leerlaufstrom
>> sollten schon drin sein.
>
> Die Ineffizienz von Linearreglern kommt daher, dass z.B. bei 3.3V
> Ausgangspannung und 13V Eingangsspannng rund 300% der Ausgangsleistung
> im Regler in Wärme umgesetzt werden.

Das ist mir klar, ich meine auch die Ineffizienz im Leerlauf ;)

von Norbert (der_norbert)


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Rainer W. schrieb:
> Die Ineffizienz von Linearreglern kommt daher, dass z.B. bei 3.3V
> Ausgangspannung und 13V Eingangsspannng

Was insbesondere bei den im Eingangsposting gar nicht mal so gut 
versteckten Andeutungen gleich im ersten Schaltbild (Vin: 5…9V) wichtig 
zu erwähnen ist.

PS. Bei 36V Eingangsspannung wird's noch viel schlimmer.

von Mikey M. (mikey_m)


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Schau mal bei Kessler Electronic https://www.kessler-electronic.de/
Seriöser Händler und halbwegs humane Versandkosten.

von Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)


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was passiert denn, wenn du
a) mal einen der anderen 9 Regler verwendest?
b) die gesamte äußere Beschaltung weg läßt, und nur Gnd und +IN 
anschießt?

Spannung IN und OUT kannst du ja trotzdem messen

: Bearbeitet durch User
von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Charly schrieb:
> Leider zieht der Regler immer (teilweise deutlich) über 0,5A und wird
> nach ein paar Sekunden extrem heiß. Leerlauf!

Wir haben aber nicht etwa einen Latchup vorliegen, oder?


mfg

von Philipp K. (philipp_k59)


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Am Eingang einen 100nf Tantal sollte eigentlich ausreichen. Das ist zur 
glättung.

Ich benutze nur den lf33.. das ist nen vernünftiger ldo.

von H. H. (Gast)


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Alles unnötig, es sind einfach Fälschungen.

von Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)


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Philipp K. schrieb:
> einen 100nf Tantal

Bäh, Tantal sollte nur noch in Ausnahmefällen genutzt werden.

https://www.aktiv-gegen-kinderarbeit.de/produkt/coltan/

Beitrag #7638877 wurde vom Autor gelöscht.
von Thomas (kosmos)


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ich habe heute einen billigen 78l05 mit 20mA belastet und die Spannung 
mal bis auf 50V hochgedreht und er lebt noch. Klar ist das nicht der 
Einsatzzweck in mit 50V zu betreiben, aber da die meisten Datenblätter 
zw. 20-40V Vin ausweisen, wollte ich mal sehen was man mir hier 
angedreht hat. Aber hier scheint der Fake besser zu sein als erhofft.

Probier das mit der anderen Pinbelegung aus, wenn er nicht eh schon 
hinüber ist.

Hast du ein Netzteil bei dem du eine Strombegrenzung von z.B. 10mA 
einstellen kannst, dann raucht er dir nicht direkt ab wenn du das nur 
kurz ausprobierst.

Ich hatte das auch schon bei einem 7805 gehabt, müsste damals von 
Reichelt gewesen sein und da gabs keine Herstellerangabe.

von Charly (charly0)


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Wegstaben V. schrieb:
> was passiert denn, wenn du
> a) mal einen der anderen 9 Regler verwendest?
> b) die gesamte äußere Beschaltung weg läßt, und nur Gnd und +IN
> anschießt?
>
> Spannung IN und OUT kannst du ja trotzdem messen

Das hatte ich ganz zu Beginn auch schon probiert.
Es gibt dann einen ordentlichen Stromfluss von Vin zu GND.
Und wie ich ganz oben schrieb, habe ich auch die anderen Regler 
probiert.

: Bearbeitet durch User
von Peter D. (peda)


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von H. H. (Gast)


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Peter D. schrieb:
> Vielleicht hat der Regler GND in der Mitte, wie z.B. der LF33:

Oder es ist gar kein Regler. Es wird ja so einiges in TO-220 verpackt.

von Εrnst B. (ernst)


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H. H. schrieb:
> Oder es ist gar kein Regler. Es wird ja so einiges in TO-220 verpackt.

Transistor-Tester anklemmen, dann weiß man schonmal ob der einen Bipolar 
oder FET etc erkennt...

von Charly (charly0)


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Das mit den Anschlüssen kann ich leider erst morgen Abend ausprobieren.
Halte euch aber auf jeden Fall auch dem Laufenden.

H. H. schrieb:
> Peter D. schrieb:
>> Vielleicht hat der Regler GND in der Mitte, wie z.B. der LF33:
>
> Oder es ist gar kein Regler. Es wird ja so einiges in TO-220 verpackt.
Ich kann morgen auch noch ein paar gute Makroaufnahmen vom Gehäuse 
machen. Vielleicht erkennen eure Expertenaugen ja noch ein paar Hinweise 
;-)

Reklamiert ist der Artikel auf jeden Fall schon.
Vielleicht kommt ja noch was vom Verkäufer.

Einen Schönen Abend noch
Charly

: Bearbeitet durch User
von H. H. (Gast)


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Charly schrieb:
> Ich kann morgen auch noch ein paar gute Makroaufnahmen vom Gehäuse
> machen. Vielleicht erkennen eure Expertenaugen ja noch ein paar Hinweise

Die sind ja schon so bestens zu erkennen. Am lustigsten ist, dass die 
Dinger auf einer drei Jahre zuvor abgebauten Produktionsstraße gefertigt 
sein sollen.

von Manfred P. (pruckelfred)


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H. H. schrieb:
> LD1117 ist kein richtiger LDO.

ST ist da anderer Meinung. Er ist halt nicht so ganz neu, aber hat 
zumindest weniger Drop als LM78xx oder LM317.

Steve van de Grens schrieb:
>> Dann schicke ich die mal zurück.
> Nach China? Viel Spaß mit den Versandkosten.

Lesen bevor schreiben:

Charly schrieb:
> Das wäre schade für meine verlorene Zeit
> und schade für den Verkäufer,
> weil er mir den Rückversand zahlen muss ,
> falls er sie überhaupt zurückgeschickt haben möchte.

H. H. schrieb:
> Oder es ist gar kein Regler. Es wird ja so einiges in TO-220 verpackt.

Aber immerhin hat der Betrüger die Ecken abgeschnitten, wie es für ST 
typisch ist.

Charly schrieb:
> Ich benötige für das NRF24L01+ Funkmodul einen Regler, welcher mir eine
> Spannung von bis zu 13V auf die 3,3V vom Funkmodul herunterskaliert.

Wenn Deine 'bis zu 13V' nicht unter 7 Volt fallen, darf es auch ein 
LM317 mit zwei Widerständen sein, den sollte man doch in der Schublade 
haben.

Charly schrieb:
> Das mit den Anschlüssen kann ich leider erst morgen Abend ausprobieren.

Ignoriere diesen Schwachsinn. Ein LD1117 / LM1117 hat eine definierte 
Anschlußbelegung, unabhängig vom tatsächlichen Hersteller.

von (prx) A. K. (prx)


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Manfred P. schrieb:
> Ignoriere diesen Schwachsinn. Ein LD1117 / LM1117 hat eine definierte
> Anschlußbelegung, unabhängig vom tatsächlichen Hersteller.

Apropos: Beim TS1117 sollte man sich nicht vom Namen täuschen lassen. 
Die Belegung ist zwar gleich, aber mit Limits wie 7V(operate) und 
12V(absmax) am Eingang ist er dennoch für eine Überraschung gut.

: Bearbeitet durch User
von Manfred P. (pruckelfred)


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(prx) A. K. schrieb:
> Apropos: Beim TS1117 sollte man sich nicht vom Namen täuschen lassen.
> Die Belegung ist zwar gleich, aber mit Limits wie 7V(operate) und
> 12V(absmax) am Eingang ist er dennoch für eine Überraschung gut.

Die diversen [irgendwas]1117 auf Arduino oder ESP sind immer eine 
Wundertüte. Auf den SOT-Gehäusen steht 1117 drauf, der Hersteller ist 
fast nie erkennbar. Da gibt es Unterschiede der zulässigen 
Eingangsspannung.

Wirklich ausreizen will man die Spannung aber sowieso nicht, die kleinen 
gehen eher thermisch in den Tod als an zuviel Spannung.

Dieser Thread dreht sich um LD1117, LD gibt es ausschließlich von STM.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Charly schrieb:
> Er sollte in einem auf einer Lochrasterplatine gut zu verlötenden
> Gehäuse stecken.

Ich benutze fast nur noch Schaltregler:
https://www.amazon.de/Converter-LAOMAO-Einstellbar-Spannungwandler-Netzteil-gr%C3%BCn/dp/B0B932CTQJ/
Bei den Preisen bau ich da selber nix mehr. Die Pinbelegung ist die von 
78XX plus einen Freigabepin.

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Charly schrieb:
> Reklamiert ist der Artikel auf jeden Fall schon.

Bisher kannte ich imer nur die Vorgabe, auf Halbleiter gebe es keinen 
Ersatz.

mfg

von Frank O. (frank_o)


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Matthias S. schrieb:
> Ich benutze fast nur noch Schaltregler:
> 
https://www.amazon.de/Converter-LAOMAO-Einstellbar-Spannungwandler-Netzteil-gr%C3%BCn/dp/B0B932CTQJ/

Bist du mit diesen, mit der Qualität zufrieden?
Ich hatte jetzt ähnliche bestellt, die waren aber Mist. Sehr schlecht 
einstellbar (miserable Potis) und einer fing gleich an zu qualmen (wohl 
auch das Poti).

: Bearbeitet durch User
von Monk (roehrmond)


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Manfred P. schrieb:
> die kleinen gehen eher thermisch in den Tod als an zuviel Spannung.

Was ich erstaunlich finde, denn einen integrierten thermischen Schutz 
halte ich schon lange für selbstverständlich. Ich bin wohl zu sehr 
verwöhnt.

von Monk (roehrmond)


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Matthias S. schrieb:
> Ich benutze fast nur noch Schaltregler:
> Bei den Preisen bau ich da selber nix mehr.

Bei den Preisen habe ich immer Angst vor dem Fall, dass sie die 
Eingangsspannung 1:1 durch reichen.

von Monk (roehrmond)


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Frank O. schrieb:
> Bist du mit diesen, mit der Qualität zufrieden?

Das Problem bei diesen China-Produkten ist, dass du da bei jeder 
Bestellung etwas anderes (ähnliches) bekommen kannst. Sogar auf die 
Fotos ist kein Verlass, wie man beim hier diskutierten Spannungsregler 
schön sehen kann.

von Frank O. (frank_o)


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Steve van de Grens schrieb:
> Das Problem bei diesen China-Produkten ist, dass du da bei jeder
> Bestellung etwas anderes (ähnliches) bekommen kannst.

Ja, das ist leider so. Ich hatte welche, die waren winzig klein und das 
waren die ersten, die ich bestellt hatte. Ausprobiert und dann länger 
belastet. Waren genial. 3A Dauerstrom (über drei Tage getestet) war kein 
Problem.
Danach hatte ich welche bestellt, sahen gleich aus, auf den Fotos. 
Totaler Schrott waren die jetzt nicht, aber ganz andere Qualität als die 
ersten.

von Peter D. (peda)


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Frank O. schrieb:
> Sehr schlecht
> einstellbar (miserable Potis)

Auf der Rückseite sind ja Lötbrücken zur Auswahl.
Trimmpotis benutze ich schon ewig keine mehr, das ist mir zu 
unzuverlässig. Schnell ist mal der Schleifer verbogen oder verdreht.

von Rolf (rolf22)


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Manfred P. schrieb:
> Steve van de Grens schrieb:
>>> Dann schicke ich die mal zurück.
>> Nach China? Viel Spaß mit den Versandkosten.
>
> Lesen bevor schreiben:
>
> Charly schrieb:
>> Das wäre schade für meine verlorene Zeit
>> und schade für den Verkäufer,
>> weil er mir den Rückversand zahlen muss ,

Gut, dann anders:
Viel Spaß beim Warten auf die Erstattung aus China. Oder gibt es dorthin 
auch "Porto zahlt Empfänger"?

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Frank O. schrieb:
> Bist du mit diesen, mit der Qualität zufrieden?

Ja, sonst hätte ichs doch nicht gepostet. Sehr geringer Ruhestrom, 
wählbare Festspannung und selbst das Poti ist recht brauchbar, wenn auch 
nichts für Grobmotoriker.
Allerdings muss man, sofern man Festspannung möchte, eine Leiterbahn 
durchkratzen. Habe ich aber mal in den Rezensionen erwähnt.

von Peter D. (peda)


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Matthias S. schrieb:
> Allerdings muss man, sofern man Festspannung möchte, eine Leiterbahn
> durchkratzen.

Ist eigentlich gut auf dem Bild zu sehen, daß default ADJ schon gebrückt 
ist.

von Philipp K. (philipp_k59)


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Für einzelne Projekte als 78er THT ersatz lohnen sich auch die Recom, 
Weitbereichseingang etc.

Die Min Voltage is allerdings sehr hoch, 7V und Max 42V.

nur als Beispiel:
https://www.digikey.de/de/products/detail/recom-power/R-78C3-3-1-0/2652147

diese kleinen Fertigplatinen habe ich auch, die machen das was sie 
sollen.

Der 1117 ist doch eigentlich veraltete Ramschware ohne Vorteile?

Ich hatte mir mal ein 10er Pack um einen Arduino zu reparieren bestellt.

30 Minuten auf dem Breadboard rumgesteckt und wieder die LF33 genommen.

: Bearbeitet durch User
von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Peter D. schrieb:
> Ist eigentlich gut auf dem Bild zu sehen, daß default ADJ schon gebrückt
> ist.

Für dich und mich ist das klar, aber wenn man sich die Rezensionen 
ansieht, haben damit einige Leute Probleme gahbt und deswegen 
abgewertet, weil bei Festspannung zu wenig rauskam - klar, das Poti war 
immer noch parallel.

von J. S. (jojos)


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Matthias S. schrieb:

> weil bei Festspannung zu wenig rauskam - klar, das Poti war
> immer noch parallel.

Da bin ich auch drauf reingefallen, so offensichtlich ist das nicht. Und 
bei >1 A Last bricht die Ausgangsspannung schon ein paar 10tel Volt ein.
Ich habe die für ESP8266 Versorgung aus 24 Volt benutzt, funktioniert.

von Gerald B. (gerald_b)


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Steve van de Grens schrieb:
> Frank O. schrieb:
>> Bist du mit diesen, mit der Qualität zufrieden?
>
> Das Problem bei diesen China-Produkten ist, dass du da bei jeder
> Bestellung etwas anderes (ähnliches) bekommen kannst. Sogar auf die
> Fotos ist kein Verlass, wie man beim hier diskutierten Spannungsregler
> schön sehen kann.

Man bestellt halt da, wo auch die chinesischen Händler bestellen, bei 
LCSC.
So hat man die Vorteile aus beiden Welten:
- wie bei seriösen westlichen Distributoren bekommt man exakt das Teil, 
welches man bestellt. Somit hat man es in der Hand, wem man sein 
Vertrauen schenkt
- Staffelpreise
- verlinkte Datenblätter und CAD-Dateien
- Bauelemente sind ESD konform verpackt und nicht irgendwie "kreativ"
- ab 15€ kein Mindermengenzuschlag
- Versandkosten ab ca. 7€ bei registered Mail
- trotzdem Tracking
- Versand mit ca. 7-10 Tagen ist völlig im Rahmen
Wenn man Spannungsreglern nicht traut, baut man halt erst die 
Stromversorgung auf und bestückt den Rest später (hab ich beim 1. 
Exemplar auch so gehalten)

von Jörg R. (solar77)


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Gerald B. schrieb:
> Steve van de Grens schrieb:
>> Frank O. schrieb:
>>> Bist du mit diesen, mit der Qualität zufrieden?
>>
>> Das Problem bei diesen China-Produkten ist, dass du da bei jeder
>> Bestellung etwas anderes (ähnliches) bekommen kannst. Sogar auf die
>> Fotos ist kein Verlass, wie man beim hier diskutierten Spannungsregler
>> schön sehen kann.
>
> Man bestellt halt da, wo auch die chinesischen Händler bestellen, bei
> LCSC.

Der TO hätte auch eine der Mitbestellmöglichkeiten nutzen können die 
hier einige User für Mouser anbieten. Der Regler kostet dort auch nur 
etwas mehr, kommt dafür aber nicht aus einer dubiosen Quelle.

von Michael L. (nanu)


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Gerald B. schrieb:
> Man bestellt halt da, wo auch die chinesischen Händler bestellen, bei
> LCSC.
.
.
> Versandkosten ab ca. 7€ bei registered Mail

Und das, wo dem TE bereits 5,95€ Versandkosten bei Reichelt viel zuviel 
sind.

von Frank O. (frank_o)


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Peter D. schrieb:
> Auf der Rückseite sind ja Lötbrücken zur Auswahl.

Bei meinen nicht, aber ich denke da werde ich was hin frickeln.

von Frank O. (frank_o)


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Jörg R. schrieb:
> kommt dafür aber nicht aus einer dubiosen Quelle.

Na ja ...
Ich kann ja nur für mich sprechen, aber die meisten Sachen aus China, 
die ich bekomme, funktionieren gut.
Ganz selten habe ich Mist dabei. Manche Sachen, extrem günstig, da war 
ich schon öfter skeptisch, aber auch da war das einzig schlechte die 
lange Lieferzeit.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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J. S. schrieb:
> Ich habe die für ESP8266 Versorgung aus 24 Volt benutzt, funktioniert.

Das ist hart an der erlaubten Vin max. Dafür nimmst du lieber einen 
anderen Regler wie z.B. einen Gaptec:
https://www.pollin.de/p/gaptec-dc-dc-wandler-electronic-open-frame-sip3-6-36vin-3-3vout-1000ma-11-5x7-5x17-5mm-352842

von Rainer W. (rawi)


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Norbert schrieb:
> Was insbesondere bei den im Eingangsposting gar nicht mal so gut
> versteckten Andeutungen gleich im ersten Schaltbild (Vin: 5…9V) wichtig
> zu erwähnen ist.

Das Eingangsposting ist doch kalter Kaffee

Charly schrieb:
> Ich benötige für das NRF24L01+ Funkmodul einen Regler, welcher mir eine
> Spannung von bis zu 13V auf die 3,3V vom Funkmodul herunterskaliert.

von Alfred B. (alfred_b979)


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Michael L. schrieb:
> Gerald B. schrieb:
>> Man bestellt halt da, wo auch die chinesischen Händler bestellen, bei
>> LCSC.
> .
> .
>> Versandkosten ab ca. 7€ bei registered Mail
>
> Und das, wo dem TE bereits 5,95€ Versandkosten bei Reichelt viel zuviel
> sind.

"Bestelle billigst wenige / nur einzelne Teile, nur direkt bei
Bedarf, bei auch noch geringsten Versandkosten!" funktioniert
eben nicht wirklich für zuverlässige Teile, sondern nur z.B.
gebrauchte (die nicht mal schlecht sein müssen, daher auch die
"positive Erfahrung bisher" - ist aber auch etwas Glückssache*)
oder gar völlige Fake-Ware (zu 99% unbrauchbar, oder zumindest
nicht für den vorherges. Zweck...).

Aber wer braucht eigentlich NICHT den Großteil seiner Bauteile
vielfach wiederkehrend? Es gibt daher keinen vernünftigen Grund,
zumindest diesen überwiegenden Teil auf_Vorrat zu kaufen.
(Und LCSC ist alles andere als teuer...)

Schon sieht die Rechnung NOCHMAL anders aus. Bezieht man dann
noch mit ein, daß die Teile (Ausnahmen "Montagsteile", Zufalls-
Defekte) SICHER funktionieren, ...


Billigst-Zeug bestellte ich eher nur in Ausnahmefällen (rein
aus Neugier, für eine einzelne ganz unwichtige "Jux"-Schaltung
= nur Zeitvertreib).

*: Gebrauchte Teile, "ausgelötet", gibt's aber auch günstig
"als solche bezeichnet" zu kaufen. Manchmal zwar teurer als
angebl. Neuware (o.g. Fakes), aber dafür BRAUCHBAR. Nur btw.

: Bearbeitet durch User
von Norbert (der_norbert)


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Rainer W. schrieb:
> Norbert schrieb:
>> Was insbesondere bei den im Eingangsposting gar nicht mal so gut
>> versteckten Andeutungen gleich im ersten Schaltbild (Vin: 5…9V) wichtig
>> zu erwähnen ist.
>
> Das Eingangsposting ist doch kalter Kaffee
>
> Charly schrieb:
>> Ich benötige für das NRF24L01+ Funkmodul einen Regler, welcher mir eine
>> Spannung von bis zu 13V auf die 3,3V vom Funkmodul herunterskaliert.

He he, ja wenn du's so erklärst… ;-)

Moving targets machen immer besonders viel Spaß.

von Charly (charly0)


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Hallo zusammen.
Vielen Dank für die vielen hilfreichen Antworten. Vor allem von @H.H und 
@Manfred P.

@rolf22
Nach einigem Hin und Her hat mir der Verkäufer nun den Betrag erstattet 
und wollte sie dann doch nicht für 11,99€ per DHL zurückgeschickt haben 
;)

Warum man so einen Aufwand für eine Fälschung betreiben kann, verstehe 
ich nicht. Ich habe noch ein paar Makroaufnahmen von den "Reglern" 
angehängt. Ob der Metallübergang wirklich von der Fälschung herrührt?

Ansonsten !Danke! für die vielen Vorschläge an anderen Wandlern.
Ich würde gerne einen Regler und keinen DC-DC-Stepdown-Wandler 
benutzten, da ich eine sehr konstante Spannung brauche und es nicht so 
auf die Effizienz ankommt.
Gibt es eine ausführliche Tabelle zum Vergleichen von Spannungsregler 
mit;
min. & max. Vin
Mindestspannungsabfall
max. Strom
Leerlaufstrom
?
Die hier auf mikrocontroller.net hat mir nicht so gut gefallen.

Viele Grüße
Charly

von H. H. (Gast)


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Selbst wenn man sich mit den Feinheiten nicht auskennt: Tab total 
verkratzt, aber Frontseite makellos, das passt einfach nicht zusammen.

Aber immerhin hat der Fälscher ziemlich sicher ein TO-220 von ST als 
Basis für seine Fälschung verwendet...

von Max B. (citgo)


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Kann mir mal einer, vlt. Hinz der Allwissende, erklären warum sich so 
eine Fälschung lohnt?
Ich meine, die Herstellungskosten vom Original werden doch kaum einen 
Unterschied machen zu der Arbeit von der Fälschung, oder?

Man müsste ja tausende von Fälschungen produzieren, am besten so gut es 
geht automatisiert... da könnte der Fälsche doch gleich das Original zum 
Resellerpreis bekommen?

von Philipp K. (philipp_k59)


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Charly schrieb:
> Die hier auf mikrocontroller.net hat mir nicht so gut gefallen.

hast du es denn mit nur einem X7r 100 NanoFarat am Eingang ausprobiert?


Du hast 10uF im Blatt eingetragen.. je nach Spannungsquelle davor 
schwingen die erst garnicht an wenn man Pech hat. alles andere wie im 
Eingangsposting ist ehr Kontraproduktiv.

Einen x7R Kerko 100nf am Eingang und nen 10uF oder 100uF Elko am 
Ausgang, wie im Datenblatt.

Die müssen ausserdem am besten unmittelbar, wenige mm aneinander gelötet 
werden damit das funktioniert. Löte das mal ohne breadboard mit 3 mm 
Füsschen zusammen

: Bearbeitet durch User
von H. H. (Gast)


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Max B. schrieb:
> warum sich so
> eine Fälschung lohnt?

Du kennst die Löhne in China?

von Herbert B. (herba)


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Der LD1117V33 stammt vermutlich aus so einer Werktatt...

https://www.youtube.com/watch?v=5vN_7NJ4qYA

Ich musste auch ein Lehrgeld bezahlen mit fake-Bauteilen auf ebay.
Gruss Herbert

von Jörg R. (solar77)


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Herbert B. schrieb:
> Der LD1117V33 stammt vermutlich aus so einer Werktatt...

> https://www.

Selbst das Wort Werktatt ist gefälscht;-)


Frank O. schrieb:
> Jörg R. schrieb:
>> kommt dafür aber nicht aus einer dubiosen Quelle.
>
> Na ja ...
> Ich kann ja nur für mich sprechen,

Eben.

> aber die meisten Sachen aus China,
> die ich bekomme, funktionieren gut.

Die meisten Sachen, aber eben nicht alle. Und welche Fake sind erkennt 
man nicht unbedingt sofort. Das die Teile vom TO gar nicht funktionieren 
ist nicht unbedingt immer so. Es gibt hier genug Threads in denen das 
Thema Fakebauteile aus Fernost immer wieder mal auftaucht. Der N-Channel 
Mosfet IRF3708 kommt mir dabei in den Sinn. Der hat es sogar bis Richard 
geschafft.

> Ganz selten habe ich Mist dabei. Manche Sachen, extrem günstig, da war
> ich schon öfter skeptisch, aber auch da war das einzig schlechte die
> lange Lieferzeit.

Ich kaufe grundsätzlich keine Bauteile bei Ali und Co. Im Beispiel des 
TO hat (hätte) er ca. 30 Cent je Stück gespart, im Vergleich zu Mouser. 
Nun zahlt er drauf.

Geiz ist eben nicht immer geil.

: Bearbeitet durch User
von Manfred P. (pruckelfred)


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Philipp K. schrieb:
> Der 1117 ist doch eigentlich veraltete Ramschware ohne Vorteile?

Nur weil er schon lange auf dem Markt ist, ist er kein Ramsch. Sein 
Vorteil ist das erprobte Design zum günstigen Preis.

> Ich hatte mir mal ein 10er Pack um einen Arduino zu reparieren bestellt.
> 30 Minuten auf dem Breadboard rumgesteckt und wieder die LF33 genommen.

Wenn er Deine Anforderungen nicht erfüllt, musst Du einen anderen Regler 
suchen. Wer aber "30 Minuten auf dem Breadboard rumsteckt", hat bestimmt 
andere Probleme, die nicht dem 1117 anzulasten sind.

Matthias S. schrieb:
> Ich benutze fast nur noch Schaltregler:

Das darfst Du gerne tun, andere Leute machen das von der Gesamtschaltung 
abhängig.

Frank O. schrieb:
>> Ich benutze fast nur noch Schaltregler:
> 
https://www.amazon.de/Converter-LAOMAO-Einstellbar-Spannungwandler-Netzteil-gr%C3%BCn/dp/B0B932CTQJ/
> Bist du mit diesen, mit der Qualität zufrieden?
> Ich hatte jetzt ähnliche bestellt, die waren aber Mist.
> Sehr schlecht
> einstellbar (miserable Potis) und einer fing gleich an zu qualmen

Die bekannte Reis-Lotterie. Ich habe welche, die in Ruhe 20mA fressen, 
während andere, äußerlich baugleiche, weit drunter liegen - dazu gab es 
mal einen Thread. Sinn machen StepDown, wenn die Speisespannung 
erheblich größer ist. Um einen 3V3-µC aus 5 Volt zu versorgen eher 
nicht.

Ich habe mal einen Aufbau gemacht, wo nach dem extrem weichen 
Kartentrafo 10..19 Volt am Ladeelko stehen und auch die Leistung knapp 
ist. Da macht die China-Platine etwa 6,4 Volt, den Rest überlasse ich 
dem AZ1117-50 auf dem Nano. Das befreit mich davon, der Stabilität des 
Schaltreglers vertrauen zu müssen.

Steve van de Grens schrieb:
> Manfred P. schrieb:
>> die kleinen gehen eher thermisch in den Tod als an zuviel Spannung.
> Was ich erstaunlich finde, denn einen integrierten thermischen Schutz
> halte ich schon lange für selbstverständlich.

Es ist Pfusch, dem thermischen Schutz zu vertrauen. Es gab mehr als 
einen Thread, wo die Bastler ihren Arduino mit 12V versorgen, weitere 
Peripherie aus dessen 5V versorgen und dann auf die böse Chinaqualität 
schimpfen. Verlustleistung auf Kante genäht bedeutet schlechte 
Lebensdauer, Punkt.

H. H. schrieb:
> Aber immerhin hat der Fälscher ziemlich sicher ein TO-220 von ST als
> Basis für seine Fälschung verwendet...
Oder:
Manfred P. schrieb:
> Aber immerhin hat der Betrüger die Ecken abgeschnitten, wie es für ST
> typisch ist.

Jörg R. schrieb:
> Ich kaufe grundsätzlich keine Bauteile bei Ali und Co.

Ich habe früher vieles über Ali gekauft. Es scheint erst seit wenigen 
Jahren zu eskalieren, alles zu faken. Von daher "keine Bauteile mehr "

Im November habe ich HT-7530 im TO-92 bestellt. Geliefert wurden 
HT-7130, die sogar funktionierten, keine umgestempelten NPN. Gebrauchen 
kann ich sie trotzdem nicht, zu wenig Strom.

Nervig war, dass eine Rücksendung gefordert wurde, bei 3,08€ incl. 
Versand. Ali stellte dafür einen Retourenschein bereit, musste ich halt 
eine dpd-Filliale finden und hinfahren.

von Herbert B. (herba)


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Jörg R. schrieb:

> Selbst das Wort Werktatt ist gefälscht;-)

Da du dich über meinen Flüchtigkeitsfehler lustig machst, erlaube ich 
mir, kleine Korrekturen(in Klammern) an deinem Text anzubringen.

> Und welche Fake sind(,) erkennt
> man nicht unbedingt sofort. Das(s) die Teile vom TO gar nicht funktionieren

Freundliche Grüsse Herbert :)

: Bearbeitet durch User
von Irgend W. (Firma: egal) (irgendwer)


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H. H. schrieb:
> Du kennst die Löhne in China?

Welche Löhne?
Wohl eher Familienangehörige die sonst keine Arbeit hätten und der 
erwirtschaftet Umsatz wird dann aufgeteilt. Und wenn der Umsatz nicht 
zum leben reicht wird halt das 1 Cent Bauteil zu einem 2 Cent Bauteil 
"umgelabelt" um den Umsatz zu steigern.

Im Prinzip hätte ich mit solchen Bauteilen im Hobbybereich auch keine 
Probleme wenn:
- Die Bauteile auch als gebraucht und aufbereitet angeboten würden und 
nicht als "Neu".
- Eventuell auch als "Ungrprüft" bzw. nur als "Geprüft" wenn es auch 
wirklich so ist.
- Die Beschriftung original bleibt und nicht gegen eine von einem etwas 
teurer verkaufbaren Exemplar "Ausgetauscht" wurde
- Wenigstens halbwegs versucht wird die (Ent-)Löttemperaturen und Zeiten 
einzuhalten:-)

Auch mit so etwas wie Ehrlichkeit bei den Produktabgaben wären die von 
den Preisen her mit Sicherheit für viele Bastler immer noch interessant 
genug um dort zu bestellen. Vorallem bei Bauteilen die es sowieso schon 
mehrere Jahrzehnte gibt und daher entsprechen oft als Recycling 
anfallen. Noch interessanter wird es vielleicht sogar wenn es 
mittlerweile schwer beschaffbare Exemplare sind.

Aber nein, da wird lieber ein aller billigst 08/15 OPV zu einem edlen BB 
(der schon seit über 20 Jahren oder so nicht mehr hergestellt wird) 
"Umgelabelt" und als Neuware verkauft. Und dann wundern das selbst die 
"Geiz ist Geil Langnasen" skeptisch werden und nicht mehr alles 
bestellen oder halt nur einmal. Der TO wird ja vielleicht beim nächsten 
mal bei der Lieferanten Auswahl auch etwas vorsichtiger sein und nicht 
nur auf den Preis schauen.

von Alfred B. (alfred_b979)


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Irgend W. schrieb:
> der erwirtschaftete Umsatz wird dann aufgeteilt,

...ebenso wie die Auslagen, oder wie? Mal was neues. :-)

von Peter D. (peda)


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Matthias S. schrieb:
> Ich benutze fast nur noch Schaltregler:
> 
https://www.amazon.de/Converter-LAOMAO-Einstellbar-Spannungwandler-Netzteil-gr%C3%BCn/dp/B0B932CTQJ/
> Bei den Preisen bau ich da selber nix mehr. Die Pinbelegung ist die von
> 78XX plus einen Freigabepin.

Ich hab mir am Freitag gleich den 12-er Pack gekauft (0,75€/Stück).
https://www.amazon.de/DC-DC-Step-Down-Buck-Converter/dp/B0CJ6ZQNQR
Sonnabend lag er im Locker. Versandkosten keine. Das ist ja abartig 
günstig.

Ich hab ihn jetzt getestet mit 4,7Ω bei 5V.
An 6V: 0,95A
An 18V: 0,32A
Ab 19V schaltet er ab.
Ohne Last:
6V: 3mA
12V: 12mA
18V: 18mA
Auf dem Chip steht: DKGAB
Ein Datenblatt habe ich nicht gefunden.

: Bearbeitet durch User
von H. H. (Gast)


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Peter D. schrieb:
> Auf dem Chip steht: DKGAB

RY7135 von Rychip.

von Monk (roehrmond)


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Peter D. schrieb:
> Ich hab ihn jetzt getestet mit 4,7Ω bei 5V.
> An 6V: 0,95A
> An 18V: 0,32A

Heisst: Das Modul liefert nicht mal ein drittel der versprochenen 
Stromstärke. Das ist noch wesentlich schlechter, als (über ähnliche 
Module) bisher berichtet wurde.

> Das ist ja abartig günstig.

Jetzt wissen wir, warum.

: Bearbeitet durch User
von H. H. (Gast)


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Steve van de Grens schrieb:
> Heisst: Das Modul liefert nicht mal ein drittel der versprochenen
> Stromstärke.

Er hat nur nicht mehr getestet.

von Monk (roehrmond)


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H. H. schrieb:
> Er hat nur nicht mehr getestet.

Kann er auch nicht, da das Modul nicht einmal die angeforderten 1,06 A 
liefert.

Peter D. schrieb:
> Ich hab ihn jetzt getestet mit 4,7Ω bei 5V.
> An 6V: 0,95A
> An 18V: 0,32A

: Bearbeitet durch User
von Stefan K. (stk)


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Er hat den Eingangsstrom bei 5V Ausgangspannung und 4,7 Ohm Last 
gemessen.

von Monk (roehrmond)


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Stefan K. schrieb:
> Er hat den Eingangsstrom bei 5V Ausgangspannung und 4,7 Ohm Last
> gemessen.

Peter, kannst du das bestätigen?
Dann wäre es doch kein so schlechtes Modul.

von Peter D. (peda)


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H. H. schrieb:
> Er hat nur nicht mehr getestet.

Mit 2 * 4,7Ω parallel:
12V: 1.01A
Ausgang: 5,004V
Die Drossel wird schon recht heiß: 71°C nach 5min.

von J. S. (jojos)


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was soll es anderes sein als der Eingangsstrom?

Ich hatte zu dem Modul auch Infos gesucht und noch das hier gefunden:
https://electronics.stackexchange.com/questions/694395/identify-smd-chip-on-a-buck-voltage-regulator-top-marking-dkaa6-or-1agcn

Scheint es also mit mindestens zwei verschiedenen Chips bestückt zu 
geben.
Bei höheren Eingangsspannungen und hoher Last geht die Ausgangsspannung 
in die Knie, sieht man so auch im Datenblatt zum RY7135
https://semic-boutique.com/wp-content/uploads/2021/01/RY7135C-Datasheet-V1.0.1.pdf

von H. H. (Gast)


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Peter D. schrieb:
> Die Drossel wird schon recht heiß: 71°C nach 5min.

Gib mal die Maße der Drossel durch.

von H. H. (Gast)


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J. S. schrieb:
> Scheint es also mit mindestens zwei verschiedenen Chips bestückt zu
> geben.

Die andere Variante wird von Monolithic Power sein.

von J. S. (jojos)


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6,4 mm x 6,6 mm x 2,9 mm.

Ja, MP2315 kann es auch sein. Der scheint auf meinen Boards drauf zu 
sein, das läuft noch mit 24 V Vin.

von Sebastian W. (wangnick)


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J. S. schrieb:
> Bei höheren Eingangsspannungen und hoher Last geht die Ausgangsspannung
> in die Knie, sieht man so auch im Datenblatt zum RY7135
> 
https://semic-boutique.com/wp-content/uploads/2021/01/RY7135C-Datasheet-V1.0.1.pdf

Wo denn da? Meinst du die Grafik zur Line Regulation und den Abfall der 
Ausgangsspannung um 1% bei Erhöhung der Eingangsspannung von 5V auf 16V?

LG, Sebastian

: Bearbeitet durch User
von H. H. (Gast)


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J. S. schrieb:
> 6,4 mm x 6,6 mm x 2,9 mm.

Ja, mit 3mm Bauhöhe ist die Spule für 3A kaum tauglich. Es gibt da auch 
welche mit mehr Bauhöhe, da wären zumindest von dem her 3A kein Problem.

von Monk (roehrmond)


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J. S. schrieb:
> was soll es anderes sein als der Eingangsstrom?

Ich hatte ihn so missverstanden, dass der Ausgangsstrom mit zunehmender 
Eingangsspannung absinkt. Was natürlich ein Fail wäre, der allerdings 
den Preis erklären würde.

von H. H. (Gast)


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Übrigens: Es gibt den RY7135 und den RY7135C. Unterschied ist im 
wesentlichen die Schaltfrequenz (600kHz/1MHz).

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Das sind übrigens völlig andere als die, die ich gepostet habe:
https://www.amazon.de/Converter-LAOMAO-Einstellbar-Spannungwandler-Netzteil-gr%C3%BCn/dp/B0B932CTQJ/
Meine haben auch nicht 850µA Lerlaufaufnahme, sondern max. 250µA. Bei 
meinem wird auch bei 2A Belastung am Ausgang die Speicherdrossel nicht 
warm.

von H. H. (Gast)


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Matthias S. schrieb:
> Das sind übrigens völlig andere als die, die ich gepostet habe:

Klar gibts da verschiedene Qualitäten, aber anhand der Fotos kann man da 
nichts sagen.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Ältere Charge ist bestückt mit 'IELAJ', die neuere mit '.DKGAA'

von H. H. (Gast)


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Matthias S. schrieb:
> Ältere Charge ist bestückt mit 'IELAJ',

"I" ist wohl der bei MP übliche Strich.


> die neuere mit '.DKGAA'

"DK" hatten wir ja gerade.

von Peter D. (peda)


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Matthias S. schrieb:
> Das sind übrigens völlig andere als die, die ich gepostet habe:
> 
https://www.amazon.de/Converter-LAOMAO-Einstellbar-Spannungwandler-Netzteil-gr%C3%BCn/dp/B0B932CTQJ/

Da sind aber auch 5 Rezensionen dabei (ab Juli 2023), daß 24V nicht 
gehen.

von Charly (charly0)


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Hallo zusammen.

Mein schon öfters hier erwähntes "Geiz ist Geil" Verhalten mag wirklich 
etwas angekratzt sein, obwohl ich nun auch den letzten Pfennig 
zurückerhalten habe ;)

Am besten hat mir die Mouser-Sammelbestellung hier im Forum gefallen. 
Das probiere ich auf jeden Fall auch einmal.

Inzwischen habe ich mich für den LF33 für mein Funkmodul entschieden und 
ein paar LM317 möchte ich mir auch zulegen, um ein paar einstellbare 
Regler parat zu haben.
Da ich allgemein die Spannungsregler zum ersten Mal benutzte, habe ich 
noch eine Frage zu deren äußeren Beschaltung:

In beiden Datenblättern (LF33 & LM317) sind in der äußeren Beschaltung 
am Eingang umgepolte Kondensatoren von 0.1uF vorgesehen. Aber nirgendwo 
wird erwähnt, um welche Kondensator-Art es sich handelt? Keramik?
Wenn ich jetzt nur 1uF & 10uF Kerkos da habe, ist das auch in Ordnung?

Vielen Dank schonmal für Eure Antworten!

: Bearbeitet durch User
von Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)


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Charly schrieb:
> Wenn ich jetzt nur 1uF & 10uF Kerkos da habe,

bist du dir sicher mit deiner Kapazitäts-Angabe?  die Kerkos auf dem 
ersten Bild sehen mir eher aus wie 10nF oder 100nF (mit 103 bzw 104 
beschriftet)

von Axel S. (a-za-z0-9)


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Charly schrieb:

> In beiden Datenblättern (LF33 & LM317) sind in der äußeren Beschaltung
> am Eingang umgepolte Kondensatoren von 0.1uF vorgesehen.

Du meinst wohl ungepolte Kondensatoren.

> Aber nirgendwo
> wird erwähnt, um welche Kondensator-Art es sich handelt? Keramik?

Normalerweise steht das im Text. Für gewöhnlich sind das Kerkos und sie 
müssen dann auch nah an die Beinchen. Denn es geht um die niedrige 
Impedanz bei pulsmäßiger Belastung.

PS: der Einsatz auf den Steckbrett wie im Eröffnungspost gezeigt, 
verbietet sich damit


> Wenn ich jetzt nur 1uF & 10uF Kerkos da habe, ist das auch in Ordnung?

Kommt auf den genauen Typ an. Aber da sowohl der LM317 als auch der LF33 
aus dem letzten Jahrtausend stammen, sind aktuelle 10µ Kerkos wohl gut 
genug.

: Bearbeitet durch User
von Stefan K. (stk)


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Axel S. schrieb:
> sind aktuelle 10µ Kerkos wohl gut
> genug.

Beim LF33 eher zu gut. Im Datenblatt von ST wird am Ausgang ein 
elektrolytischer Kondensator mit min. 2 μF (typ. 10 μF) Kapazität und 
einem ESR von 0,1 bis 10 Ω gefordert.

von Monk (roehrmond)


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Charly schrieb:
> In beiden Datenblättern (LF33 & LM317) sind in der äußeren Beschaltung
> am Eingang umgepolte Kondensatoren von 0.1uF vorgesehen. Aber nirgendwo
> wird erwähnt, um welche Kondensator-Art es sich handelt? Keramik?

Ist fast egal, Hauptsache kein Elko.

Am Ausgang ist der Typ wichtig, darf nicht zu wenig ESR haben. Ein 
normaler Aluminium Elko ist optimal.

: Bearbeitet durch User
von Charly (charly0)


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Axel S. schrieb:
> Du meinst wohl ungepolte Kondensatoren.

Ups. Ja, UNgepolt.

Wegstaben V. schrieb:
> bist du dir sicher mit deiner Kapazitäts-Angabe?  die Kerkos auf dem
> ersten Bild sehen mir eher aus wie 10nF oder 100nF (mit 103 bzw 104
> beschriftet)

Ja, ich habe 105 und 106 Kerkos.
Ganz am Anfang der Beiträge ist dieser Kommentar gefallen, welchen ich 
nicht ganz verstanden habe:

Andreas M. schrieb:
> Ich glaube Dir nicht das der Kerko 10uF hat. Entweder das ist kein Kerko
> oder...

Auf meinem Bild ist doch nirgends eine Beschriftung zu sehen. Wie ist 
diese Aussage zu verstehen: "Entweder das ist kein Kerko oder" Sehen 
meine Kerkos komisch aus?


Axel S. schrieb:
> Kommt auf den genauen Typ an. Aber da sowohl der LM317 als auch der LF33
> aus dem letzten Jahrtausend stammen, sind aktuelle 10µ Kerkos wohl gut
> genug.

Das lese ich nicht zum ersten Mal. Aber was sind denn aktuelle 
Spannungsregler (keine DC-Wandler).

Stefan K. schrieb:
> Beim LF33 eher zu gut. Im Datenblatt von ST wird am Ausgang ein
> elektrolytischer Kondensator mit min. 2 μF (typ. 10 μF) Kapazität und
> einem ESR von 0,1 bis 10 Ω gefordert.

Ist das eine Mindestangabe, eine Durchschnittsangabe oder eine 
Maximalangabe in den Datenblättern?


Ich schreibe gerade immer von den Kondensatoren am Eingang. Die am 
Ausgang sind in den Datenblättern gut dokumentiert...

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Charly schrieb:
> Ist das eine Mindestangabe, eine Durchschnittsangabe oder eine
> Maximalangabe in den Datenblättern?

Die Reglerschaltung kann instabil werden, wenn der ESR nicht im 
beschriebenen Bereich liegt. Ein notwendiger Mindest-ESR ist eine 
Eigenheit einiger LDOs und hängt mit deren Arbeitsweise zusammen. 
Althergebrachte Regler der 78xx oder 317 Kategorie arbeiten anders und 
sind nicht betroffen (Obacht aber beim 79xx).

: Bearbeitet durch User
von H. H. (Gast)


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Charly schrieb:
> Ich schreibe gerade immer von den Kondensatoren am Eingang.

Da kannst du ohne Bedenken auch mehr Kapazität und weniger ESR einbauen. 
Bei den älteren Reglern gingen die Hersteller von preiswerten 
Folienkondensatoren aus.

von Andreas M. (amesser)


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Charly schrieb:
> "Entweder das ist kein Kerko oder" Sehen meine Kerkos komisch aus?

Ich habe noch nie Kerkos mit 10uF in dieser Bauform gesehen. Nicht mal 
mit 1uF. Sehen für mich eher nach Tantal aus. Mach doch mal ben Foto von 
der Beschriftung.

von Charly (charly0)


Angehängte Dateien:

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H. H. schrieb:
> Da kannst du ohne Bedenken auch mehr Kapazität und weniger ESR einbauen.

Danke, dass war meine Frage.

Andreas M. schrieb:
> Ich habe noch nie Kerkos mit 10uF in dieser Bauform gesehen. Nicht mal
> mit 1uF. Sehen für mich eher nach Tantal aus. Mach doch mal ben Foto von
> der Beschriftung.

Fotos sind angehängt. Habe sie unter Keramikkondensator gekauft. Auch 
eBay ;)
Da lege ich mir dann auf jeden Fall auch neue zu...


Aber nochmals zu meiner wichtigsten Frage:
Wenn der LF33 & LM317 veraltet sind, was sind dann aktuelle 
Spannungswandler?

von Peter D. (peda)


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Charly schrieb:
> Fotos sind angehängt. Habe sie unter Keramikkondensator gekauft.

Das sind sie auch, werden X5R sein.
Ich benutze die nur noch als SMD (0805, 1206).

von Monk (roehrmond)


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Charly schrieb:
> Wenn der LF33 & LM317 veraltet sind, was sind dann aktuelle
> Spannungswandler?

Lass' sie dir nicht madig machen. Die sind beide immer noch genau so 
gut, wie vor ein paar Jahren. Wenn sie zum Anwendungsfall passen, 
spricht nichts dagegen, sie zu verwenden.

von Peter D. (peda)


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Charly schrieb:
> Wenn der LF33 & LM317 veraltet sind, was sind dann aktuelle
> Spannungswandler?

Die kann man immer noch benutzen für kleine Leistung, wo noch kein 
Kühlkörper nötig ist.
Ich benutze oft noch 78xx/79xx für OPVs usw.
DACs, ADCs versorge ich oft mit aus der Referenz z.B. REF02.

von Andreas M. (amesser)


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Charly schrieb:
> Fotos sind angehängt. Habe sie unter Keramikkondensator gekauft. Auch
> eBay ;)
> Da lege ich mir dann auf jeden Fall auch neue zu...

Hmm, tatsächlich, sieht nach Kerko aus. Wieder was gelernt, wusste gar 
nicht das solche hochkapazitiven Kerkos in bedrahtet produziert werden. 
Du kannst die schon weiter verwenden, allerdings wäre ich am Ausgang vom 
Spannungsregler damit vorsichtig. Viele Linearregler brauchen einen 
Mindest-ESR am Ausgang, sonst schwingt deren Regelschleife. Deswegen 
sind bei Linearreglern Elkos meist die bessere Wahl, weil Kerkos 
normalerweise einen sehr kleinen ESR haben.

von (prx) A. K. (prx)


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Charly schrieb:
> Wenn der LF33 & LM317 veraltet sind, was sind dann aktuelle
> Spannungswandler?

Die Gründe für den bevorzugten Einsatz teurer moderner Linearregler 
statt billiger alter Typen erfährst du am Besten beim Anbieter selbst. 
Es läuft aber oft darauf hinaus, dass er nur damit an dein Geld kommt. 
Der Strom ist nämlich immer noch der Alte, die Physik auch,

von Axel S. (a-za-z0-9)


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(prx) A. K. schrieb:
> Die Gründe für den bevorzugten Einsatz teurer moderner Linearregler
> statt billiger alter Typen erfährst du am Besten beim Anbieter selbst.

Naja. Das ist auch kein Hexenwerk. Moderne Linearregler sind typisch 
rauschärmer. Sehr häufig regeln sie auch höherfrequente Rippelspannungen 
noch gut aus. Das ist der Hauptnachteil der alten Typen, die sich 
deswegen zwar für konventionelle Netzteile eignen (100Hz bzw. 120Hz 
Ripple) aber eben nicht als Nachregler hinter einen Schaltnetzteil.

Meist brauchen moderne Linearregler auch weniger Strom, weil sie MOSFET 
statt Bipolartransistoren als Regelelement verwenden.

von Axel S. (a-za-z0-9)


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Andreas M. schrieb:
> Hmm, tatsächlich, sieht nach Kerko aus. Wieder was gelernt, wusste gar
> nicht das solche hochkapazitiven Kerkos in bedrahtet produziert werden.

Das sind in Wahrheit die selben MLCC Chips, die für SMT verwendet 
werden. Da sind nur zwei Drähte angelötet worden und dann das Ganze in 
Lack getaucht für die Umhüllung.

von Manfred P. (pruckelfred)


Angehängte Dateien:

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Steve van de Grens schrieb:
>> Wenn der LF33 & LM317 veraltet sind, was sind dann aktuelle
>> Spannungswandler?
> Lass' sie dir nicht madig machen. Die sind beide immer noch genau so
> gut, wie vor ein paar Jahren. Wenn sie zum Anwendungsfall passen,
> spricht nichts dagegen, sie zu verwenden.

So ist das, weshalb ich weiter vorne den LM317 nannte: Bei fast 10V 
Differenz zwischen Ein- und Ausgang braucht man keinen LDO.

Peter D. schrieb:
> Die kann man immer noch benutzen für kleine Leistung, wo noch kein
> Kühlkörper nötig ist.

Es ist sogar erlaubt, die Dinger mit Kühlkörper einzusetzen!

Andreas M. schrieb:
> Du kannst die schon weiter verwenden, allerdings wäre ich am Ausgang vom
> Spannungsregler damit vorsichtig. Viele Linearregler brauchen einen
> Mindest-ESR am Ausgang, sonst schwingt deren Regelschleife.

Das muß stimmen, weil es hier ständig wiederhohlt wird. Die Hersteller 
schreiben Keramik in diverse Datenblätter, weil sie wissen, dass es 
damit nicht stabil funktioniert.

Axel S. schrieb:
> Moderne Linearregler sind typisch rauschärmer.

Wo steht das? Ich kenne keinen Aufbau, wo mir das angeblich so böse 
Rauschen Ärger breitet hätte.

> Sehr häufig regeln sie auch höherfrequente Rippelspannungen
> noch gut aus. Das ist der Hauptnachteil der alten Typen, die sich
> deswegen zwar für konventionelle Netzteile eignen (100Hz bzw. 120Hz
> Ripple) aber eben nicht als Nachregler hinter einen Schaltnetzteil.

Auch wieder schön abgeschrieben, was im Internet steht, muss ja stimmen.

Laut dem Datenblatt "2004 National Semiconductor Corporation" kann der 
LM317 nit 10µF am Adj. 40dB bei 100kHz, Märchenstunde Ende.

> Meist brauchen moderne Linearregler auch weniger Strom, weil sie MOSFET
> statt Bipolartransistoren als Regelelement verwenden.

Das ist zutreffend und wird wichtig, wenn die Schaltung selbst wenig 
braucht oder man Batteriespeisung hat. An Batterie / Akku kommt es auf 
wenig DropOut an, wo sich die Regler unterscheiden.

von Helmut -. (dc3yc)


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Manfred P. schrieb:
> Axel S. schrieb:
>> Moderne Linearregler sind typisch rauschärmer.
>
> Wo steht das? Ich kenne keinen Aufbau, wo mir das angeblich so böse
> Rauschen Ärger breitet hätte.

Das stimmt so nicht. Die rauschärmsten Spannungsregler kann man immer 
noch mit 723ern bestimmter Hersteller bauen. Gebraucht werden sie für 
sehr rauscharme HF-Vorverstärker für den UHF- und SHF-Bereich.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Charly schrieb:
> Wenn der LF33 & LM317 veraltet sind, was sind dann aktuelle
> Spannungswandler?

Lass dir nix einreden. Allerdings wäre das große Plus des LM317 hier 
eher ein Nachteil, weil der justierbar ist, was für dich als 
Festspannungsfan eher lästig ist. Das sind übrigens immer noch keine 
Spannungswandler, sondern Linearregler.
Wenns dir wirklich wichtig ist, extrem rauscharm zu liefern, dann ist 
das Paper 'Regulators for High Performance Audio' von Walt Jung wohl die 
Referenz.
Meist ist das aber gar nicht so kritisch und mit einfachen Filtern in 
den Griff zu kriegen.

von Peter D. (peda)


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Manfred P. schrieb:
> Es ist sogar erlaubt, die Dinger mit Kühlkörper einzusetzen!

Nur ist das deutlich aufwendiger und teurer. Man muß den Kühlkörper 
montieren, vielleicht sogar isolieren und Luft vorbei streichen lassen. 
Daß sich das Geräteinnere aufheizt, muß man auch berücksichtigen.
In neueren Projekten habe ich den Einsatz von Kühlkörpern erheblich 
reduzieren können.

Für eine besonders stabile Spannung habe ich einen Buck-Converter mit 
nachgeschaltetem MOSFET als Linearregler verwendet. Der Transistor muß 
etwa 0,5V ausregeln, die Platine reicht bei 5A Laststrom als Kühlung 
aus.

: Bearbeitet durch User
von Monk (roehrmond)


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Andreas M. schrieb:
>> Viele Linearregler brauchen einen
>> Mindest-ESR am Ausgang, sonst schwingt deren Regelschleife.

Manfred P. schrieb:
> Das muß stimmen, weil es hier ständig wiederhohlt wird. Die Hersteller
> schreiben Keramik in diverse Datenblätter, weil sie wissen, dass es
> damit nicht stabil funktioniert.

Du brauchst den Andreas hier gar nicht als Dummkopf anzuprangern.

Manche Spannungsregler versagen mit wenig ESR, manche versagen mit viel 
ESR. Am Besten ins Datenblatt schauen. Wenn da keine Empfehlung drin 
steht, dann ist es egal - den Fall gibt es auch.

Was ich in dem Zusammenhang auch spannend finde: Bei manchen 
Spannungsreglern ist der Kondensator am Eingang kritisch, bei anderen 
der Kondensator am Ausgang.

Die alte Faustregel der 80er Jahre (immer vorne und hinten 100nF) ist 
leider nicht mehr gültig.

: Bearbeitet durch User
von Alfred B. (alfred_b979)


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Axel S. schrieb:
> Moderne Linearregler (regeln) häufig auch höherfrequente
> Rippelspannungen noch gut aus.

Ja, manche speziellen schon... viele andere aber genausowenig
wie "ältere Modelle".

Die sowas können, werden von den Herstellern extra beworben:

https://www.analog.com/en/resources/technical-articles/industrys-first-08uvrms-noise-ldo.html

https://www.ti.com/lit/an/slaa414a/slaa414a.pdf?

Filter oft dennoch (je nach gewünschter Gesamtperformance -
siehe PSRR Graphen), oft auch bei spezielleren Typen, nötig,
weil Schaltregler eben Störspitzen mit Schaltfrequenz und
einer überlagerten weitaus höherfrequenten Schwingung dabei
"raushauen".

Also je nachdem dann halt eines für xxxkHz ("normale" Regler)
bis xxMhz, oder halt nur xMHz bis xxMHz (speziellere Regler).

In letzterem Fall halt viel einfacher ohne größeren Bauteil-
Aufwand (für Leistung die L besser AC- und DC-verlustarm...)
mit recht geringem lastabhängigen Spannungsfall - was schon
sehr praktisch und angenehm ist.

von Philipp K. (philipp_k59)


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Steve van de Grens schrieb:
> Die alte Faustregel der 80er Jahre (immer vorne und hinten 100nF) ist
> leider nicht mehr gültig.

ich kenne eher die Regel 100nF am Eingang und 10-100uF Elko am Ausgang, 
wobei ich auch welche mit geringem Ruhestrom kenne die 10uF/10uF Kerko 
brauchen.


Der hier diskutierte hat ja sogar 100nF am Eingang und 10uF Kerko am 
Ausgang..

Solange man das so nicht einmal richtig in x5r oder x7r, vielleicht 
sogar direkt wenige mm aneinander gepackt lötet, würde ich selbst noch 
nicht von Fake sprechen.

von Andreas M. (amesser)


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Manfred P. schrieb:
> Das muß stimmen, weil es hier ständig wiederhohlt wird. Die Hersteller
> schreiben Keramik in diverse Datenblätter, weil sie wissen, dass es
> damit nicht stabil funktioniert.

Alle Hersteller schreiben also Keramik in ihr Datenblatt. So so, zeig 
doch mal, wo TI für den LM317 was von Keramikkondensatoren am Ausgang 
schreibt.

Manfred P. schrieb:
> Auch wieder schön abgeschrieben, was im Internet steht, muss ja stimmen.
> Laut dem Datenblatt "2004 National Semiconductor Corporation" kann der
> LM317 nit 10µF am Adj. 40dB bei 100kHz, Märchenstunde Ende.


Und ein TPS7A47-Q1 hat da noch 60dB, bei 10MHz immerhin noch 55dB. Und 
nun? Heutige Schaltnetzteile fangen bei 100 KHz gerade mal an, die Welt 
hat sich in den letzten 20 Jahren ein ganzes Stück weiter gedreht...

: Bearbeitet durch User
von Jens G. (jensig)


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Helmut -. schrieb:
> Das stimmt so nicht. Die rauschärmsten Spannungsregler kann man immer
> noch mit 723ern bestimmter Hersteller bauen. Gebraucht werden sie für
> sehr rauscharme HF-Vorverstärker für den UHF- und SHF-Bereich.

Da helfen aber auch ganz simple RC-Filter zw. Regler und Vorverstärker.

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