Forum: Fahrzeugelektronik Suche gut ins Smarthome integrierbare Wallbox für Überschussladen


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von Jens P. (jensp)


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Hallo an alle,



ein Smart ist gefunden, es wurde nun doch einer mit 22kW Lader.

Ich suche nun eine Wetterfeste Wallbox (Montage im Hof), die sich 
vernünftig ins Smarthome integrieren lässt.

Da es der Smart scheinbar nicht mag, wenn man während des Ladens die 
Phasen umschaltet, wäre etwas wünschenswert, dass sich wie die Zappi 
verhält (die beendet scheinbar das Laden, wartet kurz, wechselt die 
Phasen und startet dann neu). Die Umschaltung vom Go-e soll ja gift sein 
für den Smart (und bis der ein Wetterfestes Gehäuse und den Typ B Fi 
extern hat ist der auch preislich nicht mehr wirklich attraktiv).



Soweit ich das aber sehe, geht es bei Zappi ausschließlich über die 
CT-Klemmen. Da ich eine PV-Anlage mit Hybridwechselrichtern und DC-Akku 
habe ist das aber für mich nichts, weil ja der Speicher nicht mit 
berücksichtigt werden kann. Weiß jemand ob die neue mit integriertem 
HUB/LAN Anschluss auch z.B. per MQTT mit Werten gefüttert werden kann?



Dann bin ich noch auf "daheimladen" gestoßen, schaut ja erst mal auch 
ganz gut aus. Das direkte Überschussladen scheint ja da auch mit dem fox 
und CT-Klemmen und auch noch über die Cloud zu passieren, die haben aber 
wohl ein API (evcc kann darauf zugreifen). Hat hier jemand Erfahrungen?

Hier finde ich ncihts dazu ob (und wie) die Pahsen umschalten. weiss 
jemand etwas dazu?



Gibts noch andere interessante Mitbewerber?

Wechselrichter sind Deye, Smarthome ist openhab, Daten der PV-anlage 
kommen über Solar Assistant als MQTT.



Danke und allen noch ein schönes Wochenende

Jens

von Klaus (feelfree)


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Cfos Powerbrain, OpenWB, ...

von Jens P. (jensp)


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Wollte mal ne kurze Rückmeldung geben. Eigentlich war ich an einem 
gebrauchten NRGkick dran. Aussage des Elektrikers UND des VNB auf 
Nachfrage: Mobile werden wie feste Wallboxen behandelt und müssen 
angemeldet werden. Mein Schrank ist zu alt (kein rfz Feld) und muss 
daher neu wegen der Datenschnittstelle. Externes rfz oder rfz auf freiem 
Zählerplatz lassen Sie nicht zu. Ja danke, fick dich doch Deutschland. 
Der Schrank würde nachgerüstet, hat SLS, Überspannungsschutz usw, jetzt 
scheitert es an sowas. Extern nicht zulässig wegen 
Manipulationssicherheit. Aha. Also AP raus und rein und ein 
verplombbares Gehäuse geht nicht. Reicht zwar seit Jahrzehnten für die 
Leitung vom HAK zum Zählerplatz, aber gut. Ich hab jetzt ne cfos gekauft 
und lasse die einphasig mit 3,7kW laufen (hab sie auch nur einphasig 
angeschlossen, damit mir später keiner was unterstellen braucht). Wir 
gehen noch unter an unseren übertriebenen Maximalforderungen für jeden 
Mist. Soll dann beim großen Smartmeter Rollout jeder Zählerkasten Alter 
als 9 Jahre komplett ersetzt werden? Mannmann....

von Dirk J. (dirk-cebu)


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LMAA

von Michael O. (michael_o)


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Ich habe bei uns die Ladestationen vor 10 Jahren installiert. 4 
Wallboxen mit zu 3 Anschlüssen a 22kW, eine bis 43kW + 3,7kW, eine  mit 
22kW, eine mit 22kW+ 22kW+ 3,7kW + 3,7kW. Die Stadtwerke haben das bei 
jedem Besuch zu Kenntnis genommen und sich gefreut mehr Strom zu 
verkaufen. Der Mittelspannungstrafo steht auf dem Nachbargrundstück, die 
Hauptsicherung hat 250A und das Umspannwerk ist Luftline 800m weit weg. 
Überlasten geht selbst mit unseren zusammen 8 E-Autos nicht wirklich.

MfG
Michael

von Heinrich K. (minrich)


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Schön!

Der Trafo steht direkt auf dem Nachbargrundstück.
Der TO möchte aber Überschussladen, ganz ohne Strom von Deinem Trafo.
Auch die Aufzählung von gesamt 8 E-Autos trägt nicht unbedingt zur 
Lösung seiner Fragestellung bei.
Hast Du vielleicht die Überschrift erst gar nicht gelesen und den Thread 
verwechselt?

von Michael O. (michael_o)


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Es ging doch grade darum wie man mit den Vorschriften umgeht, läßt dD 
den ganzen thrad oder nur was Du willst um besser Pöbeln zu können?
Bei meinem Brudrr wollten die Ewerker auch einen Antrag vom Elektriker 
ausgefüllt haben. Die Frage nach der Rechtsgrundlage zusammen mit der 
Feststellung des nun errichteten 11kW Ladepunktes in formloser Version 
wurde bis heute so unwidersprochen akzeptiert.

MfG
Michael

von Klaus (feelfree)


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Jens P. schrieb:
> Mein Schrank ist zu alt

11kW Box installieren, Meldung an den VNB, fertig.

von Michael B. (laberkopp)


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Klaus schrieb:
> 11kW Box installieren, Meldung an den VNB, fertig.

Natürlich seit 1.1.24 nicht mehr, seit dem geht nur bis 4.2kW ohne 
Probleme (dafür auch ohne Anmeldung).

Ab 4.2kW musst du den Energieversorger erlauben die Leistung 
ferngesteuert zu drosseln und dafür braucht der Felder 5a und 5b im 
verplombten Hausanschlusskasten. Hat deine Altinstallation das nicht, 
musst du den auf deine Kosten schaffen, was bedeuten kann einen neuen 
(grösseren) Kasten an eine ganz andere (weil die alte vielleicht nicht 
mehr zulässig ist) Stelle zu bauen, damit der Energieversorger auf seine 
Kosten dort die Steuerung einbauen kann.

Dafür bekommst du dann den Strom 110-160€ billiger im Jahr.

https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/elektromobilitaet/laden/wallbox-steuerung-drosselung/

Und über 11kW kann der Energieversorger die Installation versagen, muss 
das aber innerhalb von 2 Monaten tun.

von Klaus (feelfree)


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Michael B. schrieb:
> Natürlich seit 1.1.24 nicht mehr

Ok das habe ich nicht mitbekommen, sorry.
Hat sich es alao doppelt gelohnt, dass ich seinerzeit die 900 Euro 
Förderung mitgenommen hab und seither eine unbenutzte WB quasi als 
Zukunftsreserve hängen hab...

von T. F. (waidler)


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Jens P. schrieb:
> Die Umschaltung vom Go-e soll ja gift sein
> für den Smart (und bis der ein Wetterfestes Gehäuse und den Typ B Fi
> extern hat ist der auch preislich nicht mehr wirklich attraktiv)

Ich möchte hier noch kurz eine Lanze für den go-e brechen...

Ich habe den go-e home fix in Verwendung, da wird vor der 
Phasenumschaltung der Ladevorgang gestoppt. Nach einer kurzen Pause 
geht's dann wieder von vorne los. Seit dem letzten update von Skoda 
kommt auch immer in der Skoda-App eine Benachrichtigung, dass der 
Ladevorgang beendet wurde, wenn eine Phasenumschaltung erfolgt.

DC-Fehlerstromerkennung hat der go-e auch, lt. Datenblatt der aktuellen 
Version (go-e Charger Gemini) ist die Montage innen und außen möglich. 
(Über ein kleines Dach drüber freut sich aber wohl jedes Gerät im 
Außenbereich)

Ich nutze Home Assistant zur Überschussladung und berechne die 
verfügbare Ladeleistung aus den Werten von zwei Wechselrichten und des 
Akkus, da kann man sich austoben. Diese Leistung wird einfach per MQTT 
der Wallbox mitgeteilt, die Regelung und Phasenumschaltung macht dann 
die Wallbox - und das aus meiner Sicht sehr zufriedenstellend.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Ich hoffe, dass ich noch möglichst lange
ohne diesen ganzen Klimbim auskommen kann.

Aber für alle Fälle nehme ich gerne auch solche Infos mit auf:

Jens P. schrieb:
> Externes rfz oder rfz auf freiem
> Zählerplatz lassen Sie nicht zu. Ja danke, fick dich doch Deutschland.

von Gtx F. (gtx-freak)


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T. F. schrieb:
> Ich habe den go-e home fix in Verwendung, da wird vor der
> Phasenumschaltung der Ladevorgang gestoppt. Nach einer kurzen Pause
> geht's dann wieder von vorne los.

Diese Frage mag Dumm klingen, aber ich habe einen China-Zigel beim ich 
den Strom nur VOR dem laden festlegen kann und nicht während des Ladens 
ändern (ich rede nicht von der Phasenumschaltung):
Kann go-e home fix während des Ladens den maximalen Ladestrom 
verändern? Also immer wenn es per APP/Knopfdruck/MQTT einen neuen wert 
gibt den Strom anpassen oder wird bei jeder Änderung der Ladevorgang 
abgebrochen und dann mit neuem Strom erneut gestartet?

von Bernd H. (geeky)


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Jens P. schrieb:
> Mein Schrank ist zu alt (kein rfz Feld) und muss
> daher neu wegen der Datenschnittstelle. Externes rfz oder rfz auf freiem
> Zählerplatz lassen Sie nicht zu. Ja danke, fick dich doch Deutschland.

Warum auch immer einige Netzbetreiber ihre Kunden dazu wohl unbedingt 
nötigen wollen - und das kann einen auch ohne steuerbaren Verbraucher 
treffen, wenn der Netzbetreiber einfach Lust hat einem ein Smart Meter 
zu verbauen.
Einige scheinen da aber wohl verträglicher zu sein und installieren in 
solchen Fällen einfach einen Zähler mit eigener DIN-Schiene im 
plombierbaren Bauchraum des Zählers, wo dann Gateway+Steuerbox hin kann.
Vllt. könnte man in so eine Richtung auch nochmal aktiv nachhaken...

von Hardy F. (hflor)


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Das Thema hatten wir doch schon oft, wer braucht wirklich mehr als 11KW 
für das Laden über Nacht? Oder ist das eine PV-Anlage mit 30KWp? Wohin 
geht dann der Strom wenn das Auto voll ist?

von Michael O. (michael_o)


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Ist eher die Frage ob die 11kW ausreichen den Wagen mit z.B. 120kWh nach 
dem Sonntagsauflug von abends um 22:00 Uhr bis morgens um 6:00 Uhr zum 
beginn der Dienstreise wieder voll zu bekommen. Da die Kombination 
äußerst selten sein dürfte, würde ich dann mein Frühstück außnamsweise 
mal zu MCD nach einigen hundert Kilometern verlegen und 15 Minuten 
früher losfahren.

MfG
Michael

von Klaus (feelfree)


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Michael O. schrieb:
> Ist eher die Frage ob die 11kW ausreichen den Wagen mit z.B. 120kWh nach
> dem Sonntagsauflug von abends um 22:00 Uhr bis morgens um 6:00 Uhr zum
> beginn der Dienstreise wieder voll zu bekommen.

Man kann wirklich jedes noch so unwahrscheinliche Szenario annehmen.
Welches Fahrzeug hat 120kWh? Man kommt mit 0% heim? Man muss mit 100% 
wieder losfahren?

Realistisch, 10 bis 80% von sagen wir mal großzügig 90kWh, macht 63kWh 
oder knapp 6h. Oder anders gesagt: Ja, man bekommt das Fahrzeug auch bei 
diesem unrealsitischen Szenario sogar bis 100% wieder voll.

von Re D. (re_d228)


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Jens P. schrieb:
> Wir
> gehen noch unter an unseren übertriebenen Maximalforderungen für jeden
> Mist.

Willkommen in Deutschland! Aber VDE-Normen müssen halt IMMER eingehalten 
werden, wer das nicht tut, dem droht der Stromtod und der Hausbrand.

von Christian B. (luckyfu)


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Michael B. schrieb:
> Ab 4.2kW musst du den Energieversorger erlauben die Leistung
> ferngesteuert zu drosseln und dafür braucht der Felder 5a und 5b im
> verplombten Hausanschlusskasten.

Naja...

So ist die Theorie. Ich hab das selbe Setting, 11kW Wallbox, PV und 
einen HAK mit nur einem Zählerfeld. Da wurde nun ein neuer 
2-Richtungszähler mit Funkmodul eingebaut. In den Anmeldeunterlagen 
steht, dass ich die Fernsteuerbarkeit ermöglichen muss. Es steht aber 
nicht drin, wie. Die Stadtwerke haben das so problemlos akzeptiert. Der 
hat nicht mal gezuckt beim Zählertausch. Außerdem gibt es 
Rundsteuerempfänger auch als Huckepacklösung auf Zählern, die dafür eine 
Hutschiene mitbringen. Da ist bei mir aktuell das Funkmodul installiert, 
aber Platz gäbe es darauf noch. Ich mach mir also erstmal keine Sorgen 
deswegen.

●DesIntegrator ●. schrieb:
> Ich hoffe, dass ich noch möglichst lange
> ohne diesen ganzen Klimbim auskommen kann.
>
> Aber für alle Fälle nehme ich gerne auch solche Infos mit auf:
>
> Jens P. schrieb:
>> Externes rfz oder rfz auf freiem
>> Zählerplatz lassen Sie nicht zu. Ja danke, fick dich doch Deutschland.

Das ist sehr stark von deinem VNB abhängig. Wie ich schrieb, bei mir ist 
das derzeit kein Problem nochzumal die Wallbox auch über LAN 
Fernsteuerbar (und somit auch drosselbar ist) Aktuell wissen die 
meissten VNB noch nicht, wie sie diese Gesetzesvorlage umsetzen sollen. 
Dazu kommt, dass es hierbei um eine absolute Ausnahme geht, in der die 
2h Drosselung eintritt. Inkl. Reichhaltiger Entschädigung und wenn der 
VNB diese Möglichkeit nutzt, muss er verpflichtend sein Netz ausbauen, 
damit diese Drosselung sich möglichst nicht wiederholt.

: Bearbeitet durch User
von ArnoNym (bergler)


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Wir haben eine CFOS. Die kann das Überschussladen relativ gut, und lässt 
sich auch über MQTT steuern:
https://www.cfos-emobility.de/de/cfos-charging-manager/documentation/mqtt.htm
Die kann gut Überschussladen, dank stufenloser Leistungsregelung.

Mein Grund für die CFOS war, dass sie auch ohne Internet alle Funktionen 
beherrscht. Kein Cloud/Anmelde/Sonstnochwaszwang, alles bleibt im 
Hausnetz.
Der Nachteil ist die umständliche und unverständliche Konfiguration, 
aber das kann auch an mir liegen.

Mein Rat wäreallgemein:
Überleg dir die 22kW für Zuhause gut!
Meistens reicht sogar eine normale Steckdose mit 2,3kW.
Man muss sich mal klarmachen: Wenn man täglich 10h Zuhause lädt, reicht 
das allein schon für 42000km im Jahr (20kWh/100km).
Probier das unbedingt aus bevor du dir eine teure Wallbox kaufst und dir 
die Genehmigung antust. Vorausgesetzt, die Garageninstallation ist ok.
Wenn du mit der Steckdose klarkommst (wovon ich ausgehe ;-)), dann 
reichen dir die 11kW überallhin.

Man überschätzt seinen Bedarf an Ladegeschwindigkeit als Neuling immer. 
Ging mir auch so. Drum: Erst probieren, dann kaufen ;-)

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